Vorrichtung an einer Kaplanturbine, um bei plötzlicher Entlastung eine mechanische Beschädigung der Turbine zu verhindern Die Erfindung bezieht sieh auf eine V or- richtung an Kaplanturbinen, um bei plötz licher Entlastung mechanische Schäden an der Turbine zu verhindern.
Bei Kaplanturbinen muss der Winkel der Laufschaufeln in einer bestimmten Beziehung zu der Öffnung der Leitschaufeln stehen, damit die Turbine mit dem höchsten Wir kungsgrad arbeiten kann. Gewöhnlich wird die Leitschaufeleinstellung über einen oder mehrere hydraulische Servomotoren gesteuert und der Laufschaufelwinkel in Abhängigkeit von der Einstellung der Leitschaufeln einge stellt über eine Kurvenbahn und andere Servomotoren. Die Servomotoren für die Lanfschaufeleinstellung erhalten indessen, wenn ihre Abmessungen nicht untragbar gross werden sollen, oder wenn nicht die me chanischen Beanspruehungen zu gross werden sollen, eine wesentlich längere Laufzeit als die Servomotoren für die Leitschaufeleinstellung.
Bei normalem Betrieb hat dieses Verhältnis keine ungünstige Einwirkung, da hierbei im allgemeinen eine genügend lange Zeit zur Verfügung steht, dass der Regelverlauf den obengenannten gewünschten Zusammenhang aufrechterhalten kann.
Treten dagegen grosse und schnelle Be lastungsänderungen ein, infolge einer plötz lichen Entlastung, so bedingen gerade die Un gleichheiten in der Laufzeit der Servomoto- ren, dass die günstige Beziehung zwischen der Einstellung der Leitschaufeln und der Lauf schaufeln sich nicht hinreichend schnell ein stellen kann. Eine Folge der ungenügenden Übereinstimmung zwischen der Öffnung der Leitschaufeln und dem Winkel der Lauf schaufeln ist, dass das rasch fallende Turbi nenmoment negativ werden kann.
Der Vor zeichenwechsel des Turbinenmomentes ist. je doch von grösstem Nachteil, da, hierbei das Turbinenaggregat nach oben gerichteten Kräften ausgesetzt ist, die eine beträchtliche Höhe erreichen können und ein Risiko mit sich führen, dass die Lage oder andere Teile der Turbine oder Teile des Generators beschä digt werden.
Eine andere unvorteilhafte Wir kung bei einer derartigen Entlastung besteht darin, dass die Drehzahl der Turbine, nach dem sie auf einen hohen Wert gestiegen ist, infolge der bremsenden Wirkung der Tur bine, wenn ihr Moment das Vorzeichen ge wechselt hat, auf einen niedrigen \'fiert fällt, wobei diese Drehzahländerung bedingt, da.ss die elektrischen Maschinen, die nach der Ent lastung weiterhin von einem von der Turbine angetriebenen Generator gespeist werden, be trächtlichen Frequenzänderungen unterwor fen werden.
Der Zweck der Erfindung ist, diese Nach teile zu vermeiden, so d@ass das Moment darin gehindert wird, einen solchen Wert an- zunehmen, der die obengenannten Nachteile mit sich führt, und dass statt dessen dem Mo- ment eine solche Grösse gegeben wird, dass ein vorteilhafter Entlastungsverlauf oder Ver lauf beim Stillsetzen des Aggregates erhalten wird.
Das für die Erfindung Kennzeichnende ist, dass der Turbinenregler, ausser mit nor malen für die Drehzahlregelungen erforderli chen Rückführmitteln mit weiteren Rücekführ- mitteln versehen ist, die die Sclhliessbewegung der Leitschaufeln in Abhängigkeit von der Einstellung des Laufsehaufelwinkels verzö gern, damit gewünschte, von der Einstellung der Drehzahlregelung abweichende Lagen für die Einstellung des Winkels der Laufschau feln und die Öffnung der Leitschaufeln erbal- ten werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes und eine Variante dargestellt.
Fig. 1 zeigt ein Schaubild des Momentes, des Laufschaufelwinkels, der Leitschaufel- öffnung und der Drehzahl als Funktion der Zeit, und Fig. 2 zeigt ein Schaubild des Turbinen momentes als Funktion der Leitschaufelöff- nung für einige verschiedene Werte des Lauf schaufelwinkels.
Fig. 3 zeigt ein schematisches Ausfüh rungsbeispiel unter Verwendung eines elek trohydraulischen Turbinenreglers und Fig. 4 eine die Variante bildende Abände rung einer Einzelheit in der Anordnung nach Fig. 3.
Fig. 5 zeigt ein Beispiel unter Verwen dung eines mechanisch wirkenden lhydrau- lisehen Turbinenreglers.
In Fig. B ist ein Beispiel dargestellt, bei welchem die Bewegung der Kolbenstange für die Einstellung der Laufradschaufeln in einem hydraulischen Servomotor nachgebildet wird.
Fig. 7 zeigt ein Beispiel mit einem soge nannten Stoppmagneten.
In Fig. 1 ist die Abszisse die Zeitachse, und die Kurven sind hier als Funktion der Zeit eingetragen, wobei die gestrichelten Li- nien sich auf den Verlauf ohne die erfin dungsgemässe Anordnung beziehen und die vollausgezogenen Linien einen Verlauf an geben, der durch die Erfindung erzielt wer den kann. Auf der Ordinate gehen alle Kur ven von dem Wert 1 ans, der den normalen Betrieb bezeichnet. Die Kurven geben in der Reihenfolge von oben an: die Drehzahl ' der Turbine, den Laufsehaufelwinkel f3, die Leit- schaufelöffnung a und dlas Übersehussmoment M-M0, das heisst das Moment, dlas von der Turbine nach Abzug des Leerlaufmomentes Mlo abgegeben wird in Funktion der Zeit in sec.
Wenn bei der plötzlichen Entlastung das Schliessen der Leitschaufeln der Turbine grad linig bis auf Null (Punkt K2) gemäss der Kurve a geschieht, treten die ungünstigen Verhältnisse ein, die durch die gestrichelten Teile der Kurven dargestellt sind. Wenn die Leitschaufeln ganz gesclhlossen sind (K2), hat also das Moment M-Mlo, nachdem es ge radlinig auf Null gesunken ist, im Punkte P6 das Vorzeichen gewechselt und einen negati ven Mindestwert 3Mm,in angenommen. Infolge der Rückführmittel, die auf den normalen Turbinenregler einwirken, tritt ein Regel verlauf ein, der durch die anschliessenden, gestrichelten Linien dargestellt ist.
Die Dreh zahl f hat hierbei aus demselben Grunde Pen- delungen zwischen einem Wert ausgeführt, der den normalen beträchtlich übersteigt, und einem Wert, der den normalen untersehreitet. Während des Teils des Verlaufes, der in dlemn Schaubild dargestellt ist, hat, wie ersichtlich, der Laufsehaufelwinkel f# nur eine verhältnis mässig unbedeutende Änderung erfahren. # ändert sieh linear mit der Zeit t.
In Fig. 2 wird das oben erläuterte. Über schussmoment als Funktion der Leitschaufel- öffnung für drei fallende Werte des Lauf schaufelwinkels #1, ss2, #3 dargestellt, wobei sehaufehvinkels ss1, fl:, ss@ kleiner als fl@ und ss2 kleiner als ss, ist.
Der für die Turbine -ünstig-ste tlrbeitspunkt i"-,t für jeden Wert des La.ufsehaufelwinkels mit. einem Punkt P, Pl, P5 angegeben. Bei normalem Betrieb, demgemäss Fil-. 1 der Wert 1 auf der Ordinate entspricht, sei nach Fig. 2 angenommen, dass der Arbeitspunkt der Turbine mit dem Punkt P3 auf der Kurve p1 zusammenfällt. Nach einer plötzlichen Ent lastung wird die Leitschaufelöffnung, wie er wähnt, rasch verkleinert, während der Lauf- sehaufelwinkel sich anfangs wesentlich lang samer verändert.
Bei einem solchen Verlauf kann man daher annehmen, dass das Moment auf Null nach der Kurve ss1 fällt, und dass es darauf weiter sinkt, nachdem es das Vorzei chen gewechselt hat. Wenn das Moment den Nullwert unterschreitet (a1 in Fig. 2), treten indessen die obengenannten schädlichen Wir kungen am Turbinenaggregat auf, dadurch, dass dieses nach aufwärts gerichteten Kräften ausgesetzt wird, die eine erhebliche Grösse an nehmen können.
Um diesen Nachteil zu ver meiden, wird die Schliessgesehwindigkeit der Leitschaufeln zu einem Zeitpunkt a1 in Fig. 2 verändert, wo das Moment einen Wert an nimmt, den man im weiteren Verlauf im wesentlichen unverändert beibehalten will, und darauf die Schliessbewegung der Leit- schaufeln vom Punkt P3 an geregelt, so dass der zuletztgenannte Wert des Momentes bei behalten wird. In Fig. 1 wurde dieser Wert so gewählt, dass das Überschussmoment vom Punkt P2 weg praktisch Null wird.
Beim Vergleich mit Fig. 2 bedeutet dies, dass das Moment verhindert wird nach der Kurve ss1 unter den Nullwert bei a1 bei fortgesetzter Schliessbewegung zu fallen, und dass es statt dessen dazu gebracht wird, praktisch von #1(o) bis ss2 i0) bis ss3 (o) den Wert Null bei zubehalten in dem Masse, wie der Laufschau felwinkel durch die Einwirkung der Kurven bahnsteuerung verringert wird, wobei die Kurven ss1, ss2 und ss3 die Einzelkurven einer Kurvenschar sind.
In Fig. 3 wird schematisch eine Ausfüh rungsform dargestellt in ihrer Verwendung bei einer Turbine mit elektrohydraulischem Regler 16, 18. Die Turbine 1 hat einstellbare Laufradsehaufeln 2 und Leitsehaufeln 3, die in der üblichen Weise mittels Gelenken mit einem Leitschaufelring 4 verbunden sind. Der in der Welle 5 der Turbine eingebaute Servo motor 6 ist grösserer Deutlichkeit wegen in etwas grösserem Massstab gezeigt. Der Kolben dieses Servomotors ist mit der Kolbenstange 7 fest verbunden, die bei ihrer Aufwärts- oder Abwärtsbewegung die Einstellung oder Laufschaufeln beeinflusst.
In der Fig. 3 ist ein einfaches Hebelarmsystem zur Erzielung dieser Bewegung der Schaufeln dargestellt, die auf einer kreisförmigen Scheibe angeord net sein können, auf der ein exzentrisch ge lagerter Zapfen den Lagerpunkt für das ge nannte Hebelarmsystem bildet. Der Servo motor 6 wird von dem Reglerventil 8 ge steuert, durch das Druckluft nach der Ober- oder Unterseite des Kolbens des Servomotors geleitet wird.
Der Schieber des Reglerventils ist in der Nähe des Mittelpunktes des Hebel armes 9 gelagert dargestellt, dessen eines Ende an der Kolbenstange 7 und dessen an ders Ende mit einem kurzen Hebelarm 10 be weglich verbunden ist, der vertikal bewegt werden kann und mit einer Rolle an einer Kurvenbahn auf einem um die Axe 11' schwenkbaren Segment 11 ruht. Eine Verbin dungsstange 12 überführt die Bewegung des Anla.ssgestänges 13, das die Einstellung des Leitsehaufelringes 4 betätigt, auf das Seg ment 11.
Das Anla.ssgestänge 13 wird von einem Servomotor 14 gesteuert, dessen Reg- lerscliieber 15 mit dem elektrohydraulischen Steuergerät 16 des Reglers 18 verbunden ist. Dieses ist durch die Feder 31 beeinflusst und hat zwei Spulen, von denen die eine, 17, mit dem schematisch angedeuteten eigentlichen Regler 18 verbunden ist, der z. B. gemäss der schweiz. Patentschrift Nr. 241759 ausgeführt ist und durch einen Tachometergenerator be tätigt wird.
Das obere Ende der Kolbenstange 7 be einflusst die Lage des beweglichen Kontaktes eines Potentiometers 19, das an eine Gleich spannung durch die Klemmen 20 angeschlos sen ist. Auf dem Anlassgestänge 13 ist eine Kurvenschablone 21 angeordnet, auf deren obern Fläche eine an der vertikal beweglichen Stange 22 angeordnete Rolle ruht. Die Stange 22 steuert die bewegliche Klemme eines Po tentiometers 23, das mit seinen Klemmen 24 an derselben Gleichspannungsquelle wie die Klemmen 20 angeschlossen ist. Die beweg lichen Klemmen der Potentiometer 19 und 23 sind an die Enden der weiteren Spule 25 an geschlossen, die auf dem Steuergerät 16 an geordnet ist.
In den Zuleitungen zu den Reg lerspulen 17 und 25 sind die Kontakte 26' eines Umschaltrelais 26 angeordnet, wodurch die eine oder die andere Reglerspule ausge schaltet werden kann. Das Relais 26 kann beispielsweise als frequenzfühlendes oder drehzahlfühlendes Relais und an eine Span nung angeschlossen gedacht werden, deren Frequenz sich nach der Kurve f in Fig. 1 än dert.
Die normalen Rückführmittel werden durch diejenigen des Reglers 18 gebildet, die eine Rückführung entsprechend der Drehzahl des Turbinenaggregates bewirken, wobei das Relais 26 über seine Kontakte 26' die Regler spule 17, die auf das Gerät 16 einwirkt, wel ches die Stange 15 verstellt eingeschaltet hält. Bei normaler Regelung erfolgt zuerst die Ein stellung des Leitschaufelringes q mit Hilfe des Servomotors 14, und in Abhängigkeit hiervon wird die Kurvenbahn 11 so gesteuert, dass die Laufradschaufeln die für den höchsten berechneten Wirkungsgrad der Turbine rich tige Einstellung erhalten.
Die weiteren Rückführmittel werden durch das Potentiometer 19 und die Kurven schablone 21 mit Stange 22 und Potentiometer 23 gebildet. Bei einer plötzlichen Entlastung und infolge der damit verbundenen erhöhten Drehzahl des Turbinenaggregates bewirkt der Regler 18 eine Schliessbewegung. Während dieser Bewegung tritt das Relais 26 in Tätig keit, unterbricht die Reglerspule 17 und schaltet zur weiteren Rückführung die Reg lerspule 25 über die Kontakte 26' ein, wobei der Regler 18 von seinem Steuergerät 16 ab geschaltet wird und letzteres von 25 betätigt wird. Diese weitere Rückführung entsteht durch gewisse Fehlkombinationen in der Be wegung der Gestänge 13 und 7, dadurch, dass ein Potentialunterschied aus den Potentio metern 19 und 23 hergeleitet wird.
Dieser Un terschied erzeugt die Rückführung, und die Regelung wird fortgesetzt, bis der Unter- schied Null wird. Die Steuerung der Servo motoren der Turbine wird nun von demn Stromkreis übernommen, der über die Poten tiometer 19 und 23 die Reglerspule 25 an schliesst, wobei die der Spule 25 zugeführte Spannung gebildet ist. Es wvird vorerst eine unveränderte Schliessgeschwindigkeit der Ge stänge 13, 7 erhalten. Die Arbeitsfläche der Kurvenschablone 21 soll eine solche Form haben, dass, bevor die Punkte P1, P2 erreicht werden, die Stange 7 sich in der Schliessrieh- tung s bewegt. Die Spannung wird Null, wenn das Moment MZ-M0 der Turbine beispiels weise Null wird.
Man kommt dann ange nähert zu der Nullinie in Fig. 2 (Punkt P2 in Fig. 1), und der Strom durch die Spule 25 wird danach, das heisst nach den Punkten P1, P2, durch das Potentiometer 19 bestimmt, weil sich nun die Stange 22 im flachen Teil der Schablone 21 befindet und sich deshalb nicht mehr bewegen kann. Die Umkehr der Polarität im Stromkreis wird gleichzeitig da mit erhalten, dass das Moment sein Vorzeichen zu ändern bestrebt ist. Die Polarität im Stromkreis ist dabei so, dass bei einem positi ven Moment gemäss Fig. 2 eine Schliessbewe gung der Stangen 7 und 13 in Richtung der Pfeile s erzielt wird.
Die Zeit für eine voll ständige Schliessung der Laufradsehaufeln wäre jedoch an und für sich, wie erwähnt, wesentlich länger als die für das v ollständi-e Schliessen der Leitseha.ufeln erforderliche Zeit;
aber dadurch, da.ss die Kolbenstange 7 das Potentiometer 19 und die Kurv en- schablone '211 das Potentiometer 23 steuert, ist es möglich, eine Rückführung des Regel- verlaufe.s zu erhalten, der die Sehliessbe-%ve- gung der Leitschaufeln in Abhängigkeit von der Einstellung der Laufschaufeln verzögert.
Es werden dadurch gewünsebte, von der Einstellung der Drehzahlregelung abweichende Lagen für die Einstellung des Winkels der Taufschaufeln und die Öffnung der Leit- schaufeln erhalten.
Bei der in Fig. q gezeigten Abänderung ist nur der rechte Teil der Fig. 3 geändert, indem das Umschaltrelais 26 in Wegfall ge- kommen und statt dessen ein Stromventil 29 im Stromkreis der Reglerspule 25 angeordnet ist. An den Punkten 27 und 28 soll die An ordnung nach Fig. 4 an die entsprechenden Punkte in dem Schaltbild nach Fig. 3 an geschlossen werden. Bei dieser Ausführungs form ist der Regler 18 ständig eingeschaltet, und während eines normalen Regelverlaufes sind die Potentiometer 19 und 23 so ge steuert, dass das Ventil 29 im wesentlichen in Abhängigkeit von der Formgebung der Kur venschablone 21 sperrt. Die Spulen 17, 25 sind hier dauernd eingeschaltet.
Die Regler spule 25 muss natürlich bedeutend kräftiger bemessen werden als die Reglerspule 17, so dass ihr Regeleingriff den Regeleingriff der Spule 17 überwiegt. Bei einer plötzlichen Ent lastung wird die Kurvenschablone<B>21</B> und mit ihr der bewegliche Kontakt des Potentio meters 23 verschoben. Die Anordnung muss daher aus den oben angegebenen Gründen so bemessen sein, dass der Wechsel der Polarität im Stromkreis durch die Reglerspule 25 er halten wird in einem Zeitpunkt, wo der Vor- zeiehenwechsel des Momentes stattgefunden haben sollte.
Beim Wechsel der Polarität fliesst ein Strom durch das Ventil 29 und so- Mit durch die Spule 25, die so angeordnet ist, dass der Reglerschieber 15 dem Servomotor 14 eine solche Bewegung erteilt, dass die Leit- schaufeln schliessen. Das Ventil 29 ist so ein geschaltet und gerichtet, dass oberhalb eines gewissen Momentes des Turbinenaggregates die Spule 25 blockiert ist, jedoch beine Unter sehreiten des genannten Grenzwertes von einem Strom durchflossen wird, der von der erwähnten Differenzspannung erzeugt wird.
In Fig. 5 erfolgt die Bewegung mittels eines nmechanisch-hydraulischen Reglers, und diese Figur zeigt eine Art, wie man die früher erwähnte Differenzbildung zwischen der Ein stellung der Laufradschaufeln und der Leit- schauteln für die Rückführung an dem Servo motor der Leitschaufeln erzielen kann. Die Figur zeigt einen Pendelregler 30, der bei spielsweise von der Turbinenwelle über eine Riemenseheibe 31 angetrieben wird. Das eine Ende des Reglergestänges 32 ist an demn Pen- delregler gelagert, und das andere Ende ist durch ein Gelenk 33 mit einem Hebelarm 34 verbunden.
Die Enden dieses Hebelarmes wer den teils von einer Stange 35 beeinflusst, die sich über eine Rolle auf eine Kurven schablone 36 stützt, die der Bewegung der Anlassstange 13 folgt, und teils von einer fe dernden Stange mit ölkatarakt 37, wobei die ser Stange von einer andern Kurvenschablone 38 auf derselben Anlassstange eine Bewegung erteilt wird. Die Schablonen. 36 und 38 ergeben hierbei die normale für die Drehzahlregelung erforderliche Rückführung.
An einer Stelle des Gestänges 32 ist. eine Stange 39 gelagert, die mit dem Reglerschieber 15 für den Servo- motor 14 verbunden ist. In der genannten Stange 39 ist ein federndes Element 40 ent halten. Die Stange 39 ist jenseits des Regler sehiebers verlängert und an ihrem untern Ende mit einer Platte 41 versehen.
Am obern Ende der Kolbenstange 7 ist das eine Ende eines Hebelarmes 42 gelagert. Das andere Ende ist mit einer Stange 43 dreh bar verbunden, die mit Hilfe einer Kurven schablone 44 bei der Verschiebung des An lassgestänges 13 in vertikaler Richtung be wegt wird. Auf dem Gestänge 42 ist ausser dem eine Stange 45 gelagert, die mit dein Schieber 46 eines Servomotors 47 verbunden ist. Die Kolbenstange dieses Servomotors ist mit einer Platte 48 versehen, die dazu be stimmt ist, die Platte 41 der Stange 39 zu be tätigen.
Der Schieber 46 soll sieh bei normaler Rückführung, die hier durch das von den Xurv enschablonen 36-38 gesteuerte Stangen s\ stem erfolgt, in einer solchen Stellung be finden, dass der Kolben im Servomotor 4 7 in seine oberste Lage geführt gehalten wird. Wenn die Turbine einen plötzlichen Schliess impuls erhält, das heisst wenn das Anlassge- stänge 13 eine schnelle Bewegung nach rechts gemäss der Figur erfährt, bewegt sich die Stange 43 nach unten und damit auch die Stange 45, da, wie oben angeführt, es der Kolbenstange 7 zuerst nicht gelungen -war, sich zli verschieben.
Der Schieber 46 im Servomotor 47 erhält bei der weiteren Rück- führung, die durch die Schablone 44 und die Stangen 42, 45 erfolgt, eine Bewegung ans seiner Ruhelage, und nach einer bestimmten Zeit fasst die Platte 48 die Platte 41 und än dert die Einstellung des Reglerschiebers 15, so dass der Schliessbewegung des Anlass gestänges 13 entgegengewirkt wird. Naclh den Punkten P1, P2 bestimmt hier somit der Servomotor 47 den Vorgang.
Fig. 6 zeigt. ein Beispiel mit zwei Ände rungen gegenüber Fig. 5. Die eine Änderung- ist eine solche, dass die Bewegung der Kolben stange 7 in einem getrennten Servomotor 49 abgebildet ist, und die andere Änderung be trifft eine Art der Beeinflussung des Regler- sclhiebers 15. Der Kolben des Servomotors 49 soll eine Bewegung erfahren, die vollständig der Bewegung des Kolbens im Servomotor 6 entspricht. Dies wird mit Hilfe eines Gelenk systems erreicht, das seine Bewegung von einer auf dem Anlassgestänge 13 angebrachten Kurvenschablone 50 erhält.
Mit Hilfe einer auf der Stange 51 angeordneten Stützwelle, die auf der Kurvenschablone 50 aufliegt, kann eine vertikale Bewegung auf las Ge stänge 52 überführt werden, das mit der Stange 51 und mit der Kolbenstange 53 des Servomotors 49 gelenkig verbunden ist. In dem zwischenliegenden Punkt ist die Stange des Reglerschiebers 54 gelagert. Die Kolben stange 53 kann durch die angegebene Anord nung die gleiche Bewegung erhalten wie die Kolbenstange 7, welche den Laufsclhaufelbetä- tigungsteil bildet, und das eine Ende des Hebelarmes 42 ist deshalb mit der Kolben stange 53 gelenkig verbunden. Das andere Ende des Hebelarmes 42 ist in derselben Weise wie vorher beschrieben mit dem Ende der Stange 43 verbunden.
In einem zwischen liegenden Punkt auf dem Hebelarm 42 ist die Stange 45 gelagert. Diese ist unten mit einer Platte 55 versehen, die bei der Bewegung der Stange nach unten eine Platte 56 auf der Reglerstange für den Schieber 15 betätigt. Die normale Rückführung erfolgt lhier durch die Schablonen 36 und 38.
Wird auch bei diesem Beispiel das Verbal ten bei einem schnellen Schliessen betrachtet, so ist die Steuerung des Servomotors 49 so, dass sein Kolben zu Beginn nur ehne unbedeu tende Bewegung erfährt, während die Stange 43 schnell nach unten geht. Die Stange 45 führt eine Differenzbewegung aus, weleche die Differenz ist zwischen der in Abhängigkeit von der Einstellbewegung der Laufradschau feln 2 erzeugten Bewegung der Kolbenstange 53 und einer durch die Bewegung des Leit- schaufelapparates erzeugten Bewegung der Stange 43. Die Stange 45 wird daher eben falls gesenkt, und die Platte 55 betätigt die Platte 56 und führt den Schieber 15 in eine solche Lage, dass die Schliessbewvegung des Anlassgestänges 13 unterbroehen wird.
Die weitere Rüekführung erfolgt hier somit durch die Organe 44, 55 und 40.
In Fig. 7 ist. eine Anwendung der Erfin dung im Zusammenhang mit der Verwendung eines sogenannten Stoppmagneten darge stellt. Das letztgenannte Organ besteht bei spielsweise aus einer kräftigen Schrauben feder 57, die normalerweise zusammengepresst gehalten wird. Die Feder kann durch ein Re lais 58 freigegeben werden, das eine Sperre 59 von der Feder abzieht. Das Relais löst bei gewissen Fehlern in der Anlage aus, und sein Zweck ist, die Turbine rasch zu schliessen bzw. eine Notbremsung zu veranlassen.
Da durch, dass die Sperre 59 von der Feder ab gezogen wird, kann diese eine Platte 60 be tätigen, die an der R.eglerstange 39 angeord net ist, wodurch der Schieber<B>1.5</B> gezwungen wird, eine solche Lage einzunehmen, dass eine Celiliessbewe--yung des Anla.ssg-estä nges 13 er reicht wird. Das damit verbundene schnelle Schliessen der Turbine bedingt indessen nach dem, was oben gesagt wurde.
grosse L"ngele- Oenheiten. Es wirkt daher eine am Hebelarm 42 angreifende Staiig-e 62 auf ein Drossel organ 61 in. der Zuführungsleitung des Servomotors 14 ein, durch die das Ö1 bei der Schliessbewegung der Stange<B>13</B> eingepresst wird.
Auf diese Weise kann die Schliessbewegung aufgehalten werden. Die normale Rückführung erfolgt daher bei die ser Figur durch die Schablone 36 und 38 und die weitere Rüickfülhrung durch die Schablone 44 und die Stange 62. Die Grösse der durch das Drosselorgan 61 bewirkten Drosselung ist in jedem Augenblick abhängig von dem Unterschied zwischen der Einstellung des Leitschaufelapparates und der Einstellung dles Laufsehaufelwinkels.
Die im Zusammenhang mit Fig. 6 be schriebene Anordnung zur Nachbildung der Bewegung der Kolbenstange 7 kann natürlich auch bei einer andern Anordnung verwendet werden, die im Zusammenhang mit Fig. 3 be schrieben ist. Die Drosselanordnung 61 kann natürlich auch bei derselben Anordnung an gewendet werden.