CH307481A - Verfahren zur Herstellung eines neuen biologisch wirksamen Triphenylmethanderivates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen biologisch wirksamen Triphenylmethanderivates.

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CH307481A
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Ferrosan Aktiebolaget
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Ferrosan Ab
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C65/00Compounds having carboxyl groups bound to carbon atoms of six—membered aromatic rings and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups
    • C07C65/01Compounds having carboxyl groups bound to carbon atoms of six—membered aromatic rings and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups containing hydroxy or O-metal groups
    • C07C65/03Compounds having carboxyl groups bound to carbon atoms of six—membered aromatic rings and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups containing hydroxy or O-metal groups monocyclic and having all hydroxy or O-metal groups bound to the ring

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines neuen biologisch wirksamen Triphenylmethanderivates.



   Es wurde gefunden, dass gewisse Triphenylmethanderivate für die Behandlung von ver  sehiedenen    Formen von Polyarthritis wirksam sind. Die genannten   Triphenylmethanderivate    setzen die Permeabilität des Bindgewebes herab und sind infolgedessen auch gegen Infektionskrankheiten, insbesondere durch Virus   verursaehte,    wirksam.



   Es konnte durch   Tierversuche    gezeigt werden, dass   Triphenylmethanderivate,    in denen wenigstens ein aromatischer Kern eine Oxygruppe sowie eine   Carboxyl-oder    eine Sul  fonsäuregruppe enthält,    gegen experimentell hervorgerufene Polyarthritis sowie gegen In  fektionen    mit   Influenzavirns    wirksam sind.



  Die Wirksamkeit schwankt innerhalb   ziemlieh    weiter Grenzen, ebenso auch die'Toxizität.



   Derartige   Triphenylmethanderivate    können hergestellt werden, indem man in saurer Lo  sung    salpetrige Säure und Formaldehyd auf eine der folgenden Verbindungen einwirken   lälsst    : a) Derivate von   9-Oxy-benzoesäure    mit   l    bis 3 Substituenten, von denen einer vom Typ   R2    und die iibrigen vom Typ   Bg    sind, b)   3-Oxy-benzoesäure,    c) Derivate von 3-Oxy-benzoesäure mit 1 Substituenten   vom'Typ R3,       cul)    Derivate von   S > -Oxy-benzoesäure    mit   I      Substituenten    vom Typ    R3 und 1 bis   Sub-      stituenten    vom Typ R1,

   e) 4-Oxy-benzoesäure, f) Derivate von 4-Oxy-benzoesäure mit   1    bis 3'Substituenten vom Typ Ri, g)   2r,      3 und SOxy-benzol-sulfonsäure,    h) Derivate von   2-, 3-und 4-Oxy-benzol-    sulfonsäure mit 1 bis 3 Substituenten vom Typ R3, i) Derivate von   2, 4-Dioxy-benzoesäure    mit   1    bis   2    Substituenten vom Typ   R3,    j) 2, 5-dioxy-benzoesäure (Gentisinsäure)   und'2,    16-Dioxy-benzoesäure, k) Derivate   von 2, 5 und    2,   6-Dioxy-ben-    zoesäure mit   1    bis 2 Substituenten vom Typ R3,
I) Derivate von 3, 4,

     5=Trioxy-benzoesäure    mit   1    Substituenten vom Typ R3, wobei
Ri eine der Gruppen COOH, SO3H, Halogen, Alkyl, Alkylamino, Alkoxy, Amino, Acyloxy, Nitro, Aryl, Aralkyl, Cycloalkyl, Heteroaryl, Sulfonamid, Sulfon, Mercapto, subst.



  Amino und subst. Alkyl,    R    eine der Gruppen COOH, SO3H, Halogen, Äthyl und höheres Alkyl, Alkylamino, Alkoxy, Amino, Aeyloxy, Nitro, Aryl, Aralkyl, Cycloalkyl, Heteroaryl, Sulfonamid, Sulfon, Mercapto, subst., Amino und subst. Alkyl, und
R eine der Gruppen OH,   COOH,    Halogen, Alkyl, Alkoxy, Amino, Aeyloxy, Nitro, Aryl, Aralkyl, Cycloalkyl, Heteroaryl, Sulfonamid, Sulfon, Mercapto, subst. Amino und subst. Alkyl darstellt. 



   Die Reaktion kann auch in zwei Stufen durchgeführt werden, indem man zunäehst eines dieser Phenolderivate in Gegenwart von
Formaldehyd zu einem Diphenylmethanderivat kondensiert, welches man dann mit einem weiteren Molekül eines   Phenolderivates    in Gegenwart eines Oxydationsmittels unter Bildung des gewünschten Triphenylmethanderivates reagieren lässt. In dieser Weise ist es möglich, Triphenylmethanderivate herzustellen, in denen die Substituenten des einen Benzolkernes von denjenigen der beiden andern Benzolkerne versehieden sind.



   Ferner ist es möglich, diese Triphenylmethanderivate in der Weise herzustellen, dass man zunächst Phenolderivate mit Formaldehyd kondensiert, in denen ein oder mehrere der in den   endgültigen Triphenyl-    methanderivaten gewünschten Substituenten fehlen, wobei diese fehlenden Substituenten nach der Kondensation zu den   Diphenyl-    oder Triphenylmethanderivaten eingeführt werden.   Carboxyl-und Sulfonsäuregruppen    sowie Halogen können beispielsweise in dieser Weise eingeführt werden. Andere   Substi-    tuenten der endgültigen Triphenylmethanderivate können durch Umwandlung von in den Kernen bereits vorhandenen   Substituen-    ten erhalten werden. So ist es möglich, Nitround Acylaminogruppen durch Reduktion bzw.



  Verseifung in Aminogruppen umzuwandeln.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Herstellung eines dieser neuen biologisch   wirksamen'Triphenyl-    methanderivate, nämlich des 2,2',2",5,5',5" Hexaoxy-3,   3',      3"-triearboxy-triphenylmethans.   



  Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man auf Gentisinsäure Formaldehyd in Gegenwart eines Oxydationsmittels einwirken lässt und das so erhaltene 2,2',5,5'-Tetroxy-3,3'  dicarboxy-diphenylmethan    (im folgenden mit          Methylen-digentisinsäure   bezeichnet)    mit   Gentisinsäure in Gegenwart    eines Oxydationsmittels umsetzt.



   Das so erhaltene Hexaoxy-tricarboxy-tri  phenylmethan    ist eine neue Substanz, welche ein amorphes Pulver ohne Schmelzpunkt darstellt. Seine Zersetzungstemperatur liegt oberhalb   200     C. Es ist in Wasser und Alkohol   schwer loslieh, dagegen leicht loslich    in Alkalien.



   Bei der   Herstellung der lIethylen-digen-    tisinsäure kann der Formaldehyd entwedet als solcher hinzugefügt werden oder er kann in der   Reaktionsmisehung    aus geeigneten Stoffen, wie   Trioxymethylen,    Methylalkohol,   Methylenchlorid und Aeetalen    von   Formalde-    hyd, zum   Beispiel Formaldehyddimethyl-      acetal und Formaldehyddiäthylacetal,    gebildet werden.



   Die zur Ansäuerung der Reaktionsmi  sehung    in der Regel verwendete Säure kann zum Beispiel Salzsäure oder Sehwefelsäure sein.



   Beispiel   1    :
2, 5 g Natriumnitrit werden pulverisiert und mit einer Ilischung von 5 g   feinpul-    verisierter   Methylen-digentisinsäure    (erhalten   dureh    Kondensation von Gentisinsäure mit Formaldehyd) und   2,    5 g   2,.    5-Dioxy-benzoesäure gemischt. Unter Eiskühlung werden 52 g konzentrierte Schwefelsäure hinzugefügt und die   Reaktionsmisehnng      umgerührt,    bis rote Stiekoxydgase entstehen. Die homogene dunkle Mischung wird unter Rührung in kaltes Wasser gegossen, und das Rühren wird einige Stunden fortgesetzt, bis die Fällung leieht filtrierbar geworden ist. Die Fällung wird abfiltriert und die freie Säure mittels Salzsäure ausgefällt.

   Sie wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und im   Vakuumtrockensehrank    getrocknet.



   Beispiel 2 :
Eine   Mischung von 50 g Methylendigen-      tisinsäure,    die durch Kondensation von   Gen-    tisinsäure mit Formaldehyd erhalten wurde,   25    g   Gentisinsäure und 35 g Natriumnitrit    werden in   Portionen und unter Umrührung    in 250 ml konzentrierter Sehwefelsäure von   + 5     C eingeführt. Die Temperatur wird durch Kühlung während des ganzen Zusatzes auf etwa   5       C    gehalten. Wenn der Zusatz beendet ist, wird noch einige Minuten gerührt, wonach die dunkle, viskose Flüssigkeit langsam in eine Mischung von 500 g   Fis    und   2000 g Wasser    gegossen wird.

   Nach Rühren während einiger Stunden und Absitzenlassen wird die Fällung abfiltriert und mit   Tasser    gewaschen. Die Substanz wird durch Auflösen in ln-Lauge und Wiederausfällung mittels der äquivalenten Menge Salzsäure gereinigt. Die Ausbeute an   2,    2', 2",   5, 5', 5"-Hexa-    oxy-3, 3',   3"-tricarboxy-triphenylmethan    beträgt 45 g.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines neuen biologisch wirksamen Triphenylmethanderivates, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Gentisinsäure Formaldehyd in Gegenwart eines Oxydationsmittels einwirken lässt und das so erhaltene 2, 2', 5; 5'-Tetraoxy-3, 3'-dicarb- oxy-diphenylmethan mit Gentisinsäure in Gegenwart eines Oxydationsmittels umsetzt.
    Das erhaltene 2,2',2",5, 5', 5"-Hexaoxy-3, 3', 3" tricarboxy-triphenylmethan ist ein amorphes Produkt, dessen Zersetzungstemperatur oberhalb 200 C liegt. Es ist in Wasser und Alkohol schwer löslich, dagegen leicht löslieh in Alkalien und soll als Heilmittel verwendet werden.
CH307481D 1950-11-13 1951-11-09 Verfahren zur Herstellung eines neuen biologisch wirksamen Triphenylmethanderivates. CH307481A (de)

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