Heurechen.
Die bisher verwendeten Heurechen bestehen aus einem am Stiel festmontierten Rechenkorper. Um Heu in Reihenhaufen zu rechen, hat sich der Heuer entsprechend aufzustellen, was ihm nur das Zusammenrechen von einer bestimmten Seite her erlaubt. Es s ist jedoch zweckmässig und beschleunigt das Arbeiten, wenn mit dem Rechen von der glei- chen Stellung aus nach Belieben links und rechts gearbeitet werden kann. Von Vorteil ist, wenn mit dem Rechen auch andere Heuarbeiten, wie das Aufladen von Heu auf Wagen sowie das Abstreichen von übersch ssigem, auf Wagen geladenem Heu, unabhängig von der Rechts-oder Linkshändig keit des Heuers, gleich gut ausgeführt werden können.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein Heurechen, welcher die Ausfüh- rung von Heuarbeiten erleichtern soll, indem der Rechenkörper am Stiel drehbar angeord- net ist. derart, dass ¯ durch Niederdrücken des Stiels dieser freigegeben wird und in bezug zum Reehenkorper verdreht werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfindungsgegen. stand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und es zeigt :
Fig. 1 eine Ansicht von der Schmalseite,
Fig. 2 eine Ansieht von der Breitseite resp. von vorn,
Fig. 3 eine Draufsicht,
Fig. 4 einen senkrechten Schnitt nach der Linie I-I der Fig. 3, den Stiel um 90 verdreht und
Fig. 5 einen Grundriss des Arretiertellers.
Nach der Zeichnung ist der Heureehen ein sogenannter Heuwender oder Schwarber.
Der Heurechen wird'durch einen stangenarti- gen, mit Zinken 2 versehenen Rechenkörper 1 und dem schräg g zu letzterem angeordneten Stiel 3 gebildet. Der Stiel ist in bezug auf den Rechenkörper drehbar angeordnet. Von der normalen Stellung A in Fig. 3, die durh ausgezogene Linien angegeben ist, kann er in die durch strichpunktierte Linien vermerkten Stellungen B, C und D gedreht werden. In der Stellung A kann der Rechen zum geraden Heranziehen gegen den Heuer, zum Transportieren von Heu, zum Aufladen von Heu auf Wagen und zum Abstreichen von ber schüssigem Heu von Wagen verwendet werden.
In der Stellung B beim Reihenhäufeln, zum Heranziehen von Heu von der linken Seite, in der Stellung (7 dagegen von der rech- ten Seite. In der Stellung D, wo der Stiel 3 in Längsrichtung des Rechenkörpers 1 ver- läuft, nimmt der Rechen sehr wenig Platz in Anspruch,wa'szumAufbewahrendesselben besonders vorteilhaft ist. Das Verstellen des Stiels 3 kann durch einfaches Niederdr cken des letzteren, zwar wenn die Zinken auf dem Boden stehen, bewirkt werden.
Der Stellmechanismus ist in einer abge stuften Ausnehmung 4 in der Mitte des Rechenk¯rpers 1 angeordnet. Der Stiel 3 besitzt an seiner dem Rechenkorper 1 zugekehrten Seite ein gebogenes, durch eine Rundstange gebildetes Verbindungsglied 5, welches durch die Führungsbüchse 6 der Deckplatte 7 fuhrt und mit ihrem Endteil in die an der untern Seite des Rechenk¯rpers 1 eingesetzte Lagerbüchse 8 lose eingreift. Die Deckplatte 8 überbrückt am obern Ende die Ausnehmung 4 und ist mittels der Schrauben 9 am. Rechen- körper festmontiert.
An der innern Seite der Deckplatte 7 sind zwei einander gegenüber- liegende, nach unten vorstehende Haltezapfen 10 festgelegt, welche in entsprechende Locher 11 des Sttelltellers 1'2 eingreifen. Der Stell- teller 1'2 ist mit seiner Führungshülse 13 in der Ausnehmung 4 durch einen Stiften 14 am unmittelbar unter der Deckplatte 7 liegenden Teil des Verbindungsgliedes 5 be festigt.
Gegen den Teller 12 dr ckt die ber das Verbindungsglied 5 und die F hrungsh lse 13 geschobene Schraubenfeder 15, zwar so, daB der Teller mit des Verbindungsglied 5 s, tets nach oben, in die in Fig. 1ù4 ge- zeichnete Lage gedrückt wird, in welcher die Haltezapfen 10 in die Locher 11 greifen und damit in Eingriff mit dem Teller 1'2 stehen.
Stellt man den Rechen ab, zwar so, daB die Zinken 2. auf dem Boden aufliegen und dr ckt den Stiel 3 nach unten, so wird aucl das Verbindungsglied 5 und der Teller 12 mitgenommen und damit letzterer ausser Ein- griff der Haltezapfen 10 gebracht. Der Stiel 3 kann alsdann auf den Rechenkörper 1 verdreht werden. Die Schraubenfeder 1 & ist bei diesem Niederdrücken zusammengedrückt worden. Lässt man den Stiel wieder los, so schnappt der Teller 12 nach oben unid die Haltezapfen 10 kommen wieder in Eingriff mit den zugeh¯rigen Locher 11, sodaB der Stiel unverrückbar am Rechenkörper gehalten wird. Dieses Verdrehen erfolgt nach eini- ber ¯bung sehr rasch und leicht.
Das Finden der geeigneten Locher 11 lϯt sich ebenfalls ohne Zeitverluste vornehmen, sobald man über die Stielstellungen einigermaBen im Bilde ist.
Dank der Verdrehbarkeit des Stiels 3 kann der Rechen für verschiedene Arbeiten beim Heuen verwendef werden. Aan kann z. B. längs einer Haufenreihe marschieren und abwechslungsweise von links und, rechts her das auf dem Boden liegende Heu zu Rei henhaufen aufschichten, wenn entsprechende Stellungswechsel des Stiels vorgenommen werden. Ist der Stiel verdreht, sei es i, n Stellung B oder C, so kann auch das Aufladen von Heu auf Wagen sowie das Abstreichen von über schüssigem Eeu von aufgeladenen Wagen durch Links-oder Rechtshänder vorgenommen werden.
Der Rechen eignet sieh f r Links-odeur Rechtshänder gleich gut.