CH247685A - Haltbare Textilveredelungsdruckmasse. - Google Patents

Haltbare Textilveredelungsdruckmasse.

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CH247685A
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06QDECORATING TEXTILES
    • D06Q1/00Decorating textiles
    • D06Q1/08Decorating textiles by fixation of mechanical effects, e.g. calendering, embossing or Chintz effects, using chemical means

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Description


  Haltbare     Textilveredelungsdruckmasse.       Es ist bekannt, Damasteffekte     bezw.    Ka  ltinder- oder     Gaufrageeffekte    zu erzeugen  durch     Aufdrucken    von     Formaldehvdharn-          stoffvorkondensaten    und sauren Katalysato  ren, Trocknen, Kaltindern und Kondensieren,  worauf nach dem Waschen und Trocknen  hochglänzende gemusterte Effekte neben  matten unbedruckten Stellen erhalten werden.  Der Effekt beruht darauf, dass die harzfreien  Stellen beim Waschen ihren     Kalandereffekt     im Gegensatz zu den     bedruckten    Stellen ver  lieren.  



  Es ist ferner bekannt, dass man     Kalander-          bezw.        Gaufrageeffekte    -anstatt mit Kunst  harzen auch durch Imprägnieren mit Lösun  gen von Formaldehyd und sauren     Katalyten     in der Hitze     fixieren    kann und dass diese Art  der Fixierung noch waschechter ist. Hingegen  würde die Erzeugung gemusterter Effekte  auf diesem Wege durch Bedrucken mit Form  aldehydlösungen auf     Schwierigkeiten    stossen,  weil die gebräuchlichen Verdickungsmittel  mit dem Formaldehyd reagieren und auf der  Faser waschfest     fixiert    würden, wodurch eine  bleibende, unerwünschte Versteifung der be  druckten Stellen die Folge wäre.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft nun  eine haltbare     Textilveredlungsdruckmmse,     enthaltend Formaldehyd     bezw.        mindestens     eine Formaldehyd abgebende Substanz, einen  sauren     Katalyten    und     mindestens    ein Ver  dickungsmittel, die dadurch gekennzeichnet  ist, dass die Druckmasse eine Substanz ent  hält, die mit dem Formaldehyd     unter    Bil-         dung    von nicht     auswaschbaren        Produkten    zu  reagieren vermag, und dass diese Substanz bis  1,5 Gewichtsprozent der Druckmasse aus  macht.

   Mit einer solchen     Druckmasse    lassen  sich dauerhafte gemusterte Kaltinder-     bezw.          Gaufrageeffekte,    insbesondere waschfeste  Damasteffekte, und zwar auch farbig ge  musterte Effekte, z. B. helle, glänzende  Effekte auf farbigem     Grund    erzielen.  



  Die Druckmasse nach der Erfindung kann  zum Teil mit Formaldehyd reaktionsfähig  Verdickungsmittel enthalten. Das Ver  dickungsmittel kann z. B. aus wasserlöslichen       Celluloseäthern    bestehen, die an und für sich  zwar mit dem     Formaldehyd    nicht reagieren,  aber bekanntlich     stets    geringe Mengen von  Substanzen enthalten, die mit dem Form  aldehyd unter Bildung von     nicht.auswasch-          baren    Substanzen reagieren, was wohl an der  nie vollkommen erreichbaren     Verätherung     liegt.

   Als wasserlösliches     Celluloseäther     kommt vorteilhaft     Cellulosemethyläther    oder       -äthyläther    in Betracht. Solche Verdickungs  mittel eignen sich für sich allein oder     im:          Gemisch    mit den üblichen Verdickungsmit  teln, die durch Formaldehyd auf der Faser  fixiert werden, wie Stärke,     Traganth,    Bri  tisch Gummi usw., wobei sich je nach dem  Mischungsverhältnis durch geeignete Anwen  dung der Druckmasse jeder gewünschte Ver  steifungsgrad der bedruckten Stellen erzielen  lässt.  



  Die     Druckmasse    gemäss der Erfindung  kann aber auch ein Verdickungsmittel ent-      halten, das ausschliesslich aus einer mit dem  Formaldehyd     unter    Bildung     nicht        auswasch-          barer    Produkte reagierenden Substanz be  steht.  



  Als mit dem Formaldehyd reagierende  Substanz eignet sich     Johannisbrotkernmehl,     das bereits in geringen Mengen so stark ver  dickend     wirkt,    dass deren     Fixierung    auf der  Faser nicht zu einer     unerwünschten    Verstei  fung führt. Wird als Verdickungsmittel und       gleichzeitig        mit    dem Formaldehyd reagie  rende     Substanz    ausschliesslich     Johannisbrot-          kernmehl    vorgesehen, so beträgt dessen  Menge zweckmässig etwa 1,2%, bezogen auf  die ganze     Druckmasse.     



  Als Formaldehyd     abgebende    Substanzen  eignen sich z. B.     N-Oxymethylsäureamide,    z.  B.     Methylolformamid,    sowie die     quaternären     Verbindungen     aus        niederaliphatischen        Chlor-          .methyläthern,    die die Fasern an den bedruck  ten Stellen gleichzeitig     animalisieren,    das  heisst für die Aufnahme von Wollfarbstoffen  empfänglich machen.

   Diese Eigenschaft ist  wesentlich für das bereits     erwähnte,    etwaige  nachträgliche Einfärben der durch Anwen  dung der Druckmasse     erzeugten        Effekte.     Dieses nachträgliche     Einfärben    kann jedoch  z. B. auch mit     substantiven    und     Indigosol-          farbstoffen    erfolgen, da die     mit    Formaldehyd  behandelten Stellen ihrerseits gegenüber  diesen Farbstoffen reservieren. Es können  jedoch auch zusammen mit der Druckmasse  Farbstoffe,     bezw.        Farbstoffpigmente,    z. B.

         Indigosolfarbstoffe        bezw.        Küpenfeinpigmente     bedruckt werden. Auch können die erhaltenen       gemusterten    Gewebe zum Schluss noch nach  Bedarf appretiert werden.         Beispiele:       1.

   Eine Druckmasse, bestehend aus 7,5 g  Kartoffelstärke, 12,5g wasserlöslicher     Me-          thylcellulose,    die höchstens 10 % an mit Form  aldehyd reagierenden Substanzen aufweist,  75 g Weinsäure, 250 am' Formaldehyd,  40%ig und 655     em3    Wasser, eignet sich be  sonders zum Bedrucken von     Zellwoll-Cre-          tonne,    welche nach dem Bedrucken mit einer  150  C heissen     Kalanderwalze        kalandert,    hier-    auf 9 Minuten auf 140 C erhitzt, kalt ge  spült und schliesslich bei etwa 60 C geseift  wird. Man erhält so     glatte,    glänzende     Effekte     auf mattem Grund.  



  2. Eine Druckmasse, bestehend aus 60 g  wasserlöslicher     Methylcellulose,    die höchstens  <B>10%0</B> an mit Formaldehyd     reagierenden    Sub  stanzen aufweist, 30 g     Oxalsäure,    200 cm'  Formaldehyd, 40%i g, und 710 cm" Wasser,  eignet sich besonders zum Bedrucken von       Crepe-Satin    aus     Viskosekunstseide,    welche  nach dem     Bedrucken    getrocknet, mit einer  120 C heissen Walze     kalandert,    hierauf 20  Minuten auf 120 C erhitzt, erst mit kaltem,  dann mit heissem Wasser gespült und schliess  lich mit einem     substantiven    Farbstoff ge  färbt wird.

   Es lässt sich     damit    auf tief ge  färbtem     Grind    ein schwach gefärbtes, glän  zendes Dessin erzielen.  



  3. Eine Druckmasse, bestehend aus 10 g       Johannisbrotkernmehl,    20 g     Oxalsäure,     150     cm'    Formaldehyd, 40%ig, 4 g blassem       Antrachinon-Küpenfarbstoff    und 820 cm\  Wasser, eignet sich besonders zum Bedrucken  einer     Cretonne,    welche in Kette und Schuss       aus    Mischgespinsten -     Baumwolle-Zellwolle     - besteht.

   Diese wird nach dem     Bedrucken     getrocknet,     mit    einem     Friktionskalander          friktioniert,    hierauf 15 Minuten auf 140  C  erhitzt, mit kaltem und schliesslich     mit     heissem Wasser gespült. Man erhält damit  auf mattem     Grund    ein hellblaues, glänzendes  Muster.  



  4. Eine Druckmasse, bestehend aus 25 g  wasserlöslichem     Celluloseäther,    der höchstens  <B>10%</B> an mit Formaldehyd reagierenden Sub  stanzen aufweist, 150 g     Äthyloxymethylpyri-          diniumchlorid    und 825 cm' Wasser, eignet  sich besonders zum     Bedrucken    von     Crepe    de       Chine    aus Kupferkunstseide. Diese wird  nach dem Bedrucken getrocknet, mit einer       Gaufragewalze        kalandert,    4 Minuten auf  170  C erhitzt, kalt     gespült    und hierauf mit  einem     Säurefarbstoff    gefärbt.

   Damit lässt  sich auf     ungefärbtem        ungaufriertem    Grund  ein farbiger, permanenter     Gaufrageeffekt    er  zielen.      5. Eine Druckmasse, bestehend aus 5 g  Weizenstärke, 20 g wasserlöslicher     Ilethyl-          cellulose,    die höchstens     10%    an mit Form  aldehyd reagierenden Substanzen aufweist,  60g Weinsäure und 915 cm' einer Lösung,  die 100 g     Methylolformamid    und 65 g freien  Formaldehyd pro Liter enthält, eignet sich  besonders zum Bedrucken von     Zellwollbattist.          Die"er    wird nach dem Bedrucken getrocknet,

         mit    einer     130     C heissen Walze     kalandert,     hierauf 8 Minuten auf 150  C erhitzt, mit  kaltem     "##@'asser    bespült und schliesslich bei  70  C geseift. Damit lässt sich auf mattem       Grrund    ein glänzendes Dessin erreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Haltbare Textilveredlungsdrucl#:masse, ent haltend Formaldehyd bezw. mindestens eine Formaldehyd abgebende Substanz, einen sau ren Isat.alvten und mindestens ein Ver dickungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmasse eine Substanz enthält, die mit dem Formaldehyd unter Bildung von nicht auswaschbaren Produkten zu reagieren vermag, und dass diese Substanz bis 1,5 Ge wichtsprozent der Druckmasse ausmacht. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Druckmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet dass das Verdickungs mittel ausschliesslich aus einer mit Formalde hyd reagierenden Substanz besteht. 2. Druckmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie sowohl mit Formaldehyd reaktionsfähige, als auch mit diesem nicht reaktionsfähige Verdickungs mittel enthält. 3. Druckmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie als Ver dickungsmittel wasserlösliche Celluloseäther enthält. 4. Druckmasse nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass sie als Ver dickungsmittel Cellulosemethyläther enthält. 5.
    Druckmasse nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass sie als Ver dickungsmittel Celluloseäthyläther enthält. 6. Druckmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie als mit dem Formaldehyd reagierende Substanz Johan- nisbrotkernmehl enthält. 7. Druckmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie als mit dem Formaldehyd reagierende Substanz Stärke enthält. B.
    Druckmasse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 6, dadurch gekenn zeichnet, da.ss sie als Verdickungsmittel und gleichzeitig mit dem Formaldehyd reagie rende Substanz ausschliesslich Johannisbrot- kernmehl in einer Menge von 1,2%, bezogen auf die ganze Druckmasse, enthält. 9. Druckmasse nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass sie als Verdickungsmittel aus schliesslich Cellulosemethyläther enthält.
    10. Druckmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie als formalde- hydabgebende Substanz mindestens ein N- Oxy methylsäureamid enthält. 11. Druckmasse nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie als formaIde- hydabgebende Substanz Methylolformamid enthält.
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