CH288442A - Verfahren zum Binden von Büchern und Broschüren. - Google Patents

Verfahren zum Binden von Büchern und Broschüren.

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CH288442A
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CH
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Ag Ringier Co
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Ringier & Co Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C9/00Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding
    • B42C9/0006Applying glue or adhesive peculiar to bookbinding by applying adhesive to a stack of sheets

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  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description


  Verfahren zum Binden von Büchern und Broschüren.    Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren zum Binden von Büchern und     Bro-          -zehüren,    durch welches ein     vollständiges    Öff  nen der Buch- bzw.     Brosehürenseiten    ermög  licht wird.  



  Mittels Draht gebundene Bücher und Bro  schüren haben in der Regel den Nachteil, dass  die einzelnen, sich gegenüberliegenden Seiten  nicht vollständig geöffnet werden können, was  sieh ganz besonders bei Büchern und Bro  schüren zeigt, die quer durch den Rücken mit       Drahtklammern    geheftet. sind. Damit die ein  zelnen Bogen eines Buches beim Öffnen dessel  ben nicht ausreissen, müssen die Heftklam  mern in mehreren Millimetern Abstand vom       Rücken    der gefalzten Bogen angebracht wer  ten.

   Dadurch wird die Nutzungsfläche und       Übersicht    der einzelnen Seiten vermindert,  weil die innerhalb des Falzes der Bogen     an-          (rebrachten    Drahtklammern ein vollständiges  Öffnen des Buches verhindern:  Dieser Nachteil wirkt sich noch in erhöh  tem Masse bei Geschäftsbüchern aus, die für  handschriftliche Eintragungen bestimmt sind.  



  Ferner hat ein auf diese Art. gebundenes  Buch zufolge der Zusammenpressung der     Bo-          #Gcn        dureh    die Drahtklammern stets das Be  streben, sieh zu schliessen.     Dieser        :

  Nachteil    lässt       sieb    zum     Beispiel    mittels     Fadenheftung    wohl       vermindern,    indem der Faden durch die     Bo-          rien    im Falz von innen her durchgezogen     Lind     aussen am Rücken mit den Fäden der übri  gen Bogen verbunden und mit einem     Leim-          auftrag    versehen wird.

   Es besteht jedoch auch    hierbei die Gefahr, dass infolge wiederholten       @Öffnens    des Buches die Heftfäden einreissen  und die auf dem Rücken angebrachte     Leim-          schieht    bricht,     wodureh    die     Heftung    bzw. der  Einband des Buches gelockert     wird.     



  Um ein     besseres        Zusammenhalten    der ein  zelnen Bogen zu erreichen, wird vielfach der  Rücken der Bücher mit. einem Textilgewebe  versehen und dieses mit den Heftfäden der  einzelnen Bogen vereinigt. Zwecks Verstär  kung der Stabilität des Buches und um ein  besseres Zusammenhalten der einzelnen Bogen  zu erreichen, werden nach erfolgter     Fadenhef-          tung    der Buchrücken und das Textilgewebe  mit einer Leimschicht versehen. Diese Art der       Btiehheftung    erfordert zufolge ihrer kompli  zierten Ausführung einen relativ grossen Zeit  aufwand, so dass sie für Massenauflagen un  wirtschaftlich ist.  



  Für Telephon- und     Aclressbüeher    usw. mit  grossem Volumen und grosser Auflage ist. die       Fadenheftung    ausserdem ungeeignet, weil das  so gebundene Buch nicht die für seinen     häu=          figen    Gebrauch notwendige Stabilität besitzt.  Es     ist    daher unter anderem versucht worden,  den Buchrücken dadurch zu verstärken, dass  die     zusammengetragenen    Bogen an mehreren  Stellen mit Einkerbungen und dergleichen  versehen werden und in diese eine Kordel ein  gelegt und verleimt wird; aber auch auf diese  Weise konnte die erforderliche Stabilität des  Einbandes nicht hergestellt werden.  



  Zur Vermeidung der beschriebenen Nach  teile ist bereits ein Verfahren bekannt gewor-      den, nach welchem die gefalzten und zu einem  Buche zusammengetragenen Bogen an ihrem  Rücken beschnitten werden, so dass sich das  Buch aus Einzelblättern zusammensetzt. Auf  diesem beschnittenen     Rücken    wird ein bieg  sam bleibender Klebestoff aufgebracht, wel  eher     diesen    Blätterstapel zusammenhält. .  



  Dadurch ist es zwar möglich geworden,     glas     Buch     vollständig    zu öffnen, aber die Praxis  hat gezeigt, dass derartig gebundene Bücher  nicht die für häufigen Gebrauch bzw. für  starke Beanspruchung     erforderliche    Stabilität  besitzen, so dass sich mit der Zeit     einzelne     Bogen bzw. Blätter     vorn    Rücken des Buche  lösen und sieh der Einband lockert..  



  Diese Art des Bucheinbandes setzt einen  Leim     voraus,    welcher ausserordentlich     stren-,     und zähflüssig ist, was die     Verarbeitung        sehr     erschwert und einen grossen Zeitaufwand er  fordert, weshalb dieses Verfahren für grosse  Auflagen ebenfalls zu kostspielig und daher  unwirtschaftlich     ist.     



  Im Unterschied     hiezu    gestattet das erfin  dungsgemässe Verfahren nicht nur ein     voll-          ständiges    Öffnen der Bücher und Broschüren       bzw.    der einzelnen Seiten; es     erniöglieht    auch,  den Büchern und Broschüren     zudem    eine rela  tiv grosse Stabilität zu verleihen, welche     auch     unter Dauergebrauch nicht leidet.     Ausserdem     lässt sieh das Verfahren     wirtschaftlich    gestal  ten, weil es eine relativ einfache und ratio  nelle Arbeitsweise gestattet.  



  Die Durchführung des     erfindungsgemässen     Verfahrens gestaltet sieh     7w        eelkmä.ssigerweise     wie folgt  Die für die Herstellung eines Buches oder  einer Broschüre erforderlichen Bogen     werden     in gewohnter Art     zusainniengetragen.        Vorteil-          hafterweise    wird der so gebildete Stapel am  Rücken derart beschnitten, dass der Falz aller  Bogen entfernt. wird, so dass der Rücken     eine          Schnittfläche    darstellt. Nach erfolgter Zu  sammenpressung dieses Stapels werden am  Rücken     zweckmässig,    z.

   B. mittels eines Mes  sers oder einer Säge, Einkerbungen ange  bracht. Hierauf wird der Rücken mit einem  Klebestoff, dem in nachfolgend beschriebener    Weise     Zusatzstoffe        beigenieli-t    sind, bestri  ehen.  



  Der Klebestoff muss     so    beschaffen sein.       dass    er nach dem     Trocknen        elastisch    bleibt.  also bei Kälte nicht     brüelii-    und bei     Wärnie     nicht flüssig wird. Er wird in     verhältnismässig     dünnflüssigem Zustande     verwendet.        Hiefür     hat sieh ein Klebestoff, der im wesentlichen       Kunstliarzleim    besteht, als     vorteilhaft    ei  <B>i</B> aus  wiesen.

    Dem     Klebestoff    wird ein     sclimiegsaiiies          Material    beigegeben, das zum     Beispiel    au,  zähen,     biegsamen    Fasern besteht. und die Ei  "ensehaft hat, sich mit     dein    Klebestoff und  dem Papier zu binden, wodurch ein mit sämt  lichen Blättern fest verbundenes, zähes und       biegsames,    hautartiges Gebilde entsteht. Er  fahrungsgemäss sind als Beimischung     zum          Klebestoff    Zusätze aus natürlichen     odei-          künstlichen    Fasern sehr geeignet, wie z. B.

         Textilgewebestücke    aus Gaze, Zwirn- oder       Nlon-Fadenstüeke    in der Länge bis     etwa     7 0 min. Diese     Zusätze    können einzeln, also se  parat oder gleichzeitig miteinander gemischt  zur Verwendung kommen.

   Das Mischen des       Klebestoffes    mit dem     Zusatzmaterial        erfol;t     durch Rühren, sei es mechanisch oder von       TIand.        Nvlon-Fadenstüeke        haben    insbesondere  den Vorzug, dass sie nach dem Mischen sich  nicht setzen und daher bei der     Verarbeitun-          des    Klebestoffes in     diesem        --leiehmässig        vell-          teilt    bleiben.     Zweekinässi;@erweise    wird das     Zu-          >atzniaterial,    z.

   B.     Nclon,        dein    Klebestoff in  einer Menge von     ungefä        lir    zehn Volumenpro  zent beigegeben.  



  Der     Kebestofl        und    die     ihli        beig-einengten     Zusätze     erzeugen    am     Bucln-iieken    ein fest     zu-          sammenhängendes    Gebilde, ähnlich einer  Haut. Dieses ist mit jedem einzelnen Blatte  des     Buches    oder der     Broschüre    fest     verbun-          den    und vereinigt diese miteinander. Es hält.

    dadurch     sämtliche    Blätter sowie     aueli    das  ganze Buch fest     zusammen    und gibt     dieseln     die     gewünschte    Stabilität. Die     auf    der Schnitt  fläelie des     Buehrüekerls    angebrachten Einker  bungen, in welche der Klebestoff mit     dein          beigemengten,        sehmiegsanien    Material ein  dringt,     bewirken,        dass    die Blätter des Buche      fest zusammenhalten und dass das Buch auch  bei Dauergebrauch stabil bleibt.  



  Falls sieh ein Buch ganz oder teilweise aus  gefalzten Bogen von nur vier Seiten     zusani-          niensetzt,    indem die Bogen nur einmal gefalzt       ,,sind    und somit keine Innenlagen aufweisen,  kann     dass    Beschneiden des     P)loekrüekens    unter  bleiben.  



  Es ist natürlich auch möglich, wie in der       Praxis    bekannt, mehrere     Einzelbuehstapel     bzw. Buchteile zu einem grösseren Stapel zu  sammenzutragen, um dann in beschriebener  Weise bearbeitet zu werden; es wird dann vor       deni    Einhängen des Umschlages, wie bekannt,       ein    solcher Bücherstapel in     Einzelbileber    zer  legt. hierauf werden die derart entstandenen       Einzelblicher    getrocknet und in bekannter  Weise mit. dem     Umsehla;,    versehen.  



       A15        vorteilhaft.    hat sieh erwiesen, den     Um-          sehla,    vor dein Einhängen ebenfalls mit dem  das     Beigeniiseh    enthaltenden Klebestoff zu     be-          areiehen.    Durch diese Kombination wird die       T        erbindung    zwischen dem     Buehrüeken    bzw.

    zwischen den einzelnen Buchlagen und dem       Unischlag    weiterhin verstärkt und     dement-          sprechend    die Haltbarkeit :solcher     Büeliei#          tioeli    erhöht.

Claims (1)

  1. P ATENT AN SPRU CH Verfahren zum Binden von Büchern und Broschüren, die sieh vollständig öffnen lassen, dadurch oekennzeiclinet, dass auf den Rückei-' des Buches bzw. der Broschüre ein auch nach dem Trocknen sieh elastisch verhaltender Klebestoff aufgetragen wird, welcher eine Beimischung enthält, die aus Klebestoff. an nehmendem, schmiegsamem Material besteht, das eine einwandfreie Verbindung mit Papier eingeht. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Fasermaterial enthaltender Klebestoff verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Nylon enthaltender Klebestoff ver wendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Fasermaterial enthaltender Kunstharzleim verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teltiloew ebestücke enthaltender Klebestoff verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Te-Ytilfadenstüeke enthaltender Klebe stoff verwendet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Nylon-Fadenstücke enthaltender Klebestoff verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Klebestoff ver wendet wird, dessen Beimischung annähernd zehn Volumenprozent beträgt.. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klebestoff verwendet wird, dessen Beimischung aus Nylon besteht..
CH288442D 1951-02-23 1951-02-23 Verfahren zum Binden von Büchern und Broschüren. CH288442A (de)

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