CH367100A - Verfahren zur Herstellung eines Weichpech-Bitumen-Gemenges - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Weichpech-Bitumen-Gemenges

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CH367100A
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bitumen
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CH3474556A
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Heinz-Gerhard Dr Franck
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Teerverwertung Mit Beschraenkt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C3/00Working-up pitch, asphalt, bitumen
    • C10C3/005Working-up pitch, asphalt, bitumen by mixing several fractions (also coaltar fractions with petroleum fractions)

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Weichpech-Bitumen-Gemenges       Die     Mischbarkeit    von gewöhnlichem Teer und  Bitumen aus der Erdöldestillation ist begrenzt. Zwar  ist mitgeteilt worden, dass     oxydiertes    oder bei der       Hochvakuum-Destillation    von Erdöl gewonnenes Bi  tumen mit hohem     Erweichungspunkt    sich in beliebi  gen Mengenverhältnissen mit Steinkohlenteer mischen  lässt (britische Patentschrift 506577), jedoch lassen  sich lediglich kleine Mengen Teer mit grossen Men  gen eines Bitumens, das bei normaler Erdöldestilla  tion anfällt und das praktisch allein von Interesse ist,  mischen,

   während die     erwähnten    oxydierten oder  unter     Hochvakuum-Destillation    erhaltenen     Hart-Bitu-          men    von hohem     Erweichungspunkt    praktisch nur eine       untergeordnete    Bedeutung haben, oder     umgekehrt    las  sen sich Mengen Teer mit kleinen Mengen Bitumen  homogen mischen, so dass also gerade bei den in  Betracht kommenden Mengenverhältnissen eine ho  mogene     Mischbarkeit        zwischen    Teer und Bitumen  aus der normalen Erdöldestillation (ohne Hochva  kuum) nicht vorhanden ist.

   Die     Entmischungsgrenzen     liegen je nach den     Bitumensorten    und Teersorten ein  wenig anders, z. B. liegt die     Entmischungsgrenze    auf  der Seite des Teers     üblicherweise    bei einem Bitumen  gehalt von etwa 20 %. Um     Entmischungserscheinun-          gen    nach Möglichkeit auszuschalten, ist in den Nor  men für bituminöse Bindemittel für den Strassenbau  (DIN 1995) für Strassenteere mit     Bitumenzusatz    ein       Bitumengehalt    von 15 % vorgeschrieben.  



  Von praktischem Interesse ist aber gerade die  Schaffung einer     Mischbarkeit    bei Verwendung von       Bitumensorten,    wie sie in DIN 1995 genannt sind,  nämlich solche     mit    einer Penetration von B 15,B 25,  B 45, B 65, B 80, B 200 und B 300 in     beliebigem     Mengenverhältnis mit Teeren, da der     Bitumengehalt     von 15 %, wie er in DIN 1995 genannt ist, zu     gering     ist, als dass er die Eigenschaften des in den Bitumen-    teeren enthaltenen Weichpeches in     nennenswerter     Weise beeinflussen könnte.

   Eine Erhöhung des     Bitu-          mengehaltes    war nach dem bisherigen     Stande    der  Kenntnisse nicht möglich. So musste gerade in jüng  ster Zeit wieder vor     versehentlichem    Mischen von  Strassenteer und     Verschnittbitumen    bzw. Weichbitu  men gewarnt werden, da es auf Grund derartiger  Vorkommnisse infolge eingetretener Entmischung zu  Misserfolgen bei Strassenbauvorhaben gekommen  war. (H.     Mallison,        VJ.-T-Mitteilungen,      Strassenbau  und Bautenschutz mit. Steinkohlenteer   1953,       H.l,S.8).     



  Es hat sich gezeigt, dass sich ein bei der Erdöl  destillation gewonnenes     mittelhartes    bis weicheres Bi  tumen homogen in allen Mengenverhältnissen mit  Weichpech     mischen    lässt, wenn man ein     Weichpech-          Produkt    verwendet, welches durch Mischen eines       Steinkohlenteerpechs    vom     Erweichungspunkt        (Krä-          mer-Sarnow)    von 60-80  C mit einer grösstenteils aus  vierkernigen     Aromaten    bestehenden     Teerölfraktion     erhalten wurde.  



  Wird ein     Steinkohlenteerpech    mit einer solchen  Menge einer im wesentlichen aus     vierkernigen        Aro-          maten    bestehenden     Teerölfraktion    vermischt, dass  der     Erweichungspunkt    des Gemisches dieser beiden       Stoffe    unter     40o    liegt, so ist das     genannte    Gemisch  mit dem Rückstand einer normalen Erdöldestillation  (z. B. mit     mittelhartem    Bitumen mit einer Penetration  von B 45 oder noch weicheren     Sorten)    leicht in jedem  Verhältnis homogen mischbar.  



  Die     Erfindung    bezieht sich auf ein Verfahren zur  Herstellung     eines        Weichpech-Bitumen-Gemenges,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man ein       Steinkohlenteerpech    von einem     Erweichungspunkt     von 60-800 C mit einer grösstenteils aus vierkernigen       Aromaten    bestehenden     Teerölfraktion    mischt und      das so erhaltene Produkt mit einem     Erweichungs-          punkt    von unter     40o    mit bei der Erdöldestillation       gewonnenem    Bitumen mischt.

   Vorzugsweise werden  etwa gleiche Teile Bitumen und     Steinkohlenteerpech     verwendet.  



  Das als Zwischenprodukt erhaltene Weichpech  ist mit     mittelhartem    bis weichem Bitumen, welches  bei der Erdöldestillation anfällt, homogen in prak  tisch allen Mengenverhältnissen mischbar.  



  Die     Teerölfraktion    soll im allgemeinen frei von  Stoffen sein, die nach dem Mischen mit dem Stein  kohlenteerpech kristallin ausscheiden.  



  In der Regel wird eine     Teerölfraktion    verwendet,  deren Inhaltsstoffe sich im     eutektischen    Gleichge  wicht befinden, was     erforderlichenfalls    durch Aus  kühlung des Öles und     Abschleudern    der auskristalli  sierten Festsubstanz bewirkt werden kann.  



  Als     Steinkohlenteerpech    wird zweckmässig ein  Pech verwendet, das als Rückstand bei der konti  nuierlichen     Destillation    von Steinkohlenteer unter  thermisch schonenden Bedingungen gewonnen wurde.  Es können auch Peche aus diskontinuierlicher De  stillation     verwendet    werden, nur soll die     Destillation     des Steinkohlenteers nicht unter     krackenden    Bedin  gungen erfolgt sein, da die     Bitumenverträglichkeit    des       Steinkohlenteerpechs    umso geringer wird, je höher  der Gehalt an     Krackrückständen        (hochmolekularen          russartigen    Verbindungen)

   ist.  



  Das nach dem erfindungsgemässen Verfahren  erhältliche     Weichpech-Bitumen-Gemenge    enthält vor  zugsweise ausserdem ein     phenolreiches    Öl in gerin  gem Anteil, da - wie gefunden wurde - die Eigen  schaften des     Weichpech-Bitumen-Gemisches    günstig       beeinflusst    werden, wenn dem Gemisch 1-6 %, vor  zugsweise etwa 2 %, eines solchen Öles, z. B. herge  stellt durch Destillation gleicher Teile     Phenolpech          (Destillationsrückstand    der Aufarbeitung von Roh  phenol) und     Anthracenöl,    bis der Rückstand den Er  weichungspunkt eines Normalpeches besitzt, zugesetzt  werden.  



  Die     Art    des verwendeten, aus Erdöl gewonnenen  Bitumens ist beliebig. Mit Vorteil lässt sich ein Bitu  men verwenden mit einer Penetration von 35-50       Penetrationsgraden    in     zehntel    mm (100 g, 5 sec.       25     C) und zweckmässig einer Dichte bei 200 C von  über 1,03 ; auch     Bitumensorten    mit geringerer Dichte  eignen sich.  



  Das gemäss der Erfindung erhältliche     Weichpech-          Bitumen-Gemisch    eignet sich für alle die Zwecke,  zu denen Pech oder Bitumen oder Gemenge dieser  Stoffe verwendbar sind.  



  Es kann als solches verwendet oder mit leichten       Steinkohlenteerölen    gemischt und so auf die Visko  sität des Strassenteeres bzw. des     Verschnittbitumens     (3500 bis 175 000     Centistoke    bei 300 ; DIN 1995)  gebracht werden.  



  Werden zur Herstellung eines niederviskosen       Teer-Bitumen-Bindemittels    gleiche Teile Steinkohlen  teerpech     (E.P.        60-80     C) und Bitumen (B 45) und    eine solche Menge eines im wesentlichen aus vier  kernigen     Aromaten    bestehenden Teeröles     verwendet,     dass der     Erweichungspunkt    (nach     Krämer-Sarnow)     der Mischung unter 300 C liegt, und wird ausserdem  als Zusatz ein     Fluxöl    verwendet, so entsteht ein  Bindemittel, das die Vorzüge des Strassenteeres und  des     Verschnitt-Bitumens    vereinigt.

   Es ist zudem so  wohl mit Strassenteer als auch mit     Verschnitt-Bitu-          men    in jedem Verhältnis homogen mischbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Weichpech-Bitu- men-Gemenges, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Steinkohlenteerpech von einem Erweichungs- punkt von 60-80 C mit einer grösstenteils aus vier kernigen Aromaten bestehenden Teerölfraktion der art mischt, dass das so erhaltene Weichpech einen Erweichungspunkt von unter 40,1 aufweist, und so dann ein bei der Erdöldestillation gewonnenes Bitu rnen hinzufügt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man etwa gleiche Teile Bitumen und Steinkohlenteerpech verwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch kontinuierliche Destil lation von Steinkohlenteer unter thermisch schonen den Bedingungen gewonnenes Steinkohlenteerpech verwendet wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Steinkohlenteerpech vom Er weichungspunkt 70o verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Bitumen mit einem Penetra- tionswert von B 45 verwendet wird.
    5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ausserdem ein leichtes Teeröl als Fluxöl verwendet wird. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ausserdem 1-6 %, vorzugs weise 2 %, eines phenolreichen öles beimengt, wel ches durch Destillation gleicher Teile Phenolpech und Anthracenöl erhalten worden ist. 7.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man ausserdem ein Fluxöl, ins besondere leichtes Teeröl, bis zur Erreichung einer Viskosität von 3500 bis<B>175</B> 000 Centistoke bei 30 zumengt. B. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die verwendeten Stoffe der art mischt, dass das Gemenge eine Viskosität von 3500 bis 175 000 Centistoke bei 30,) besitzt.
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