CH419093A - Verfahren zur Herstellung von Isopropenylacetat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Isopropenylacetat

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CH419093A
CH419093A CH844862A CH844862A CH419093A CH 419093 A CH419093 A CH 419093A CH 844862 A CH844862 A CH 844862A CH 844862 A CH844862 A CH 844862A CH 419093 A CH419093 A CH 419093A
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ketene
acetone
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reaction
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CH844862A
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Sturzenegger August
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Hoffmann La Roche
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
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    • C07C67/56Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by solid-liquid treatment; by chemisorption

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Isopropenylacetat
Die   vorliegende Erfindun, g    betrifft ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Isopropenylacetat durch Umsetzung von Aceton mit Keten.



     Ketien    ist ein wertvolles Ausgangsmaterial   fUr    verschiedene, im technischen Ausmass durchgeführte chemische Reaktionen.. Es wird dabei meistens als Gas   eim*gesetzt.    Da   DUr    die wenigsten dieser Reaktionen zu   eider    100 %igen Umsetzung des Ketens führen, resultiert gewöhnlich ein ketenhaltiges Abgas, wobei   in, der Regel der    Gehalt an Keten weniger als   lOVol.  /o beträgt. Ein    solcher   industrieller    Prozess ist z.   B., dio Dimerisierung    von   Keter    zu Diketen. Die Abgase sind gewöhnlich so arm an Keten, dass eine Verwertung dieses Ketens aus ökonomischen Gründen bis heute   nsicht    in Betracht gezogen wurde.



   Die vorliegende Erfindung ermöglicht nun die Verwertung solcher ketenarmer Gase.



   Isopropenylacetat ist ein Zwischenprodukt, z. B.   fur    die   Hersteliung von Vibamin    A-Acetat.   Fur diesel    Zweck ist es unerlässlich, dass   das Isoprop nylacetat    einen hohen   Reinheitsgnad aufweist    und   insbesonldere    frei ist von   sauren Venumleinigungenl.   



   Es ist   bekannt, Isopropenylacetat    durch Umsetzung von Aceton mit   Keten herzustellen.    So beschreibt z. B.   Idie amlerikanische    Patentschrift   Nr.-    2 383 965 einen   Batch-Prozess. Verfahren,,    die   nichet      kontinuierlich durchgeführt werden könnlen,    sin, d jedoch in   der Regel unökonomisch.    Man   hat deshalb      versuch, t,    die Umsetzung von   Aceton m, it    Keten kontinuierlich zu   gestalten,. E-in solches Verfahren,    ist z. B. in den amerikanischen Patentschrift   Nr.    2 481 669 beschrieben.

   Bei diesem Verfahren wird jeodch unter nicht leicht einzuhaltenden Reaktionsbedingungen gearbeitet.



   Im Bestreben, die Reaktion ökonomisch zu gestalten,   sine fur    die Umsetzung von Aceton mit Keten auch schon die verschiedensten, zum Teil recht ausgefallene Katalysatoren vorgeschlagen wonden. Bei   diiesen Katalysatoren, handelt    es sich meist um schwer   erhältliche    bzw. schwer zu handhabende, um kostspielige oder um schlecht vom Isopropenylacetat abtrennbare Substanzen.



     Beia1-cieenvorbekannbenVerahren    kam zudem als   AusgangsmateriaL ein relativ ketenreichios,    durch Pyrolyse von Aceton gewonnenes Gasgemisch zur Anwendung, mit   einem durchschinittlichlen Keten-      gehalt von 2540Vol.  /o Ketien. Für    ketenarme Gasgemische, wie solche mit weniger als etwa 10   Vol.  /o Keten, eignen    sich diese vorbekannten   Verfahrew nicht.   



   Demgegenüber ist es nach dem erfindungsgemässen Verfahren möglich, extrem ketenarme, bisher verworfene Gase als Ausgangsmaterial zu verwenden. Das Verfahren erlaubt zudem die Gewinnung von Isopropenylacetat in hoher Reinheit, mit nur geringen oder überhaupt keinen sauren Beimengungen.



  Das Verfahren zeichnet sich ferner durch vorteilhafte Reaktionsbedingungen, unter anderem Verwendung billigster saurer Kondensationsmittel, wie Schwefel  saure.    aus.



     Bleim erfin, dungsgemässen, Verfahren    zur Herstellung von Isopropenylacetat durch Umsetzung von Keten mit Aceton wird   in einem, iersten Schritt ein    ketenhaltiges Gas mit   Aceton, dtas einen slauren    Katalysaton enthält, unter Turbulenz, erhöhtem Druck und bei einer Temperatur von 20-100 C in Berührung gebracht. In einer zweiten Umsetzungsstufe   lässt    man die   resultierende Lbsung (enthialtend    Keten, Aceton und sauren Katalysator) in praktisch laminarer Strömung unter erhöhtem Druck und bei ciner Tempenatur von mindestens 50 C durch   veine,       vorzugsweise langgestneckte, Reaktionszone fliessen.    



  Die   erste VerfahrensstuEe (Absorptionsstufe)    erfolgt   mBit Vorteil    unter einem Druck von etwa 1, 4 kg/cm2 bis etwa 7 kg/cm2, in der zweiten Verfahrensstufe (Umsetzungsstufe) wird vorteilhaft eine Temperatur   von.,    etwa   60-80  C eingeliiialten. Der    saure Katalysator   lässt sich aus    dem Reaktionsprodukt, das die   Reaktionszone durch3aufen    hat, durch Behandlung des Reaktionsprodukts mit einer nichtwässrigen, mit dem flüssigen Reaktionsgemisch mischbaren Base   abtrenrDen.   



   Das erfindungsgemässe Verfahren wind anschlies  seud anhanld    der   beiliegen, den Zeichnung näher eF      läutert,    in welcher
Fig. I schematisch eine Apparatur wiedergibt, die sich für das erfindungsgemässe Verfahren eignet.



   Fig.   II einen schemabischen    Schnitt   durci en    geeignetes Reaktionsgefäss darstellt, und    F, ig.    III einen schomatischen Schnitt durch ein weiteres geeignetes Reaktionsgefäss darstellt.



   In den Figuren sind entsprechende Teile mit   glati-    chen   UberweisurDgszeichen versehen.   



   Die in Fig. I dargestellte Apparatur weist   e) ine      Rohrleitung    1 fiirdiaZufiihr,unigvonGas.inden, Ab  sorbet    2 auf. Die   Rohrleituniig    3   disent    der Zufuhr. von Flüssigkeit zum Absorber 2. Durch die Leitungen 4 und 5 können Flüssigkeiten aus den Lagertanks 6 und 7 in die Leitung 3 übergeführt werden. Durch die   Roh, rleitung    8 werden nicht   absorbierte    Gase abgelassen. Die   Rohrleiitunlg    9 dient der Überführung der Flüssigkeit in das Reaktionsgefäss 10.

   Die Rohrlei  tang    11 verbindet das Reaktionsgefäss 10 mit dem Abscheider 13 und weist eine Zweigleitung 12   zun      Zufuhr voni Flüssigkeit    auf.   Die Roh, rleitung 14 dgient    der Überführung von flüssigem Rohprodukt in den Abscheiden 15, aus welchem durch die Leitung 16 Gase und   diurch    die Leitung 17   Flüssigkeiten    abge  trenint werden^. Die Anlage    ist   zweckmässiig    aus   Mate-      rialien gebaut, die auf    das   Keten,, Aceton undi    das Isopropenylacetat keine schädliche Wirkung aus üben.

   Fün alle Metallteile, die mit den   Aus, gangsmia-      terialien oder    den Endprodukten in, Berührung kommen, wird vorzugsweise rostfreier Stahl verwendet.



  Der Absorber 2 besteht vorteilhaft aus einer herkömmlichen Absorptionskolonne, durch welche der Gasstrom und der Flüssigkeitsstrom nach dem Gegenstromprinzip hindurchgeleitet werden und welche mit einer geeigneten Füllung zur Gewährleistung von Turbulenz und einer guten Berührung zwischen dem Gas und der Flüssigkeit versehen ist.

   Das Reaktions  gefäss 10 sollte    so konstruiert sein, dass die Reak  tionszone, durch    welche die Flüssigkeit geleitet wird,   langgestreckt    ist und dem Flüssigkeitsstrom einen   mögl, ichst geriingen    Widerstand entgegensetzt, Im   Idealiall    ist das Reaktionsgefäss ein enges, langgestrecktes Rohr von kreisförmigem Querschnitt, Reaktionsgefässe dieser Art   können, danln    verwendet werden, wenn nur ein kleiner Durchsatz erforderlich ist.   Geriade Rohre wirken.    am besten. Das   Rohr kana    jedoch auch anders   gebaut sein,,    z. B. als   Rohrr    schlange, wie in der Fig.   Il    gezeigt ist.



   In der Fig. II ist die Reaktionszone durch die Rohrschlange 10A dargestellt. Diese ist umgeben vom   mante    18 zur Aufnahme eines Wärmeaustauschers,s der durch die Leitungen 19 und 20   ein-bzw. abgelei-    tet wird.



   Im grosstechnischen Betrieb sind jedoch röhren  förmige Reaktionsgefässe nicht günstig.    Ein   fur dey    grosstechnischen Betrieb besser geeignetes Reak  tions, gefäss ist in    der Fig. III   diar, gestellt. Dieses    Reaktionsgefäss kann ein zylindrischer Tank 10B   sein, der von einiem Mantel    21   umgeben, ist. Der    Tank ist mit senkrechten Schikanen versehen, die abwechslungsweise von oben und unten in den Behältenraum hineinragen und so einen l;anggezogenen Weg für den Flüssigkeitsstrom schaffen, Der Mantel 21 ist mit den Leitungen 23 und 24 verbunden.



  Nötigenfalls können mehrere Reaktionsgefässe den in den Fig. II und III   Idbargostellten    Art   miteinanider irl    Serie verbunden werden,
Das erfindungsgemässe Verfahren kann   bei-    spielsweise   hunter      Benützung der iiz    Fig. I   dargesfiel'L-    ten Apparatur wie folgt durchgeführt werden :
Das   ketenhaltige Gasgeniisch, wird    durch   die    Rohrlcitung 1   in deni Absonber    2   ein, geführt.

   Nach    der bevorzugten Ausführungsart wird als Gasgemisch   en industrielles Abgas m. it    sehr   geningem Ketenge-    halt verwendet, das daneben gasförmige Abfallprodukte, wie   Methan, Kohlermonioxyd, Äthylen    u. dgl. enthält. Durch die Rohrleitung 3 wird ein Flüssig  keitsstrom    in   Edben Absorber    2   gefiihrt. Der Fliissig-    keitsstrom enthält Aceton und einen sauren Katalysator in geringer Menge. Bei der erstmaligen Durchführung enthält der Fl2ssigkeitsstrom nichts anderes als Aceton und sauren Katalysator, welche beide aus   den Lagertank.-s    6 bzw. 7 durch die Leitungen 4 und 5   inlidie Leitung    3 gelangen.

   Nachdem der Prozess einmal angelaufen ist, stammt ein   wesenthcher Teil des    Acetons aus dem Abscheider 13, Der den Absorber 2 durch die Rohrleitung 9   verlassenlde Flüssigkeits-    strom enthält flüssiges Aceton, sauren Katalysator,   Keten, Isopropeny1acetat    und geringe Mengen an Verunreinigungen, Dieser Flüssigkeitsstrom wird in   laminar, er Strömung    aus der Rohrleitung 9 in das Reaktionsgefäss 10 übengeführt, wo nun, die   ge-    wühschte Umsetzung des   Acetons mit dem Keten ! in    ersten Linie stattfindet. Der die Reaktionsprodukte enthaltende Flüssigkeitsstrom wind aus. dem Reak  tionsgefäss lO durch    die Rohnleitung 11 abgezogen.



  Er enthält hauptsächlich Aceton, Isopropenylacetat, sauren Katalysator, und Nebenprodukte ; bei einer typischen Ausführungsart etwa in   folgenden Beträgen    (in Gew.    /o)    : Aceton 10-30 %, Isopropenylacetat 55-65   O/o, Riickstlinde (Katalysator    etc.) : 10-15 %.



     Ein variables Teil des den Reaktor    10   verla, ssenr    den Flüssigkeitsstroms kann direkt durch eine (in Fig. I nicht dargestellte) Leitung in die Rohrleitung 3 zurückgeführt werden. Der nicht direkt   iD die Leitung    3 zurückgeführte Teil des Flüssigkeitsstroms (es   kan-ni      sichldabei auch umdie GesamtmNenge handeln),    wird mit einer nichtwässrigen Base vermischt, wobei die  Base durch die Leitung 12 in die Leitung 11 eingeführt wird.

   Der so behandelte Flüssigkeitsstrom wird dann in   den Abscheider    13 eingeführt, wo das   tuber-    schiissige Aceton abgetrennt und in die Leitung 3   zurückgefühnt wird.    Der Rest des Flüssigkeitsstroms, der   hauptsächLich    aus Isopropenylacetat, neutralisiertem   Katalysator unld Nebenprodukben    besteht, wird aus dem Abscheider 13 durch die Leitung 14 in dem   Abscheider l5    abgezogen. Aus dem   Abscheider    15 wird das Isopropenylacetat durch die Leitung 16 ab  gezogen, wahnend    der neutralisierte Katalysator und   dWie Nebenprodukee    durch die Leitung 17 entfernt werden. Bei den Nebenprodukten handelt es sich z.

   B. um   ss, ss-Dimethylpropionolaceton,    Keten-Poly   merisationsprodukte, Zersetzungsprodukte von, Keten      un, d Aceton,    sowie um etwas restliches Aceton.



   In der   ersten Verfahr, ensstufe,    d. h. der Absorptionsstufe im Absorber 2 werden die nicht   absorbier-      ben    Gase durch die   Leitun : g    8 in geeignete Apparatu  ren abgeführt,    z. B. Alkaliwäscher opder Öfen.



   Wie erwähnt, ist es vorteilhaft, den ersten Ver.fahrensschritt so durchzuführen, dass man den das Aceton und den saunen Katalysator enthaltenden Flüssigkeitsstrom im Gegenstrom zum   Ketenlgasstrom    führt. Um optimale Kontaktbedingungen zu schaffen, wird dieser   Schiritt    unter   er, höhtem Druck    und   un : ter      Turbuleniz d-urchgefiihrt.    Der zweite Verfahrens  schritt (Umsetzwngsstufe)    wird andererseits untern   Aufrechterhlaltunlg von    praktisch laminarer Strömung vongenommen. Diese Auftrennung des Verfahrens in zwei praktisch   getrennte Verfahrenssch, ritte ist eines    der   wesentlich, sten    Merkmale der   vorlietgenden Erfin-    dung.

   Wie oben angetönt, ist die Umsetzung von Aceton mit Keten zum Isopropenylacetat nur eine von vielen möglichen Reaktionen zwischen   diiesen      belden Komponenten.    Aceton und Keten können auch unter Bildung   von ss, ss-Dimethylpropionolaceton      miteinamdter neagieren.    Aceton kann auch unter Selbstkondensation Diacetonalkohol, Mesityloxyd, Phoron,   Isophoron, Mesityleni    bilden. Keten kann zu Diketen und zu   Ketenpolymeren    polymerisieren.



  Wenn der bevorzugte saure Katalysator, Schwefelsäure, verwen det wird, nimmt das Keten auch an Nebenreaktionen teil. Aceton z. B., wird zum Isopropenylsulfonat verestert und mit diesem reagiert Keten unter Bildung von Sulfoessigsäure und Acetylsulfoessigsäure.



   Wegen dieser zahlreichen möglichen Nebenreaktionen ist   drie Aufrechterhaltun, g einer gleichmässigen,    möglichst kunzen Verweilzeit in der Reaktionszone   wich, tig. Turbuleate Strömung führt    zu ungleichmässigen Verweilzeiten für die verschiedenen Teile der flüssigen Reaktionsmischung. Es   ist dleshlalb    ein   wesen. tliches Merkmal des erfindungsgemiissen    Verfahrens, dass in der Reaktionszone turbulente Strömung vermieden wird. Dies wird, wie   ges, agt,    dadurch   erreiichlt, dass    die Absorptionsoperation getrennt von de, r   Umsetzunzgsoperation    und letztere in   praktisch      laminarer Strömung durchgeführt wird.

   Idizale    laminare Strömung ist in Prozessen industrieller   Grosse-    ordnung nicht realisierbar. Die in den Fig.   Il    und III dargestellten Apparaturen ermöglichen jedoch eine praktisch laminare Strömung, die dem Idealfall sehr nahekommt.



   Es   hab    sich   ferrer    gezeigt,   dlass unerwünlsch$e    Nebenreaktionen auch dadurch unterdrückt wenden   köninen,    dass das Aceton im   tJberschuss über    den zum Umsatz mit dem Keten   stbchiometrisch exfor-      dlerlichen    Betrag verwendet wird. Im laufenden Betrieb hat sich ein Acetonüberschuss von 15-30 %als   vorbeiLhiaft e-rwiesen.   



   Die Aufrechterhaltung von   tJberdruck für dqen      ganzen Prozess    ist wichtig.   Fur    eine   wirkslame    Um  wandlunlg des in ketenarmen    Gasen vorhandenen Ketens hat es sich   als wesentLich erwiesen,    dass die Absorption des Ketens in Aceton unter erhöhtem   Druck sltattfin, det.    Es gibt dabei keine kritische obere Grenze, doch   werden Driieke innerhal-b    eines   gels-    sen Bereichs aus   appanabiven    und ökonomischen Gründen bevorzugt, z. B.   Drücke zwischerm    1, 4 und 7 kg/cm2.

   Die   eigen, tliche Umsetzungsoperation fin-    det infolge Druckabfalls in   der    Apparatur bei einem etwas   geringeren tXberdruck statt.    Um Nebenreaktio  n, en    zu vermeiden, hat es sich als vorteilhaft enwiesen,   dass die Temperabur innerhalb    der Reaktionszone nicht weniger als 50 C beträgt, vorzugsweise etwa   60-80  C.

   Ancbererseits    wird die Temperatur innerhalb der   Absorptionszone vorteillhaft    im unteren Teil des   Beneichs    von 20-100  gehalten, da   niedrigere    Temperaturen die   Absorption bhegünstigen.    Aus praktischen Gründen mag es   jedoch einàcher sein,    im Reaktionsgefäss und im Absorber die gleiche Temperatur einzuhalten.



   Wie   oben bereits gesagt,    wunden   schon diie ver-      schiedensten. sauren    Katalysatoren   finir    die vorliegende Reaktion, d.   h. die Umsetzung von Aceton    mit Keten zum Isopropenylacetat, vorgeschlagen.

   Es ist   einer der Hauptvonteile    des erfindungsgemässen Verfahrens, dass   fur diese Umssetzung    der wohl billigste und am   leichtesten    zu   handlhabenlde Katalysator,    nämlich Schwefelsäure, verwendet werden kann und dass   diese    einen   hoh, en,    Grad der Wirksamkeit entfaltet.   Andere Kabalysatoren kbnnen zwar    auch benutzt wenden, aber deren Verwendung ist   nicht bevorzugt.   



  Es hat sich gezeigt, dass die Konzentration des Katalysators eine wichtige Rolle spielt. Zu geringe Mengen vermögen die gewünschte Reaktion nicht zu be  schsleunigen,    zu grosse Mengen beschleunigen die   Selbstkonldensation des Acetons und des    Ketens und die Zersetzung des Isopropenylacetats. Im Idealfall   sollte dle Konzentnation der Schwefelsäure    in dem zum Absorber fliessenden Acetongemisch zwischen 0, 5 und 2 Gew. % liegen (bezogen auf   Idas    Totale   wicht des Flüssigkeitsstroms).

   Bei Verwendung aDde-    rer Katalysatoren kann die   vorteilhafteste Konzen-    tration natürlich auch   einen andern    Wert aufweisen,
Abgesehen von der Wohlfeilheit und der leichten Handhabung, ist die Verwendung von Schwe  felsäure alls    saurer   Kabalysator    auch deshalb besonders vorteilhaft, weil sie sich sehr leicht aus dem  Reaktionsgemisch wieder abtrennen lässt, Es wurde gefunden, dass diese Abtrennung sehr   einfach dla-      durchl vorgenommen wenden kann,    dass man das    flüssige Reaktionsgemisch mit einer nichtwässrigen      Base, dite    mit   dem flüssigen Reaktionsprodukt, d.    h. mit Aceton und Isopropenylacetat mischbar ist, vermischt.

     Hierauf    kann praktisch reines Isopropenylacetat leicht durch Destillation des   finssigen Reak-    tionsgemisches und durch Entfernung des neutralisierten Katalysators, z. B.   im    Abscheider 15, erhalten werden.



   Wie oben erwähnt, ist es im Hinblick auf die Verwendung des Isopropenylacetats in verschiedenen industriellen Prozessen wesentlich, dass das Isopropenylacetat praktisch keine Überreste des sauren Katalysators mehr enthält. Es wurde Gefunden, dass   niederalkylsubstituierte    Pyridine besonders geeignet   sine.   



   Die   Men : ge    der nichtwässrigen Base ist nicht   wesenitlach,    aber sie sollte natürlich genügend gross sein für die   Neutralisienun,    g   das sauren Katalysiatoris.   



  Die Menge kann dementsprechend der äquimolaren   Menge (bozogen auf.    den sauren Katalysator) entsprechen   oder auch bedeutend grösser sein.    Aus ökonomischen Gründen wird man nat2rlich möglichst   wenig verweniden.    Es hat sich gezeigt, dass ein 50 %iger Überschuss über die molare Menge den verschiedenen Bedürfnissen gut entspricht.



   Beispiele von nicderalkylsubstituierten Pyridinen    sind ss- und γ-Pikoline, Methyläthylpyridin u. dgl.   



  Diese Pyridine können einzeln oder in Mischung mit  einianden veDwendet wenden.    Sie   könnien    durch die Leitung 11 in   praktisch reiner    Form oder   verdünnt    mit einem geeigneten Lösungsmittel, vorteilhaft Ace  ton, zu, gefiihrt werdien.   



   Beispiel 1    Ein ketenlhalbiges    Gasgemisch mit einem Gehalt   (in Vol.  /o)    von 34, 7    /o    Keten, 46, 9    /o Methan,    12, 2    /o Kohlenmorlioxyd unld    6, 2   /o Athylen wird      durci    die Leitung 1   in, den Absorber    2   (vgl.    Fig. I) eingeführt. Die Zufuhrmenge beträgt dabei 1500 g Keten   pro Stunde,    die Temperatur 50-60  und der Druck 1, 4 kg pro cm2. Durch die Leitung 4   wird    frisches Aceton in einer   Geschwindigkeit    von ungefähr 3090 ml pro Stunde in die Leitung 3 eingefiihrt.



  Durch die   Leitung    5 wird frischer Katalysator   (Schweèlsäure) in    solcher Menge in die Leitung 3 eingeführt, dass   in der zum Absober gelaDgenden    Flüssigkeit die Säurekonzentration 1, 4 Gew.    /o    be  trägt. Die    Menge des direkt vom Reaktor 10   in dite    Leitung 3 zurückgeführten Reaktionsprodukts be  trab ungefahr    50 Liter pro Stunde. Es wird ein Re  aktionsgefäss    von der in Fig. III dargestellten Art verwendet mit einer Aufnahmekapazität von 35 Liter.



  Das   Reaktionsgefäss    wird bei   annähernd    derselben Temperatur gehalten wie der Absorber. Auf   diese    Weise werden 96, 6    /o    des im Ausgangsmaterial enthaltenen Ketens umgesetzt.



   Beispiel 2    Ein kebeirialtiges    Gas   mit eiwem    Gehalt   (in    Vol. %) von 5    /o Keten,    68, 3    /o Methan,    17, 8    /o    Kohlenmonoxyd, 8, 9 % Äthylen wird durch die Leitung 1 in   dten Absorber    2   (vgl.    Fig.   I) in einer    Menge von 140 g Keten pro Stunden, bei einer Temperatur von 148  und einem Druck von 1, 4 kg/cm2 einge  führt.

   Frisches    Aceton   wiiid durch Leitung 4 in die      Leitung    3 in   eider    Menge von ungefähn 200   rrss    pro   Stunde. eingefiihrt.    Frischer saurer   Katalysata    (Schwefelsäure) wird durch die Leitung 5   in dtie Lei-    tung 3   in. solchor Menge eingefiihTt,    dass in der zum Absorber gelangenden Flüssigkeit die Säurekonzen  nation    0, 7 Gew.    /o betnägt.    Die Menge des vom, Reaktor 10 direkt in, die Leitung 3   zuriickgefiihrten      Reaktionsprodukts betrdgt ungefilhr    60   Liter pro    Stunde.

   Es wind ein   Reakton Ider in Fig.    III dargestellten Art mit einer   Kapazität von 20 Liter verwenF    det. Das Reaktionsgefäss wird bei ungefähr derselben Temperatur wie der Absorber gehalten. Auf diese Weise werden 81, 6 % des im zugeführten Gasgemisch enthaltenen Ketens umgesetzt, Eine Mischung von ss  und y-Pikolin    (5   g pro Stunide) wind durch,    die   Lei-      tung    12 in die Leitung 11 zugeführt und dort mit   dlem      rohem Reaktionsprodwkt    vermischt, bevor dieses im   S, eparatoT 13 destilliert wird.   



   Beispiel 3
Ein ketenhaltiges Gas mit einem Gehalt (in Vol. %) von 3, 6    /o Keben,    69, 2    /o Methian,    18, 1    /o      Kohilenmonoxyd    und 9,1% Äthylen wird durch die   Leitamg    1 in den Absorber 2   (vgl.    Fig.

   I) in einen Menige von 150 g   Keiten    pro   Stunide, eineri Tempena-    tur von 60  und einem Druck von 3, 1 kg/cm2 eingef2hrt, Friches Aceton wird durch die Leitung 4   in    die Leitung 3 in einer menge von ungefähr 292 ml pro Stunde zugeführt, Frischer sauner Katalysator   (Schwefelsäune) wird durch    die Leitung 5 in die   Lei-      tung    3 geleitet, so   diass in {ier    zum Absorber 2   gelan-    genden Flüssigkeit die Säurekonzentration 2, 8 Gew.   I/o betriigt.    Die Menge des vom Reakton 10 direkt in die Leitung 3   zurückgeführten    Reaktionsprodukts   beträgt ungefähr    12 Liter pro Stunde.

   Es wird ein Reaktor von der in Fig.   III Idargeséllben    Art mit einem Fassungsvermögen von drei Liter   verwten-      det. Das Reaktionsgafäss wirid    bei ungefähr derselben   Temperatur gehaltan    wie   der Absorber. Auf these    Weise werden 91, 5   zozo    des im zugeführten Gasgemisch   enthalbenen    Ketens umgesetzt. Pro Stunde werden 25 g   Methyllithylpyridin    durch die Leitung 12 in die Leitung 11 zugeführt und dort mit dem rohen Reak  tionsprodukt      vermischt,    bevor dieses im Abscheider 13 destilliert wind.



   Beispiel 4
Ein ketenhaltiges Gasgemisch mit einem Gehalt   (in    Vol.    /o) von    2, 3    /o    Keten, 70, 1 %Methan, 18, 3    /o      KohLEnmonoxyd und    9, 3 % Äthylen wind durch. die Leitung 1 in den Absorber 2 (vgl. Fig.

   I) mit einer   Geschwindigkeit von 1815    g pro   Stuntde,    einer   Tem-      peratat    von   20  und einiem Druck    von 5   Abm.    abso  lut eingeführ, t.    Frischer sauren Katalysator (Schwefelsäure) wird durch die Leitung 5 in   die Leitun, g 3    in solcher Menge eingeführt, dass die Säurekonzentra  tison in    der zum Absorber gelangenden Flüssigkeit 1, 4   Gew.  /o beträgt    Die   Menge des    vom Reaktor 10   direkt rD die Leibung    3   zuriickgefiihrten Reaktionsge-    misches beträgt ungeführ 10 Liter pro Stunde. Der Reaktor weist ein Fassungsvermögen von acht Liter auf.

   Der Reaktor wird bei Temperaturen von ungefähr 60  gehalten. Auf diese Weise werden 95, 5    /o    des im zugefuhrten Gas   vorhlandenssen    Ketens umgesetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur kontinuierlichen, Herstellung von Isopropenylacetat aus Aceton und Keten, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer ersten Verfahrensstufe ein ketenhaltiges Gasgemisch mit Aceton,, das einen sauren Katalysaton enhält, unter Turbulenz, erhöhtem Druck und, bei e.-iner Templeratur von 20 -100 C mischt und hierauf in einer zweiten Ver fahrensstufe die in, der ersten Stufe erhaltene Lösung in praktisch laminaren Strömung, unter erhöhtem Druck und bei einer Temperatur von mindestens 50 C durch eine Reaktionszone fliessen lässt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patenbtanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass finir die zweite Verfahrensstufe eine höhere Temperatur eingehalten wird, als fur dite erste Stufe.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zugefiihrte ketenhaltige Gasgemisch weniger als etwa 10 Vol. % Keten enthält.
    3. Verfahren n. ach Patentanspruch und den Uns teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als saurer Katalysator Schwefelsäure verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch un, d denl Un teransprüchen 1-3, dadurch gekenneeichnet, dass in der ersten Stufe ein Druck von etwa 1, 4 kg/cm2 bis etwa 7 kg/cm2 eingehalten wirdl.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und den Un teran-spriichen 1-4, dadurch gekennzeichniet, dass man das flüssige Reaktionsgemisch nach Durchlaufen der Reaktionszone mit einer michtwässrlgen, mit den flüssigen Reaktionsprodukt mischbaren Base, insbesondere mit einem Alkylpyridin vermischt und hierauf praktisch reines Isopropenylacetat abtrennt, vorzugsweise mittels Destillation.
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