CH343784A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung dreidimensionaler Bilder - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung dreidimensionaler BilderInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
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- G03F7/0037—Production of three-dimensional images
-
- G—PHYSICS
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung dreidimensionaler Bilder Das Patent betrifft ein Verfahren und eine Vor richtung zur Herstellung dreidimensionaler Bilder und bezweckt die photographische oder kinematographi sche Herstellung von Bildern, die im Gegensatz zu stereoskopischen Bildern nicht nur bei Betrachtung mit bestimmten Hilfsmitteln dreidimensional wirken, sondern tatsächlich dreidimensional sind und daher auch keine Hilfsmittel zur Betrachtung erfordern. Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass aneinandergereihte Schichten des abzubildenden Objektes einzeln beleuchtet und als Schichtbilder auf genommen werden, und dass die erhaltenen Schicht bilder alsdann in der gleichen räumlichen Anord nung wie die durch sie dargestellten Objektschichten und in Abständen, welche den Abständen der Objekt schichten unter Berücksichtigung des Abbildungs massstabes entsprechen, zu dem dreidimensionalen Bild vereinigt werden. Die erfindungsgemässe Vorrichtung enthält Mittel zur Beleuchtung des abzubildenden Objektes in ver schiedenen Schichten, Mittel zur Herstellung der den beleuchteten Schichten entsprechenden Teilbilder und Mittel zur räumlichen Vereinigung der Teilbilder ent sprechend der räumlichen Anordnung der Bild schichten. Das erfindungsgemässe Verfahren und die erfin dungsgemässe Vorrichtung werden im folgenden bei spielsweise erläutert. Beispielsweise Ausführungsarten des Verfahrens nach der Erfindung werden anhand der Zeichnung erläutert, in welcher Ausführungsbeispiele der er findungsgemässen Vorrichtung dargestellt sind. Es zeigt: Fig. 1 eine Aufnahme und Beleuchtungsvorrich tung in schematischer Darstellung, Fig. 2 eine Vorrichtung für die Schichtbeleuchtung in perspektivischer Darstellung, Fig. 3 verschiedene Aufnahmen und Fig. 4 eine Vorrichtung zur Wiedergabe. In der Fig. 1 bezeichnet 1 einen Gegenstand, der auf einem dreidimensionalen Bild dargestellt werden soll. Der Gegenstand 1 befindet sich auf der photo graphischen Achse R-S zweier einander gegenüber liegend angeordneter Kameras 4 bzw. 5. Diese kön nen gewöhnliche oder Kinokameras sein. Die Achse R-S verläuft in der Mitte zwischen zwei zueinander parallelen Laufschienen 10, an welchen Schicht- beleuchtungsvorrichtungen 2-2 bzw. 3-3 ver schiebbar geführt sind. Die nähere Ausbildung die ser Beleuchtungsvorrichtungen ist aus der Fig. 2 er sichtlich. Die Lichtquelle, eine U-förmige Röhre 6, ist in einem entsprechend geformten Gehäuse 7 ange ordnet, welches mittels Gleitstücke 16 an den Schie nen 10 abgestützt ist. Die innere Wand 8 des Ge häuses 7 ist als Spiegelreflektor ausgebildet, welcher die Lichtstrahlen durch einen Schlitz 9 auf den zwi schen den Schenkeln befindlichen Gegenstand 1 re flektiert. Der Schlitz 9 ist möglichst schmal gehal ten, um eine scharf abgegrenzte Strahlung zu er halten. Die Beleuchtungsvorrichtungen 2-2 bzw. 3-3 werden nun an den Schienen 10 streckenweise derart verschoben, dass die in der Fig. 1 mit<I>a, b, c</I><B>...</B><I>x,</I> y, z bezeichnete Schichten des Gegenstandes 1 der Reihe nach beleuchtet werden. Jede beleuchtete Schicht wird mittels der Kamera 4 bzw. 5 einzeln aufgenom men. Die Aufnahmen können auf einem stillstehenden Negativfilm gemacht werden, doch kann dieser mit einer auf die Bewegung der Beleuchtungsvorrichtung abgestimmten Geschwindigkeit transportiert werden. Die U-förmige Lichtquelle ergibt eine schattenlose, scharfe Beleuchtung des Gegenstandes bzw. der in der betreffenden Schicht enthaltenen Konturen des- selben. Es entstehen dann ringförmige Konturauf- nahmen, wie in der Fig. 3 veranschaulicht sind. Sind die einzelnen Aufnahmen bei stillstehendem Film er folgt, so erhält man ein Negativ 11, das sämtliche Schichtbilder enthält. Wurde dagegen der Film trans portiert, so verfügt man über einen Satz von Nega tiven 12, von denen jedes ein Schichtbild enthält. In beiden Fällen, besonders aber im erstgenannten Falle ist es vorteilhaft die Beleuchtungsstärke so zu regu lieren, dass die Belichtung der aufeinanderfolgenden Schichten zu- oder abnimmt. In dieser Weise wird eine besonders gute Raumwirkung erzielt, wie dies später noch näher zu erläutern sein wird. Die erhaltenen Negative 11 bzw. 12 werden nun zur Herstellung der Positive verwendet. Dies kann beispielsweise durch Kopieren des oder der Negative auf einen lichtempfindlichen Körper, welcher z. B. aus dem unter dem Markennamen Corning Glas bekannten Material besteht. Wie aus der Fig. 4 er sichtlich, wird das Negativ 11 oder die aufeinander gelegten Negative 12 mittels ultravioletten Kopier lichtes projiziert, welches je nach der Helligkeit der einzelnen Schichtbilder unterschiedlich tief in den Glaskörper 15 eindringt. Die Eindringtiefe des Ko pierlichtes entspricht dabei jeweils der Tiefenlage der betreffenden Schicht des dargestellten Gegen standes, freilich unter Berücksichtigung des geltenden Massstabes. Über die Zwischenstufe des praktisch zweidimensionalen Negativs wird also der dargestellte Gegenstand als Raumbild reproduziert, welches sich aus den in Abständen und in der richtigen Reihen folge hintereinanderfolgenden, in den Glaskörper hineinkopierten einzelnen Schichtbildern zusammen setzt. Solche Glaskörper sind in der Form von Plat ten in Dicken von 5-7,5 cm im Handel er hältlich. Sollte die erforderliche Bildtiefe dickere Glaskörper erheischen, so können mehrere Platten aufeinandergeschichtet werden, wobei vorteilhaft jede Platte einer Schicht des Ausnahmeobjektes entspricht. Eine andere Möglichkeit zum Erhalten eines Posi tives besteht im Umkopieren der Schichtbilder je auf einem Kartonpapier, dessen Dicke der nach dem Massstab der Darstellung transportierten Dicke der Objektschichten entspricht. Die einzelnen Schicht bilder werden nun längs ihren Konturen ausge schnitten und in der richtigen Reihenfolge aufein- andergelegt, wobei tatsächlich ein räumliches Ge bilde entsteht, das dann in bekannter Weise verviel fältigt werden kann. Die Negative können auch auf einen Bildschirm projiziert werden. Um dabei dreidimensionale Bilder zu erhalten, werden die Teilbilder nacheinander mit einer zeitlichen Bildfolge projiziert, welche das Auf lösungsvermögen des Auges überschreitet, so dass die Einzelbilder gleichzeitig, also als Gesamtbild ge sehen werden. Der Bildschirm führt dabei eine hin und her gehende Beleuchtung aus, welche der Bewe gung der Beleuchtungsvorrichtung bei der Aufnahme der projizierten Schichtbilder entspricht, wobei selbst verständlich der Massstab berücksichtigt wird. Die projizierten Schichtbilder liegen dann jeweils in einer Bildebene, die der reproduzierten Objektschicht ent sprechende Tiefenlage einnimmt. Zum Projizieren werden gewöhnliche Kinofilme - wie z. B. bei 13 in der Fig. 3 dargestellt - ver wendet, welche die einzelnen Schichtbilder jedoch in der dargestellten Reihenfolge<I>a, b, c</I><B>...</B><I>x, y,</I> z, y, x<B>...</B> <I>c, b, a, b,</I> c<B>...</B> usw. tragen. Die Negative können aber auch an einer Scheibe 14 (Fig.3) angeordnet sein. Die Scheibe wird in Rotation versetzt, wobei der Bildschirm synchron mit dem Bildwechsel in der richtigen Reihenfolge in die verschiedenen Projektionsebenen versetzt wird. Es ist möglich, zwischen zwei aufeinanderfolgen den Schichtbildern ein Gesamtbild zu projizieren, wel ches der Superposition der Schichtbilder einer Reihe entspricht, die mit dem ersten Schichtbild beginnt und mit dem letzten vor dem Gesamtbild projizierten Schichtbild endet. Bei einer modifizierten Ausführungsart wird auf das erste Schichtbild eine Schicht mit lichtempfind licher Oberfläche aufgebracht, auf welche dann das folgende Schichtbild aufgenommen wird. Die Dicke der aufgebrachten Schicht entspricht selbstverständ lich dem Abstand der Schichtbilder im herzustellen den dreidimensionalen Bild. Der Vorgang wird dann schrittweise von Schichtbild zu Schichtbild wiederholt. Ob nun die darzustellenden Gegenstände nur in einer Richtung oder aber auch in der entgegengesetz ten Richtung aufgenommen werden, hängt weitgehend von der Beschaffung des Gegenstandes ab. Bei ein fachen Gegenständen genügt das einfache Vorgehen, während bei Gegenständen von kompliziertem Aufbau das zweite Vorgehen zweckmässiger ist. Gegebenen falls kann auch eine Zusatzbeleuchtung verwendet werden, welche jedoch in der Beleuchtungsebene der Hauptbeleuchtung wirken muss. Damit nur die Kontur der durch die Lichtquelle beleuchteten Objektschicht und nicht auch weitere Teile des Objektes auf dem zugeordneten Schichtbild zur Darstellung kommen, darf nur diese Schicht mit einer für das Aufnahmemittel aktiven Strahlung be leuchtet werden. Zu diesem Zweck kann sich das Objekt in einem hinreichend verdunkelten Raum be finden. Bei einem einer Allgemeinbeleuchtung aus gesetzten Objekt kann das Verfahren jedoch ebenfalls durchgeführt werden, indem das Objekt mit einer Strahlung beleuchtet wird, welche von der Strahlung der Allgemeinbeleuchtung des Objektes verschieden ist. Dabei sind photographische Aufnahmematerialien zu verwenden, welche auf die Strahlung der Licht quelle reagieren aber unempfindlich für die Strahlung der Allgemeinbeleuchtung sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung dreidimensionaler Bil der, dadurch gekennzeichnet, dass aneinandergereihte Schichten des abzubildenden Objektes einzeln be leuchtet und als Schichtbilder aufgenommen werden, und dass die erhaltenen Schichtbilder alsdann in der gleichen räumlichen Anordnung wie die durch sie dar gestellten Objektschichten und in Abständen, welche den Abständen der Objektschichten unter Berück sichtigung des Abbildungsmassstabes entsprechen, zu dem dreidimensionalen Bild vereinigt werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Objekt in verschiedenen Schichten senkrecht zur Richtung der optischen Achse der Aufnahmekamera beleuchtet und aufgenommen wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Schichtbild aus zwei in einander entgegengesetzten Richtungen auf genommenen Aufnahmen zusammengesetzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schichtbilder über- und nach einander hergestellt werden, indem nach Herstellung jedes Schichtbildes auf die dieses Schichtbild tragende Schicht eine weitere Schicht mit lichtempfindlicher Oberfläche aufgebracht und auf dieser Schicht das folgende Schichtbild hergestellt wird, wobei die Dicke jeder Schicht dem vorbestimmten Abstand der be treffenden Schichtbilder entspricht. 4.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Schichtbilder in ver schiedenen, ihren Bildebenen zugeordneten Tiefen lagen in einem aus lichtempfindlichem Material beste henden Körpern erzeugt werden, in den die aktive Strahlung je nach ihrer Wellenlänge und Intensität verschieden tief eindringt, wobei für jedes Schichtbild eine aktive Strahlung solcher Wellenlänge und Inten sität angewandt wird, dass die Eindringtiefe der Strahlung der Tiefenlage des Schichtbildes in dem Körper angepasst ist. 5.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schichtbilder entlang ihren Konturen aus einem Material, dessen Dicke dem vor bestimmten Abstand der Bildebene der Wiedergabe entspricht, ausgeschnitten und zur Bildung des drei dimensionalen Bildes aufeinandergeschichtet zusam mengefügt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die auf transparentem Material hergestellten Schichtbilder Fläche an Fläche mitein ander zur Bildung dreidimensionalen Bildes vereinigt werden, wobei das Material jedes Schichtbildes eine Dicke aufweist, welche dem Abstand der Bildebenen der Wiedergabe entspricht. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die verschiedenen Schichtbildern entsprechenden Bildebenen des Objektes mit unter schiedlicher Intensität beleuchtet werden.B. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Schichtbilder mit unterschiedlicher, von den natürlichen Helligkeits verhältnissen des Objektes abweichenden Helligkeiten wiedergegeben werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass zur Projektion eines dreidimen sionalen Bildes die Schichtbilder nacheinander mit einer das zeitliche Auflösungsvermögen des Auges überschreitenden zeitlichen Bildfolge auf einen Bild schirm projiziert werden, der in Richtung der opti schen Achse des Projektionsgerätes eine derart hin und her gehende Bewegung ausführt, dass er sich bei der Projektion jedes Schichtbildes in der diesem Schichtbild zugeordneten Bildebene des projizierten dreidimensionalen Bildes befindet.PATENTANSPRUCH 1I Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ge mäss Patentanspruch I, gekennzeichnet durch Mittel zur Beleuchtung des abzubildenden Objektes in ver schiedenen Schichten, Mittel zur Herstellung der den beleuchteten Schichten entsprechenden Schichtbilder und Mittel zur räumlichen Vereinigung der Schicht bilder entsprechend der räumlichen Anordnung der Bildschichten. UNTERANSPRÜCHE 10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Beleuchtung des abzubildenden Objektes eine Lichtquelle aufweisen, welche zum punktweisen Beleuchten des Objektes eingerichtet ist. 11.Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Projektion dreidimensionaler Bilder ein wenigstens annähernd parallel zur vor gesehenen Blickrichtung beweglicher Bildschirm vor gesehen ist, welcher sich bei der Projektion jedes Schichtbildes in der diesem Schichtbild zugeordneten Bildebene befindet.
Applications Claiming Priority (1)
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