CH397491A - Doppelriemchen-Streckwerk, insbesondere für Wolle und langstapelige Chemiefasern - Google Patents
Doppelriemchen-Streckwerk, insbesondere für Wolle und langstapelige ChemiefasernInfo
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Description
Doppelriemchen-Streckwerk, insbesondere für Wolle und langstapelige Chemiefasern Die Erfindung betrifft ein Doppelriemchen- Streckwerk, insbesondere für Wolle und langstapelige Chemiefasern, mit einem parallel zur Streckfeldebene in Faserlaufrichtung freibeweglich geführten und die Oberriemchen spannenden Oberriemchenkäfig und einem aufklappbaren, mittig über den Oberwalzen zwillingen angeordneten Oberwalzentrag- und -Be lastungsarm,
von dem die Oberwalzen geführt und belastet werden.
Es ist bekannt, die Oberriemchen Zwillingswalze in Durchzugsstreckwerken in ihrer Mitte an einem Tragarm zu führen und auch den Oberkäfig an der Haltung der Oberwalze oder an dieser selbst anzu bringen. Beim Hochklappen des Tragarmes wird da her auch der Oberkäfig mit hochgeklappt.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Lösung der Aufgabe dar, auch- die mittig durch einen Zahnkranz von der zugehörigen Unterwalze aus angetriebene Oberriemchen-Zwillingswalze an einem Teil des Oberwalzenhalters zu führen.
Um dies zu erreichen, ist erfindungsgemäss die Oberriemchen-Zwillingswalze an einem Teil des Oberwalzenhalters gehalten, wobei der Oberriem- chenzwillingskäfig mit je einer vorderen und hinteren Zunge am Lenker der Ausgangswalze und an dem erwähnten Teil des Halters seitlich geführt aufruht und wobei der Oberriemchenkäfig parallel zur Streck feldebene in Faserlaufrichtung und senkrecht zu die ser frei beweglich ist.
Zu diesem Zweck kann der Halter gabelförmig ausgebildet sein und die in an sich bekannter Weise mittels eines Zahnkranzes von der mittleren Unter walze formschlüssig angetriebene Oberriemchen- zwillingswalze zu beiden Seiten des Zahnkranzes an ihrer Achse oder aussen an ihren Seitenzäpfen füh ren.
Die Führung der Oberriemchen-Zwillingswalze kann auch durch ein entsprechend geformtes, an einem Lenker des Trag- und Belastungsarmes ange ordnetes Zwischenstück oder ein unmittelbar am Trag- und Belastungsarm verschiebbar befestigtes Sattelstück erfolgen, das jeweils aussermittig an den Seitenzapfen der Oberriemchen-Zwillingswalze oder beiderseits ihres Zahnkranzes an ihrer Achse an greift.
Der Oberriemchen-Zwillingswalze kann durch die genannten Organe ausser der Führung gegebe nenfalls noch eine zweckentsprechende Belastung er teilt werden.
Die Zeichnung zeigt die vorgeschlagene Erfin dung in schematischer Darstellung.
Fig. 1 ist ein Schnitt durch ein Streckwerk mit dem erfindungsgemässen Oberkäfig und der an einen gabelförmigen Lenker geführten Oberriemchen-Zwil- lingswalze.
Fig. 2 eine Draufsicht auf einen schmal ausge führten Lenker mit Oberkäfig und Oberriemchen- Zwillingswalze, Fig. 3 eine Draufsicht auf einen breit ausgeführ ten Lenker, Fig. 4 eine Ansicht der Fig. 3 von der Seite, Fig. 5 eine Ansicht eines die Oberriemchenzwil- lingswalze und den Oberkäfig führenden gabelförmi gen Zwischenstückes, Fig. 6 eine Draufsicht auf ein schmal ausgeführ tes Zwischenstück nach Fig. 5,
Fig. 7 eine Draufsicht auf ein breit ausgeführtes Zwischenstück nach Fig. 5, Fig. 8 eine Ansicht eines die Oberriemchen-Zwil- lingswalze und den Oberkäfig führenden Sattel stückes, Fig. 9 eine Draufsicht auf ein schmal ausgeführ tes Sattelstück nach Fig. 8, Fig. 10 eine Draufsicht auf ein breit ausgeführ tes Sattelstück nach Fig. B.
1 ist der in Richtung der Streckfeldebene beweg liche Oberkäfig, der mittels seiner Umlenkschiene 11 durch die in Richtung der geneigten Streckfeldebene wirksame Komponente seines Gewichtes die Ober- riemchen 2 spannt. Während die Oberriemchen einerseits durch die Umlenkschiene des Oberkäfigs in Verzugsrichtung gezogen werden, dient die von ihnen umhüllte Oberriemehen-Zwillingswalze 3 als festes Gegenlager.
Sie ist mittels eines gabelförmigen Hal ters 5, der aussermittig an ihren Seitenzapfen 31 oder an ihrer Achse 33 angreift, im Trag- und Belastungs arm 4 gelagert. Der Halter 5 ist zu diesem Zweck ga- belförmig ausgeführt und zwar entweder breit, so dass er - wie in Fig. 3 dargestellt - die Oberriem- chen-Zwillingswalze 3 an ihren Seitenzapfen 31 führt, oder schmal, wobei er - wie in Fig. 2 ge zeigt - die Oberriemchen-Zwillingswalze 3 zu bei den Seiten ihres Zahnkranzes 32 an ihrer Achse 33 führt.
Dieser Halter 5 dient in erster Linie zur Führung der Oberriemchen-Zwillingswalze 3 ; falls diese Walze eigenbelastend sein soll, übt er keinen Druck auf sie aus. Es kann ihm jedoch auch eine Feder ent sprechender Härte zugeordnet sein und dadurch die Oberriemchen-Zwillingswalze 3 mehr oder weniger stärk durch ihn belastet werden.
Beim Hochklappen des Trag- und Belastungs armes 4 wird die Oberriemchen-Zwillingswalze 3 mit hochgehoben ; da sie aber durch die Oberriemehen 2 untrennbar mit dem Oberkäfig 1 verbunden ist, sind Mittel vorgesehen, durch die auch der Oberkäfig mit abgehoben wird. Es sind dies eine hintere und eine vordere Zunge 12 und 13, mit denen der Ober käfig 3 an dem Lenker 50 der Ausgangswalze und dem Halter 5 der Oberriemchen-Zwillingswalze ge führt ist.
Diese Führung an dem im Profil U-förmi- gen Lenker 50 und dem mit einer entsprechenden Aussparung versehenen Halter 5 wirkt so, dass sie den Oberkäfig 1 in Arbeitsstellung nur seitlich führt, ihm jedoch in Verzugsrichtung und senkrecht zur Streckfeldebene seine freie Beweglichkeit lässt, um ihm die Möglichkeit zu geben, die Oberriemchen 2 zu spannen und bei ungleicher Lunten- oder Riem- chendicke nach oben auszuweichen. Erst beim Hoch klappen des Trag- und Belastungsarmes 4 legen sich die Zungen 12 und 13 auf den Lenker 50 und den Halter 5 und nehmen den Oberkäfig 1 mit hoch.
Damit wird die Streckfeldebene völlig freigelegt und ist zur Bedienung leicht zugänglich.
Als weitere Möglichkeit zur Führung der Ober- riemchen-Zwillingswalze 3 kann erfindungsgemäss ein gabelartiges Zwischenstück 6 dienen, das mit einem Bolzen 61 in einem Lenker 51 des Trag- und Belastungsarmes 4 gelagert ist und - in einer schmalen Ausführungsform - die Oberriemchen- Zwillingswalze 3 zu beiden Seiten ihres Zahnkranzes 32 an ihrer Achse 33 oder - in einer breiten Aus führung - an ihren Seitenzapfen 31 führt. Der Oberkäfig 1 stützt sich hier mit seiner hinteren Zunge 13 auf einer Führung 62 des gabelartigen Zwischenstückes 6 ab.
Schliesslich ist es denkbar, die Oberriemehen- Zwillingswalze 3 in einem Sattelstück 7 zu lagern, das beispielsweise mit einer Schraube 72 unmittel bar am Trag- und Belastungsarm 4 angebracht ist.
Auch dieses Sattelstück 7 kann schmal (Fig. 9) oder breit (Fig. 10) ausgeführt sein und die Ober riemchen Zwillingswalze 3 zu beiden Seiten ihres Zahnkranzes 32 an ihrer Achse 33 oder an ihren Seitenzapfen 31 führen. 71 stellt wieder eine in seit licher Richtung wirksame Führung für die Zunge 13 des Oberkäfigs 1 dar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Doppelriemchenstreckwerk, insbesondere für Wolle und langstapelige Chemiefasern, mit einem parallel zur Streckfeldebene in Faserlaufrichtung frei beweglich geführten und die Oberriemchen spannen den Oberriemchenkäfig und einem aufklappbaren mittig über den Oberwalzenzwillingen. angeordneten Oberwalzentrag- und Belastungsarm, von dem die Oberwalzen geführt und belastet werden, dadurch gekennzeichnet, dass die durch einen Zahnkranz von der zugehörigen Unterwalze aus angetriebene Ober riemchen-Zwillingswalze (3)an einem Teil des Ober walzenhalters gehalten ist und der Oberriemchen- zwillingskäfig (1) mit je einer vorderen und hinteren Zunge (12, 13) am Lenker (50) der Ausgangswalze und an dem erwähnten Teil des Halters seitlich ge führt aufruht, und der Oberriemchenkäfig (1) paral lel zur Streckfeldebene in Faserlaufrichtung und senkrecht zu dieser frei beweglich ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Doppelriemehenstreckwerk nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberriem- chen-Zwillingswalze mittels eines besonderen Hal ters an dem Oberwalzenhalter gehalten ist. 2. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberriem- chen-Zwillingswalze mittels eines Lenkers an dem Oberwalzenhalter gehalten ist.3. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberriem- chen-Zwillingswalze mittels eines Sattelstückes an dem Oberwalzenhalter gehalten ist. 4. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oberriemchen-Zwillingswalze an ihren seitlichen Zapfen gehalten ist.5. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oberriernchen-Zwillingswalze mittig am Achshals gehalten ist. 6. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass die Oberriemchen-Zwillingswalze (3) von einem gabelförmigen Halter (5) zu beiden Seiten des Zahnkranzes (32) mittig an ihrer Achse (33) geführt und gegebenenfalls belastet wird (Fig. 2).7. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die Oberriemchen-Zwillingswalze (3) von einem gabelförmigen Halter (5) an ihren Seitenzapfen (31) geführt und gegebenenfalls belastet wird (Fig. 3).B. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich- net, dass die Oberriemchen-Zwillingswalze (3) durch ein zu beiden Seiten ihres Zahnkranzes (32) mittig an ihrer Achse (33) angreifendes, mit dem Bolzen (61) im Lenker (51) gehaltenes Zwischenstück (6) geführt wird (Fig. 6).9. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oberriemchen-Zwillingswalze (3) durch ein mit dem Bolzen (61) im Lenker (51) gehaltenes Zwischenstück (6) an ihren Seitenzapfen (31) geführt wird (Fig. 7).10. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch und Unteransprüchen 3 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oberriemchen-Zwillingswalze (3) durch ein verschiebbar auf dem Trag- und Be lastungsarm (4) befestigtes Sattelstück (7) zu beiden Seiten ihres Zahnkranzes (32) mittig an ihrer Achse (33) geführt und gegebenenfalls belastet wird (Fig. 9).11. Doppelriemchenstreckwerk nach Patentan spruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass die Oberriemchen-Zwillingswalze (3) durch ein verschiebbar auf dem Trag- und Be lastungsarm (4) befestigtes Sattelstück (7) an ihren Seitenzapfen (31) geführt und gegebenenfalls belastet wird (Fig. 10).
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