CH293446A - Verfahren zum Inaktivieren von Aluminiumpulver und nach diesem Verfahren inaktiviertes Aluminiumpulver. - Google Patents

Verfahren zum Inaktivieren von Aluminiumpulver und nach diesem Verfahren inaktiviertes Aluminiumpulver.

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CH293446A
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Aktiebolaget Nitroglycerin
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Nitroglycerin Ab
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F11/00Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
    • C23F11/08Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
    • C23F11/18Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using inorganic inhibitors
    • C23F11/185Refractory metal-containing compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B23/00Compositions characterised by non-explosive or non-thermic constituents
    • C06B23/006Stabilisers (e.g. thermal stabilisers)
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B33/00Compositions containing particulate metal, alloy, boron, silicon, selenium or tellurium with at least one oxygen supplying material which is either a metal oxide or a salt, organic or inorganic, capable of yielding a metal oxide

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Description


  Verfahren     zum        Inaktivieren    von     Aluminiumpulver        und    nach diesem Verfahren     inaktiviertes          Aluminiumpulver.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum  Inaktivieren von     Aluminiiunpulver    zwecks  Vermeidung der dem Pulver innewohnenden  Neigung, mit Wasser zu reagieren. Diese Nei  gung ist besonders störend und wegen der  Explosionsgefahr unerwünscht bei     Verwen-          dung    des     Aluminiumpulvers    in Sprengstoffen,  welche, vor allem nach längerer Lagerung,  Wasser enthalten     können.     



  Um dieser Reaktionsneigung des     Alumi-          niumpulvers    entgegenzuwirken, hat man bis  her die feinsten     Aluminiumpulversorten,    die  durch Stampfen hergestellt werden, in Gegen  wart eines Schutzstoffes bereitet. Diese  Schutzstoffe gehen dabei in das fertige Pulver  über. Beispiele für sie sind Vaselin, Paraffin  und     Stearinsäure.    Ungesättigte Säuren oder  Fette,     wie    Ölsäuren und     Leinsaatöl,    sind eben  falls als Schutzmittel gebräuchlich. Die Schutz  wirkung dieser     bekannien    Mittel     verschwindet     jedoch in der Gegenwart von     Alkalien,    sogar  sehr schwacher Alkalien.

   Aus diesem Grunde  ist die Verwendbarkeit dieser Schutzstoffe  stark begrenzt, vor allem im Zusammenhang  mit Sprengstoffen, welche oft alkalische Be  standteile, z.     _B.    Kreide, enthalten. Bei der       Herstellung    von Aluminiumpulver durch  Spritzen erhält man freilich eine hautdünne       Oxydschicht    auf den einzelnen Körnern. Diese       Oxydhaut    ist jedoch nicht     wirksam    genug,  um die     Möglichkeit    einer Reaktion des Alu  miniumpulvers mit     Wasser    auszuschliessen,       wenngleich    sie deren Eintreten hinauszu-    zögern vermag. Vor allem aber ist sie leicht  mechanischer Beschädigung ausgesetzt, z. B.

    beim Einarbeiten des Aluminiumpulvers in  den Sprengstoff, weswegen eine einwandfreie  Schutzwirkung allein mit Hilfe der Oxyd  schicht nicht erzielbar gewesen ist.  



  Die vorliegende Erfindung geht einen  ganz andern Weg und bezweckt, die Reak  tionsneigung     des        Ahuniniiunpulvers    mit Was  ser     gänzlich        aufzuheben    durch     Zusetzen    von       Tnhibitoren,    welche durch     Adsorption    auf der  Metalloberfläche eine Reaktion in der Gegen  wart von Wasser oder Feuchtigkeit verhindern.       Dieswird    gemäss     derErfindung-dadurch    erzielt,  dass das Aluminiumpulver mit     Bichromaten     behandelt wird, beispielsweise vor oder nach  seiner     Einmischung    in einen Sprengstoff.

   Es  wurde gefunden, dass ein     Bichromatzusat.z     zum     Aluminiumpulver    eine Reaktion des     Ahi-          miniums    mit. Wasser in der Gegenwart aller  in Sprengstoffen normal vorhandenen Kom  ponenten, sowohl sauren als auch sogar alka  lischen Charakters, wirksam verhindert. Die  Konzentration des     Bichromatzusatzes    im Alu  miniumpulver     ist    innerhalb gewisser Grenzen  vom     Verwendungszweck    des Aluminium  pulvers abhängig und kann zwischen 0,05 und,  1,0 Gewichtsprozent liegen und wird vorteil  haft auch zwischen 0,2     und    0,6 Gewichts  prozent gehalten.

   Von     Verbindungen    des Bi  chromattyps hat sich     Kaliumbichromat    als  besonders geeignet erwiesen.      Die folgenden Ausführungsbeispiele sol  len die     Erfindung    weiter erläutern:  <I>Beispiel 1:</I>       Gespritztes        Aluminiumpulver        wurde    30       Minuten    lang mit einer solchen Menge       Kaliumbichromat    gebürstet, dass das Alumi  niumpulver 0,25     Gewichtsprozent    innig einge  mischtes     Kaliilmbichromat    enthielt.

   Das Reak  tionsvermögen des so erhaltenen Erzeugnisses  mit Wasser im Vergleich zu dem des umbe  handelten, gespritzten Aluminiumpulvers       würde    durch     Bestimmen    der Reaktionszeit in  der Gegenwart von 10 Gewichtsprozent     Wasser     bei     Erwärmung    auf 50  C     in    solcher     Weise,     dass eine     Verringerung    des Feuchtigkeits  gehaltes     nicht        eintritt,        untersucht.    Das unbe  handelte     Almuiniiunpulver,    welches also ledig  lich eine     Oxydschicht    auf den Körnern auf  wies,

   reagierte nach 20 Minuten, während bei  dem wie vorstehend angegeben behandelten       Aluminiumpulver    die Reaktion des Alumi  niums mit Wasser nicht einmal nach 336  Stunden in Gang     gekommen    war.         Beispiel   <I>2:</I>       Gespritztes        Aluminiumpulver    wurde ver  mischt mit 10     Gewichtsprozent    Wasser, in wel  chem 0,25 Gewichtsprozent     Natriumbichromat     (berechnet auf die     Aluminiummenge)    gelöst  waren.

   Unbehandeltes     Aluminiiunpulver    rea  gierte nach 20 Minuten, während bei dem mit  dem     Inhibitor    versetzten Pulver nach 14tägi  ger Lagerung bei 50  C keine Reaktion     fest-          zustellen    war.  



  Sodann wurde das Reaktionsvermögen des       erfindungsgemäss    behandelten Aluminium  pulvers in der Gegenwart solcher Stoffe unter  sucht,     die    normal in Sprengstoffen vorkom  men, und zwar Nitroglycerin,     Nitroglykol,          Trotyl,        Nitrobenzol        und        Triorthoöl        (einem     Gemisch     di-        und        trinitrierter        Toluene),    sowie  solcher,     insbesondere        alkalischer    Stoffe, die    oft in Sprengstoffen vorhanden sind,

   wie  Kreide oder     Calciumhydroxyd.    Auch dabei  liess sich in keinem Falle sogar nach 14 Tagen  Lagerung auch nur der     Beginn    einer Reaktion       zwischen        Aluminium    und Wasser beobachten.  



  Der     Bichromatschutz        ist    vom Ausgangs  stoff unabhängig, vorausgesetzt., dass dessen       Adsorptionsvermögen    nicht durch eine frühere  Behandlung des Aluminiumpulvers vernichtet  worden ist. Er ist in der Gegenwart sämt  licher in Sprengstoffen normal enthaltener  Komponenten, sowohl saurer als auch alkali  scher, haltbar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Inaktivieren von Aliuni- niumpulver zwecks Vermeidung von dessen Reaktion mit Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver mit Bichromaten behandelt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Pulver in Ge genwart eines Sprengstoffes, in den es einge mischt ist, behandelt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bichromat dem Aluminiumpulver in einer Gewichtsmenge zwischen 0,05 und 1,01/o zugemischt wird. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet., dass das Biehromat dem Aluminiumpulver in einer - Gewichtsmenge zwischen 0,2 und 0,6 % zugemischt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, -dass als inaktivierende Verbindung Kaliurubichromat benutzt wird.
    PATENTANSPRUCH II: Nach dem Verfahren gemäss Patentan spruch I erhaltenes Aluminiiunpulver, da durch gekennzeichnet, dass es mit mindestens einem Bichromat vermischt ist.
CH293446D 1950-03-10 1951-02-14 Verfahren zum Inaktivieren von Aluminiumpulver und nach diesem Verfahren inaktiviertes Aluminiumpulver. CH293446A (de)

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