CH368254A - Verfahren zum Verbrennen von Öl und Ölbrenner zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Verbrennen von Öl und Ölbrenner zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zum Verbrennen von Öl und Ölbrenner zur Durchführung des Verfahrens Die Erfindung bezieht sich auf ein Versfahren zum Verbrennen von Öl sowie auf einen Ölbrenner mit Ölzerstäubung zur Befeuerung von Brennräumen. Sie ist nicht nur für Anwendung bei Zentralheizungen und gewerblichen stationären Feuerungsanlagen ge eignet, sondern auch bei Feuerungen von Land- und Wasserfahrzeugen.
Es sind Brenner für Druckölzerstäubung, für Druckluftzerstäubung und Rotationszerstäubung be kannt, für Zimmeröfen ferner Schalenverdampfer. Alle diese Ausführungen versuchen auf ihre Art das bei der Verfeuerung von Öl bestehende Hauptpro blem zu. lösen, nämlich eine möglichst weitgehende Aufteilung und Durchmischung der Brennstoffteil chen mit Luftsauerstoff zu erreichen, um eine mög lichst vollkommene, also russ- und CO-freie Ver brennung zu verwirklichen.
Dieses Ziel lässt sich mit den bekannten Konstruk tionen trotz erheblichen technischen Aufwandes nur in begrenztem Umfange erreichen. Ausserdem haben die mit Zerstäubung arbeitenden Brenner für viele Anwendungsgebiete den Nachteil, dass sie mit einer mehr oder weniger spitz verlaufenden, kegelförmigen Flamme arbeiten müssen, die: zusätzliche Massnahmen erfordert, um einen guten Wirkungsgrad beim Wärmeübergang von den Verbrennungsgasen auf eine Kesselwandung oder dergleichen zu erzielen, da dieser Wärmeübergang im Gegensatz zu demjenigen bei festen Brennstoffen in der Hauptsache durch Kon vektion erfolgt.
Es hat sich in überraschender Weise gezeigt, dass es dank der Erfindung möglich ist, mit verhältnis mässig einfachen Mitteln und bei natürlicher Luftzu fuhr, eine vollkommen russ- und CO-freie Verbren nung mit einer ausgebreiteten und beruhigten, schwach blauen Flamme zu erzielen, wobei die Ver- brennung zudem bei angemessener Feuerraumbela- stung praktisch geräuschlos ist.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der aus der Zerstäubungsdüse austretende gezündete Flam- menkegel gestaut wird und dadurch im Staubereich zwischen Zerstäubungsdüse und Staumitteln ass Vor flamme wirkende brennende Wirbel erzeugt werden sowie in diesen die Flamme mit Luftsauerstoff so durchmischt wird, dass in Strömungsrichtung hinter dem Staubereich die noch nicht verbrannten Gase mit blauer Flamme verbrennen.
Der Ölbrenner ist da durch gekennzeichnet, dass in Abstand zur Zerstäu- bungsdüse ein mindestens teilweise gelochtes wirbel- erzeugendes Stauelement vorgesehen ist.
Das Stauelement besteht zweckmässig aus einer domartig gewölbten Scheibe mit vorzugsweise unge- lochtem Mittelteil. Es kann aber auch aus einer im wesentlichen zylinderförmigen, am unteren Ende schwenkbar gelagerten und mit Löchern versehenen Wand oder einem Blech bestehen, dessen der Düse gegenüberliegendes Mittelteil ungelocht ist. Schliess lich kann das Stauelement auch ,aus zwei gewölbten, gegenüber der Düse mit ungelochten Teilen zusam menstossenden Blechen bestehen.
Bei Brennerausführung nach der Erfindung wird die bei den bekannten mit Zerstäubung arbeitenden Konstruktionen vorhandene freie Entwicklung eines Flammenkegels sowie im dem Stauraum nachge schalteten Raum die sonst infolge Aufleuchtens von unverbrannten Russteilchen leuchtende, gelbe Färbung der Flamme vermieden.
Statt dessen verursacht die mit Abstand hinter der Zerstäubungsdüse angeordnete Stauwand für die hinter der Düse brennende Flamme einen mehr oder weniger grossen Stau mit entspre chender Wirbelbildung, wodurch eine derartig weit gehende Durchmischung der brennbaren Bestandteile mit Luftsauerstoff bewirkt werden kann, dass die Flamme infolge ausreichender Sauerstoffzufuhr ent- leuchtet und nach dem Staubereich eine blau bren nende ausgebreitete und beruhigte Flamme erhalten wird,
die vollkommen russ- und CO-frei verbrennt. Mit den Staumitteln als Trennwand verläuft die Ver brennungsreaktion gleichsam zweistufig.
Ein beachtlicher Vorteil der Erfindung besteht ferner im einfachen Aufbau des Ölbrenners und in der Möglichkeit, diesen extrem billig herzustellen. Da Verstopfungen und Verkokungen nicht zu be fürchten sind, können Öle beliebiger Herkunft und Beschaffenheit einschliesslich der Abfallöle einwand frei verfeuert werden.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Brenners nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Vertikalofen für eine Zentralheizung mit vertikal eingebauter Zerstäubungsdüse, Fig. 2 eine Ausführung mit waagrecht angeord neter Zerstäubungadüse und einem schwenkbaren zylindrischen Blech als Stauelement, Fig. 3 eine weitere Ausführungsform mit einem anders geformten Stauelement.
Die dargestellten Ausführungsbeispiele zeigen die Anwendung der Erfindung bei Kesseln für Zentral heizungen, sie könnten aber auch z. B. bei Luft- erhitzern angewendet werden. Der in Fig. 1 schema tisch und mit 1 bezeichnete Vertikalkessel besitzt im unteren Teil die ebenfalls vertikal angeordnete Zer- stäuberdüse 3.
Diese soll so ausgebildet sein, dass eine möglichst weitgehende Vernebelung des durch die Förderleitung 4 mittels einer nicht dargestellten übli- chen Druckpumpe zugeführten Heizöles erreicht wird. Mit 8 ist ein in Düsenhöhe angeordnetes perforiertes Blech bezeichnet, über dem mittels der Führungs- stangen 5 mit Abstand von der Düse 3 die domartige, ihre Hohlseite der Düse zukehrende Stauwand 14 angeordnet ist.
Der Abstand der Wand 14 von der Düse 3 wird entsprechend den jeweiligen Betriebsver hältnissen eingestellt. Um die Einstellung auch wäh rend des Betriebes verändern zu können, liegt die Stauwand 14 auf einer Traverse 17 auf, die mittels Ritzel 19 und Zahnstangen 20 durch den ausserhalb des Kessels vorgesehenen Handgriff 18 gesenkt und gehoben werden kann.
Der Mittelteil 15 der Wand 14 ist ungelockt, wäh rend die Randpartie 16 mit Löchern versehen ist. Die Stauwand 14 bewirkt bei richtiger Einstellung ihres Abstandes von der Zerstäuberdüse 3 eine Stauung der Verbrennungsgase mit starker Wirbel bildung nach der Randpartie zu.
Hierdurch wird eine besonders intensive Durchmischung der Brennstoff teilchen mit Luftsauerstoff und eine vollkommen russ- und CO-freie Verbrennung erzielt, so dass aus den Löchern 16 der Wand 14 herausbrennende und um diese herum nach oben brennende Flammen den Charakter einer blaubrennenden Gasflamme zeigen.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 2 kann der mit 2 schematisch angedeutete Kessel beispielsweise nach Art eines Gliederkessels ausgebildet sein. Die Zer- stäuberdüse 3 ist waagrecht angeordnet. Als Stau wand 14 dient eine zylindrische Wand oder ein Blech, dessen der Zerstäuberdüse 3 gegenüberliegendes Mittelteil 15 urigelocht ist, während die benachbarten Teile gelocht sind.
Das mit seiner hohlen Seite der Düse zugekehrte Blech 14 ist mit seinem nach unten verlängerten Ende 21 bei 22 schwenkbar gelagert und wird in der gewünschten Entfernung von der Zer- stäuberdüse 3 mittels einer Zugstange 17' und eines ausserhalb des Kessels befindlichen Stellknopfes 18 eingestellt.
Die Ausführung der Stauwand 14 nach Fig.3 unterscheidet sich von derjenigen der Fig. 2 dadurch, dass sie aus zwei nach der der Düse abgekehrten Seite hin ausgewölbten, gegenüber der Düse 3 mit den urigelochten Teilen 15 zusammenstossenden Ble chen oder auch aus einem einzigen entsprechend ge formten Blechkörper besteht. Die gelochten Rand teile sind wieder mit 16 bezeichnet.
Da die gezeigten Brenner mit natürlicher Luft zufuhr arbeiten sollen, genügt an sich eine in üblicher Weise ausgebildete Luftregulierung, die in Fig. 2 in Form einer im unteren Kesselteil angeordneten Luft klappe 10 angedeutet ist, deren Öffnungsgrad mittels einer Spindel 11 und des Stellrades 12 einstellbar ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Verbrennung von Öl mit blauer Flamme, wobei das Öl mittels Zerstäubungsdüse zer stäubt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der aus der Zerstäubungsdüse austretende gezündete Flammen kegel gestaut wird und dadurch im Staubereich zwi schen Zerstäubungsdüse und Staumitteln als Vor flamme wirkende brennende Wirbel erzeugt werden sowie in diesen die Flamme mit Luftsauerstoff so durchmischt wird, dass in Strömungsrichtung hinter dem Staubereich die noch nicht verbrannten Gase mit blauer Flamme verbrennen.1I. Ölbrenner zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit Ölzerstäubung zur Be feuerung von Brennräumen, insbesondere für Zentral heizungen und industrielle Anlagen, dadurch gekenn zeichnet, dass in Abstand zur Zerstäube:rdüse (3) ein mindestens teilweise gelochtes wirbelerzeugendes Stauelement (14) vorgesehen ist. UNTERANSPRITCHE 1. Ölbrenner nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass das Stauelement (14) eine dom artig gewölbte Scheibe, vorzugsweise eine Scheibe mit urigelochtem Mittelteil (15), ist (Fig. 1).2. Ölbrenner nach Patentanspruch II, dadurch ge- kennzeichnet, dass als Stauelement (14) eine im wesentlichen zylinderförmige, am unteren Ende (22) schwenkbar gelagerte und mit Löchern versehene Wand dient, deren der Düse gegenüberliegendes Mittelteil (15) ungelocht ist (Fig. 2).3. Ölbrenner nach Patentanspruch II und Unter- anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stau element (14) aus zwei gewölbten, gegenüber der Düse mit ungelochten Teilen zusammenstossenden Blechen besteht (Fig. 3).
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