CH290683A - Maschinenanlage mit Einrichtung zum selbsttätigen Ausschalten des treibenden Teils im Falle von Betriebsstörungen des angetriebenen Teils. - Google Patents
Maschinenanlage mit Einrichtung zum selbsttätigen Ausschalten des treibenden Teils im Falle von Betriebsstörungen des angetriebenen Teils.Info
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Description
Maschinenanlage mit Einrichtung zum selbsttätigen Ausschalten des treibenden Teils im Falle von Betriebsstörungen des angetriebenen Teils. Die vorliegende Erfindung betrifft eine Alaisehinenanlage mit einer Einrichtung zum selbsttätigen Ausschalten des treibenden Teils im Falle von Betriebsstörungen des angetriebenen Teils. Es sind versehiedene Vorrichtungen, wie z. B. Rutsehkupplungen, Fliehkraftschalter r u. sw. bekanntgeworden, welche den antreiben- den Teil abschalten oder zumindest vor Über- lastung schützen, falls dem angetriebenen Teil ein zu grosser Widerstand entgegengesetzt wird. Wenn der treibende Teil einen Elels : tro- motor aufweist, genügen in manchen Fällen einfache Schmelzsicherungen in dessen Stromkreis, um den Motor und den angetriebenen Teil vor Überlastungen zu schützen. Die be kannten Sicherungsvorrichtungen sind oft jedoch in ihrer Wirkung zu träge. Zum Beispiel bei Förderanlagen für Milehbüchsen kann es vorkommen, dass eine Büchse durch irgendeine Ursache umkippt und sieh fest- klemmt, wobei sie die Förderkette blockieren kann, in welchem Falle die Kette brechen oder ein anderer Teil der Maschinenanlage Schaden nehmen kann. Die vorliegende Erfindung bezweekt, eine schnell zur Wirkung gelangende Sicherungseinrichtung an Ma schinenanlagen zu schaffen. Die Masehinenanlage mit Einrichtung zum selbsttätigen Ausschalten des treibenden Teils im Falle von Betriebsstörungen des angetriebenen Teils ist gemäss der Erfindnng dadurch gekennzeichnet, dal3 der angetriebene Teil mit einer Dynamomaschine in Wirkungsverbin- dung steht, welche einen Strom zur Steue- rung eines den treibenden Teil beeinflussen- den Elektromagnetes liefert. Vorzugsweise kann der Elektromagnet einen Schalter betätigen, der im Stromkreis eines zum Antrieb der An. lage dienenden Elektromotors liegt. Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs- gegenstandes ist in der beigefügten Zeich mmg in zwei Varianten schematisch darge- stellt. Ein Elektromotor 1 ist iiber eine Zwisehenwelle 6 und ein Zahnrad 5 mit der An triebswelle 4 des angetriebenen Teils einer Förderanlage in Wirkungsverbindung. Auf der Welle 4 ist ein Kettenrad 3 montieri, über welches eine Forderkette 2 läuft. Das Kettenrad 3 trägt einen kegeligen Zahnkranz 7, mit welchem ein kegeliges Zalmrad 8 in Eingriff steht. Das letztere sitzt auf der Welle einer Dynamomaschine 9. An Stelle-eines Zahnradgetriebes konnte selbstverstandliel auch eine Reibungsiibertragmng zwischen der Dynamomaschine und der Welle 4 vorgesehen sein. Die Dynamomaschine 9 ist gemäss der ge strichelt gezeichneten Linie mit einein Blek tromagneten 18 in Verbindung, dessen Anker mit einem im Stromkreis des Elektromotors l liegenden dreipoligen Sehalter 19 derart in Wirkungsverbindung steht, dass er den Schalter bei erregtem Elektromagneten in der ge- schlossenen Stellung halten kann. Der Schalter 19 steht ferner unter dem Einfluss einer F'eder 22, die bestrebt ist, den Schalter 19 zi, i offnen vmd dadurch den Stromkreis des Motors 1 zu unterbrechen. Ein Druckknopf 21 dient zum Einschalten des Motors 1. Die Wirkungsweise der bisher beschriebenen Anlage ist wie folgt : Zur Inbetriebsetzung der Anlage drückt man von Hand einige Zeit auf den Knopf 21, um den Schalter 19 entgegen der Wirlsung der Feder 22 zu schlie ssen. Der Motor 1 läuft dann an und setzt die Förderkette 2 entlang der Forderbahn in Bewegung. Gleichzeitig beginnt auch die Dynamomaschine Strom zu erzeugen, der den Elektromagneten 18 erregt. Man kann nun den Druckknopf 21 wieder loslassen, weil der Elektromagnet 18 den Schalter 19 geschlossen hält. Wird nun die Förderkette aus irgendeinem Grunde in ihrer Bewegung gehemmt, so sinkt die Drehzahl des Kettenrades 3 und diejenige der Dynamomaschine 9. Die letztere liefert dann zu wenig oder gar keinen Strom an den Elektromagneten 18, so dass der Stromkreis des Motors 1 unter dem Einflul3 der Feder 22 ausgeschaltet wird. Die Anlage kommt demnach selbsttätig zum Stillstand, wenn der angetriebene Teil in seiner Bewe- gung gehemmt wird. Der 1ehler der Störung kann behoben werden und die Anlage nachher durch Betätigung des Druckknopfes 21 erneut. in Betrieb gesetzt werden. Die beschriebene Anlage hat den Nachteil, dass es schwierig ist, eine Dynamomaschine herzustellen, welche bei einer verhältnismässig geringen Abnahme der Drehzahl sofort eine genügend starke Spannungsabnahme ergibt, damit die magnetische. Wirkung des Elektro- magneten 18 im Vergleich zur Wirkung der Feder 22 verschwinden kann, um das Abschalten des Motors 1 Zll bewirken. Dieser Nachteil kann auf folgende Weise behoben werden : An Stelle der direkten, mit gestrichelten Linien dargestellten Verbindung der Dynamomaschine 9 mit dem Elektromagneten 18 ist die Anordnung gemäss den voll ausgezogenen I, inien so getroffen, dass die Dynamomaschine 9 einen Transformator 10 speist, dessen Se kundärwicklung verschiedene Abzapfungen besitzt, welche mit Hilfe eines Schaltarmes wahlweise benutzt werden können, damit die Abnahme einer den Erfordernissen entsprechenden Sekundärspannung möglich ist. Zum gleichen Zwecke könnte natiirlich auch eine Sekundärwicklung ohne Agriffe vorhanden sein, über welche ein veränderlicher Span nungsteiler geschaltet ist. Der Sekundärkreis des Transformators 10 enthält in Reihe mit einer Glimmentladungsrohre 12, z. B. einer Nssonlampe, einen für Doppelweg-Gleichrich- tung ausgebildeten Gleichrichter 11 zur Speisung einer Relaiswicklung 13. Das Gleich- stromrelais hat einen Anker 14, einen Ruhekontakt 15 und einen Arbeitskontakt 16. Der Anker 14 und der Arbeitskontakt 16 des Relais dienen zur Steuerung des Stromkreises des Elektromagneten 18, in welchem Stromkreis eine geeignete Speisequelle, z. B. ein Transformator 17 liegt. Der Transformator 1. 7 kann mit seiner Primärwicklung beispiels- weise an das elektrische Kraftverteilnetz angeschlossen sein. Bei einer nicht dargestellten Variante kann auch auf den Transformator 17 verzichtet werden, wobei dann der Transformator 10 mit einer weiteren Sekundärwick- litng versehen sein kann, die zur Speisung des Stromkreises des Elektromagneten 18 dienen kann. Der Schaltarm des Transformators 10 wird so eingestellt, dass bei der über einer Grenzdrehzahl liegenden normalen Drehzahl der Welle 4 und somit der Dynamomaschine die Spannung über der Entladungsröhre 12 ? gröl3er als die Zündspannung dieser Röhre 12 ist, so dass Strom durch die Röhre fliessen kann. Dieser Strom wird vom Gleichrichter 11 gleichgerichtet. Die Wicklung 13 des Re- lais 13 bis 16 wird daher vom Gleichstrom durchflossen und der Anker 14 angezogen, wobei der Stromlireis des Elektromagneten 18 über das Kontaktpaar 14,16 geschlossen wird. Die magnetische Kraft des Elektromagneten 18 hält den Schalter 19 des Antriebsmotors 1 entgegen der Wirkung der Feder 22 geschlos- sen, so dass die Maschinenanlage in Betrieb ist. Wenn durch irgendeine Ursache der angetriebene Teil festläuft oder nur in seiner Bewegung verzögert wird, sinkt die Spannung der Dynamomaschine 9 und daher auch die Spannung über der Entladungsrohre 12. Die Einstellung ist derart gewählt, dass bei einer für die Maschine gefährlichen Hemmung des angetriebenen Teils die Spannung an der Röhre 12 unterhalb die Löschspannung derselben fällt, so dass die Entladungsröhre erlischt. Dies tritt selbstverständlich auch bei einer vollständigen Blockierung des angetriebenen Teils der Masehinenanlage auf. Sobald die Rohre 12 erlischt, fällt das Relais 13 bis 16 ab, der Elektromagnet 18 wird stromlos und die Feder 22 setzt durch Offnen des Schalters 19 den Antriebsmotor 1 ausser Betrieb. Wenn nach dem Beheben der Störungsursache die Anlage wieder in Betrieb gesetzt werden soll, so drückt man auf den Knopf 21, um den Schalter 19 von Hand entgegen der Wirkung der Feder 22 zu schlie3en, bis die Drehzahl der Welle 4 wieder so gross ist, dass die Se kundärspannung des Transformators 10 oberhalb der Zündspannung der Entladungsröhre 12 liegt. Dann wird der Magnet 18 wieder erregt, so dass er den Schalter 19 geschlossen hält. Der Knopf 21 kann nun wieder losgelassen werden. Die beschriebene Einrichtung erlaubt eine völlig selbsttätige und betriebssichere Über- wachung und Sicherung der Maschinenanlage gegen Überlastungen. Der Vorteil dieser Ausbildung gegenüber der zuerst beschriebenen Variante liegt darin, dass auch eine ziemlich geringe Verzögerung des angetriebenen Teils zum Ausschalten des treibenden Teils führt. Ein über das Normale erhöhter mechanischer Widerstand, der beispielsweise auftreten kann, wenn zu bearbeitendes Material zwi schen die Zahnräder der Maschine gerät, ge nügt zum Ausschalten der Anlage. Mit den gleichen, in der Zeichnung voll ausgezogenen Mitteln kann auch eine Sicherung der Masehinenanlage gegen Überschrei- ten einer über der normalen Drehzahl liegenden Grenzdrehzahl erzielt werden, wenn die Leitung 16a statt an den Kontakt 16 an den Ruhekontakt 15 angeschlossen ist. In diesem Falle wird die Sekundärspannung des Transformators 10 so eingestellt, dass die Entladungsröhre 12 bei der normalen Drehzahl der Welle 4 noch nicht zündet, dass aber, sobald eine unzulässige Erhöhung der Drehzahl über die Grenzdrehzahl eintritt, die Spannung über der Entladungsrohre 12 die Zündspannung derselben übersteigt, so dass die Entladungs- robre 12 zündet ; dadurch wird das Relais 13 bis 16 erregt und der Magnet 18 ausgeschaltet, so dass sich der Schalter 19 unter der Wir kung der Feder 22 öffnet und der Motor 1 ausser Betrieb gesetzt wird. Es ist auch möglich, die beiden beschriebenen Sicherungsarten miteinander zu kombinieren, so dass die Maschinenanlage sowohl beim Unterschreiten einer untern als auch beim Uberschreiten einer obern'Grenzdrehzahl selbsttätig ausser Betrieb gesetzt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Maschinenanlage mit Einrichtung zum selbsttätigen Aussehalten des treibenden Teils im Falle von Betriebsstörvingen des angetriebenen Teils, dadurch gekennzeichnet, dass der angetriebene Teil mit einer Dynamomaschine in Wirkungsverbindung steht ; welche einen Strom zur Steuerung-eines den t. reibende Teil beeinflussenden Elektromagneten liefert.UNTERANSPRÜCHE : 1. Maschinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromagnet einen Schalter betätigt, der im Stromkreis eines zum Antrieb der Anlage dienenden Elektromotors liegt.2. Maschinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei erregtem Elektromagnet der treibende Teil in Betrieb ist und beim Stromloswerden des Elektro- magnetes ausser Betrieb kommt.3. Maschinenanlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dynamomaschine di rekt mit dem Elektromagneten verbunden ist, derart, dass im Falle eines Stillstehens des angetriebenen Teils der antreibende Teil ausser Betrieb kommt.4. Maschinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dynamomaschine ein Relais speist, dessen Kontakte den Stromkreis des Elektromagnetes steuern.5. Maschinenanlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeich- net, dass die Dynamomaschine einen Transformator speist, in dessen Sekundärkreis eine Glimmentladungsrohre in Reihe mit einem Gleichrichter zur Speisung des Relais liegt.6. Maschinenanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 4 und 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Sekundärspannung des Transformators derart eingestellt ist, dass bei einer über einer Grenzdrehzahl liegenden Drehzahl des angetriebenen Teils die Spannung an der Entladungsrohre über der Zündspannung derselben liegt und somit das Re lais erregt ist, und dass beim Absinken der Drehzahl unter diese Grenzdrehzahl die Entladungsrohre erlischt, das Relais stromlos wird und der antreibende Teil ausser Betrieb kommt.7. Maschinenanlage nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärspannung des Transformators derart eingestellt ist, dass bei einer unter einer Grenzdrehzahl liegenden Drehzahl des angetriebenen Teils die Spannung an der Entladungsrohre unterhalb der Zündspannung derselben liegt und somit das s Relais stromlos ist, und dass beim Ansteigen der Drehzahl über diese Grenzdrehzahl die Entladungsrohre ziindet, das Relais erregt wird und dadurch der antreibende Teil ausser Betrieb kommt.8. Maschinenanlage nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 2 und 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais in erregtem Zustand den Stromkreis des Elektromagneten geschlossen hält.9. Maachinenanlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2,4,5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais in erregtem Zustand den Stromkreis des Elektromagneten vnterbrochen hält.10. Maschinenanlage nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass die Dynamomaschine mit. der Antriebswelle des angetriebenen Teils gekuppelt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057834B (de) * | 1957-02-11 | 1959-05-21 | Falz U Heftmaschinenwerk Leipz | UEberlastungskupplung |
| DE1099279B (de) * | 1956-01-17 | 1961-02-09 | Carl Hasse & Wrede G M B H | UEberlastungsschutz fuer schaltmittelgesteuerte Kupplungen |
-
1951
- 1951-05-21 CH CH290683D patent/CH290683A/de unknown
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| DE1057834B (de) * | 1957-02-11 | 1959-05-21 | Falz U Heftmaschinenwerk Leipz | UEberlastungskupplung |
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