CH354875A - Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

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CH354875A
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Henri Dr Riat
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring

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Description


      Verfahren    zur Herstellung neuer     Farbstoffe       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung neuer, wasserlöslicher, organischer       Farbstoffe,    das dadurch gekennzeichnet ist, dass man  organische Farbstoffe, die einen     Dihalogentriazinrest     aufweisen, mit     Sulfiten,    insbesondere mit wasserlös  lichen     Sulfiten,    wie     Alkalimetallsulfiten,    z. B. mit       Na.,S03,    umsetzt.  



  Es kommen hierbei Farbstoffe der verschiedensten  Klassen in Betracht, z. B. wasserlösliche     Stilbenfarb-          stoffe,        Azinfarbstoffe,        Dioxazinfarbstoffe,        P'hthalocya-          ninfarbstoffe,        Perinonfarbstoffe,        Peridicarbonsäure-          imidfarbstoffe,    Nitrofarbstoffe,     Triphenylmethanfarb-          stoffe,    vor allem aber die sauren     Anthrachinon-    und       Azofarbstoffe,

      und zwar sowohl metallfreie wie     metal-          lisierbare    und metallhaltige Mono- und     Polyazofarb-          stoffe,    welche einen     Dihalogen-,    insbesondere einen       Dichlortriazinrest,    z. B. den über eine     Stickstoffbrücke     an das     Farbstoffmolekül    gebundenen Rest der     Formel     
EMI0001.0031     
    aufweisen.  Eine grosse Zahl derartiger     Dichlortriazinfarbstoffe     sind bekannt oder können nach an sich bekannten  Methoden hergestellt werden, z.

   B. aus     Farbstoffkom-          ponenten,    die einen     Dihalogentriazinrest    bereits ent  halten, oder indem man einen     solchen    Rest nach der       Farbstoffherstellung    in das     Farbstoffmolekül    nach an  sich bekannten Methoden einbaut.

   So erhält man  durch Umsetzung von     Cyanurchlorid        (2,4,6-Trichlor-          1,3,5-triazin)    mit     Azo-    oder     Antlrachinonfarbstoffen,       die eine reaktionsfähige -OH-,     -SH-    oder vor allem  eine     NH2    Gruppe enthalten,     wertvolle,        beim    vor  liegenden Verfahren als Ausgangsstoffe zu verwen  dende     Dichlortriazinfarbstoffe.     



  Vorzugsweise wird die     erfindungsgemässe    Umset  zung dieser     Dihalogentriazinfarbstoffe    mit     Sulfiten     bei Raumtemperatur und in wässerigem Medium un  ter     Verwendung    von mindestens 1     Mol        Sulfit    pro     Mol     Farbstoff vorgenommen.  



  Die so erhaltenen Umsetzungsprodukte sind bedeu  tend löslicher in Wasser als die entsprechenden, einen       Dihalogentriazinrest    aufweisenden Ausgangsfarbstoffe,  können aber wie diese auf     cellulosehaltigen    Textil  materialien waschecht     fixiert    werden. Sie eignen sich  zum Färben und Bedrucken der verschiedensten Ma  terialien, insbesondere     polyhydroxylierter    Textilmate  rialien, und zwar sowohl synthetischer Fasern, z. B.  aus     Polyvinylalkohol,    regenerierter     Cellulose    oder     Vis-          cose    als auch natürlicher Materialien, z. B. Leinen  oder vor allem Baumwolle.

   Sie eignen sich besonders  zur Herstellung von zum Färben,     Foulardieren    oder  auch zum Drucken verwendbaren,     salzhaltigen,    wäs  serigen     Farbstoffiösungen.    Die durch     Foulardieren,     Drucken oder     Direktfärben    auf die Faser aufgebrach  ten,     erfindungsgemäss    hergestellten     Farbstoffe    können  zwecks     Fixierung    einer     Alkalibehandlung    mit zum  Beispiel     Natriumcarbonat,        Natriumhydroxyd,        Erd-          alkalihydroxyden,

          Trinatriumphosphat    usw. und einer       Wärmebehandlung    unterworfen werden. Die Färbung  kann zum Beispiel bei erhöhter bis mässig erhöhter  Temperatur, das heisst bei 50 bis 100 , oder vorzugs  weise kalt, z. B. bei etwa 20 bis 50 , ausgeführt wer  den.

   Zwecks Ausschöpfung des Bades ist es empfeh  lenswert, gleichzeitig mit den Farbstoffen oder wäh  rend des Färbeprozesses mehr oder weniger neutrale,  vor allem anorganische     Salze    wie     Alkalichloride    oder      Sulfate gegebenenfalls     portionenweise    dem Färbebad       zuzusetzen.        Während    des Färbeprozesses reagieren  die Farbstoffe mit dem zu färbenden     polyhydroxylier-          ten    Material, worauf sie sich vermutlich durch che  mische Bindung fixieren.

   Der Zusatz von säurebin  denden Mitteln zum Färbebad kann schon     am    An  fang des Färbevorganges     erfolgen;    zweckmässig wer  den die alkalischen Mittel aber so zugegeben, dass der       pH-Wert    des anfangs schwach sauer bis neutral oder  schwach     alkalisch        reagierenden    Färbebades allmäh  lich während des     ganzen    Färbevorganges     steigt.     



  Anstatt die Färbebäder in der Weise herzustellen,  dass man die angegebenen Farbstoffe und gegebenen  falls mehr oder weniger neutrale, anorganische     Salze     gleichzeitig oder einzeln und     nacheinander    in Wasser  aufnimmt, können auch die Farbstoffe und die Salze  zu     teigförmigen    oder vorzugsweise zu trockenen Prä  paraten verarbeitet werden. Da manche der erfin  dungsgemäss hergestellten Farbstoffe wegen deren Ge  halt an labilen     Substituenten    eine gewisse Empfind  lichkeit gegen Säuren und starke Alkalien     aufweisen,     erweist es sich als vorteilhaft, den so herzustellenden  Färbepräparaten möglichst keine in Wasser stark alka-    lisch reagierende Salze beizumischen.

   Dagegen hat es  sich als vorteilhaft erwiesen, die Farbstoffe in Gegen  wart von schwach     alkalisch    reagierenden     Salzen    wie  Gemischen von Mono- und     Dinatriumphosphaten    zu  isolieren und zu trocknen.  



  Mit den     erfindungsgemäss    hergestellten Farbstof  fen erhält man auf     polyhydroxylierten,    insbesondere  auf     cellulosehaltigen    Stoffen sehr wertvolle, kräftige,  meist sehr volle Färbungen und Drucke von ausge  zeichneten     Nassechtheitseigenschaften    und sehr guter  Lichtechtheit.  



  In gewissen Fällen kann es von Vorteil sein, die  auf die oben angegebene Art hergestellten Färbungen  einer Nachbehandlung zu     unterwerfen.    So werden  zum Beispiel die erhaltenen Färbungen zweckmässig  abgeseift; durch diese Nachbehandlung werden die  nicht vollständig fixierten     Farbstoffmengen    entfernt.  



  Die Konstitution der     erfindungsgemäss    hergestell  ten Farbstoffe ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Es  gibt starke Gründe zur     Annahme,    dass die     Sulfit-          behandlung    zum mindesten partiellen Ersatz der im       Triazinrest    vorhandenen Halogenatome führt, z. B.  gemäss folgender Gleichung  
EMI0002.0032     
    In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile,  sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile,  die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen  sind in Celsiusgraden angegeben.

   Zwischen Gewichts  teilen und     Volumteilen    besteht die     gleiche    Beziehung  wie zwischen g und     cm3.       <I>Beispiel 1</I>    48,9 Teile     1-Amino-4-(4'-aminophenylamino)-an-          thrachinon-2,3'-disulfonsäure    werden in<B>1000</B> Teilen  Wasser und so viel     Natriumcarbonat    gelöst, dass eine  neutrale Lösung entsteht.

   Diese Lösung lässt man     zu     einer     eiskalten    wässerigen Suspension von 18,4 Teilen       Cyanurchlorid    laufen und neutralisiert die freiwer-         dende    Mineralsäure durch allmähliche Zugabe von  ungefähr 100     Vol.-Teilen    einer normalen     Natrium-          hydroxydlösung.    Nach beendeter Kondensation ver  setzt man mit einer Lösung von 12,6 Teilen Natrium  sulfit     (IOOo/oig),    gelöst in<B>100</B> Teilen Wasser; man  rührt eine Stunde unter Eiskühlung und noch 2 bis  4 Stunden bei Raumtemperatur. Der Farbstoff geht  dabei vollständig in Lösung.

   Er wird durch     Aussalzen     und Filtrieren     isoliert    und bei 40  im Vakuum ge  trocknet. Er färbt Baumwolle nach der weiter unten  angegebenen Färbevorschrift in sehr wasch- und licht  echten Tönen an.    <I>Beispiel 2</I>  46,4 Teile des     Aminoazofarbstoffes    der Formel  
EMI0002.0050     
    werden nach den Angaben des Beispiels 1 mit 18,4  Teilen     Cyanurchlorid    kondensiert. Zur erhaltenen Lö  sung des     primären    Kondensationsproduktes gibt     man     eine Lösung von 12,6 Teilen     Natriumsulfit    in 200  Teilen Wasser und rührt ungefähr 4 Stunden bei    Raumtemperatur.

   Der durch Aussahen und Filtrie  ren isolierte Farbstoff färbt Baumwolle nach der wei  ter unten angegebenen Färbevorschrift in sehr     wasch-          und    lichtechten,     rotstichig    gelben Tönen.    
EMI0003.0001     
  
     werden in 2000 Teilen Eiswasser gut verrührt. Zu  der erhaltenen Suspension fügt man eine Lösung von  12,6 Teilen     Natriumsulfit    in 100 Teilen Wasser zu  und rührt einige Stunden     zuerst    unter     Eiskühlung,     dann bei Raumtemperatur. Dabei geht der gebildete  Farbstoff vollständig in Lösung. Er wird durch Aus  salzen und Filtrieren isoliert und im Vakuum bei 40  bis 50  getrocknet.

   Er färbt Baumwolle nach der nach  folgenden Färbevorschrift in sehr reinen und wasch  echten, scharlachroten Tönen.    <I>Färbevorschrift</I>  2 Teile des gemäss Beispiel 1     erhaltenen    Farb  stoffes werden in 2000 Teilen Wasser kalt gelöst. In  das so erhaltene Färbebad geht man bei 20 bis 30   mit 100 Teilen gut genetztem Baumwollgarn ein, fügt  im Verlaufe von 30 Minuten 500 Teile einer     20'/eigen          Natriumchloridlösung        portionenweise    zu, und nach  weiteren 20 Minuten gibt man 100 Teile einer       10'/a        igen        Natriumcarbonatlösung    zu. Man färbt wei  tere 60 Minuten bei 25 bis 40 .

   Die erhaltene blaue  Färbung wird dann mit kaltem Wasser gespült, bei 80  bis 100  geseift, gründlich mit Wasser .gespült und       getrocknet.    Man erhält eine waschechte blaue Färbung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher organi scher Farbstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man organische Farbstoffe, die einen Dihalogentriazinrest aufweisen, mit Sulfiten umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man sulfonsäuregruppenhaltige Phthalocyanin-, Anthrachinon- oder Azofarbstoffe verwendet, die einen über eine Stickstoffbrücke ge bundenen Triazinrest der Formel EMI0003.0025 ausweisen. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man wasserlösliche Alkalimetall- sulfite verwendet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man mindestens 1 Mol Sulfit pro Mol Farbstoff verwendet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Umsetzung in wässerigem Medium vornimmt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch ge kennzeichnet, dass man bei Raumtemperatur arbeitet.
CH354875D 1957-05-20 1957-05-20 Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe CH354875A (de)

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