Tastensenderschaltung Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Tastensenderschaltung zum übermitteln von Signalen verschiedener Charakteristik, die zahlenabhängig sein können. Insbesondere kann die vorliegende Tasten senderschaltung in Fernwirkanlagen an Stelle von Nummernschaltern oder ähnlichen Signale übermit telnden Einrichtungen angewendet werden.
Die Schal tung weist auf: einen Tastensatz in einer Steuerstelle, eine Leiterschleife, in der erste Einrichtungen einge schaltet sind und weitere Einrichtungen, die einer seits an einer Ader der Leiterschleife und anderseits an einer Spannungsquelle liegen, wobei die letzteren Einrichtungen zur Ausscheidung der verschiedenen Signale dienen, die mit Hilfe dritter Einrichtungen, welche durch die ersten Einrichtungen gesteuert wer den, weitergegeben werden.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Hilfe der Zeichnung beschrieben. Diese zeigt schematisch eine Teilnehmerstelle mit Tasten sender und so viel von einem Register, wie für das Verständnis der Arbeitsweise der Schaltung erforder lich ist. Von den zehn Tasten der Teilnehmerstelle entsprechend den Ziffern 1 bis 9 und 0 sind ledig lich 1 und 7 dargestellt. Ferner sind Widerstände x und y gezeigt sowie ein Erdanschluss. Der akustische Teil der Teilnehmerstelle ist im Viereck TS ange deutet.
Vom Register sind gezeigt die in der Schleife liegenden polarisierten, differenzgeschalteten Relais <I>Da</I> und Db, die Relais Xa, Ya, 0a und andeutungs weise Xb usw., die unmittelbar in den Adern<I>a</I> und<I>b</I> liegen und die Kriterien ausscheiden sowie die Hilfs relais<I>Ha, S</I> und K.
An Stelle einer Folge von Stromkreisunterbrüchen, wie sie der Nummernschalter erzeugt, werden nach dem Abheben des Hörers in einer Schaltung mit Tastensender neben einzelnen Unterbrüchen Ände rungen des Zustandes in den Adern<I>a</I> und<I>b</I> der Schleife hervorgerufen, deren jede für ein zu über mittelndes Signal kennzeichnend ist.
Je nach dem mittels einer Taste zu sendenden Signal, z. B. Ziffer von 1 bis 0, wird, wenn diese kurz zeitig gedrückt (getastet, damit sie ihre Kontakte be tätige) und automatisch in ihre Ruhelage zurück kehrt, ein bestimmter elektrischer Zustand (Strom, Spannung) an einen oder beide Schleifenleiter a oder b gelegt. Dieser elektrische Zustand entspricht ent weder der unmittelbaren Verbindung einer Ader mit Erde in der Teilnehmerstelle oder der Verbindung einer Ader über einen der Widerstände x oder y mit der genannten Erde oder den Unterbruch der Ader.
In jeder Ader können auf diese Weise vier verschiedene Bedingungen hergestellt werden-
EMI0001.0013
<B>1</B> <SEP> . <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Schleifenstrom <SEP> 100<B>%</B>
<tb> 2. <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Strom <SEP> in <SEP> einer <SEP> Ader <SEP> d
<tb> über <SEP> Widerstand <SEP> x <SEP> 50%
<tb> 3. <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Strom <SEP> in <SEP> einer <SEP> Ader <SEP> d
<tb> über <SEP> Widerstand <SEP> y <SEP> 25
<tb> 4. <SEP> z. <SEP> B. <SEP> Stromunterbruch <SEP> 0% Die angeführten Abstufungen des Wertes des elek trischen Zustandes in den Adern sichern den einwand freien Empfang der gesendeten Signale; z.
B. bei einer Telephonleitung, wenn diese den Forderungen des Einschaltens einer Spannungsschwankung von 10% und der Spanne des Leitungswiderstandes von 0 bis 500 Ohm je Ader genügt.
Es ist klar, dass diese Art der Durchgabe von Signalen bzw. von Ziffern bedeutend weniger Zeit erfordert als die Signalisierung mit Hilfe eines Nummernschalters mittels 1-10 Stromunterbrüchen.
Sofern die Adern wie z. B. bei Hausautomaten nicht bis zu 500 Ohm Widerstand aufweisen, ist es natürlich möglich, mehr Kriterien (da die Zustands- abstufungen kleiner gehalten werden können) auf einer Leitung unterzubringen.
Wird durch einen Anruf die Schleife über den abgehobenen Hörer der Teilnehmerstelle geschlossen, liegen an ihrer a- und ihrer b-Ader gleiche Spannun gen, und es fliessen gleiche Ströme durch sie (z. B.
24 Volt an a und - 24 Volt an b). Die Relais <I>Da</I> und Db sprechen vorläufig nicht an, da sich die Wirkung ihrer erregten Wicklungen gegenseitig auf hebt, während die an die Adern<I>a</I> und<I>b</I> angeschlos senen Relais Xa und Xb (letzteres nicht gezeigt) er regt werden über: Batterie, Ruhekontakt r, Relais S, rechte Wicklung Relais Xa, obere Wicklungen der Relais Db und<I>Da,</I> Leiter<I>a,</I> Teilnehmerstelle TS, Leiter<I>b,</I> untere Wicklungen der Relais<I>Da</I> und Db, rechte Wicklung Relais Xb, Ruhekontakt<I>t</I> des Relais S, Erde.
Die Relais<I>Ha</I> und<I>Hb</I> sprechen über Arbeitskon takte der Relais Xa und Xb an. Die Relais<I>Ha</I> und<I>Hb</I> vermitteln der linken Wicklung der von ihnen ab hängigen Relais Ya, 0a bzw. Yb, Ob (letztere nicht gezeigt), Erde, welche diese Relais erregt. Die Relais Ya bzw. Yb, 0a <I>bzw.
Ob</I> schalten über die eigenen Arbeitskontakte ihre rechte Wicklung an die Schlei- fenadern <I>a</I> bzw.<I>b.</I> Wird irgendeine der zehn Tasten I bis 0 in der Teilnehmerstelle getastet, stellt sich da durch auf den Leitern<I>a</I> und<I>b</I> der Schleife eine Un- symmetrie der Zustände ein, indem der eine oder andere oder beide der Drähte<I>a</I> oder<I>b</I> während der Zeit des Tastendruckes über einen der Widerstände x oder y oder direkt an Erde gelegt oder unter brochen wird. Dadurch vermag eines der Relais<I>Da</I> oder Db oder beide zusammen anzusprechen.
Eine der Wicklungen der Relais<I>Da</I> bzw. Db in der Ader <I>a</I> bzw.<I>b</I> ist durch einen einstellbaren Widerstand<I>da</I> bzw. db überbrückt und gestattet damit die Ein stellung des Arbeitens der Relais entsprechend dem Widerstand der Leitung bis zur Teilnehmerstelle. Diese Art der Einstellung wird Leiterstabilisierung genannt. An ihrer Stelle können die Relais<I>Da</I> und Db auch mechanisch in ihrer Mittellage stabilisiert (eingestellt) sein, da Anker polarisierter Relais aus dieser Lage in der einen oder andern Richtung be- tätigt werden können.
Das Arbeiten eines der Relais <I>Da</I> oder Db oder beider schliesst den Stromlauf für das Relais S, das seine Kontakte betätigt und das Relais K zum Arbeiten veranlasst. Dieses vermittelt beim Schliessen seiner Kontakte Batterie an die linke Wicklung der Relais Xa und Xb und polarisiert sie in gleicher Weise vor, wie es die Relais<I>Ha</I> und<I>Hb</I> mit den Ausscheidungsrelais Ya, Yb, 0a, <I>Ob</I> tun. Durch das Ansprechen von Relais S werden die Re lais Xa und Xb vom linken Arbeitskontakt ihrer Halterelais<I>Ha</I> und<I>Hb</I> (letzteres. nicht gezeigt) ab hängig.
Die Relais Xa, Xb, Ya, Yb, 0a, <I>Ob</I> sind so be messen und ajustiert, dass ihr Abfall genau bei einem bestimmten Strom durch den ihnen zugeordneten Leiter erfolgt. Der Wert des Abfallstromes ist für die verschiedenen Relais gestuft. Die Relais Xa, Xb; Ya, Yb; 0a, <I>Ob</I> sind paarweise gleich eingestellt.
Beim Einschalten des Widerstandes x zwischen Erde und einer der Adern fällt das entsprechende Relais X ab; beim Einschalten des Widerstandes y zwischen Erde und einer Ader der Schleife fallen die Relais X und<I>Y</I> ab, während die Relais 0a und<I>Ob</I> beim Unter brechen der entsprechenden Ader zusammen mit den X- und Y-Relais stromlos werden und abfallen.
Das abgefallene Relais der Reihen<I>X, Y</I> und O vermittelt über die geschlossenen Arbeitskontakte des bereits angesprochenen Relais S jeweils eine Batterie auf die Ausgangsklemme<I>o, x</I> und<I>y</I> für die<I>a-</I> und b-Ader. Bleibt eines der genannten an den Adern liegenden Relais in angesprochenem Zustand, so ist die ent sprechende Ausgangsklemme<I>o, x,</I> y stromlos.
Die als Beispiel gewählte Schaltanordnung ist so aufgebaut, dass sie gestattet, zwölf verschiedene Kriterien zu unterscheiden, von denen jedoch lediglich zehn, entsprechend den Tasten, zur Wirkung kommen. Diese sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Dabei bedeutet für die Relais das Zeichen + den angesprochenen Zustand und das Zeichen - den ab gefallenen Zustand, während I oder 0 in der zweiten Tabelle für die Ausgangskennzeichnungen anzeigt, dass der entsprechende Ausgang an Batterie liegt bzw. keine solche führt.
EMI0003.0001
<I>1. <SEP> Tabelle</I>
<tb> Kriterium <SEP> Zustand <SEP> des <SEP> Zustand <SEP> der <SEP> Relais <SEP> Zustand <SEP> des <SEP> Zustand <SEP> der <SEP> Relais
<tb> Nr. <SEP> a-Drahtes, <SEP> <I>x</I> <SEP> und <SEP> y <SEP> b-Drahtes, <SEP> x <SEP> und <SEP> <I>y</I>
<tb> <U>sind <SEP> Widerstände <SEP> <I>Xa <SEP> I <SEP> Ya <SEP> I <SEP> 0a</I> <SEP> sind <SEP> Widerstände</U> <SEP> <I>X<U>b <SEP> I <SEP> Yb <SEP> I <SEP> Ob</U></I>
<tb> 1 <SEP> direkte <SEP> Erde <SEP> -j-- <SEP> über <SEP> x <SEP> an <SEP> Erde <SEP> 2 <SEP> direkte <SEP> Erde <SEP> -f- <SEP> -f- <SEP> über <SEP> y <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> - <SEP> 3 <SEP> direkte <SEP> Erde <SEP> - <SEP> + <SEP> -f- <SEP> offen <SEP> - <SEP> - <SEP> 4 <SEP> über <SEP> x <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> -f- <SEP> +.
<SEP> direkte <SEP> Erde <SEP> -f- <SEP> -f- <SEP> 5 <SEP> über <SEP> y <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> - <SEP> -f- <SEP> direkte <SEP> Erde <SEP> -1- <SEP> 6 <SEP> offen <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> direkte <SEP> Erde
<tb> 7 <SEP> über <SEP> x <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> -f- <SEP> -@-.
<SEP> über <SEP> y <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> - <SEP> -f 8 <SEP> über <SEP> x <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> -f- <SEP> , <SEP> offen <SEP> - <SEP> - <SEP> 9 <SEP> über <SEP> y <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> - <SEP> über <SEP> x <SEP> an <SEP> Erde <SEP> 10 <SEP> über <SEP> y <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> - <SEP> offen <SEP> - <SEP> - <SEP> 11 <SEP> offen <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> über <SEP> x <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> -@- <SEP> -E 12 <SEP> offen <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> über <SEP> y <SEP> an <SEP> Erde <SEP> - <SEP> - <SEP> - Den Kriterien 1 bis 12 der verschiedenen Relais der Tabelle I entsprechen an den Ausgängen, die den Adern<I>a</I> und<I>b</I> zugeordnet sind, die folgenden Zustände:
EMI0003.0002
<I>IL <SEP> Tabelle</I>
<tb> Kriterium <SEP> Zustand <SEP> der <SEP> Ausgangsklemmen
<tb> Nr. <SEP> <I>a <SEP> b</I>
<tb> x <SEP> I <SEP> y <SEP> I <SEP> o <SEP> I <SEP> x <SEP> I <SEP> y <SEP> I <SEP> o
<tb> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 2 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> I <SEP> 1 <SEP> 0
<tb> 3 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> I <SEP> I <SEP> I
<tb> 4 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 5 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 6 <SEP> I <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 7 <SEP> I <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> I <SEP> 1 <SEP> 0
<tb> 8 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1
<tb> 9 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 10 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> I <SEP> I
<tb> 11 <SEP> 1 <SEP> I <SEP> I <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 12 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1
<SEP> 1 <SEP> 0 Die zwölf verschiedenen Zustände an den Aus gängen kennzeichnen zwölf entsprechende Kriterien, die weitere nicht gezeigte Apparate und Vorgänge steuern, z. B. Wahlvorgänge.
In der soeben beschriebenen Schaltungsanord nung werden die Abfallströme von Relais als die Zustände kennzeichnende und ausscheidende Grössen verwendet. Sofern geeignete Einrichtungen an Stelle der Relais X bis O verwendet werden, könnten auch Ansprechströme oder entsprechende andere Zustände zur Ausscheidung der Kriterien Verwendung finden.