Verfahren und Einrichtung zur Bandspreizung im Kurzwellenbereich von Rundfunk-Überlagerungsempfängern. Bekanntlich sind im Kurzwellenbereich die Rundfunksender auf mehrere, mehr oder weniger gleichmässig über diesen Bereich %verteilte, relativ schmale Bänder konzen triert. Diese Bänder liegen in der Nähe der 13, 16, 19, 25, 31, 41 und 49 m Wellen länge und beanspruchen eine Breite von je twa 2 bis 5<B>%</B> der Ausdehnung einer nor malen, beispielsweise von 13 bis 52 m ge- :-icliten Skala.
Zwischen diesen Bändern er strecken sich für den Rundfunkempfang als tote Zonen anzusprechende Bereiche. Da-, Einstellen einer Station auf einer derart ein geteilten Skala Skala bereitet bei der enormen Zahl erreichbarer Sender erhebliche Mühe.
Diesem Übelstand wird bekanntlich da.- rlurch begegnet, da,ss jedes dieser Rundfunk bänder einzeln über die ganze Skala ausg-,- ilehnt wird, so dass der Empfänger jeweils mit Hilfe des Wellenbereichschalters auf das gewünschte Band einzustellen ist.
Doch wirkt das stete: Umschalten meist unange- nehmund setzt ausserdem beim Radiohörer hrösseres Verständnis für die Bedienun-- weise des Empfängers voraus. Ferner be nötigt diese Ausführung einen beträcht- licben Aufwand an elektrischen SchaItmit- teln; denn ausser einem beispielsweise sieben bis elfstelligen 'Wellenbereichschalter mit sechs bis sieben Segmenten, ist eine relativ grosse Anzahl von Festkapazitäten oder Spu len erforderlich.
Andere Verfahren benützen eine Vor richtung, die es gestattet, vermittels eines weiteren, vom Abstimmknopf unabhängigen Bedienungsknopfes mit separatem Zeiger den Kurzwellenbereich an jeder beliebigen Stelle der Skala zu dehnen.
Ausser dem zu sätzlichen Bedienungsknopf ist an diesem System. nachteilig, dass neben der normalen, auch bei Geräten ohne Bandspreizung übli chen Kurzwellenskala. eine nur in Skalen teilen ablesbare Bandspr'eizungsskala mög lich ist, auf welcher die Markierung einer bestimmten Station an einer eindeutig fest gelegten Stelle nicht ohne weiteres gelingt.
Die vorliegende Erfindung beseitigt die oben geschilderten Nachteile bekannter Bandspreizungssysteme und gestattet eine wesentliche Vereinfachung der Bedienungs- iveise des Gerätes bei Kurzwellenbandsprei- zung, ohne Benützung eines zusätzlichen Bedienungsknopfes und eines zusätzlichen Skalenzeigers.
Die Erfindung beruht auf dem an sich bekannten Gedanken, die einzelnen Kurz wellenbänder nur so stark zu dehnen, dass diese die zwischen ihnen befindlichen, für den Rundfunkempfang toten Zonen der Skala ausfüllen. Die dadurch erzielte Deh nung reicht aus, um ein bequemes und sicheres Einstellen eines bestimmten Senders zu gewährleisten.
Diese Art der Banddehnung ist beispiels- weise an Hand von Fig. 1 näher erläutert. Fig. la zeigt z. B. die Verteilung von sechs Rundfunkbändern I bis VI auf einer nor malen Kurzwellenskalä, die beispielsweise von 13 bis 52 m geeicht ist. Die toten Zonen sind schraffiert, die einzelnen Bänder un- schraffiert gezeichnet.
Reiht man nun, wie in Fig. 1b dargestellt, alle Empfangs- und alle toten Zonen dieser Skala aneinander, so nehmen die ersteren etwa '/s und die letzteren etwa "/s der Skalenlänge ein.
Die Verteilung der etwa um das sechsfache ge dehnten Wellenbänder I' bis VI' auf der Empfängerskala zeigt Fig. 1e. Die toten Zonen sind überbrückt, indem sich, abge sehen von den kurzen aus konstruktiven Gründen notwendigen Zwischenräumen z, Band an Band reiht. Das dabei erzielte Deh nungsmass ist gleich dem Quotienten aus der Skalenlänge S eines gedehnten und der Skalenlänge s eines ungedehnten Bandes.
und dieser ist um ;so grösser, je kleiner die Anzahl der in die Bandspreizung eingezoge nen Wellenbänder dieser Skala ist. Die Um schaltung am Ende eines gedehnten Kurz- wellenbandes auf das nächste Band soll auto matisch, das heisst ausschliesslich durch die Betätigung des Abstimmknopfes erfolgen. Die Ausführung dieser Bedingung erweist sich als schwierig und hat bis jetzt noeh keine befriedigende Lösung gefunden.
Die .vorliegende Erfindung ermöglicht es, mit verhältnismässig einfachen Mitteln diese Art der Banddehnung zu veiivirk- lichen. Sie bildet ein Verfahren zur Band spreizung im Kurzwellenbereich von Rund- funküberlagerungsempfängern mit Hilfe eines Variometers und des normalen, auch in den andern Wellenbereichen verwendeten Abstimmkondensators und besteht darin, dass der Abstimmkondensator selbsttätig an der ,
Stelle des zu dehnenden Bandes des Kurzwellenbereiches festgehalten wird, in welcher seine Kapazität zusammen mit der mindestens ,durch das Variometer in dessen einen bei Banddehnung einstellbaren Grenz- lage bestimmten Induktivität des abzustim menden greises und zusammen mit der Ka pazität mindestens eines Festkondensators die eine Grenzfrequenz dieses Bandes ergibt,
und dass bei .der Bewegung des auch in den andern Wellenbereichen verwendeten Ab stimmknopfes und Skalenzeigers über das Band hinaus das Variometpr selbsttätig in seine genannte Grenzlage zurückbestellt und der Abstmmkondensator selbsttätig in die dem benachbarten Band entsprechende Stel lung gedreht wird. 112h Vorteil wird der Ab stimmkondensator in der Anfangslage des zu dehnenden Bandes festgehalten und wird als Variometer ein Tauchkernva.riometer ver wendet, wobei zur Dehnung der einzelnen Bänder :
die gleiche Verschiebungsstrecke des Variometerkernes benützt wird.
An Hand :der Fig. \? sei dieses Verfah ren beispielsweise näher erläutert.
In der Schaltstellung a des 'Vellenbe- reichschalters S, sind der Abstimmkonden- sator C mit parallelgeschaltetem Trimmer TI und die Langwellenspule L, eingeschaltet. In der nächsten :Schaltstellung b wird an Stelle der Spule L1 die Mittelwellenspule L, angeschlossen.
In der Schaltstellung c sind dem Abstimmkondensat.or C die Variometer- spule Y und der Trimmer Tv parallelgeschal tet, so dass in üblicher Weise der gesamte Kurzwellenbereich von z. B. 13-52 m über strichen werden kann, wobei die Induktivität der Variometerspule Y über den ganzen Be reich konstant gehalten wird.
Zweckmässig wird hierbei -der Tauchkern des Variometers Y in einer Lage festgehalten, welche eine Variometerinduktivität ergibt, die um einen geringen Betrag ausserhalb des von den beiden bei Banddehnung einstellbaren Grenz werten begrenzten Bereiches liegt. Mit dem Wellen'bereichschalter S, ist ein Schaltkon takt<B>8,</B> mechanisch gekuppelt, welcher nur in der Schaltstellung d des ersteren geschla- sen ist.
Dadurch werden dem Schwingkreis, bestehend -aus dem Abstimmkondensator C. dem Variometer Y und den Trimmern Z', und Tv, bei Banddehnung noch ein Festkon densator C2 und ein Feinstelltrimmer T:: hin zugeschaltet.
Um die Funktionen der bei Banddehnung wirksamen Elemente besser veranschaulichen
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zu <SEP> können, <SEP> sind <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 22 <SEP> die <SEP> Abstimman triebs- <SEP> und <SEP> Anzeigemittel <SEP> eines <SEP> Empfängers
<tb> andeutungsweise <SEP> eingezeichnet. <SEP> Diese <SEP> be stehenaus <SEP> einem <SEP> am <SEP> Ende <SEP> einer <SEP> Achse <SEP> A.
<tb> I@cfestigten <SEP> #\-bstiiiiiiilznopf <SEP> K, <SEP> einer <SEP> auf <SEP> der
<tb> @lelise <SEP> _1 <SEP> festsitzenden <SEP> und <SEP> eine <SEP> über <SEP> die
<tb> Rollen <SEP> Ri <SEP> geführte <SEP> Saite <SEP> SZ <SEP> antreibenden
<tb> Saitentrommel <SEP> <B>ST,</B> <SEP> einem <SEP> am <SEP> Saitentrum <SEP> <I>SZ</I>
<tb> i)efe,tigten <SEP> Skalenzeiger <SEP> Z <SEP> und <SEP> einer <SEP> Skala
<tb> SK. <SEP> Diese <SEP> Skala.
<SEP> SIi' <SEP> ist <SEP> beispielsweise <SEP> für
<tb> <I>den</I> <SEP> Kurzwellenbereich <SEP> von <SEP> 13-52 <SEP> in <SEP> geeicht
<tb> und <SEP> mit <SEP> den <SEP> Eichmarken <SEP> der <SEP> einganga <SEP> er -ä <SEP> listen <SEP> Wellenbänder <SEP> I <SEP> bis <SEP> VI <SEP> versehen.
<tb> Da <SEP> von <SEP> diesen <SEP> .sechs <SEP> Wellenbändern <SEP> im <SEP> vor liegenden <SEP> Beispiel <SEP> vier <SEP> gedehnt <SEP> werden, <SEP> so
<tb> trägt. <SEP> die <SEP> Skala <SEP> <I>SK</I> <SEP> im <SEP> untern <SEP> Teil <SEP> deren
<tb> Markierungen, <SEP> welche <SEP> mit <SEP> III', <SEP> IV', <SEP> V' <SEP> und
<tb> VI' <SEP> bezeichnet <SEP> sind. <SEP> Der <SEP> Tauchkern <SEP> des
<tb> @"arioineters <SEP> I' <SEP> und <SEP> der <SEP> Abstimmkondensator
<tb> C" <SEP> sind <SEP> mit <SEP> der <SEP> Achse <SEP> A.
<SEP> in <SEP> geeigneter
<tb> Weise <SEP> zii <SEP> verbinden, <SEP> was <SEP> näher <SEP> in <SEP> der <SEP> unten
<tb> "(,aalt <SEP> beschriF-benen <SEP> Einrichtung <SEP> erläutert
<tb> ist: <SEP> und <SEP> in <SEP> der <SEP> Fig. <SEP> \3 <SEP> durch <SEP> die <SEP> strichpunk tiert <SEP> gezeichneten <SEP> Linien <SEP> angedeutet <SEP> wurde.
<tb> Solango- <SEP> sieh <SEP> der <SEP> Zeiger <SEP> Z <SEP> innerhalb <SEP> der
<tb> CTrcnzmarlLen <SEP> eines <SEP> der <SEP> vier <SEP> Wellenbänder
<tb> 1(I' <SEP> bis <SEP> VI' <SEP> bewegt, <SEP> wird <SEP> der <SEP> Tauchkern <SEP> in
<tb> (l@,r <SEP> #Spnlenaelise <SEP> des <SEP> '#Tai4ometers <SEP> V <SEP> verscho l)en, <SEP> während <SEP> der <SEP> Abstimmkondensator <SEP> C <SEP> in
<tb> einer <SEP> ganz <SEP> bestimmten <SEP> Stellung <SEP> festgehalten
<tb> wird.
<SEP> Dadurch <SEP> ergibt <SEP> sich <SEP> die <SEP> gewünschte
<tb> lhicare <SEP> Indul@tivitätsänderung <SEP> innerhalb <SEP> des
<tb> eingestellten <SEP> Wellenbandes. <SEP> Sobald <SEP> nun <SEP> aber
<tb> der <SEP> Skalenzeiger <SEP> Z <SEP> sich <SEP> über <SEP> die <SEP> Endmarken
<tb> des <SEP> Bandes <SEP> hinausbewegt, <SEP> erfolgt. <SEP> selbsttätig
<tb> die <SEP> C"m.sehaltung <SEP> auf <SEP> das <SEP> benachbarte <SEP> Band
<tb> in <SEP> der <SEP> oben <SEP> beschriebenen <SEP> Weise, <SEP> wobei.
<SEP> sich
<tb> die <SEP> Ahstimniung <SEP> zufolge <SEP> der <SEP> Umstellung <SEP> des
<tb> Abstininil@ondensators <SEP> C <SEP> und <SEP> gleichzeitigen
<tb> R.iieklaufes <SEP> des <SEP> Tauelikernes <SEP> des <SEP> V <SEP> ariometers
<tb> 1- <SEP> sprunghaft <SEP> uni <SEP> den <SEP> Betrag <SEP> ändert,
<SEP> iv <SEP> el c-lie <SEP> r <SEP> zur <SEP> 1tlierbrücli#ung <SEP> der <SEP> zwischen <SEP> den
<tb> !beiden <SEP> benachbarten <SEP> Wellenbändern <SEP> befind lichen <SEP> toten <SEP> Zone <SEP> notwendig <SEP> ist.
<tb> Da <SEP> gei <SEP> Abstimmkondensator <SEP> C <SEP> bei <SEP> der
<tb> _-@b.sstinimiiiic <SEP> im <SEP> Wellenband <SEP> III' <SEP> beispiels weise <SEP> am <SEP> Anfang <SEP> des <SEP> Bandes <SEP> festgehalten
<tb> wird <SEP> und <SEP> also <SEP> annähernd <SEP> auf <SEP> seine <SEP> Anfangs- kapazität einbestellt -ist, würde sich bei Verwendung der gleichen, auch im Kurz wellenbereich ohne Banddehnung verwen deten Abstimmelementeeine zu kleine Wel lenlänge ergeben.
Aus diesem Grund wird dem Schwingkreig bei Banddehnung der Kondensator C2 hinzugeschaltet. Der Trim mer T.2 ermöglicht, zusammen mit der Ein stellmöglichkeit am Tauchkern und einer vorzusehenden mechanischen Feineinstellung an der Arretierung .des Abstimmkondensa- tors C, die Abgleichung auf die Anfangs und Endfrequenz der zu dehnenden Bänder.
Bei einer geeigneten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist dafür gesorgt, dass bei der Umstellung des Wellen bereichschalters S1 aus einer andern Schalt stellung auf die Schaltstellung d der Ab stimmkondensator C selbsttätig in die dem vom Skalenzeiger auf 4er Bandspreizungs- skala angezeigten Wellenband entsprechende Stellung gedreht und in dieser arretiert wird, und der Tauchkern des Va.riometers Y selbst tätig in die der Einstellung des Zeigers Z auf dem neuen Wellenband entsprechende Lage verschoben wird.
Vorteilhaft wird beim Überlagerungs- empfänger sowohl der Oszillator- als auch der Gitterkreis der Mischstufe abgestimmt. Dazu gehören dann mindestens zwei Vario- meter8pulen I', deren Tauchkerne zweck mässig miteinander gekuppelt, insbesondere auf der gleichen Isolierstange angeordnet sind.
Im Eingangskreis eines Überlagerungs- ,empfängers kann Tran auch an Stelle -des Variometers Y eine normale Kurzwellen spule verwenden und diesen Kreis vermit tels des Festkondensators C2 und des Trim mers T2 auf die Mitte des jeweiligen Ban des fest abstimmen, da beide Abstimmkon- densatoren, durch ihre Anordnung auf einer gemeinsamen Achse,
in beiden greisen in der gleichen .Stellung des zu dehnenden Bandes festgehalten -werden. Damit ist allerdings der Nachteil verbunden, dass durch den fest abgestimmten Eingangskreis die Grenzfrequenzen des zu dehnenden Bades etwas stärker gedämpft werden. , Es, ist auch möglich, in Überlagerungs- schaltungen, mit Hochfrequenzvorstufe bzw.
mit Eingangsbandfilter und mit Dreifachab- stimmkondensator, nur den Oszillator- und den Gitterkreis der Mischstufe abzustimmen und den Vorkreis bzw. den Bandfilterein- ga-ngskreis in der beschriebenen Weise fest auf die Mitte des zu dehnenden Bandes ein zustellen. Die Erfindung umfasst auch eine Ein richtung zur Durchführung des erfindungs gemässen Verfahrens.
Sie ist gekennzeichnet durch zwei ko@axiaI zueinander angeordnete Drehkörper, von welchen der eine vom Ab stimmknopf über eine Übersetzung ange trieben wird und ein nach einer mindestens eingängigen Schraubenlinie abgeschnittenes Zylinderstück trägt, wobei dieses Zylinder stück durch den zweiten, in axialer Richtung verschiebbaren Drehkörper abgetastet wird.
Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform ist der zweite Drehkörper mit dem Tauch kern des Variometers und über eine geeignete Übersetzung mit Odem Abstimmkondensator verbunden, wobei dieser zweite Drehkörper beim Übergang von einem gedehnten Band auf -das andere in seiner Drehrichtung so lange freigegeben wird, dass dadurch der Abstimmkondensatör in die dem nächsten Band entsprechende Stellung gedreht und der Kern -des Variometers in die Ausgangs grenzlage zurückgestellt wird.
Dieses Ausführungsbeispiel der erfin dungsgemässen Einrichtung für die Dehnung von beispielsweise vier Kurzwellenbändern sei im folgenden an Hand der Fig. 3 bis 5' ausführlich erläutert.
In Fig, 3 ist die Einrichtung im Schnitt dargestellt. Auf einem Isolierrohr 1 sitzen zwei Spulen (Feinabstimmvariometer) 2 und 3, z.
B. für den Vorkreis und den Oszillator- kreis eines Überlagerungsempfängers, die .jede mit einem verschiebbaren Eisenkern 4 und 5 versehen sind und beispielsweise je .einer Hauptspule parallelgeschaltet oder aber selbst als Kurzwellenspule ausgebildet sein können.
Die gerne 4 und 5 sind auf einem gemeinsamen Keramikstab 6 befestigt, der an seinem vordern Ende in einem Zahnritzel 7 zusammen mit einer Achse 8 festgemacht ist. Die in den Lagerungen 9 und 10 von ,zwei Systemträgern 11 und 12 gelagerte Achse 8 ist in ihrem mittleren Teil fest mit i einem Drehkörper 13 verbunden. Dieser ist mit vier am Umfang verteilten, gleichen, ,mit 14, 15, 16 und 17 versehen, von :denen nur (der mit 16 bezeichnete in !der Fig. 3 sichtbar ist.
Diese sind um je einen im Drehkörper 13 festsitzenden Zapfen 18 schwenkbar und durch je eine Schraube 19 verhältnismässig fest mit dem Drehkörper 13 yerbunden. Der Halter 16 und eine fest mit. ihm verbundene Lasche 16a bilden je eine Gewindehälfte für die Aufnahme einer ,Stiftschraube 22. Zur Sicherung dieser Stiftschraube 22 gegen Verdrehen besitzt die Lasche 16a eine gewisse Vorspannun gegenüber -dem Halter 16, was ein bestimm tes Friktionsmoment ergibt.
Ein am Halter 16 angebrachter Führungsschlitz 24 und ein in diesen eingelassener Exzenter 25, welcher durch den Drehkörper 13 hindurchgeführt. und durch einen Schraubenzieher von .vorn bedienbar ist, gestattet vor dem Festziehen der Schraube 19 eine Feineinstellung des Halters 16 in Umfangsrichtung des Dreh körpers 13. Dadurch kann beim Abgleichen .des Empfängers der Abstimmkondensator 48 auf den genauen Kapa.zitätswert des zu dehnenden Bandes einreguliert werden.
Nach ,dem Anziehen der Schraube 19 ist der Ex- enter 25 fest zwischen die Lasche 16a. und ,den Drehkörper 13 eingespannt, so da.ss der Halter 16 selbst durch die beim Umschah- ,vorgang auftretenden Stösse nicht mehr ver stellt werden kann.
Ferner sind in den Dreh körper 13 diametral gegenüberliegend zwei Tastschrauben 26 eingeschraubt, von denen in der Fig. 3 nur eine eingezeichnet ist, und durch je -eine Mutter 27 gesichert. Zur Rei bungsverminderung ist in die Stirnseite ,dieser Tastschrauben je eine Stahlkugel 28 eingelassen.
Eine auf die Achse 8 drückende Blatt ferlur 29 stösst die Tastschrauben 26 im Sinne ,der Pfeilrichtung X leicht gegen je eine Gleit.Fldichc 30, -welche die Eintauchtiefe -der Eisenkerne 4 und 5 in die Spulen 2 und 3 hestimmen. Diese Gleitflächen sind in Form eines nach einer zweigängigen Schrauben- linie abgeschnittenen Hohlzylinderstückes an beinern weiteren Drehkörper 31
angebracht. D-rselhe ist durch eine Führungsrille 32 für den .\rrtrieb eines Slzalenzeiger-Saitentr-ums 33 ein,-erichtet und kann vom Abstimm- knopf 34 über eine Reibungskupplung (Frik tion) angetrieben werden.
Diese besteht aus eirrg@r reit dem Knopf 34 verbundenen An- lrMrswelle 35, einer zugleich zur Friktions- .sc@r.,ii,+@ 36 ausgebildeten, geschlitzten Füh- rrrrr"-,lriilse 37, einer Friktionsscheibe 38, z - < -i Stellringen 39 und 40 und einer Druck feder 41.
Der Stellring 39 begrenzt das az:Zrle Spiel der Antriebswelle 35, während der Stellring 40 zum Spannen .der Feder 41 dient. Durch,die Feder 41 werden die Kupp- Iungscheiben 36 und 37 seitlich fest an den Rand 42 des Drehkörpers 31 angepresst, so (lall die Drehbewegungen am Knopf 34 durch die auftretenden Reihungskräfte auf den Drehkörper übertragen werden.
Ein in die Antriebswelle 35 eingesetzter Stift 43 greift irr einen Schlitz 44 der Führurrgshiilse 37 girr. Durch diese Anordnung ist die Frik- tionsi#upplung in axialer Richtung freige halten.
Die Reibungskupplung verhindert r,irre sonst dureh unsachgemässes :4Zanipu@ie- ren mögliche Beschädigunng der Abstimm- (@lerrre:rrte und bildet, zugleich die zum be quemen Einstellen einer Station geeignete Übersetzung. Der Abstimmknopf 34 könnte zusätzlich über eine Zahnradübersetzung mit dem Drehkörper 31 gekuppelt sein.
Der Drehkörper 13 ist über eine Zalrn- radüheraetzung 7, 45 und 46 mit der Rotor- < r.elr#e 47 des Abstimmkondensators 48 ver- hunden und erfährt. durch eine auf derselben ruhende Drehfeder 49 ein Drehmoment. Das Zwischenrad 45 ist auf einem Lagerzapfen .i0 gelagert.
Das durch die Drehfeder 49 be wirkte Drehmoment drückt einen am Dreh- körper 13 angebrachten Bolzen 52 gegen einen im Drehkörper 31 befestigten An schlagbolzen 51 und ruft so in der Friktion ein gleich grosses, aber entgegengesetzt ge richtetes Reibungsmoment hervor. Dieses verhindert, dass sich der Drehkörper 31 unter dem Einfluss der Feder 49 aus seiner ver mittels des Abstimmknopfes 34 beliebig einstellbaren Lage verstellen kann, was die zuverlässige Einstellung einer bestimmten Station verunmöglichen würde.
Da, die beiden Drehkörper 13 und 31 durch die Drehfeder 49 und die Anschlagbolzen 51 und 52 elastisch miteinander gekuppelt sind, folgt der Abstimmkondensator 48 allen Drehbewegungen des den Skalenzeiger an treibenden Drehkörpers 31, so dass die Ab stimmung im Lang-, Mittel- und keine Band dehnung aufweisenden Kurzwellenbereich, welche Bereiche einfach als Bereiche ohne Banddehnung genannt werden, in der übli chen Weise durch die Betätigung des Knopfes 34 vorgenommen werden kann. Die ,Übersetzung 7, 45, 46 arbeitet dank der stet ,zwischen der Feder 49 und der Friktion vor handenen Ausgleichskraft vollkommen spiel frei.
Während der Abstimmung in den Be reichen ohne Banddehnung bleiben die Eisenkerne 4 und 5 unverändert in der tStellung, a., da sich die Tastschrauben 26 bei der gleichzeitigen Drehung beider Dreh körper auf der Gleitfläche 30 nicht verschie- 1ben können.
Die Abgl.eichung des Empfän gers im Kurzwellenbereich- ohne Ba.nddeh- ,nung lässt sich durch die Tastschrauben 26 vornehmen, indem beispielsweise ein Hinein schrauben derselben die Induktivität der ,Spulen 2 und 3 vergrössert.
Bei Kurzwellenbanddehnung wird jeweils eine der Stiftschrauben 20 bis 23 durch eine auf einem Hebel 53 drehbar gelagerte Sperr klinke 54 festgehalten. Dadurch wird der Abstimmkondensator 48 in derjenigen Stel lung festgehalten, die dem im -Moment ein gestellten Kurzwellenband entspricht. Der Hebel 53 sitzt fest auf einer drehbaren Achse 55 und trägt an seinem obern Ende einen Lagerzapfen 56 für die Aufnahme der be- weglichen Sperrklinke 54. Die Wirkungs weise dieser Anordnung sei an Hand der Fig. 4, welche die Einrichtung im Aufriss darstellt, eingehend erläutert.
Eine Blatt feder 57 drückt den Hebel 53 gegen einen festen Anschlag 58, während die Sperrklinke 54 an ihrem rechtwinklig abgebogenen Ende 59 in einen auf der Achse 55 drehbar ge lagerten Abtasthebel 60 eingehängt ist. Der Abtasthebel 60, welcher seitlich durch ein Backenpaar 61 möglichst spielfrei geführt ist, wird durch eine Zugfeder 62 mit seiner Nase 63 gegen den Schaft -der Stiftschraube 22 gezogen, welche den Drehkörper 13 in der Umfangsrichtung festhält.
Zur besseren Erklärung der bei Kurz- wellenbanddehnung sich abspielenden Vor gänge, sei angenommen, dass die Einrichtung mit einer Skala gemäss der in Fig. 2 abge bildeten ausgerüstet sei, und dass analog dieser .die gedehnten Kurzwellenbänder mit. den Bezeichnungen III', IV', V' und VI' versehen seien. Die Wirkungsweise der Ein richtung selbst sei an Hand der Fig. 3 und 4 eingehend erläutert.
Im Moment ist auf die obere Grenzfre- quenz von Band V' abgestimmt. Der Dreh kondensator befindet sich daher in Stellung V', während sich die Eisenkerne 4 und 5 in der Stellung b befinden, in welcher die Spulen 2 und 3 die kleinste bei Ban.ddeh- nungsempfang mögliche Induktivität auf weisen. Wird nun der Abstimmknopf 34 im Gegenuhrzeigersinn gedreht, so dreht sich der Drehkörper 31 im Uhrzeigersinn.
Das Vorbeidrehen des Drehkörpers 31 am fest gehaltenen Drehkörper 13 bewirkt eine Auslenkung der elastischen Kupplung im Sinne einer linearen Zunahme der Vario- met.erinduktivität, da sich die mit konstanter Steigung versehenen Gleitflächen 30 an den Tastschrauben 26 varbeidrehen und die Eisenkerne 4 und 5 kontinuierlich in die Spulen 2 und 3 hineingeschoben werden.
Dies ergibt die bei der Abstimmung inner halb eines gedehnten Bandes erwünschte lineare Induktivitätsänderung. Gleichzeitig wird aber durch die Längsverschiebung des Drehkörpers 13 die Stiftschraube 22 an der Nase 63 des Abta.sthebels 60 vorbeigezogen. ;Nenn daher die Eisenkerne 4 und 5 die Endlage c erreicht haben, gibt die Stift sschraube 22 den Abtasthebel 60 frei, und dieser schwenkt unter der Wirkung der Feder 62 einwärts.
Dadurch wird die Sperr klinke 54 an ihrem Ende 59 ausgeklinkt und lässt die Stiftschraube 22 passieren. worauf der freigegebene Drehkörper 13 .seinen Rückstand auf den Drehkörper 31 soweit aufholt, bis die nächste Stiftschraube .23 des Haltens 17 an der Sperrklinke 54 an steht. Das Wiedereinklinken der Sperrklinke ,54 im Hebel 60 wird ermöglicht durch eine Zugfeder 64, welche die ,Sperrklinke unmit telbar nach dem Passieren der auslösenden ;Stiftschraube 22 mit ihrem Ende 59 gegen einen Absatz 65 des .
Hebels 53 zieht. Die herannahende Stiftschraube 23 stösst alsdann ;den Abtasthebel 60 an seiner Nase 63 nach rechts, wodurch. die Sperrklinke 54 beim ,Auftreffen der Stiftschraube 23 arretiert und der Drehkörper 13 in der Stellung fest gehalten wird, die der Stellung des Ab- ,stimmkondensators 48 in Band VI' ent spricht. Die obere Grenzfrequenz dieses Ban des ergibt sich durch die neue Lage b .der Eisenkerne 4 und 5.
Bei der Drehbewegung :des Abstim'mknopfes 34 in der oben er 3vähnten Richtung wiederholt sich der be schriebene Vorgang so oft, als gedehnte Kurzwellenbänder vorhanden sind. Die Ein leitung des Umschaltvorganges lässt sich durch mehr oder weniger weites Hinein schrauben der Stiftschrauben 20 bis 23 in die Halter 14 bis 17 bei der Abgleichung des Empfängers genau einregulieren.
Anders vollzieht sich die Umschaltung auf das benachbarte Kurzwellenband, wenn der Abstimmknopf 34 im Uhrzeigersinn ge dreht wird. Als Ausgangseinstellung der Einrichtung für die Umschaltung bei der Drehbewegung des Abstimmknopfes 34 im Uhrzeigersinn sei wiederum die obere Grenz- frequenz von Band V' angenommen. Zur Bewerkstelligung der Umschaltung von Band V' auf IV' (bzw. IV' auf III', bzw.
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W' <SEP> auf <SEP> V') <SEP> ist <SEP> die <SEP> Einrichtung <SEP> mit <SEP> einem
<tb> m <SEP> die <SEP> Achse <SEP> 66 <SEP> drehbaren <SEP> Schalthebel <SEP> 67
<tb> @@r_,hen. <SEP> Dieser <SEP> Schalthebel <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> ist. <SEP> mit
<tb> i-incT <SEP> uni <SEP> den <SEP> Bolzen <SEP> 68 <SEP> drehbaren <SEP> Schalt <B>69</B> <SEP> versehen, <SEP> welche <SEP> eine <SEP> Drehfeder
<tb> 74) <SEP> unten <SEP> zu <SEP> drücken <SEP> sucht. <SEP> Eine <SEP> Feder
<tb> <B>71</B> <SEP> i.rzenn <SEP> @:
<SEP> am <SEP> Hebel <SEP> 67 <SEP> ein <SEP> im <SEP> Gegenuhr ze3i,-r-i.sinn <SEP> wirkendes, <SEP> verhältnismässig <SEP> grosses
<tb> Drehmoment. <SEP> Im <SEP> Moment <SEP> steht <SEP> die <SEP> Schalt klinke <SEP> 69 <SEP> an <SEP> einem <SEP> festen <SEP> Bolzen <SEP> <B>72,</B> <SEP> so <SEP> .da.ss
<tb> :ich <SEP> das <SEP> ganze <SEP> Hebelsystem <SEP> in <SEP> Ruhe <SEP> befin (Iet. <SEP> Im <SEP> Wirkungsbereieh <SEP> der <SEP> Schaltklinke
<tb> befindet <SEP> sich <SEP> ein <SEP> mit <SEP> der <SEP> Drehkondensa torachse <SEP> 47 <SEP> fest <SEP> verbundenes <SEP> Klinkenrad <SEP> 73
<tb> mit <SEP> vier <SEP> Zähnen <SEP> 74, <SEP> 75, <SEP> 76 <SEP> und <SEP> 77, <SEP> das
<tb> ;
tl)c-r <SEP> im <SEP> Moment <SEP> durch <SEP> die <SEP> Klinke <SEP> 69 <SEP> nicht
<tb> berührt <SEP> wird. <SEP> Am <SEP> Hebel <SEP> 67 <SEP> ist <SEP> noch <SEP> ein
<tb> Schaltnocken <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> angebracht. <SEP> Mit <SEP> dem <SEP> Schalt n <SEP> ocken <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> steht <SEP> der <SEP> mittlere, <SEP> dreier <SEP> im <SEP> Dreh körper <SEP> 31 <SEP> eingelassener <SEP> Bolzen <SEP> 79, <SEP> 80 <SEP> und
<tb> 81 <SEP> in <SEP> Berührung. <SEP> Die <SEP> Bolzen <SEP> 79 <SEP> bis <SEP> 81 <SEP> sind
<tb> je <SEP> in <SEP> einer <SEP> Bohrung <SEP> 82 <SEP> des <SEP> Drehkörpers <SEP> 31
<tb> ,führt, <SEP> wie <SEP> dies <SEP> in <SEP> -den <SEP> Fig. <SEP> 3 <SEP> und <SEP> 5 <SEP> im
<tb> Sehnut <SEP> dargestellt:
<SEP> ist. <SEP> Gegen <SEP> Verdrehen
<tb> .,sind <SEP> die <SEP> Bolzen <SEP> 79 <SEP> bis <SEP> 81 <SEP> durch <SEP> je <SEP> eine <SEP> an
<tb> ihrem <SEP> Vorderteil <SEP> vorhandene <SEP> Anschlagfläche
<tb> ?@ <SEP> 3 <SEP> mid <SEP> einen <SEP> mit <SEP> halbmondförmigen <SEP> Aus sparumren <SEP> versehenen, <SEP> fest <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Dreh körper <SEP> <B>31.</B> <SEP> verbundenen <SEP> Ring <SEP> 84 <SEP> gesichert.
<tb> Eins <SEP> Blattfeder <SEP> <B>85</B> <SEP> drückt <SEP> .die <SEP> Bolzen <SEP> 79 <SEP> bis
<tb> 81 <SEP> mit <SEP> ihrer <SEP> Anseblagfläche <SEP> 83 <SEP> gegen <SEP> den
<tb> Ring <SEP> 84.
<tb> Bei <SEP> der <SEP> Drehbewegung <SEP> des <SEP> Abstimm ktiopfes <SEP> 34 <SEP> im <SEP> Uhrzeigersinn <SEP> ergreift <SEP> der
<tb> Bolzen <SEP> 80 <SEP> den <SEP> Schaltnocken <SEP> 78,
<SEP> wodurch <SEP> der
<tb> Scltaltbehel <SEP> 67 <SEP> im <SEP> Uhrzeigersinn <SEP> ausgelenkt
<tb> und <SEP> die <SEP> Scbaltklinke <SEP> 69 <SEP> vom <SEP> Anschlagbolzen
<tb> 7 <SEP> 2 <SEP> al)hezogen <SEP> wird. <SEP> Dabei <SEP> legt <SEP> sich <SEP> -die
<tb> Scli;iltlzlinlze <SEP> 69 <SEP> mit <SEP> leichtem <SEP> Druck <SEP> auf <SEP> :das
<tb> Iilitikenrad <SEP> 73. <SEP> Wenn <SEP> nun <SEP> die <SEP> Schaltklinke
<tb> (;!<B>)</B> <SEP> ain <SEP> Zalin <SEP> 76 <SEP> ins <SEP> Klinkenrad <SEP> 73 <SEP> eingreifen
<tb> haim, <SEP> ist <SEP> der <SEP> Schalthebel <SEP> 67 <SEP> schliesslich
<tb> ausgelenl@t <SEP> und <SEP> der <SEP> Bolzen <SEP> 80 <SEP> ent @l>r:-:.h <SEP> i-nrl <SEP> im <SEP> Clegenuhrzeigersinn <SEP> verseho dass <SEP> der <SEP> Sehaltnoeken <SEP> 78 <SEP> diesen <SEP> letzteren
<tb> li;i:
.,iFren <SEP> und <SEP> die <SEP> Feder <SEP> 71 <SEP> den <SEP> Schalthebel
<tb> <B>G7</B> <SEP> wieder <SEP> in <SEP> seine <SEP> Ausgangslage <SEP> ziehen
<tb> l;;ii!n. <SEP> Dabei <SEP> wird <SEP> das <SEP> Klinkenrad <SEP> 7 <SEP> 3 <SEP> am Zahn 76 erfasst und mitgedreht. Diese Dre hung überträgt sich vermittels der Über- ssetzung 46, 45, 7 auch auf den Drehkörper 13, wodurch sich der Halter 15 gegen die ;Sperrklinke 54 hin bewegt, welche durch die sstiftschraube 21 mitsamt dem Hebel 5;3 zurückgestossen wird.
Vom Moment der Be- rührung der Stiftschraube 21 mit der Sperr klinke 54 wird der Hebel 53 von seinem Anschlag 58 abgehoben und die Blattfeder 7 gespannt. Durch einen am Hebel 53 an bebrachten Lappen 86 wird auch der Ab tasthebel 60 paus der Bewegungsbahn der Stiftschraube 21 genommen.
Nachdem die Stiftschraube 21 die Sperrklinke 54 passiert hat, drückt die Feder 5 7 den Hebel 53 @viader gegen den Anschlag 58, und die Sperrklinke 54 wird im Abtasthebel 60 wie der eingeklinkt, so dass nach der Freigabe des Zahnes 76 durch -die auf den Bolzen 72 auflaufende Klinke 69 der Drehkörper 13 wiederum in der Stellung festgehalten wird, die der Koirdensatorstellung von Band IV' entspricht. Dies verursacht die vollständige Auslenkung der elastischen Kupplung und hat die Verschiebung der Eisenkerne 4 und 5 in die Stellung c zur Folge.
Beim Weiter drehen des Knopfes 34 im Uhrzeigersinn ,werden die Eisenkerne 4 und 5 kontinuier- ,lieh in die Stellung b verschoben, was eine Induktivitätsverminderung der Abstimm kreise bewirkt. Am Ende jedes Bandes wie derholt sich der Umschaltvorgang in der eben besehriebenen Weise aufs neue, bis ,schliesslich am Ende von Band III' der Skalenzeiger am linken Skalenrand steht und die Abstimmelemente in der bei normalen Empfängern üblichen Weise angehalten wer den.
Der Nocken 78 des Schalthebels 67 ist so ausgebildet, dass die Bolzen 79 bis 81 auf denselben nur bei der Drehbewegung des ,Drehkörpers 31 im Gegenuhrzeigersinn ein- ,%virken können.
Hat also beispielsweise ge rade die Umschaltung von Band V' auf Band IV' stattgefunden, indem der Schalt nocken 78 den Bolzen 80 passiert hat, und nimmt die bedienende Person hierauf am ,Abstimmknopf 34 eine Drehrichtungsände- rung vor, so wird der Bolzen 80 durch den einseitig angeschrägten .Schaltnocken 78 in die Bohrung 82 zurückgedrängt. Die Blatt feder 85 .drückt dann den Bolzen 80 gegen ,die Auflauffläche des .Schaltnockens 78, bis .dieser passiert ist,
worauf der Bolzen 80 wieder in seine Arbeitsstellung schnappt, wie dies in der Fig. 5 dargestellt ist. Gleichzeitig mit diesem Einschnappen erfolgt aber die Umschaltung von Band IV' auf Band V' .durch das Ausklinken der ,Sperrklinke 54, ,so dass die Einrichtung sich wieder in der oben erwähnten Ausgangsstellung befindet. Das rechtzeitige Ausklinken der Sperrklinke 54 ist, wie erwähnt, durch Verstellen .der Stiftschrauben 20 bis 23 zu erreichen.
Beim Empfang in den Bereichen ohne Banddehnung ist es erforderlich, dass der bei Banddehnungsempfang verwendete Mecha nismus ausgeschaltet isst. Dies ist möglich ,dank einer auf der Wellenbereichschalter- achse 86 befestigten Scheibe 87.
Die Um schaltung beispielsweise auf den Kurzwellen bereich ohne Banddehnung hat durch Be tätigung des Schaltknopfes- 88 zu erfolgen, wodurch die,Scheibe 87 aus der gezeichneten Stellung um etwa 30 im Gegenuhrzeigensinn gedreht wird.
Dadurch wird ein am Schalt hebel 67 befestigter Bolzen 89 aus der Ver tiefung 90 der Scheibe 87 herausgehoben und der Schalthebel 67 im Uhrzeigersinn ge dreht, wodurch der Schaltnocken 78 aus der Bewegungsbahn der Bolzen 79 bis 81 ent fernt wird und auf diese nicht mehr einwir ken kann. Gleichzeitig wird .die Schalt klinke 69 vom Anschlagbolzen 72 abgezogen. In der durch den Aussendurchmesser der Scheibe 87 bestimmten Endstellung des Schalthebels 67 läuft die Klinke 69 mit ihrer Unterseite auf einen Bolzen 91 auf und wird auf diese Weise am Eingreifen in das Klinkenrad 73 abgehalten.
Ferner wird der Hebel 53 durch die .Scheibe 87 im Uhr zeigersinn gedreht und dadurch die Sperr klinke 54 aus ider Bewegungsbahn der Stift schrauben 20 bis 23 entfernt. Augenblicklich dreht sich der Drehkörper 13 bis in die Aus- gangsstellung der elastischen Kupplung, in welcher sich der Bolzen 51 und der An schlagbolzen 52 berühren, die Eisenkerne sich in der Stellung a befinden, und der Abstimmkondensator 48 jeder Bewegung des Skalenzeigers folgt.
Die Umschaltung von irgendeinem Wel lenbereich auf Banddehnungsempfang hat wiederum durch Betätigung des Schalt knopfes 88 zu geschehen, wodurch selbst tätig dasjenige Kurzwellenband eingestellt wird, welches der Skalenzeiger auf der Band- spreizungsskala augenblicklich anzeigt. Da durch wird nämlich die Scheibe 87 in die gezeichnete .Stellung zurückgedreht. Daher schwenkt der Hebel 53 wieder in seine Ar beitsstellung und die Sperrklinke 54 in die Bewegungsbahn der Stiftschrauben 20 bis 23.
Ferner fällt der Bolzen 89 in die Ver tiefung 90 der :Scheibe 87, und der Schalt hebel 67 wird durch die Feder 71 im Gegen uhrzeigersinn gedreht. Auf dem Weg, den die Klinke 69 dadurch beschreibt, erfasst sie den nächstliegenden Zahn des. Klinkenrades 73 und dreht dieses im Gegenuhrzeigersinn mit. Diese Drehbewegung wird weiter auf den Drehkörper 13 übertragen und bewirkt die bekannte Auslenkung der elastischen Kupplung.
Die Klinke 69 gibt das Klinken rad 73 erst frei, nachdem .die vorbeidrehen@de Stiftschraube der Sperrklinke 54 erlaubt hat., einzuschwenken, worauf sich der Drehkör per 13 unter der Wirkung der Drehfeder 49 rückwärts dreht, bis diese Stiftschraube von .der Sperrklinke 54 aufgehalten wird. Der Abstimmkondensator 48 befindet sich somit in der dem eingestellten Band entsprechen .den Stellung.
Dank der elastischen Kupp lung zwischen dem Abst.immknopf 34, dein Drehkörper 31 und dem Skalenzeiger einerseits und dem Drehkörper 13 sowie der Kondensatora..chse 47 anderseits, verharren der Drehkörper 31 und der .Skalenzeiger 33 während der Drehung des Klinkenrage: 7 3 in der zuletzt eingestellten Position.
Dadurch verschieben sich die Testschrauben 26 auf den Gleitflächen 30, so dass die Eisenkerne 4 und 5 aus der Stellung a, entsprechend d-er Ska.lenzeigerstellung mehr oder weniger weit in die Spulen 2 und 3 hineingeschoben wer den, und der Empfänger auf diejenige Fre quenz abgestimmt ist, welche der Skalen zeiger augenblicklich auf der Bandsprei- zungsskala anzeigt.