CH303271A - Verfahren zur Herstellung harzartiger, wasserlöslicher Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Aceton. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung harzartiger, wasserlöslicher Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Aceton.

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CH303271A
CH303271A CH303271DA CH303271A CH 303271 A CH303271 A CH 303271A CH 303271D A CH303271D A CH 303271DA CH 303271 A CH303271 A CH 303271A
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The Forestal Land Timb Limited
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Forestal Land Timber & Railway
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    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

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Description


  üerfahren zur Herstellung harzartiger, wasserlöslicher Kondensationsprodukte  aus Formaldehyd und Aceton.    Es ist bekannt, dass aus Aldehyden und  Ketonen Kondensationsprodukte erhalten wer  den können, welche wasserunlöslich sind, wenn  die Kondensation weit genug getrieben wird.  



  Es wurde nun gefunden, dass solche Harze  durch die Einführung von     #ulfonsäuregrup-          pen    wasserlöslich werden und dass die so er  haltenen Stoffe im sauren Gebiet auf Gela  tine stark fällend wirken. Nach der offiziel  len Methode der Hautpulveranalyse unter  sucht, zeigen sie einen hohen Tanninwert und  sind fähig, eine Anzahl von Ledertypen zu er  zeugen, wenn man sie gleich wie pflanzliche  Gerbstoffe anwendet.  



  Der Mechanismus dieser Gerbung ist noch  unbekannt. Es ist nicht wahrscheinlich, dass  die Gerbung allein auf die     Sulfonsäuregrup-          pen    zurückzuführen ist, wenn diese auch zwei  t'ellos zur Reaktion mit der rohen Haut bei  tragen.  



  hie vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Herstellung eines in  Wasser gut löslichen, Gelatine fällenden Pro  duktes, welches aus sauer reagierenden     wässe-          Lösungen    von Hautpulver stark absor  biert wird, dadurch gekennzeichnet, dass  Formaldehyd mit Aceton in alkalischem     Mi-          Neu        kondensiert    wird und dass ausserdem ein  su1fonierendes Mittel zur Einwirkung ge  bracht wird,    Das erfindungsgemäss erhaltene Harz ist  als Gerbmittel verwendbar.  



  Die Sulfonierung kann auf jeder Reak  tionsstufe erfolgen. Als Sulfonierungsmittel  verwendet man vorteilhafterweise wasserlös  liches Sulfit oder Bisulfit oder Schwefel  dioxyd.  



  Die Löslichkeit der verwendeten     Sulfite     oder Bisulfite braucht nicht unbedingt sehr  gross zu sein. Es kann zum Beispiel auch ein  Erdalkalisulfit, wie Calciumsulfit, verwendet  werden.  



  Die Harzbildung und Einführung der     Sul-          fonsäuregruppe    kann auch im selben Arbeits  gang erfolgen, indem das Sulfonierungsmittel  zusammen mit dem Formaldehyd und dem  Aceton in alkalischem Milieu zur Reaktion  gebracht wird.  



  An Stelle oder neben Sulfiten, Bisulfiten  oder Schwefeldioxyd können als sulfonierende  Mittel auch Bisulfitverbindungen des     Alde-          hydes    oder Ketons oder     Hydroxyalkansulfo-          nate    (wie Natriumisäthionat) oder schliesslich  Gemische solcher Verbindungen     verwendet     werden.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung kann  auf verschiedene Weise durchgeführt     werden.     So wurde beispielsweise     zuerst.    ein     Ketolkon-          Jensationsprodukt        erzeugt,    indem nach     White     und     Haward    (J. C. S., 1943,<B>25)</B>     .1        Mol    A     ce-          ton    mit. einem     Mol    Formaldehyd in Gegen-      wart von Alkali als Katalysator zur Reaktion  gebracht und dann der Acetonüberschuss ab  destilliert wurde.

   Die erhaltene Ausbeute lässt  es als wahrscheinlich erscheinen, dass dabei  das Aceton mit dem Formaldehyd etwa im  Verhältnis 1:1,5 Mal reagiert. Die Erwärmung  in Gegenwart von     Allkali    führte zu einer  schnellen Verharzung, wobei sich ein stark  gefärbtes und wasserunlösliehes Produkt bil  dete.

   Natriumsulfitbewirkte infolge des alkali  schen Charakters seiner Losung die selbe     Ver-          harzung.    Bei Verwendung einer     konzentrier-          teil    Natriumsulfitlösung verlief die     Verhar-          zung    nach     kurzdauerndem    Anheizen schnell  und stark exotherm, wobei ein festes, orange  rotes und wasserunlösliches Harz entstand,  das bei der Erhöhung der Natriumsulfitmenge  zunehmende Lösungstendenz zeigte. Mit kalter  Natriumsulfitlösung verlief die Verharzung  langsamer, und es entstand eine rote Lösung  löslichen Harzes. Während des Prozesses stieg  der pH-Wert von 9 auf 12.

   Die zur Erzeugung  eines     vollständig    löslichen Produktes nötige  Natriumsulfitmenge wurde bestimmt, indem  je 5 g ursprüngliches Kondensationsprodukt  bei Zimmertemperatur mit 5 cm  Wasser ver  mischt wurden, worin abgestufte Natrium  sulfitmengen gelöst waren. Dann wurden  10 cm  Eisessig zugesetzt und die Mischung  mit. Wasser auf 100 ema verdünnt. Vollstän  dig lösliche Produkte wurden bei der V     erwen-          dung    von mindestens 2 g Natriumsulfit er  halten. Diese zeigten, mit Essigsäure auf  pH 3 gebracht, fällende Wirkung auf Gela  tinesalzreagens. Bei Anwendung geringerer  Sulfitmengen wurde neben dem löslichen stets  auch unlösliches Harz gebildet.  



  Die durch Stilfit löslich gemachten Harze  zeigten gewisse unerwünschte Eigenschaften,  wahrscheinlich infolge ihres hohen Gehaltes  an Sulfonsäuregruppen und des ebenfalls ho  hen Säure- und Salzgehaltes. Im Bestreben,  die Gerbeigenschaften mengenmässig und  qualitativ zu verbessern und lösliche     Ketol-          harze    mit einem geringeren Sulfonsäuregehalt  zu erzeugen, wurde versucht, das     Natrium-          stlfit    durch Natriummetabisulfit und an  schliessenden Alkalizusatz zu ersetzen.

   Es zeigte    sich, dass ein befriedigender Verharzungsgrad  erreicht werden konnte, wenn nicht mehr Na  triummetabisulfit verwendet wurde, als mit  dem ursprünglichen Kondensat höchstens zu  reagieren vermag (wobei ein Ansteigen des pH  in der Reaktionsmisehung auf 10,0 als An  zeichen für vollständige Reaktion angenom  men wurde), und wenn anschliessend der     pH-          Wert    durch Zusatz geringer Alkalimengen  auf 11,5 erhöht wurde. Manchmal wurde ge  nügende Verharung auch schon bei pH 10,5  erzielt. Im Gegensatz dazu lag bei der Ver  wendung von Natriumsulfit infolge der Frei  setzung eines Mol N atriumhydroxyd pro Mol  Sulfit, der PH-Wert der Reaktionsmischung  stets über 12,0.  



  Bei Verwendung von Metabisulfit und  Alkali stieg beim pH 11,5 die     Verharzungs-          geschwindigkeit    mit zunehmender Tempera  tur, doch waren bei höherer Temperatur auch  grössere Metabisulfitmengen nötig, um die Bil  dung unilöslicher Produkte zu verhindern. Bei  Zimmertemperatur war die Mindestmenge  Metabisulfit, welche innerhalb von 48 Stunden  und bei pH 11,5 ein lösliches und bei pH 3  Gelatine befriedigend fällendes Produkt er  gab, 0,6 Teile Metabisulfit pro 10 Teile des  ursprünglichen Kondensates.  



  Der in den folgenden Beispielen angege  bene Tanninwert wurde nach der offiziellen  Methode der S. L. T. C. durch Vergleich der  Gerbfähigkeit des Produktes mit einem stan  dardisierten Tanninpräparat bestimmt. In  vielen Fällen lag der potentielle     Tanninwert     der geprüften Materialien offensichtlich be  deutend höher,     als    die so gewonnenen Werte  ausdrücken, was daraus     hervorgeht,    dass in  vielen Beispielen ein     höherer        Tanninwert    ge  funden wurde, wenn die Schütteldauer oder  die Menge des für die Analyse verwendeten  Hautpulvers vergrössert.     wurde.            Beispiel   <I>1:

  </I>    Zu 150 g eines     Acetori-Fornialdehc        d-Kon-          densationsproduktes,    das durch Reaktion von  4     Mo-        Aeeton    mit 1     Mol    Formaldehyd nach       White    und     Haward    (J. C. S.,     1'943,    2'5) her  gestellt worden war, wurden 60 g wasserfreies,      in 240 cms Wasser gelöstes Natriumsulfit im  Verlaufe von 30 Minuten unter Rühren     all-          nählieh    zugesetzt, wobei die Temperatur  durch Kühlung im Eisbad unter 20  C gehal  ten wurde.

   Nun wurde die Temperatur, ohne  mit Rühren auszusetzen, im Laufe weiterer  30 Minuten auf 80  C erhöht und während  einer Stunde auf dieser Höhe gehalten, wobei  eine beträchtliche Viskositätszunahme eintrat.  



  Von Zeit zu Zeit wurden Prdber mit  Essigsäure auf PH 3 angesäuert und mit Gela  tinesalzreagens geprüft. Menge und Aussehen  der Niederschläge verbesserten sich zuerst  stark, blieben aber schliesslich konstant. Der  End-pH der Reaktionsmischung lag bei 12,5.  Durch Zusatz von 300 em  Eisessig wurde  das pH auf 3 gesenkt und die Mischung dann  mit 380 cm  Wasser weiter verdünnt. Die  Hautpulveranalyse dieses Produktes ergab  einen Tanninwert von 22,4 %, bezogen auf den  Gesamtgehalt an festen Stoffen (15,6 %).  



  Beispiel 2:  Es wurde wie in Beispiel 1 vorgegangen,  nur wurden 900g des     Aceton-Formaldehyd-          Kondensates    und entsprechend grössere Menn  gen von Natriumsulfit und Wasser (nämlich  360 g bzw. 1260 cm ) verwendet. Durch Zu  satz von weiteren 1260 em  Wasser wurde die  Viskosität des Produktes so weit herabge  setzt, dass es mit genügender Geschwindigkeit  durch eine Ionenaustausehkolonne durchfloss.  Nach dem Verdünnen war das pH 12,5.  



  Die verdünnte Lösung wurde durch eine  25% ein lange und 3 emn weite Glasröhre, welche  als Ionenaustauscher  Zeokarb  21.5 (Marken  produkt) enthielt, fliessen gelassen. Es zeigte  sieh, dass die Füllung der Kolonne etwa  100 em  Harzlösung die Kationen entziehen  konnte, bevor sie regeneriert werden musste.  Die aus der Kolonne ausströmende Flüssig  keit umspülte die Elektroden eines elektrischen  pH-Meters. Die Kolonne wurde zuerst mit  10prozentiger Schwefelsäure aktiviert und  dann so lange mit destilliertem Wasser ge  waschen, bis das Waschwasser den pH-Wert 5  zeigte. Nun wurde Harzlösung mit einer un  gefähren Geschwindigkeit von 200 g/h durch    die Kolonne geschickt. Der pH-Wert der aus  tretenden Flüssigkeit blieb konstant bei etwa  0, bis etwa 100 g Lösung durchgegangen  waren, und begann dann langsam zu steigen.

    Alle Flüssigkeit mit einem pH  <  0,1 wurde ge  sammelt, um für weitere Versuche verwendet  zu werden. Sie enthielt etwas freies SO2, das  durch halbstündiges Erhitzen auf dem Was  serbad entfernt wurde. 100 g der so erhal  tenen, entionisierten Lösung wurden durch  Zugabe von 14,5 g einer 10prozentigen     (Ge-          wieht/Volumen)    Ammoniaklösung auf den     pH-          Wert    2,4 gebracht und dann mit     Wasser    auf  1.30 g verdünnt. Die Hautpulveranalyse zeigte,  dass dieses Produkt einen Tanninwert von  29,7 % aufwies, bezogen auf den Gesamtgehalt  an festen Stoffen (15,4 %).  



  Eigentlich wäre nach dem Entfernen von  Salzen durch Entionisierung ein entspre  chend höherer Tanninwert als beim Produkt  gemäss Beispiel 1 zu erwarten gewesen. Das       Ausbleiben    dieses     Effektes    lässt sich wohl  so erklären, dassder hohe Essigsäuregehalt  der Harzlösung von Beispiel 1 (der zum Er  reichen eines sauren pH-Wertes nötig ist) den  scheinbaren Tanningehalt erhöhte, vermutlich  durch Pufferung des pH-Wertes währenddes  Adsorptionsstadiums der Hautpulveranalyse.

    Es ist     bekannt,        d'ass    eine solche     Pufferung     bei der     Hautpulveranalyse        synthetischer    Gerb  mittel eine Rolle spielt, währenddem sie bei  der Analyse     pflanzlicher        Gerbmitt.el    ohne Be  deutung ist.  



       Beispiel   <I>. 3:</I>       White    und     Haward    (J. C. S., 1943, 25)  haben gezeigt, dass die     Aceton-Formaldehyd-          Kondensate    aus 4     Mol    Aceton und 1     Mol     Formaldehyd sich durch Verdünnen mit     Di-          butylphthalat    und anschliessendes Destillieren  unter vermindertem Druck in eine Anzahl  flüchtiger Komponenten und ein nichtflüch  tiges Harz zerlegen lassen, das nach dem Ent  fernen der flüchtigen Anteile aus dem     Di-          butylphthalat    ausfällt.

   755 g eines solchen  rohen     Kondensationsproduktes    wurden dem  gemäss mit 470, g     Dibutylphthalat    vermischt  und in einem gewöhnlichen Kolben bei 12 mm       Hg    fraktioniert., wobei eine erste Fraktion (I)      von 85 g bei 30 bis 45  C, eine zweite Frak  tion (II) von 465 g bei 90 bis 110  C, unter  nachfolgender allmählicher Erhöhung der  Temperatur auf 165  C, und schliesslich eine  dritte Fraktion (III) von 125 g aus dem aus  fallenden Niederschlag durch Übergiessen mit  500 eins trockenem Äther, Abfiltrieren und  Auswaschen mit Äther erhalten wurde. Der  Gesamtverlust von 80 g setzt sich zusammen  aus Umfüllverlusten usw. und aus den in die       Vakuumleitung    abgesaugten, hochflüchtigen  Anteilen.  



  60 g Natriumsulfit in 240 g Wasser wur  den im Laufe von etwa 30 Minuten unter  Kühlung im Eisbad allmählich zu 150 g der  flüchtigen Fraktion II gebracht. Dann  wurde die Reaktionstemperatur innerhalb von  15 Minuten auf 80  C gesteigert und während  2 Stunden auf dieser Höhe gehalten. Die  entstehende Mischung zeigte zufriedenstel  lende Gelatinefällung bei pH 3. Sie wurde mit  600 g Wasser verdünnt, rasch gekühlt und  zur Herstellung weiterer Produkte verwendet.  



  100 g dieses Harzes wurden in der in  Beispiel 2 beschriebenen Kolonne entionisiert,  wobei nur die mit dem PH 0,1 ausfliessende  Flüssigkeit aufgefangen wurde. Zum Ent  fernen von freiem SO2 wurde Stickstoff durch  die Lösung geleitet und dann ihr pH durch  Zugabe von 10,9 cm  10prozentiger Ammo  niaklösung auf 3 gebracht. Die Mischung  wurde mit Wasser auf 300 g verdünnt. Die  Hautpulveranalyse ergab einen Tanninwert  von 47,5 %, bezogen auf den Gesamtgehalt  an festen Stoffen (6,3 %).  



  Beispiel 4:  50 g der harzartigen, nichtflüchtigen Frak  tion III des Beispiels 3 wurden bei Zimmer  temperatur in 50 g Äthylalkohol gelöst und  20 g Natriumsulfit in 80 g Wasser unter  Rühren im Laufe von 30 Minuten allmählich  zugesetzt. Am Ende dieser Zeitspanne war die  Reaktionstemperatur auf 45  C gestiegen und  blieb von selbst weitere 30 Minuten auf die  ser Höhe, bevor sie wieder zu fallen begann.  Es wurde bis auf Raumtemperatur abkühlen  gelassen.    Beispiel 5:  80 Gina der erhaltenen, abgekühlten Lö  sung wurden, wie in Beispiel 2 angegeben,  entionisiert, wozu die Lösung noch weiter ver  dünnt wurde. Im Produkt war kein freies SO2  festzustellen. Deshalb wurde das pH ohne  weitere Behandlung durch Zusatz von  10,5 cm  10prozentiger Ammoniaklösung auf  2,92 gebracht, wodurch 176,5 g fertige Mi  schung erhalten wurden.

   Die Hautpulverana  lyse ergab einen Tanninwert von 39,5 %, be  zogen auf den gesamten Feststoffgehalt  (11,4%).  



  Beispiel 6:  Zu 600 g des nach White und Haward  (J. C. S., 1913, 25) hergestellten Kondensates  aus 4 Mol Aceton mit 1 Mol Formaldehyd  wurden 42 g Natriummetabisulfit (in 600 g  Wasser gelöst) und 12 cm  einer 20 prozen  tigen Natriumhydroxydlösung zugesetzt. Das  Reaktionsprodukt wurde mit Wasser auf  1460 g verdünnt. Eine Harzlösung wurde zu  bereitet, indem zu 100 g dieses Produktes  3,5 ein  10prozentige Schwefelsäure gegeben  wurden. Ihr PH betrug 2,3. Die Hautpulver  analyse ergab einen Tanninwert von 52,25 %,  bezogen auf den gesamten Feststoffgehalt  (15,1 %). Eine auf 7,88 % Tanninwert ver  dünnte Lösung wies die niedrigen Säure- und  Salzgehalte von 20 bzw. 185 Milligrammäqui  valenten pro Liter auf, war also in dieser  Hinsicht den besten, pflanzliehen Tanninen  durchaus ebenbürtig.  



  Beispiel 7:  In 400 g eines nach White und Haward  (loe. cit.) hergestellten Kondensationsproduk  tes aus 4 Mol Aceton mit 1 Mol Formaldehyd  wurde im Laufe von 30     -Minuten    108     (1-,    in 100     g     Wasser gelöstes     Natriurnmetabisulfit    einge  rührt..

   Gegen den Schluss dieser Zeitspan     n1     und während einer weiteren halben Stunde       wurde    die     Temperatur    zur     Erleichterung,,    der  Reaktion auf 70  C     gehalten.    Nach dem Er  kalten wurden 8     ein-        2210prozentige        Natron-          lauge        zugegeben,    worauf die Temperatur auf  10  C stieg, und die Lösung dann     stehengelas-          sen.    Nach 24 Stunden wies sie geringe gela-      tinefällende Eigenschaften auf. Nun wurde die  Temperatur auf 80  C gebracht und während  3¸ Stunden so gelassen.

   Dann wurde der  Alkaliüberschuss mit 2,8 em  50prozentiger  Schwefelsäure neutralisiert und das Ganze  mit Wasser auf 1000 g verdünnt. 25 g dieses  Produktes wurden mit 0,65 ein  10prozentiger  Schwefelsäure angesäuert und für die Analyse  auf 1 Liter verdünnt. Die Hautpulveranalyse  bei einer Schütteldauer von 10 und 60     Mi-          nnten    mit normalen Hautpulvermengen und  bei einer Schütteldauer von 10 Minuten bei  doppelter Hautpulvermenge ergab einen Tan  ninwert von 40 % bzw. 50 und 59 %, bezogen       auf    den gesamten     Gehalt    an festen Stoffen  (9,31g pro Liter).

      Beispiel 8:  400 g eines nach White und Haward her  gestellten Kondensationsproduktes aus 4 Mol  Aceton und 1 Mol Formaldehyd wurden bei  12 mm Hg in Gegenwart von 300 g     Dibutyl-          pltlalat    bis zu einer Temperatur von 180  C  destilliert. Die nichtflüchtigen Anteile wur  den wie in Beispiel 3 angegeben isoliert. Die  Ausbeute 'betrug 48 g. 10 g dieses Produktes  wurden in 10 g Äthylalkohol gelöst und die  Lösung während 3 Stunden mit einer Lösung  von 2 g Natriummetabisulfit in 10 cm  Was  ser gekocht. Die Mischung wurde über Nacht  stehengelassen und dann durch Zusatz von  2 cma 20prozentiger Natronlauge auf pH 11,5       gebracht.    Hierauf wurde noch einmal  30 Minuten am Rückfluss gekocht.

   Das  erhaltene Harz war beim Ansäuern  mit 10prozentiger Schwefelsäure vollständig  löslich und ergab mit dem Gelatinereagens bei  pH 3 einen hellrahmfarbigen Niederschlag.  Dieses Produkt wurde für eine Versuchsger  bung verwendet und erzeugte ein ausserordent  lich gutes Leder.  



  Es wurde nun eine Anzahl anderer lös  licher Harze hergestellt, wobei von Konden  sationsprodukten ausgegangen wurde, welche  durch Reaktion von Aceton und Formaldehyd  in verschiedenen Molverhältnissen erhalten  worden waren. Dazu wurde aus Gründen der  Wirtschaftlichkeit und weil allgemein für    fabrikatorisches Arbeiten besser geeignet  eine 37prozentige Formaldehydlösung verwen  det. Aceton/Formaldehyd-Molverhältnisse von  1 : 2 bis 1:,6 wurden angewendet. In allen  Fällen setzte die Reaktion von selber ein und  verlief beschleunigt und stärker exotherm,  wenn der PH-Wert über 10,5 lag. Wenn man  dafür sorgte, dass die Temperatur bei oder  unterhalb 50  C blieb, so wurde die Bildung  farbloser Kondensationsprodukte begünstigt.

    Die     Tendenz    zur Bildung     gefärbter    und  schliesslich unlöslicher Produkte unter dem  Einfloss höherer Temperaturen oder verlän  gerter oder stärkerer Alkalieinwirkung nahm  in dem Masse ab, wie das     Aceton/Formaldehyd-          Verhältnis    von 1 : 2 gegen 1 : 6 verändert  wurde.  



  Verschiedenen Kondensationen mit einem  Aceton/Formaldehyd-Verhältnis 1:2 wurden  bei wechselnden Alkalinitätsgraden durchge  führt. Die Verwendung von Magnesiumoxyd  als alkalischer Katalysator (PH 8,5-9) ergab  unvollständige Kondensation; freies Form  aldehyd war auch noch nach mehrstündigem  Erhitzen am Rückfluss vorhanden.     Natrium-          earbonat    ergab bei 50  C ein farbloses, voll  ständig kondensiertes Produkt.

   Wurde dieses  Kondensat 10 Minuten lang mit einem     Na-          triumcarbonatübersehuss    am Rückfloss er  hitzt, so wurden etwa 50 % der organischen  Anteile in ein     blassgelbes,    wasserunlösliches  Harz     verwandelt.    Beispielsweise wurden 243 g  37prozentige     Formaldehydlösung    (3     Mol)    mit  87g Aceton (1,5     Mol)    und 10     eins        10pro-          zentiger        Sodalösung    gelinde erwärmt.

   Die  Temperatur stieg bald von selbst. auf 80  C  und     blieb    ohne weiteres Erhitzen von aussen  während 15     Minuten    auf 75  C. Der     End-pH-          Wert    war 10,2. 50 g dieses     Produktes    wurden  10 Minuten lang mit 5 eins     10prozentiger          Sodalösung    am     Rückfleiss    erwärmt, wodurch  12 g     blassgelbes    Harz ausgeschieden wurden.  



  Dieses letztere war in     Äthylalkohol    löslich  und konnte im gelösten Zustand durch     Na-          riummetabisulfit    wasserlöslich gemacht. wer  den. Seine Lösung ergab dann     einen    hellen,  .fast weissen Niederschlag mit Gelatine. Wei-      tere Kondensation des mit Bisulfit behandel  ten Harzes erhöhte die     Fällungskraft    gegen  über Gelatine.  



  Bei Verwendung von Natriumhydroxyd  als Katalysator wurde praktisch bei     pH-Wer-          ten    von 11 bis 12,5 gearbeitet. Niedrigere     pH-          Werte    liessen sich durch Natriumhydroxyd  zugabe natürlich auch erreichen, aber die  dazu nötigen Mengen sind ausserordentlich       gering    und würden im Verlauf der Reaktion  sehr bald aufgebracht, da bis zu 1/80 Mol  NaOH pro Mol anwesenden Formaldehydes  neutralisiert wird (Cannizzaroreaktion). Die  Reaktion war stets heftig und schwieriger zu  beherrschen als bei der Verwendung von Soda  als Katalysator. Mit der nötigen Sorgfalt und  wenn die Temperatur von 50  C nicht über  schritten wurde, liess sich aber doch ein farb  loses Kondensationsprodukt erhalten.

   Die V     er-          wendung    geringer Alkaliübersehüsse führte  zur Bildung orangeroter, unlöslicher Harze.  



  Qualitative Versuche zeigten, dass     Tri-          natriumphosphat,    das ein pH von 11 bis 11,5  ergibt, wahrscheinlich auch als Kondensations  katalysator brauchbar ist.  



  Ein Reihe von Versuchen in kleinem Mass  stab zeigten ausser den oben angeführten     Re-          stataten    auch, dass gelatinefällende Harre  durehBelandlung mit Sulfit oder Metabisulfit  und Alkali leicht herzustellen sind. Die dabei  direkt reagierende Metabisulfitmenge war an  scheinend geringer als im Falle der Reaktion  zwischen 4 Hol Aceton und einem Mol Form  aldehyd.  



  Beispiel 9:  Ein Ausgangskondensat wurde durch Re  aktion von 243 g 37prozentiger Formaldehyd  lösung (3 Mol) mit 87 g Aceton (1,5 Mol)  in Gegenwart von 7,5 cm  30prozentiger Na  tronlauge hergestellt. Die Temperatur wurde  während 10 Minuten auf 50  C gehalten und  die Mischung dann 30 Minuten abkühlen ge  lassen. Hierauf wurde der Alkaliübersehuss  mit 8 cm  10prozentiger Schwefelsäure neu  tralisiert.  



  116 g dieses Produktes wurden mit 10 g  Natriumsulfit zur Reaktion gebracht, wobei  die Temperatur von selber auf 70  C stieg, wo    sie während 15 Minuten sehalten wurde. Dabei  wurde eine Erhöhung der Viskosität beobach  tet. Etwas Wasser wurde zugesetzt und die  Mischung für weitere 15 Minnten bei 80  C  gehalten, dann mit 40 cm  10prozentiger  Schwefelsäure auf pH 2,5 gebracht und mit  Wasser auf 303 g verdünnt. Die Hautpulver  analyse ergab einen Tanninwert von 22,2 %,  bezogen auf die gesamte Feststoffmenge  (17,1 IM),  Beispiel 10:  116 g des Allsganskondensates von Bei  spiel 9 wurden während 10 Minuten mit 4 g  Natriummetabisulfit verrührt. 2 em      20pro-          zentige    Natronlauge wurden zugesetzt, wo  durch das PH auf 11,5 stieg.

   Die Temperatur  wurde nun allmählich auf 50  C erhöht und  während 2 Stunden auf dieser Hölle gehalten,  worauf dlas PH mit 7 cm  10prozentiger Schwe  felsäure auf 2,6 gesenkt wurde. Gesamtgewicht  des Produktes 130 g. Die Hautpulveranalyse  ergab einen Tanninwert von 42,9 %, bezogen  auf die gesamte Feststoffmenge (34,1 %).    Beispiel 11:  Ein festes, wasserunlösliches Harz wurde  wie schon beschrieben hergestellt, indem ein  Kondensat aus wässeriger Formaldehyd  lösung und Aceton (2 :1) mit Sodalösung am  Rückfloss erhitzt wurde. 100 g dieses Harzes  wurden mit 75 g Äthylalkohol und 50 g Was  ser leicht erwärmt und geschüttelt, bis alles  in Lösung gegangen war. Hierauf wurden  10 g Natriummetabisulfit zugefügt, die Lö  sung innerhalb 45 Minuten allmählich zum  Sieden erhitzt und weitere 5 Minuten am  Rüekfluss gekocht.

   Ein deutlieher     Farbum-          sehlag    von gelb nach tieforange zeigte das  Ansteigen des pH bei der anschieinenden Be  endigung der Reaktion mit dem Metabisulfit  an (pH = 10). Die Lösung wurde sogleieh  durch Zugabe von 1,4 cm  10prozentiger  Schwefelsäure neutralisiert. 25 o des neutrali  sierten Produktes wurden mit     ¯1        em'        10pro-          zentiger        Schwefelsäure        angesäuert    und auf  <B>100</B> g verdünnt.

   Die     Haut.pulv        eranalvse    zeigte       einen        Tanninwert        von        -M8        %,        bezogen        auf        den          gesamten        Feststoffgehalt        (70,3 /a).         Beispiel 12:  In 232 g Aceton (4 Mol) und 10g     Na-          triunearbonat    wurden im Laufe von 30 Mi  nuten 648 g 37prozentige Formaldehydlösung  (8 Mol) eingerührt. Die Temperatur stieg  dabei auf 80  C.

   Nach weiteren 30 Minuten  Reaktion bei 70 bis     75     C wurden noch 10  Soda     zugegeben    und die Temperatur eine  Stunde lang bei 70 bis 75  C gehalten. Zu der  entstandenen Mischung von festem Harz und  Löisung wurden 300 g Äthylalkohol gegeben.  1)ie Misehung wurde gerührt und 75 g Na  triummetabisulfit im Laufe von 30 Minuten  zugesetzt, gefolgt von 10 cm  20prozentiger  Natronlauge. Der PH-Wert stieg auf 11,5. Nach  vierstüncligem Erwärmen auf 70 bis 75  C  war nichts Ungelöstes mehr vorhanden. 275 g  flüchtige Bestandteile (hauptsäehlieh Äthyl  alkohol) wurden unter leicht vermindertem  Druck im Laufe der letzten Stunde abdestil  liert. Der Alkaliüberschuss wurde mit 70 cm   10prozentiger Schwefelsäure neutralisiert.

   Es  wurden total 1060 g Mischung erhalten. 60 g  dieses neutralisierten Produktes wurden mit  3,5 cm  10prozentiger Schwefelsäure ange  säuert und mit Wasser auf 225 g verdünnt.  Die Hautpulveranalyse ergab einen Tannin  wert von 43,8 %, bezogen auf die gesamte  Feststoffmenge (10,2 %).  



  Beispiel 13:  116 g Aceton (2 Mol) wurden mit 243 g  37prozentiger Formaldehydlösung (3 Mol)  und 2 g Natritimcarbonat zusammengebracht.  Die Temperatur wurde während 4 Stunden  auf 35 bis 40  C gehalten, zuerst durch leichte  Kühlung, später durch mässiges Erwärmen.  19 g Natriummetabisulfit (0,2 Mol) in 25 g  Wasser wurden zu 16 g 37prozentiger Form  aldehydlösung (0,2 Mol) gegeben und das  gebildete Bisulfitadditionsprodukt schnell zurr  Aceton - Formaldehyd - Kondensat gegeben.  4 cm  20prozentige Natronlauge wurden eben  falls zugesetzt und dadurch das PH von 10,5  auf 11,5 erhöht. Die Temperatur wurde  1¸ Stunden auf 50  C gehalten.

   Die Mischung  blieb über Nacht stehen     und    wurde     darauf     von neuem 3 Stunden lang auf 60 bis 70  C    erhitzt, wobei das pH durch weiteren allmäh  lichen Zusatz von 2 cm  20prozentiger Na  tronlauge auf 11,5 gehalten wurde. Hierauf  wurde der Alkaliüberschuss mit 25 em      10-          prozentiger    Schwefelsäure neutralisiert. Ge  samtgewicht der Reaktionsmischung 454 g.  50,5 g dieses neutralisierten Produktes wur  den mit 2,5 cm  10prozentiger Schwefelsäure  angesäuert und mit Wasser auf 200 g ver  dünnt. Die Hautpulveranalyse zeigte einen  Tanninwert. von 53,5 %, bezogen auf den ge  samten Feststoffgehalt (9,04 %).  



  Beispiel 14:  Zu 116 g Aceton (2 Mol) wurden unter  Rühren 25 g Natriummetabisulfit in 50 g  Wasser zugegeben. 5 cm  20prozentige Natron  lauge wurden beigefügt und dann 405 g     37-          prozentige    Formaldehydlösung (5 Mol) inner  halb von 30 Minuten zugerührt. Die Tem  peratur wurde während des Einrührens und  für weitere 30 Minuten zwischen 50 und 60  C  gehalten und ein pH-Wert von 11,5 durch     all-          mnähliche    Zugabe von 5 cm  20prozentiger Na  tronlauge aufrechterhalten. Dann wurde eine  Stunde lang auf 70  C erwärmt und das pH  auch während dieser Zeit durch weitere Zu  gabe von 8 emns 20prozentiger Natronlauge  auf 11,5 g gehalten.

   Nun wurde der Alkali  überschuss mit 20 cm  10prozentiger Schwefel  säure neutralisiert. 29,5 g des neutralisierten  Produktes wurden mit 2,1 cm  10prozentiger  Schwefelsäure angesäuert und mit Wasser zu  einem Liter verdünnt. Die Hautpulveranalyse  ergab bei 10 Minuten und 24 Stunden Schüt  teldauer einen     Tanninwert.    von 45,2,      /o    bzw.       54;5        %,        bezogen        auf        die        gesamte        Feststoff-          menge        (N,29    g pro Liter).  



       Beispiel   <I>15:</I>  Zu 405 g     37prozentiger        Formaldehycl-          lösung    (5     Mol)    wurden unter Rühren: zuerst  25 g     Natriummetabisulfit,    dann 10g     Natrium-          carbonat    und schliesslich im Laufe einer       Stunde    116     g    Aceton (2     Mol)    zugefügt, wobei  die Temperatur     zwischen    40 und 50  C ge  halten wurde.

   Hierauf wurde die Temperatur  innert. einer Stunde allmählich auf 90  C er-      höht und weitere 3 Stunden so gelassen,  wobei das PH durch Zugabe von 5 em      20-          prozentiger    Natronlauge auf 10,5 gehalten  wurde. Nach dem Neutralisieren des Alkali  überschusses mit 2,8 ens 10prozentiger Schwe  felsäure wurde die Mischung auf 700 g ver  dünnt. 38 g dieser neutralisierten Mischung  wurden mit 2,8 em  10prozentiger Schwefel  säure angesäuert und mit Wasser auf einen  Liter verdünnt. Die Hautpulveranalyse ergab  bei 10 Minuten und 24 Stunden Schütteldauer  einen übereinstimmenden Tanninwert voll  46,0 %, bezogen auf die gesamte Feststoff  menge (11,73 g pro Liter).  



  Beispiel 16:  Zu 80 g eines nach White und Haward  (J. C. S., 1943, 25) aus 4 Mol Aeeton und  1 Mol Formaldehyd hergestellten Kondensates  wurden 20 g Calciumsulfit und 120g Wasser  zugefügt und diese Mischung bei Zimmer  temperatur geschüttelt. Während der ersten  Stunde stieg das PH langsam von 7 auf 12,  dadurch die Reaktion des Sulfits unter Frei  setzung von Calciumhydroxyd anzeigend.  Nach 24stündigem Schütteln bei Zimmertem  peratur wurde zuerst 3 Stunden auf 50  C  und dann 1 Stunde auf 90  C erwärmt. Nach  dem Abkühlen wurden die festen Anteile ab  filtriert, ausgewaschen und das Waschwasser  mit dem Filtrat vereinigt, was 480 g wässerige  Lösung ergab.

   Diese wurde mit 11 em3     10-          prozentiger        Schwefelsäure    angesäuert, der  entstandene Niederschlag abfiltriert und das  Filtrat auf 500 g verdünnt. Die Hautpulver  analyse ergab einen Tanninwert von 48,4 %,  bezogen auf die gesamte Feststoffmenge  (4,42%).  



  Beispiel 17:  Zu einer Mischung von 116 g Aceton  (2 Mol) mit 5 g Natriumcarbonat wurden un  ter Rühren im Laufe einer Stunde 405 g     37-          prozentiger    Formaldehydlösung (5 Mol) zu  gesetzt, wobei die Temperatur auf 45 bis 50  C  gehalten wurde. Dann wurde die Temperatur  30 Minuten lang auf 70  C erhöht und dabei  durch Zugabe von 2 cm  20prozentiger Na  tronlauge das pH auf 10,5 gehalten. Das über-    schüssige Aceton wurde im Verlauf der letzten  15 Minuten in Form von 20 g einer etwa     75-          prozentigen    Mischung mit Wasser abdestil  liert.

   Nun wurde innert 10 Minuten eine Lö  sung von 25g Natriuminetabisulfit in 50 g  Wasser zugesetzt, die Temperatur 3¸ Stun  den auf 75 bis 85  C und das PH durch all  mählichen Zusatz von 10 ein' 20prozentiger  Natronlauge auf 10 bis 10,5 gehalten. Hier  auf wurde der Alkaliüberschuss mit- 12 em   10prozentiger Schwefelsäure neutralisiert, wo  durch 603g Reaktionsmisehung erhalten wur  den. 60,3 g dieses neutralisierten Produktes  wurden mit 9 cm  10prozentiger     Schwefel-          sätre    angesäuert und mit Wasser auf 225 g  verdünnt. Die Hautpulveranalyse bei 10 Mi  nuten und 60 Minuten Sehütteldauer ergab  einen Tanninwert von 43,5 % bzw. 48,5 %,  bezogen auf den gesamten Feststoffgehalt  (9,9%).

      Beispiel 18:    Eine Mischung aus 324 g 37prozentiger  Formaldehydlösung (4 Mol), 58 g Aceton  (1 Mol) und 25 em  10prozentiger Sodalösung  wurde 1 Stunde lang auf 50  C erhitzt. Der  pH-Wert der Mischung war dann 10,5. Nun  wurde eine Stunde zum Abkühlen stehenge  lassen, wobei das PH auf 9,5 fiel. Ausbeute  411 g. Dieses Kondensat reagierte bei Zim  mertemperatur praktisch nicht mit Natrium  metabisulfit, ergab aber ein lösliches Harz,  wenn es mit Natriumsulfit wie folgt be  handelt wurde:  103 g des Kondensates wurden finit 9 g  Natriumsulfit leicht erwärmt, wodurch die  Temperatur auf 70  C stieg, wo sie eine Stunde  lang gehalten wurde.

   Dann wurde die Mi  schung mit 35 ein 10prozentiger Schwefel  säure bis zu einem pH-Wert voll 3,4     alige-          sä.uert.    Gewicht der fertigen     Misehuno    149 g.  Die     Hautpulveranalyse    ergab einen     Tallniii-          wert.        von        25,6        %,        bezogen        auf        den        gesamten          Feststoffgehalt        (32,1%).     



  Die Produkte nach Beispiel 1 und 3 zeig  ten beachtenswerte     Gerbwirhung    bei     pH    3. Sie  ergaben dünne, dunkle Leder, welche nach  dem     meehanisehen    Bearbeiten recht biegsam      und von hellerer Farbe waren. Ihre Schrumpf  temperatur lag bei 58  C.  



  Das Produkt nach Beispiel 6 gab bessere  Resultate. Eine 5tägige Behandlung gespal  tener Haut bei pH 3 und einer Gerbstoffkon  zentration von 5 % ergab ein volles, eher  steifes, rauhes Leder mit spröden Narben  und einer Schrutmpftemperatur von 67  C.  



  Ein steifes, aber volles Leder mit einer  Schrumpftemperatur von 66  C wurde durch  20tägiges Gerben bei von 5 auf 4 fallenden  pH-Weiten und von 0,25 % auf 6,0 % stei  genden Gerbstoffkonzentrationen erhalten.  Die     Untersuchung    dieses Leders zeigte einen  Gerbgrad von 47,4.  



  Das Produkt nach Beispiel 8 wurde zum  Gerben von gespaltener Haut während vier  Tagen bei pH 4 verwendet. Es ergab ein     wei-          eles,    biegsames, volles, hellrahmfarbiges Le  der mit starker Faser und einer Schrumpf  temperatur von 65  C.  



  Mit dem Produkt nach Beispiel 11 wurde       gespaltene    Haut während zehn Tagen bei  einem von 5 auf 3,3 fallenden pH und einer  von 1 auf 10 % steigenden Gerbstoffkonzen  tration gegerbt. Dabei entstand ein ziemlich  steifes, volles und blassrahmfarbiges Leder  mit einer Schrumpftemperatur von 66  C.  Sein Gerbgrad wurde zu 59,5 bestimmt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines in Was ser gut löslichen, Gelatine fällenden Produk tes, welches aus sauer reagierenden, wässe rigen Lösungen von Hautpulver stark absor biert wird, dadurch gekennzeichnet, dass Formaldehyd mit Aceton in alkalischem Mi lieu kondensiert wird und dass ausserdem ein Sulfonierendes Mittel zlr Einwirkung ge bracht wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sulfonierung während der Kondensation erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sulfonierung nach vollzogener Kondensation erfolgt.
    a 2 Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass als sulfonieren- des Mittel ein Sulfit verwendet wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass als sulfonieren- des Mittel ein Bisulfit verwendet wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass als sulfonieren- des Mittel Schwefeldioxyd verwendet wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das verwendete Sulfit wasserlöslich ist. 7. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass das verwendete Bisulfit wasserlöslich ist. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass Formaldehyd, Aceton und ein Sulfit in alkalischem Milieu aufeinander einwirken gelassen werden. 9. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass Formaldehyd, Aceton und ein Bisulfit in alkalischem Mi lieu aufeinander einwirken gelassen werden. 10. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass Formaldehyd, Aceton und Schwefeldioxyd in alkalischem Milieu aufeinander einwirken gelassen wer den. 11. Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass das verwendete Sulfit wasserunlöslich ist.
    12. Verfahren nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass das verwendete Bisulfit wasserunlöslich ist. 13. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, d@ass Natriumsulfit verwendet wird. 14. Verfahren nach Unteranspruch 7, da- dureh gekennzeichnet, dass Natriumbisulfit verwendet wird. 15.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sulfonierung wenigstens teilweise mit Hilfe einer Aceton- Bisulfit-Additionsverbindung vorgenommen wird. 16. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sulfonierung wenigstens teilweise mit Hilfe einer Form- aldehyd-Bisulfit-Additionsverbindung vorge nommen wird. 17.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sulfonierung wenigstens teilweise mit Hilfe von Aceton- und Formaldehyd -Bisulfit-Additionsverbin- dungen vorgenommen wird. 18. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Sulfonierung mit Hilfe eines Hydroxyalkansulfonates vor genommen wird.
CH303271D 1949-10-14 1950-10-14 Verfahren zur Herstellung harzartiger, wasserlöslicher Kondensationsprodukte aus Formaldehyd und Aceton. CH303271A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0078938A1 (de) * 1981-11-10 1983-05-18 SKW Trostberg Aktiengesellschaft Verwendung von Säuregruppen enthaltenden thermostabilen, hydrophilen Kondensationsprodukten von Aldehyden und Ketonen als oberflächenaktive Mittel

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0078938A1 (de) * 1981-11-10 1983-05-18 SKW Trostberg Aktiengesellschaft Verwendung von Säuregruppen enthaltenden thermostabilen, hydrophilen Kondensationsprodukten von Aldehyden und Ketonen als oberflächenaktive Mittel
DE3144673A1 (de) * 1981-11-10 1983-05-26 Skw Trostberg Ag, 8223 Trostberg Saeuregruppen enthaltende thermostabile, hydrophile kondensationsprodukte von aldehyden und ketonen

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