CH366272A - Verfahren zur Trennung von Zirkonium und Hafnium voneinander durch Verteilen ihrer Rhodanide - Google Patents

Verfahren zur Trennung von Zirkonium und Hafnium voneinander durch Verteilen ihrer Rhodanide

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CH366272A
CH366272A CH3643356A CH3643356A CH366272A CH 366272 A CH366272 A CH 366272A CH 3643356 A CH3643356 A CH 3643356A CH 3643356 A CH3643356 A CH 3643356A CH 366272 A CH366272 A CH 366272A
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hafnium
rhodanides
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zirconium
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CH3643356A
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Werner Prof Dr Fischer
Hellmuth Dr Heitsch
Otto Gerhard
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Degussa
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Description


  Verfahren zur Trennung von     Zirkonium    und     Hafnium    voneinander  durch     Verteilen    ihrer     Rhodanide            Zirkonium    und     Hafnium    sind bisher vornehmlich  durch fraktionierte Fällung bzw. Kristallisation von  einander getrennt worden. Dieser Weg ist ausser  ordentlich mühsam, weil die Einzeloperationen zur  Erzielung reiner Produkte vielfach wiederholt werden  müssen und weil die Prozesse nicht kontinuierlich  gestaltet werden können. Die Trennung der beiden  Elemente durch Destillation ist technisch bisher nicht  durchgeführt worden, weil die wenigen bekannten  Verbindungen der beiden Elemente, die     flüchtig    sind,  schwierig zu handhaben sind.

   Die Verwendung von       lonenaustauschern    für die Trennung ist für die tech  nische Anwendung zu langsam und zu teuer und lässt  sich in bezug auf die Zufuhr des zu trennenden Gutes  nicht kontinuierlich durchführen.  



  Grundsätzlich vorteilhafter für die Trennung gro  sser Mengen ist die Verteilung zwischen zwei     flüssigen     Lösungsmitteln, weil man     mit    relativ kleinen Appa  raturen in kurzer Zeit grosse Mengen durchsetzen  kann und weil das Verfahren - auch bei mehrfacher,       multiplikativer    Wiederholung des     Einzelschrittes      kontinuierlich und automatisch durchgeführt werden  kann.  



  Die bisher beschriebenen Verfahren zur Vertei  lungstrennung von     Zr    und     Hf    haben aber alle erheb  liche Nachteile: Die Verteilung von Komplexverbin  dungen der beiden Elemente mit organischen Verbin  dungen, wie z. B.     Thenoyltrifluoraceton,    erfordert  grosse Mengen dieser kostspieligen Komplexbildner.  Bei der Verteilung der Chloride zwischen einer     wäss-          rigen    Lösung und Äther erreicht man nur geringe  Konzentrationen von     (Zr,        Hf)-Chlorid    im Äther, so  dass sehr grosse Mengen dieses Lösungsmittels ange  wendet werden müssen.

   Die Verteilung der     Rhodanide     zwischen einer     Sulfationen    enthaltenden     wässrigen       Lösung und Äther wird durch das unkontrollierbare  Auftreten von Fällungen gestört; ausserdem stellen  sich dabei keine stabilen Gleichgewichte ein, so dass  die Verteilungskoeffizienten und     Trennfaktoren    keine  eindeutigen Funktionen der     Konzentrationen    der       Reaktionspartner        sind    und die Trenneffekte mit zu  nehmendem Alter der Lösungen schlechter werden.

    Als Trennfaktor     ss    definieren wir den Quotienten aus  den Verteilungskoeffizienten     ss    =     kuf    :     kzr.    Dabei ist       kflf        definiert    als     Konzentration    des     Hafniums    im  organischen Lösungsmittel dividiert durch seine Kon  zentration in der     wässrigen    Lösung, für     kzr    gilt das  Entsprechende.

   In der Literatur beschriebene Ver  suche, eine     wässrige    Lösung von     (Zr,        Hf)-Chlorid        mit          NH4SCN    zu versetzen und dann mit Äther zu extra  hieren, führten nur zu geringen Trenneffekten, was  verständlich ist, weil der Äther von den     Rhodaniden     bevorzugt das     Hafnium,    von den Chloriden aber be  vorzugt das     Zirlconium    extrahiert.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich     (Zirkonium-          und        Hafnium)-Rhodanid    zwischen einer von     Sulfat-          ionen    freien     wässrigen    Lösung und einer organischen  Lösung verteilen lässt. Als organische Lösungsmittel  können     Alkohole,    Äther,     Ketone,    Aldehyde, Ester,  Nitroverbindungen usw. verwendet werden.

   Eine     wäss-          rige    Lösung wird im vorliegenden Fall     dann    als frei  von     Sulfationen    betrachtet,     wenn        Bariumionen        keine     Fällung von     Bariumsulfat    erzeugen. Bei der Vertei  lung stellen sich reproduzierbare Gleichgewichte ein  und es treten keine Fällungen auf. Dabei kann das       Hafnium    in dem organischen Lösungsmittel ange  reichert werden.

   Es wurde ferner gefunden, dass auch  bei Gegenwart geringer Mengen von     Chloridionen    der  Trenneffekt nur wenig beeinträchtigt     wird    und Trenn  faktoren von der Grösse     ss    = 10 erzielt werden kön-           nen,    die eine praktisch vollständige Trennung der bei  den Elemente durch     multiplikative    Verteilung mit nur  wenigen Stufen gestatten.

   Diese Erkenntnis ist tech  nisch deshalb     dedeutsam,    weil es nunmehr möglich  ist, die beim üblichen Aufschluss der Erze gewonnenen  Chloride in Gegenwart der Verteilungsmittel unter  Zusatz von     Rhodaniden    und/oder     Rhodanwasserstoff-          säure    in die     Rhodanide    überzuführen, wobei unmittel  bar     Verteilung    eintritt.  



  Es wurde ferner gefunden, dass mit steigender       Konzentration    der     Rhodanidionen    in der     wässrigen     Lösung die     Verteilungskoeffizienten    des     Hafniums     und des     Zirkoniums    steigen, aber der erstere in  erheblich stärkerem Masse, so dass auch der Trenn  faktor     f)    steigt. Man arbeitet also     vorteilhaft    bei hoher       Rhodanidionenkonzentration    in der     wässrigen    Lösung,  indem man ein in Wasser leicht lösliches     Rhodanid,     z.

   B. des Ammoniums, Kaliums,     Calciums,    oder Ba  riums, zufügt.  



  Es wurde weiterhin festgestellt, dass sich     in    einer       gesättigten        wässrigen    Lösung von     Ammoniumrhodanid     nur wenig     Ammoniumchlorid    löst, was noch nicht  bekannt war. Eine bei 20  C an beiden     Salzen    ge  sättigte     wässrige    Lösung enthält z. B. neben 660 g       NH4SCN    nur 72g     NH4Cl    im Liter, während sich die       Löslichkeitswerte    für die     einzelnen        Salze    in Wasser  wie 2,4: 1 verhalten.

   Das bedeutet, dass in einer an       INTH4SCN    gesättigten Lösung die für die     Zr-Hf-Tren-          nung    durch Verteilen ihrer     Rhodanide    ungünstigen       Chloridionen    eine Konzentration entsprechend 72 g       NH4C1    je Liter nicht übersteigen können und dass  man beim     Auflösen    steigender Mengen von     (Zirko-          nium-    und     Hafnium)-Chlorid    in einer gesättigten,

         wässrigen        NH4SCN-Lösung    schliesslich zu einer Ab  scheidung von     NH4C1    kommt und dadurch den schäd  lichen     Einfluss    der mit dem     (Zirkonium-    und     Haf-          nium)-Chlorid    zugeführten     Cl-Ionen    begrenzt. Wir  fanden unter Verwendung einer an     NH4SCN    und       NH4Cl    gesättigten     wässrigen    Lösung noch einen Trenn  faktor von der erheblichen Grösse     /3    = 9,7.

   Diese  Beobachtungen gestatten ferner, dass     eine    relativ kost  spielige,     konzentrierte        NH4SCN-Lösung    immer wieder       verwendet    werden kann, indem sie, wie es im Bei  spiel 12 beschrieben wird, im Kreislauf geführt wird.  



  Einen weiteren technischen Fortschritt erzielten  wir durch die Beobachtung, dass der Trenneffekt  wesentlich grösser ist, wenn man zur Herstellung der  zu verteilenden     Rhodanide        Zirkonium-    und     Hafnium-          Chlorid    in einer konzentrierten     wässrigen    Lösung  eines leicht löslichen     Rhodanids    auflöst, als wenn  man umgekehrt das     Zirkonium-    und     Hafnium-Chlorid     zunächst in Wasser und in der entstandenen Lösung  dann erst das     Rhodanid    auflöst.

   Ferner erwies es sich  als     vorteilhaft,    alle Umstände möglichst auszu  schliessen, die zu einer Hydrolyse der     Zirkonium-          und        Hafnium-Rhodanide    führen können. Temperatur  erhöhungen, besonders bei der Herstellung der Lö  sung in Gegenwart der Verteilungsmittel aus einem  Gemisch der Chloride von     Zr    und     Hf,    werden des  halb mit Vorteil vermieden, z. B. indem man das    Chlorid unter Kühlung und Rührung in fein verteilter  Form langsam zufügt.

   Man kann entweder die wasser  freien Chloride von     Zirkonium    und     Hafnium    oder  auch die     Oxychloride    (8     H"0)    verwenden, wobei  man bei der Darstellung des letzteren Salzes eine  weitergehende Hydrolyse zu vermeiden sucht, indem  man es z. B. aus starker     Salzsäure    kristallisieren lässt.  Bei der Trennung kann eine störende Hydrolyse da  durch vermieden werden, dass die verwendeten Lö  sungen mindestens schwach sauer sind. Es ist ferner       vorteilhaft,    die organischen Lösungsmittel vor ihrer  Verwendung zur Verteilungstrennung     rhodanwasser-          stoffsauer,    bevorzugt 1-2n, zu machen, indem man  sie zuvor z.

   B. mit einer     wässrigen,    schwefelsauren       NH4SCN-Lösung    schüttelt; dabei gehen keine Ammo  nium- und     Sulfationen,    sondern nur     Rhodanwasser-          stoff    in das organische Lösungsmittel über.  



  Bei Abwesenheit von allen anderen Anionen,  auch von     Chloridionen,    erzielt man bei der Vertei  lungstrennung von     Zirkonium-    und     Hafnium-          Rhodanid    noch etwas grössere Trenneffekte als bei  Gegenwart von     Chloridionen.    Zur Herstellung der  dafür benötigten, von fremden Anionen freien       Rhodanidlösungen    kann man in verschiedener Weise  vorgehen. Man kann z.

   B. eine     wässrige        Zirkonium-          und        Hafnium-Sulfatiösung    mit der äquivalenten       Ba(SCN)Menge    umsetzen, oder man kann die  Anionen     einer        Zirkonium-    und     Hafnium-Salzlösung     mittels     Ionenaustauschern    gegen     Rhodanidionen    aus  tauschen, oder ein Gemisch von     Zr-    und     Hf-Hydroxyd     in einer Lösung von     HSCN    in Wasser oder in dem  für die Verteilung zu verwendenden organischen  Lösungsmittel auflösen,

   wobei in letzterem Fall die  zu verteilenden     Rhodanide    in Gegenwart der Vertei  lungsmittel gebildet werden. Für den vorliegenden  Zweck ist es oft besonders bequem, zur Entfernung  von fremden Anionen eine Extraktion zu verwenden,  indem man z. B. eine mit     NH4SCN    versetzte     wässrige     Lösung von     Zirkonium-    und     Hafnium-Chlorid    mit  einem organischen Lösungsmittel behandelt; wir fan  den, dass man dabei eine praktisch     chloridfreie          Rhodanidlösung    in dem organischen Lösungsmittel  erhält, die man dann der Trennung durch Verteilen  unterwerfen kann.

   Bei dieser Herstellung von fremd  anionfreien Lösungen von     Zirkonium-    und     Hafnium-          Rhodanid    in organischen Lösungsmitteln können an  stelle von     Ammoniumrhodanid    auch die     Rhodanide     anderer Kationen, die nicht nennenswert     mitextrahiert     werden, z. B.     KSCN,    und anstelle des     Zirkonium-    und       Hafnium-Chlorids    auch Salze dieser Metalle mit ande  ren Säuren, deren Anionen nicht wesentlich mit  extrahiert werden, verwendet werden.  



  Wenn man eine von fremden Anionen freie     wäss-          rige    Lösung, die neben viel     NH4SCN    wenig     Zirko-          nium-    und     Hafnium-Rhodanid    enthält, mit gewissen  organischen Lösungsmitteln, wie z. B.     Methyl-n-pro-          pylketon    zusammenbringt, so erhält man bei Raum  temperatur eine homogene Phase, so dass keine Ver  teilungstrennung möglich ist. Wir fanden, dass eine  Phasentrennung wieder erzielt werden kann,     wenn         man entweder bei etwas erhöhter Temperatur, z. B.  30  C, arbeitet oder wenn man geringe Mengen  fremder Anionen, wie z. B.

   Chlorid- oder     Nitrationen,     zufügt. Das letztere kann z. B. geschehen, indem man  das Ausgangsmaterial für die Herstellung der Lösung  als Chlorid oder indem man der     wässrigen    Lösung       Ammoniumchlorid    oder     -nitrat    zusetzt. In diesem  Falle hat also eine geringe     Chloridmenge    einen gün  stigen Einfluss auf die Verteilungstrennung von     Zirko-          nium-    und     Hafniam-Rhodanid.     



  Die Ausführung der Verteilung kann auf einem  der bekannten Wege erfolgen. Es kann diskon  tinuierlich in Scheidetrichtern oder ähnlichen Geräten  gearbeitet werden, man kann aber auch kontinuier  lich unter Verwendung von Verteilungskolonnen oder  anderen automatisch arbeitenden Apparaturen arbei  ten.  



  <I>Beispiele</I>  In den folgenden Beispielen wird der     Hafnium-          gehalt    der Präparate stets in Gewichtsprozenten     Hf02     angegeben, die auf 100 Gewichtsteile     Zr02    +     Hf02     entfallen.  



  1. Eine zur Trennung geeignete     wässrige    Lösung  der     Rhodanide    kann wie folgt hergestellt werden:  Ein Gemisch der Chloride von     Zr    +     Hf    mit 0,8 0/0       HfO.=    Gehalt wird in Wasser gelöst. Diese Lösung  wird bei 20  C     mit        Ammoniumrhodanid    gesättigt; sie  enthielt dann 7,3g     Zr02    +     Hf02    im Liter.  



  Diese Lösung wird nun bei 20  C mit der     Hälfte     ihres     Volumens    an     Diäthyläther,    der 1,5n an     Rhodan-          wasserstoffsäure    ist, geschüttelt. Die Analyse der bei  den Phasen ergab     kllf    = 18,9,     kzr    = 3,5,     ss    = 5,4.  



  Eine zur Trennung geeignete Lösung     kann    auch  dadurch hergestellt werden, dass das Gemisch der  Chloride unter Kühlung in eine bereits mit     Ammo-          niumrhodanid    gesättigte     wässrige    Lösung langsam  unter Rühren aufgelöst wird. Die Verteilung ergab:       kIlf    = 16,5,     k,,    = 1,6,     /3    = 10.  



  2. Eine zur Trennung geeignete     wässrige    Lösung  der     Rhodanide    kann wie folgt hergestellt werden:  Ein Gemisch der wasserhaltigen     (8H20)        Oxy-          chloride    von     Zr    und     Hf    (mit einem Gehalt von 0,8 0/a       Hf02),

      das aus wasserfreiem     Tetrachlorid    durch       Kristallisation        aus        etwa        25        %        iger        Salzsäure        gewonnen     wurde, wird in Wasser gelöst und mit     Ammonium-          rhodanid    zersetzt.  



  Die Verteilung ergab folgende Werte:     kllf    =<B>18,1,</B>       kzr    = 5,8,     ss    = 3,2.  



  Wird umgekehrt bei der Herstellung der Lösung  das     Ammoniumrhodanid    zuerst aufgelöst und dieser  Lösung die     Oxychloride    - in diesem Falle ohne Küh  lung - langsam zugefügt, so erhielt man unter Ver  wendung des gleichen     Oxychlorid-Präparates:          kHf    = 30,     kZr    =     2,2,ss    = 13.  



  Im letzteren Falle enthielt die Wasserschicht nach der       Verteilung        50        %        des        angewandten        Zirkoniums        mit     einem Gehalt von nur noch 0,10/n     Hf02.     



  3. Eine zur Trennung geeignete     wässrige    Lösung  der     Rhodanide    kann wie folgt hergestellt werden:    In einer     wässrigen    Lösung, die 360g     NH4SCN     im Liter enthält, wird so viel     ZrC14    und     HfC14    mit       einem        Gehalt        von        1,1%        Hf02        ohne        Kühlung        aufge-          löst,    dass die entstandene Lösung 8,

  5g     Zr02    plus       Hf02    im Liter enthielt.  



  Diese Lösung wird nun bei 20  C mit der     Hälfte     ihres Volumens an     Diäthyläther,    der 1,5n     rhodan-          wasserstoffsauer    ist, geschüttelt. Die Analyse der bei  den Phasen ergab:     kHf    = 7,0;     k7r    = 1,7;     ss    = 4,1.  - Entsprechende Versuche mit Lösungen, die an Stelle  von     NH4SCN    400 g     KSCN    bzw. 500 g     Ba(SCN)2    im  Liter enthielten, ergaben     ss    = 4,3 bzw. 3,7.  



  4. Eine zur Trennung geeignete     wässrige    Lösung  der     Rhodanide        kann    wie     folgt    hergestellt werden:       In    einer bei 20  C gleichzeitig an     NH4SCN    und       NH4C1    gesättigten     wässrigen    Lösung wird unter Küh  lung und Rührung langsam so viel     ZrC14    und     HfC14          mit        einem        Gehalt        von        1,

  0        %        1-1f0.        .aufgelöst,        dass        die     entstandene Lösung 12 g     Zr02    plus     Hf02    im Liter  enthielt.  



  Diese Lösung wird nun bei 20  C mit der     Hälfte     ihres Volumens an     Diäthyläther,    der 1,3n     rhodanwas-          serstoffsauer    ist, geschüttelt. Die Analyse der beiden  Phasen ergab:     kHf    = 15,5;     k7r    =     1,6;ss    = 9,7.  



  5. Eine zur Trennung geeignete     wässrige    Lösung  der     Rhodanide    kann wie folgt hergestellt werden:       Ein    Präparat von     Zirkonium-    und     Hafnium-          Hydroxyd        wird        in        Salzsäure    gelöst und auf dem Was  serbad zur Trockne eingedampft. Der Trockenrück  stand wird in gesättigter wässriger Ammonium  rhodanid-Lösung aufgelöst.  



  Diese Lösung wird entsprechend dem Beispiel 1  mit     Diäthyläther    behandelt. Es ergab sich:     k$f    = 2,8,       kzr    = 1,5,     ss    = 1,9, das heisst ein sehr geringer Trenn  effekt, obwohl das Chlorid in der gesättigten     Rhodanid-          lösung    aufgelöst worden war. Das     Chlorid-Präparat     hatte augenscheinlich bei der Herstellung eine weiter  gehende Hydrolyse erfahren.  



  6. Eine zur Trennung geeignete     wässrige    Lösung  der     Rhodanide    kann wie folgt hergestellt werden:  In einer bei 20  C gesättigten     wässrigen    Lösung  von     NH4SCN    wird unter Kühlung und Rührung so  viel eines Gemisches von Chlorid von     Zirkonium          und        Hafnium        mit        einem        Gehalt        von        1,0        %i        Hf02     aufgelöst, dass die entstandene Lösung 13,

  0 g     Zr02     plus     Hf02        im    Liter enthielt.  



  150 ml dieser Lösung werden nun     mit    25     ml    nicht  angesäuertem     Methyl-n-propylketon    geschüttelt. Die  Analyse der beiden Phasen ergab:     kuf    = 330;       kZr    =     45;ss    = 7,4.  



  7. Je 100 ml der im Beispiel 6 beschriebenen       wässrigen    Lösung wurden mit 20-50 ml folgender  organischer Lösungsmittel geschüttelt:     n-Butanol,          Cyclohexanol,        n-Butylacetat,        Amylacetat,        Äthyl-iso-          propylketon,        Methyl-isobutylketon,        Benzaldehyd    bzw.  einem Gemisch von     Methyl-n-propylketon    und Benzol  im Volumenverhältnis 1 : 10. In allen Fällen erfolgte  eine Verteilung mit gutem Trenneffekt; die erhaltenen       ss-Werte    lagen zwischen 6 und 13.      B.

   Eine     zur    Trennung geeignete     wässrige    Lösung  der     Rhodanide    kann wie folgt hergestellt werden:  In 100 ml einer bei 20  C gesättigten,     wässrigen     Lösung von     NH4SCN    wird bei Gegenwart von       NH4SCN    als Bodenkörper bei 20  C langsam 42 g  eines     Gemisches    der     Oxychloride    (8     H20)    von     Zirko-          nium    und     Hafnium    unter Rühren eingetragen. Die  Lösung wird filtriert.

   Der     Rückstand    auf dem Filter  wird mit sehr wenig Wasser, Alkohol und Aceton       nacheinander    gewaschen und getrocknet; er wog dann  3,8 g und bestand im wesentlichen aus     NH4Cl.     



  Das Filtrat     wird    nun mit 50     ml        1n        rhodanwasser-          stoffsaurem        Diäthyläther    geschüttelt. Die Analyse der  beiden Phasen ergab:     kiff    = 3,7;     kzr    =     0,32;P    = 11,7.  



  9. Eine zur Trennung geeignete, schwach saure       wässrige    Lösung von     (Zr,        Hf)-Rhodanid,    die frei von  fremden Anionen war,     kann    durch Umsetzung     einer          wässrigen        Zirkonium-    und     Hafnium-Sulfat-Lösung    mit  der äquivalenten Menge     Ba(SCN)2    Lösung und Ab  filtrieren des entstandenen     Bariumsulfats    bereitet wer  den.

   Die Lösung enthielt     dann    4 g     Zr02    plus     11f02     im Liter mit 4,75     o/oa        11f02.     



  Ein Teil dieser Lösung wird nun mit dem glei  chen Volumen 1,5n     rhodanwasserstoffsauren        Diäthyl-          äthers    bei 20  C geschüttelt. Ein zweiter Teil der Lö  sung wird mit     NH4SCN    versetzt, so dass die Lösung  300 g     NH4SCN    im Liter enthielt, und dann ebenso  mit     Äther    behandelt. Ein dritter Teil wird     mit          NH4SCN    gesättigt (730g     NH4SCN    im Liter) und  dann mit     1/3    seines Volumens an saurem Äther ge  schüttelt.

   Die Analyse ergab:  
EMI0004.0050     
  
    g <SEP> NH4SCN <SEP> ss,
<tb>  k <SEP> k
<tb>  je <SEP> Liter <SEP> H<U>2</U>0 <SEP> uf <SEP> Zr
<tb>  0 <SEP> 1,0 <SEP> 0,42 <SEP> 2,4
<tb>  300 <SEP> 15 <SEP> 2,8 <SEP> 5,4
<tb>  730 <SEP> 162 <SEP> 6,6 <SEP> 25       10. Eine zur Trennung geeignete Lösung der       Rhodanide    in einem organischen Lösungsmittel kann  wie folgt hergestellt werden:  Eine saure,     wässrige        Zirkonium-    und     Hafnium-          Sulfatlösung    wird mit     NH4SCN    versetzt und dann     mit     Äther geschüttelt.

   Man erhielt eine ätherische Lösung,  die 3,9g     Zr02    plus     11f02    als     Rhodanid    im Liter  enthielt,     sulfatfrei    und 1,6n an freiem     Rhodan-          wasserstoff    ist.  



  Diese ätherische Lösung wird nun mit einem  gleichen Volumen einer     wässrigen    Lösung von 730 g       NH4SCN    je Liter ins Gleichgewicht gebracht.     Zr    und       Hf    verteilten sich entsprechend     kHf    = 182,     kzr    = 5,6,       ss    = 32.  



  11. Eine zur Trennung geeignete Lösung der       Rhodanide    in     einem    organischen Lösungsmittel kann  wie folgt hergestellt werden:  Eine     wässrige    Lösung von     Zirkonium-    und     Haf-          nium-Oxychlorid    von einem Gehalt entsprechend  7,8g     Zr02    plus     11f02    je Liter, die gleichzeitig 730 g         NH4SCN    im Liter enthält, wird mit dem gleichen  Volumen 1,2n     rhodanwasserstoffsaurem    Äther ge  schüttelt.  



  Die erhaltene ätherische Phase, die fast frei von       Cl--lonen    war, wird nun mit dem dreifachen Volu  men einer     wässrigen    Lösung 730 g     NH4SCN    je Liter  geschüttelt. Es ergab sich ein Trennfaktor von     ss    = 15.  



  Eine grössere Zahl von Versuchen, die unter den  Bedingungen der Beispiele 9, 10 und 11, aber bei  variierten     Konzentrationen    der Partner und unter  Verwendung verschiedener organischer Lösungsmittel  durchgeführt wurden, ergaben     Werte    für     krrf,        kzr    und       ss,    die mit steigender     NH4SCN-Konzentration    in der       wässrigen    Lösung anstiegen und - bei einem gege  benen Lösungsmittel - nur von dieser und in geringem  Masse von der     Hf-    und     Zr-Konzentration    eindeutig  abhängig waren.

   Weitere entsprechende Versuche bei  zusätzlicher Gegenwart von     Chloridionen,    bei denen  eine Hydrolyse vermieden worden war und bei denen  zur Herstellung der Lösung die Gemische der Chloride  von     Zirkonium    und     Hafnium    in der     wässrigen          NH4SCN-Lösung    aufgelöst worden war, ergaben zu  sätzlich eine geringe Abhängigkeit von der     CI--Kon-          zentration.    Bei Abwesenheit von     Sulfationen    stellen  sich also     reproduzierbare    Gleichgewichte ein.

   In  keinem von allen diesen Fällen trat eine Fällung auf,  und tagelanges Stehenlassen wässriger     Rhodanidlösun-          gen    oder von Lösungen dieser Stoffe in organischen  Lösungsmitteln oder     wässrigen    Lösungen, die ausser  dem     Chloridionen    enthielten,     veränderte    das Tren  nungsergebnis nicht, wie es bei Anwesenheit von       Sulfationen    der Fall ist.  



  In den Beispielen 12 bis 14 werden die nach  dem erfindungsgemässen Verfahren zu trennenden       Rhodanide    in Gegenwart der     Verteilungsmittel    her  gestellt.  



  12. Ein Gemisch der     Oxychloride    von     Zirkonium          und        Hafnium        mit        0,8        %        Hf0"-Gehalt        wurde        multi-          plikativ    zwischen gesättigter wässriger Ammonium  rhodanidlösung und     Diäthyläther    in folgender Weise  unter Anwendung von 3 Stufen     verteilt        (O'-Keeffe-          Verteilung):    Es wurde unter Verwendung von Scheide  trichtern schubweise gearbeitet.

   Bei jedem Schub  wurden der 1. Stufe 125 ml Äther, der     1n        rhodan-          wasserstoffsauer    war, der 3. Stufe 1 Liter gesättigter  wässriger     Ammoniumrhodanidlösung    und der 2. Stufe  26 g eines Gemisches der festen     Oxychloride    ent  sprechend 10 g     ZrO2    plus     11f02        zugeführt.    Die aus  Stufe 3 anfallenden Ätherportionen wurden durch  mehrfaches Extrahieren mit kleinen Wassermengen  von dem darin enthaltenen, an     Hafnium    angereicher  ten Produkt befreit und nach Versetzen mit     HSCN     der Stufe 1 wieder zugeführt.

   Die aus Stufe 1 ent  nommene     wässrige    Phase, die das an     Zirkonium    ange  reicherte Produkt enthielt, wurde zunächst von dem  bei der     Oxychlorid-Zugabe    als Bodenkörper abge  schiedenen     Ammoniumchlorid        abfiltriert.    Das Filtrat  wurde durch Fällung mit     NHs    von seinem Gehalt  an     Zr    und     Hf    befreit und dann nach Ansäuern und  erneuter Sättigung an     Ammoniumrhodanid    der Stufe 3      wieder zugeführt.

   Man erhielt nach Erreichung statio  närer Verhältnisse bei jedem Schub aus Stufe 1:  6-8 g als     ZrO,    und     Hf02    berechnete     Rhodanide    mit       einem        Hf02        Gehalt        von        0,1-0,2        %,        aus        Stufe        3:

          0,4     bis 0,6 g als     ZrO,    und     Hf02    berechnete     Rhodanide          mit        einem        Gehalt        von        8-10        %        Hf02.     



  13.     Wässrige    Lösungen von     Zirkonium-    und       Hafnium-Chlorid,        dessen        HfOGehalt        1,5        %        betrug,     wurden mit gleichen Volumina     Methylisobutylketon     wechselnden Gehaltes an     Rhodanwasserstoffsäure    ge-    schüttelt. Die     wässrigen    Lösungen besassen vor der       Verteilung    einen Gehalt von 20-30g     Zr02    plus     Hf02     je Liter.

   Bei den Versuchen c) bis e) wurden     wäss-          rigen    Lösungen steigende Mengen     NH4SCN    zugesetzt,  bei den Versuchen a) und b)     unterblieb    dieser Zusatz  (Vergleichsversuche). Bei dem Versuch e) betrug das  Volumenverhältnis von Wasser zu     Keton    6: 1, ab  weichend von den anderen Versuchen.

   Die Analysen  ergaben folgende     Werte    für die Verteilungskoeffizien  ten     kAI    und     kZT    und     für    den Trennfaktor     ss:     
EMI0005.0048     
  
    g <SEP> NH.fSCN <SEP> je <SEP> Liter <SEP> H20 <SEP> Mol <SEP> HSCN <SEP> je <SEP> Liter <SEP> Keton
<tb>  Versuch <SEP> vor <SEP> der <SEP> Verteilung <SEP> nach <SEP> der <SEP> Verteilung <SEP> kHf <SEP> kzr
<tb>  a) <SEP> 0 <SEP> 2,1 <SEP> 1,43 <SEP> 0,28 <SEP> 5
<tb>  b) <SEP> 0 <SEP> 0,7 <SEP> 0,24 <SEP> 0,065 <SEP> 3,7
<tb>  c) <SEP> 80 <SEP> 0,5 <SEP> 0,33 <SEP> 0,10 <SEP> 3,3
<tb>  d) <SEP> 165 <SEP> 0,9 <SEP> 11 <SEP> 2,0 <SEP> 5,5
<tb>  e) <SEP> 330 <SEP> 0,6 <SEP> 400 <SEP> 45 <SEP> 9       14.

   Ein Gemisch der     Oxychloride    von     Zirko-          nium    und     Hafnium    mit     1,511o,        Hf02    wurde     multi-          plikativ    zwischen Wasser und     rhodanwasserstoffsau-          rem        Methylisobutylketon    unter Verwendung von  9 Stufen verteilt. Die beiden Lösungsmittel wurden  schubweise in einem System von Scheidetrichtern ein  ander entgegengeführt, das zu trennende     Gemisch     wurde laufend der 4.

   Stufe zugeführt     (O'Keeffe-Ver-          teilung).    Je Schub wurden der 1. Stufe 1 Liter     Methyl-          isobutylketon,    das 1,5n an     HSCN    war, und der  9. Stufe 200 ml reines Wasser zugeführt, während  der 4. Stufe das Gemisch der     Oxychloride    entspre  chend einer Menge von 10 g     Zr02    plus     Hf02    zuge  setzt wurde.  



  Nachdem sich stationäre Verhältnisse eingestellt  hatten, erhielt man je Schub mit der     wässrigen    Phase  aus der 1. Stufe 8-9 g als     Zr02    und     Hf02    berechnete       Rhodanide        mit        einem        Gehalt        von        0,1-0,2%        Hf02     und mit der     Ketonphase    aus der 9. Stufe 1,5-2 g als       Zr02    und     Hf02    berechnete     Rhodanide    mit einem  Gehalt von 5-10     0/a        Hf02.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Trennung von Zirkonium und Hafnium voneinander durch Verteilen ihrer Rhodanide zwischen einer wässrigen und einer organischen Lö sung, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Lö sung frei von Sulfationen ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass aus einem Gemisch der Chloride von Zirkonium und Hafnium sowie einem wasser löslichen Rhodanid und/oder Rhodanwasserstoff- säure erhältliche Rhodanide durch Verteilen getrennt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die wässrige Lösung eine solche Menge von Chloriden enthält, wie in gesättigter wäss riger Ammoniumrhodanidlösung löslich ist.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass durch Auflösen eines Gemisches der wasserfreien Chloride oder wasserhaltigen Oxy- chloride von Zirkonium und Hafnium in einer kon zentrierten wässrigen Lösung eines leicht löslichen Rhodanids erhältliche Rhodanide durch Verteilen getrennt werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass durch Auflösen eines Gemisches der Chloride von Zirkonium und Hafnium in gesättig ter wässriger Ammoniumrhodanidlösung, wobei festes Ammoniumchlorid abgeschieden wird, erhältliche Rhodanide durch Verteilen getrennt werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass durch Auflösen eines Gemisches der Chloride von Zr und Hf in einer Rhodanid- lösung unter Bedingungen, die der Hydrolyse der Rhodanide entgegenwirken, erhältliche Rhodanide durch Verteilen getrennt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass bei Abwesenheit von anderen Anionen als (CNS)' gearbeitet wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass durch Extrahieren einer wässrigen Lösung eines selbst praktisch nicht extrahierbaren, leicht löslichen Rhodanids und von Zirkonium- und Hafnium-Salzen, deren Anion nicht in den Extrakt übergehen, mit dem für die Verteilung bestimmten organischen Lösungsmittel erhältliche Rhodanide durch Verteilen getrennt werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die für den Verteilungsprozess ver wendete wässrige Phase ein in Wasser leicht lösliches Rhodanid in mindestens einmolarer Konzentration enthält.
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