CH340202A - Vorrichtung zum Bilden einer Randleiste auf einem Bandwebstuhl mit feststehender Schussspule - Google Patents

Vorrichtung zum Bilden einer Randleiste auf einem Bandwebstuhl mit feststehender Schussspule

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CH340202A
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weft thread
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Mueller Jakob
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    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
    • D03D47/40Forming selvedges
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    • D03D47/46Forming selvedges by selvedge shuttle or other device passing selvedge thread through loop of weft

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description


  Vorrichtung zum Bilden einer Randleiste auf einem Bandwebstuhl  mit feststehender     Schussspule       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine  Vorrichtung zum     Bilden    einer Randleiste auf einem  Bandwebstuhl mit feststehender     Schussspule.     



  Bei     Bandwdbstühlen    dieser     Art    wird der von  der feststehenden     Schussspule    abgezogene Schuss  faden durch ein hin und her gehendes oder schwin  gendes,     nadelartiges    Organ in das     jeweilige    Ketten  fadenfach eingetragen, wobei der eingetragene Schuss  faden auf der der     Eintragseite    entgegengesetzten  Seite der     Kettfäden    durch einen Fangfaden abge  bunden wird.  



  Es ist dabei bekannt, den Fangfaden von einer  Spule abzuziehen, welche in einem Fangschiffchen  angeordnet ist, wobei dieses letztere sich in bezüg  lich der Bandebene senkrechter     Richtung    auf und  ab bewegt. Der eingetragene     Schussfaden    bildet dabei  auf der der     Eintragsseite    entgegengesetzten Seite  eine Schlaufe, durch welche sich das     Schiffchen     hindurch bewegt, so dass der     Schussfaden    abgebunden  wird und sich am Band eine Randleiste     bildet.     



  Es ist klar, dass eine solche Vorrichtung zum  Abbinden des     Schussfadens    mittels einem     Schiffchen     oder einem andern hin     und    her gehenden Organ  einen erheblichen technischen     Aufwand    bedingt. Ab  gesehen davon ist aber auch die Leistungsfähig  keit des Webstuhls bei Verwendung eines solchen  Organs relativ niedrig, indem die Massenkräfte,  welche bei der Hin- und     Herbewegung    entstehen, das  Weben mit hohen     Schusszahlen    pro Zeiteinheit ver  hindern.  



  Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, eine  Vorrichtung zu schaffen, bei welcher die genannten       Nachteile    vermieden werden. Die erfindungsgemässe  Vorrichtung zum Bilden einer Randleiste auf einem  Bandwebstuhl mit feststehender     Schussspule,    bei wel  chem der in das     Kettenfadenfach    eingetragene         Schussfaden    durch ein Fangorgan mit dem Fang  faden abgebunden wird, zeichnet sich dadurch aus,  dass das Fangorgan drehbar angeordnet ist und mit  einer     Antriebsvorrichtung    in Wirkungsverbindung  steht, und dass das Fangorgan     eine    den     Fangfaden     enthaltende Spule aufweist und mit Mitteln ver  sehen ist,

   um die Mitnahme jedes     Schussfadens     über eine Umdrehung des Fangorgans zu ermög  lichen, zum Zwecke, den Fangfaden     zu    umschlin  gen und dadurch den     Schussfaden    abzubinden. In  der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungs  form der erfindungsgemässen Vorrichtung darge  stellt. Es zeigen:       Fig.    1 einen     Schnitt    durch die Vorrichtung ent  lang     Linie        I-I    in     Fig.    2 und       Fig.    2 einen Schnitt durch die Vorrichtung ent  lang Linie     II-11    in     Fig.    1.  



  In     Fig.    1 sind mit A die     Kettfäden    bezeichnet,  welche in bekannter Weise von einem     Kettenbaum     oder mehreren Spulen über     einen        Streichbaum    an  die Webstelle des Bandwebstuhls verlaufen und das  gewobene Band wird in ebenfalls bekannter Weise  von Walzen abgezogen. Diese bekannten Mittel sind  der Einfachheit halber aus der Zeichnung wegge  lassen. Die     Kettfäden    A verlaufen durch einen vor  der Webstelle angeordneten, schematisch dargestell  ten     Rietkamm    1.

   Auf der     Eintragsseite    des Bandes B  ist auf einer     vertikal    verlaufenden Antriebswelle 2  ein     Eintragorgan    3 angeordnet, das mit der     Welle     fest ist und sich in einer     angenähert    horizontalen  Ebene erstreckt und in derselben     infolge    Wirkungs  verbindung mit der Welle 2 periodische Schwing  bewegungen ausführt.

   In seiner ausgezogen darge  stellten Lage befindet sich das     Eintragorgan    in  seiner bezüglich     Fig.    1 rechten     Endlage,        währenddem     die     strichpunktierte        Darstellung    desselben die linke      Endlage andeutet. In der erstgenannten Endlage  greift das     Eintragorgan    wie angedeutet durch das  Fach hindurch, welches in bekannter Weise     mittels     nicht dargestellten Schäften, die vor dem     Rietkamm    1  angeordnet     sind,    gebildet wird.

   Das     Eintragorgan    3  weist am freien Ende seines gebogenen Eintrag  teils eine Fadenöse 4 auf, durch welche der Schuss  faden C verläuft. Der     Schussfaden    C wird von     einer     nicht dargestellten feststehenden Spule über     einen     Fadenführer 5 abgezogen.  



  Auf der der     Eintragsseite    entgegengesetzten Seite  des Bandes B ist ein Gehäuse 6 angeordnet, welches  am Maschinengestell (nicht dargestellt) befestigt ist.  Das Gehäuse 6     enthält        in    seinem dem freien Ende  des     Eintragorgans    3 zugekehrten Teil ein Fangorgan  7, das auf zylindrischen Laufflächen<I>7a</I> und<I>7b</I>     in     einer     Ausnehmung    des Gehäuses gelagert ist. Das  Fangorgan 7 besitzt an seinem Umfang vertieft an  geordnet eine Verzahnung B. Die Verzahnung 8 und  die beiden Laufflächen<I>7a, 7b</I> weisen an einer  Stelle ihres Umfanges eine Einkerbung 10 auf, welche  entgegengesetzt der Umlaufrichtung des Fangorgans  7 gerichtet ist.

   Die Umlaufrichtung ist durch den  Pfeil 11 angedeutet. Das Fangorgan 7 ist durch  zwei     ringförmige    Lagerdeckel 12 und 13, welche  an den Gehäusewänden befestigt sind, gegen axiale  Verschiebung gesichert. Auf einem im Zentrum des  Fangorgans angeordneten Achsbolzen 14 ist ein  mit dem Fangorgan nicht umlaufender Deckel 15  mit     seiner    Lagerhülse 15a lose drehbar aufgesetzt.  Auf der     Führungshülse    15a ist ebenfalls lose drehbar       eine    Spule 16 für den     Fangfaden    D angeordnet.  In den beiden Hälften des Gehäuses 6 sowie in  den beiden Deckeln 12 und 13 ist je eine Aus  brechung 17 vorgesehen, welche dein freien Ende  des     Eintragorgans    3 zugekehrt ist.

   Die     Ausbre-          chung    17 im Gehäuse 6 mündet in die     Ausneh-          mung    desselben, in welcher das Fangorgan 7 an  geordnet ist, so dass also der durch die Fadenöse 4  verlaufende     Schussfaden    freien Zutritt zu diesem  Fangorgan hat und in dessen Einkerbung 10 ein  tritt, wenn diese sich in der entsprechenden Um  fangslage befindet. In die     Ausbrechung    17 ragt  ein gebogenes     Führungsorgan    18 für den     Fangfaden     D, welches am Deckel 15 befestigt ist.

   Der Deckel  15     besitzt    an der Stelle, an welcher das Führungs  organ 18 über ihn hinausragt, eine Nut 19, durch  welche sich der Fangfaden D bei dessen Abzug von  der Spule 16 erstreckt. Das Führungsorgan 18 be  sitzt dabei in     seinem    bogenförmigen     Teil    eine Faden  öse 20, welche vom Fangfaden D durchdrungen  wird, wonach derselbe entlang dem freien     Endteil     des Führungsorgans 18 an den Rand des gewobenen  Bandes B verläuft. Das Führungsorgan 18 ist, wie  aus     Fig.2    hervorgeht, im Querschnitt mulden  förmig ausgebildet, um den Fangfaden D zu führen;  gleichzeitig ist es     bezüglich    der radialen Richtung  des Fangorgans 7 geneigt angeordnet.  



  Mit der Verzahnung 8 stehen zwei Zahnräder  21 und 22     im        Eingriff,    welche unter sich gleiche    Zähnezahl aufweisen und ihrerseits mit einem ge  meinsamen Antriebszahnrad 23 in Verbindung stehen,  welches über eine Welle 24 mit dem nicht darge  stellten Antriebsmotor des Webstuhls in Verbin  dung steht.  



  Beim Betrieb des Webstuhls trägt das Eintrags  organ 3 den     Schussfaden    periodisch     in    das durch  die     Kettfäden    A gebildete Fach ein, so dass der       Schussfad'en    in der rechten Endlage des Eintrag  organs einen spitzen Winkel bildet, dessen Scheitel  bei der Fadenöse 4 liegt und dessen einer Schenkel  sich zum Fadenführer 5 und der andere Schenkel  an die eigentliche Webstelle des Bandes B erstreckt.

    Der diesen letzteren Schenkel bildende Teil des       Schussfadens    erstreckt sich dabei durch die Aus  brechung 17 unterhalb des Führungsorgans 18, so  dass beim Umlauf des Fangorgans 7 der     Schuss-          faden    C durch die Einkerbung 10 erfasst wird und  mit derselben einen vollen     Umlauf    des Fangorgans  mitmacht. Der Verlauf des     Schussfadens    nach einer  halben Umdrehung des Fangorgans 7 ist in     Fig.    1  in     strichpunktierten        Linien    angedeutet.

   Wenn das  Fangorgan eine ganze Umdrehung ausgeführt hat  bzw. die Einkerbung 10 nahezu     in    die in     Fig.2     dargestellte Ausgangslage zurückgekehrt ist, läuft  der     Schussfaden    auf dem Führungsorgan 18 auf und  wird infolge dessen Neigung aus der Kerbe 10 her  ausgeleitet, wobei der     Schussfaden    unter der Wir  kung des in die     in        Fig.l    strichpunktierte Aus  gangslage zurückkehrenden     Eintragorgans    3 aus der       Ausbrechung    17 herausgezogen wird.

   Bei dessen  Mitnahme durch das Fangorgan während     einer     Umdrehung desselben umschlingt der     Schussfaden     den Fangfaden so, dass der     Schussfaden    bzw. die  beiden bei     einer        Eintragbewegung    des     Eintragorgans     3 in das gleiche Fach eingetragenen Schüsse auf  der rechten Seite des Bandes durch den Fangfaden       gesichert    werden, indem am Band eine sogenannte  Leiste gebildet wird.  



  Währenddem der Antrieb der Welle 2 so mit  demjenigen des Fangorgans 7     synchronisiert    sein  kann, dass während einer Umdrehung desselben  das     Eintragorgan    3 eine     Eintrag-    und eine Rück  kehrbewegung     ausführt,    kann das Fangorgan wäh  rend eines vollen     Eintragszyklus    auch mehrere Dre  hungen ausführen, wobei dann nur bei jeder zweiten  oder dritten Umdrehung desselben ein     Schussfaden     bzw. ein Schuss mitgenommen wird.

   Auf jeden  Fall ist die Leistungsfähigkeit des Webstuhls nicht  durch die Arbeitsdauer des Fang- und Abbinde  vorganges der Schüsse begrenzt,     indem    die Dreh  zahl des Fangorgans und damit die Zahl der Ab  bindevorgänge pro Zeiteinheit beliebig gesteigert wer  den kann.  



  Das Fangorgan könnte statt direkt im Gehäuse 6  in in dasselbe eingesetzten Büchsen     gelagert    sein, um  dessen Reibung herabzusetzen. Währenddem durch  die beiden Zahnräder 21 und 22 in jedem Moment  eine starre     Antriebsverbindung    des Fangorgans mit  dem Antriebszahnrad 23 gewährleistet ist, indem sich      immer mindestens eines der Zahnräder 21, 22 im  Eingriff mit der Verzahnung 8 des Fangorgans be  findet, wäre es auch möglich, die Drehbewegung  auf das Fangorgan     mit    nur einem der Zahnräder  21 oder 22 auf das Fangorgan zu     übertragen.    Es  wäre auch möglich, mehr als zwei     übertragungs-          zahnräder    21, 22 vorzusehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Bilden einer Randleiste auf einem Bandwebstuhl mit feststehender Schussspule, bei welchem der in das Kettenfadenfach eingetra gene Schussfaden durch ein Fangorgan mit einem Fangfaden abgebunden wird, dadurch gekennzeich net, dass das Fangorgan drehbar angeordnet ist und mit einer Antriebsvorrichtung in Wirkungsverbindung steht und dass das Fangorgan eine den Fangfaden enthaltende Spule aufweist und mit Mitteln ver sehen ist, um die Mitnahme jedes Schussfadens über eine Umdrehung des Fangorgans zu ermög lichen, zum Zwecke,
    den Fangfaden zu umschlin gen und dadurch den Schussfaden abzubinden. UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangorgan als Rotations körper ausgebildet ist und an seinem Umfang dreh bar in einem Gehäuse gelagert ist, wobei sein Antrieb mit demjenigen des Schusseiantragorgans des Webstuhls synchronisiert ist. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss das Fangorgan eine an seinem Umfang angeordnete Kerbe aufweist, um den eingetragenen und zu einer Schlaufe ausgestreckten Schussfaden zu erfassen und während einer Umdrehung des Fangorgans mitzu nehmen. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangorgan eine Verzahnung trägt, welche über weitere Zahnräder mit der Antriebsvorrich tung in Wirkungsverbindung steht. 4.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung in das Fangorgan eingelassen ist und der Kopfkreis derselben den gleichen Durchmesser aufweist wie der grösste Durchmesser des Fangorgans. 5. Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fangorgan einen mit ihm nicht umlaufenden Deckel aufweist, welcher auf einer im Zentrum desselben angeordneten Achsbolzen drehbar gelagert ist, wobei der Deckel mit einem Führungsorgan für den Fang faden ausgebildet ist, welches gleichzeitig zum Ab leiten des Schussfadens nach der Umschlingung des Fangfadens dient.
CH340202D 1955-08-12 1955-08-12 Vorrichtung zum Bilden einer Randleiste auf einem Bandwebstuhl mit feststehender Schussspule CH340202A (de)

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