CH370925A - Verfahren zur Herstellung von Wolframmetall durch Reduktion von Wolframverbindungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Wolframmetall durch Reduktion von WolframverbindungenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Wolframmetall durch Reduktion von Wolframverbindungen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Wolframmetall durch Reduktion von Wolframverbindungen mit Wasserstoff. Es ist be kannt, bei dieser Reduktion eine Zumischung zu ver wenden, die bei der Herstellung eines nicht durch hängenden Drahtes aus Wolfram eine Rolle spielt. Die übliche Zumischung besteht meist aus Ka- liumsilikat und Aluminiumnitrat oder Aluminium chlorid. Ein bekanntes, angewandtes Reduktionsverfah- ren umfasst die nachfolgenden Stufen. Durch Erhitzung von Ammoniumparawolframat (auch W-Para genannt) z. B. in einem sich drehenden Ofen, wird zunächst W03 erzeugt. Darauf setzt man als Zumischung Kaliumsilikat zu, worauf eine erste Reduktion in W4011 mit H2 stattfindet. Nach einer zweiten Reduktion mit Wasserstoff wird Wolfram gebildet. Dieses wird mit Fluorwasserstoff (HF) ge waschen und in Al(NO3)3 getränkt. Es folgt eine dritte Reduktion mit Wasserstoff. Das erhaltene Wolf ram wird mit Wolframpulver ohne Zumischung ver mischt. Dann erhält man das zur Herstellung eines nicht durchhängenden Drahtes verarbeitbare Wolf ram. Der Gesamtprozess ist also verhältnismässig ver wickelt. Es ist üblich, die Umwandlung von W-Para in W03 bei 800 bis 900 C durchzuführen, um die gewünschte, für die Reaktion mit Kaliumsilikat er forderliche Reaktivität von W03 zu erzielen. Die Temperatur bei der ersten Reduktion liegt zwischen 500 und 550 C und bei der zweiten Reduktion zwi schen 775 und 900 C. Bisher hat man noch keine klare Einsicht in die Wirkung der Zumischung. Er fahrungsgemäss ist bekannt, dass die Zumischung während der Reduktion eine gewisse Funktion hat, dass unter Verwendung der Zumischung hergestellte Materialien sich während der Reduktion anders ver halten als Materialien ohne Zumischung und dass das mit Beimischung hergestellte Material die Rekri- stallisierung des gezogenen Wolframdrahtes beein flusst. Für die Herstellung von Wolframpulver ist es wichtig, die Funktion der Zumischung während des Reduktionsvorganges erklären zu können, da eine solche Erklärung die Möglichkeit schaffen würde, die Verteilung der Körner im Wolframpulver zu regeln und somit reproduzierbar zu machen und ge gebenenfalls in der gewünschten Richtung zu beein flussen. Es ist bekannt, dass der Zusatz von Kaliumsili- kat zu H2W04, W03 oder W4011 je nach ihrer Reak- tivität unter anderem die sogenannten Kaliumsiliko- wolframate als Reaktionsprodukt ergibt. Durch ausgedehnte Untersuchungen ist nun ge funden worden, dass ein sehr bestimmtes Kalium- silikowolframat besonders wirksam ist. Gemäss der Erfindung wird gerade dieses bestimmte Kalium- silikowolframat, und zwar eine Substanz mit der Strukturformel: K4SiW1204o (gegebenenfalls mit Kri stallwasser) als Zumischung verwendet. Es wird ausserdem vorzugsweise eine kleine Menge Aluminiumnitrat Al(N03)3 zugesetzt, um un erwünschte Agglomeration des Wolframpulvers zu verhüten. Das Kristallwasser in K4SiW"04o hängt von dem Trocknungsverfahren des Stoffes ab. Es kann röntgenographisch dargestellt werden, dass das Kri stallwasser bei Erhitzung auf 300 C ganz entfernt werden kann, ohne dass sich die Struktur des Stof fes nennenswert ändert. Das Verfahren gemäss der Erfindung zur Her stellung von Wolframmetall durch Reduktion von Wolframverbindungen mit Wasserstoff ist dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion in Gegenwart eines Kaliumsilikowolframats der Formel K4S'W1204o (gegebenenfalls mit Kristallwasser) erfolgt. Wird die Wolframverbindung mit dem K4S'W1204o getränkt, so ist die letztgenannte Verbindung bei dem sich einstellenden pH-Wert stabil. Man tränkt z. B. NH4 Parawolframat mit K4SiW1204o und etwas Al(N03)3. Das auf diese Weise mit der Zumischung behan delte W-Para wird ohne weiteres, also z. B. ohne Waschen mit HF, in einer einzigen Stufe mit H2 zu Wolframmetall reduziert. Das neue Verfahren hat unter anderem folgende Vorteile: 1. Wenn man auf bekannte Weise eine Wolfram verbindung wie z. B. W03, H2W04 oder W4011 mit Kaliumsilikat tränkt, entstehen in Abhängigkeit von der Reaktivität dieser Stoffe veränderliche Mengen verschiedener Kaliumsilikowolframate + nichtzersetz tes Kaliumsilikat + freies Si02. Bei alleinigem Zusatz von K4.S'W1204o ist man nicht abhängig von der Reaktivität der Ausgangsstoffe. 2. Während des Tränkens reagiert das zugesetzte K4SiW12040 nicht weiter mit den Ausgangsmate rialien. 3. Das K4SIW1204, bietet die Möglichkeit, auch Ausgangsstoffe mit niedriger Reaktionsfähigkeit ge genüber Kaliumsilikat, also z. B. NH4 Parawolframat, zu verwenden. 4. Der Zusatz von K4S'W1204o ermöglicht eine bessere 17berwachung des Wachstums der Wolfram körner infolge der regelmässig verlaufenden Bildung von Wolframkeimen gegenüber anderen .Silikowolf- ramaten. 5. Der Zusatz von K4SiW1.'04o ergibt eine Ver ringerung des Si0.,- Gehaltes in der Beimischung, wodurch ein Waschen mit HF sich erübrigt. 6. Der Zusatz von K4SiW1,04a bewirkt eine Be schleunigung des Reduktionsprozesses. Diese Wirkung tritt besonders hervor bei der Reduktion starker Pulverschichten. Sehr gute Resultate wurden mit 4 bis 4,5 g K4SiW1204o und 0,06 bis 0,120 g A1 pro 100 g W erzielt. Ein höherer Anteil an Al, z. B. 0,l60 g, ergibt ein weniger starkes Kornwachstum und eine sehr langsame Reduktion.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Wolframmetall durch Reduktion von Wolframverbindungen mit Was serstoff, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktion in Gegenwart eines Kaliumsilikowolframats der For mel K4S'W1204o (gegebenenfalls mit Kristallwasser) erfolgt. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Reduktion ausserdem in Ge genwart von Aluminiumnitrat erfolgt. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wolf ramverbindung mit Kaliumsilikowolframat getränkt und in einer einzigen Stufe mittels Wasserstoff zu Wolframmetall reduziert wird.
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1958
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