CH302194A - Vorrichtung zum Phasenabgleich von Geräten mit einem wechselstromerregten Magnetkern. - Google Patents
Vorrichtung zum Phasenabgleich von Geräten mit einem wechselstromerregten Magnetkern.Info
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- H01F29/08—Variable transformers or inductances not covered by group H01F21/00 with core, coil, winding, or shield movable to offset variation of voltage or phase shift, e.g. induction regulators
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Description
Vorrichtung zum Phasenabgleich von Geräten mit einem wechselstromerregten Magnetkern. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Phasenabgleich von Geräten, bei denen ein magnetischer Kreis mit Wechsel strom erregt wird. Hierfür sind bereits ver- sehiedene Einrichtungen bekannt. In einem Falle wird eine über den abzugleichenden :Kern geschobene Kurzschlusswicklung benutzt, deren Widerstand durch Veränderung der Länge einer Widerstandsschleife geändert wer den kann.
Der in der Kurzschlusswicklung fliessende Kurzschlussstrom verändert die Pha senlage des Flusses. Durch Änderung des Wi derstandes der Kurzsehlusswicklung ändert sich der Kurzschlussstrom und damit auch die Phasenlage, so dass deren Abgleich möglich ist. Bei diesen bekannten Ausführungen macht sieh jedoch eine Veränderung des übergangs- widerstandes der Einstellorgane stark störend bemerkbar. Wird die Widerstandsschleife jedoch durch Löten verkürzt oder verlängert, so ist damit die Möglichkeit zur weiteren Ein stellung genommen..
Es sind auch Ausführun gen bekannt, bei denen ein Kurzschlussring den Kern umfasst, der dann durch ein Eisen stück mehr oder weniger geshuntert wird, um die Wirkung zu verändern. Dieser Phasen abgleieh vermeidet zwar die vorgenannten Nachteile, ist jedoch teuer in der Fertigung, da für eine einwandfreie Funktion die Ober flächen sowohl des Kernes als auch des Eisen stückes sehr genau bearbeitet werden müssen, um immer einen gleichmässigen Luftspalt und damit gleichen magnetischen Widerstand zu erzielen.
Ein anderer Vorschlag besteht darin, eine Kurzschlusswicklung beweglich auf einem zylindrischen Eisenstück anzuordnen, die mehr oder weniger tief in den Luftspalt des zu diesem Zweck aufgeschlitzten Kernes geschoben und dabei einen mehr oder weniger grossen Fluss umfasst. Es ist auch bekannt, zum Phasenabgleich den Flusspfad in einem Haupt pfad und einen dazu parallelen Hilfspfad mit steuerbarem magnetischem Widerstand aufzu teilen. Beide Pfade werden bei dieser Anord nung von Kurzschlusswieklungen umgeben.
Wird der magnetische Widerstand des Hilfs pfades, beispielsweise durch Änderung des Luftspaltes in ihm, geändert, so ändert sich auch die Flussverteilung in beiden Pfaden. Die Änderung der Flussverteilung bewirkt eine Änderung der in den Kurzschlusswicklungen induzierten EMK. Mit der EMK ändert sich auch der von ihr erzeugte Sekundärstrom, der eine Phasenänderung des Flusses nach bekann ten Gesetzen hervorruft.
Der hierdurch mög liche Phasenabgleich kann aber stets nur un mittelbar an dem Kern, der den abzugleichen den Fluss führt, durchgeführt werden. Dieser Kern muss zu diesem Zweck vorher besonders ausgebildet werden.
Erfindungsgemäss wird nun eine Vorrich tung zum Phasenabgleich von Geräten mit einem wechselstromerregten Magnetkern vor geschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass unabhängig von dem eigentlichen Geräte kern ein besonderer für sieh verstellbarer Hilfskern an beliebiger Stelle vorgesehen ist, der mit dem Gerätekern über Kurzschlusswick- lungen verbunden ist.
Der Unterschied zwischen der zuletzt be schriebenen bekannten Anordnung und der erfindungsgemässen Vorrichtung besteht darin, dass im ersten Fall die Änderung der in der Kurzschlusswicklung induzierten EMK auf einer Änderung der Flussverteilung in Haupt- und Hilfspfad des Triebmagnetflusses beruht, während nach der Erfindung die induzierte EMK durch Änderung des Selbstinduktions- koeffizienten mittels Verstellung des Hilfs kernes erfolgt.
Im Gegensatz zu der bekann ten Anordnung kann bei der vorgeschlagenen Vorrichtung der Abgleich an beliebiger Stelle erfolgen, da der Hilfskern zur Änderung des Selbstinduktionskoeffizienten der Kurzschluss- wicklungen nicht an oder unmittelbar neben dem zu beeinflussenden Fluss untergebracht zu werden braucht. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn das abzugleichende Gerät nicht zugänglich ist, beispielsweise wenn es sieh um einen eingegossenen Wandler handelt.
Wenn es räumlich möglich ist, den Hilfskern an dem Triebflusskern unterzubringen, so stellt man den Hilfskern zweckmässig aus einem U- förmigen Eisenbügel her, dessen flacher Teil seitlich am Joch des Kernes anliegt und mit diesem durch eine gemeinsame Wicklung zu sammengehalten wird. In den abstehenden Schenkeln des Hilfskernes lässt sich eine Stell schraube anordnen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel der Erfindung schematisch dargestellt. Darin bezeichnet 1 den Kern des Gerätes, z. B. eines Zählers, eines Wandlers oder derglei chen; 2 sind die auf dem Kern vorgesehenen, wechselstromgespeisten Spulen. Seitlich an dem Joch des Kernes 1 ist ein Isolierplättchen 3 angelegt, und darauf ist der Hilfskern an gebracht. Dieser Hilfskern hat die Form eines U-förmigen Eisenbügels. Über den Hilfskern und den Kern 1 des Gerätes ist eine Isolations folie 5 gelegt, und darüber ist eine gemeinsame Wicklung 6 angebracht. In den beiden ab stehenden Schenkeln des Eisenbügels 4 ist eine Stellschraube zur Einstellung des Phasenab- gleichs angebracht.
Mit 8 und 9 sind Eisen ringe bezeichnet, die beispielsweise zur Ver grösserung der Cberdeckungsfläche zwischen der Schraube und dem Bügel dienen. 10 ist ein Rohrniet aus unmagnetischem Werkstoff, der Schraube und Bügel voneinander distan ziert.
Durch Verdrehen der Stellschraube 7 wird diese zunächst dem einen Schenkel des Eisenkernes 4 und den zur Vergrösserung der Überdeckungsfläche vorgesehenen Eisenringen 8 und 9 angenähert und bei weiterem Drehen mehr oder weniger tief in diese hineintauehen. Dabei wird infolge Änderung des magneti schen Widerstandes des Hilfskernes der Selbst induktionskoeffizient der Windung 6 verän dert, so dass sich der Phasenabgleich in den ge wünschten Grenzen durchführen lässt. Der Zusammenbau des Hilfskernes mit. dem be treffenden Gerät ist denkbar einfach, da beide lediglich durch die gemeinsame Wicklung 6 ohne sonstige Befestigungsschrauben oder der gleichen zusammengehalten werden.
Die Ausführung eines Phasenabgleiehes mit einem Bügel und einer Regulierschraube der gewohnten Art gestattet es auch, den Pha- senabgleich getrennt von dem einzustellenden Messgerät anzuordnen. Dabei brauchen nur Kern und Hilfskern von den Kurzschlusswick- lungen umschlossen zu werden. Der Hilfskern mit seiner Stellschraube kann sich dann an be liebiger Stelle befinden. Zweckmässig besteht.
der Hilfskern aus einem Werkstoff, dessen Permeabilität so temperaturabhängig ist., dass die dadurch bedingte Phasenabgleiehsände- rung die durch die temperaturabhängige Permeabilitätsänderung des Triebkernes be dingte Phasenänderung des Triebflusses kom pensiert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Phasenabgleich von Ge räten mit einem weehselstromerregten Magnet kern, dadurch gekennzeichnet, dass unabhän gig von dem eigentlichen Gerätekern ein be sonderer für sieh verstellbarer Hilfskern an beliebiger Stelle vorgesehen ist, der mit dem Gerätekern über Kurzschlusswicklungen ver bunden ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum Phasenabgleich nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfskern als U-förmiger Eisenbügel (4) ausgebildet ist, dessen flacher Teil seitlich am Joch des Kernes (1) anliegt und an die sem durch eine beide Kerne umfassende Wick lung (6) gehalten wird. ?.Vorrichtung zum Phasenabgleich nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass in den abstehenden Schenkeln des Hilfskernes (4) eine Regulier schraube (7) angeordnet ist. 3. Vorrichtung zum Phasenabgleich nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und ?, dadurch gekennzeichnet, dass an einem der beiden Schenkel Eisenringe (8, 9) zur Vergrö- 13erung der Überdeckungsfläche zwischen Re gulierschraube (7) und Bügel (4), sowie ein Rohrniet (10) aus unmagnetischem Werkstoff als Distanzstück vorgesehen sind. 4.Vorrichtung zum Phasenabgleich nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Bügel (4) und Kern (1) ein Isolierplättchen (3) ein gelegt ist. 5. Vorrichtung zum Phasenabgleich nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfskern räumlich getrennt vom abzu gleichenden Gerät angeordnet ist. 6.Vorrichtung zum Phasenabgleich nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfskern aus einem Werkstoff besteht, dessen Permeabilität so temperaturabhängig ist, dass die dadurch bedingte Phasenabgleichs- änderung die durch die temperaturabhängige Permeabilitätsänderung des Triebkernes be dingte Phasenänderung des Triebflusses kom pensiert.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH302194D CH302194A (de) | 1951-05-02 | 1952-04-26 | Vorrichtung zum Phasenabgleich von Geräten mit einem wechselstromerregten Magnetkern. |
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1952
- 1952-04-26 CH CH302194D patent/CH302194A/de unknown
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