Maschine zum Herstellen von Tampons
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zum Herstellen von Tampons durch Pressen aus einem Wattevlies.
Erfindungsgemäss zeichnet sich die Maschine dadurch aus, dass zwei bis zu einer Anschlaglage gegeneinander bewegbare Pressbacken, zwischen welchen im geöffneten Zustand das Pressgut eingegeben wird, in der Anschlaglage einen an einer Längsseite und an beiden Enden offenen Spalt bilden, welcher mittels eines durch die offene Längsseite zwischen die Pressbacken einschiebbaren Breitstempels in einen lediglich an beiden Enden offenen Presskanal verwandelbar ist, wobei zur Abgrenzung eines Presshohlraumes in dem Presskanal zwei längs der Kanalachse gegen einander vorschiebbare Längsstempel vorhanden sind, von welchen wenigstens der eine in den Kanal einschiebbar ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfüh- rungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, soweit dies zur Erläuterung der Erfindung notwendig ist, schematisch dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 die mit einem Mehrfachwerkzeug in Trommelbauart ausgerüstete Pressvorrichtung der Maschine im Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 2, wobei der Anschaulichkeit halber verschiedene Einzelteile nicht als geschnitten dargestellt sind,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, dem verschiedene Teile in Ansicht überlagert sind,
Fig. 3 eine an die Pressvorrichtung gemäss der Fig. 2 anschliessende Verpackungsvorrichtung in Draufsicht,
Fig. 4 die Verpackungsvorrichtung von der Seite gesehen,
Fig. 5 eine Einzelheit der Verpackungsvorrichtung, im Schnitt gemäss der Linie V-V der Fig. 4 und
Fig.
6 eine weitere Einzelheit der Verpackungsvorrichtung im Schnitt gemäss der Linie VI-vI der Fig. 4,
Fig. 7 eine Variante der Verpackungsvorrichtung gemäss der Fig. 3 in Draufsicht,
Fig. 8 die Verpackungsvorrichtung gemäss der Fig. 7, von der Seite gesehen,
Fig. 9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 8,
Fig. 10 einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig. 8.
Zunächst wird auf die Fig. 1 und : 2 Bezug ge- nommen. Die in diesen Figuren dargestellte, gesamthaft mit 1 bezeichnete Pressvorrichtung weist eine zwischen zwei feststehenden Seitenwandungen 2 und 3 des nicht näher dargestellten Maschinengestelles angeordnete und bei 4 in diesem gelagerte Trommel 5 auf. Die Trommel weist zwei miteinander durch eine Welle 6 drehfest verbundene Seitenscheiben 7 und 8 auf.
In den Seitenscheiben 7 und 8 sind die Enden von zu der Welle 6 parallelen und um dieselbe im Umfangs sinne verteilt angeordheten Achsen 9 angeordnet, welche jeweils zwei Klemmbaoken 10' und 10" eines Backenpaares 10; 11' und 11 eines Backenpaares 11; 12' und 12" eines Backenpaares 12; 13' und 13" eines Backenpaares 13; 14' und 14" eines Backenpaares 14 und schliesslich 15' und 15" eines Backenpaares 15 scharnierartig miteinander verbinden. Die Backen 10', 11', 12', 13', 14' und 15' der Backenpaare 10, 11, 12, 13, 14 bzw. 15 sind jeweils in radialer Lage zwischen den beiden Scheiben 7 und 8 der Trommel 5 in nicht näher dargestellter Weise festgehalten.
Die Backen 10", 11", 12", 13", 14" und 15" der Backenpaare 10, 11, 12, 13, 14 bzw. 15 dagegen sind um die betreffende Achse 9 verschwenkbar gelagert. Eine jeweils zwi schen der festen Backe eines Backenpaares und der beweglichen Backe des benachbarten Backenpaares wirkende Zugfeder 16 ist jeweils bestrebt, die beweglichen Backen 10" bis 15"im Uhrzeigersinn zu verschwenken, also von der zugeordneten festen Backe wegzubewegen.
An den einander zugekehrten Wandungen 17 der Klemmbacken ist jeweils eine Rille 18 angeordnet, die an ihrer innern Seite durch bezüglich der Flächen 17 vorspringende Anschläge 19 begrenzt ist, welche sich wie die Rillen 18 in der ganzen Breite der Klemmbacken erstrecken, Die Anschläge 19 wirken im geschlossenen Zustand der Klemmbacken (vgl. z. B. das Backenpaar 11) miteinander zusammen, wobei die Rillen 18 der zusammengehörenden Klemmbacken miteinander einen teilzylindrischen Kanal bilden, welcher mit dem zwischen den Flächen 17 eingeschlossenen schmalen Spalt 20 verbunden ist.
An der Rückseite einer jeden beweglichen Klemmbacke ist bei 21 gelenkig ein Spreizhebel montiert, welcher sich mittels einer an seinem freien Ende drehbar. gelagerten Rolle 22 an der Rückseite der festen Backe des im Uhzeigersinn folgenden Backenpaares abstützt. Es geht aus der Zeichnung klar hervor, dass eine bewegliche Backe um die betreffende Achse 9 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt wird, wenn die Rolle 22 des zugehörenden Spreizhebels 23 längs der entsprechenden festen Backe nach innen gedrückt wird (vgl. beispielsweise das Backenpaar 11 mit dem zugehörenden Spreizhebel 23 in der Wirklage). Zur Arretierung des Spreizhebels 23 in seiner Wirklage dient jeweils ein an der Rückseite der festen Backe eines jeden Backenpaares bei 24 gelagerter Kipphebel 25, welcher z.
B. durch Federkraft oder durch eine geeignete Zwangssteuerung mit seinem inneren Ende in die Bewegungsbahn des freien Endes des Spreizhebels 23 eingeschwenkt wird Die Betätigung unid insbesondere das Rückschwenken des Kipphebels 25 wird nachfolgend noch näher beschrieben.
Eine Schliessgabel 25 ist am Ende der Kolbenstange 26 eines bei 27 andeutungsweise dargestellten Hubzylinders befestigt und dabei in der horizont talen Axialebene der Trommel radial nach innen bzw. in umgekehrter Richtung verschiebbar geführt. Die Gabel 25 weist jeweils paarweise in Abstand über- einanderliegende seitliche Zinken 28' und 28" so- wie 29' (in der Zeichnung nicht ersichtlich) und 29" auf sowie eine mittlere Zinke 30, die in der Ebene der und zwischen den beiden Zinken 28" und 29" angeordnet ist:
Die Zinken 28', 28" bzw. 29', 29" sind mit Rollen 31 ausgerüstet, welche jeweils an der Aussenseite der Klemmbacken eines in die horizon tale Axialebene der Trommel 5 und dabei in die Be- wegungsbahn der Gabel 25 eingedrehten Backenpaares, in der Fig. 3 des Backenpaares 12, entlanglaufen, wenn die Gabel 25 mit Hilfe des Hubzylinders 27 in Richtung auf das Zentrum der Trommel vorgeschoben wird. Dadurch werden die beiden Klemmbacken des betreffenden Backenpaares gegen allfällige Kräfte, die sie auseinanderzubewegen bestrebt sind, von aussen gehalten.
Auch die mittlere Zinke 30 weist eine in ihrem freien Ende drehbar gelagerte Rolle 31 auf, die beim Vorschieben dier Gabel 25 mit der Rolle 22 des Spreizhebels 23 in Berührung kommt, welcher Spreizhebel an der in die Bewegungsbahn der Gabel 25 eingedrehten festen Klemmbacke, in der Zeichnung der Klemmbacke 12', abgestützt ist. Da die Zinke 30 die Rolle 22 vor sich schiebt, wird der betreffende Spreizhebel 23 um ihre Schwenkachse 21 gemäss der Fig. 1 im Uhrzeigersinn verschwenkt, wodurch die mit ihm gekoppelte bewegliche Klemmbacke in der Fig. 1 idie Klemmbacke 11" an die zugehörende feste Klemmbacke angelegt wird.
Gleichzeitig wird durch geeignete Mittel der Kipphebel 25 zwecks Arretierung des Spreizhebels 23 in dessen Wirklage verschwenkt, so dass die Rückkehr des Spreizhebels 23 in seine unwirksame Lage und folglich das Öffnen des geschlossenen Klemmbackenpaares erst nach Lösen der mit Hilfe des Kipphebels 25 bewerkstelligten Arretierung möglich ist. Dieser Vorgang wird später noch näher beschrieben.
In der Gabel 25 ist ein plattenartiger Breitstempel 32 gehaltert, welcher sich zwischen den oberen und unteren Zinken der Gabel in der horizontalen Ebene in Richtung auf das Zentrum der Trommel erstreckt.
Beim Vorwärtsbewegen der Gabel 25 dringt daher der Breitstempel 32 in den zwischen den Klemmbacken des betreffenden Backenpaares, in der Fig. 1 des Backenpaares 12, gebildeten Spalt 20 ein. In der inneren Endlage der Gabel bildet die nach innen gekehrte, zylindrische konkave Schmalseite 32' des Breitstempeis 32 den Abschluss des durch die Rillen 18 gebildeten teilzylindrischen Kanals 18', welcher dabei in einen zylindrischen, lediglich an beiden Enden offenen Presskanal 18"umgewandelt wird. In der äusseren Endlage der Gabel 25 sind deren Zinken sowie der Breitstempel 32 so weit zurückgezogen, dass die Trommel 5 weitergedreht werden kann.
In den Presskanal 18', welcher in der horizontalen Axialebene der Trommel jeweils von den Backen eines Backenpaares und von dem Breitstempel 32 gebildet wird, kann von der einen, gemäss der Fig. 2 von der rechten Seite her ein Längsstempel 33 eingeschoben werden, welcher zu diesem Zwecke am Ende der Kolbenstange 34 eines bei 35 angedeuteten Hubzylinders befestigt ist. Die Wandung 3 weist an entsprechender Stelle eine mit einer Führungsbüchse 36 gefütterte Bohrung auf und selbstverständlich ist die Trommelwandung 8 im Bereiche jedes Klemmbackenpaares mit den notwendigen Durchlässen 37 versehen.
Das andere Ende' des Presskanals 18' kann mit Hilfe eines Formstempels 38 verschlossen werden, welcher an der Kolbenstange 39 eines bei 40 angedeuteten Hubzylinders befestigt und dabei koaxial mit dem Presskanal 18' durch eine Führung 41 in der Wandung 2 sowie durch einen Durchlass 42 in der Wandung 7 der Trommel ver schoben werden kann. Durchlässe 42 sind seibst- verständlich im Bereiche eines jeden Klemmbackenpaares vorgesehen.
In der inneren, gemäss der Fig. 2 rechten Endlage greift der Stempel 38, der einen grösseren Durchmesser als der Presskanal 18" auf- weist, in die Backen des betreffenden Klemmbackenpaares sowie in den Breitstempel ein, welche zu die sem Zwecke mit entsprechenden Ausnehmungen versehen sind, Den Abschluss des Presskanals 18" bildet dabei eine kugelkalottenförmige Ausnehmung 43 an der Stirnseite der Formstempel 38. Zwischen dem Formstempel 43 und dem Längsstempel 33 verbleibt in dessen Endlagen somit ein zylindrischer Pressraum 18"', welcher einenends durch eine ebene Fläche, namentlich die Stirnseite des Längsstempels 33, und andernends eben durch die Kugelkalotte 43 begrenzt ist.
Im Bereiche des teilzylindrischen Kanals 18" des aus dem Wirkbereich der Gabel 25 um eine Trommelteilung weitergetreten, in dem geschlossenen Zustand immer noch verriegelten Backenpaares, in der Fig. 4 des Backenpaares 13 befindet sich ein Auswerferstössel 44, welcher bezüglich der Trommel 5 an der gleichen Seite wie der Längsstempel 33 angeordnet und in einer Führungsbüchse 45 der Wandung 3 sowie in einer Führungsbüchse 46 eines Querbalkens 47 des Maschinengestelles durch den Kanal 18' hindurchverschiebbar geführt ist. Die Verschiebung des Auswerfers 44 erfolgt mit Hilfe der Kolbenstange 34, mit welcher der Auswerfer mittels eines Schwenkhebels 48 beweglich verbunden ist.
Aus der Zeichnung geht ohne weiteres hervor, dass dabei die Bewegung des Auswerfers 44 im Vergleich zu der Hubbewegung der Kolbenstange 34 übersetzt ist, und zwar derart, dass in der inneren Endlage des Auswerfers 44 dessen Endabschnitt durch den entsprechenden Durchlass 42 der Trommelwandung 7 sowie durch eine mit dem Kanal 18' koaxiale Gleitbüchse 49 der Wandung 2 hindurchragt. Der in dem Pressraum 18"' in noch näher zu beschreibenden Weise hergestellte Tampon 50 wird dabei durch die Gleitbüchse 49 in die in der Fig. 2 ersichtliche Lage geschoben.
Das schrittweise Fortbewegen der Trommel jeweils um eine Trommelteilung erfolgt mit Hilfe einer Klinke 51, die bei 52 an einem am Ende einer Kolbenstange 53 befestigten Kreuzkopf 54 schwenkbar gelagert und unter der Wirkung einer Feder 55 gegen den Umfang der Trommeiwandung 7 gedrückt wird.
Die Kolbenstange 53 bzw. der zugehörende, in der Zeichnung nicht ersichtliche Kolben wird mit Hilfe eines bei 56 im Maschinengestell schwenkbar gelagerten Hubzylinders 57 bewegt, wobei der Kreuzkopf 54 mit Hilfe einer in ihm drehbar gelagerten Rolle 58 an einer mit der Trommel 5 gleichachsigen Führung 59 geführt wird. Bei der Vorwärtsbewegung greift die Klinke 51 unter der Wirkung der Feder 55 form schlüssig jeweils in eine Kerbe 60 der Trommelwandung 7 ein. Während der Fortschaltbewegung verschwenkt sich die Klinke 51, wie dies aus der Fig. 1 klar ersichtlich ist, bezüglich des Kreuzkopfes 54 im
Uhrzeigersinn und tatsächlich nehmen die beiden
Teile am Ende einer Schaltbewegung annäherend eine gestreckte Stellung ein.
In dieser Endlage liegt die
Klinke 51 mit ihrem mittleren Teil an einem einstell baren Anschlag 61 auf, wobei die Klinke 51 um ihren Auflagepunkt an dem Anschlag 61 als ein zweiarmiger Hebel wirkt. Unter der Wirkung des
Hubzylinders 57 wird dabei das freie Ende der Klinke in die Kerbe 60 der Trommelwandung 7 gedrückt, wobei das Klinkenprofil und das damit übereinstim mende Profil der Kerbe so gewählt ist, dass die
Trommel beim Aufliegen der Klinke an dem An schlag 61, also am Ende eines Schaltschrittes durch die Schaltklintke 51 selber einwandfrei arretiert wirdi.
Am Kreuzkopf 54 ist eine Pufferrolle 62 gelagert, die in der Anschlaglage des Kreuzkopfes 54 das Ver schwenken eines Kipphebels 63 um eine feste Kipp achse 64 bewirkt. Der Kipphebel 63 verschiebt dabei einen in Führungen 65 bzw. 66. des Maschinengestel les geführten Stössel 67 gegen die Wirkung einer Fe der 68, welcher Stössel 67 dabei die Arretierung der beweglichen Backe des gerade im Bereiche der Klinke
51 liegenden Backenpaares in dier Fig. 1 des Backen paares 14 löst, indem er den betreffenden Kipphebel
25 aus dessen Wirklage zurückschwenkt.
Der besseren Verständlichkeit halber wird nun die
Arbeitsweise der Maschine, soweit sie bereits be schrieben ist, näher erläutert.
Das mit 69 bezeichnete Wattevlies wird jeweils in das geöffnete Maul des Zangenpaares eingelegt, das sich diametral gegenüber der Gabel 25 befindet.
Im vorliegenden Falle handelt es sich dabei um das
Backenpaar 15. Nach dem zweiten Schaltschritt ge langt die Rolle 22 des Spreizhcbels 23 dieses Backen paares in die Bewegungsbahn der. Zinke 30 der Gabel
25, worauf beim Vorschieben d'er Gabel die beweg liche Backe in die Schliesslage gebracht wird, wie dies in der Fig. 1 im Zusammenhang mit dem Bak kenpaar 11 ersichtlich ist. Das mitgebrachte Watte vlies wird dabei in dem Spalt 20 zwischen den beiden
Backen vorgepresst. Nach einem weiteren Schalt schritt gelangt dann das vorgepresste Wattevlies in den Wirkbereich des Breitstempels 32, welcher beim
Vorschieben der Gabel in den Spalt 20 eindringt und das Wattevlies in den gleichzeitig geschlossenen
Presskanal 18" hinüberschiebt und dabei weiter ver dichtet.
Die Zinken 28' und 28"bzw. 29' und 29" halten dabei - wie erwähnt - die Backen des be treffenden Backenpaares von beiden Seiten gegen den Breitstempel angedrückt. Während die Gabel 25 mit dem Breitstempel 32 in dieser Wirklage verbleibt, verschliesst zunächst der Formstempel 38 das eine
Ende des Presskanals 18", worauf der Längs stempel
33 vorgeschoben wird und das Wattevlies bei gleich zeitiger Bildung des Pressraumes 18"' zu dem End produkt namentlich dem Tampon verdichtet.
Am
Ende des Pressvorganges werden die Stempel zurück gezogen, und ein weiterer Schaltschritt der Trommel bringt dann wiederum vorgepresstes Wattevlies an die Pressstelle. Gleichzeitig gelangt der soeben gepresste Tampon in die Bewegungsbahn des Auswerfers 44, welcher bei der nächsten Pressbewegung des Längsstempels 33 den Tampon 50 durch die Gleitbüchse 49 in die in der Fig. 2 dargestellten Lage herausschiebt.
Dabei wird der Tampon 50, wie dies in den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, direkt zwischen die Arme 70' und 70" einer- mittels einer Welle 71 zwischen zwei Endlagen zwangläufig hin und her bewegten Zange 70 geschoben, welche dabei selbstverständlich ihre in der Fig. 3 gestrichelt gezeichnete Endlage einnimmt.
Nach einer- Viertelsdrehung der Zange 70 gelangt der zwischen fahnenartigen Haltern 72 der Zangen- arme 70' bzw. 70" gehalterte Tampon 50 in eine sich an entsprechender Stelle befindliche Aushöhlung 73 eines an seinem Umfang mit solchen Aushöhlungen versehenen Transportrades 74, welches schrittweise, synchron mit der Bewegung der Zange 70, angetrieben ist. Die Form der Aushöhlungen 73 ist der Tamponform angepasst. Der Zangenarm 70"ist an dem Zangenarm 70' bei 75 in der Bewegungsebene der Zange 70 schwenkbar gelagert.
Eine an einem Fortsatz 76 des Zangenarmes 70"angreifende Zugfeder 77 ist bestrebt, den Zangenarm 70" an den andern Arm der Zange angelegt zu halten, wie dies in der gestrichelten Endlage der Zange in der Fig. 3 besonders gut ersichtlich ist. Dabei ist die Zange geschlossen und ein Tampon wird zwischen den sich überlappenden Fahnen 72 einwandfrei gehalten.
Beim Erreichen der zweiten, in der Fig. 3 mit vollen Linien dargestellten Endlage stösst jedoch der Fortsatz 76 gegen einen Anschlag 78, wodurch der Arm 70" unter Anspannung der Zugfeder 77 gegenüber dem Arm 70'zurückbleibt. Der transportierte Tampon 50 wird dabei nur noch vom Arm 70' mitgenom- men und in die Aushöhlung 73 eingelegt, wobei die federnde Fahne 72 des Armes 70" nach gänzlicher Freigabe des Tampons 50 diesen hintergreift. Beim Zurückschwenken der Zange 70 wird der Fortsatz 76 durch die Feder 77 zunächst am Anschlag 78 und damit der Tampon 50 in der Aushöhlung 73 gehalten. Der Arm 70' nimmt den Arm 70" erst wieder mit, wenn die Fahne des erstgenannten Armes den Kontakt mit dem Tampon 50 verloren hat.
Die
Zange transportiert in dieser Weise die aus der Pressvorrichtung nacheinander hinausgestossenen Tampons zum Rad 74, welches im Gleichtakt mit der Zange und damit mit der Pressvorrichtung schrittweise wei tergeschaltet wird.
Ein aus einer Vorratsrolle 79 abgezogenes Band
80 aus einem thermoplastischen, also schweissbaren Verpackungsmaterial umspannt das Rad 74.- Beim Einlegen der Tampons 50 in die Aushöhlungen 73 des Rades 74 wird das Band 80 jeweils in die betreffende Aushöhlung 73 miteingedrückt. Jeder von der
Zange 70 übernommene Tampon 50 befindet sich in der Ausnehmung 73 zwischen den Schenkeln einer
U-förmigen Schlaufe des Verpackungsbandes 80. Ein weiteres, von einer Vorratsrolle 81 abgezogenes Transportband 82, das mit dem Band 80 vollkommen übereinstimmt, wird bei einer Niederhaltewalze 83 dem Umfang des Rades 74 zugeführt, wobei die in die Aushöhlungen eingelegten Tampons beim Fortschalten des Rades 74 nach und nach vom Band 72 zugedeckt werden.
Zwischen den Aushöhlungen 73 weist das Rad 74 Querrillen 74 auf, welche beim Verschweissen der beiden Bänder 80 und 82 miteinander, was in an sich bekannter Weise erfolgt, mit den Rillen einer elektrisch beheizbaren Schweissbacke 85 zusammenwirken. Diese die mit 86 bezeichneten Trennschweissungen zwischen den einzelnen Tampons erzeugende Schweissbacke 85 ist, wie aus der Fig. 5, aber auch aus der Fig. 3 ersichtlich, an einem Ende eines Kipphebels 87 angebracht, welcher andernends eine Rolle 88 trägt, die unter der Wirkung einer am Kipphebel 87 angreifenden Feder 89 an einen umlaufenden Steuernocken 90 gedrückt wird.
Die Anordnung ist, wie anhand der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich, so getroffen, dass die Schweissbacke 85 beim Stillstand des Rades 84 gegen den gerillten Umfang desselben gedrückt wird, so dass die Schweissungen jeweils zwischen zwei Fortschaltbewegungen des Rades 74 erfolgen.
Die beiden miteinander nunmehr durch die Querschweissungen 86 verbundenen Bänder 80 und 82 und die zwischen ihnen eingelagerten Tampons gelangen unter einer Niederhaltewalze 91 hindurch auf ein zweites Rad 92, das ähnlich dem Rad 74 mit Aushöhlungen 73 versehen ist, in welche die zwischen den Bändern 80 und 82 gehalterte Tampons eingelegt werden. Das Rad 92 wird selbstverständlich gleichsinnig wie das Rad 74 und damit synchron schrittweise angetrieben. Die Tampons gelangen dabei nach und nach zwischen zwei je an einer Seite des Rades 92 angeordneten und in der Längsrichtung des Bandes gerillten festen Schweissbacken 93, welche mit elektrisch beheizbaren beweglichen Backen 94' zu- sammenwirken.
Die beweglichen Schweissbacken 94' sind, ähnlich wie die Schweissbacken 85, ebenfalls an einem Ende eines Kipphebels 94 angeordnet, welcher andernends eine Rolle 88 trägt, die unter der Wirkung einer Feder 89 an einen weiteren Steuernocken 95 angedrückt gehalten ist. Mit Hilfe des umlaufenden Steuernockens 95 werden die Schweissbacken 94' in Schaltpausen des Rades 92 gegen die feststehenden Backen 93 gedrückt, wobei an beiden Rändern der Bänder 80 und 82 schrittweise eine fortlaufende Schweissnaht entsteht. Dabei werden die
Tampons luftdicht verpackt. Der in dieser Weise ent stehende Verpackungsstreifen wird wie bei 96 in der Fig. 4 angedeutet abgezogen und der weiteren Verpackung bzw. dem Versand zugeführt.
Die Maschine weist also ausser der Pressvorrichtung eine iderselben nachgeschaltete Verpackungsvor richtung auf, die synchron mit der Pressvorrichtung schrittweise betrieben wird und einen Verpackungs streifen mit gesondert hermetisch verpackten Tampons erstellt. Im Betrieb werden die einzelnen Teile der Pressvorrichtung und der Verpackungsvorrich tung zum Teil durch eine nicht näher dargestellte Steuervorrichtung gesteuert, welche unter anderem auf Grund der Impulse einer Anzahl durchwegs mit 96 bezeichneter Endschalter arbeitet, welche in aus der Zeichnung ohne weiteres verständlicher Weise die Bewegungen der einzelnen Organe registrieren bzw. den Endlagen derselben zugeordnet sind.
Tatsächlich braucht zum Verständnis der Erfindung der Aufbau und die Arbeitsweise dieser Steuervorrichtung nicht näher erläutert werdien, da der Fach mann ohne weiteres in Ider Lage ist, eine solche auf Grund der vorhergehend gegebenen Funktionsbe schreibung der Maschine zu erstellen. Abgesehen davon, dass die Zuführung von Vlies in das Maul der geöffneten Klemmbackenpaare von Hand erfolgt aber auch maschinell erfolgen kann - arbeitet die beschriebene Maschine in einem im wesentlichen auf den Pressvorgang abgestimmten Takt vollautomatisch, wobei einesteils Tampons mit einem gerundeten Ende erstellt und diese gleichzeitig in einem Verpackungsstreifen zusammengefasst werden.
An konstruktiven Einzelheiten verdienen die zwischen den Wandungen 2 und 3 und den Wandungen 7 und 8 der Trommel 5 eingesetzte O-Ringe 97 erwähnt zu werden, denen die Aufgabe zukommt, in dem Spalt zwischen den erwähnten Wandungen im Bereich der Durchlässe 42 ringförmige Räume abzuschliessen. Dabei werden diese Ringräume vom Schmutz und Schmiermitteln freigehalten, so dass die hergestellten Tampons auch mit Hinblick auf die Reinheit einwandfrei sind.
Bei der modifizierten Verpackungsvorrichtung gemäss den Fig. 7 bis 10 werden für gleiche Teile die bereits im Zusammenhang mit der ersten Ausführung benützten Bezugszahlen verwendet. Zum Unterschied zu der Verpackungsvorrichtung gemäss den Fig. 3 und 4 werden bei dieser Ausführung nicht thermoplastische, also durch hitzschweissbare Verpackungsbänder verwendet, sondern Bänder einer Kaltschweiss folie. Mit anderen Worten werden ; die hier mit 80' und 82' bezeichneten Verpackungsbänder, die von den Vorratsrollen 79 bzw. 81 abgezogen werden, durch Zusammendrücken miteinander innig verbunden. Solche Kaltschweissfolien sind dem Fachmann aus der Praxis hinreichend bekannt.
Das Band 80' wird von der Vorratsrolle 79 über eine feste Umlenkrolle 101, eine bewegliche Umlenkrolle 102 und eine weitere feste Umienkrolle 103 dem Umfang des Rades 74 zugeführt. Die bewegliche Umlenkrolle 102 ist mittels eines Schaftes 104 am Anker eines Elektromagneten 105 befestigt.
Durch Idie mittels des Magneten 105 erzeugte Hubbewegung der Umlenkrolle 102 wird von der Vorratsrolle 79 jeweils zuerst Band abgezogen, und die abgezogene Bandlänge dann durch Lockerung der über die Umlenkrolle 102 führende Schläuche freigegeben. Der Zweck dieser Anordnung ist, das Einlegen eines Tampons 50 in eine Aushöhlung 73 des Rades 74 zu erleichtern, indem die dabei beanspruchte Bandlänge bereits zur Verfügung steht und nicht erst durch das Einlegen des Tampons abgezogen werden muss. Es versteht sich, dass der Magnet 10 durch nicht dargestellte Steuermittel von der Steuerung der Maschine in diesem Sinne betätigt wird.
Das Band 82'verläuft zunächst über eine feste Umlenkrolle 106 und umschlingt anschliessend einen Niederhalter 83', welcher am Ende eines bei 107 gelagerten Kipphebels 108 angeordnet ist. Dieser Kipphebel wird, falls sich ein Tampon 50 zwischen dem Rad 74 und dem Niederhalter 83'einklemmen sollte, gegen die Wirkung einer Feder 109 im Gegenuhrzeigersinn gekippt, wodurch gleichzeitig ein nicht dargestellter Ausschalter betätigt wird, welcher die Maschine zum Stillstand bringt, damit die Störung behoben werden kann.
Die beiden Bänder 80' bzw. 82' werden beim Durchführen zwischen dem Rad 74 und einer gegen den Umfang desselben gedrückten Schweissrolle mit zwischen den Tampons liegenden Quernähten versehen, wobei zu bemerken ist, dass das Rad 74 in diesem Falle keine Querrillen aufweist, so dass glatte Schweissnähte entstehen. Die Schweissrolle 85' (vgl. auch Fig. 9) ist in einer bei 110 gelagerten Wippe 111 gelagert, welche durch eine Druckfed'er 112 gegen das Rad 74 bzw. gegen eine Einstellschraube 113 angedrückt wird. Die Vorspannung der Feder 112 kann mit Hilfe einer weiteren Einstellschraube 114 eingestellt werden.
Die durch die Querschweissungen miteinander verbundenen Bänder 80' und 82' werden alsdann zwischen dem Rad 92' und einer weiteren Schweissrolle 115 hindurchgeführt. Sowohl das Rad 92 als auch die Schweissrolle 115 weisen seitliche Schultern auf (vgl. Fig. 10), welche an beiden Seiten der Bän der 80' und 82' je eine Längsnaht erzeugen. Die Schultern des Rades 92' bzw. der Rolle 115 sind glatt, so dass glatte Längsnähte entstehen.
Die Schweissrolle 115 ist in einer Wippe, hier mit 111' be- zeichnet, gelagert, die ähnlich wie die Wippe 111 an einer Kippachse 110' glagert ist und durch eine Feder 112 gegen das Rad 82'bzw. gegen eine weitere Einstellschraube 113 angedrückt gehalten ist. Auch die Feder 112' ist bezüglich ihrer Vorspannung mit Hilfe einer Schraube 114 einstellbar.
Der Vorteil dieser Anordnung liegt vor allem in dem Umstand, dass für die Verschweissung der Bänder keine besondere Schweisszeit benötigt wird.
Vorteilhaft ist ferner die sehr einfache Ausbildung der Schweissvorrichtung und der Wegfall der mechanischen bzw. elektrischen Steuerung. Anderseits ist es natürlich möglich, dass in bestimmten Fällen die Verwendung von thermoplastischen Verpackungsbäns dem erwünscht oder notwendig ist, wobei selbstverständlich der grössere Aufwand bei der Ausbildung der Schweissvorrichtung gerechtfertigt wird.
Die Verwendung einer beweglichen Rolle 102, welche die beim Einlegen der Tampons benötigte Bandlänge jeweils vorab von der Vorratsrolle abgezogen wird, ist natürlich auch im Zusammenhang mit der Ausführung gemäss den Fig. 3 und 4 mit den gleichen Vorteilen möglich.