CH258296A - Verfahren zur Isolierung von Basen aus Gemischen von Chinolin mit chinolinähnlichen Basen. - Google Patents

Verfahren zur Isolierung von Basen aus Gemischen von Chinolin mit chinolinähnlichen Basen.

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CH258296A
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  Verfahren zur Isolierung von Basen aus     Gemischen    von     Chinolin     mit     chinolinähnliehen    Basen.    Die Isolierung     ivon        Basen    aus     Gemischen     von     Chinolin    mit     chinolinähnlichen    Basen  ist ein     technisches        Problem,    das bereits  m     hrfach    in     Antigriff    benommen, aber bisher  nur unbefriedigend gelöst worden ist. Die  Trennung     so@licheir        Baisen    z.

   B.     aus.    !den basi  schen Fraktionen der     Teerdestillation    bietet  insofern Schwierigkeiten, als die in dieser  Mischung enthaltenen Basen wie     Chinolin,          Isochinolin,        Pyridinhomologe    und     Chinaldin          untereinander    in ihren chemischen und phy  sikalischen Eigenschaften ein     sehr        ähnliches     Verhalten aufweisen.

   Es sind zwar bereits  einige     Verfahren    bekanntgeworden,     naeh     welchen es gelingen soll, einzelne Begleitsub  stanzen aus, den.     chinolinhaltigen    Fraktionen  zu     entfernen;    indessen     gelingt    es, nach keinem  dieser Verfahren,     .die-    verschiedenen Basen  voneinander zu trennen und insbesondere       Chinolin    auf einfache und     annähernd        quanti-          tativs    Weise abzuscheiden.

   So ist ein Ver  fahren bekannt, gemäss welchem das     Iso-          chinalin    auf Grund seiner etwas stärkeren       Basizität    durch     fraktioniertes        Ausziehen    der       Basengemische    mit ungenügenden Säuremen  gen angereichert wird. Mit Hilfe dieses Ver  fahrens gelingt jedoch eine     Reinda.rstellung     des     Chinolins    nicht. Nach einem andern Ver  fahren (B. 16, 1082     [1883])    wird das im       Rohchinolin    enthaltene     Chinaldsn    durch  Überführung in     Chinophtalon    abgeschieden.

    Eine     Entfernung    der übrigen     basischen        Be-          standfeile    aus dem     Rohchinolin    kann natür-    lieh nach dieser Methode nicht erzielt wer  den.

   Schliesslich     ist    es auch bekannt,     Chinolin     und     Isochinolin    voneinander durch frak  tionierte     Kristallisation    der sauren     Sulfate     zu     trennen.    Dieses Verfahren ist jedoch tech  nisch nicht geeignet, da die Löslichkeits  unterschiede nur     relativ    gering sind und zu  dem     Chinolin-    und     Isoohinolingulfat    hygro  skopisch sind.  



  Es wurde nun     gefunden,        da.ss    die Iso  lierung von     Basten    ans Gemischen von       Chinolin        mit        chinolinähnlichen    Basen in       technisichem    Massstab     vorteilhaft    gelingt,  wenn man die     basiisichen        Verbindungen     in ihre     Monophos@pihate        überführt,

      hier  auf mindestens das     Phosiphat    einer Base auf  Grund der     verschiedenen    Löslichkeit der  Phosphate in Wasser isoliert und     daraus    die  Base     wiedein    in     Freiheit        setzt.        Insbesondere     ist das vorliegende Verfahren     geeignet    zur  Anreicherung und     Reindarstellung    von     Chi-          nolin,    indem man aus den Monophosphaten  auf Grund der verschiedenen Löslichkeit in  Wasser das     Chinolinmonaphosphat    abtrennt  und     aus    diesem Phosphat,

   gegebenenfalls  nach     Umkristallisation,        Chinolin        in.    Freiheit  setzt. Aus der nach der Abtrennung von       Chinolinmonophosphat    zurückbleibenden Lö  sung kann nach bekannten Methoden     Iso-          chinalin        angereichert    bzw. in reiner     Form          gewannen    werden.  



  Das     Chinolin        bildet    mit     ä.quimolekularen     Mengen.     von.        Phos2ho@rsäure    ein in     kaltem         Wasser     verhältnismässig    schwer     lösliches     Salz, während die     entsprechenden    Salze von  andern Basen wie     Isochinolin    und     Chinaldin     diese     Eigenschaft    nicht oder nicht im glei  chen Ausmasse zeigen.

   In der     Literatur    wer  .den     phosphorsaure    Salze von     Chinolin    und       Isochinolin        bereitä        ,erwähnt        (Chemiker-Zei-          tung    25, 280     [1901]).    Darnach wird     Chino-          linmonophosphat    aus.

       Chinolin    und     Ortho-          phaslp@horsäure    als eine     durchsichtige        guinmi-          artige        amorphe        Masse    erhalten, die nicht fil  triert werden kann und -sehr schwer rein zu  erhalten ist. Durch     Umkri@stadli & neren    aus  Alkohol soll sich das     Chinolinmonophosphat     in     Form    von Nadeln     erhalten    lassen, die in       Wasser    sehr leicht löslich sind.

   Auf Grund       dieser        Angaben        konnte    der Fachmann nicht  den Schluss ziehen, dass     Chinolinmonaphos-          phat    eine .gut     kristallisierende,    in Wasser       relativ    schwer. lösliche     Verbindung        darstelle,     so dass auf     Grund    dieser     Eigenschaften        Chi-          nolin    sich von andern ähnlichen Basen tren  nen lassen würde.  



       Beispiel:     Als     Ausgangsmaterial    diente ein     tech-          nisches        Chinolin    mit einem     Siedeintervall     von 220     bis    245  und einem Gehalt von 65  bis<B>70%,</B> das beim Versetzen mit kalt gesät,       ti,gter        B.enol-Pikrinsäurelösung    -ein     Pikrat     vom Schmelzpunkt 183     bis    186      (Sinterung     ab 180 ) ergab.  



  258.g dieses     technischen        Chinolins    (2     Mol)     werden     in        dünnem.        Strahl    unter     Rühren    einer       Lösung    von 269 g     76,5%iger        Phosphorsäure          (=    205,8 g von 100 % = 2,1     Mol)    in 370     cid          destilliertem    Wasser zugesetzt,

   wobei die       Temperatur    auf 50     bis    55      ansteigt.    Die er  haltene schwach trübe Lösung- wird unter  fortlaufendem Ersatz des verdampfenden  Wassers     zur        Vertreibung        phenoligcher    Ver  unreinigungen     während        etwa    1 .Stunde im  offenen Gefäss zum Sieden erhitzt.

   Gegebe  nenfalls wird die     heisse        Lösung    mit etwa 10 g       Entfärbungskohle    gerührt und     filtriert.    Das  Filtrat wird     unter    Rühren auf     -f-    5  abge  kühlt, wobei sich .ein kristallisierter, schwe  rer, weisser     Niederschlag    von     Chinolinphos-          phat        alseheidet,        Derselbe        wird        abgenutscht,       möglichst gut     aus:

  gepresst    und mit etwas     Eis,-          wasser    gewaschen. Eine getrocknete Probe  des rohen Phosphates     zeitigt    einen     .Schmelz-          punkt    von 158 bis 159      (unkorr.)    nach vor  herigem     Sintern    ab     setwa    152 .  



  Zur weiteren Reinigung wird das Salz  in 350     .em'        destilliertem        Wasser    in der     Hitze     gelöst, die Lösung zum Kochen gebracht und  mit 2 g     Entfä,rbungskohle        verrührt.    Die  heisse Lösung wird auf -der     Nutsche        filtriert.     Durch Abkühlen auf     +    5  wird das     Chino-          lirnpho@sph        at        wiederum        zur          ge-          bra,

  aht.    Dia     Substanz    zeigt     nunmehr    einen  Schmelzpunkt von 160 bis 162 , welcher  durch     weiteres        Umkristallisieren    nicht mehr  gesteigert werden kann.  



       Zur    Gewinnung der freien Base wird das       Chinolinphosphat    in etwa 500 cm' heissem       Wasser    .gelöst und die Lösung     mit    konzen  trierter Natronlauge bis zur alkalischen Re  aktion gegenüber     Phenolphthaslein    versetzt.

    Um eine     Abscheidung    von     Natriumphospha.t     zu     vermeiden        wird    mit Wasser .auf 2 Liter       verdünnt.    Nach     vollständigem    Erkalten wird  die     Base    mit     einem    geeigneten Lösungsmittel  wie     Benzol    oder Äther extrahiert und die er  haltene     Lösung    durch     mehrmaliges    längeres  Rühren mit festem     Itzn.atron    bei erhöhter  Temperatur     entwässert.    Das nach dem Ver  dampfen des     Lösungsmittels,

      erhaltene     Chi-          nolin    wird an einer     Kolonne    fraktioniert,  wobei etwa 95 % der     Substanz    innerhalb  eines     :SÜedesntervalles    von 0,8      überdestillie-          ren        (Sdp.    233,8     bis,    234,6). Beim Versetzen mit  halt gesättigter     benzoliseher        Pikrinsäure-          -lössung    scheidet sich reines     Chinolinpikrat     vom     Smupp,.    200 bis 201      (unkorr.)    ab.

   Die  Ausbeute beträgt 149,6 g =<B>58%</B> vom Roh  produkt.  



  Die     bei    der     Phosphatherstellung        Übge-          trennte    Mutterlauge wird auf     14    einge  dampft, .auf 5  abgekühlt und die dabei an  fallende     zweite    Kristallisation an rohem     Chi-          no-Iinphosphat        abgenutscht.    Auch     ,die    bei der       Umkristallisation        des        Rohphosphates,

      erhal  tene     Mutterlauge    ergibt nach dem Einengen  noch eine zweite Kristallisation an     Chinelin-          phosphat.    Zur     weiteren        Verarbeitung        werden         diese     zweiten.        Kristallisationen    vereinigt und       nochmals     Bei der Zerlegung  mit Natronlauge in der     beschriebenen    Weise  erhält man noch 17,4 g     Reinchinolin,    wel  ches die Eigenschaften der     Ilauptfrakti@on     auf weist:.  



  Gesamtausbeute an     Reinchinolin    = 167 g  = 64,7     %    des     Ausgangsmaterials.     



  Aus den     Mutterlaugen        werden    die noch  vorhandenen     Basen    in     Freiheit    gesetzt und       gegebenenfalls    fraktioniert     destilliert.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Isolierung von Basen aus Gemischen von Chinolin mit ehinolinähuli- chen Basen, dadurch gekennzeichnet, dass man die basischen Verbindungen in ihre Monophosphate überführt und dass man hierauf mindestens das Phosphat einer Base auf Grund der versschiedenen Löslichkeit der Phosphate in Wasser isoliert und daraus die Base wieder in, Freiheit setzt.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man aus den Monophosphaten auf Grund der verschiede- nen Löslichkeit in Wasser das Chinollinmona- phosspb,at abtrennt und aus diesem Phosphat Chinolnn in Freiheit setzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unterausspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das abgetrennte Chinolinmonophos- phat umkristallisiert und hierauf das Chino- lin in Freiheit setzt.
CH258296D 1943-12-24 1943-12-24 Verfahren zur Isolierung von Basen aus Gemischen von Chinolin mit chinolinähnlichen Basen. CH258296A (de)

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