CH407136A - Verfahren zur Herstellung einer pharmakologisch wirksamen ringförmigen Kohlenstoff-Wasserstoff-Stickstoff-Schwefel-Verbindung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer pharmakologisch wirksamen ringförmigen Kohlenstoff-Wasserstoff-Stickstoff-Schwefel-VerbindungInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung einer pharmakologisch wirksamen ringförmigen Kohlenstoff-Wasserstoff-Stickstoff-Schwefel-Verbindung Es ist bekannt, pharmakologisch wirksame ring förmige Kohlenstoff-Wasserstoff-Stickstoff-Schwefel- Verbindungen herzustellen, und zwar ausgehend von Benzylamin, indem dieses mit Formaldehyd und Schwefelkohlenstoff zur Reaktion gebracht wird. Nor malerweise arbeitet man so,
dass etwa 10 Teile Ben- zylamin in 50 Teilen Alkohol gelöst, mit etwa 25 Tei len 28 % igem Formaldehyd versetzt und 1/s Stunde bei Zimmertemperatur gerührt werden. Anschliessend werden dann nach der bekannten Vorschrift 4 Teile Schwefelkohlenstoff zugegeben, 10 Minuten nach gerührt und dann 1/2 Stunde auf dem Wasserbad er hitzt. Nach beendeter Reaktion scheiden sich beim Abkühlen weisse Nadeln nach der Formel 2-Thion- 3,5-dibenzyltetrahydro-1,3,5-thiadiazin aus.
Nach einem andern bekannten Ausführungsbei spiel werden 80 Teile Schwefelkohlenstoff in 800 Tei len Methanol unter Umrühren bei 20 bis 25 C er hitzt und dann allmählich etwa 225 Teile Benzylamin zugetropft. Gegen Ende des Zutropfens entsteht ein dicker Kristallbrei, in welchen anschliessend 460 Teile 30 % ige Formaldehydlösung langsam auch bei 20 bis 25 C zugegeben werden, wobei dicke Öltröpfchen entstehen.
Beim Anwärmen emulgiert sich das Öl langsam, scheidet bei 50 C sich wieder ab und er starrt beim Animpfen in Kugeln. Man lässt noch 20 Minuten bei 60 C nachrühren, kühlt ab, saugt ab und wäscht das abgesaugte Produkt mit 70 % igem Methanol nach. Man löst es dann in 250 Teilen Ace ton und 800 Teilen Methanol und lässt auskristallisie ren. Man gelangt so zu gemischt substituierten Deri vaten der gleichen Grundformel (vgl.
Liebigs Ann. 65, 43 (1848); Bull. soc. chim. 15, 891 (1897); Liebigs Ann. 168, 228 (1873); J. prakt. Chem. 126, 233 (1930); J. Chem. Soc. (London) 1944, 147; Brit. Pat. Nm. 554 729, 555 795). Beim erstgenannten Verfahren erhält man nur unreine Produkte, die noch einer Umkristallisierung aus Alkohol bedürfen, um den Schmelzpunkt für das reine Produkt von etwa<B>101'</B> C zu erreichen.
Das zweite Verfahren ist verhältnismässig um ständlich und für die angemeldete Erfindung uninter essant.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, ohne Umkristallisation ein schmelzpunktreines Produkt zu erreichen, die Reaktionszeit zu verkürzen und die Ausbeute zu erhöhen; dies wird erreicht durch die Wahl eines andern Lösungsmittels, durch Änderung der Mengenverhältnisse der Ausgangssubstanzen und Abwandlung der Reihenfolge, in der die Reaktions partner miteinander umgesetzt werden.
Zu diesem Zweck wird nach der Erfindung Benzylamin in Iso- propylalkohol aufgelöst, danach werden, und zwar in dieser Reihenfolge, Schwefelkohlenstoff und dann Formaldehydlösung kurz nacheinander zugegeben.
Im einzelnen wird nach einem Ausführungsbeispiel wie folgt verfahren: 21,42 g Benzylamin werden in 200 n-fl i-Propanol gelöst, 7,6 g Schwefelkohlenstoff und 17,15 g Form aldehyd (35 % ig) sofort nacheinander zugegeben, ge mischt und nur für 1/.1 Stunde auf etwa 75 C er wärmt.
Die oben beschriebene Verbindung kristalli- siert nach dem Erkalten aus und wird nach dem Ab filtrieren des Lösungsmittels und Trocknen schmelz- punktrein gewonnen.
FP =<B>1010</B> C. Ausbeute: 77 % d. Th.
Man erhält auf diese Weise ohne Umkristallisieren in kürzester Zeit ein reines Produkt der obigen Formel mit dem Schmelzpunkt von<B>101'</B> C.
Das Verfahren bietet gegenüber dem bekannten durch die Änderung der Reihenfolge und die Wahl des andern Lösungsmittels den Vorteil der Arbeits- ersparnis und einer kürzeren Reaktionszeit und Er höhung der Ausbeute. Das Produkt ist brauchbar für die Verwendung bei desinfizierend und desodorierend wirkenden Mitteln, in welche es eingearbeitet werden kann, wie zum Beispiel Seifen, Pudern, Tinkturen, Cremen usw.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2-Thion-3,5-di- benzyltetrahyd'ro-1,3,5-thiadiazin unter Verwendung von Benzylam"in, Schwefelkohlenstoff und Formalde hyd, dadurch gekennzeichnet, dass Benzylamin in Iso- propylalkohol gelöst wird und dann in dieser Reihen folge Schwefelkohlenstoff und Formaldehydlösung zugesetzt werden, so dass man ohne Umkristallisieren ein reines Produkt erhält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH0044280 | 1961-12-01 |
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| CH407136A true CH407136A (de) | 1966-02-15 |
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ID=7155448
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1222162A CH407136A (de) | 1961-12-01 | 1962-10-18 | Verfahren zur Herstellung einer pharmakologisch wirksamen ringförmigen Kohlenstoff-Wasserstoff-Stickstoff-Schwefel-Verbindung |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH407136A (de) |
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1962
- 1962-10-18 CH CH1222162A patent/CH407136A/de unknown
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