CH340221A - Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen

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CH340221A
CH340221A CH340221DA CH340221A CH 340221 A CH340221 A CH 340221A CH 340221D A CH340221D A CH 340221DA CH 340221 A CH340221 A CH 340221A
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CH
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styrene
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hypohalous acid
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Gerhard Dr Kaebisch
Ulrich Dr Hoffmann
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Degussa
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/64Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by simultaneous introduction of -OH groups and halogens
    • C07C29/66Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring by simultaneous introduction of -OH groups and halogens by addition of hypohalogenous acids, which may be formed in situ, to carbon-to-carbon unsaturated bonds

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen
Es ist bekannt, Halogenhydrine so herzustellen, dass man bei den Reaktionsbedingungen flüssige Olefine, z. B. Styrol, mit unterhalogeniger Säure behandelt. Die unterhalogenige Säure wird z. B. durch Lösen von Halogen in Wasser oder in einer Natriumbicarbonatlösung oder durch Behandeln einer wässrigen Chlorkalkaufschlämmung mit   Kohlendioxyd    hergestellt. Neben einer Anlagerung von unterhalogeniger Säure an die Doppelbindung des Olefins entsteht hierbei auch stets das entsprechende Dihalogenid als Nebenprodukt. Die nach diesem Verfahren erhaltene Ausbeute an Halogenhydrin ist daher niemals quantitativ. Häufig ist sie so niedrig, dass die wirtschaftliche Durchführung des Verfahrens gefährdet wird.



   Es wurde nun gefunden, dass die Ausbeute an Olefin-Halogenhydrin erheblich gesteigert werden kann, wenn man als wässriges Medium bei der Behandlung des Olefins mit unterhalogeniger Säure eine an dem betreffenden Halogenhydrin praktisch gesättigte wässrige Lösung von Erdalkali- und/oder Alkalihalogeniden verwendet. Die Lösung ist am besten schwach alkalisch, neutral oder schwach sauer. An Stelle der fertigen unterhalogenigen Säure kann man auch eine wässrige Lösung verwenden, der Halogen zugegeben wird, so dass eine intermediäre Bildung von unterhalogeniger Säure erfolgt.



  Um bei der technischen Durchführung des Verfahrens dieses wässrige Medium der gewünschten Zusammensetzung zu erhalten, empfiehlt es sich, die nach Abtrennung des Halogenierungsproduktes erhaltende wässrige Schicht, vorteilhaft nach Neutralisierung mit basischen   Erdalkali- bzw.    Alkaliverbindungen, im Kreislauf in die Halogenierung zurückzuführen. Hierbei hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen, die Dichte des umlaufenden wässrigen Mediums so hoch zu halten, dass sie höher ist als die des Rohchlorierungsproduktes. Durch diese Massnahme ist es möglich, eine leichte Trennung des Chlorierungsproduktes von dem wässrigen Medium zu erzielen.



   Zur Aufrechterhaltung der Zusammensetzung und Dichte des wässrigen Mediums ist es mit gutem Erfolge möglich, bei jedem Umlauf einen Teil von ihm zu entfernen und durch Wasser zu ersetzen. Das Verfahren kann kontinuierlich und diskontinuierlich durchgeführt werden.



   Beispiel
In einem mit Intensivrührern ausgestatteten Behälter werden im Laufe von 10 Stunden 6 Liter Styrol mit 120 Litern einer an Styrolchlorhydrin gesättigten   250/obigen    Lösung von CaCl2 unter Einleiten von Chlor und unter kräftigem Rühren behandelt, derart, dass sich etwa   80  /o    des Styrols umsetzen. Nach der Abtrennung im Scheidegefäss erhält man 6,8 Liter eines Rohchlorierungsgemisches der Dichte   1,165,    das 1075 g Styrol, 4680 g Styrolchlorhydrin, 1630 g Styroldichlorid und 600 g Rückstand enthält. Aus der wässrigen Schicht, die aus dem Chlorierungsgefäss abläuft, werden 7 Liter entfernt und durch Wasser ersetzt. Dann wird die wässrige Schicht mit Kalk neutralisiert und wieder dem Chlorierungsgefäss zugeführt.



   Bei einem Gegenversuch unter sonst gleichen Bedingungen, aber ohne Zusatz von   Carl2,    werden 6 Liter eines Rohchlorierungsgemisches der Dichte 1,154 erhalten, das 1130 g Styrol, 3360 g Styrolchlorhydrin, 1740 g Styroldichlorid und 560 g Rückstand enthält.  



   PATENTANSPRUCH
Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen durch Umsetzung von bei den Reaktionsbedingungen 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen Es ist bekannt, Halogenhydrine so herzustellen, dass man bei den Reaktionsbedingungen flüssige Olefine, z. B. Styrol, mit unterhalogeniger Säure behandelt. Die unterhalogenige Säure wird z. B. durch Lösen von Halogen in Wasser oder in einer Natriumbicarbonatlösung oder durch Behandeln einer wässrigen Chlorkalkaufschlämmung mit Kohlendioxyd hergestellt. Neben einer Anlagerung von unterhalogeniger Säure an die Doppelbindung des Olefins entsteht hierbei auch stets das entsprechende Dihalogenid als Nebenprodukt. Die nach diesem Verfahren erhaltene Ausbeute an Halogenhydrin ist daher niemals quantitativ. Häufig ist sie so niedrig, dass die wirtschaftliche Durchführung des Verfahrens gefährdet wird.
    Es wurde nun gefunden, dass die Ausbeute an Olefin-Halogenhydrin erheblich gesteigert werden kann, wenn man als wässriges Medium bei der Behandlung des Olefins mit unterhalogeniger Säure eine an dem betreffenden Halogenhydrin praktisch gesättigte wässrige Lösung von Erdalkali- und/oder Alkalihalogeniden verwendet. Die Lösung ist am besten schwach alkalisch, neutral oder schwach sauer. An Stelle der fertigen unterhalogenigen Säure kann man auch eine wässrige Lösung verwenden, der Halogen zugegeben wird, so dass eine intermediäre Bildung von unterhalogeniger Säure erfolgt.
    Um bei der technischen Durchführung des Verfahrens dieses wässrige Medium der gewünschten Zusammensetzung zu erhalten, empfiehlt es sich, die nach Abtrennung des Halogenierungsproduktes erhaltende wässrige Schicht, vorteilhaft nach Neutralisierung mit basischen Erdalkali- bzw. Alkaliverbindungen, im Kreislauf in die Halogenierung zurückzuführen. Hierbei hat es sich ferner als vorteilhaft erwiesen, die Dichte des umlaufenden wässrigen Mediums so hoch zu halten, dass sie höher ist als die des Rohchlorierungsproduktes. Durch diese Massnahme ist es möglich, eine leichte Trennung des Chlorierungsproduktes von dem wässrigen Medium zu erzielen.
    Zur Aufrechterhaltung der Zusammensetzung und Dichte des wässrigen Mediums ist es mit gutem Erfolge möglich, bei jedem Umlauf einen Teil von ihm zu entfernen und durch Wasser zu ersetzen. Das Verfahren kann kontinuierlich und diskontinuierlich durchgeführt werden.
    Beispiel In einem mit Intensivrührern ausgestatteten Behälter werden im Laufe von 10 Stunden 6 Liter Styrol mit 120 Litern einer an Styrolchlorhydrin gesättigten 250/obigen Lösung von CaCl2 unter Einleiten von Chlor und unter kräftigem Rühren behandelt, derart, dass sich etwa 80 /o des Styrols umsetzen. Nach der Abtrennung im Scheidegefäss erhält man 6,8 Liter eines Rohchlorierungsgemisches der Dichte 1,165, das 1075 g Styrol, 4680 g Styrolchlorhydrin, 1630 g Styroldichlorid und 600 g Rückstand enthält. Aus der wässrigen Schicht, die aus dem Chlorierungsgefäss abläuft, werden 7 Liter entfernt und durch Wasser ersetzt. Dann wird die wässrige Schicht mit Kalk neutralisiert und wieder dem Chlorierungsgefäss zugeführt.
    Bei einem Gegenversuch unter sonst gleichen Bedingungen, aber ohne Zusatz von Carl2, werden 6 Liter eines Rohchlorierungsgemisches der Dichte 1,154 erhalten, das 1130 g Styrol, 3360 g Styrolchlorhydrin, 1740 g Styroldichlorid und 560 g Rückstand enthält.
    PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen durch Umsetzung von bei den Reaktionsbedingungen flüssigen Olefinen mit unterhalogeniger Säure in wässrigem Medium, dadurch gekennzeichnet, dass als wässriges Medium eine an dem betreffenden Halogenhydrin praktisch gesättigte Lösung einer Erdalkaliund/oder Alkalihalogenide verwendet wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die nach Abtrennung des Chlorierungsproduktes erhaltene wässrige Schicht im Kreislauf in die Halogenierung zurückgeführt wird.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Schicht nach Neutralisierung mit basischen Erdalkali- bzw. Alkaliverbindungen im Kreislauf in die Halogenierung zurückgeführt wird.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das umlaufende wässrige Medium eine Dichte besitzt, die über der des Rohchlorierungsproduktes liegt.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Konstanthaltung der Zusammensetzung und Dichte des umlaufenden wässrigen Mediums bei jedem Umlauf ein Teil entfernt und durch Wasser ersetzt wird.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine an Halogenhydrin praktisch gesättigte Lösung eines Erdalkali- und/oder Alkalihalogenides unter gleichzeitigem Einleiten von Halogen auf das Olefin zur Einwirkung bringt.
CH340221D 1954-10-30 1955-09-05 Verfahren zur Herstellung von Halogenhydrinen CH340221A (de)

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