CH407522A - Vorrichtung zum Kantenbrechen, insbesondere von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, Kunststoff o. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zum Kantenbrechen, insbesondere von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, Kunststoff o. dgl.

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CH407522A
CH407522A CH517963A CH517963A CH407522A CH 407522 A CH407522 A CH 407522A CH 517963 A CH517963 A CH 517963A CH 517963 A CH517963 A CH 517963A CH 407522 A CH407522 A CH 407522A
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Description


  Vorrichtung zum Kantenbrechen, insbesondere von plattenförmigen  Werkstücken aus Holz, Kunststoff o. dgl.    Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung  zum Kantenbrechen, insbesondere von plattenförmigen  Werkstücken aus Holz, Kunststoff o. dgl., mit einem  von einem Motor angetriebenen Schneidwerkzeug und  Tastorganen mit gekrümmten Tastflächen, die sich auf  den beiden an die zu brechende Kante angrenzenden  Flächen des Werkstücks abstützen. Bei dieser Vorrich  tung kann ein Fräs- oder Schleifwerkzeug vorgesehen  sein. Bei vorbekannten Vorrichtungen dieser Art sind  Tastrollen in Vorschubrichtung vor und hinter dem  Werkzeug angeordnet, so dass also diese Tastrollen  das Werkstück in grösserer Entfernung von der  Schneidstelle abtasten.

   Dies hat den Nachteil, dass im  Hinblick auf die nicht genau ebene, sondern stets etwas  wellige Oberfläche des Werkstücks dessen Kante vom  Fräser mit unregelmässiger bzw. ungleicher Breite ge  brochen wird.  



  Die vorliegende Erfindung geht von dem Gedan  ken aus, das Abtasten des Werkstücks in unmittelbarer  Nähe der Schneidstelle vorzunehmen. Demgemäss sind  bei der Vorrichtung nach der Erfindung dem Werk  zeug insgesamt zwei Tastorgane so zugeordnet, dass  diese sich in einer gemeinsamen Ebene am Werkstück  abstützen, die durch die Werkzeugachse geht und  senkrecht zur Werkstückkante steht. Da bei dieser  neuen Vorrichtung die Tastorgane sich in unmittel  barer Nähe der Schneidstelle am Werkstück abstützen,  so ist es möglich, stets eine einwandfrei gebrochene  Kante mit gleichbleibender Breite zu erzielen.  



  Die Einzelheiten der Erfindung sind im folgenden  anhand der Zeichnung, die Ausführungsbeispiele ent  hält, näher erläutert.  



  Es zeigt:    Fig. 1 die Vorderansicht von zwei Vorrichtungen  zum Kantenbrechen in schematischer Darstellung  Fig. 2 die zugehörige Aufsicht  Fig. 3 die Seitenansicht einer Vorrichtung zum  Kantenbrechen in anderer Ausführung  Fig. 4 die zugehörige Aufsicht  Fig. 5 einen Schnitt nach Linie V-V der Fig. 4,  teilweise nach Linie Va-Va der Fig. 4,  Fig. 6 Tastorgane und Werkzeug der Fig. 5 in einer  anderen Arbeitsstellung  Fig. 7 die Seitenansicht von zwei Vorrichtungen  zum Kantenbrechen der Oberkante und der Unterkante  eines Werkstücks, teilweise im Schnitt nach Linie  VII-VII der Fig. 9  Fig. 8 die zugehörige Aufsicht, jedoch nur auf die  Vorrichtung zum Brechen der Unterkante des Werk  stücks  Fig. 9 die teilweise Vorderansicht in Richtung IX  der Fig. 7  Fig. 10 ein senkrechter Schnitt nach Linie X-X  der Fig. 7  Fig. 11 die teilweise Vorderansicht in Richtung XI  der Fig.

   7  Fig. 12 einen senkrechten Schnitt nach Linie     XII-          XII    der Fig. B.  



  Bei dem in Fig. 1 und 2 gezeigten Beispiel sind zum  Brechen von Oberkante 1 und Unterkante 2 eines  plattenförmigen Werkstücks 3 zwei gleichartige Vor  richtungen vorgesehen, die jeweils aus einem kegel  förmigen Fräs- oder Schleifwerkzeug 4 bzw. 4a und  zwei Tastrollen 5 und 6 bzw. 5a, 6a bestehen. Wie aus  der Zeichnung ersichtlich, sind jedem Fräser zwei       Tastrollen    mit den Achsen 7, 8 bzw. 7a, 8a so zuge  ordnet, dass diese     Tastrollen    sich in einer gemeinsa-      men Ebene am Werkstück abstützen, die durch die  Fräserachse 9 bzw. 9a geht und senkrecht zur Werk  stückkante 1 bzw. 2 steht.

   Das Werkstück 3 wird in Vor  schubrichtung A an den stationär angeordneten     Fräs-          vorrichtungen    vorbeigeschoben und hierbei durch An  schläge 19 geführt.  



  Vorteilhaft weisen die Tastrollen 5 und 6 einen  Durchmesser auf, der grösser ist als der Durchmesser  des Fräsers 5. Hierdurch wird erreicht, dass das in  Richtung A vorgeschobene Werkstück 3 zuerst die  Tastrollen 5, 6 bzw. 5a, 6a berührt und damit eine  Verletzung des Werkstückes bei Schnittbeginn durch  den Fräser vermieden wird. Wie in Fig. 1 und 2 sche  matisch dargestellt, sind jeweils der Fräser 4 (nebst  dem nicht dargestellten Antriebsmotor) und die beiden  Tastrollen 5 und 6 in einem gemeinsamen Tragkörper  10 gelagert. Dieser Tragkörper ist verschiebbar an  geordnet und steht unter der Wirkung einer Feder 11,  derart, dass der Tragkörper 10 in Richtung B gegen  die Werkstückkante 2 gedrückt wird, so dass damit  beide Tastrollen 5 und 6 gleichmässig mit Federkraft  gegen das Werkstück gedrückt werden.

   Am Tragkör  per sind zwei senkrecht zueinander stehende Stütz  schrauben 12 und 13 vorgesehen, die sich an zwei  feststehenden Anschlägen 14 bzw. 15 abstützten, so  dass damit die Grundstellung der Tastrollen 5 und 6  gegenüber dem Werkstück einstellbar ist. In der  Grundstellung ragen die Tastrollen in die Bewegungs  bahn des Werkstücks hinein, so dass sie vom Werk  stück zurückgedrückt werden. Wie aus Fig. 1 und 2  hervorgeht, können zum gleichzeitigen Brechen von  Oberkante 1 und Unterkante 2 einer Platte 3 od. dgl.  zwei gleichartige je in einem Tragkörper 10 bzw. 10a  gelagerte Fräsvorrichtungen in Vorschubrichtung A  unmittelbar hintereinander angeordnet sein.  



  Die Fig. 3-5 zeigen eine vorteilhafte Ausführung  einer erfindungsgemässen Fräsvorrichtung. An dem  feststehenden Tisch 16 ist ein Lagerkörper 17 befestigt,  an welchem der Tragkörper 10b mit Hilfe eines Kreuz  gelenkes 18 od. dgl. allseitig schwenkbar gelagert ist.  Der Tragkörper 10b wird durch die in Fig. 5 bei 11  angedeutete Feder in Pfeilrichtung B gegen die Werk  stückkante 2 gedrückt, wobei sich die Feder 11 bei 19  an einem Festpunkt abstützt. Am Tragkörper 10b sind  der Antriebsmotor 20 des auf der Motorwelle sitzenden  Fräsers 4 sowie die Tastrollen 21 und 22 gelagert, wo  bei das Werkzeug mit dem Motor und die beiden  Tastorgane relativ zueinander in der gemeinsamen Ebe  ne einstellbar sind.

   Bei der gezeigten Ausführung ist  der Antriebsmotor 20 im Tragkörper 10b axial in Rich  tung C, d. h. in der Höhe verstellbar angeordnet, wäh  rend beide Tastrollen 21 und 22 senkrecht hierzu in  Richtung D verstellbar sind. Zu diesem Zweck ist die  Tastrolle 22 mit ihrem Achsbolzen 23 im Tragkörper  10b in Richtung D verschieb- und mit Hilfe einer  Schraube 24 feststellbar. Die andere Tastrolle 21 ist mit  dem Lagerbolzen 25 an einem Arm 26 gelagert, der  durch eine Schraube 27 mit einem Winkelarm 10' des  Tragkörpers 10b verbunden ist. Um die Verstellung  der Tastrolle 21 in Richtung D zu ermöglichen, kann    im Arm 26 ein Längsschlitz 28 für die Schraube 27  vorgesehen sein.  



  Bei der in Fig. 3-5 gezeigten vorteilhaften Aus  führung bildet die Tastrolle 21 einen dem Fräser 4  angepassten und diesen überdeckenden hohlen Kegel  stumpf, der am Umfang eine zylindrische Tastfläche  21a aufweist. Diese besondere Ausführung hat den  Vorteil, dass die kegelförmige Tastrolle 21 sehr dicht  über dem Kegelfräser 4 angeordnet werden kann, wie  aus Fig. 5 hervorgeht. Die Anordnung dieser kegel  förmigen Tastrolle ermöglicht also auch das Kanten  brechen von verhältnismässig schwachen Werkstücken  in einer Stärke von wenigen Millimetern.  



  Da diese kegelförmige Tastrolle den Fräser 4 über  deckt, so wird damit weitgehend eine Berührung des  Fräsers verhindert und damit die Unfallgefahr wesent  lich vermindert.  



  Wie aus der Zeichnung hervorgeht, kann vorteil  haft auch die andere Tastrolle 22 die vorbeschriebene  Kegelform aufweisen, wobei auch bei dieser Tastrolle  eine zylindrische Tastfläche 22a vorgesehen ist.  



  Es ist erwünscht, dass das Werkzeug über seine  ganze Mantellänge 1 gleichmässig abgenützt werden  kann. Um dies zu erreichen, kann bei der vorbeschrie  benen Fräsvorrichtung durch geeignete Einstellung der  Tastrollen und des den Fräser tragenden Motors zu  einander die Schneidstelle a des Fräsers verschoben  werden, wie in Fig. 6 gezeigt. Anstelle eines     kegel-          stumpfförmigen    Schleif- oder Fräswerkzeugs 4 kann  gegebenenfalls auch ein zylindrisches Werkzeug vor  gesehen sein, wie mit punktierten Linien bei 4a ange  deutet.  



  Bei der in Fig. 7-12 gezeigten Ausführung sind zum  gleichzeitigen Kantenbrechen von Unterkante 2 und  Oberkante 1 eines Werkstücks 3 zwei Motor-Werk  zeug-Taster-Aggregate vorgesehen, die an einer an der  Tischplatte 29 befestigten lotrechten Tragsäule 30 in  der waagerechten Ebene um diese Säule schwenkbar  und in der lotrechten Ebene höhenverschiebbar gela  gert sind. Da diese beiden Aggregate im wesentlichen  die gleichen Teile aufweisen, so sind im folgenden die  gleichen Bezugszeichen verwendet, wobei den Be  zugszeichen für das untere Aggregat der Buchstabe a  hinzugefügt ist.  



  Das obere Aggregat besteht aus einem lotrecht an  geordneten Elektromotor 31, auf dessen Welle 32 ein  kegelstumpfförmiges Werkzeug 33 sitzt, und den bei  den Tastorganen 34 und 35a, 35b, die an einem ge  meinsamen Tragkörper 36 gelagert sind, an welchem  das Werkzeug 35 mit Motor und die beiden Tastorgane  34 und 35a, 35b relativ zueinander in der vorerwähn  ten gemeinsamen Ebene     X-X    einstellbar sind. An die  sem gemeinsamen, den Motor 31 fest lagernden Trag  körper 36 sind zwei Träger 37 und 38 für die beiden       Tastorgane    34 und 35a, 35b um eine senkrecht zur  gemeinsamen Ebene stehende Achse, d. h. um zwei  Achsbolzen 39 schwenkbar angeordnet.

   Diese beiden  Träger 37 und 38 sind mit einem gemeinsamen Stell  glied 40 so gegeneinander verstellbar, dass damit der  Abstand b     (Fig.    10) der beiden     Tastorgane    34 und 35a,      35b eingestellt werden kann. Dieses Stellglied 40 be  steht aus einer Stellschraube, die im Träger 38 ver  schraubbar ist, und Anschlagmuttern 41, gegen welche  der Arm 37a des Trägers 37 mittels einer Zugfeder 42  gedrückt wird, die am Arm 37a und am Träger 38  angreift. Durch     Regulierung    des Abstandes b kann die  Breite der zu brechenden     Kante    2 bzw. 1 beliebig ein  gestellt werden.  



  Es ist ferner ein zweites ebenfalls als Stellschraube  ausgebildetes     Stellglied    43 vorgesehen, mit welchem  die beiden Tastorganträger 37 und 38 gemeinsam ge  genüber dem Tragkörper 36 verschwenkt werden.  Durch dieses gemeinsame Verschwenken der beiden  Tastorgane um die Bolzen 39 ist die Schneidstelle a des  Werkzeugs längs dessen Mantellinie einstellbar, so     dass     damit eine volle Ausnutzung der gesamten Mantelflä  che des Werkzeugs erzielt werden kann.  



  Aus der Zeichnung geht hervor, dass die beiden  Tastorgane 34 und 35a, 35b das Werkzeug 33 im Be  reich der schneidenden Mantellinie 35a teilweise über  decken. Da diese beiden Tastorgane um die Bolzen 39  schwenkbar angeordnet sind, so sind sie mittels der  Stellschrauben 40 und 43 annähernd in Richtung der  schneidenden     Mantellinie    33a gegenüber dem Werk  zeug verstellbar.  



  Nach der Zeichnung ist an dem einen Träger 37  ein annähernd lotrecht befestigter Taster 34 vorgesehen,  der auf dem Werkzeug 33 zugekehrten Seite eine ent  sprechende Aussparung 44 für das Werkzeug     aufweist,     so dass bei der Verstellung des Tasters das Werkzeug  in diesen Taster eintreten kann. Ferner ist die dem  Werkstück 3 zugekehrte Seite 45 dieses Tasters so ab  geschrägt, dass eine schmale Tastfläche 46 entsteht, die  in unmittelbarer Nähe des Werkzeugs 33 liegt. Die  Tastrolle 35a ist am Umfangsteil 35b scheibenartig  ausgebildet und ist annähernd im gleichen Winkel wie  die schneidende Mantellinie 33a des Werkzeugs an  geordnet. Die Tastfläche 47 dieser Tastrolle ist ballig  gekrümmt.  



  Durch die vorbeschriebene Anordnung und Aus  bildung der Tastorgane ist es möglich, deren     Tast-          flächen    46 und 47 sehr dicht an die zu brechenden  Kanten 1 und 2 des Werkstücks heranzurücken, so dass  damit eine einwandfreie Bearbeitung, d. h. eine stets  gleichbleibende Breite der Kanten 1 und 2 erzielt wird.  



  Wie aus der Zeichnung, (Fig. 7-9) hervorgeht, sind  die wirksamen Krümmungsradien r1 und r2 der beiden  Tastorgane 34 und 35b erheblich grösser als der Krüm  mungsradius r des Werkzeugs. Damit wird gewährlei  stet, dass beim Einführen des Werkstücks dieses  zunächst nur mit den Tastorganen in Berührung kommt  und erst nach dem Zurückdrücken der Tastorgane das  Werkzeug in der richtigen Lage wirksam wird, also  eine Verletzung des Werkstücks durch das     Werkzeug     beim Einlauf vermieden wird.  



  Wie aus Fig. 7 und 8 hervorgeht, sind längs der  Tischkante 29a Anschläge 48, 49 für das Werkstück  vorgesehen. Jenseits des Anschlags 48 ist die Tragsäule  30 in einem bei 50 geschlitzten Lagerteil 51 mittels einer  Schraube 52 festgeklemmt. Der Lagerteil 51 weist einen    waagerechten     parallel    zur Tischkante 29a liegenden  Lagerzapfen 53 auf, mit     welchem    der Lagerteil 51 in  einem Träger 54     schwenkbar    gelagert     und    mit einer  Klemmschraube 55 festklemmbar ist. Der Träger 54  ist     mit    Schrauben 56 an der Tischplatte 29 befestigt.  



  Auf der Tragsäule 30 ist oberhalb der Tischplatte  ein mit einer Schraube 57 festklemmbarer Stützring 58  vorgesehen. Auf diesem stützt     sich    ein um die Trag  säule 30 schwenkbarer Schwenkarm 59 ab, der sich  parallel zur Tischkante 29a erstreckt. An diesem  Schwenkarm ist der Elektromotor 31 mit Hilfe einer in  der lotrechten Ebene angeordneten Parallelogramm  führung gelagert. Diese besteht aus den beiden Lenkern  60, 61, die einerseits bei 62, 63     an    dem Schwenkarm 59  und andererseits bei 64, 65 an einem Lagerstück 66  angelenkt sind. An diesem Lagerstück ist das Gehäuse  des Elektromotors 31 befestigt, wobei das Motorge  häuse gegenüber dem Lagerstück 66 um eine waage  rechte parallel zur Tischkante 29 a liegende Achse 67  schwenk- und feststellbar ist.

   Diese Schwenkbarkeit ist  vorgesehen, .um einen beliebigen Kantenbrechwinkel  a (Fig. 9) erzeugen zu können. Am Motorgehäuse be  findet sich der gemeinsame Tragkörper 36, der mit dem  Motorgehäuse aus einem Stück bestehen kann.  



  Zum teilweisen Gewichtsausgleich des     Motor-          Werkzeug-Taster-Aggregats    31-42 ist im Schwenkarm  59 eine Druckerfeder 68 vorgesehen, die sich an einem  Ansatz 69 des oberen Lenkers 60 abstützt. Zur Be  grenzung der unteren Stellung des Motor-Aggregats ist  eine in einem Ansatz 70 des Schwenkarms 59 ver  schraubbare Stellschraube 71 mit Anschlagmuttern 72  vorgesehen, gegen die sich ein Ansatz 73 des Lenkers  60 abstützt. Die Anschlagmuttern 72 werden so ein  gestellt, dass sich die Tastfläche 46 des Tasters 34 in  der Bewegungsbahn des Werkstücks befindet, so dass  demgemäss beim Einführen des Werkstücks dieser  Taster gehoben wird.

   Da die Tastrolle 35b nach Fig. 8  ebenfalls in der Bewegungsbahn des Werkstücks mit  ihrer Tastfläche 47 liegt, so wird auch diese Tastrolle  zurückgedrückt und hierbei das Motor-Aggregat um  die Tragsäule 30 verschwenkt. Dank dieser schwenk  baren Lagerung und der Anordnung der Parallelo  grammführung 60 bis 66 ist also der Tragkörper 36  (und mit     diesem    der Motor 31 und das Werkzeug 33)  so beweglich gelagert, dass er sowohl in der gemeinsa  men Ebene     X-X    als auch in der zu ihr senkrecht ste  henden Ebene seine Lage beibehält.  



  Zum gleichzeitigen Kantenbrechen der Unterkante  2 eines Werkstücks ist ein zweites dem     vorbeschriebe-          nen    entsprechendes     Motor-Werkzeug-Taster-Aggregat     31a bis 42a vorgesehen, das an der Tragsäule 30 an  einem unterhalb der Tischplatte befindlichen Schwenk  arm 59a nebst     Parallelogrammführung    60a, 61a gela  gert ist. Beide Aggregate werden mittels Federkraft     in     ihrer Grundstellung gehalten. In einem Ansatz 77a der  feststehenden Stützringes 58a eine     Stellschraube    78a mit  Anschlagmuttern 79a vorgesehen, an welchen sich ein  am Schwenkarm 59a vorgesehener Ansatz 80a ab  stützt.

   Eine Zugfeder 81a verbindet die beiden An  sätze 77a und 80a, so dass durch diese Zugfeder der      Schwenkarm 59a stets in Pfeilrichtung F verschwenkt  und damit gegen die     Anschlagmuttern    79a gedrückt  wird, welche die Grundstellung der Tastrolle 35b be  stimmen.  



       Im    Schwenkarm 59a ist eine Druckfeder 82a vor  gesehen, die auf die Parallelogrammführung bzw.  einen     Ansatz    83a des Lenkers 60a wirkt und damit das  Motoraggregat 31a bis 42a nach oben gegen einen ein  stellbaren Anschlag drückt. Zu diesem Zweck .ist eine  in einem Ansatz 76a des Schwenkarms 59a verschraub  bare Stellschraube 75a vorgesehen, die sich an einem  Anschlag 74a abstützt, der am Lenker 60a angeordnet  ist.  



  Mit der in Fig. 7 und 8 gezeigten Einrichtung kön  nen die Kanten 1 und 2 einer Platte 3 gebrochen wer  den, deren Stirnkante 3a (Fig. 9) rechtwinkelig zur  Platte angeordnet ist. Sofern jedoch die Platte 3 auf  Gehrung geschnitten ist, d. h. die Stirnseite 3a schräg  verläuft, so muss die Tischplatte 29 gegenüber der  lotrechten Tragsäule 30 entsprechend gehoben bzw.  verschwenkt werden. Zu diesem Zweck wird die  Klemmschraube 55 gelöst, die Tischplatte 29 um den  Zapfen 53 entsprechend verschwenkt und dann die  Klemmschraube 55 wieder angezogen.  



  Bei den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen  wird das Werkstück mit nicht dargestellten, angetrie  benen Vorschubrollen durch die stationär angeordnete  Fräsvorrichtung hindurchgeführt. Gegebenenfalls kann       jedoch    auch das Werkstück feststehend angeordnet  sein und die erfindungsgemässe Vorrichtung zum  Kantenbrechen am Werkstück entlang geführt werden.  



  Anstelle der vorbeschriebenen Tastrollen können  gegebenenfalls auch nicht rotierende Tastorgane bei  der erfindungsgemässen Vorrichtung vorgesehen sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Kantenbrechen, insbesondere von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, Kunststoff o. dgl., mit einem von einem Motor angetriebenen Schneidwerkzeug und Tastorganen mit gekrümmten Tastflächen, die sich auf den beiden an die zu brechen de Kante angrenzenden Flächen des Werkstücks ab stützen, dadurch gekennzeichnet, dass dem Werkzeug insgesamt zwei Tastorgane so zugeordnet sind, dass diese sich in einer gemeinsamen Ebene am Werkstück abstützen, die durch die Werkzeugachse geht und senkrecht zur Werkstückkante steht. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Krümmungsradius der Tastflä- chen beider Tastorgane grösser ist als der Krümmungs radius des Werkzeugs. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Motor, auf dessen Welle das Werkzeug sitzt, und die beiden Tastorgane an einem gemeinsamen Tragkörper gelagert und an diesem das Werkzeug mit dem Motor und die beiden Tastorgane relativ zueinander in der gemeinsamen Ebene einstell bar sind. 3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass an einem gemeinsamen, den Motor fest lagernden Tragkörper zwei Träger für die beiden Tastorgane um eine senkrecht zur gemeinsamen Ebe ne stehende Achse schwenkbar angeordnet und mit einem gemeinsamen Stellglied so gegeneinander ver stellbar sind, dass damit der Abstand der beiden Tast organe eingestellt werden kann. 4.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass ein zweites Stellglied zum gemeinsa men Verschwenken der beiden Tastorganträger gegen über dem Tragkörper vorgesehen, und damit die Schneidstelle des Werkzeugs längs dessen Mantellinie einstellbar ist. 5. Vorrichtung nach Unteransprüchen 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tastorgane das Werkzeug im Bereich der schneidenden Mantellinie teilweise überdecken. 6. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Tastorgane annähernd in Rich tung der schneidenden Mantellinie gegenüber dem Werkzeug verstellbar sind. 7.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens das eine Tastorgan als hohler Kegelstumpf ausgebildet ist, der ein kegel- stumpfförmiges Werkzeug überdeckt und diesem an- gepasst ist. B. Vorrichtung nach Unteranspruch 5, dadurch ge kennzeichnet, dass ein an einem Träger annähernd lot recht befestigter Taster vorgesehen ist, der auf der dem Werkzeug zugekehrten Seite eine entsprechende Aus sparung für das Werkzeug aufweist. 9.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 5, gekennzeich net durch eine am Umfangsteil scheibenartig ausge bildete Tastrolle, die annähernd im gleichen Winkel (a) wie die schneidende Mantellinie des Werkzeugs an geordnet ist. 10. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper beweglich gela gert ist und so unter Federwirkung steht, dass beide Tastorgane gleichmässig mit Federkraft bzw. Eigenge wicht gegen das Werkstück gedrückt werden. 11. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper so beweglich ge lagert ist, dass er sowohl in der gemeinsamen Ebene als auch in der zu ihr senkrecht stehenden Ebene seine Lage beibehält. 12.
    Vorrichtung nach Unteranspruch 11, gekenn zeichnet, durch eine Tischplatte, längs einer Kante die ser Tischplatte angeordnete Anschläge für das Werk stück, eine jenseits dieser Anschläge angeordnete, mit der Tischplatte verbundene lotrechte Tragsäule, einen auf dieser Tragsäule oberhalb der Tischplatte ange ordneten Stützring, einen an der Tragsäule auf diesem Stützring gelagerten, sich parallel zur Tischkante er streckenden Schwenkarm, eine an diesem Schwenkarm angreifende Feder, einer an diesem Schwenkarm in der lotrechten Ebene angeordneten Parallelogrammfüh- rung, einen von dieser Parallelogrammführung getra genen lotrechten Elektromotor,
    auf dessen nach unten ragender Welle ein kegelstumpfförmiges Werkzeug an geordnet ist, und einen am Motorgehäuse angeordne ten Tragkörper, an welchem die Träger für die beiden Tastorgane verstellbar gelagert sind. 13. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass zum gleichzeitigen Kanten brechen der Unterkante eines Werkstücks ein zweites entsprechendes Motor-Werkzeug-Taster-Aggregat vor gesehen und dieses an der Tragsäule an einem unter- halb der Tischplatte befindlichen Schwenkarm nebst Parallelogrammführung gelagert ist.
    14. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Tischplatte gegenüber der lotrechten Tragsäule um eine waagerechte, parallel zur Tischkante liegende Achse schwenkbar angeordnet ist.
CH517963A 1962-04-28 1963-04-23 Vorrichtung zum Kantenbrechen, insbesondere von plattenförmigen Werkstücken aus Holz, Kunststoff o. dgl. CH407522A (de)

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