DE1291994B - Vorrichtung zur fortlaufenden Aufnahme oder Wiedergabe fotografischer Aufzeichnungen - Google Patents

Vorrichtung zur fortlaufenden Aufnahme oder Wiedergabe fotografischer Aufzeichnungen

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DE1291994B
DE1291994B DEK62135A DEK0062135A DE1291994B DE 1291994 B DE1291994 B DE 1291994B DE K62135 A DEK62135 A DE K62135A DE K0062135 A DEK0062135 A DE K0062135A DE 1291994 B DE1291994 B DE 1291994B
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B15/00Special procedures for taking photographs; Apparatus therefor
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Projection-Type Copiers In General (AREA)
  • Cameras Adapted For Combination With Other Photographic Or Optical Apparatuses (AREA)
  • Stereoscopic And Panoramic Photography (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur fortlaufenden Aufnahme oder Wiedergabe fotografischer Aufzeichnungen mit einem Bildaufteiler, der das Bild in mehrere kleine Bildelemente aufteilt, die über die gesamte Bildfläche verteilt sind, und mit einem Antrieb zur Bewegung der Bildelemente in einer vorgegebenen Richtung, wobei die Verteilung der Bildelemente auf der Bildfläche und die Bewegungsrichtung der Bildelemente derart gewählt sind, daß die von den bewegten Bildelementen gebildeten Bildbahnen sich nicht überlappen.
  • Eine derartige Vorrichtung wurde bereits vorgeschlagen (deutsche Patentschrift 1254 961). Bei dem vorgeschlagenen Gegenstand besteht der Bildaufteiler aus einer Bild- oder Lichtaufteilungsplatte, die aus mehreren aneinandergereihten kugelförmigen Linsen gebildet ist. Nun ist es aber schwierig, eine derartige Lichtaufteilungsplatte aus kugelförmigen Linsen als Massenerzeugnis herzustellen. Weiterhin muß bei der bereits vorgeschlagenen Vorrichtung die lichtempfindliche Schicht oder Platte infolge der Verwendung von kugelförmigen Linsen, deren Brennpunkt stets mit der hinteren Linsenoberfläche zusammenfällt, möglichst nahe bei dieser hinteren Linsenoberfläche angeordnet sein. Daher wird der Film mit einer Andruckplatte an die aus kugelförmigen Linsen bestehende Linsenaufteilungsplatte angedrückt. Bei der vorgeschlagenen Anordnung kann daher infolge des Anpressens der Filmplatte an die Kugellinsenplatte die Filmschicht leicht beschädigt werden, was insbesondere bei hohen Filmvorschubgeschwindigkeiten der Fall ist, die für Zeitdehnaufnahmen notwendig sind.
  • Um diese Nachteile zu beseitigen, ist die eingangs erwähnte Vorrichtung nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß der Bildaufteiler aus einer Lochplatte mit mehreren kleinen Durchlaßöffnungen besteht.
  • Eine derartige Mehrlochplatte kann sehr einfach als Massenprodukt hergestellt werden, beispielsweise durch Ätzen, nachdem das Lochmuster durch ein fotografisches Verfahren auf der Platte aufgebracht ist.
  • Vorzugsweise werden die Durchlaßöffnungen als schmale lange Schlitze mit einer sehr geringen Schlitzbreite ausgebildet. Dadurch ist die Herstellung der Mehrlochplatte noch einfacher.
  • Zur besseren Lichtausnützung weisen die Durchlaßöffnungen vorzugsweise eine konisch zulaufende Seitenwand auf.
  • In die Durchlaßöffnungen können kleine Linsen eingebettet sein, so daß man die Filmplatte von der Lochplatte in einem gewissen Abstand anbringen kann, der von der Brennweite der benutzten Linsen abhängt. Durch das Anordnen einer weiteren Linse zwischen der Mehrlochplatte und der lichtempfindlichen Platte kann die Größe der Bildfläche verändert werden.
  • An Stelle der Fotoplatte kann man auch die Lochplatte zur Bewegung des Bildelementes verschieben. Dadurch vereinfacht sich zum einen der Antrieb, und zum anderen kann die Fotoplatte leichter aus dem Gerät herausgenommen werden.
  • Bei Zeitdehnaufnahmen ist es oft wünschenswert, die Filmplatte als .endloses Band auszubilden, so daß man mit der Aufnahme bei jeder beliebigen Plattenstellung beginnen kann. Zu diesem Zweck kann die Filmplatte als Kreisscheibe oder Zylinder ausgebildet werden. Bei Benutzung einer Kreisscheibe werden die Bildelemente vorzugsweise entsprechend einem Polarkoordinatensystem angeordnet. Bei einer zylindrischeu Filmplatte ist es notwendig, die Lochplatte c leicht gekrümmt innerhalb des Brennpunktbereichs der Aufnahmelinse anzubringen. Zur Bildwiedergabe kann dieselbe Linse benutzt werden, wobei allerdings die Lichtstrahlenrichtung umgekehrt werden muß. Wenn man daher einen Kondensor und eine Lichtquelle auf der Rückseite der lichtempfindlichen Platte einer Kamera anordnet, dann kann man dieses Gerät als Projektionsapparat verwenden. Wenn man das Bild, ohne es zu projizieren, betrachten will, ist es notwendig, die Mehrlochplatte und die Filmplatte umzudrehen. Die Projizierung des aufgenommenen Bildes ist daher vorteilhaft.
  • Zum Erzielen dieser Eigenschaften ist die lichtempfindliche Platte vorzugsweise als kreisförmige Scheibe oder als Zylinder ausgebildet und wird von dem Antrieb angetrieben. Ferner sind die winzigen Löcher oder Schlitze in der Mehrlochplatte entsprechend einem Polarkoordinatensystem angeordnet.
  • Bei der Projektion kann eine entwickelte lichtempfindliche Platte zwischen einer Lichtquelle und dem Bildaufteiler angeordnet sein und das durch den Bildaufteiler hindurchgegangene Licht mittels einer Projektionslinse projiziert werden.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sollen an Hand von Zeichnungen beschrieben werden.
  • F i g. 1 zeigt zu einem gewissen Zeitpunkt ein Biidelementmuster auf einer lichtempfindlichen Platte für kontinuierliche Fotografien; F i g. 2 zeigt stark vergrößert die Bildelemente und die von ihnen beschriebenen Wege während einer kontinuierlichen Aufnahme; F i g. 3 ist ein Schnitt durch eine Kamera nach der Erfindung zum Herstellen kontinuierlicher Fotografien; F i g. 4 zeigt stark vergrößert die Lage von Löchern in einer Mehrlochplatte, die in der Kamera nach der F i g. 3 verwendet wird; F i g. 5 ist eine schematische Seitenansicht eines Projektionsgerätes nach der Erfindung zum Wiedergeben kontinuierlicher Fotografien; F i g. 6 ist ein Schnitt durch ein anderes Ausführungsbeispiel einer Kamera nach der Erfindung; F i g. 7 zeigt im linken Teil einen stark vergrößerten Schnitt und im rechten Teil eine dazu senkrechte Ansicht eines Loches in der Lochplatte; F i g. 8 und 9 zeigen ähnliche Ansichten wie F i g. 7 für andere Lochformen in der Lochplatte; F i g. 10 zeigt eine Kamera zum Aufnehmen kontinuierlicher Bilder, bei der die lichtempfindliche Platte als rotierende Scheibe ausgebildet ist; F i g. 11 zeigt eine andere Anordnung der Bildelemente.
  • Ein mit der Vorrichtung der Erfindung aufgenommenes Bild ist aus Bildelementen zusammengesetzt, die ,alle eine winzige Fläche haben und über die gesamte Bildfläche mit einer Dichte verteilt sind, die, wie das vergrößerte Modell der F i g. 1 zeigt, zwischen einigen Elementen bis zu einigen zehn Elementen pro Quadratmillimeter schwankt. Diese Bildelemente sind derart angeordnet, daß sich ihre Bahnen selbst dann, wenn das gesamte aus diesen Bildelementen bestehende Bild in einer Richtung bewegt wird, nicht gegenseitig überlappen oder überlagern. Gemäß der F i g. 1 wird ein einzelnes fotografisches Bild aus den Bildelementen All zusammengesetzt, d. h. aus den Bildelementen A11,A12,A13 *,,»**«,**,* ....... Aln; A#, 1, Az" A" 3 ...... . . . . . . . . . . . . . . Azn ; A31,A32,A33 ********,**, ....... A3 n; Ami3 A,@, Am3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . An,. Wenn die Bildelemente in Abhängigkeit von der Zeit nach rechts bewegt werden und derart angeordnet sind, wie es in noch größerem Maßstab in F i g. 2 gezeigt ist, dann überlappen sich die Bahnen der Bildelemente nicht gegenseitig, sondern fahren nur parallelliegenden Linien nach, deren Anzahl gleich in - n ist.
  • Da auf diesen parallelen Linien die Hell-Dunkel-Änderungen der zugeordneten Bildelemente mit der Zeit aufgezeichnet werden, wenn man die Bildelemente in t Sekunden um 1 mm bewegt, bilden die am resultierenden Ort erhaltenen Bildelemente Cii -ein fotografisches Bild, das sich t Sekunden nach demjenigen Bild ergibt, das von den Bildelementen All gebildet ist. Entsprechend bilden die ,an irgendeinem dazwischenliegenden Ort A l liegenden Bildelemente ein Bild, das A t Sekunden nach dem von den Bildelementen All gebildeten Bild entstanden ist. Die Menge aller dieser Gruppen von Bildelementen ergeben daher :ein vollständig zeitkontinuierliches fotografisches Bild.
  • Es sei angenommen, daß jedes Bildelement ein Kreis mit einem Durchmesser von 1/1a5 mm ist und ,laß die Gesamtauflösung P = 2,5 Linien pro Millimeter beträgt, was etwa einer Zeitungsfotografie entspricht. Mit diesen Werten erhält man unter der Bedingung, daß sich die Bahnen der Bildelemente A11, A12.3 A13 . . . Alrl nicht gegenseitig überlappen, auch wenn die Bildelemente endlos bewegt werden, die folgenden Beziehungen für n und die Bildbreite L von links nach rechts (pro Blatt): Dabei ist d der Durchmesser jedes Bildelementes. Wenn man eine vertikale Höhe H eines Bildes von 30 mm annimmt, dann erhält man eine kontinuierliche Fotografie von etwa der gleichen Größe wie der eines Zeitungsbildes. Wenn die Bewegungsstrecke kurz ist, dann kann man die Bildbreite L dadurch vergrößern, daß man das Muster der Bildelemente ändert.
  • Die beschriebenen Bildelemente kann man mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Kamera erhalten, von der ein Ausführungsbeispiel in der F i g. 3 dargestellt ist. Bei dieser Kamera tritt das von einem (nicht gezeigten) Gegenstand stammende Licht durch eine Optik 1, eine Blende 2 und einen Verschluß 3 ein. Auf der Oberfläche 4 a einer Lochplatte 4 bildet das Licht ein Bild und belichtet dann, nachdem es durch winzige Öffnungen oder Löcher 5 getreten und dadurch in Lichtelemente aufgeteilt ist, eine lichtempfindliche Platte 6.
  • Die lichtempfindliche Platte 6 ist von einer Halterung 7 getragen, die mittels einer Vorschubspindel 10, die durch Zahnräder 9 von einem Motor 8 angetrieben wird, mit einer Geschwindigkeit von V mm/sec in die Richtung des in F i g. 3 gezeigten Pfeils bewegt wird.
  • Wie es in der F i g. 4 stark vergrößert gezeigt ist, haben die kleinen Löcher 5 der Lochplatte 4 eine solche Größe und sind derart angeordnet, daß sie die oben beschriebenen Bildelemente Ai; nachbilden.
  • Wenn daher .die lichtempfindliche Platte 6 zusammen mit der Halterung 7 bewegt wird, und zwar über eine Strecke von l mm über einen Zeitraum von t Sekunden wobei der Verschluß 3 offengehalten wird, damit das vom Gegenstand kommende Licht in beschriebener Art und Weise die lichtempfindliche Platte erreichen kann, dann werden die erwähnten WegeAiJ-Bil Cil der Bildelemente kontinuierlich auf der lichtempfindlichen Platte 6 aufgezeichnet. Wenn hierbei die Bewegungsstrecke l kurz ist, dann kann die gleiche Wirkung auch dadurch erzielt werden, daß man an Stelle der lichtempfindlichen Platte 6 die Lochplatte 4 in die entgegengesetzt zum Pfeil liegende Richtung bewegt. In diesem Fall ist die Bewegungsstrecke kurz, und die lichtempfindliche Platte kann feststehend .angeordnet sein, wodurch die gesamte Anordnung vereinfacht und in einem kleinen Kameragehäuse untergebracht werden kann.
  • Wenn man die lichtempfindliche Platte 6 nun mit Umkehrung entwickelt und durch sie und eine mit der Lochplatte 4 identische Lochplatte Licht auf einen Bildschirm 14 projiziert, der in der F i g. 5 gezeigt ist, dann kann man die kontinuierlich zu jedem Zeitpunkt aufgezeichneten fotografischen Bilder wiedergeben.
  • Ein Beispiel eines .derartigen Projektionsapparates ist schematisch in der F i .g. 5 gezeigt. Er enthält eine Lichtquelle 13, eine Kondensorlinse 12, die unmittelbar im Lichtweg hinter der belichteten und entwickelten lichtempfindlichen Platte 6 liegende Lochplatte 4, eine Optik 11 und den Bildschirm 14.
  • Um beim Betrieb Unregelmäßigkeiten des Lichts auf dem Bildschirm 14 auf ein Minimum zu reduzieren, wird der Brennpunkt vorzugsweise .an einen Ort 14a verlegt, so daß die Wirkung einer Bildfeldmaske (Vignette-Effekt) für das projizierte Bild entsteht.
  • Bewegt man nun die belichtete und entwickelte Platte 6 mit der Geschwindigkeit von V mm/sec in Pfeilrichtung, dann erhält man Filmbilder (Kinematografien), die völlig frei von Flimmererscheinungen sind, die sonst durch den Abstand der einzelnen Bilder voneinander verursacht werden. Das dazu verwendete Projektionsgerät ist mit dem Aufnahmegerät (F i g. 3) bis auf die zusätzliche Lichtquelle identisch, so daß man sowohl zur Aufnahme als auch zur Wiedergabe dasselbe Gerät verwenden kann. Dies geht auch aus einem Vergleich zwischen den F i g. 3 und 5 hervor.
  • Ein anderes Ausführungsbeispiel für eine Kamera ist in der F i g. 6 gezeigt. Ähnlich wie bei dem Ausführungsbeispiel nach der F i g. 3 bildet das Licht eines (nicht gezeigten) Gegenstandes auf einer lichtempfindlichen Platte 6 ein Bild, nachdem es durch winzige Löcher 5 in einer Lochplatte 4, eine Optik 15 und eine Blende 16 hindurchgegangen ist.
  • Ein besonderes Merkmal dieser Kamera besteht darin, daß die Bildgröße verkleinert oder vergrößert werden kann, indem man das Verhältnis des Abstandes a zwischen der Lochplatte 4 und der Optik 15 zum Abstand b zwischen der Optik 15 und der lichtempfindlichen Platte 6, d. h. das Verhältnis a : b verändert. Außerdem kann man die Lichtempfindlichkeit einstellen, die Bildschärfe verbessern und andere Einstellungen vornehmen. Ferner kann die Berührung zwischen der Oberfläche der lichtempfindlichen Platte 6 und der Lochplatte 4 vermieden werden.
  • Ein anderes Merkmal dieser Kamera besteht darin, daß an der Halterung 7 für die lichtempfindliche Platte 6 eine Zahnstange 17 befestigt ist, die mittels eines Ritzels 18, das an einer von einem Motor angetriebenen Welle 19 befestigt ist, hin- und herbewegt wird. Hierdurch kann die Geschwindigkeit V der lichtempfindlichen Platte leicht auf einen hohen Wert gebracht werden, so daß diese Kamera besonders vorteilhaft für Hochgeschwindigkeitsaufnahmen ist.
  • Beim Herstellen kontinuierlicher Fotografien mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung entspricht bei einem Durchmesser der Bildelemente von 1/12s mm eine Strecke von 1/12s mm einem Filmvorschub von einem Bild bei der normalen Kinematografie. Eine übliche Filmaufnahme von 10 Minuten Dauer bei einem Filmvorschub von 16 Bildern pro Sekunde kann daher ohne Flimmern verdoppelt werden, indem man bei Verwendung der erfindungsgemäßen. Vorrichtung die lichtempfindliche Platte 6 um nur 80 mm bewegt. Bewegt man ferner die lichtempfindliche Platte 6 mit einer Geschwindigkeit von 800 mm/ sec, dann entspricht das einer Hochgeschwindigkeitsaufnahme von 100 000 Bildern pro Sekunde nach den gewöhnlichen fotografischen Verfahren.
  • Die lichtempfindliche Platte 6 ist nicht auf eine rechteckige Form beschränkt. Beispielsweise kann das lichtempfindliche Medium als rotierbare Scheibe 26 ausgebildet sein, die in der F i g. 10 gezeigt ist. Die Scheibe 26 wird mittels eines Motors 22 gedreht. Man kann auch einen Teil einer rotierbaren Zylinderfläche (nicht gezeigt) als lichtempfindliche Platte innerhalb der Tiefenschärfegrenzen des Brennpunktes verwenden. In jedem Fall kann die Vorschubgeschwindigkeit des lichtempfindlichen Mediums auf einen hohen Wert gesteigert werden. Bei Verwendung einer rotierbaren Scheibe ist es jedoch notwendig, den winzigen Löchern 5 der Lochplatte geeignete Polarkoordinaten zu geben, da die von den Bildelementen zurückgelegten Wege Kreise sind.
  • Wenn die rotierbare Scheibe 26 einen Durchmesser von 200 mm aufweist und mit einer Drehzahl von 10 000 UpM gedreht wird, dann entspricht die Fotografiergeschwindigkeit bei Ausnutzung des an der Peripherie gelegenen Teils der Scheibe für die Bilder ; einer Bildgeschwindigkeit von 10 000 000 Bildern pro Sekunde bei Anwendung der üblichen fotografischen Verfahren.
  • Ausführungsbeispiele für die winzigen Löcher 5 in der Lochplatte 4 sind in den F i g. 7 bis 9 gezeigt. Im Gegensatz zu einem geraden Durchgang mit konstantem Durchmesser d nach der F i g. 7 sind die Löcher in den Ausführungsbeispielen nach den F i g. 8 und 9 abgeschrägt und haben an der dem Lichteinfall zugewandten Seite einen größeren Durchmesser. Demzufolge wird bei dem Ausführungsbeispiel nach der F i g. 8 eine Lichtmenge ausgenutzt, die .auch reflektiertes Licht enthält und etwa neunmal so groß wie bei Verwendung gerader Durchgänge ist. Bei Verwendung der in der F i g. 9 gezeigten Löcher wird auch zweifach reflektiertes Licht benutzt, so daß die Gesamtlichtmenge etwa gleich dem 25fachen der Lichtmenge bei Verwendung gerader Durchgänge ist. Daher kann man mit den in der F i g. 9 gezeigten Löchern auch bei Berücksichtigung des Wirkungsgrades der Reflexion eine Lichtempfindlichkeit erhalten, die etwa gleich dem 15fachen der Lichtempfindlichkeit bei Verwendung gerader Durchgänge gemäß dem Ausführungsbeispiel nach der F i g. 7 ist.
  • Die notwendigen Bedingungen für die Bildelemente sind die, daß sie alle eine winzige Fläche haben und daß sich ihre Wege nicht gegenseitig überlappen. Sie können also auch linienförmig sein, wie es durch die Linien 23 der F i g. 11 angedeutet ist. Aus diesem Grund muß der Verteiler (die Lochplatte) zum Herstellen von Bildelementen in Form von Punkten oder Linien nicht immer eine Lochplatte sein, sondern kann flus vielen winzigen Linsen 21 bestehen, die in der F i g. 10 gezeigt sind und die alle mindestens einen Oberflächenabschnitt aufweisen, der ein Teil einer Kugelfläche ist. Es eignen sich auch winzige Linsen mit einer anderen, z. B. teilweise zylindrischen Gestalt. Wie man aus F i g. 10 sieht, ist in diesem Fall die lichtempfindliche Oberfläche der lichtempfindlichen Platte 26 in der Brennpunktebene der winzigen Linsen der Mehrlochplatte 21 angeordnet, so daß man eine Berührung zwischen der lichtempfindlichen Platte 26 und der Lochplatte 21 vermeiden kann. Eine derartige Anordnung ist insbesondere für hohe Filmvorschubgeschwindigkeiten vorteilhaft.
  • Die beschriebene Vorrichtung zum kontinuierlichen Fotografieren führt nicht nur auf wirklich kontinuierliche fotografische Aufzeichnungen, sondern bietet auch eine Anzahl weiterer Vorteile. Beispielsweise lassen sich durch diese Vorrichtung die Kameras und Projektionsapparate vereinfachen, die lichtempfindlichen Platten verkleinern, die Hochgeschwindigkeitsfotografie erleichtern und die Lichtempfindlichkeit steigern.

Claims (10)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur fortlaufenden Aufnahme oder Wiedergabe fotografischer Aufzeichnungen mit einem Bildaufteiler, der das Bild in mehrere kleine Bildelemente aufteilt, die über die gesamte Bildfläche verteilt sind, und mit einem Antrieb zur Bewegung der Bildelemente in einer vorgegebenen Richtung, wobei die Verteilung der Bildelemente auf der Bildfläche und die Bewegungsrichtung der Bildelemente derart gewählt sind, daß die von den bewegten Bildelementen gebildeten Bildbahnen sich nicht überlappen, dadurch gekennzeichnet, daß der Bildaufteiler aus einer Lochplatte (4) mit mehreren kleinen Durchlaßöffnungen besteht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchlaßöffnungen als schmale lange Schlitze (22) mit einer sehr geringen Schlitzbreite ausgebildet sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur besseren Lichtausnutzung die Durchl.aßöffnungen eine konisch zulaufende Seitenwand aufweisen (F i g. 8 und 9).
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Durchlaßöffnungen winzige Linsen (21) eingebettet sind und daß die lichtempfindliche Schicht auf einer lichtempfindlichen Platte (26) im Brennpunkt der Linsen, ein Stück von der Mehrlochplatte entfernt, angeordnet ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die Durchlaßschlitze kleine zylindrische Linsen eingebettet sind und daß die lichtempfindliche Schicht auf der lichtempfindlichen Platte im Brennpunkt der Linsen, ein Stück von der Mehrlochplatte entfernt, angeordnet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Mehrlochplatte und der lichtempfindlichen Platte eine weitere Linse (15) angeordnet ist, deren Stellung zwischen den beiden Platten derart gewählt ist, daß sie die Durchlaßöfinungen in der Mehrlochplatte auf der lichtempfindlichen Platte abbildet.
  7. 7. Vorrichtung nach .einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Platte als kreisförmige Scheibe oder als Zylinder ausgebildet ist und von dem Antrieb (22) angetrieben wird. B.
  8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrlochplatte von dem Antrieb angetrieben wird.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die winzigen Löcher oder Schlitze in der Mehrlochplatte entsprechend einem Polarkoordinatensystem angeordnet sind.
  10. 10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine entwickelte lichtempfindliche Platte (6) zwischen einer Lichtquelle (13) und dem Bildaufteiler (4) angeordnet ist und daß das durch den Bildaufteiler (4) hindurchgegangene Licht mittels einer Projektionslinse (11) projiziert wird.
DEK62135A 1966-08-27 1967-04-26 Vorrichtung zur fortlaufenden Aufnahme oder Wiedergabe fotografischer Aufzeichnungen Withdrawn DE1291994B (de)

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