CH352186A - Zweitakt-Brennkraftmaschine - Google Patents

Zweitakt-Brennkraftmaschine

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CH352186A
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  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description


      Zweitakt-Brennkraftmaschine       Die Erfindung betrifft eine     Zweitakt-Brennkraft-          maschine,    an deren     Auslassschlitze    mit einem     zwanb     läufig angetriebenen     Auslasssteuerorgan    versehene       Auslassleitungen    angeschlossen sind.

   Bei bekannten  Maschinen dieser Art ist der Antrieb der     Auslass-          steuerorgane,    die in den an die einzelnen Zylinder der       Brennkraftmaschine    angeschlossenen     Auslassleitungen     vorgesehen sind, bisher in der Weise durchgeführt,  dass diese Steuerorgane beispielsweise von einer  Steuerwelle aus entsprechend der Motordrehzahl an  getrieben werden. Die Steuerorgane werden durch  die heissen Abgase immer nur auf ein und derselben  Seite angeströmt, was zu hohen örtlichen Beanspru  chungen und schädlichen thermischen Belastungen  führt, die sich in einem Verziehen des Steuerorgans  und in einem Festklemmen desselben in seinem Ge  häuse äussern können.

   Dieses Blockieren des Steuer  organs hat gewöhnlich einen Bruch desselben oder  dessen Antriebs zur Folge. Deshalb gewährleisten       derartige    Einrichtungen ohne bestimmte Sicherungs  massnahmen im allgemeinen nicht die notwendige  Sicherheit im Betrieb.  



  Die Erfindung weist einen Weg, um die mit die  sen bekannten Einrichtungen verbundenen Nachteile  zu vermeiden. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass  jedes Steuerorgan zwei Steuerkanten besitzt und mit  halber Motordrehzahl gedreht wird, so dass es bei auf  einanderfolgenden Umdrehungen des Motors in ge  gensätzlicher Richtung von den     Auslassgasen    um  strömt wird, um einer     vergleichmässigten    thermischen  Belastung     unterworfen    zu sein.  



  In der Zeichnung ist als Beispiel für die Anwen  dung der Erfindung ein Schnitt durch einen Teil einer       Zweitakt-Brennkraftmaschine    in vereinfachter Form  dargestellt.  



  Der     Zweitakt-Verbrennungsmotor        besitzt    einen  verhältnismässig kurzen Kolben 1, der in der gezeich-         neten    Lage sich in der oberen     Totpunktstellung    be  findet und dabei infolge seiner Kürze eine Reihe       Auslassschlitze    2 sowie auch eine     Reihe    Spülschlitze 3  unbedeckt lässt.

   Um ein Durchströmen der     Spülluft     vom     Spülluftaufnehmer    4 unter dem Kolben hindurch  in den hier nicht gezeigten Abgasaufnehmer und ein  Rückströmen von Abgas in den Kurbelraum     zu    ver  hindern, ist hinter den     Auslassschlitzen    2 in der       Auslassleitung    5 ein     zwangläufig    mit halber Motor  drehzahl angetriebenes     Auslasssteuerorgan    6 einge  baut, welches sich in Schliessstellung befindet, wenn  die Schlitze vom Kolben frei     liegen.    Das Organ 6 ist  ein als Drehschieber ausgebildeter rotierender Körper,

    der vermittels der Kette 7 oder einer andern     übertra-          gung    beispielsweise von der hier nicht gezeigten  Kurbelwelle oder Steuerwelle des Motors angetrieben  wird. Die zwei Steuerkanten 8 und 8' des Schiebers  sind gegeneinander um etwa 180  versetzt. Die Steuer  kanten 9-l2 des in der Abgasleitung angeordneten       Schiebergehäuses    liegen einander diametral gegenüber  und sind symmetrisch zur Mittelachse der     Auslass-          leitung    angeordnet.  



  In der obern     Totpunktstellung    des Kolbens be  findet sich das Organ in der Schliessstellung und be  ginnt erst zu öffnen, wenn die     Auslassschlitze    vom  Kolben bei seiner Abwärtsbewegung bereits zugedeckt  sind.     Während    der weiteren Abwärtsbewegung des  Kolbens öffnet das Organ immer mehr, so dass bei  noch zugedeckten Spülschlitzen, aber bereits aufge  deckten     Auslassschlitzen,    der     Vor-Auslass    erfolgen  kann, wobei zwei diametral     gegenüberliegende    Steuer  kanten des Gehäuses gleichzeitig öffnen.

   In der     untern          Totpunktstellung    des Kolbens ist das Organ immer  noch offen, damit der Spülvorgang vor sich gehen  kann. Infolge der strömungstechnisch     günstigen    Form  des Schiebers, der sich von     seiner    Drehachse aus zu  seinen beiden Enden hin symmetrisch verjüngt,

   er-      folgt die     Durchströmung    der     Auslassleitung    praktisch       ungehindert.    Bei den     aufeinanderfolgenden    Umdre  hungen des Schiebers werden abwechselnd die Steuer  kante 8 und dann die Steuerkante 8' und somit die       Flächen    des Schiebers von den     Auslassgasen    in gegen  sätzlicher     Richtung    umströmt.

   Hieraus ergibt sich ein  Vermeiden hoher     örtlicher    Beanspruchung und eine       Vergleichmässigung    der thermischen Belastung des       Schieberkörpers,    wodurch die Gefahr seines     Verzie-          hens    oder     Festklemmens    praktisch beseitigt wird. Bei  der Aufwärtsbewegung des Kolbens gelangt das Organ  in die Schliessstellung, bevor die Spülschlitze vom  Kolben ganz zugedeckt werden, so dass eine Nach  ladung stattfinden kann.

   Bei der weitern Aufwärts  bewegung des Kolbens deckt dieser die Spülschlitze  zu, worauf die Kompression beginnt, da sich das  Organ, das     natürlich    dem auf ihn einwirkenden Gas  druck gegenüber genügend widerstandsfähig ausgebil  det sein muss, weiterhin in der Schliessstellung be  findet, trotzdem sich die     Auslassschlitze    noch über  dem Kolben befinden.  



  Das Organ kann sich unmittelbar hinter den       Auslassschlitzen    oder von diesen weiter entfernt in  der     Auslassleitung    oder schliesslich in dem Abgasauf  nehmer selbst befinden.  



  Die Form des     Drebschiebers    kann auch eine an  dere     sein,    als sie in der Figur dargestellt ist. So kann  der Schieber nur aus einer einzigen Blechplatte her  gestellt sein. Es kann aber auch ein Schieber verwen  det werden, der beispielsweise anstelle der in der  Figur dargestellten Steuerkanten     Steuerflächen    be  sitzt, mit denen er an dem     Schieberspiegel    entlang  streift. Es ist ferner möglich, den Schieber so zu  bemessen, dass zwischen seinen Steuerkanten und dem       Schieberspiegel    ein mehr oder weniger grosser Zwi  schenraum verbleibt, wobei sich die Grösse dieses  Zwischenraumes nach den Druckverlusten richtet, die  in Kauf genommen werden sollen.

   Ferner kann der  Schieber auch so ausgebildet sein, dass seine     Steifig-          keit    beispielsweise von seiner Drehachse bis zu seinen  Enden hin abnimmt, was gegebenenfalls durch eine    zu den äusseren Enden des Schiebers hin abnehmende  Profilierung erzielt werden kann, oder dadurch, dass  nur die äusseren Enden des Schiebers elastisch aus  gebildet sind. Im übrigen sind für den Schieber auch  andere bekannte     Schieberprofile,    insbesondere solche,  deren Schnitte Kreissegmente darstellen, verwendbar.  



  Der Antrieb des Organs kann auch anstelle einer  Kette, z. B. vermittels Zahnräder oder eines Gestän  ges von der Steuerwelle bzw. Kurbelwelle oder Zwi  schenrad her erfolgen. Es kann auch ein anderer ge  eigneter Antrieb für das Organ verwendet werden,  wobei in bekannter Weise die Nachgiebigkeit oder  Elastizität des Antriebes durch geeignete Sicherheits  einrichtungen, z. B. Federelemente, erzielt wird. Diese  Sicherheitseinrichtungen können zur Wirkung kom  men, falls die Drehbewegung des Schiebers irgendwie,  z. B. durch Fremdkörper,     blockiert    wird. Sofern  infolge der Ausbildungsform, z.

   B. infolge Unter  teilung der elastischen äussern Enden des Schiebers  in eine Anzahl von Segmenten, und/oder des ver  wendeten Materials der Schieber selbst genügend       deformierbar    ist, so dass seine Bewegung auch bei       Zwischentreten    von Fremdkörpern nicht     gehindert     wird, kann auf die Nachgiebigkeit des Antriebes ver  zichtet werden. Es ist auch möglich, für mehrere       Auslassleitungen    einen gemeinsamen Schieber zu ver  wenden, oder die einzelnen Schieber der einzelnen       Auslassleitungen    durch quer- und längsbewegliche  Kupplungen miteinander zu verbinden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Zweitakt-Brennkraftmaschine, an deren Auslass- schlitze mit einem zwangläufig angetriebenen Auslass- steuerorgan versehene Auslassleitungen angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Organ zwei Steuerkanten besitzt und mit halber Motordrehzahl gedreht wird, so dass es bei aufeinanderfolgenden Um drehungen des Motors in gegensätzlicher Richtung von den Auslassgasen umströmt wird, um einer ver- gleichmässigten thermischen Belastung unterworfen zu sein.
CH352186D 1957-08-14 1957-08-14 Zweitakt-Brennkraftmaschine CH352186A (de)

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CH352186T 1957-08-14

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ID=4509683

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CH352186D CH352186A (de) 1957-08-14 1957-08-14 Zweitakt-Brennkraftmaschine

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