CH357703A - Verfahren zum Formbeständig- und Wasserabweisendmachen von neuen und getragenen Kleidungsstücken - Google Patents

Verfahren zum Formbeständig- und Wasserabweisendmachen von neuen und getragenen Kleidungsstücken

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CH357703A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06FLAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
    • D06F58/00Domestic laundry dryers
    • D06F58/20General details of domestic laundry dryers 
    • D06F58/203Laundry conditioning arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


      Verfahren        zwn    Formbeständig-     und        Wasserabweisendmachen     von neuen     und        getragenen        Kleidungsstücken       Es ist bekannt, Textilgut dadurch zu veredeln,       insbesondere    wasserabstossend zu machen, dass auf  das Textilgut aus Spritzdüsen oder mittels Spritzpisto  len Lösungen von     Stearinsäureanhydrid    in organi  schen Lösungsmitteln aufgetragen und das so behan  delte Gut der thermischen Reife überlassen wird.  



  Dieses bekannte Verfahren bezieht sich auf die  Behandlung von nicht konfektionierten Stoffen. Die  Wärmebehandlung findet nach diesem Verfahren bei  Temperaturen von über 35 , vorzugsweise über 50 ,  während einer Zeit von etwa 6 Stunden statt. Bei die  ser Behandlung     unkonfektionierter    Stoffe bestand der  Verfahrenszweck im     Wasserabstossendmachen.     



  Es ist     allgemein    bekannt, dass Kleidungsstücke,  insbesondere Oberbekleidung, die ihnen durch     Bügeln     verliehene Form in verhältnismässig kurzer Zeit ver  lieren, insbesondere, wenn es sich um Kleidungs  stücke aus Stoffen handelt, die einen mehr oder min  der grossen Anteil an     Cellulosefasem        aufweisen.    Dies  trifft auch bei Kleidungsstücken zu, deren Stoff vor  ihrer Anfertigung nach bekannten     Verfahren    mit     Hy-          drophobierungsmitteln    behandelt worden ist.  



  Es wurde gefunden, und dies war überraschend,  dass neue und getragene Kleidungsstücke, insbeson  dere Oberbekleidung, formbeständig und gleichzeitig  wasserabweisend gemacht werden können, wenn die  Kleidungsstücke nach dem     Bügeln    in einer mit Ab  saugung versehenen Kammer mit einem Sprühnebel  eines in einem organischen Lösungsmittel gelösten,  die Formbeständigkeit des Gewebes bewirkenden       Hydrophobierungsmittels    behandelt und hiernach  während einer zwei     Stunden    nicht überschreitenden  Zeit Temperaturen zwischen 90 und 140      ausgesetzt     werden.  



  Als     zu        behandelnde        Kleidungsstücke    kommen  zum Beispiel     Herrenanzüge,    Damenkleider und Ko-         stüme,    Plisseewaren, Mäntel aller Art, Rauchwaren       (Pelzmäntel    usw.), Kinderbekleidungsstücke,     Unifor-          men,    Uniformmützen in Betracht. Es ist gleichgültig,  ob die Behandlung solcher Bekleidungsstücke unmit  telbar nach     erfolgter        Konfektionierung    erstmalig vor  genommen wird oder ob das erfindungsgemässe Ver  fahren an Kleidungsstücken zur Anwendung gelangt,  die bereits getragen worden sind.  



  Die zu behandelnden Kleidungsstücke werden am  besten vorerst einem     üblichen        Bügelverfahren    unter  worfen. Hierauf werden die Kleidungsstücke in eine  mit     Absaugung    versehene     Kammer    eingebracht und  hier wie gesagt mit einem Sprühnebel behandelt, der  ein die     Formbeständigkeit    des Gewebes     bewirkendes          Hydrophobierungsmittel        enthält.    Geeignete derartige       Hydrophobierungsmittel    sind zum Beispiel Stearin  säureanhydrid,

       Umsetzungsprodukte    von     Aluminium-          alkoholaten    mit höheren Fettsäuren, z. B.     Olein-    und       Stearinsäure,    gegebenenfalls in Mischung mit festen  bis     halbfesten        Paraffiükohlenwasserstoffen,        Imprä-          gnierungsmittel    auf     Silikonbasis        (Methylpolysüoxane),          Vinylstearate    und deren     Polymerisate.    Als organische  Lösungsmittel werden     zweckmässig    nicht explosive  und unbrennbare Lösungsmittel,

   wie     Trichloräthylen     oder     Tetrachlorkohlenstoff,    verwendet.  



  Der Sprühnebel kann     zum    Beispiel in an sich be  kannter Weise mittels Düsen oder Spritzpistolen er  zeugt werden. Die Kammer ist wie gesagt mit     einer          Absaugung    versehen, durch die die Lösungsmittel  dämpfe und der überschüssige Sprühnebel abgeführt  werden können zwecks Regeneration und Wiederver  wendung.  



  Werden die Kleidungsstücke     in    einer allseitig ge  schlossenen Kammer behandelt, so führt man zweck  mässig mittels einer     Transporteinrichtung    die     einzel-          nen        Kleidungsstücke    durch den Sprühnebel hindurch.      Beim Arbeiten mit einer     Spritzpistole    kann man das  zu     behandelnde    Kleidungsstück     in    eine mit Glaswand  versehene Kammer einbringen und durch eine     Öffnung          mit    einer eingeführten Spritzpistole die Aussenfläche  des     Kleidungsstückes        besprühen.     



  Im Anschluss an die in der Regel wenige Minuten       dauernde    Sprühbehandlung wird das Kleidungsstück  der Wärmebehandlung     zwischen    90-140      ausgesetzt.     Die anzuwendenden Temperaturen richten sich nach       Art    und Anteil der im Behandlungsgut enthaltenen  Kunstfaser; bei Geweben aus reiner Zellwolle     können     Temperaturen bis zu 140  gewählt werden.  



  Überdies     kann    man bei der Behandlung der Klei  dungsstücke ein besonders gutes Resultat erzielen,  wenn der Sprühnebel unter Druck     in    die Kammer  eingedüst wird; insbesondere bei     gewalkter    Ware, wie       Uniformen,        dringt    der unter Druck eingedüste Sprüh  nebel in die Tiefen des gewalkten Kleidungsstückes  ein.  



  Das     erfindungsgemässe        Verfahren    kann man in  besonders     wirtschaftlicher    Weise durchführen, wenn  die an die Behandlung mit dem Sprühnebel anschlie  ssende Wärmebehandlung in einer oder mehreren be  sonderen     Trockenkammern    erfolgt.  



  Die nach dem Verfahren der     Erfindung    behandel  ten Bekleidungsstücke behalten die ihnen durch das  Bügeln verliehene gute Form und ihre auch in den  Nähten wasserabweisende     Beschaffenheit    selbst bei  monatelangem Tragen praktisch unverändert bei.    Für das vorliegende     Verfahren    wird der Schutz  nur so weit beansprucht, als es sich nicht um eine für  die     Textilindustrie    in Betracht     kommende    Behandlung  von Textilfasern zum Zwecke derer Veredlung han  delt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Formbeständig- und Wasserabsto- ssendmachen von neuen und getragenen Kleidungs stücken, insbesondere von Oberbekleidung, dadurch gekennzeichnet, dass die Kleidungsstücke nach dem Bügeln in einer mit Absaugung versehenen Kammer mit einem Sprühnebel eines in einem organischen Lö sungsmittel gelösten,
    die Formbeständigkeit des Ge webes bewirkenden Hydrophobierungsmittels behan delt und darauf während einer zwei Stunden nicht überschreitenden Zeit Temperaturen zwischen 90 und 140 ausgesetzt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Sprühnebel unter Druck in die Kammer eingedüst wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, d'ass die an die Behandlung mit dem Sprühnebel anschliessende Wärmebehandlung in einer oder mehreren besonde ren Trockenkammern erfolgt.
CH357703D 1957-03-11 1957-03-11 Verfahren zum Formbeständig- und Wasserabweisendmachen von neuen und getragenen Kleidungsstücken CH357703A (de)

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