Drehverbindung, insbesondere für Möbel, Fenster, Türen usw. Die bekannten Fischbänder für Türen und Fenster sind in Schlitze der Flügel und Futterrahmen eingelassen und verstiftet. Das Linfriisen der Sehlitze für die Aufnahme der Befestigungslappen der Fischbänder erfor dert -rösste Genauigkeit, wenn ein gutes Schliessen des Tür- oder Fensterflügels erreicht werden soll.
Fischbänder, die seit liche, relativ lange Lappen aufweisen, die fern vom Lagerdorn mit. mehreren Schrauben r:cstgelegt sind, sind ebenfalls bekannt.; sie sind für die heutigen, modernen Möbel aber ganz ungeeignet.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine an Stelle des bisherigen Fischbandes zu verwendende Drehverbindung, für deren Be- das Einfräsen von Schlitzen nicht mehr notwendig ist.
Erfindun@@sgemäss wird dies dadurch ermöglicht, dass zwei Besehlagteile vorhanden sind, die je einen mit wenigstens einer Auf lagefläche dem einen der verbundenen Teile anlie-enden Befestirungsteil mit Befesti- gungslöelrern aufweisen und vermittels dieses Befesf i-un@;
steils sowie Schrauben auf dem genannten der verbundenen Teile auf- gescliraubt sind, und dass zwischen wenigstens dem einen der Drehbeschlagt.eile und dein mit. derer andern Drelibeschlagteil versehenen Teil der zwei miteinander verbundenen Teile ein Luftspalt vorhanden ist.
In der Zeichnung sind beispielsweise Aus- führunfsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen: Fig.1 bis 6 eine erste Ausführungsform einer Drehverbindung für Türen, und zwar zeigen Fig. 1 einen Axialquerschnitt durch den am Flügel angeordneten Drehbeschlagteil, Fig. 2 einen Axialquerschnitt durch den am Rahmen angeordneten Drehbeschlagteil,
Fig. 3 den am Flügel zu befestigenden Drehbeschlagteil von der Aussenseite, Fig. 4 den am Flügel zu befestigenden Drehbeschlagteil von der anzuschlagenden Seite, Fig. 5 eine Ansicht des am Rahmen zu be festigenden Drehbeschlagteils, Fig. 6 eine Seitenansicht zu Fig.5. Fig. 7 bis 13 eine zweite Ausführungsform einer Drehverbindung für Türen, in entspre chender Darstellung wie in Fig.1 bis 6,
Fig.14 bis 17 eine dritte Ausführungsform einer Drehverbindung für Türen in entspre chender Darstellung wie in Fig. 1 bis 6, Fig.18 und 19 eine vierte Ausführungs- form einer Drehverbindung für Türen, und zwar Fig. 18 einen :
Ixialqriersehnitt durch den am Flügel befestigten Drehbeschlagteil und Fig.19 einen Axialquerschnitt durch den aan Rahmen befestigten Drehbeschlagteil, Fig. 20 bis 25 eine fünfte Ausführungs form einer Drehverbindung, insbesondere für Fenster in entsprechender Darstellung wie in Fig.1 bis 6, Fig.26 bis 31 eine sechste Ausführungs form einer Drehverbindung, insbesondere für Fenster in entsprechender Darstellung wie in Fig. 1 bis 6,
Fig. 32 bis 39 eine siebente Ausführungs form einer Drehverbindung, insbesondere für Kasten und Möbel in entsprechender Darstel lung wie in Fig.1 bis 6, Fig. 40 bis 45 eine achte Ausführungs form einer Drehverbindung, insbesondere für Türen in entsprechender Darstellung wie in Fig.1 bis 6, Fig. 46 bis 52 eine neunte Ausführungs form einer Drehverbindung, insbesondere für Türen, in entsprechender Darstellung wie in Fig.1 bis 6, Fig. 53 bis 64 eine zehnte Ausführungs form einer Drehverbindung, in zwei verschie denen Längen, insbesondere für Möbel,
in ent sprechender Darstellung wie in Fig. 46 bis 52, Fig. 65 bis 68 eine elfte Ausführungsform einer Drehverbindung, insbesondere für Fen ster, in entsprechender Darstellung wie in Fig.1 bis 6, und Fig. 69 bis 70 in grösserem Massstab eine Variante der beiden Drehbeschlagteile in einer Seitenansicht zu Fig. 67 und 68 und Fig. 71 in noch grösserem Massstab den ge genseitigen Eingriff der beiden Drehbeschlag teile.
In der in Fig.1 bis 6 dargestellten ersten Ausführungsform der Drehverbindung für Türen bedeutet R den Futterrahmen und F den Flügel der Türe. Der am Flügel befe stigte Drehbeschlagteil 1 und der am Rah men befestigte Drehbeschlagteil 7 sind aus Spezialspritzguss hergestellt. Der Drehbe- schlagteil 1 ist in seinem Unterteil 2 als Hülse ausgebildet. Er trägt ferner einen winkelför migen Befestigungsteil 3, welcher mit zwei Schraubenlöchern 4 und an beiden Ecken des Winkels mit zwei Einstechzacken 5 versehen ist.
Dieser Drehbeschlagteil ist mit seinem winkelförmigen Befestigungsteil in den Falz des Türflügels F eingepresst, so dass die Zacken 5 in das Holz eindringen. 6 sind die durch die Schraubenlöeher 4 in den Flügel eingeschraubten Befestigungsschrauben. Der am Rahmen befestigte Drehbeschlagteil 7 trägt einen nach oben gerichteten Lagerdorn 8 sowie einen winkelförmigen Befestigungs teil 9 mit den beiden im Winkel zueinander gestellten Auflagefläehen, mit welchen sie dem Rahmen R anliegen.
Der winkelförmige Befestigungsteil ist an seinem einen Sehenkel mit den Schraubenlöehern 10 und an seinem andern Schenkel mit dem Sehraubenloeh 11 versehen. 12 und 13 sind die von zwei Seiten in den Rahmen R eingeschraubten Befesti gungsschrauben, dureli welehe der Dreh- besehlagteil festgehalten ist. Der Abstand des Laderdornes 8 vom Rahmen R ist so gross, dass zwischen dem Drehbeschlagteil 1 und dem Rahmen R oder F ein genügender Luftspalt L verbleibt.
Alle nachfolgenden Ausführun gen weisen diesen Luftspalt. an dem den La gerdorn aufweisenden Beschlagteil auf.
Die in den Fig. 7 bis 13 dargestellte Aus führungsform der Drehverbindung für Türen zeigt eine entsprechende Ausbildung wie in Fig.1 bis 6, welche nicht gegossen, sondern aus Messingband hergestellt ist. Dabei sind die Zacken 5 aus dem Material des Befesti gungsteils ausgestanzt, in die gewünschte Richtung abgebogen und gesehärft. Das Ende des die Hülse 7 bildenden Messingbandes ist.
abgekröpft und stützt sieh mit. der Stosskante gegen den Futterrahmen R, wodurch der nö tige Abstand des Dornes 8 vom Rahmen 1i gesichert ist, welcher für die Bildung des Luftspaltes L zwischen Drehbeschlagteil 1 und Rahmen R oder F benötigt wird.
Die Ausführungsform der Drehverbin dung nach Fig. 14 bis 19 zeigt wiederum aus Messingband gebogene Drehbeschlagteile, wo bei die Zacken 5 am Drehbesehlagteil 1 weggelassen sind, während der hülsenförmige Teil am Drehbeschlagteil 7 entgegengesetzt zu Fig. 8 herumgebogen ist. Auch hier wird der Abstand des Dornes 8 durch eine kleine Kröpfung des Messingbandes am hülsenför- migen Teil gesichert.
Bei allen drei Ausführungsformen gemäss Fig.1 bis 17 sind die naeh aussen gekehrten Kanten abgerundet.
Die A-ubsführLingsform naeh Fig. 18 und 19 zeigt ebenfalls aus Messingband her gestellte Teile. Diese Ausführungsform ist für alle jene Fälle geeignet, wo am Futterrahmen lt ein Falz für den Eingriff des Türflügels vorhanden ist. Da in einem solchen Fall die Stosskante des äussern Schenkels des Befesti gungsteils in den Falz eingreift, erübrigt sich hier die Abrundung der Kanten. In den übri- ren Teilen entspricht diese Ausführungsform vier in Fig.14 bis 17 beschriebenen.
Die Fig. 20 bis 25 zeigen eine Ausfüh rungsform der Drehverbindung, welche be sonders für Fenster geeignet ist. 1 ist der am Flügel F befestigte Drehbeschlagteil, der einen hülsenförmigen Unterteil 2 und an einer Längsseite einen eine leicht abgeschrägte Auflagefläche aufweisenden Fuss 3 hat. Der Drehbeschlagteil 1 ist oberhalb seines hülsen- förmigen Teils 2 von Schraubenlöchern 4 quer durchsetzt. Er ist mit seiner Auflagefläche dem Flügel F angelegt und durch Schrauben 6 befestigt.
Der Drehbeschlagteil 7 trägt oben den Dorn 8 und ist an einer Längsseite mit einem eine Auflagefläche aufweisenden Fuss 9 versehen. Er ist quer zur Auflagefläche des Fusses mit Schraubenlöchern 10 versehen, an welchen er durch Schrauben 12 am Rahmen IL angeschraubt ist. Die Drehbesehlagteile können bei dieser Ausführungsform runden Querschnitt aufweisen; sie können aber auch vierkantig sein und gerundete Kanten haben.
Die Ausführungsform in Fig. 26 bis 31 entspricht im wesentlichen der Ausführung in Fig.20 bis 25. Die Drehbeschlagteile haben hier viereckige Grundform und weisen ge brochene Kanten auf. Die Auflagefläche des Fusses 3 steht hier im rechten Winkel zu den beiden anstossenden Seitenflächen. Dasselbe trifft auch beim Fuss 9 des am Rahmen R be festigten Drehbeschlagteils zu.
Bei der Ausführungsform gemäss den Fig.32 bis 39 handelt es sich um eine Dreh verbindung für Kasten und Möbel. Der am Rahmen R befestigte Drehbeschlagteil ist hier derselbe wie an Hand Fig. 27 beschrieben, aber für linksseitige Anordnung. Der am Flügel F zu befestigende Drehbeschlagteil 1 hingegen weist einen winkelförmigen Befesti gungsteil 3 auf, der an Schraubenlöchern 4 mittels Schrauben 6 in einem Falz des Tür- flügels F befestigt ist.
Beide Beschlagteile weisen achtkantigen Querschnitt auf. Fig.39 zeigt die Drehbeschlagteile im gegenseitigen Eingriff miteinander.
Die in den Fig. 40 bis 45 gezeichnete Dreh verbindung ist für Türen bestimmt und weist achtkantigen Querschnitt auf. Die beiden Drehbeschlagteile sind ausserdem mit Zier eicheln 14 bzw: 15 versehen. Der am Tür flügel befestigte Drehbeschlagteil 1 weist im Grunde der die Hülse 2 bildenden Bohrung cine in eine Versenkbohrung eingepresste La gerkugel 17 auf, welche aus der Versenkboh- r ung vorsteht, so dass sich der in die Hülse 2 eingreifende Dorn 8 in axialer Richtung auf die Kugel abstützt.
Der Drehbeschlagteil 1 weist ferner einen winkelförmigen Befesti gungsteil 3 auf, welcher an Schraubenlöchern 4 mittels Schrauben 6 im Falz des Türflügels F befestigt ist. Der am Rahmen R befestigte Drehbeschlagteil 7 mit dem Dorn 8 ist mit einem Auflagefuss 9 versehen und weist eine von der Auflagefläche her in den Beschlagteil 7 eindringende Gewindebohrung 10 atü, an welcher der Beschlagteil von der andern Seite des Rahmens R her mittels einer Metall schraube 16 unsichtbar befestigt ist.
Die Fig. 53 bis 64 zeigen eine Drehver bindung, welche für Möbeltüren geeignet ist. Hier sind wiederum wie bei der ersten Aus führungsform beide Beschlagteile mit einem winkelförmigen Befestigungsteil 3 bzw. 9 ver sehen, wobei die Zacken 5 des am Türflügel befestigten Beschlagteils weggelassen sind. Die Fig. 55 bis 59 zeigen ein Beispiel für grö ssere Türen, während die Fig.60 bis 64 ein Beispiel für kleinere Türen veranschaulichen, bei welchem die Drehlagerteile 1 und 7 gegenüber dem äussern Schenkel des Befesti gungsteils 3 bzw. 9 verkürzt ist.
Eine weitere Ausführungsform der Dreh verbindung insbesondere für schwerere Türen ist in den Fig. 46 bis 52 veranschaulicht. Die Drehlagerteile 1 und 7 der Beschlagteile bil den je einen gleichschenkligen Achteckstab und sind mit einem winkelförmigen Befesti gungsteil 3 'bzw. 9 versehen, gleich wie in der vorhergehenden Ausführungsform, wobei die Stosskanten des äussern Schenkels des Befe stigungsteils 9, da sie im Falz des Türfutter rahmens R liegen, nicht abgerundet sind.
Der Beschlagteil 1 weist eine in die Bohrung der Lagerhülse 2 eingepresste Lagerkugel 17 auf, derart, dass eine Abstützung auf dem Dorn 8 erreicht wird. Der Besehlagteil 1 ist mittels drei Schrauben 6 im Falz des Türflügels F befestigt, während der Beschlagteil 7 von zwei Seiten mittels je zwei Befestigun-s- sehrauben 12 und 13 am Rahmen P befestigt ist. Diese Ausführungsform kann auch, wie Fig.52 zeigt, finit Ziereicheln 14 und 15 ver sehen sein.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 65 bis 68 handelt es sich um eine Drehverbindung für Fenster, bei welchem der am Flügel I' be festigte Drehbeschlagteil 1 mit einem flachen Befestigungsteil 3 versehen ist, und an Schraubenlöchern 5 mittels Schrauben 6 auf den Rahmen F aufgeschraubt und durch eine Leiste 18 an ihrem Befestigungsteil abgedeckt ist.
Der Drelibesehlagteil 7 ist mit einem eine Auflagefläche aufweisenden Fuss 9 versehen und von zwei Schraubenlöchern 10 senkrecht zur Auflageflä.ehe durchsetzt, welcher Dreh besehlagteil durch Schrauben 12 auf den Rah men R aufgeschraubt ist. Der Drehbeschlag- teil 7 kann auch durch eine von der andern Seite des Rahmens R eingeführte Metall schraube 16, wie in Fig. 41 gezeigt, befe stigt werden.
Bei der obigen Ausführungsform kann eine in den Fig. 69 bis 71 veranschaulichte Sicherungsvorrichtung angebracht sein. Diese besteht darin, dass der Dorn 8 des Beschlag teils 7 mit einer Ringrille 22 versehen ist, während am Beschlagteil 1 eine Blattfeder 20 befestigt ist, welche an ihrem freien Ende eine durch einen Schlitz 19 des hülsenförmigen Teils 2 in die Hülsenbohrung ragende Noekz# 21 trägt, welche bei Ineinandergreifen der Besehlagteile 1 und 7 in die Ringrille 22 des Dornes 8 eingreift.
Die Nocke 21 ist an ihrem Ende an der Unterseite mit einer schrägen Auflauffläche 23 versehen, durch welche beim Einfahren des Dornes 8 in die Hülsenboh rung die Nocke 21 entgegen der Wirkung der Blattfeder 20 zuriieli:;edrän,t wird.
Das freie Ende der Blattfeder 20 ist, leicht auf--gebogen, damit die Blattfeder erfasst und zwecks Aus- lOsun \; der Sieherlni##:Siioelie zuruclig'ezogen werden kann, wenn ein Aushängen des Flü gels I' nötig sein sollte.
Wieliti1-, an den beselii-iebenen Drehbeschlä gen sind die :luflagefläelieri an den besonders ausgebildeten Befestigungsteilen 3 und 9, welche derart ausgebildet sind, dass zwischen dein Besehlagteil 1 und deni Rahmen -R ein gewisser Luftspalt L !gebildet ist, durch wel ehen ein Klemmen und Reiben des Flügels vermieden wird.
Die Befestigungsteile an den Besehla@.,- teilen können seharfkantia, sein oder aueli abgerundete Kanten aufweisen.
Die beschriebene Drehverbindung zeichnet sieh gegenüber den bekannten Fischbändern vor allem auch dadurch aus, dass sie an ihren Befestigungsteilen einfach von aussen auf Flügel bzw. Rahmen aufgeschraubt wird, wo durch sich eine einfache Montage ergibt.. Die Drehbeschläge werden nach dein Einpassen des Flügels in den Futterrahmen einfach aufgeschraubt, wodurch viel Zeit erspart werden kann.
Die Form der Drehla-erteile 1 und 7 des Beschla-es kann aehteekig, seehseekig, vier eckig, halbrund oder halboval Sein, und kann in allen Grössen bzw. Längen von 5 bis 22 cm ausgeführt werden. Die Drehlagerteile,welche sechs- oder vierkantig ausgebildet sind, kön nen abgerundete Kanten aufweisen.
Die Ausführung der Drehverbindung kann in jeder bekannten und geeigneten Me tallart, in gezogener, gewalzter, gerollter und gegossener Art gewählt sein, wobei auch jede bekannte Art der Oberflächenveredelung an gewendet werden kann.
Selbstredend können die als Türbänder beschriebenen Drehverbindungen aueli zur Verwendung als Fensterband oder Kasten- und Möbelband ausgeführt. -erden und um gekehrt.