CH367100A - Verfahren zur Herstellung eines Weichpech-Bitumen-Gemenges - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Weichpech-Bitumen-GemengesInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Weichpech-Bitumen-Gemenges Die Mischbarkeit von gewöhnlichem Teer und Bitumen aus der Erdöldestillation ist begrenzt. Zwar ist mitgeteilt worden, dass oxydiertes oder bei der Hochvakuum-Destillation von Erdöl gewonnenes Bi tumen mit hohem Erweichungspunkt sich in beliebi gen Mengenverhältnissen mit Steinkohlenteer mischen lässt (britische Patentschrift 506577), jedoch lassen sich lediglich kleine Mengen Teer mit grossen Men gen eines Bitumens, das bei normaler Erdöldestilla tion anfällt und das praktisch allein von Interesse ist, mischen, während die erwähnten oxydierten oder unter Hochvakuum-Destillation erhaltenen Hart-Bitu- men von hohem Erweichungspunkt praktisch nur eine untergeordnete Bedeutung haben, oder umgekehrt las sen sich Mengen Teer mit kleinen Mengen Bitumen homogen mischen, so dass also gerade bei den in Betracht kommenden Mengenverhältnissen eine ho mogene Mischbarkeit zwischen Teer und Bitumen aus der normalen Erdöldestillation (ohne Hochva kuum) nicht vorhanden ist. Die Entmischungsgrenzen liegen je nach den Bitumensorten und Teersorten ein wenig anders, z. B. liegt die Entmischungsgrenze auf der Seite des Teers üblicherweise bei einem Bitumen gehalt von etwa 20 %. Um Entmischungserscheinun- gen nach Möglichkeit auszuschalten, ist in den Nor men für bituminöse Bindemittel für den Strassenbau (DIN 1995) für Strassenteere mit Bitumenzusatz ein Bitumengehalt von 15 % vorgeschrieben. Von praktischem Interesse ist aber gerade die Schaffung einer Mischbarkeit bei Verwendung von Bitumensorten, wie sie in DIN 1995 genannt sind, nämlich solche mit einer Penetration von B 15,B 25, B 45, B 65, B 80, B 200 und B 300 in beliebigem Mengenverhältnis mit Teeren, da der Bitumengehalt von 15 %, wie er in DIN 1995 genannt ist, zu gering ist, als dass er die Eigenschaften des in den Bitumen- teeren enthaltenen Weichpeches in nennenswerter Weise beeinflussen könnte. Eine Erhöhung des Bitu- mengehaltes war nach dem bisherigen Stande der Kenntnisse nicht möglich. So musste gerade in jüng ster Zeit wieder vor versehentlichem Mischen von Strassenteer und Verschnittbitumen bzw. Weichbitu men gewarnt werden, da es auf Grund derartiger Vorkommnisse infolge eingetretener Entmischung zu Misserfolgen bei Strassenbauvorhaben gekommen war. (H. Mallison, VJ.-T-Mitteilungen, Strassenbau und Bautenschutz mit. Steinkohlenteer 1953, H.l,S.8). Es hat sich gezeigt, dass sich ein bei der Erdöl destillation gewonnenes mittelhartes bis weicheres Bi tumen homogen in allen Mengenverhältnissen mit Weichpech mischen lässt, wenn man ein Weichpech- Produkt verwendet, welches durch Mischen eines Steinkohlenteerpechs vom Erweichungspunkt (Krä- mer-Sarnow) von 60-80 C mit einer grösstenteils aus vierkernigen Aromaten bestehenden Teerölfraktion erhalten wurde. Wird ein Steinkohlenteerpech mit einer solchen Menge einer im wesentlichen aus vierkernigen Aro- maten bestehenden Teerölfraktion vermischt, dass der Erweichungspunkt des Gemisches dieser beiden Stoffe unter 40o liegt, so ist das genannte Gemisch mit dem Rückstand einer normalen Erdöldestillation (z. B. mit mittelhartem Bitumen mit einer Penetration von B 45 oder noch weicheren Sorten) leicht in jedem Verhältnis homogen mischbar. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Weichpech-Bitumen-Gemenges, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein Steinkohlenteerpech von einem Erweichungspunkt von 60-800 C mit einer grösstenteils aus vierkernigen Aromaten bestehenden Teerölfraktion mischt und das so erhaltene Produkt mit einem Erweichungs- punkt von unter 40o mit bei der Erdöldestillation gewonnenem Bitumen mischt. Vorzugsweise werden etwa gleiche Teile Bitumen und Steinkohlenteerpech verwendet. Das als Zwischenprodukt erhaltene Weichpech ist mit mittelhartem bis weichem Bitumen, welches bei der Erdöldestillation anfällt, homogen in prak tisch allen Mengenverhältnissen mischbar. Die Teerölfraktion soll im allgemeinen frei von Stoffen sein, die nach dem Mischen mit dem Stein kohlenteerpech kristallin ausscheiden. In der Regel wird eine Teerölfraktion verwendet, deren Inhaltsstoffe sich im eutektischen Gleichge wicht befinden, was erforderlichenfalls durch Aus kühlung des Öles und Abschleudern der auskristalli sierten Festsubstanz bewirkt werden kann. Als Steinkohlenteerpech wird zweckmässig ein Pech verwendet, das als Rückstand bei der konti nuierlichen Destillation von Steinkohlenteer unter thermisch schonenden Bedingungen gewonnen wurde. Es können auch Peche aus diskontinuierlicher De stillation verwendet werden, nur soll die Destillation des Steinkohlenteers nicht unter krackenden Bedin gungen erfolgt sein, da die Bitumenverträglichkeit des Steinkohlenteerpechs umso geringer wird, je höher der Gehalt an Krackrückständen (hochmolekularen russartigen Verbindungen) ist. Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältliche Weichpech-Bitumen-Gemenge enthält vor zugsweise ausserdem ein phenolreiches Öl in gerin gem Anteil, da - wie gefunden wurde - die Eigen schaften des Weichpech-Bitumen-Gemisches günstig beeinflusst werden, wenn dem Gemisch 1-6 %, vor zugsweise etwa 2 %, eines solchen Öles, z. B. herge stellt durch Destillation gleicher Teile Phenolpech (Destillationsrückstand der Aufarbeitung von Roh phenol) und Anthracenöl, bis der Rückstand den Er weichungspunkt eines Normalpeches besitzt, zugesetzt werden. Die Art des verwendeten, aus Erdöl gewonnenen Bitumens ist beliebig. Mit Vorteil lässt sich ein Bitu men verwenden mit einer Penetration von 35-50 Penetrationsgraden in zehntel mm (100 g, 5 sec. 25 C) und zweckmässig einer Dichte bei 200 C von über 1,03 ; auch Bitumensorten mit geringerer Dichte eignen sich. Das gemäss der Erfindung erhältliche Weichpech- Bitumen-Gemisch eignet sich für alle die Zwecke, zu denen Pech oder Bitumen oder Gemenge dieser Stoffe verwendbar sind. Es kann als solches verwendet oder mit leichten Steinkohlenteerölen gemischt und so auf die Visko sität des Strassenteeres bzw. des Verschnittbitumens (3500 bis 175 000 Centistoke bei 300 ; DIN 1995) gebracht werden. Werden zur Herstellung eines niederviskosen Teer-Bitumen-Bindemittels gleiche Teile Steinkohlen teerpech (E.P. 60-80 C) und Bitumen (B 45) und eine solche Menge eines im wesentlichen aus vier kernigen Aromaten bestehenden Teeröles verwendet, dass der Erweichungspunkt (nach Krämer-Sarnow) der Mischung unter 300 C liegt, und wird ausserdem als Zusatz ein Fluxöl verwendet, so entsteht ein Bindemittel, das die Vorzüge des Strassenteeres und des Verschnitt-Bitumens vereinigt. Es ist zudem so wohl mit Strassenteer als auch mit Verschnitt-Bitu- men in jedem Verhältnis homogen mischbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Weichpech-Bitu- men-Gemenges, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Steinkohlenteerpech von einem Erweichungs- punkt von 60-80 C mit einer grösstenteils aus vier kernigen Aromaten bestehenden Teerölfraktion der art mischt, dass das so erhaltene Weichpech einen Erweichungspunkt von unter 40,1 aufweist, und so dann ein bei der Erdöldestillation gewonnenes Bitu rnen hinzufügt. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man etwa gleiche Teile Bitumen und Steinkohlenteerpech verwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch kontinuierliche Destil lation von Steinkohlenteer unter thermisch schonen den Bedingungen gewonnenes Steinkohlenteerpech verwendet wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Steinkohlenteerpech vom Er weichungspunkt 70o verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Bitumen mit einem Penetra- tionswert von B 45 verwendet wird.5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem ein leichtes Teeröl als Fluxöl verwendet wird. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ausserdem 1-6 %, vorzugs weise 2 %, eines phenolreichen öles beimengt, wel ches durch Destillation gleicher Teile Phenolpech und Anthracenöl erhalten worden ist. 7.Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ausserdem ein Fluxöl, ins besondere leichtes Teeröl, bis zur Erreichung einer Viskosität von 3500 bis<B>175</B> 000 Centistoke bei 30 zumengt. B. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die verwendeten Stoffe der art mischt, dass das Gemenge eine Viskosität von 3500 bis 175 000 Centistoke bei 30,) besitzt.
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