CH342016A - Rechenmaschine mit einem rotierenden Einstellwerk - Google Patents

Rechenmaschine mit einem rotierenden Einstellwerk

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CH342016A
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Schenk Gustav Ing Dr
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Oerlikon Buehrle Ag
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Description


  Rechenmaschine mit einem     rotierenden        Einstellwerk       Die Erfindung betrifft eine Rechenmaschine mit  einem rotierenden Einstellwerk, das für aufeinander  folgende, während eines Umlaufes stattfindende  Übertragung der Einer und der Zehner auf ein Re  sultatwerk ausgebildet ist, wobei beide Werke zwecks  Ausführung der     Dekadenverschiebung    bei der Multi  plikation relativ zueinander längsverschiebbar sind.  



  Die     Erfindung    bezweckt, bei derartigen, an sich  bekannten Rechenmaschinen die Arbeitsgeschwindig  keit zu erhöhen. Erfindungsgemäss wird     dies    dadurch  erreicht, dass die Ausführung der     Dekadenverschie-          bung    während einer Umdrehung des Einstellwerkes  im Anschluss an die     Einerübertragung    erfolgt.  



  Einzelheiten ergeben sich aus der nachstehenden  Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten  Ausführungsbeispiels der Erfindung.  



       Fig.    1 ist ein Querschnitt der Maschine, welcher  die wichtigsten Teile des Rechenwerkes zeigt.  



       Fig.    2 ist eine Draufsicht auf das Rechenwerk.       Fig.3    ist ein Querschnitt durch zwei Sprossen  räder, wobei sich die Sprossen bei dem einen Rad in  Ruhelage, bei dem andern Rad in     Einstellage    be  finden.  



       Fig.4    ist ein Querschnitt der Multiplikationsein  richtung in der Verschiebelage.  



       Fig.    5 ist ein Querschnitt der Multiplikationsein  richtung in Arbeitsstellung.  



       Fig.    6 ist eine Vorderansicht der Multiplikations  einrichtung.  



       Fig.    7 ist eine teilweise Vorderansicht der Multi  plikationseinrichtung in der Verschiebelage.  



  Die dargestellte Maschine besitzt ein aus zwei  Seitenwänden 1, 2 bestehendes Gestell, in dem die  verschiedenen Teile der Maschine gehaltert sind. Zum  Eintasten der Zahlen dient eine Zehnertastatur, von  der einige Tasten 3 angedeutet sind. Diese wirken auf  die     Stellstifte    4 eines     Stellstiftwagens    5 ein, der auf    zwei im Gestell 1, 2 befestigten Achsen 6 und 7 seit  lich verschiebbar angeordnet ist. Mit den     Stellstiften     wirken in Längsrichtung verschiebbare Zahnstan  gen 8 zusammen, die von Federn 9 in Richtung des  Pfeils A gezogen werden und von einer Sammel  schiene 10 in Ruhestellung     zurückgeführt    werden  können.

   Da die Ausbildung und     Wirkungsweise    der  vorstehend erwähnten Anordnung üblich und Fach  leuten bekannt ist,     wird    von     einer        näheren    Beschrei  bung abgesehen.  



  Zur Aufnahme der positiven oder negativen Zah  len dient ein aus Sprossenscheiben 11 bestehendes       Einstellwerk    12, das mittels einer Buchse 13 auf  einer im Gestell 1, 2 befestigten Achse 14 drehbar  angeordnet ist. Die Maschine weist weiterhin     ein          Resultatzählwerk    15 auf, dessen     Zählwerksräder    17  auf einer im Gestell 1, 2 befestigten Achse 16 dreh  bar gelagert sind. Diese besitzen je zwanzig Zähne 18  und je zwei Zehnernocken 19. Mit dem Resultat  zählwerk 15 arbeiten unter der Wirkung von nicht  dargestellten Federn stehende, mit     Ablenkkanten    21  versehene Zehnerhebel 22 sowie unter der Wirkung  von nicht dargestellten Federn stehende Rasthebel 34  zusammen.

   Die Zehnerhebel 22 und die Rasthebel 34  sind schwenkbar auf einer     gestellfesten    Achse 25  angeordnet. Hinter dem     Resultatzählwerk    15 befin  det sich     eine    Zehnerwalze 26 für die bekannte, nach  einander in zwei Zeitabschnitten     erfolgende    Zehner  übertragung. Sie besteht aus den Zehnerscheiben 27,  welche mit     schraubenförrnig    angeordneten Zehner  sprossen 28 ausgerüstet und mit der Welle 29 ver  bunden sind.  



  Zwar ist die Art der Wertübertragung grundsätz  lich die gleiche wie bei bekannten     Sprossenradrechen-          maschinen,    jedoch fallen die     dort    üblichen Zwischen  räder zwischen den Sprossenrädern und den Resultat  werkrädern fort. Aus diesem Grunde sind     die    Zähl-           werkräder    17 mit je zwanzig Zähnen 18 und je zwei  Zehnernocken 19 ausgerüstet.

   Diese Bauart hat ge  genüber bekannten     Konstruktionen    zur Folge, dass  wegen der Verringerung der bewegten Massen die  Arbeitsgeschwindigkeit der     Maschine    erhöht werden  kann und dass anstelle der sonst üblichen, schwingen  den     Ankersperrhebel    die oben erwähnten Rast  hebel 24 genügen, um ein     überschleudern    der Zähl  werkräder 17 zu verhindern.  



  Am Ende der Zahnstangen 8 sind Verzahnun  gen 30 vorgesehen, die über Zwischenräder 31     ge-          zahnte    Typenstangen 32 verstellen können, die die  auf ihnen eingestellten Zahlenwerte auf einer Druck  walze 33 zum Abdruck bringen     können.     



  Zum Antrieb des gesamten Rechenmechanismus  dient ein Motor 34, der über Zahnräder 35, 36,  37, 38 die die Zehnerwalze 26 tragende Welle 29  antreibt.     Ein    auf der Welle 29 sitzendes Zahnrad 39  steht über eine auf der Achse 16 drehbar angeordnete       Zahnwalze    40 mit einem Zahnrad 41 in Wirkver  bindung, das fest mit der auf der Achse 14 befind  lichen Buchse 13 verbunden ist. Infolgedessen werden  beim Laufen des Motors 34 die Zehnerwalze 26 und  das Einstellwerk 12 synchron gedreht.  



  Die Sprossenräder 11 des Einstellwerkes 12 be  sitzen -     vgl.        Fig.    3 - fest mit der Buchse 13 ver  bundene,     scheibenartige    Tragkörper 42, in denen je  neun um Achsstifte 44     schwenkbare    Sprossen 43  angebracht sind. Um die Bunde 45 der Tragkörper 42  sind Einstellringe 48     verdrehbar,    die Verzahnun  gen 47 und Kurvenbahnen 49 aufweisen.

   In die Ver  zahnungen 47 können die Zahnstangen 8 eingreifen,  so dass die Einstellringe 46 je nach den eingetasteten  Zahlen um verschiedene Winkel verdreht werden  und dabei mit ihren Kurvenbahnen 49 die von     ihnen     berührten Sprossen 43 aus ihrer in     Fig.3        links    ge  zeigten Ruhelage     in    die rechts gezeigte Arbeitslage       verschwenken.     



  Bei der dargestellten     Maschine    werden daher die  Sprossen 43 der Sprossenräder 11 nicht wie üblich  radial, sondern axial verstellt. Infolgedessen können  sie sich je nachdem, ob sie verstellt worden sind oder  nicht, bei der Drehung des     Einstellwerkes    12 in zwei       nebeneinanderliegenden    Spuren bewegen. Hierbei  stellen die     nicht        verschwenkten    Sprossen die Neuner  komplementwerte der     verschwenkten    Sprossen dar.  



  An sich ist die axiale Verstellung der Sprossen  bei     Sprossenradmaschinen    bekannt, wie beispiels  weise die schwedische Patentschrift Nr. 14935 zeigt.  Es ist auch nicht neu, Subtraktionen durch die Addi  tion der     Komplementwerte    durchzuführen.  



  Hiervon ausgehend     benützt    nun die     Erfindung    die  bekannte axiale Verschiebung der Sprossen von  Sprossenrädern dazu, bei Subtraktionen das Rechen  werk additiv weiterdrehen zu können,     indem    hierbei  die Gesamtheit der Sprossenräder 11 um so viel seit  lich verschoben wird, wie dem Unterschied der Spu  ren der verstellten und     nicht    verstellten Sprossen 43  entspricht. Infolgedessen     führen    die nicht verstellten  Sprossen, die den     Komplementwert    der verstellten    Sprossen darstellen, bei ihrer Einwirkung auf die  Resultatzähler 17 die Subtraktion durch Addition der       Neunerkomplementwerte    durch.  



  Die hierzu notwendige seitliche Verschiebung des  Einstellwerkes 12 bei der negativen Rechnung kann  bei Betätigen der die Subtraktion auslösenden Funk  tionstaste ausgelöst werden. Die Mittel hierzu sind,  da sie dem Fachmann keine Schwierigkeiten bereiten,  hier nicht näher beschrieben.  



  Da infolge der beschriebenen Gestaltung der Re  chenmaschine das Rechengetriebe bzw. die gesamte       Rechenmaschine    bei allen Rechnungsarten nur in  einer Drehrichtung arbeitet, wird die bei bekannten       Sprossenradrechenmaschinen    übliche zweite Zehner  spirale für negatives Rechnen überflüssig. Infolge  dessen können die Durchmesser der Sprossenwalze  11, 12 und der Zehnerwalze 26 verringert werden, so  dass sich ausser einer Vereinfachung der Konstruktion  die     Möglichkeit    ergibt, die Rechenmaschine rascher  antreiben zu können.  



  Bei der Subtraktion durch Addition der Neuner  komplemente ist es erforderlich, um richtige Rechen  ergebnisse zu erhalten, in der niedrigsten Dekade des  Rechenwerkes eine  Eins  zu addieren und in der  der höchsten Dekade folgenden Stelle eine  Eins  zu  subtrahieren. Hierbei können dem Rechenwerk eine  beliebige Zahl von  Neunen  in Gestalt der so  genannten Neunerbrücke vorgeschaltet sein. Auch bei  der vorliegenden Maschine wird - vgl.     Fig.2      eine solche Neunerbrücke vorgesehen. Vor den  Sprossenrädern 11 sind zum Beispiel vier Zahn  scheiben 50 mit je neun Zähnen angeordnet. Hier  bei liegen die Zähne der Zahnscheiben 50 seitlich in  der gleichen Spur wie die den     Komplementwerten     entsprechenden, nicht verstellten Sprossen 43.  



  Das eben erläuterte, unterbrechungsfreie Durch  laufen der Maschine in einer Richtung ist nicht nur  für die Addition und Subtraktion vorgesehen, son  dern vor allem für die Multiplikation und die Divi  sion. Zu diesem Zweck ist die dargestellte Maschine  in folgender Weise ausgestaltet:  Während der Multiplikand genau wie ein positi  ver oder negativer Posten in das     Einstellwerk    12 ein  gestellt werden kann, dient zum Einbringen des  Multiplikators ein zusätzliches Einstellwerk, der       Multiplikatorspeicher    51. Dieser ist auf einer Achse  52 gelagert, die fest mit den Seitenwänden 1 und 2  verbunden ist. Der Speicher 51 besteht aus Zähl  rädern 53 und mit diesen verbundenen Scheiben 54,  die an den der Ziffer Null entsprechenden Stellen  Lücken 55 aufweisen.

   Die Einbringung der Multi  plikatorwerte in die     Zählräder    53 ist nicht näher be  schrieben; sie kann beispielsweise in der gleichen  Weise erfolgen, wie das Einbringen des Multiplikan  den in das Einstellwerk 12.  



  Auf einer im Gestell 1, 2 drehbar und axial ver  schiebbar gelagerten Welle 56 sitzt der sogenannte   Einzahn  57, der dazu dient, das Multiplikator  werk 51 beim Multiplizieren schrittweise zurück  zudrehen und zu entleeren bzw. es beim Dividieren      als Umdrehungszählwerk, als     Quotientenwerk,        anzu-          treiben.    Die Welle 56 trägt ein Zahnrad 58, das mit  einem auf der Buchse 13 befestigten Zahnrad 59  gleicher Zähnezahl in Eingriff steht, so dass sich der  Einzahn 57 mit der gleichen Drehzahl umdreht wie  die Sprossenwalze 12. Diese kann sich unter der  Wirkung einer Schraubenfeder 60     dekadenweise    axial  verschieben.

   An diesen Verschiebungen nimmt die  Welle 56 teil, da das Zahnrad 58 zwischen dem  Zahnrad 59 und einer     Bundscheibe    61 geführt ist.  Der Einzahn 57 wandert daher bei der Multiplika  tion mit der Sprossenwalze 12 von Dekade zu De  kade des     Multiplikators    und dreht die Zählräder 53  schrittweise bis auf Null zurück.  



  Die Zählräder werden durch einen     Fühlhebel    62  abgefühlt. Dieser steht über eine Ringnut 63 der  Buchse 13 ebenfalls mit der     Sprossenwalze    12 in  Verbindung und nimmt gleichfalls an deren Seiten  verschiebung teil. Er hat an seinem obern Ende eine  Nase 64, die in die Rastverzahnung 65 einer     gestell-          festen    Rastschiene 66 eingreifen kann. Eine Feder 67  hat das Bestreben, den     Fühlhebel    in Richtung auf  die Scheiben 54 zu ziehen, so dass sein unteres  Ende 68 auf den Scheiben 54 aufliegen kann.  



  Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:  Zunächst erfolgt, wie beschrieben, die Einstellung  eines Multiplikanden in die Sprossenwalze 12 und  eines Multiplikators in den     Multiplikatorspeicher    51.  Während dieser Einstellung wird der     Fühlhebel    62  durch den Anschlag 69 in der Verzahnung 65 ein  gerastet gehalten. Die Sprossenwalze 12 verbleibt in  ihrer Ausgangsstellung in der niedrigsten Dekade des  Resultatzählwerkes 15. Durch Niederdrücken einer  nicht dargestellten, zum Beispiel mit<B> = </B> bezeich  neten Funktionstaste wird der Anschlag 69 in be  liebiger Weise entfernt und zugleich wird, wie üblich,  der Antriebsmotor der Maschine eingeschaltet.

   Nun  legt sich der     Fühlhebel    62 mit seinem     untern    Ende 68  unter dem Zug der Feder 67 auf den Rand der ersten  Speicherscheibe 54. Zugleich beginnt der Einzahn 57  das erste     Zählrad    53 schrittweise     zurückzudrehen,     bis die Nullücke 55 der Nase 64 gegenübersteht. In  dieser Stellung kann der     Fühlhebel    62 unter der Wir  kung der Feder 67 in die Lücke 55 der ersten  Scheibe 54 einfallen.

   Da hierbei ihr oberes Ende 70  aus der Verzahnung 56 austritt, wird die Sprossen  walze 12 zur Verschiebung freigegeben, und sie wan  dert unter dem Druck der Feder 60 mit dem Ein  zahn 57 zur nächsthöheren Dekade des     Multiplika-          tors.    Sofern in dem Zählrad 53 dieser     Stelle    eine  Ziffer eingestellt ist, wird der     Fühlhebel    62     mittels     der Schrägkante 71 der Nase 64 beim Auftreffen auf  den abgeschrägten Rand der Scheibe 54 wieder nach  oben gedrückt und in der nächsten Zahnlücke der  Rastverzahnung 65 eingerastet. In dieser Stellung  verharrt nun die Sprossenwalze 12, bis das zugehörige  Zählrad 53 durch den Einzahn 57 auf Null zurück  gedreht worden ist.  



  Dieses Spiel wiederholt sich von Dekade zu De  kade, bis der gesamte eingestellte Multiplikator ab-    gearbeitet und das Produkt vom     Resultatzählwerk    15  aufgenommen worden ist.     Hiernach    werden der Ma  schinenantrieb und die ganze Maschine durch eine  nicht zur Erfindung gehörende und daher nicht ge  zeichnete Einrichtung     stillgesetzt    und alle     Teile    in  Ruhelage zurückgeführt.  



  Das Einstellwerk 12 ist     während    der Multiplika  tion mit gleichbleibender Drehgeschwindigkeit weiter  gelaufen, ohne beim     übergang    von einer Dekade des  Multiplikators zur nächsten zum     Stillstand    zu kom  men. Diese Arbeitsweise ist im Gegensatz zu der  Arbeitsweise anderer Maschinen, bei denen während  der Multiplikation die Maschine angehalten, zur  nächsten Dekade verschoben und wieder in Gang ge  setzt werden muss, eine      Non-Stop-Multiplikation .     



  Besitzt ein im Speicher 51 eingestellter Multi.       plikator    Nullen, so werden bei der beschriebenen Ein  richtung diese     Dekadenstellen    von der Sprossen  walze 12 übersprungen, da an diesen Stellen die  Nullücken 55 der Speicherscheiben 54 dem     Fühl-          hebel    62 gegenüberstehen und sein oberes Ende 70  erst in derjenigen Dekade in die     Rastverzahnung    65  einrastet, in welcher wieder eine von      Null     ab  weichende     Multiplikatorziffer    steht.  



  Die     Dekadenverschiebung    der     Sprossenwalze    12  findet nach Beendigung der     Einerübertragung    wäh  rend der     darauffolgenden        Zehnerübertragung    statt,  d. h. etwa während des in     Fig.    5     mit    A -B bezeich  neten Umlaufwinkels der Sprossenwalze 12. Die Ver  schiebung der     Sprossenwalze    12 muss bis zum     Beginn          einer    neuen     Einerübertragung    beendet sein.

   Damit  für den     Dekadensprung    ein möglichst grosser Zeit  raum zur Verfügung steht, ist der Einzahn 57 derart  winkelgerecht mit der Sprossenwalze 12 gekuppelt,  dass     eine    Nullücke 55 unmittelbar nach Ende des  zuletzt übertragenen     Einers    mit dem     Fühlhebel    62 in       Eingriff    kommt.  



  Befinden sich     innerhalb    eines     Multiplikators    meh  rere Nullen, so muss während des     Drehwinkels   <I> A =B </I>  der Sprung der Sprossenwalze 12 über mehrere De  kaden erfolgen. Daher kann unter Umständen bei  hohen Geschwindigkeiten der     Rechenmaschine    die  Zeit für den Sprung der Sprossenwalze nicht aus  reichen. Es kann somit zweckmässig sein, die Zeit für  das Durchlaufen des     Drehwinkels         A=B     auf die  für den     Dekadensprung    erforderliche Zeit abzustim  men, d. h. die     Umlaufgeschwindigkeit    der Sprossen  walze 12 herabzusetzen.

   Dies kann durch eine Ein  richtung     erreicht    werden, die nachfolgend an einem  Beispiel beschrieben ist.  



  Der     Fühlhebel    62 besitzt einen Ansatz 72     (Fig.1),     der über eine Kontaktfeder 73 mit zwei Kontakten  74 und 75     zusammenwirkt.    Der Kontakt 74 ist in  den Motorstromkreis, der Kontakt 75 in den Strom  kreis eines Bremsmagneten 76     eingeschaltet,    dessen  Anker 77 zum Beispiel auf eine Bremsscheibe 78 des  Antriebsmotors 34 einwirkt. Beim Einfallen des       Fühlhebels    62 in eine Nullücke 55 werden der Motor  stromkreis geöffnet und der Bremsstromkreis ge  schlossen.

   Dieser Zustand dauert während der Ver-      Schiebung des     Fühlhebels    durch ein oder mehrere  Nullücken 55 an und wird erst beim Auftreffen auf  eine Speicherscheibe 54 wieder aufgehoben, welche  eine von     Null    abweichende     Multiplikatorziffer    trägt.  Hierdurch wird die Umlaufgeschwindigkeit der Re  chenmaschine     in    Abhängigkeit von der Grösse der  auszuführenden     Dekadensprünge    herabgesetzt.  



  Die Bremsung der     Umlaufgeschwindigkeit    der  Maschine kann natürlich auch auf anderem, zum Bei  spiel rein mechanischem Weg erfolgen.  



  Das Prinzip des gleichförmigen, pausenlosen Um  laufes des Einstellwerkes bietet weitere     Vorteile    bei  der sogenannten abgekürzten Multiplikation und bei  der Division. In beiden Fällen treten bekanntlich  positive und negative Rechenvorgänge auf. Das Ein  stellwerk läuft hierbei immer nur in einer Drehrich  tung, und für den Übergang von der einen Rechen  art auf die andere ist lediglich eine geringe seitliche  Verschiebung der     Sprossenwalze    12 gegenüber dem  Resultatzählwerk 15 erforderlich, so dass einmal die       verschwenkten    Sprossen, das andere Mal die nicht       verschwenkten    Sprossen der     Komplementärwerte    mit  den     Zählwerkrädern    17 zum Eingriff kommen.

   Diese  Verschiebung kann zum Beispiel dadurch bewirkt  werden, dass die     gestellfeste    Rastschiene längsbeweg  lich gemacht wird, was unter dem Einfluss einer ent  sprechenden Funktionstaste auf einfache Weise     möb          lich    ist und keiner näheren Beschreibung bedarf. Mit  einer solchen Einrichtung lassen sich auch ohne wei  teres negative Multiplikationen ausführen. Auch kann  der     Multiplikatorspeicher    für die Division in bekann  ter Weise als     Quotientenzählwerk        ausgebildet    sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Rechenmaschine mit einem rotierenden Einstell werk, das für aufeinanderfolgende, während eines Umlaufes stattfindende Übertragung der Einer und der Zehner auf ein Resultatwerk ausgebildet ist, wo bei beide Werke zwecks Ausführung der Dekaden verschiebung bei der Multiplikation relativ zuein ander längsverschiebbar sind, dadurch gekennzeich net, dass die Verschiebung während einer Umdrehung des Einstellwerkes (12) im Anschluss an die Einer übertragung erfolgt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Rechenmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Verschiebung der Sprossenradwalze des Einstellwerkes (12) zum Zweck des Überganges von additiver Rechnung zur subtrak- tiven Rechnung und umgekehrt während des ununter brochenen Umlaufes der Sprossenradwalze erfolgt. 2.
    Rechenmaschine nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen Multiplikatorspeicher (51), des sen Speicherscheiben von einem mit dem Einstell werk (12) drehbar und verschiebbar verbundenen Schaltzahn (57) aus ihrer Wertlage zurückgedreht werden, und deren Zifferinhalt von einem Fühler (62) abgetastet wird, der beim Zusammentreffen mit einer Nullücke (55) einer Speicherscheibe (54) die Deka- denverschiebung zwischen Einstellwerk (12) und Re sultatzählwerk (15) bei fortlaufender Rotation des Einstellwerkes (12) bewirkt. 3.
    Rechenmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rastschiene (66) vorgesehen ist, in deren Zahnung der Abfühlhebel (62) durch mit den Zählrädern des Multiplikatorspeicherwerkes (51) verbundene Schei ben (54) so lange hineingedrückt wird, wie an der betreffenden Stelle des Multiplikatorspeicherwerkes (51) von Null abweichende Ziffernwerte vorhanden sind, aus deren Zahnung er jedoch unter der Wir kung einer Feder herausgeführt wird, sobald er mit einer beim Nullwert vorgesehenen Ausnehmung (55) der Scheibe in Eingriff kommt. 4.
    Rechenmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass es eine die Verschiebegeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Zahl hintereinanderliegender Stellen des Multiplikatorspeicherwerkes (51) mit dem Ziffern wert Null herabsetzende Vorrichtung aufweist. 5. Rechenmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abfühlhebel (62) mit einem einen Bremsstromkreis steuernden Schalter (73) zusammenwirkt, den er so lange geschlossen hält, wie in der betreffenden Stelle des Multiplikatorspeicherwerkes (51) von Null ab weichende Ziffernwerte vorhanden sind. 6.
    Rechenmaschine nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine vom Resultatwerk (15) getrennte und mit diesem letzteren in Antriebsverbindung ste hende Zehnerwalze (26). 7. Rechenmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zählwerkräder des Resultatwerkes (15) mit dem Ein stellwerk (12) und der Zehnerwalze (26) unmittelbar, unter Fortfall von Zwischentrieben, in Eingriff stehen.
CH342016D 1954-06-22 1955-06-20 Rechenmaschine mit einem rotierenden Einstellwerk CH342016A (de)

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