CH313999A - Verfahren zur Herstellung von aromatischen Hydroperoxyden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aromatischen Hydroperoxyden

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CH313999A
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von aromatischen Hydroperoxyden
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von aromatischen   IIydroperoxyden.   



   Es ist bekannt, dass aromatische Hydroperoxyde, welche die Atomgruppierung
EMI1.1     
 aufweisen, durch Oxydation von aromatischen Verbindungen, welche die   Atomgruppierung   
EMI1.2     
 aufweisen, erhalten werden können.



   Die freien Valenzen am   kerngebundenen    Kohlenstoffatom können dureh gleiche oder versehiedene einwertige organische Reste, nämlich aliphatische, cyeloaliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffreste oder aueh heterocyclische Reste, wie gesättigte und ungesättigte e Alkyl-, cycloalkyl-, Aryl-,   Aralkyl-    oder Alkaryl-Gruppen, besetzt sein, Eine der   freienValenzendesgenajmtenKohlenstoff-    atoms kann ein Wasserstoffatom tragen. Dem aromatischen Kern können weitere Kerne angegliedert sein ; ferner kann dieser Kern   dureh    weitere Kohlenwasserstoffreste oder   dur. cl      Methoxy-oder Athoxyreste substituiert    sein.



  Als Beispiele derartiger aromatiseher Verbin  dungen    seien genannt, z. B. Äthylbenzol, Isopropylbenzol, das auch Cumol genannt wird,   p-Methyl-isopropylbenzol,    p-Diisopropyl-benzol,   Isopropylnaphthalin    sowie ihre homologen und analogen Verbindungen.



   Im   allgemeinen wird molekularer Sauer-    stoff, d.   h.    reiner Sauerstoff oder ein Gasgemisch, das Sauerstoff enthält, z. B. Luft, als oxydierendes Agenz verwendet, während die zu oxydierende   aromatisehe    Verbindung sich im flüssigen Zustande befindet.



   Die oben genannten Hydroperoxyde können z. B.   a.LsPolymerisationsbeschleuniger,    als Katalysatoren für die'Umsetzung makromolekularer Verbindungen, wie Kautschuk, mit   Sehwefeldioxyd,    wie sie z. B. in der schweizerischen Patentschrift Nr.   279915    beschrieben ist, oder als Zwischenprodukte für die Herstellung zahlreicher Produkte, z.   B.    der korrespondierenden Alkohole, aber ganz besonders von phenolischen Verbindungen, wie in einer Anzahl   früherer    Veröffentlichungen   beschrie-    ben wurde, verwendet werden.



   Es   wird allgemein angenommen, da, ss    freie Radiale am   Reaktionsmechanismus der      Oxy-    dation teilnehmen. Dies mag, erklären, warum im allgemeinen die Reaktionsgeschwindigkeit während einer längeren oder kürzeren Induk  tionsperiode    ziemlich niedrig ist, worauf die Reaktionsgeschwindigkeit wesentlich ansteigt, und auch warum die Gegenwart von   Verun-    reinigungen in den zu oxydierenden aromatisehen Verbindungen oft mit einem Hem  mungseffekt    auf die   Oxydationsreaktion    begleitet ist.



   Es wurden zahlreiche Stoffe zugegeben, um die Bildung von Hydroperoxyden   zu för-    dern, sogenannte Initiatoren, die die Induktionszeit abkürzen oder der Hemmung ent  gegenwirken.   



   Als Initiatoren sind bisher hauptsächlich Peroxyde angewendet worden. B, evorzugt sind die   herzustellenden Hydroperoxyde, da dann    in dem endgültigen Reaktionsgemisch keine zusätzlichen Bestandteile vorhanden sind.



  Kleine Mengen Hydroperoxyde können eingeführt werden, bevor die Oxydation beginnt.



   Es wurde bisher oft vorgeschlagen, auf Grund des   Hemmungseffektes der Zerset-    ungsprodukte und der Explosionsgefahr, die Oxydation zu beenden, wenn nur etwa 20 bis 25% der aromatischen Verbindung in das korrespondierende Hydroperoxyd umgewan  delt    sind, da die Zersetzung oft wesentlich ansteigt, wenn diese Konzentration iiberschritten wird.



   Es wurde nun gefunden, dass man bei der Durchfiihrung der   genannten, bekannten Oxv-    dation, zweeks Herstellung aromatischer   Hydroperoxyde, welche    die eingangs erwähnte Struktur aufweisen, unerwünschte, eine Zersetzung der Hydroperoxyde bewirkende Reaktionen weitgehend hintanhalten kann, wenn man erfindungsgemäss bei dieser Herstellung Apparate und   GNefässe    verwendet, in denen der grösste Teil der mit den   Hydroperoxyden    in Berührung kommenden Flache mindestens ein Metall der Elemente der Untergruppe I des periodischen Systems d h. Kupfer, Silber und Gold enthält. Oberflächen, die im wesentlichen aus Kupfer oder seinen Legierungen, wie Messing-oder   Rotkupferlegierungen,    bestehen, werden bevorzugt.



   Im Gegensatz   Ztl    dem, was im Hinblick auf das bisher bekannte Verhalten bestimmter Metalle als Initiatoren für   diie Oxydationsreak-    tion, während sie gleiehzeitig die Zersetzung der Reaktionsprodukte begünstigen, erwartet werden konnte, wurde nämlich gefunden, dass die Metalle der Untergruppe I, wie Kupfer und Kupferlegierungen, einen ausgesprochen stabilisierenden   Effekt auf die Hydroperoxyde    ausüben, wenn sie unter den hierin angegebenen Bedingungen verwendet werden.



   In der   österr.    Patentschrift Nr. 124524 wird mitgeteilt, dass für die Herstellung, Verarbeitung und Aufbewahrung von Lösungen solcher Verbindungen, welche leicht unter Abgabe von Sauerstoff zerfallen, wie z. B. Was  serstoffperoxyd,    Persulfate, Perborate   usw.,    Gefässe verwendet werden sollen, in welchen die Oberflächen, die mit den genannten Lö  sungen    oder mit Dämpfen in Berührung kommen, hochpoliert sind und aus einem Metall oder einer Metallegierung bestehen aus einer grossen Gruppe, zu welcher auch Kupfer und   Kupferlegierungen gehören.    Es wird kein Vorzug für Kupfer und Kupferlegierungen andern Metallen und Legierungen gegeniiber zum Ausdruck gebracht.



   Die Oberflächen der bei der Durchfiihrung des erfindungsgemässen Verfahrens verwendeten Apparate und Gefässe, welche direkt mit den   Hydroperoxyden    in Berührung kommen, brauchen nicht glatt oder poliert zu sein.



  Es ist im allgemeinen vorzuziehen, die Oberfläche mit   Atzverfahren,    z. B. mit wässeriger Salpetersäure, zu reinigen. Es ist zu   betonen,    das die organischen Hydroperoxyde, auf deren Herstellung sich die Erfindung bezieht, nicht leicht Sauerstoff durch Zersetzung bilden, in Übereinstimmung mit einem mehr komplexen Reaktionsmechanismus, wie es z. B. Wasser  stoffsuperoxyd    und manche   Peroxydverbin-      dungen tun.    Die stabilisierende Wirkung der hier erwähnten Metalle konnte daher in keiner Weise aus   d'em    vorhergesehen werden, was über das Verhalten von Metalloberflächen im allgemeinen in Gegenwart dieser Stoffe bekannt war.



   Die stabilisierende Wirkung des Kupfers ergibt sich aus folgend'en Vergleichsversuchen :
20   em3    einer Lösung von   Cumolhydro-      peroxyd in Cumol    (51   Gew.  /o),    die durch direkte Oxydation von Cumol erhalten wurde, werden in je 3   Proberöhrchen    aus Gl : as, Stahl bzw. Kupfer mit einem innern Durchmesser von 19 mm erhitzt, die je mit einem Rüekflusskiihler versehen waren. Die Rohre werden in einem elektrisch geheizten Ölbad auf   110     erhitzt.

   Die   Hydroperoxydkonzentration    wird in   regelmässigenAbständenna.ch    dem in 4nalytical Chemistry 19 (1947), 979   beschrie-    benen Verfahren unter Benutzung von Iso  propylalkohol    als Losungsmittel für den zugegebenen Überschuss von Natriumjodid bestimmt. Die Ergebnisse, die den   stabilisieren-    den Effekt des Kupfers deutlieh veranschaulichen, sind in der folgenden Tabelle   wieder-    gegeben :   Gehalt an Cumolhydroperoxyd (Gew.%) nach Beginn    d.

   Erhitzens Glasrohr Stahlrohr Kupferrohr    0 51 51    51    1 38 43    48    2 37 31    44
3 15 16, 5 38    4 7 7    33
5 2, 5 3 27    6 1 1    21
Als   Oxydationsmittel    wird zweckmässig Sauerstoff oder ein sauerstoffhaltiges Gas verwendet. Die zu oxydierende Verbindung befindet sich meistens in flüssigem Zustand. Andere Verfahrensbedingungen umfassen die bisher offenbarten.



   Es wird jedoch vorgezogen, die Gegenwa. rt von Wasser oder wässerigen Losungen zu vermeiden, da die Oxydation vorzugsweise entweder in Abwesenheit von Wasser oder in Gegenwart von so kleinen Wassermengen    ; en    durchgeführt wird, dass keine wesentliche Bildung einer zweiten flüssigen Phase erfolgt.



   Es können   aueh Satalysatoren    verwendet werden. Es hat sich jedbeh gezeigt, dass diese im allgemeinen beim erfindungsgemässen Verfahren keinen   merkliehen    Effekt haben. Da es in vielen Fällen notwendig ist, den   Kataly-    sator nach der Reaktion von der erhaltenen   Losung, abzutrennen, was    im   allgemeinen um-    ständliehe Arbeitsgänge verlangt, wird ge  wöhnlieh    vorgezogen, keine Katalysatoren zu verwenden.



   Geeignete Initiatoren können angewandt werden. Die Verwendung der gleichen Hydroperoxyde, wie sie im   Verfa. hren    erzeugt werden, als Initiatoren wird meistens bevorzugt wie oben schon dargelegt wurde.



   Die Charge der Ausgangsverbindung kann, falls gewünscht, einer geeigneten   Vorbehand-      lung unterworfen werden.    Beliebige in der Literatur beschriebene Arbeitsweisen für die    e    Behandlung von Kohlenwasserstoffen können verwendet werden. Geeignete Arbeitsweisen sind z.. B. ein achtstündiges Erhitzen unter Rückfluss in Gegenwart von metallischem Natrium mit nachfolgender fraktionierter Destillation, ein Waschen mit wässeriger   Natrium-      bisulfit-oder Kaliumpermanganatlosung,    eine Destillation mit nachfolgender Hydrierung oder eine Behandlung mit   Natriumhydroxyd.   



   Als   Oxydationsgas    wird im allgemeinen atmosphärische Luft bevorzugt, da sie billiger ist als reiner oder sogar als technischer Sauerstoff, obgleich es in einigen Fallen vorteilhaft sein kann, Sauerstoff   sa    verwenden, da er die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht. Der Sauerstoff, die Luft oder das andere   Sauerstoff-    haltige Gas können angefeuchtet sein oder, falls gewünscht, getrocknet sein, um einen vor  teilhaften    Feuchtigkeitsgehalt zu erzielen.



  Wenn Luft verwendet wird, kann sie von   li : oh      lendioxyd      befreitsein.    In vielen Fällen jedoch kann atmosphärische Luft als solche verwendet werden. 



   Der stabiliserende Effekt der   angewand-    ten Apparate und Behälter ermöglicht es, die Oxydation bei höheren Temperaturen, als sie bisher üblich waren, durchzuführen. Im   allge-    meinen können Temperaturen im Bereich von etwa   50     bis zum Siedepunkt der aromatischen Verbindung, z. B.   152     für Cumol, angewendet werden. Es werden aber Temperaturen oberhalb   100     bevorzugt. Beste Ergebnisse werden im allgemeinen bei einer Temperatur von an  genähert 120  erhalten.   



   Bei den bisher bekannten Verfahren ist die Zersetzung oberhalb 100  so stark, dass die Ausbeute des Hydroperoxyds gering ist. Daher wurde im allgemeinen ein Bereich zwischen 75 und   90     als am vorteilhaftesten angesehen.



  Die   Geschwindigkeit der Hydroperoxydbil-    dung steigt jedoch, wenn die Reaktionstemperaturen erhöht werden. Unter 50  ist die Reaktion viel zu langsam, um ihre Anwendung in technischem Ausmass zu gestatten.



   In bisher bekannten Verfahren beträgt die Reaktionszeit ; die erforderlich ist, um einen   Hydroperoxydgehaltvon angenähert    40 Gew.  /o bei der Oxydation von Cumol bei   etwa 90     zu erhalten, angenähert 24 Stunden. Wie weiter unten gezeigt wird, wird im wesentlichen der gleiche   Hydroperoxydgehalt    bei wesentlich kürzerer Reaktionszeit erhalten, wenn Re  aktionsgefässe verwendet werden,    in denen die direkt mit den Reaktionsteilnehmern in Berüh  rung kommenden Wandflächen    im wesentlichen aus einem Metall der Untergruppe   I    des periodischen Systems der Elemente, z. B.



  Kupfer, bestehen.



   Es wurde schon vorgeschlagen, den Druck zu erhöhen auf über Atmosphärendruck, um eine Erhöhung der Temperatur während der Oxydation auf über 100  zu ermöglichen. Es wurde festgestellt, dass die erhöhte Zersetzung der   Hydroperoxyde durch erhöhte Bildung    der gleichen Stoffe ausgeglichen werden kann, wenn der Druck erhöht wird. Obgleich Drucke grösser als Atmosphärendruck angewendet werden können, ergibt die Anwendung solcher höheren Drucke bei Verwendung von Apparaten der hier vorgesehenen Art im allgemeinen keine wesentliehe Erhöhung der Hydro  peroxydausbeute    Es wird daher vorgezogen, die Oxydation   beiAtmosphärendruckdurch-    zuführen, da die erforderliehe Anlage dam einfacher ist.



   Es. ist sehr wünschenswert, während der Reaktion das als Oxydationsmittel meistens verwendete sauerstoffhaltige Gas mit der zu   oxydierenden Verbind-ung, welche    meistens in flüssigem Zustand vorliegt, in innige Berührung zu bringen. Zu diesem Zwecke können z. B. Rührer, Düsen mit feinen Poren und poröse Platten verwendet werden. Es wurde schon vorgeschlagen, eine gute Berührung zwi  schen    dem flüssigen Reaktionsteilnehmer und dem   Oxydationsgas    dadurch zu bewirken, dass das letztgenannte derart durch das Realitionsgefäss geleitet wird, dass das Gefäss   konti-      nuierlich    und im wesentlichen vollständig mit einer Dispersion des Gases in der Flüssigkeit angefüllt ist. Der Gasdruck beträgt an der Eintrittsstelle mindestens 1 Atmosphäre.

   Die Dispersion von Gas und Fliissigkeit kann in einen Abseheider übergeführt werden, in dem die gasförmigen und flüssigen Phasen bei nahezu Atmosphärendruck getrennt werden.



   Der   Hydroperoxydgehalt    der Reaktionsgemisehe kann in regelmässigen Abständen durch Analyse von Proben, z.   B.    durch eine jodometrische Titration, bestimmt werden. Es wird im allgemeinen vorgezogen, die Oxydation   zu unterbechen, wenn    ein bestimmter, nicht sehr hoher Gehalt erreicht ist. Obgleich es möglich ist, so weit wie bis zum Beispiel 80 Gew.% zu gehen, ist dies nicht ratsam, da die Zersetzung der gebildeten   Hydroperoxyde    zunimmt, und die Geschwindigkeit der Hydro  peroxydbildung    abnimmt, wenn der Hydroperoxydgehalt ansteigt. In der Praxis können   z.    B. Umsetzungen von angenähert 40-50 Gew.  /a erhalten werden, da die Hydroper  oxydausbeuten    dann befriedigend sind.

   Beste Ausbeuten werden jedoch dann erhalten, wenn die   Umwandlung    nicht weiter als bis etwa 20 Gew. % betrieben wird.



   Die   Hydroperoxyde    können von den niehtumgesetzten aromatischen   Kohlenwasserstoff-    verbindungen durch Destillation, vorzugsweise unter vermindertem Druck abgetrennt wer den. Die   Hydroperoxyde    selbst können dann durch getrennte Destillation, gegebenenfalls bei niedrigen Drucken, gereinigt werden. Ein bevorzugtes Verfahren zur Gewinnung der Hydroperoxyde aus dem Reaktionsgemisch besteht jedoch in der Fällung ihrer   Na. triumsalze    mittels konzentrierter Natronlauge. Der Nie  dersehlag    wird dnan abfiltriert und unter Gewinnung des Hydroperoxyds mittels wässeriger Säurelösung zersetzt. Die Flüssigkeit wird mit einem organischen Lösungsmittel, wie Benzol, extrahiert, und das Lösungsmittel schliesslich abgetrieben.

   Die Lösung des Hydroperoxyds kann auch als solche Verwendung finden.



   Die folgenden Beispiele erläutern das er  findungsgemässe    Verfahren.



   Beispiel 1
250 cm3 Cumol werden oxydiert unter Ver   wendung eines geschlossenen 500-em3-Behäl-    ters aus   Rotkupfer,    der einen Einlass nahe am Boden und einen zweiten Einlass am obern Ende besass, der mit einem Rückflusskühler versehen war. Ein Thermometer und ein Rührer aus Rotkupfer mit 6 Blättern waren vorgesehen und reiehten durch einen Korken bis in die Flüssigkeit. Das   luipfeme    Reaktionsgefäss war in ein elektrisch   geheiztes Olbad    eingetaucht bis zu einer Höhe gerade oberhalb der in ihm enthaltenen Flüssigkeit, so dass sein Inhalt während der Reaktion auf der gewiinschten Temperatur gehalten werden konnte.



   Über einen Stromungsmesser wird technischer Sauerstoff während der Reaktion mit einer Geschwindigkeit von 25 Litern je Stunde eingeleitet. Der durch die Flüssigkeit nicht absorbierte Sauerstoff wird an die Atmosphäre abgegeben, nachdem er den   Rückfluss-    kühler und einen   Stromungsmesser    passiert hatte. Die durch die Flüssigkeit absorbierte Sa.   uerstoffmenge wird aus den    Angaben des Strömungsmessers vor und hinter dem   Reak-      tionsbehälter    berechnet.

   Die   Oxydationsge-    sehwindigkeit wird durch stündliche Analyse verfolgt, wobei das Hydroperoxyd jodometriseh nach dem in   Analytical      Chemistry    19  (1947), 979 beschriebenen Verfahren unter Verwendung von Isopropylalkohol als Lo  sungsmittel    für das zugegebene Natriumjodid verwendet wurde. Die Reaktion wird unterbroche, sobald eine   Hydroperoxydkonzentra-    tion von angenähert 45 Gew.% ermittelt wurde.



   Der   Gesamtaauerstoffgehalt    des Reaktionsgemisches wird dann nach dem Verfahren von   Schiitze,    Zeitschrift für Analytisehe Chemie 118 (1939) 241, bestimmt und der Hydroperoxydgehalt wird wiederum nach der   erwähn-    ten   jodometrischen    Methode bestimmt.



   Das   zu oxydierende Cumol    war ein sorgsam gereinigtes technisches Produkt mit einem Siedebereich von 150-151  und nD20 = 1, 4912 bis 1,   4913.   



   Es wird   Cumolhydroperoxyd    als Initiator verwendet, wobei eine vorher oxydierte Cumolmenge zum Cumol vor seiner Einführung in den kupfernen Reaktionsbehälter zugegeben wird. z
Die Ergebnisse sind in der   òlgenden Ta-    belle zusammengestellt, die zum Vergleich. auch die mit einem   500-em3-Gefäss    aus hoch  schmelzendem    Glas und einem gloekenförmig geformten Rührer aus dem gleichen Material erhaltenen Ergebnisse gibt, wobei die übrigen Bedingungen im wesentlichen die gleichen sind wie die der Arbeitsweise in dem Eupfergefäss. 



     Gesamt Ausbeute Anstieg der Drehzahl Hydroperoxyd O2-Gehalt bezogen Hydroper Material des Rekations Konzentration, Gefäss- Besondere Temperatur des auf oxydkonzendes Rühres zeit, Gew.% material Bedimngungen  C Rekations- absorbier- tration Rühres je Stunden gemisches tes O2 Ges.%) Minute Beschickung Endgemisch Gew.% % Stunde glas Glas - 880 120 75/6 3,0 46,5 12,5 78 56 Kupfer Kupfer - 880 120 6 3,0 56,2 14,0 84,3 8,9 Kupfer Kupfer - 880 120 4 3,6 45,1 11,1 85,6 10,4 Kupfer Kupfer O2 feucht 880 120 4 3,6 39,1 9,2 89,4 8,9 Kupfer Kupfer - 880 130 3 3,6 44,3 11,2 83,3 13,5 Kupfer Kupfer - 2000 130 2· 3,6 42,6 11,1 81,0 17,2 Kupfer Kupfer 0,1 Gew.% 880 120 2 3,6 15,4 3,6 90,0 3,6 90,0 5,

  9 Zn-Stearat als Katalysator       Beispiet 2   
Je 225 cm3 sorgfältig gereinigtes teehnisches Cumol werden in der gleichen Kupfer apparatur mit einem Kupferrührer, wie im Beispiel 1 beschrieben, unter   Variierung    von Temperatur und Reaktionszeit, oxydiert. Die Sauerstoffzuführung betrug 25   1    je Stunde.



  Es wurde kein Initiator zugegeben.



   Der   Gesajntsauerstoffgehalt    der Flüssigkeit wird indirekt in Verbindung mit Elemen  taranalyse    ermittelt, in der Kohlenstoff und Wasserstoff bestimmt werden.



   Der   Hydroperoxydgehalt    wird mit der gleichen   jodometrischen    Methode bestimmt wie im vorhergehenden Beispiel. Die Ausbeute, bezogen auf die Gesamtmenge des absorbierten Sauerstoffes, wird als das Verhältnis zwisehen dem im Hydroperoxyd gebundenen Sauerstoff und dem   Gesamtsauerstoffgehalt gerechnet.   



   Die Ergebnisse waren die folgenden :    Reaktions-Endkonzentration Gesamt-Ausbeute    bezogen auf Temperatur   dauer an Eydropero yd sauerstoffgehalt absorbiertenSauerstoE      C Stunden Gew. % Gew.   % %      120 1 11, 0 2, 45 95    120 2 22, 5 5, 08 93 120 3 34, 7 7, 54 96 130 1 25, 0 6, 50 81
Es ist deutlich zut sehen, dass bei einer Temperatur von   120     eine sehr gute   Ausbewte      erhalten wird, und. dass    bei   130     die Ausbeute etwas geringer, aber noch befriedigend ist.



   Beispiel 3
Di-Isopropylbenzol, das   als Rüekstand    bei der Destillation von technischem Cumol erhalten wurde, wird sorgsam gereinigt und fraktioniert. 250 g der Fraktion mit einem Siedebereieh von 205 bis   210     werden unter Verwendung des gleichen   Kupferreaktionsge-    fässes (und zu   Vergleiehszwecken      aueh    des gleichen   Glasgefalsses)    und unter im wesentlichen den gleichen Bedingungen wie im   Bei-    spiel   1      besehrieben    oxydiert.



   Es wird kein Initiator zugesetzt. Der Gesamtsauerstoffgehalt wird nicht bestimmt. Es wird unveränderlich mit einer   Geschwindig-    keit von 880 Umdrehungen   jeStundegerührt.   



  Es wird kein Katalysator zugegeben. Die Er  gebnisse    sind in der folgenden Tabelle gezeigt.



      Material des Geschwindigkeit Endkonz. anstieg des Erhitzungs- Rekations
Rekations- der Hydro- Hydroperoxydtemperatur dauer behälters und Sauerstoffzufuhr peroxyd gehaltes    des Riihrers Liter je   Stimde     C Stunden Gew. %'Gew. %/Std. Glas 9 120  75/6 10, 3 1, 3 Kupfer 25   120     6 17, 7 2, 9
Beispiel 4
Teehnisehes p-Cymol (p-Methyl-eumol) wird   sorgsam    gereinigt und   d fraktioniert. Die    Fraktion mit einem Siedebereich. von 176, 4 bis 176,   8     wird unter Verwendung der gleichen Kupfervorrichtung wie in den Beispielen   1    und 2 oxydiert. Die Flüssigkeitsmenge beträgt 225   em3.    Der Sauerstoffdurchsatz ist wiederum 25 Liter je Stunde. Kein Initiator wird zugegeben.



   Der Gesamtsauerstoffgehalt der Flüssigkeit wird indirekt in Verbindung mit der Elementaranalyse erfasst, durch die Kohlen  stoffund    Wasserstoff bestimmt werden.



   Der   Hydroperoxydgehalt    wird mit der gleichen jodometrisehen Methode wie in den vorhergehenden Beispielen bestimmt. Die Ausbeute, bezogen auf die Gesamtmenge des ab sorbierten   Sauerstoffes, wird als das Verhält-    nis zwischen dem Sauerstoff gebunden im
Die Ergebnisse waren die folgenden : Hydroperoxyd und dem Gesamtsauerstoffgehalt berechnet.



      Reaktions- Endkonzentration Gesamt- Ausbeute bezogen auf Temperaut dauer an Hydroperoxyd sauerstoffgehalt absorbiertenSauerstoff   C Stunden Gew. % Gew. % %      120 6 5, 8 1, 57 71  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellmiig von aromati schen Hydroperoxyden, welche die Atomgrup- pierung EMI8.1 aufweisen, durch Oxydation von aromatischen Verbindungen, welche die Atomgruppierung EMI8.2 aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass man bei dieser Herstellung, zwecks Hintanhaltung von unerwünschten Zersetzungsreaktionen, Apparate und Gefässe verwendet, in denen der grösste Teil der mit den Hydroperoxyden in Berührung kommenden Fläche mindestens ein Metall der Elemente der Untergruppe I des periodischen Systems enthä. lt.
    UNTEBANSPBÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall Kupfer ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, da d'ureh gekennzeichnet, dass das Metall eine Kupferlegierung ist.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass die Apparate und Gefässe aus dem genannten Metall bestehen.
    4. Verfahren nach Patentnaspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Apparate und G. efässe aus einer Legierimg des genannten Metalls bestehen.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Apparate uns Gefässe mit dem genannten Metall ausgekleidet sind.
    6. Verfahren nach Patentansprueh, da- durch gekennzeichnet, da. die Apparate und Gefässe mit einer Legierung des genannten Metalles ausgekleidet sind.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Oxy- dation in flüssiger Phase arbeitet und einen Rührer verwendet, dessen Oberfläche aus Kupfer oder einer Kupferlegierung besteht, mindestens soweit wie die Oberfläehe mit der Fliissigkeit in Berührung kommt.
    8. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation in Gegenwart höehstens von so kleinen Mengen Wasser durchgeführt wird, dass praktiseh keine Bildung einer zweiten flüssigen Phase erfolgt.
    9. Verfahren naeh Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass bei der Oxydation ein Initiator der zu oxydierenden aromatischen Verbindung zugegeben wird.
    10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass man als Initiator das gleiche Hydroperoxyd verwendet, das hergestellt werden soll.
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