DE734041C - Verfahren und Einrichtung zum Entmagnetisieren von Stahlkoerpern - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Entmagnetisieren von StahlkoerpernInfo
- Publication number
- DE734041C DE734041C DED83119D DED0083119D DE734041C DE 734041 C DE734041 C DE 734041C DE D83119 D DED83119 D DE D83119D DE D0083119 D DED0083119 D DE D0083119D DE 734041 C DE734041 C DE 734041C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sample
- demagnetization
- capacitor
- electromagnet
- discharge
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 title claims description 23
- 239000010959 steel Substances 0.000 title claims description 23
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 12
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 16
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000009499 grossing Methods 0.000 claims 1
- 239000000523 sample Substances 0.000 description 23
- 230000005347 demagnetization Effects 0.000 description 18
- 230000005284 excitation Effects 0.000 description 8
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 4
- 230000005415 magnetization Effects 0.000 description 4
- 230000002500 effect on skin Effects 0.000 description 2
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000005389 magnetism Effects 0.000 description 2
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 2
- 230000033228 biological regulation Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 230000010287 polarization Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
- H01F13/00—Apparatus or processes for magnetising or demagnetising
- H01F13/006—Methods and devices for demagnetising of magnetic bodies, e.g. workpieces, sheet material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Magnetic Means (AREA)
Description
- Verfahren und Einrichtung zum Entmagnetisieren von Stahlkörpern Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Entmagnetisierung von kleinen Stahlkörpern. Bisher erfolgte die Entmagnetisierung mit Hilfe von Gleich- oder Wechselstrom. Bei Gleichstrom wurden Umpolschalter verwandt, die zumeist mechanisch betätigt wurden. Für die selbsttätige Steuerung der Umpolschalter dienten Zeitrelais. Die Entmagnetisierung wurde hierdurch weitgehend :erreicht. Wurde Wechselstrom zur Entmagnetisierung verwandt, so -mußte die Phasenlage des Wechselstromes durch geeignete Schaltervorrichtungen. derart geändert werden, daß die Wechselamplitude bis auf Null abnahm und dadurch- die Entmagnetisierung der im Wechselfeld befindlichen Probe herbeigeführt wurde. Es wird jedoch nur dann sowohl bei Wechselstrom als auch bei Verwendung von Gleichstrom eine weitgehende Entmagnetislerung erzielt, wenn die Anfangsfeldstärke mindestens die noch in der Stahlprobe verbliebene Restfeldstärke ierreicht und die entmagnetisierende Feldstärke stufenlos gegen Null geregelt wird. Diese Regelung geschieht bei der Gleichstromentmagnetisierung unter Zuhilfenahme von mechanischen geregelten Widerständen. .Elektromagnetische Aufspannvdrrichtungen werden z. B. auf diese Weise entmagnetisiert. Störend wird dabei empfunden, abgesehen von der Funkenbildung, der sehr viel Zeit beanspruchende Entmagnetisierungsvorgang. Zur Entmagnetisierung großet Stückzahlen müssen daher die bekannten Verfahren ausscheiden. Hierzu kommt, daß die Geräte, die zur Entmagnetisierung benutzt werden, großem Verschleiß ausgesetzt und verhältnismäßig umfangreich sind.
- Alle die angegebenen Nachteile werden durch die Erfindung vermieden, die darin besteht, daß die Entmagnetisierung von kleineren Stahlkörpern von einem Elektromagneten durchgeführt wird, dessen Erregung der Entladestrom eines Kondensators vornimmt. Die Verwendung des Kondensators zur Magnetisierung des Feldeisens elektrischer Maschinen ist bekannt. Erfindungsgemäß wird er jedoch verwendet zur Entmagnetisierung in Verbindung mit der für vollständige Entmagnetisierung notwendigen relativen Bewegung der Probe zum Elektromagneten. Dabei ist es gleichgültig, ob die Probe rotiert und der Elektromagnet sich dabei in Ruhe befindet oder aber die ruhende Probe vom Elektromagneten umkreist wird. Wesentlich ist, daß die Polwechselzahl dem Querschnitt der zu entmagnetisierenden Stahlprobe entspricht. Durch diese Maßnahme wird die infolge des magnetischen Hauteffektes bedingte unvollkommene Entmagnetisierung im Innern von Stahlproben größerer Querschnitte vermieden. Während der Entladung des Kondensators bildet die Stahlprobe zwischen den Polen des für die Entmagnetisierung vorgesehenen Magneten den magnetischen Schluß.
- Der sich bei der Entmagnetisierung abspielende physikalische Vorgang wird nachfolgend für den Fall betrachtet, daß eine Stahlprobe zwischen den ruhenden Magnetpolen rotiert.
- Der Magnetisierung eines jeden Massenpunktes der Probe entspricht ein bestimmter Wert auf seiner zugehörigen Hysteresiskurve. Bei nicht erregtem -Elektromagneten bleibt dieser Wert bei einer Umdrehung der Probe fest. Bei gleichbleibend erregtem Elektromagneten durchwandert jedoch der dem Massenpunkt zugeordnete Wert bei jeder Umdrehung immer die gleiche Hysteresisschleife, wie sie in Abb. i dargestellt ist. Wird nun gemäß der Erfindung anstatt der gleichbleibenden Erregung die durch eine Kondensatorentladung hervorgerufene Erregung verwendet, so verändert sich die Magnetislerung des Magneten, der aus Eisen sehr geringer Koerzitivkraft sei, und nimmt g°mäß der abklingenden Kondensatorentladungskurve bis zu einem Wert nahe Null ab. In der Probe tritt infolge der Relativbewegung zwischen Probe und Magneten ein fortwährender Polwechsel ein, so daß sich in Verbindung mit der abnehmenden Magnetisierung des Magneten die den einzelnen Massenpunkten der Probe zugehörigen Werte auf ihren Hysteresisschleifen mit allmählich kleiner werdender Amplitude etwa so bewegen, wie in Abb. 2 gezeigt.
- Wird die zu entmagnetisierende Stahlprobe als ein Teil des entmagnetisierenden Joches des Elektromagneten aufgefaßt, so ist außer dem Werkstoff der Stahlprobe die Größe der Luftspalte zu berücksichtigen, die zwischen den beiden Polen des Elektromagn°ten und denn von der Stahlprobe gebildeten Joch vorhanden ist. Die Entladespannung des K.ondensators muß jedenfalls so groß sein, daß eine Masimalerregerstromstärke erreicht wird, die die magnetische Sättigung des Probenmaterials bewirkt.
- Hierbei wird selbstverständlich eine Entmagnetisierung immer nur in senkrechter Richtung der jeweiligen Drehachse herbeigeführt. Eine Entmagnetisierung in Richtung der Drehachse läßt sich nur erreichen, wenn man die Stahlprobe um einen festen. Punkt sich drehen läßt.
- Damit die den Massenpunkten zugeordneten Hysteresiskurvenwerte sich dem Nullpunkt nähern können, ist es wichtig, daß zur möglichst weitgehenden Entmagnetisierung mehrere Umdrehungen während der Abklingzeit der Entladekurve stattfinden. Anstatt die Umdrehungsgeschwindigkeit zu erhöhen, kann auch die Abklingzeit mit Hilfe größerer Entladewiderstände oder Kondensatoren verlängert werden. Die Umdrehungsgeschwindigkeit darf aber für die Ausmaße der jeweiligen Stahlprobe nicht so groß sein, daß der magnetische Hauteffekt wirksam wird.
- Ein Gerät, das nach dem vorgeschlagenen Verfahren Stahlkörper entmagnetisiert, ist in Abb.3 in einem Schema veranschaulicht. Die in diesem Fall zylindrische, quer magnetisierte Stahlprobe ist mit i bezeichnet. Sie befindet sich während der Entmagnetisierung in Dreliung zwischen den beiden Polen 2 und 3 des von den Erregerspulen q. und 5 umschlossenen Joches des Elektromagneten 6. Der Erregerstrom wird von der Gleichstromduelle ; über eine Siebkette geliefert, die aus den beiden Kondensatoren 8a und 8b und der Drosselspule io besteht. Der Kondensator 8a dient gleichzeitig als Entladekondensator, der über die Entladewiderstände 9a und 9b mir dun Erregerspulen verbunden ist.
- Beim Offnen des Schalters i i fließt infolge der Entladung des Kondensators 8,1 durch die Erregerspulen 1 und 5 .ein stetig abnehmender Strom. Ohne Entmagnetisierungskondensator 8- würde nach Öffnung des Stromkreises durch den Schalter i i der Strom plötzlich abreißen und auf der zu entmagnetisierenden Stahlprobe eine Polarität bAassen. In Abhängigkeit von der Entladung des Kondensators erfolgt die Beseitigung des Magnetismus in der Stahlprobe.
- Mit Hilfe eines Abtastelektromagneten 12 kann mit dem ballistischen Galvanometer 13 in der Stahlprobe etwa vorhandener Restmagnetismus nachgewiesen werden, jedoch haben zahlreiche Meßversuche ergeben, daß nach erfolgter Entmagnetisierung eine Polarisation in der Stahlprobe mit dem ballistischen Galvanometcr nicht angezeigt wurde.
- Wegen der wenig Geit und Mittel beanspruchenden Arbeitsweise eignet sich das neue Verfahren vor allen Dingen zur Entmagnetisierupg von Stahlkörpern, die in großen Stückzahlen anfallen. Insbesondere kleinere Stahlkörper lassen sich mit der Einrichtung erfindungsgemäß restlos entmagnetisieren.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entmagnetisierung von Stahlkörpern, insbesondere ikleinerer Größe, mit Hilfe eines stetig auf Null geregelten Gleichstromfeldes, dadurch gekennzeichnet, , daß zur Erregung des Elektromagneten der Entladestrom eines vorher aufgeladenen Kondensators benutzt wird und daß die Probe in an sich bekannter Weise zum Elektromagneten in relativer Bewegung gehalten wird.
- 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Entladekondensator der Glättungskondensator einer Siebkette dient.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED83119D DE734041C (de) | 1940-08-13 | 1940-08-13 | Verfahren und Einrichtung zum Entmagnetisieren von Stahlkoerpern |
| FR882033D FR882033A (fr) | 1940-08-13 | 1942-05-13 | Procédé et dispositif pour désaimanter de petits corps en acier |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED83119D DE734041C (de) | 1940-08-13 | 1940-08-13 | Verfahren und Einrichtung zum Entmagnetisieren von Stahlkoerpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE734041C true DE734041C (de) | 1943-04-07 |
Family
ID=7063902
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED83119D Expired DE734041C (de) | 1940-08-13 | 1940-08-13 | Verfahren und Einrichtung zum Entmagnetisieren von Stahlkoerpern |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE734041C (de) |
| FR (1) | FR882033A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062566B (de) * | 1954-12-30 | 1959-07-30 | Siemens Ag | Einrichtung zum Entmagnetisieren eines Koerpers |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2786970A (en) * | 1953-07-09 | 1957-03-26 | Continental Machines | Magnetizing and demagnetizing apparatus |
| US3235776A (en) * | 1961-07-31 | 1966-02-15 | Indiana General Corp | Permanent magnet stabilizer system and method |
| US4074197A (en) * | 1976-08-25 | 1978-02-14 | Burroughs Corporation | System for rotating small permanent magnets while adjusting and simultaneously sensing the magnetic moments thereof |
-
1940
- 1940-08-13 DE DED83119D patent/DE734041C/de not_active Expired
-
1942
- 1942-05-13 FR FR882033D patent/FR882033A/fr not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062566B (de) * | 1954-12-30 | 1959-07-30 | Siemens Ag | Einrichtung zum Entmagnetisieren eines Koerpers |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR882033A (fr) | 1943-05-14 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2815959A1 (de) | Beruehrungsloser stellungsfuehler | |
| DE734041C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Entmagnetisieren von Stahlkoerpern | |
| DE852105C (de) | Auf aeussere Magnetfelder ansprechendes Geraet | |
| DE102020116096A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Erzeugen eines inhomogenen Magnetfeldes | |
| DE3741584A1 (de) | Elektromagnetischer stroemungsmesser mit alternierendem permanentmagnetfeld | |
| CH212041A (de) | Mindestens einen permanenten, quermagnetisierten, zylindrischen Magneten aufweisende Vorrichtung. | |
| DE972659C (de) | Elektromagnetischer polarisierter Schrittantrieb, insbesondere zum Antrieb elektrischer Nebenuhren | |
| DE3512412C2 (de) | ||
| EP2851911B1 (de) | Beseitigung von anhysteretischem Magnetismus in ferromagnetischen Körpern | |
| DE380445C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur schnellen Bestimmung des Kohlenstoffgehaltes bei Eisenund Stahl | |
| DE883657C (de) | Verfahren und Messgeraet fuer die Schichtdickenmessung gehaerteter Oberflaechen | |
| DE942333C (de) | Veraenderbare Induktivitaet mit vormagnetisierten Kern | |
| DE718576C (de) | Anordnung zur Kompensierung der Blindleistung von Schwingankermotoren | |
| DE910701C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Entmagnetisierung von in grosser Stueckzahl auftretenden Stahlkoerpern | |
| DE767799C (de) | Verfahren und Geraet zum Entmagnetisieren von kleinen Stahlkoerpern | |
| DE962816C (de) | Drehspulinstrument, bei dem sich infolge der Ausbildung der Polschuhe die Empfindlicheit mit dem Ausschlag aendert und die Zeigerbewegung gedaempft ist | |
| DE405266C (de) | Verfahren zur Pruefung von Materialien | |
| AT218114B (de) | Magnetische Vorrichtung | |
| CH215005A (de) | Verfahren und Gerät zur Entmagnetisierung von kleinen Stahlkörpern. | |
| DE817369C (de) | Vorrichtung zur Abtastung von Magnetogrammen | |
| EP0062759B1 (de) | Kreuzspuldrehmagnet-Messgerät | |
| DE975485C (de) | Impulstransformator mit einem durch einen Dauermagneten vormagnetisierten Kern aus hochpermeablem ferromagnetischem Material | |
| AT114761B (de) | Vorrichtung zur Umwandlung elektrischer Schwingungen in mechanische. | |
| DE924315C (de) | Richtungsanzeiger fuer magnetische Gleichfelder mit einem Geber- und Empfaengersystem zur Stellungsfernuebertragung | |
| DE1514753C (de) | Schutzrohrkontaktrelais mit Ruhekontakten |