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Verfahren zur Verbesserung der textilen Eigenschaften, insbesondere der
Nass-und Trockenknitterfestigkeit von zellulosehaltigem Textilgut
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bei Temperaturen von 50 bis 100 C erfolgen.
Als auf die Zellulose quellend wirkende Salzlösung eignen sich wässerige Lösungen von Metallsalzen, insbesondere Zinkchlorid, ferner Zinkrhodanid, Calciumrhodanid, Lithiumbromid und Magnesiumperchlorat in Mengen von 5 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Behandlungsbad.
Als Vernetzungsmittel für die Zellulose eignen sich solche, die mit oder ohne Zusatz eines sauren oder alkalischen Katalysators bei erhöhter Temperatur mit der Zellulose unter Brückenbildung reagieren. In Frage kommen in erster Linie sogenannte Reactantharze, d. h., Produkte, die keine Harze im herkömmlichen Sinn bilden, sondern mit den Hydroxylgruppen der Zellulose unter Brückenbildung reagieren. Solche Verbindungen sind z. B. cyclische Dimethylolharnstoffverbindungen, wie Dimethylolver-
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3-Dime-Epichlorhydrin ; Acetale, z. B. Reaktionsprodukte aus Formaldehyd und Diäthylenglykol ; Dimethylol- monocarbamate, z. B.
Dimethylolmethylcarbamat ; Pyridiniumverbindungen von Chlormethyläthern, Di- vinylsulfonderivate, Tris- (l-aziridinyl)-phosphinoxyd und Hexamethylendiäthylenharnstoff.
Dem zweiten Behandlungsbad können gegebenenfalls die üblichen sauren oder potentiell sauren Ka- talysatoren, z. B. Oxal- oder Zitronensäure, Magnesiumchlorid, Zinkfluoborat, Magnesiumperfluoborat, Diammonsulfat, Zinknitrat, zugesetzt werden. In gewissen Fällen, z. B. bei Anwendung von Divinylsulfonderivaten als Vernetzungsmittel, werden alkalische Katalysatoren, z. B. Soda, zugesetzt.
Es ist vorteilhaft, auf das Textilgut auch handelsübliche kationaktive bzw. substantive Weichmacher oder Ketenweichmacher zu applizieren. Dieselben können vor der ersten, zwischen der ersten und zweiten oder nach der zweiten Imprägnierbadbehandlung auf das Gewebe aufgebracht werden oder aber den Imprägnierbädern direkt zugesetzt werden, soweit dies die Badzusammensetzungen zulassen. Dem zweiten Imprägnierbad können auch Appreturmittel, welche der Ware einen steiferen und volleren Griff verleihen, wie Polyvinylalkohol, Stärke, modifizierte Stärke, zugesetzt werden. Ferner empfiehlt es sich, dem zweiten Imprägnierbad ein Netzmittel zuzusetzen, z. B. 1 g/l Triton x-I00 (nichtionogenes Netzmittel der Röhm & Haas & Co., Philadelphia, U. S. A.).
Nach der zweiten Imprägnierbadbehandlung kann das Textilgut vor bzw. nach der Erhitzung auch einer Kalandrierung unterworfen werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren lässt sich auf zellulosehaltiges Fasermaterial enthaltenden textilen Flächengebilden aller Art anwenden. Es eignen sich in erster Linie Gewebe oder Gewirke aus nativer Zellulose, wie Baumwolle, oder auch Gewebe und Gewirke aus regenerierter Zellulose oder Zellulosederivaten, sowie Mischgewebe aus diesen Faserarten. Ferner können auch Mischgewebe aus Zellulose mit andern nativen oder synthetischen Fasern verwendet werden.
Es hat sich ferner gezeigt, dass die Festigkeitsabnahme von zellulosehaltigen Textilgeweben ganz erheblich vermindert werden kann, wenn die Vernetzungen in der ersten oder zweiten Verfahrensstufe oder beiden unter stark erhöhter Spannung der Gewebe durchgeführt werden.
Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht demnach darin, dass zellulosehaltige Gewebe nach mindestens einer der beiden Imprägnierbadbehandlungen unter starker Spannung bis auf bzw. nahe an die Masse es unbehandelten Ausgangsgewebes getrocknet bzw. erhitzt werden.
Die geringste Festigkeitsabnahme wird in der Regel erzielt, wenn das Gewebe sowohl nach der ersten als auch nach der zweiten Imprägnierbadbehandlung unter starker Spannung getrocknet bzw. erhitzt wird. Gute Resultate werden aber auch erzielt, wenn die Trocknung bzw. Erhitzung nur nach einer der beiden Imprägnierbadbehandlungen unter starker Spannung des Gewebes vorgenommen wird, während sie nach der andern Imprägnierbadbehandlung unter normaler Spannung erfolgt.
Die Spannung des Gewebes während des Trocknens oder Erhitzens erfolgt in der Richtung, in welcher es geringere Festigkeit aufweist. Die meisten Baumwoll-Hemdenstoffe, für deren Ausrüstung das vorliegende Verfahren besonders geeignet ist, weisen im Schuss eine geringere Fadenzahl als in der Kette auf, weshalb sie in der Schussrichtung der starken Spannung unterworfen werden.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert :
Für sämtliche Beispiele wurde ein nach den üblichen Methoden mercerisierterund gebleichter Baumwoll-Imitat-Popeline folgender Rohgewebe-Einstellung verwendet :
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<tb>
<tb> Fadenzahl <SEP> pro <SEP> 1/4 <SEP> franz. <SEP> Zoll <SEP> : <SEP> Kette <SEP> 34 <SEP> Schuss <SEP> 17
<tb> Garn <SEP> Nummer <SEP> engl. <SEP> : <SEP> Kette <SEP> 40 <SEP> Schuss <SEP> 30
<tb>
Knitterwinkel des mercerisierten und gebleichten Gewebes :
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<tb>
<tb> Mittel <SEP> von <SEP> Kette <SEP> und <SEP> Schuss, <SEP> trocken <SEP> : <SEP> 47u <SEP>
<tb> Mittel <SEP> von <SEP> Kette <SEP> und <SEP> Schuss, <SEP> nass <SEP> :
<SEP> 630 <SEP>
<tb>
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Die Knitterwinkelbestimmungen wurden durchwegs wie folgt durchgeführt :
Aus den zu prüfenden Geweben werden in Kett- bzw. Schussrichtung Streifen von 5 cm Länge und
3 cm Breite fadengerade herausgeschnitten. Diese Streifen werden während 24 h bei 210C und 65% rela- tiver Feuchtigkeit konditioniert. Die Streifen werden nun auf einen sauberen Objektträger gelegt, jei weilen ein Teil des Streifens parallel zur Schmalseite, 1 cm vom Streifenende entfernt nach oben um
1800 umgebogen, worauf der Streifen mit einem zweiten Objektträger zugedeckt und während 1 h mit einem Gewicht von je 1 kg belastet wird.
Schliesslich werden die Prüflinge im Klimaraum auf eine Glas- platte ausgelegt und nach 1/4 stündiger Erholung die durch die gefalteten Streifen gebildeten Winkel ge- messen. Man erhält so die Trockenknitterwinkel. Es werden aus beiden Geweberichtungen jeweilen mehrere Streifen herausgeschnitten und geprüft und dann die Mittelwerte angegeben.
Zur Nassknitterwinkelmessung werden die Streifen vor dem Umbiegen 10 min bei Raumtemperatur in Wasser, dem pro Liter 1 g Netzmittel, z. B. Erkantol (Farbenfabriken Bayer) zugesetzt wird, einge- legt, das überschüssige Wasser auf einer Laboratoriumwringmaschine mit zwei Weichgummiwalzen un- ter leichtem Druck gleichmässig abgepresst und die Streifen dann nass auf die Objektträger aufgelegt.
Im weiteren verfährt man wie bei der Bestimmung der Trockenknitterwinkel.
Die Flüssigkeitsaufnahme betrug bei allen nachfolgenden Beispielen - bezogen auf das Gewicht der lufttrockenen Ware - 80 - 90% bei der ersten und 70 - 75ao bei der zweiten Imprägnierung.
Beispiel l : Das Gewebe wurde mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethyloläthylenharnstoff <SEP> 50% <SEP> ige <SEP> Iösung <SEP> 120 <SEP> g
<tb> Zinkchlorid <SEP> pulv. <SEP> 150 <SEP> g <SEP>
<tb>
imprägniert, abgepresst, dann unter Spannung in Kett- und Schussrichtung während 4 min der Einwirkung von Heissluft von 800C ausgesetzt, mit kaltem Wasser gewaschen und wieder unter Spannung getrocknet.
Anschliessend wurde das Gewebe mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> "Fixapret <SEP> TN"
<tb> (Triazonharz <SEP> der <SEP> Badischen <SEP> Anilin-u. <SEP> Sodafabrik- <SEP>
<tb> reg. <SEP> Warenzeichen) <SEP> 130 <SEP> g
<tb> Magnesiumchlorid <SEP> krist. <SEP> 13 <SEP> g
<tb>
imprägniert, gleichmässig scharf abgepresst, unter Spannung bei 70 - 800C getrocknet, während 4 min bei 1500C erhitzt, mit einer wässerigen Lösung, enthaltend] g/l Soda calc. und 1 g/l Fettalkoholsulfat, bei 600C gewaschen, mit kaltem Wasser gespült und unter Spannung getrocknet. Das so behandelte Gewebe wies Trockenknitterwinkel von 1350, Nassknitterwinkel von 1420 auf ; die Knitterwinkelangaben sind Mittelwerte von Kette und Schuss.
Beispiel 2 : Das Gewebe wurde vorerst mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethylolpropylenharnstoff <SEP> 500/0ige <SEP> Lösung <SEP> 120 <SEP> g
<tb> Zinkchlorid <SEP> pulv. <SEP> 100 <SEP> g <SEP>
<tb>
imprägniert, abgepresst, unter Spannung während 2, 5 min der Einwirkung von Heissluft von 1000C ausgesetzt, mit kaltem Wasser gründlich gewaschen und unter Spannung getrocknet.
Hernach wurde das Gewebe mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethylolpropylenharnstoff <SEP> 50% <SEP> lge <SEP> Lösung <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Katalysator <SEP> PR <SEP> (Zinknitrat <SEP> enthaltendes
<tb> Produkt <SEP> der <SEP> Ciba, <SEP> Basel) <SEP> 10 <SEP> g
<tb>
imprägniert, abgepresst, bei 700C getrocknet, während J, 5 min bei 1700C erhitzt, mit einer wässerigen
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und Fettalkoholsulfat, Sandoz, Basel) bei 600C gewaschen, mit kaltem Wasser gespültund unter Span- nung getrocknet. Es wurden hiebei folgende Knitterwinkel erzielt : trocken] 530, nass 1450.
Beispiel 3 : Das Gewebe wird zunächst imprägniert mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Quaker <SEP> Reactant <SEP> 53
<tb> (Glykolpolyacetal <SEP> Quaker <SEP> Chemical
<tb> Prod. <SEP> Corp.) <SEP> 140 <SEP> g
<tb> Zinkchlorid <SEP> pulv. <SEP> 250 <SEP> g
<tb>
abgepresst, während 1, 5 min der Einwirkung von Heissluft von 1200C ausgesetzt, mit kaltem Wasser gewaschen, kurz mit 10 ml Essigsäure conc. pro Liter gesäuert, neutralgewaschen und getrocknet.
Anschliessend wurde das Gewebe mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethylolmethylcarbamat <SEP> tige <SEP> Lösung <SEP> 140 <SEP> g
<tb> Magnesiumchlorid <SEP> krist. <SEP> 16 <SEP> g
<tb>
imprägniert, abgepresst, bei 800C getrocknet, während 2, 5 min bei 1600C erhitzt, mit einer wässeri- gen Lösung, enthaltend 1 g/l Hostapal C (nichtionogenes Waschmittel der Farbwerke Hoechst, Frank- furt a. M.) und 1 g/l Soda calc. bei 700C gewaschen, kalt gespült, unter Spannung getrocknet. Hie- bei wurden Trockenknitterwinkel von im Mittel 1480 und Nassknitterwinkel von im Mittel 1500 er- zielt.
Beispiel 4 : Das Gewebe wurde vorerst mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethylolmethylcarbamat <SEP> age <SEP> Lösung <SEP> 150 <SEP> g
<tb> Zinkchlorid <SEP> pulv. <SEP> 200 <SEP> g
<tb>
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In der zweiten Stufe wurde das Gewebe mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethyloldioxyäthylenharnstoff <SEP> 50%ige <SEP> Lösung <SEP> 70 <SEP> g
<tb> Katalysator <SEP> PR <SEP> 10 <SEP> g <SEP>
<tb>
imprägniert, abgepresst, bei 700C getrocknet, während 2, 5 min bei 1600C erhitzt, mit einer wässerigen Lösung, enthaltend 1 g/l Soda calc. und 1 g/l Fettalkoholsulfat bei 600C gewaschen, mit kaltem Wasser gespült und unter Spannung getrocknet.
Die hiebei erzielten Knitterwinkel betrugen : trocken 1480, nass 1490,
Beispiel 5 : Für die erste Imprägnierung des Gewebes wurde eine wässerige Lösung verwendet, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethyloläthylenharnstoff <SEP> 50%igue <SEP> Lösung <SEP> 140 <SEP> g
<tb> Calciumrhodanid <SEP> krist. <SEP> 3 <SEP> HO <SEP> 350 <SEP> g <SEP>
<tb> Katalysator <SEP> PR <SEP> 14 <SEP> g
<tb>
Das damit getränkte Gewebe wurde gleichmässig abgepresst, während 8 min der Einwirkung von warmer Luft von 600C ausgesetzt, mit kaltem Wasser gespült und unter Spannung getrocknet.
Hierauf wurde das Gewebe mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethylolmethylcarbamat <SEP> 50%ige <SEP> Lösung <SEP> 120 <SEP> g
<tb> Katalysator <SEP> PR <SEP> 10 <SEP> g <SEP>
<tb>
imprägniert, abgepresst, bei 900C vorgetrocknet, während 2 min bei 1600C erhitzt, mit einer wässerigen Lösung, enthaltend je 1 g/l Fettalkoholsulfat und Soda, bei 700C gewaschen, kalt gespült, unter Spannung getrocknet. Durch diese Behandlung wurden Knitterwinkel erzielt, welche im Mittel trocken 1240, nass 1320 betrugen.
Beispiel 6 : Das Gewebe wurde mit einer wässerigen Lösung imprägniert, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> "FixapietTN"MO <SEP> g
<tb> Zinkihodanid <SEP> 150 <SEP> g
<tb>
gut abgepresst, 3 min bei 1] 0 C getrocknet, mit kaltem Wasser gespült und unter Spannung getrocknet.
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Für die zweite Imprägnierung wurde eine wässerige Lösung verwendet, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethyloldioxyäthylenharnstoff <SEP> 50% <SEP> igue <SEP> Lösung <SEP> 90 <SEP> g
<tb> Magnesiumchlorid <SEP> krist. <SEP> 10 <SEP> g
<tb>
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de Knitterwinkel erzielt : trocken 1220, nass 1430.
Beispiel 7: Das Gewebe wurde mit einer wässerigen Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Lithiumbromid <SEP> 150 <SEP> g
<tb> Tris <SEP> (l-aziridinyl) <SEP> phosphinoxyd <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Zinkborfluorid <SEP> 6 <SEP> g <SEP>
<tb>
imprägniert, abgepresst und während 4 min der Einwirkung von Heissluft von 1400C ausgesetzt.
Nach gründliche Waschen mit kaltem Wasser und Trocknen unter Spannung wurde mit folgender wässeriger Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethylolpropylenharnstoff <SEP> 507oige <SEP> Lösung <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Magnesiumchlorid <SEP> krist. <SEP> 10 <SEP> g
<tb>
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<tb>
<tb> 500CZinkchlorid <SEP> krist. <SEP> 150 <SEP> g <SEP>
<tb> Dimethylolmethylcarbamat <SEP> age <SEP> Lösung <SEP> 140 <SEP> g
<tb>
imprägniert, abgepresst, ein Teil des Gewebes wurde unter normaler, ein anderer Teil unter stark erhöhter Spannung in Schussrichtung während] min bei 1250C getrocknet, beide Varianten wurden mit kaltem Wasser gewaschen und dann unter leichter Spannung getrocknet.
Anschliessend wurden die beiden Gewebe in der zweiten Verfahrensstufe mit einer wässerigen Lösung, enthaltendpro Liter
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<tb>
<tb> "Permafresh"SW
<tb> (Triazonreactant-Sun <SEP> Chemical <SEP> Corp.) <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Katalysator <SEP> PR
<tb> (Zinknitrat <SEP> enthaltendes <SEP> Produkt <SEP> der <SEP> Ciba <SEP> AG.) <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Tritonx-] <SEP> 00 <SEP>
<tb> (Netzmittel <SEP> der <SEP> Rohm <SEP> & <SEP> Haas <SEP> Cy.) <SEP> 1 <SEP> g
<tb>
imprägniert, gleichmässig abgepresst und von jeder der zuvor unter normaler bzw.
unter stark erhöhter Spannung getrockneten Varianten je ein Teil unter normaler Spannung, ein weiterer unter stark erhöhter Spannung in Schussrichtung bei 800C vorgetrocknet, bei ] 600C 2 min kondensiert, mit 1 g/l Fettalkoholsulfat plus] g/l Soda bei 600C gewaschen, kalt gespült und nach dem Abpressen unter leichter Spannung getrocknet.
Die hiebei resultierenden Varianten wurden anschliessend auf dieReissfestigkeit in Schussrichtung geprüft (Streifenbreite 2, 5 cm).
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merc., gebleicht (Ausgangsmaterial) 23,3 100 640 620 In der ersten und zweiten Stufe unter normaler Spannung
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In der ersten Stufe unter stark erhöhter Spannung getrocknet 16, 1 69 1420 1440 In der zweiten Stufe unter stark erhöhter Spannung getrocknet 17,3 74 1370 1390 In der ersten und zweiten Stufe unter stark erhöhter Spannung getrocknet 17,7 76 1370 1260
Die Knitterwinkel werden durch die Trocknung bzw. Kondensation unter stark erhöhter Spannung leicht herabgesetzt. Trotzdem resultieren nach der oben beschriebenen Verfahrensweise auch dann deutlich erhöhte Reissfestigkeiten, wenn die Festigkeit der Gewebe auf gleiche Knitterwinkel bezogen wird.
Die folgenden weiteren Beispiele geben einige Kombinationen an in der Anwendung normaler bzw. stark erhöhter Spannung während des Trocknens bzw. der Kondensation in der ersten bzw. zweiten Verfahrensstufe, welche die Erzielung erhöhter Festigkeiten unter gleichzeitiger Erreichung relativ hoher Knitterwinkel ermöglichen.
Beispiel 9 : Bei der Behandlung des Gewebes werden folgende Lösungen und Trocknungs-bzw.
Kondensationsbedingungen angewendet :
In der ersten Verfahrensstufe wird eine Lösung verwendet, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Zinkchlorid <SEP> krist. <SEP> 150 <SEP> g
<tb> Dimethyloldioxyäthylenharnstoff <SEP> 50%ige <SEP> Lösung <SEP> 150 <SEP> g
<tb>
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Für die zweite Verfahrensstufe wird eine Lösung verwendet, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethylolmethylcarbamat <SEP> 50%ige <SEP> Lösung <SEP> 100 <SEP> g
<tb> Katalysator <SEP> PR <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Trito <SEP> x-100 <SEP> 1 <SEP> g
<tb>
Das Gewebe wird unter normaler Spannung bei 800C vorgetrocknet und während 5 min bei 1500C kondensiert.
Beispiel 10 : Das Gewebe wird in der ersten Verfahrensstufe imprägniert mit einer Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Zinkchlorid <SEP> krist. <SEP> 180 <SEP> g
<tb> "Quaker <SEP> Reactant <SEP> 53"
<tb> (Glykolpolyacetal <SEP> enthaltendes <SEP> Produkt <SEP> der
<tb> Quaker <SEP> Chemical <SEP> Products <SEP> Corporation) <SEP> 140 <SEP> g
<tb>
unter normaler Spannung während 3 min bei J 000C getrocknet, mit kaltem Wasser gewaschen, unter leichter Spannung getrocknet, in der zweiten Verfahrensstufe imprägniert mit einer Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> "Fixapret <SEP> TN"
<tb> (Triazonharz <SEP> der <SEP> Badischen <SEP> Anilinu. <SEP> Sodafabrik) <SEP> 80 <SEP> g
<tb> Magnesiumchlorid <SEP> krist.
<SEP> 10 <SEP> g
<tb> Triton <SEP> x-100 <SEP> 1 <SEP> g <SEP>
<tb>
bei 700C unter scharfer Spannung in Schussrichtung vorgetrocknet und dann 1, 5 min bei 1700C kondensiert. Abschliessend wird das Gewebe mit einer wässerigen Lösung. enthaltend l g Fettalkoholsulfat und ] g Soda calc. pro Liter kurz bei 600C gewaschen, mit warmem und kaltem Wasser gespült und unter leichter Spannung getrocknet.
Beispiel l] : Das Gewebe wird in der ersten Verfahrensstufe mit einer Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Zinkchlorid <SEP> 150 <SEP> g
<tb> Dimethyloläthylenhamstoff <SEP> 50% <SEP> Lge <SEP> Lösung <SEP> 140 <SEP> g
<tb>
imprägniert, in Schussrichtung annähernd auf die Rohbreite gespannt und bei 1200C während 1,5min getrocknet.
Anschliessend wird mit kaltem Wasser gründlich gespült, unter leichter Spannung getrocknet, in der zweiten Behandlungsstufe mit einer Lösung, enthaltend pro Liter
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<tb>
<tb> Dimethyloldioxyäthylenharnstoff <SEP> age <SEP> Lösung <SEP> 90 <SEP> g
<tb> Zinknitrat <SEP> krist. <SEP> 5 <SEP> g <SEP>
<tb> Triton <SEP> x-100 <SEP> 1 <SEP> g <SEP>
<tb>
imprägniert, bei 80 C unter Spannung auf Rohbreite getrocknet, 3 min bei 1600C kondensiert, wie in Beispiel] 0 beschrieben gewaschen, gespült und getrocknet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Verbesserung der textilen Eigenschaften, insbesondere der Nass- und Trockenknitterfestigkeit von zellulosehaltigem Textilgut in einer zweistufigen Behandlung mit je einem wässerige Vernetzungsmittel enthaltenden Bad, wobei nach der ersten Behandlungsstufe eine Hitzeeinwirkung bei Temperaturen bis zu 1000C und darüber und nach der zweiten Behandlungsstufe eine Hitzeeinwirkung bei Temperaturen über 1300C erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass beide Behandlungsbäder ein Vernetzungsmittel, vorzugsweise je mindestens ein Reactantharz, enthalten und dass das erste Bad mindestens ein hydratisierendes Metallsalz, z. B.
Zinkchlorid, in einer auf die Cellulose stark quellend wirkenden Menge, vorzugsweise 5 - 40 Gew.-%, enthält, wobei das Metallsalz an Stelle einer als Katalysator wirkenden Säure gleichzeitig als Katalysator dient.
2. Verfahren nachAnspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Imprägnierbäder die gleichen oder verschiedene Vernetzungsmittel enthalten.
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