CH331978A - Verfahren zur Herstellung neuer 4-substituierter Pyridazone-(3) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 4-substituierter Pyridazone-(3)

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CH331978A
CH331978A CH331978DA CH331978A CH 331978 A CH331978 A CH 331978A CH 331978D A CH331978D A CH 331978DA CH 331978 A CH331978 A CH 331978A
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Jean Dr Druey
Paul Dr Schmidt
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Ciba Geigy
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  Verfahren zur Herstellung neuer     4-substituierter        Pyridazone-(3)            Gegenstand    der Erfindung ist, ein Verfah  ren zur Herstellung von     4-snbstitnierten          Pj-ridazonen-(3)    der Formel  
EMI0001.0006     
    worin     R1    für     @@        asserstoff,    einen     Pheny    1- oder  niederen.

       Alkylrest    steht,     R.,    eine freie oder       veresterte        Carboxylgruppe    bedeutet, und worin       R3    und     R4        Phenyl-    oder niedere     Alkylreste          (Iar:Stellen    oder     R_3    Wasserstoff oder einen nie  deren     Alkylrest    und     R4    Wasserstoff bedeutet.  



  Die Erfindung betrifft insbesondere ein  Verfahren zur Herstellung von     Pyridazonen-          (3)    der Formel  
EMI0001.0025     
    worin     Rr    einen     Phenyl-    oder     niederen        Alkyl.-          rest    bedeutet und die     Symbole        Ph        Phenylreste     darstellen, insbesondere das     9-3Zethyl-4-Carb-          oxy-5,6-diphenyl-pyr@idazon-(3)    der Formel ,  
EMI0001.0036     
    sowie das     4-Carboxy-5,6-diphenyl-pyridazon-          (3)

      der Formel  
EMI0001.0039     
    In den obigen Ausführungen bedeutet ein,       Phenylrest    einen     unsubstituierten    oder einen  substituierten     Phenylrest,    wie Halogen-,     Alk-          oxy-    oder     Alkylphenyl.    Ein niederer     Alkyl-          rest    ist zum Beispiel     Methyl,    Äthyl,     Propyl.          Butyl.    oder     Amyl;

      unter einer veresterten       Carboxylgruppe    ist insbesondere eine mit  einem niederen     Alkanol    veresterte     Carboxy        1-          gruppe    zu verstehen.  



  Die neuen Verbindungen können als     Zwi-          sehenprodukte    für die Herstellung     pharmako-          logiseh    wirksamer     Pyridazone-(3)    verwendet  werden. Ausserdem besitzen die neuen Ver  bindungen selbst wertvolle     Eigensehaften.    So  sind die genannten 4-Carboxy-5,6-diphenyl-           pyridazone-(3)    Lösungsvermittler, z.

   B. für in       Z,\Tasser    schwer- oder unlösliche Arzneimittel  der     Pyrazolonreihe,    wie     1-Phenyl-2,3-dimethyl-          4-dimethylamino-pyrazolon.    Sie sind weiter       choleretisch    wirksam, während ihre Ester an  ästhetische Eigenschaften besitzen.     4-Carboxy-          5,6-dialkyl-pyridazone-(3)    und ihre Ester wir  ken antikonvulsiv. Die neuen Verbindungen  können     damit    auch als Heilmittel Verwendung  finden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her  stellung der genannten     Pyridazone    besteht  darin, dass man in     2--R1        5-R3        6-R.-          P        yridazonen-(3),    die in     4-Stellung    eine     Carb-          amylgruppe    besitzen, diese durch Hydrolyse  oder     Alkoholyse    in eine freie oder veresterte       Carboxylgruppe    überführt.

   Die als Ausgangs  stoffe verwendeten     4-Carbamylverbindungen     können unter den Reaktionsbedingungen aus       2-R1--5-R3-6-R4-4    - Cyan -     py        ridazonen-          (3)    gebildet werden.  



  Verfahrensgemäss gebildete     N-unsubsti-          tuierte        Pyridazone    können durch Behandlung  mit     alkylierenden        Mitteln,    vorzugsweise durch  Umsetzung mit reaktionsfähigen Estern von       Alkanolen,    wie     Dialkylsulfaten    oder     Alkyl-          halogeniden,        N-alkyliert    werden. Enthalten  die neuen Verbindungen basische oder saure  Gruppen, so lassen sich von ihnen in üblicher  Weise     Salze    mit Säuren oder Basen herstellen.  



  Die Reaktionen werden in Ab-, vorzugsweise  aber in Anwesenheit von Verdünnungsmitteln  bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur,  im offenen oder im geschlossenen Gefäss unter  Druck durchgeführt. Kondensationsmittel sind  zum Beispiel insbesondere basische, wie     Hy-          droxyde,        Alkoholate,    Hydride,     Amide    oder  Kohlenwasserstoffverbindungen der     Alkali-          oder        Erdalkalimetalle,    beispielsweise des Na  triums oder     Kaliums,    oder starke organische  Basen,

   wie tertiäre     cyclische    Amine oder       quaternäre        Ammoniumhydroxyde,    z. B.     Tri-          äthylamin    oder     Trimethylben7yl-ammonium-          hydroxyd.     



  Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder kön  nen nach an sich bekannten Methoden gewon  nen werden. Vorzugsweise verwendet man sol  che     Ausgangsstoffe,        dass    die     eingangs    als be-    sonders wertvoll     gesehilderten    Endstoffe er  halten werden. Die     Ausgangsstoffe    können ge  gebenenfalls auch in Form ihrer Salze An  wendung finden.  



  Die neuen Verbindungen können als Heil  mittel zum Beispiel in Form     pharmazeutischer     Präparate Verwendung finden, welche sie in  Mischung mit einem für die     enterale,        parente-          rale    oder     topicale    Applikation geeigneten  pharmazeutischen     organisehen    oder anorgani  schen     festen    oder flüssigen Trägermaterial  enthalten. Für die Bildung desselben kommen  solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Ver  bindungen nicht reagieren, wie z. B.

   Wasser,  Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesium  stearat, Talk, pflanzliche Öle,     Benzylalkohole,          Gummi,        Poly        alkylengly        kole,    Vaseline, Chole  sterin oder andere bekannte Arzneimittelträ  ger. Die     pharmazeutisehen    Präparate können  zum Beispiel als Tabletten, Dragees, Salben,       Creams    oder in flüssiger Form als Lösungen,  Suspensionen oder Emulsionen vorliegen.

   Ge  gebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder  enthalten Hilfsstoffe, wie     Konservierungs-,          Stabilisierungs-,    Netz- oder     Emulgiermittel,     Salze zur Veränderung des     osmotischen        Druk-          kes    oder Puffer. Sie können auch     noeh    andere       therapeutisch    wertvolle Stoffe enthalten. Die  Präparate werden nach üblichen Methoden ge  wonnen.  



  In den nachfolgenden Beispielen besteht  zwischen Gewichtsteil und     Volumteil    die glei  che Beziehung wie     zwisehen    Gramm und Ku  bikzentimeter. Die Temperaturen sind in Cel  siusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>     .1     Das aus 20 Gewichtsteilen     4-Cyan-2,5,6-tri-          methyl-pyridazon-(3)    durch Erhitzen mit 200       Volumteilen    90     0/aiger    Schwefelsäure in einem  Ölbad von l50  erhältliche     4-Carbonamido-          2,5,6-trimethyl-pyridazon-(3)    wird ohne Iso  lierung unter den gleichen Bedingungen bis  zu einer     Gesamtreaktionszeit    von 12 Stunden  verseift. Man giesst nach dem Erkalten auf  700 Gewichtsteile Eis, stellt unter Kühlung  auf PH 3, dampft zur     Troekne    ein und zieht  mit heissem Chloroform aus.

   Der Chloroform-           rüekstand    wird aus wenig Äthylalkohol um  kristallisiert und so     4-Car@boxy-2,5,6-trimethyl-          hyricla7on-(3)    der Formel  
EMI0003.0004     
    in weissen Kristallen vom F. 107-108  erhal  ten.  



  Verfahrensgemäss lassen sieh zum Beispiel  auch folgende Verbindungen herstellen:       4-Carboxy-2-methyl-5,6-diphenyl-py        ridazon-(3)     vom F. 222 ,       4-Carboxy-5,6-di-(p-ehlor-phenyl)-pyridazon-(3)     vom F.274  (Zerr.),       4-Cax#boxy-5,6-diphenyl-pyridazon-(3)    vom  F.243-244      (Zers.),          4-Carboxy        2-methyl-5,6-di-(p-ehlorphenyl)-          pyridazon-(3)    vom F.241-242 ,       4-Carboxy-2,5,6-triphenyl-pyridazon-(3)    vom  F.     21-8         (Zers.).     



       Beispiel   <I>2</I>  Das aus 27 Gewichtsteilen     5,6-Dimethyl-4-          eyan-pyridazon-(3),    27 Gewichtsteilen     konz.          Schwefelsäure    und<B>100</B>     Volumteilen    wasser  freiem     Äthylalkohol    durch Erhitzen in einem  verschlossenen Rohr auf 130-140  erhältliche  4 -     Carbonamido    - 5,6 -     dimethyl    -     pyridazon    -<B>(3)</B>  wird ohne Isolierung unter den gleichen Be  dingungen bis zu einer     Gesamtreaktionszeit     von 3 Stunden erhitzt.

   Man bringt dann das  Reaktionsgemisch auf 600 Gewichtsteile Eis  und 78 Gewichtsteile     Kaliumkarbonat    und       nutseht    von dem ausgefallenen Niederschlag  ab. Letzterer wird aus wenig siedendem     Athyl-          alkoholumkristallisiert.    Man erhält so     5,6-Di-          methy-1-4-carbäthoxy-pyridazon-(3)    der Formel  
EMI0003.0033     
    in weissen Kristallen vom F. 173-175 .

      In ähnlicher Weise erhält man:       2-Metlryl-4-carbäthoxy-5,6-diphenyl-pyrid-          azon-(3),    F.146-147 ,       2-Methyl-5,6-bis-(p-chlor-phenyl)-4-carb-          äthoxy-pyridazon-(3),    F.169-170 ,  5,     6-Dimethyl-4-carbomethoxy-pyridazon-    (3),  F.168-170 ,       4-Carbäthoxy        -5,6-diphenyl-pyridazon-   <B>(3),</B>  F.

   219-220 ,       4-Carbäthoxy-5,        6-di-        (p-chlorphenyl)        -pyrid-          azon-(3),    F.235-236 ,       4-Carbäthoxy-2,    5,     6-triphenyl-pyridazon-    (3),  F. l84 .  



       4-Carbäthoxy-    5,6     -,diphenyl-pyridazon-   <B>(3)</B>  kann wie folgt in die entsprechende     N-Methyl-          substituierte    Verbindung übergeführt werden  16 Gewichtsteile     4-Carbäthoxy-5,6-diphe-          nyl-pyridazon-(3),    gelöst in einer Mischung,  von 50     Volumteilen        1-n.Kalilauge    und<B>100</B>     Vo-          lumteilen    Methanol, werden allmählich mit  5     Volumteilen        Dimethylsulfat    versetzt, wobei  sich die Lösung leicht erwärmt.

   Man erhitzt  diese hierauf 30 Minuten zum Sieden, dampft  das Lösungsmittel im Vakuum ab und schüt  telt den Rückstand mit Äther und Wasser aus.  Nach dem Trocknen über Pottasche und Ein  dampfen des Äthers wird der Rückstand aus  Alkohol. umkristallisiert und so     2-Methyl-4-          carbäthoxy-5,6-diphenyl-pyridazon-(3)    der    Formel  
EMI0003.0062     
    in weissen     Kristallen    vom F.146-147  erhal  ten.  



  In ähnlicher Weise kann man das     5,6-Bis-          (p-chlorphenyl)-4-carbäthoxy-pyridazon-(3)    in  die entsprechende     N-Methyl-substituierte    Ver  bindung überführen.  



  <I>Beispiel 3</I>  Das aus 32 Gewichtsteilen     4-Cyan-5,6-di-          methyl-pyridazon-(3)    durch Erhitzen in 300       Volumteilen    90     1/oiger    Schwefelsäure auf 150   (Aussentemperatur) erhältliche 4 - Carbon-           amido-5,6-dimethyl-pyridazon-(3)    wird ohne  Isolierung unter den gleichen     Bedingungen     bis zu einer     Gesamtreaktionszeit_    von 12 Stun  den verseift.     plan    versetzt. die Reaktionslösung  nach dem Erkalten mit 700     Gewiehtsteilen     Eis und stellt unter guter Kühlung mit       10-n.Natronlauge    auf PH a'.

   Es wird dann zur  Trockne eingedampft und mit heissem Chloro  form ausgezogen. Der     Chloroformrüekstand     wird aus wenig     Äthylalkohol    umkristallisiert  und so     4-Carboxy-5,6-dimethyl-pyridazon-(3)     der Formel  
EMI0004.0010     
    in weissen Kristallen vom F. 172-175      erbal-          ten.     



       Beispiel   <I>4</I>  Das aus 12,1     Gewichtsteilen        4-Cy        an-py        rid-          azon-(3)    in 1.00     Volumteilen        85 /oiger        Sehwe-          felsäure    durch Erhitzen auf 140  erhältliche       4-Carbonamido-pyridazon-(3)    wird ohne Iso  lierung unter den gleichen     Bedingungen    bis  zu einer     Gesamtreaktionszeit    von 8 Stunden  erhitzt.

   Nach dem Erkalten     bringt    man die  Reaktionslösung auf 400 Gewichtsteile Eis  und stellt unter guter Kühlung mit     10-n.Na-          tronlauge    auf     pA    3. Es wird dann zur Trockne  eingedampft und der Rückstand mit heissem  Chloroform     ausgezogen.    Nach Abdampfen des  Chloroforms wird das zurückgebliebene Pro  dukt aus wenig siedendem     Äthylalkohol    um  kristallisiert und so     4-Carbohy-pyl@idazon-(3)     der Formel  
EMI0004.0033     
    in weissen Kristallen vom     F.199-200         erbal-          ten.     



       Beispiel   <I>5</I>  Das aus 20     Gewiehtsteilen        2-1llethyl-4-eyan-          pyridazon-(3)    mit 200     Volumteilen        85o/oiger            Sehwefelsäure    durch Erhitzen in einem Öl  bad auf 150  erhältliche     4-Cai-bonamido-?-me-          thyl-pyridazon-(3)    wird ohne Isolierung unter  den gleichen     Bedingungen    bis zu einer     Ge-          samtreaktionszeit    von     1 _    Stunden erhitzt.

         dran    giesst nach     dein    Erkalten aus 700 Ge  wichtsteile Eis, stellt unter     Kühlung    auf     pii    3,  dampft zur Trockne ein     und    zieht mit heissem  Chloroform aus.

   Der     Cliloroformrüelzstaild     wird aus wenig     -ltliylallzoliol    umkristallisiert  und so das     2-1Vlethyl-4-earbozy-pyridazon-(3)     der Formel  
EMI0004.0058     
         in        weissen        Kristallen        von,        F.        1".        5-126-        erhal-          ten.     



  <I>Beispiel 6</I>  Das durch Erhitzen von 1     Gewiehtsteil        5-          Metliyl-4-eyanpyridazon-(3)    und     \?0        Volunitei-          len    85     o/oige    Schwefelsäure erhältliche     4-Car-          lionamido-5-methyl-pyridazon-(3)    wird ohne  Isolierung unter den gleichen     Bedingungen    bis  zu einer     Gesamtreaktionszeit    von 6 Stunden  erhitzt.

   Es wird dann auf Eis     gegossen,    mit  2-n.     Natronlaug-e    auf     pll        '->-3    gestellt, im Va  kuum zur     Troekne    eingedampft und der     Riiek-          stand    mit Chloroform     ausgezogen.    Nach Ab  dampfen des Chloroforms wird die     zurüek-          gebliebene        Säure    aus     Benzol    umkristallisiert.

         Dran    erhält so     5-i@Ietliyl-4-earboxy-pyridazon-          (3)    der Formel  
EMI0004.0094     
    in     weissen    Kristallen     vom    F.193-194 .

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung- neuer 4-substi- luierter Pyriclazone-(3), cladureh gekennzeiell- net, dass in an in 2-Ii.l-4-R_,-5-R@ 6-R Pyridazonen-(3), in denen R.1 für Wasserstoff, einen Phenyl- oder niederen Alkylrest steht, R., eine Carbamylgruppe bedeutet, und worin R,
    . und R.4 Phenyl- oder niedere Alkylreste dar stellen oder R3 Wasserstoff oder einen nie deren Alkylrest und R.4 Wasserstoff bedeutet, die Carbamylgruppe durch Hydrolyse oder Alkoholvse in eine freie oder veresterte Carb- olylgruppe überführt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, bei wel chem N-ii.nsLibstituierte Pyridazone hydroly- siert oder alkoholysiert werden, dadurch ge kennzeichnet, dass man die entstandenen N unsubstituierten Pyridazone mit alkylieren- den Mitteln behandelt.
CH331978D 1954-01-29 1954-01-29 Verfahren zur Herstellung neuer 4-substituierter Pyridazone-(3) CH331978A (de)

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