Weckerwerk. Bei der, bekannten Uhren mit Wecker- i:-er1L wird der Weekerlauf mittels Schlüssel aufgezogen. Als Antriebskraft dient eine Zugfeder, deren beim Aufziehen erzielte Spannung den Ablauf des Weekerwerkes bewirkt.
Erfindungsgemäss ist. zum Aufziehen des Weckerlaufes ein gegen die Kraft einer Rück holfeder ausschwenkbarer Aufzughebel an gebracht. Hierdurch wird das Aufziehen des w'eckerlaufes vereinfacht und bequemer ge macht. Man braucht, wenn man nur das Weekeiwerk aufziehen will, die Uhr nicht in die Hand zu nehmen, weil ein Fingerdruck auf den zum Beispiel seitlich am Uhrgehäuse herausragenden Aufzughebel genügt. Dem gemäss hat die Erfindung besondere Be deutung für solche Uhren, deren Gehwerk nicht täglich aufgezogen werden muss, also für Uhren mit einem Mehrtage-Gehwerk.
Das _NVeckerwerk nach der Erfindung kann an Uhren beliebiger Art und CTangdauer verwendet werden. Der Ersatz des Schlüssel aufzuges durch eine Aufzugsvorrichtung mit einfacher Hebelschwenkung ermöglicht es, das Weekei-,#verk auch für den Einbau in Wand- und Standuhren zu verwenden und in vielen Fällen die Anschaffung einer beson deren Weekeiaihr zu ersparen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in der Zeichnung in sieben Figuren dar gestellt sind, es zeigen: Fig.1 eine sehaubildliehe Darstellung des Hebelaufzuges, Fig. 2 die Aufzugswelle mit dem Aufzug hebel und der Rüekholfeder, Fig. 3 den Hemmungstrieb, Fig.4 eine sehaubildliehe Darstellung für eine weitere Anordnung des Aufzughebels, Fig. 5 die Seitenansicht.
eines Wecker werkes für eine dritte Ausführungsform, Fig. 6 einen Schnitt nach Linie I-1 der Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt nach Linie II-II der Fig. 5.
Das Einstellen der Uhr auf die -\Veekzeit erfolgt durch einen Weckerzeiger. Dabei legt sieh eine Nase der Auslösefeder 1 an den an der Ankerwelle 2 befestigten, zum Beispiel in diese eingenieteten Abstelldraht 3 an und hält. die Ankerwelle fest. Der Anker 4 verhindert, dass das Hemmungsrad 5 unter dem Einfluss der Antriebskraft ablaufen kann. Auf der Ankerwelle 2 sitzt, ausserdem der Hammer 6 und gegebenenfalls ein mit dem gefedert an geordneten, zum Beispiel mit einem Druck knopf verbundenen Abstellhebel 7 zusammen wirkender Sperrhebel B.
Zum Aufziehen des ZV eckerlaufes dient ein Hebel 9, der zum Beispiel durch einen Schlitz des Uhrgehäuses nach aussen geführt. ist. Der Aufzughebel 9 sitzt auf einer dreh- baren Welle 10 und steht unter der Kraft. einer Rüekholfeder 11, die beim Herunter drücken des Aufzughebels (Pfeilrielitung Fig. 1) überwunden werden mass.
Als Rüek- liolfeder ist beispielsweise eine Sehraubenfeder 11 vorgesehen, welche die Welle 10 umgibt, mit, ihrem einen Ende an dem Hebel 9 an greift und mit. ihrem andern Ende festgelegt ist, zum Beispiel an einem Werkpfeiler l? angehängt.
Der Aufzughebel 9 steht über eine Ver zahnung mit dem Ritzel 13 der Welle 14 des Llemmungstriebes in Verbindung. In dein dargestellten Beispiel nach Fig.1 ist an dein Aufzughebel 9 unmittelbar ein Zahnsejment 15 ausgebildet., das mit dem Ritzel 13, gege benenfalls über Zwisehenräder, in Eingriff < teht. Beim Herunterdrücken des Aufzu;'- liebels 9 mass das Hemmungsrad 5 in Ruhe bleiben.
Zu diesem Zweek ist zwischen das Hemmungsrad 5 und den Trieb ein Glied ein gebaut, welches das Hemmungsrad nur in einer Richtung, und zwar nur beim Ablauf des Werkes, mitnehmen kann. Dieses Glied ist in einfacher Weise als Friktionsfeder ausgebil det, die in Gestalt einer Schraubenfeder 16 uni die Welle 14 des Hemmungstriebes gelegt ist und mit ihrem einen Ende das Hemmungsrad 5 erfasst.
Der Windungssinn dieser Schrauben feder 1.6 ist so gewählt, dass sie bei einer Drehung der Welle 14 im Sinne der Aufzieli- bewegung die Welle nur lose umfasst, so dass also die Feder und das Hemmungsrad nicht. initgedreht werden, bei der entgegengesetzten Ablaufbewegung sich jedoch fest um die Welle spannt, so dass die Feder und das Hem- inungsrad mitgenommen -werden.
Wenn der Aufzughebel 9 zum Aufziehen des Weckerlaufes in Pfeilriehtung Fig. 1 her- untergesehwenkt wird, so wird die Rückhol- feder 11 gespannt. Die Welle 14 wird dabei in dem Sinne gedreht, dass sie das Hemmungs rad 5 nicht. mitnehmen kann.
Die Rückhol- feder 11 kann den Hebel 9 nicht. zurückholen, weil der Anker 4 das Hemmungsrad 5 festhält und dieses infolge der rückdrehencl wirkenden Kraft durch die Friktionsfeder 16 mit. der Welle 1-1 fest gekuppelt ist.
Sobald die Week- zeit erreicht ist, wird die Auslösefeder 1 von dem Abstelldraht 3 abgezogen und damit die das Zurüekdrehen unter der Liraft. der Rück- holfeder 7.1 aufhaltende Sperrune gelöst.
Die Ankerwelle ,? kann jetzt ihre Bewegungen aus führen, lind das Werk kaim unter Zurüek- drehen des Hebels 9 ablaufen. Bei der Ablanf- drehrielitung bleibt die feste Kupplung des Ileintrningsrade5 mit der Welle 71 bestehen.
Ist ein Abstellhebel 7 vorl-eselien arid ist die ser in dein i#ttg@enblielz, irr welchem das Werk aufgezogen wird, in Sperrstellung, so wird diese beim Herunterdrücken des Aufzug-hebel,s 9 aufgehoben, weil hierbei die Kupphing der Welle 14 finit dem Ileminungsrad 5 gelöst und dadurch der Kraftsehluss zwischen dein Sperr liebel 8 und clem Abstellhebel 7 beseitigt wird.
Beint Aufziehen des Weekerlaufes werden also in jedem Falle die Voraussetzungen her gestellt, dass beim Attsi-ücken der Artslösefeder 1 das Weckerwerk ablaufen kann.
Die Fig.4 zeigt eine Abwandlung, clie darin besteht, dass der Aufzughebel 9 über Sperr mittel mit einem den Ablauf bewirkenden Walzenrad in Verbindung gebracht ist. Der Aufzughebel t) ist beispielsweise mit einem Sperrad 17 fest verbunden, in dessen Zah- nung der unter der Kraft einer Feder 18 stehende Sperrkegel 19 des auf der Welle 1.0 lose drehbaren Walzenrades 20 eingreift.
Die Zahnung des Walzenrades 20 steht wie das Zahnsegment 15 des Aufzughebels 9 (Fig. 1) mit dem Hemniuri#strieb (Welle 141 in Ge- triebeverbindung. Da beim Herunterschwen- ken des Aufzughebels 9 das Walzenrad 20 stehen bleibt, also jetzt die Welle 14 des Hem- mungstriebes nicht gedreht wird, fällt die Friktionsfeder 16 weg, und das Hemmungs- rad 5 sitzt fest auf der Welle 1.4.
Wenn die Auslösefeder 1 ausrückt und die Ankerwelle 2 freigibt, kann das unter der Kraft der Rück holfeder 11 stehende Sperrad 17 das Walzen rad 20 mitnehmen, welches dann im gleichen Sinne wie das Zahnsegment 15 (Fig. l ) den Ablauf des Weckerwerkes bewirkt.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 bis 7 ist als Rüekliolfeder an Stelle der Sehraubenfe(ler 11 eine b I'hrmaebergewerbe übliche Stahlband-Spiralfeder vorgesehen, die an einer Welle 26 des den Ablauf bewirken den Triebes angreift. Hierdurch wird eine weitgehende Zusammendrängung des Wecker- werkes erreicht.
Die Spiralfeder 31 wird vor- wie nachstehend beschrieben, einer mit Sperrad und Sperrkegel versehenen Wal zenradwelle zugeordnet, zwischen der und dem Aufzughebel eine Zahnradübersetzung liegt. .auf diese Weise kann eine sehr weiche und geräuschlos arbeitende Spiralfeder verwendet werden.
Da, Weekerwerk ist zwischen der Uhr- wcrk-I'tüekplatine 21 und einer mit. dieser durch Werkpfeiler 22 verbundenen Platine 23 gelagert. Die Aufzugwelle 10 trägt. einen mit einem Zahnsegment 24 verbundenen Aufzug- liebe] 9, der durch einen Schlitz des Uhr gehäuses nach aussen geführt ist.
Das Zahnsegment 24 steht mit einem Ritze] @'.i einer Walzenradwelle 26 in Eingriff. Diese trägt, wie bekannt, ein Sperrad 27, in dessen Zahnung ein unter der Kraft einer Blattfeder '_'8 stehender Sperrkegel 29 eingreift, welch letzterer an einem auf der Welle 26 lose dreh baren Walzenrad 30 gelagert ist. An der Wal zenradwelle 26 greift vor dem Walzenrad 30 das innere Ende einer aus Federstahlband bestehenden Spiralfeder 31 an, deren freies Ende zum Beispiel an einem der Werkpfeiler 2 festgemacht ist. Das Walzenrad 30 steht.
mit einem Ritze] 32 in Eingriff, auf dessen Welle das mit dem Anker 33 in bekannter 'eise zusammenwirkende Hemmungsrad 34 sitzt. Die Ankerwelle 35 ist in der üblichen Weise mit. dem Abstelldraht 36 verbunden, zum Beispiel vernietet, und trägt den Hammer 37. Der zum Beispiel mit einem Druckknopf verbundene und unter der Kraft einer Aus rückfeder 38 stehende Abstellhebel 39 wirkt zum Beispiel mit dem Hemmungsrad 34 zu sammen (siehe Fig.7).
Zum Aufziehen des Weckerlaufes wird der Aufzughebel 9 in Pfeilrichtung Fig. 6 und 7 heruntergeschwenkt. Dabei wird die Walzen radwelle 26 gedreht und die Spiralfeder 31 gespannt. CTleichzeitig wird dadurch, dass der Anker 33 das Hemmungsrad 34 festhält, das Walzenrad 30 am Mitdrehen verhindert. Das Sperrad 27 dreht sich unter Abheben des ; Sperrkegels 29. Sobald die Weckzeit erreicht ist., wird der Auslösedraht 36 freigegeben und damit die das Ablaufen des Werkes unter der Kraft der gespannten Spiralfeder 31 auf haltende Sperrung gelöst.
Die Feder 31 kann die Walzenradwelle 26 drehen, wobei der Auf zughebel 9 in die Ausgangsstellung zurück geschwenkt und das Sperrad 27 über den Sperrkegel 29 das Walzenrad 30 mitnimmt. Dadurch wird auch das Hemmungsrad 34 ge dreht und der nicht. mehr festgehaltene Anker 33 angetrieben, dessen Welle 35 den Hammer 37 bewegt.
Ist der Abstellhebel 39 in dein Augenblick, in welchem das W eckerwerk aufgezogen wird,, in der in der Fig.7 gezeigten Sperrstellung, so wird diese beim Herunterdrücken des Auf zughebels 9 aufgehoben, weil hierbei die Kupplung des Walzenrades 30 mit der Wal zenradwelle 26 gelöst und dadurch der Kraft schluss zwischen einem Zahn des Hemmungs rades 34 und dem Abstellhebel 39 beseitigt. wird, so dass dieser unter der Kraft seiner Ausrückfeder 38 von dem Hemmungsrad 34 abbewegt wird.