CH332811A - Verfahren zur Herstellung von Acedianthronen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acedianthronen

Info

Publication number
CH332811A
CH332811A CH332811DA CH332811A CH 332811 A CH332811 A CH 332811A CH 332811D A CH332811D A CH 332811DA CH 332811 A CH332811 A CH 332811A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
parts
anthronylidene
ethane
bis
sulfuric acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Armin Dr Caliezi
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Publication of CH332811A publication Critical patent/CH332811A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung    von     Acedianthronen       Es ist bekannt, dass man     Acedianthron     und dessen     Substitutionsprodukte    auch ohne  Verwendung von Aluminiumchlorid, das nor  malerweise zur Entstehung harzartiger Neben  produkte führt, herstellen kann. So ist. zum  Beispiel in den Berichten der Deutschen Che  mischen Gesellschaft, Band 72, Seiten 2134     ff          (l939)    ein Verfahren angegeben, nach     wel-          ehem        Bis-(anthronyliden)-äthan    in Nitrobenzol  mit     Benzoylchlorid    erhitzt wird.

   Dieses Ver  fahren ist in der schweizerischen Patentschrift  Nr. 241208 (siehe auch britische Patentschrift  Nr. 551622, amerikanische Patentschrift       Nr.    2385185, französische Patentschrift  Nr. 929668) dahin abgewandelt worden, dass  ausser einem     aeylierend    wirkenden Derivat  einer     Carbonsäure,        vorzugsweise        Essigsäure-          anhy        drid,    und dem als Oxydationsmittel wir  kenden Nitrobenzol noch eine sauer reagie  rende Substanz,     vorzugsweise    Schwefelsäure,       mitverwendet    wird.

   Nun bietet aber das  Arbeiten mit Nitrobenzol erhebliche Nachteile,  und es besteht daher das Bedürfnis, das be  kannte Verfahren weiter zu verbessern.  



  Es wurde gefunden, dass     Acedianthron     sowie dessen     Substitutionsprodukte    in beson  ders einfacher Weise hergestellt werden kön  nen, wenn man ein gegebenenfalls substi  tuiertes     Bis-(anthronyliden)-äthan    in Gegen  wart einer indifferenten,     aliphatischen    Halo  menverbindung als Lösungsmittel mit. einem       Anhydrid    einer     niedrigmolekular    en     Carbon-          säure    und Schwefelsäure erhitzt.

      Als Ausgangsstoffe für das vorliegende  Verfahren kommen ausser dem     unsubstituier-          ten        Bis-(anthronyliden)-äthan    noch dessen       Substitutionsprodukte    in Betracht, z.

   B.     Bis-          (anthronyliden)-äthane,    die als     Substituenten     in einem oder beiden     Anthronkernen    Halogen  atome,     Carboxylgruppen    oder funktionell ver  änderte     Carboxylgruppen,    wie     Nitrilgruppen,     weiterhin     Alkyl-,        Aryl-,        Nitro-    oder     Amino-          gruppen,        Oxygruppen    sowie     verätherte        Oxy-          gruppen    wie     Alkoxy-,

      insbesondere     Methoxy-          gruppen,    oder auch     acy        lierte        Aminogruppen     aufweisen.     Substituenten    der genannten Art  können einzeln oder zu mehreren in einem ein  zigen     Anthronkern    oder auf beide     Anthron-          kerne    verteilt und können auch in den ver  schiedensten Kombinationen in den Ausgangs  stoffen vorhanden sein.

   Als Beispiele substi  tuierter     Bis-(anthronyliden)-äthane    seien ge  nannt:     Bis-(2'-methyl-9'-anthronyliden)-äthan     und     Bis-(1',2'-Benz-9'-anthronyliden)-äthan.     



  Unter den als Lösungsmittel in Betracht  kommenden     aliphatischen    Halogenverbindun  gen erweist sich das     Tetrachloräthan    als be  sonders wertvoll. Aber auch     Trichloräthy        len     sowie die     als    billige     Abfallprodukte    erhält  lichen Mutterlaugen der     Chloressigsäure-Fa-          brikation    können Verwendung finden.  



  Als     Anhydrid    einer     niedrigmolekularen          Carbonsäure    liefert     Essigsäureanhydrid    vor  zügliche Ergebnisse, so dass kein Bedürfnis  nach komplizierteren Produkten besteht.      Die erfindungsgemäss     zui    verwendende       Schwefelsäure    wird vorteilhaft in höheren  Konzentrationen, z. B. von über     90.1/o,    ver  wendet.  



  Der     Ringschluss    kann gemäss vorliegendem  Verfahren schon bei verhältnismässig tiefen  Temperaturen von etwa 50 bis 80  erfolgen.  Es ist jedoch in manchen Fällen angezeigt, die  Reaktion bei etwas höheren Temperaturen von  etwa 80 bis 120  zu Ende zu führen.  



  Die erhaltenen     Acedianthrone    sind zum  Teil bekannt und stellen wertvolle     Küpen-          farbstoffe    bzw. Zwischenprodukte zur Herstel  lung von     Küpenfarbstoffen    dar.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten  die Teile, sofern nichts anderes angegeben ist,  Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente,  und die Temperaturen sind in     Celsiusgnaden     angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  In eine Lösung aus 48 Teilen     Tetrachlor-          äthan,    17 Teilen     Essigsäureanhydrid    und  9,2 Teilen konzentrierter Schwefelsäure wer  den bei 15 bis 20  5 Teile Bis-     (anthronyliden)-          äthan    eingetragen. Dann wird das Gemisch  unter Rühren auf 60 bis 70  erhitzt, eine  Stunde bei dieser Temperatur gerührt und  innert einer Stunde auf 110  erhitzt. Das  ausgefallene     Acedianthron    wird heiss     abfil-          triert,    mit Alkohol und Wasser gewaschen und  getrocknet. Man erhält das Produkt in grosser  Reinheit und sehr guter Ausbeute.  



  <I>Beispiel 2</I>  Eine Mischung aus 42 Teilen wasserfreier       Chloressigsäureablauge        ('kvIutterlauge    der       Chloressigsäurefabrikation),    17 Teilen Essig  säureanhydrid, 9,2 Teilen konzentrierter     Schwe-          felsäure    und 5 Teilen     Bis-(anthronyliden)-          äthan    wird 11/2     Stunden    bei 55 bis 65   verrührt. Dann     nutscht    man das ausgefallene       Acedianthron    ab, wäscht es mit Chloressig  säureablauge und Wasser und trocknet es im  Vakuum.

   Man erhält das     Acedianthron    auf  diese Weise in guter Ausbeute und reiner  Form.    <I>Beispiel 3</I>  Zu einer     Mischling    aus 20 Teilen     Tetra-          chloräthan,    11,1 Teilen     Essigsäureanhydrid,     2,2 Teilen konzentrierter Schwefelsäure gibt  man bei 10  4 Teile     Bis-(2'-Methyl-9'-anthro-          nyliden)-äthan,

      erhalten durch Kondensation  von 1     Mol        Cxlvoxalsulfat    mit 2     1lol        2-Methvl-          anthron-(9@.    Die     Mischung    wird innert einer  Stunde auf 80  erhitzt. Dann lässt man 3 Stun  den bei 80  rühren, kühlt auf 20  und filtriert  den ausgefallenen Farbstoff ab. Er wird mit.       Tetrachloräthan,    Alkohol und Wasser ge  waschen. Man erhält in grosser Reinheit und  guter Ausbeute einen Baumwolle in rotbrau  nen Tönen von hervorragenden     Echtheiten    fär  benden Farbstoff.  



  Das als     Ausgangsstoff    dienende     Bis-(2'-          Meth@1-9'-anthronyliden)-äthan    kann auch  durch Kondensation von     2-(4'-Methyl)-benzyl-          benzoesäure    mit     Glyoxalsulfat    erhalten wer  den.  



  <I>Beispiel 4</I>  Zu einer Mischung aus 25,1 Teilen     Tetra-          ehloräthan,    13,9 Teilen     Essigsäureanhydrid     und 2,7 Teilen konzentrierter Schwefelsäure  gibt man bei 40      Bis-(1',2'-Benz-9'-anthro-          nyliden)-äthan,    erhalten durch Kondensation  von 1     Mol        Glyoxalsulfat    mit 2     Mol        1,2-Benz-          anthron-    (9) .

       NTach    5 Minuten wird der ausge  fallene Farbstoff     abgesaugt    und mit     Tetra-          ebloräthan,    Alkohol und Wasser gewaschen.  Man erhält einen Baumwolle in dunkelrot  braunen Tönen färbenden     Küpenfarbstoff    von  sehr guten     Echtheiten.     



       Fürbevorschrif   <I>t</I>  1 Teil des nach Beispiel 3 erhaltenen Farb  stoffes wird in 100 Teilen Wasser unter Zu  satz von 4 Raumteilen     3011/o-iger    Natrium  hydroxydlösung mit 2 Teilen     Natriumhydro-          sulfit    bei 45  v     erküpt.    Die so erhaltene     Stamm-          küpe    gibt man zu einer Lösung von 4 Raum  teilen     30!o/oiger        Natriumhydroxydlösung    und  2 Teilen     Natriiimhydrosulfit    in 2000 Teilen  Wasser.

   In dem so erhaltenen Färbebad färbt  man<B>100</B> Teile Baumwolle während einer  Stunde bei 40 bis 50  unter Zugabe von 10 Tei-           len        Natriumehlorid.    Die Baumwolle wird hier  auf abgequetscht, an der Luft oxydiert, ge  spült,     abgesäuert,    nochmals gespült und     ko-          ehend    geseift. Sie ist in rotbraunen Tönen von  hervorragenden     Echtheiten    gefärbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren znr Herstellung von Acedi- anthronen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein gegebenenfalls substituiertes Bis-(anthro- nyliden)-äthan in Gegenwart einer indiffe renten, aliphatisehen Halogenverbindung als Lösungsmittel mit einem Anhydrid einer niedrigmolekularen Carbonsäure und Schwe felsäure erhitzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Essigsäure anhydrid verwendet. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Schwefelsäure von über 90p/9 Konzentration verwendet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als alipha- tische Halogenverbindung Tetrachloräthan verwendet. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als alipha- tische Halogenverbindungen Mutterlaugen der Chloressigsäure-Fabrikation verwendet.
CH332811D 1955-01-20 1955-01-20 Verfahren zur Herstellung von Acedianthronen CH332811A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH332811T 1955-01-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH332811A true CH332811A (de) 1958-09-30

Family

ID=4502580

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH332811D CH332811A (de) 1955-01-20 1955-01-20 Verfahren zur Herstellung von Acedianthronen

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH332811A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH332811A (de) Verfahren zur Herstellung von Acedianthronen
DE2627867A1 (de) Verfahren zur herstellung von 2-hydroxybenzanthron und derivaten desselben sowie 2-hydroxybenzanthronderivate
DE2247971C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 3&#39;-Hydroxychinophthalonen
AT236363B (de) Verfahren zur Herstellung von Tetracyano-benzochinon-(1,4)
DE974670C (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonkuepenfarbstoffen
DE585186C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Polymethinreihe
DE867892C (de) Verfahren zur Herstellung von Bisoxazol-Kuepenfarbstoffen
DE634968C (de) Verfahren zur Herstellung von ª‰-Azabenzanthronen
CH450596A (de) Verfahren zur Herstellung eines blauen sauren Anthrachinonfarbstoffes
AT253083B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen wasserunlöslichen Anthrachinonfarbstoffen
DE1180760B (de) Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls substituierten 1, 5-Diamino-4, 8-dihydroxy- bzw. 1, 8-Diamino-4, 5-dihydroxy-anthrachinonen
DE935988C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE1644539C (de) Saure Anthrachinonfarbstoffge mische, ihre Herstellung und Verwen dung
DE948348C (de) Verfahren zur Herstellung eines Nitrofarbstoffs
DE2519790A1 (de) Chlorierungsverfahren
CH639112A5 (de) Anthrachinonfarbstoffe.
CH257947A (de) Verfahren zur Herstellung eines Küpenfarbstoffes.
CH341589A (de) Verfahren zur Herstellung von grauen Küpenfarbstoffen
DE2256663A1 (de) Verfahren zur herstellung von chloranthrachinon-2,3-dicarbonsaeureanhydriden
DE1097595B (de) Verfahren zur Herstellung eines Kuepenfarbstoffes
CH496764A (de) Verfahren zur Herstellung eines Farbstoffes der Anthrachinoncarbazolreihe
DE1159456B (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrapyrimidinen
DE1031907B (de) Verfahren zur Herstellung von grauen Kuepenfarbstoffen der Benzanthronreihe
CH213187A (de) Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Naphthalinderivates.
CH369239A (de) Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe