Selbsttätige elektrische Kontrolleinrichtung für Arbeitsmaschinen. Es sind Einrichtungen zur Überwachung der Arbeitsleistungen von Arbeitsmaschinen bekanntgeworden, bei welchen auf einem sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit fortbewegenden Registrierstreifen mittels Tintenschreibern, Lochungen, Stempelhäm mern usw.
Diagramme erzeugt werden, aus welchen man Schlüsse über die Dauer des Betriebes sowie des Stillstandes der betref fenden Maschinen ziehen kann. Bei Maschi nen mit gleichbleibender Arbeitsleistung wird z. B. während des Betriebes der Ma schine ein Strich, Punkt usw. so lange er zeugt, bis die Maschine stillsteht. Bei Maschi nen veränderlicher Leistung kann eine Mar kierung erzeugt werden, welche in bestimm- tem Verhältnis zur Leistung steht, so dass z.
B. bei erhöhter Leistung die zeitliche Aufeinanderfolge der Markierungszeichen dichter ist als bei geringerer Leistung. Bei Stillstand der Maschine werden gewöhnlich keine Markierungen erzeugt. Solche Dia gramme geben also über die totale Betriebs zeit, über die erreichte Produktion sowie über die Stillstandszeit der Maschine Aus- kunft. Sie sind nur durch graphische Addi tionen, z.
B. zur Errechnung der totalen Be triebszeit auswertba-r, was jedoch umständ- lich und mühselig ist und meist ungenaue Resultate liefert.
Bei manchen Arbeitsmaschinen erfolgen die Stillstände aus verschiedenen Ursachen, und es ist hierbei in den meisten Fällen wichtig, zu wissen, weshalb ein bestimmter Stillstand erfolgt ist. Man behalf sich bisher so, dass -auf das Diagramm an der Stelle, wo die Aufzeichnung wegen eines Stillstandes unterbrochen war, ein Zeichen, z.
B. ein Buch stabe, geschrieben wurde, welches die Still standsursache charakterisierte. Die Eintra gung der Zeichen erfolgte dabei durch den Be- triebstechniker,
der entweder an Hand von Rapporten die Zeichen von Hand einsetzte oder durch eine geeignete Vorrichtung von der Arbeitsmaschine aus durch einen Stromatoss- reihensender ein entsprechendes Zeichen mittels,
des Registrierapparates stempeln konnte. Die Durchgabe und Aufzeichnung dieser Zeichen erfordert jedoch ein verhält- nismässig grosses Überwachungspersonal, be sonders wenn viele Maschinen überwacht werden müssen und häufig kürzer dauernde Stillstände der Maschinen auftreten.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht, diese Nachteile zu beheben und betrifft eine selbsttätige elektrische Kontrolleinrichtung für Arbeitsmaschinen, welche Einrichtung selbsttätige Mittel zur getrennten Vermer- kung von mindestens zwei Arten von Still standsursachen der Arbeitsmaschinen auf weist.
Vorteilhaft werden die Stillstände nach Stillstandsursachen getrennt auf Regi- strierungsunterlagen aufgezeichnet, um mit Hilfsmitteln ein selbsttätiges Auswerten der Aufzeichnungen zu ermöglichen. Unter Ver merken soll hierbei ein Registrieren oder ein Zählen der Zeiteinheiten oder der Anzahl der Stillstände nach Stillstandsursachen ver standen werden.
Eine solche- selbsttätige Kontrolleinrich- tung ist insbesondere für solche automati sche Arbeitsmaschinen vorteilhaft, welche bei einem Fehler bestimmter Ursache selbst tätig abstellen (z. B. Webstühle).
Die Ab- stellmeöhanismen (Schussfadenfühler, Kett- fa.denwächter, Handabstellvorrichtung) kön nen hierbei Kontrollelemente betätigen, welche einen Kontrollstrom in Abhängigkeit von der Stillstandsart (Schlussfadenbruch, gettfadenbruch, sonstige Ursachen) beein flussen.
Auf der Zeichnung sind mehrere Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des schematisch dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein Schema einer Kontrollstrom schleife, welche einer Arbeitsmaschine zu geordnet ist, Fig. 2 ein Schema einer Ausführungs form einer die Betriebs- und Stillstandszeiten anzeigenden Vermerkvorrichtung, Fig. 3 ein Schema einer Registriervor- richtung, Fig:
4 ein Schema einer andern Ausfüh rungsform einer Registriervorrichtung, Fig. 5 ein Schema einer Kontrollvorrich- tung mit Stromstossreihensendern, Fig. 6 einen. Schnitt durch eine Schalt röhre Eines Quecksilber-Stromstossreihensen- ders,
Fig. 7 einen Schnitt einer andern Aus- führungsform einer solchen Schaltröhre, Fig. 8-12 einen Quecksilber-Stromstoss- reihensender in verschiedenen Kippstellun- gen Fig. 13 ein Schaltungsschema einer Ver merkvorrichtung mit Schrittschaltwerk, Fig. 14 eine zum Schema nach Fig. 13 gehörende Druckwalze,
Fig. 15 eine Abwicklung einer Variante der - Druckwalze nach Fig. 14, Fig. 16 eine tabellarische Darstellung von verschiedenen Ausführungen von Aufzeich nungsdiagrammen, im Vergleich zu den Fig. 3, 4 um= 180 gedreht, Fig. 17 ein Schaltungsschema einer Aus wertevorrichtung, Fig. 18 ein Schema einer andern Aus führungsform einer Auswertevorrichtung,
Fig. 19 einen Schnitt durch einen Queck- silberwählschalter und Fig. 20 und 21 Ansichten- von andern Ausführungsformen eines solchen Schalters. In Fig. 1 ist ein Schaltungsschema einer Kontrollstromschleife gezeigt, die einer Ar beitsmaschine zugeordnet ist und die drei Schalter 1, 2, 3 aufweist, von welchen jeder bei einer von verschiedenen Stillstandsur sachen geschlossen wird. Wenn die Arbeits maschine z.
B. ein Webstuhl ist, so kann der Schalter 1 ein durch den Schussfadenfühler- Abstellmechanismus betätigter Quecksilber schalter sein, der Schalter 2 kann durch den Kettfadenwächter-Abstellmechanismus betä tigt werden und der Schalter 3 durch den handbetätigten Abstellmechanismus. In letz terem Fall können die Stillstandsursachen verschiedene Gründe haben, z. B. Wartezeit auf Zettel, Reparaturen usw. Um diese Gründe unterscheiden zu können, ist noch ein Schalter 4 vorhanden, mit dem z. B.
von dem verantwortlichen Betriebstechniker Stromstösse gesandt werden können, wobei eine nicht dargestellte mechanische Arretie- rungsvorrichtung dafür sorgt, dass der Schal ter 4 nur betätigt werden kann, wenn der Schalter 3 geschlossen ist.
-Die Auswertung dieser Stromstösse kann in nachstehend in bezug auf die fünfte Kolonne der Diagramm streifen A-E der Fig. 16 beschriebener Weise erfolgen.
Der Stromkreis weist ausser- den erwähn ten Schaltern 1, 2, 3, 4 in Serie geschaltete Widerstände 5, 6, 7, 8, eine Stromquelle 9, einen Stromimpulsgeber 10, der durch einen Synchronmotor angetrieben wird, parallel zu einem Widerstand 10' geschaltet ist und durch einen 'Schalter 11 kurzgeschlossen werden kann, einen weiteren Stromimpuls- geber 12, der mit der Arbeitsmaschine, z. B.
mit der Antriebswelle gekuppelt ist, einen Ausgleichswiderstand 13 zum Einstellen des Kontaktstromes und ein Amperemeter 14 zu dessen. Kontrolle auf. Die Punkte 15, 16 dieses Schaltungsschemas dienen zum An schluss an eine Vermerkvarrichtung. Durch den Schalter l können die Teile 5, 12, durch 2 die Teile 5, 6, 12, durch 3 die Teile 5, 6, 7, 12 und durch 4 kann der Teil 8 kurz geschlossen werden.
Das Schema nach Fig. 2 zeigt eine Zeit anzeigevorrichtung für drei Arbeitsmaschi nen, denen je ein Kontrollstromkreis nach Fig. 1 zugeordnet ist, welche Stromkreise an je eines der drei Kontakt-Drehspulinstru- mente 63, 64, 65 angeschlossen sind, indem die gemeinsame Leitung 66 mit den Punkten 15 der Fig. 1 bezw. die Leitungen 67, 68,
69 mit den Punkten 16 der Vorrichtungen nach Fig. 1 der drei Arbeitsmaschinen verbunden ist bezw. sind. Es sind hier also zur Über tragung des Betriebszustandes der Maschi nen von den Kontrollstromkreisen der Ar beitsmaschinen auf die Vermerkvorrichtun- gen nur ein gemeinsamer Leiter 66 und je ein Leiter 67, 68, 69 für jede Arbeitsmaschine erforderlich.
Der drehbare Teil der als Wähl- schalter dienenden Instrumente 63, 64, 65 weist je einen Schaltarm 70, 71, 72 auf, der mit Bankkontakten 0, I, 1I, III zusammen wirkt. Die zugehörigen Schaltarme 70, 71, 72 sind elektrisch mit auf einem greis an geordneten Kontakten 73, 74, 75 verbunden, mit welchen ein drehbares, durch einen Syn chronmotor angetriebenes ' Kontaktorgan 76 zusammenwirkt, das mit dem einen Pol einer Stromquelle 77 verbunden ist.
Der andere Pol der Stromquelle 77 ist über Impulszähler 78, 79, 80, 81 mit den Bankkontakten 0, I, II, III verbunden.
Zwischen den Strömen im Kontroll- stromkreis und den Stellungen der Schalter 70, 71, 72 besteht folgender Zusammenhang: Wenn die Arbeitsmaschine läuft, so sind im Kontrollstromkreis nach Fig. 1 die Schalter 1, 2, 3 geöffnet und es fliesst durch das ent sprechende Drehspulinstrument (z.
B. 63, Fig. 2) ein so schwacher Strom, dass der Schaltarm 70 auf dem Bankkontakt 0 stehen bleibt. Steht die Arbeitsmaschine still, so wird je nach der Stillstandsursache einer der Schalter 1, 2, 3 geschlossen, wodurch durch das Drehspulinstrument ein grösserer Strom fliesst, was eine Drehung des Schalt armes 70 zur Folge hat, derart, dass z. B. beim Schliessen des Schalters 2 (Fig. 1) der Schaltarm auf den Bankkontakt II wandert, <B>USW.</B>
Das Kontaktorgan 76 dreht sich konti nuierlich mit gleichförmiger Geschwindig keit im Uhrzeigersinn. Bei jeder Umdrehung gleitet es nacheinander über die Kontakte 73, 74, 75. Wenn es über den Kontakt 73 gleitet, so wird über den Schaltarm 70, den Bankkontakt 70/0 und den Impulszähler 78 ein Stromkreis geschlossen, welcher Zähler 78 dadurch einen kurzen Stromimpuls erhält und um einen Schritt fortgeschaltet wird.
Wenn das Kontaktorgan 76 über den Kon takt 74 gleitet, so wird über den Schaltarm 71 und den zugehörigen Bankkontakt 71/1I ein, Stromstoss auf den Impulszähler 79 übertragen und dieser um einen Schritt fort geschaltet. Beim Gleiten des Kontaktorganes 76 über den Kontakt 75 erhält über den Schaltarm 72 und den zugehörigen Bank kontakt 72/1I wieder der Impulszähler 78 einen Stromstoss.
Der Impulszähler 78 gibt also die Zeit an, während welcher alle Maschinen gearbeitet haben und die Impuls zähler 79, 80, 81 geben die Zeiten der Still stände aller Maschinen getrennt nach Still standsursachen an.
Mit einer solchen Kontrollvorrichtung können z. B. folgende Angaben einer Gruppe von Arbeitsmaschinen mit - beispielsweise drei verschiedenen Stillstandsursachen I, II, III abgelesen werden:
a) Totalarbeitszeit aller Maschinen (78), b) Totalstillstandszeit aller Maschinen (79, 80, 81), c) Totalstillstandszeiten aller Maschinen wegen Stillstandsursaehe I, I1, IH (79 bezw. 80 bezw. 81), d) Momentaner Zustand der Maschinen (Stellung der Arme 70, 71, 72) : Anzahl der Maschinen, die wegen Stillstandsursache I, II, IH stillstehen; Anzahl der Maschinen, die arbeiten.
Daraus lässt sich in einfacher Weise der Nutzeffekt
EMI0004.0005
berechnen, wobei a die Totalarbeitszeit aller Maschinen und b die Totalstillstandszeit aller Maschinen bedeutet. Dieser Nutzeffekt, der z. B. in einer Weberei wichtig ist, könnte sonst nur in weniger einfacher Weise erfasst werden.
Die Fig. 3 veranschaulicht ein Ausfüh rungsbeispiel einer Registriervorrichtung, bei welcher die Stillstände von Arbeitsmaschinen nach den Stillstandsursachen getrennt aufge zeichnet werden in der Art, wie in Fig. 16, Kolonne D gezeigt wird.
Mit dieser Vorrichtung nach Fig. 3 kön- heu z. B. folgende Angaben einer Gruppe von Arbeitsmaschinen mit beispielsweise drei verschiedenen Stillstandsursachen I, II, IH abgelesen werden:
e) Totale Anzahl aller Stillstände bezw. aller Produktionsunterbrüche, f) Totale Anzahl aller Stillstände wegen Ursache I, II, III, g) Überdeckung der Stillstände (schrei bende Registrierung der Zahl der Fälle, deren Dauer und der Anzahl Maschinen, die gleichzeitig stillstehen).
Dadurch lässt sich die Leistungsfähigkeit eines Arbeiters, das heisst die durchschnitt liche Zeit berechnen, die er zum Beheben, z. B. eines Kettfadenbruches (Ursache II) benötigt:
EMI0004.0038
wobei cl, die Totalstillstands zeit wegen Ursache II und ea die Totalanzahl aller Stillstände II bedeutet.
Auch ohne im. Websaal .anwesend zu sein, ist aus den Dia- grammen sofort ersichtlich, wieviele Maschi nen arbeiten bezw. wegen einer bestimmten Ursache stillstehen. Die wichtigen Angaben, ob -optimale Verteilung der Webstühle auf einen Arbeiter bestehen,
sind aus dem Dia grammstreifen der Fig. 16 ersichtlich. Die aus diesen D_agrammstreifen ersichtliche Über deckung (das heisst Gleichzeitigkeit) der vor kommenden Maschinenstillstände bildet die Unterlage für die Bestimmung der optimalen Stuhlzuteilung. - In Fig. 3 sind zwei Magnetspulen 82, 83 dargestellt, deren Zuleitungen 84, 85 bezw. 86, 87 an die Punkte 15, 16 von zwei Ar beitsmaschinen zugeordneten Kontrollstrom kreisen nach Fig. -1 angeschlossen werden.
Die Weicheisenmagnetkerne 88, 89 sind am einen Ende eines Hebels 90, 91 angelenkt, der um eine Drehachse 92, 93 drehbar ist und auf den eine Feder 94, 95 einwirkt. Anschläge 96, 97, 98, 99 begrenzen die Dreh bewegung der Hebel 90, 91.
Am andern Ende jedes Hebels. 90, 91 ist je eine Verriege- lungsstange 100,<B>101</B> gelenkig angeordnet, die mittels eines Schlitzes 102, 103 auf einem Zapfen geführt ist. Die beiden Verriege- lungsstangen 100, 101 wirken mit federnden Stempelhämmern. 104,- 105, 106,<B>107,</B> 108, 109 zusammen, die auf einer Achse 110 be festigt sind und am freien Ende Druckstem- pel 111 tragen.
Zwischen diesen Druckstem peln 111 imd einem Aufzeichnungsstreifen 112 ist ein Farbband 113 vorgesehen. Die Achse 110 trägt einen Hebelarm 114, der durch eine Feder 115 gegen ein Nockenrad 116 angedrückt wird, das durch einen nicht dargestellten. Synchronmotor angetrieben wird, welcher auch den Vorschub des Auf zeichnungsstreifens 112 bewirken kann.
In Fig. 3 ist angenommen, dass die der Magnetspule 82 zugeordnete Arbeitsmaschine stillsteht, wobei die Stillstandsursache ein Schliessen des Schalters 3 bewirkt hat. Im Stromkreis des Schemas nach Fig. 1 fliesst der Kontrollstrom nur durch den Widerstand 8 und er ist daher so gross, dass die Spule 82 den= gern 88 so weit in sich hineinzieht, bis der Hebel 90 am Anschlag 96 ansteht.
Die Verriegelungsstange 100 ist dann so weit nach links verschoben, dass sich beim Drehen der Welle 110 alle drei Stempelhämmer 104, 105, 106 abwärts bewegen können und mit tels der Druckstempel 111 gegen den Auf zeichnungsstreifen 112 anschlagen.
Infolge der Vorwärtsbewegung des Streifens 112 und der Auf- und Abwärtsbewegung der Druckstempel 111 entstehen auf dem Strei- fen 112 nebeneinander drei Flächenabdrucke 117, 118, 119 (Fig. 16,C III). Ferner ist in Fig. 3 angenommen, dass die der Magnet- spule 83 zugeordnete Arbeitsmaschine aus einer andern Stillstandsursache. stillsteht, welche das Schliessen des Schalters 1 bewirkt hat (Fig. 1).
Da der Kontrollstrom jetzt durch die drei Widerstände 6, 7, 8 fliesst, ist er kleiner und der Kern 89 wird daher weniger weit in die Spule 83 hineingezogen. Die Verriegelungsstange 101 befindet sich dabei in einer solchen Lage, dass nur der Stempelhammer 107 sich auf- und abwärts bewegen kann, während die Stempelhämmer 108, 109 durch die Stange 101 so verriegelt sind, dass sie sich nicht abwärts bewegen können.
Es kann daher nur der Stempel 111 des Stempelhammers 107 auf den Streifen 112 aufschlagen, so dass nur eine Abdruck fläche 120 entsteht, die anzeigt, dass die Maschine wegen der Stillstandsursache I stillsteht (Fig. 16, C I).
Wenn die Maschine läuft, so ist keiner der Schalter 1, 2, 3, 4 eingeschaltet und der Kontrollstrom muss daher durch alle vier Widerstände 5, 6, 7, 8 fliessen und ist so schwach, dass die Kerne 88; 89 nicht mehr angezogen werden, so dass der Hebel 90, 91 gegen den Anschlag 97, 99 anliegt und die Verriegelungsstange 100, 101 alle drei Stem pelhämmer 104, 105, 106 bezw. 107, 108, 109 verriegelt und auf dem Streifen 112 kein Ab druck erhalten wird (Fig. 16,<I>C</I> Ao). Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungs beispiel einer Registriervorrichtung,
deren Leitungen 121, 122 an die Punkte 15, 16 der Schaltung nach Fig. 1 angeschlossen sind. Zwischen die Leitungen 121 und 122 sind eine Magnetspule 123 und ein Relais 124 eingeschaltet. In der Magnetspule<B>123</B> befin det sich ein Weicheisenmagnetkern 125, der an einem Ende eines doppelarmigen Hebels 126 angelenkt ist, an dessen anderem Ende eine Verriegelungsstange 127 gelenkig an geordnet ist. Mit dieser Stange 127 wirken Stempelhämmer<B>128,</B> 129, 130 und 131 zu sammen, die auf einer Welle 132 sitzen und am freien Ende Druckstempel 133 tragen.
Auf der Welle 132 sitzt ferner ein Hebel arm 134, der mit dem Kern<B>135</B> einer Magnet spule 136 in Verbindung steht, die einerends mit dem Kontaktarm 137 des Relais 124 und anderends über die Stromquelle 138 und den durch einen Synchronmotor angetriebe nen Impulsgeber 139 mit dem Arbeitskontakt 140 des Relais 124 in einem Lokalstromkreis verbunden ist. Ein Ruhekontakt 141 des Relais 124 ist mit der Leitung 122 verbun den.
Wenn die Arbeitsmaschine, welcher die Kontrollstromschleife nach Fig. 1 zugeord net ist, läuft, so sind die Kontakte 1, 2, 3, 4 offen und es fliesst also durch das Relais 124 und die Magnetspule 123 nur ein schwa cher Kontrollstrom, welcher nicht genügt, um das Relais 124 zu betätigen. Der Ruhe kontakt 141 des Relais 124 ist daher ge schlossen und der Arbeitskontakt 140 ge öffnet.
Ferner wird durch den Magneten 123 die Verriegelungsstange 127 so eingestellt, dass die Stempelhämmer 129, 130, 131 ver riegelt sind, der Stempelhammer 128 da gegen sich in einem Ausschnitt <B>127'</B> der Stange 127 auf- und abwärts bewegen kann. Von der Leitung 121 wird über die Magnet spule 136, den Kontaktarm 137, den Ruhe kontakt 141 zur Leitung 122 ein Stromkreis geschlossen, der Stromimpulse vom Impuls geber 12 empfängt.
Da diese Impulse von der Drehzahl der Arbeitsmaschine abhängig sind, wird durch die Magnetspule 132 der Stempelhammer 128 im Takt dieser Impulse bewegt, wobei dessen Stempel auf einem Aufzeichnungsstreifen Striche erzeugen kann, deren Anzahl pro Längeneinheit des Streifens ein Mass für die Drehzahl der Maschine ist (Fig. 16, E Aj).
Bei einem Stillstand der Maschine wird je nach der Stillstandsursache einer der Schalter 1, 2, 3 geschlossen, wobei der durch das Relais 124 fliessende Kontrollstrom so gross wird, dass der Arbeitskontakt 140 ge schlossen und der Ruhekontakt 141 geöff net wird.
Der gleiche Strom fliesst auch durch die Magnetspule<B>123,</B> so dass der Kern 125 in die Spule hineingezogen und die Ver- riegelungsstange 127 nach links verschoben wird. In dieser Lage sind bei geschlossenem Schalter 3 die Stempelhämmer 128, 129, 130 verriegelt, während der Stempelhammer 131 im Ausschnitt 127' frei schwingen kann.
Wenn. statt des Schalters 3 der Schalter 2 zufolge einer andern Stillstandsart geschlos sen wäre, so wäre die Verriegelungsstange 127 weniger weit nach links verschoben und es könnte der Stempelhammer 130 im Aus schnitt 127' frei schwingen.
Durch die Schliessung des Relaiskontaktes 140 .wird ein Stromkreis über die Stromquelle 138 und den Impulsgeber 139 für die Betätigung der Magnetspule 136 geschlossen, auf die zufolge des Impulsgebers 139 Stromstösse aufge drückt werden, so dass sich der gern 135 auf- und abwärts bewegt und vermittels des Hebelarmes 134 die Welle 132 in Dreh- schwingungen versetzt.
Dadurch schwingt der Stempel 133 des nicht verriegelten Stem pelhammers 130 auf- und abwärts und er zeugt- in gleicher Weise wie beim Beispiel nach Fig. 3 auf einem Aufzeichnungsstreifen eine Abdruckfläche (Fig. 16, E III).
Fig. 5 zeigt ein anderes Ausführungsbei spiel einer einer Arbeitsmaschine zugeord neten Kontrollstromschleife. Dieselbe weist eine Stromquelle 142, einen z. B. mit der Antriebswelle der Arbeitsmaschine gekuppel- ten Impulsgeber 143 und einen Widerstand 144 auf.
Parallel zum Impulsgeber 143 und Widerstand 144 sind drei Stromstosssender 145, 146 und 147 geschaltet, welche ähnlich wie die bekannten Telephonnummernschalter ausgebildet sind und von der Arbeitsmaschine bei verschiedenen Stillstandsarten selbsttätig betätigt werden. Bei der Betätigung schliesst der Sender 145 den Stromkreis (Dauerstrom), während der Sender 146 vor dem Schliessen einen Stromstoss und der Sender 147 zwei Stromstösse durchgibt.
In Serie mit dem Sender 147 ist ein Stromstossreihensender 148 geschaltet; der ähnlich wie ein Telephon- wähler ausgebildet ist und in Ruhelage den Strom durchfliessen lässt.
Dieser Sender 148 kann von Hand durch Einstellen einer Num- mernscheibe betätigt werden, so dass eine Kontrollperson noch weitere Stromstösse durchgeben kann, um die Stillstandsursache, die den Sender 147 betätigt, noch näher spezifizieren zu können. Wenn die Maschine läuft, sind die Stromkreise über die Sender 145, 146, 147 geöffnet. Ist hierbei der Im pulsgeber 143 nicht in Betrieb, so fliesst kein Strom durch den-Widerstand 144.
Ist dage gen der Impulsgeber 143 in Betrieb, so wer den Stromimpulse erzeugt, die zufolge des Widerstandes 144 eine kleinere Stromstärke haben als die durch die Sender 145, 146, 147 gesendeten Stromstösse. Die Anzahl der Im pulse des Impulsgebers 143 pro Zeiteinheit ist von- der Drehzahl der Arbeitsmaschine abhängig, wenn der Impulsgeber mit dessen Antriebswelle gekuppelt ist.
Die Stromstossreihensender 145, 146, 147 der Fig. 5 können auch als Quecksilberstrom stossreihensender nach Fig. 6-12 ausgebildet sein. Gemäss Fig. 6 ist eine Schaltröhre 149 mit drei eingeschmolzenen Kontaktstellen 150, 151, 152 versehen, welche sich in einem untern Raum 153 befinden, in dem ein Quecksilbertropfen 154 sich beim Kippen der Schaltröhre 149 verschieben kann und in den ein durchgehender Kontaktdraht 155 so eingeschmolzen ist,
dass er während der ganzen Bewegung des Quecksilbertropfens 154 das Quecksilber berührt. Der obere Raum 156 der Schaltröhre 149 hat nur eine geringe, und zwar eine kapillare lichte Weite und die Röhre ist mit einem indifferenten Gas von eventuell höherem Druck gefüllt;
so dass der Quecksilbertropfen 154 beim Kippen der Schaltröhre sich langsamer bewegt, als wenn er sich nur unter dem Einfluss der Schwer kraft bewegen würde, da das Gas durch den Kapillarraum verdrängt werden muss, wo es einen verhältnismässig grossen Widerstand findet.
Beim Kippen der Schaltröhre 149 bewegt sich der Quecksilbertropfen 154 im Raum 153 von rechts nach links, wobei er die Kontakte 150, 151 kurzzeitig schliesst und dann den Kontakt 152 so lange geschlossen hält, als die Schaltröhre 149 gekippt bleibt.
Beim Beispiel der Schaltröhre 157 nach Fig. 4 sind unten je zwei Kontaktpaare 158, 159, 160 vorgesehen, welche beim Kippen der Schaltröhre durch den Quecksilber tropfen 161 jeweils verbunden werden und gleich wie beim vorhergehenden Beispiel Stromstösse erzeugen. Die Kapillare ist hier weggelassen.
Damit die Schaltröhren nach Fig. 6 und 7 beim Zurückkippen in die Ruhelage keine Stromstösse senden, so können sie z. B. mit einem Quecksilber-Hilfskippschalter kom biniert werden.
Eine solche Anordnung ist in den Fig. 8-12 dargestellt. In diesen Figu ren bezeichnet 162 eine Schaltröhre nach Fig. 6 ohne Kapillare und 163 eine Hilfs- schaltröhre. Die beiden Schaltröhren 162 und 163 sind miteinander starr verbunden und um eine Drehachse 164 kippbar. Sie bilden miteinander einen Winkel a.
In der Lage nach Fig. 8 sind sowohl die Kontakte der Schaltröhre 162 als auch die mit denselben in Serie geschalteten Kontakte der Schaltröhre 163 offen.
'Werden die Schaltröhren in die Lage nach Fig. 9 gekippt, so schliesst der Quecksilbertropfen in der Röhre 163 die beiden Kontakte dieser Röhre, während die Kontakte der Schaltröhre 162 noch geöffnet sind. Beim weiteren Kippen der beiden Röhren 162, 163 verschiebt sich auch der Quecksilbertropfen in der Röhre 162, wobei er die Kontakte dieser Röhre nacheinander schliesst, während die Kontakte der Röhre<B>163</B> geschlossen bleiben, wie aus Fig. 10 und 11 hervorgeht.
Bei dieser Bewe gung werden zwei Stromstösse gesendet und darauf der dritte Kontakt geschlossen. Beim Zurückkippen der Röhren 162,<B>163</B> öffnen sieh zuerst die Kontakte der Schaltröhre 163, während der Quecksilbertropfen in der Röhre 162 vorerst noch in der Vertiefung am lin ken Ende der Schaltröhre 162 verbleibt, wie aus Fig. 12 hervorgeht. Beim weiteren Zu rückkippen der Röhren in die Lage nach Fig. 8 fliesst auch der Quecksilbertropfen in der Röhre 162 zurück. Hierbei können jedoch keine Stromstösse mehr gesandt werden, weil die Kontakte der Röhre 163 geöffnet sind.
Fig. 13 zeigt ein Schaltungsschema einer Registriervorrichtung, welche an die Strom stoss-Sendevorrichtung nach Fig. 5 ange schlossen werden kann.
Es bezeichnet auf diesem Schema 165 eine Schrittschaltmagnetspule eines Wähl- schalters, die einen Schrittschaltklinkenarm 166 entgegen der Wirkung einer Feder 167 anziehen känn. Die am Klinkenarm 166 an geordnete Klinke 168 ist in bekannter Weise derart federbeeinflusst, dass bei jeder Betäti gung des Armes 166 das Schrittschaltrad 169 um einen Schritt vorwärts geschaltet wird.
Der Klinkenarm 166 schliesst in der Ruhelage einen Kontakt 170 und in ange zogener Lage einen Kontakt 171. Bei ge schlossenem Kontakt 170 ist ein Stromkreis geschlossen von der Stromquelle 172 über Kontakt 170, ein Verzögerungsrelais 173 und eine Arretiermagnetspule 174 zurück zur Batterie 172.
Die Arretiermagnetspule 174 betätigt eine Arretierklinke 175 entgegen der Wirkung einer Feder 176 derart, dass bei angezogener Klinke 175 das Schrittschalt- rad 169 nicht mehr arretiert wird. Auf der Achse 177 des Schrittschaltrades 169 ist eine z. B. ein Gewicht 178 oder eine Spiral feder aufweisende Rückstellvorrichtung an gebracht, welche bei der Freigabe des Schrittschaltrades 169 dasselbe in seilte Aus gangslage zurückbewegt.
Ferner sitzt auf der Achse 177 ein Schaltarm 179 eines Wählers, welcher Arm mit Bankkontakten 0, 1, 11, III, IIIa, b zusammenwirkt. In der Ruhe lage des Schaltarmes 179 wird ferner ein Kontakt 180 geschlossen, über welchen ein Arbeitsimpulszähler 181 und die eine Wick lung 182 einer Magnetspule an die Kontroll- stromschleife (Fig. 5) angeschlossen werden.
Die zweite Wicklung 183 der Magnetspule ist einerends über einen Impulsgeber 184 mit der Stromquelle 172 und anderends mit dem Kontakt 185 eines Thermozeitschal- ters 186 verbunden, dessen Heizdraht 187 einerends mit dem Kontakt 171 und ander- ends mit der Stromquelle<B>172</B> verbunden. ist.
Der gern 188 der Magnetspule 182, 183 wirkt auf die in Fig. 14 dargestellte Druck walze 189, die auf der UmfangsflächeStem- pelflächen 190, 191, 192 aufweist und die mit der Welle 177 derart gekuppelt ist, dass sie sich mit derselben dreht und durch den Magnetkern 188 gegen den Aufzeichnungs- streifen 193 angedrückt werden kann,
wobei mittels des Farbbandes 194 ein Abdruck 195 auf dem Streifen 193 erzeugt wird.
Fig: 15 veranschaulicht eine Abwicklung einer andern Ausführungsform der Druck walze 189 -mit Stempelflächen 196, 197, 198, 199, die je nach der Einstellung der Druck- walze 189 zum Drucken verschiedener Arten von Stillstandsursachen dienen. Die Stempel flächen 199 können dabei zur näheren Spezifi zierung der Stillstandsursachen mit Zeichen, z. B.
Buchstaben, versehen sein: Die Wirkungsweise der Registriervor- richtung nach Fig. 13-15 ist folgende: Beim Betriebszustand der Maschine (die Klemmen 15 sowie 16 sind miteinander ver bunden) werden von der Kontrollstrom- schleife nach Fig. 5 durch den Impulsgeber 143 über den Widerstand 144 Stromimpulse gesendet, deren Stromstärke jedoch so klein ist, däss der. Schrittschaltmagnet 165 den Klinkenarm 166 nicht anzieht.
Daher ist der Kontakt 170 geschlossen und es fliesst ein Strom durch den Verzögerungsschalter 173 und die Arretiermagnetspule 174. Diese zieht die Arretierklinke 175 an, so däss das Schritt schaltrad 169 nicht mehr arretiert ist und unter der Wirkung der Rückstellvorrichtung 178 in seine Ruhelage zurückkehrt. Der Schaltarm 179 befindet sich nun ebenfalls in seiner Ausgangslage, in welcher der Kon takt 180 geschlossen ist.
Dieser Kontakt 180 schliesst den Stromkreis für den Arbeits- impulszähler 181, der die Totalzahl der durch den- Impulsgeber 143 ausgesandten Arbeits impulse anzeigt. Ferner schliesst der Kontakt 180- den Stromkreis für die Wicklung 182, so dass ,die Druckwalze 189 im Takte der Arbeitsimpulse .angezogen wird und ent sprechende Zeichen auf den Registrierstreifen 193 druckt.
Steht die Arbeitsmaschine aus einer be stimmten Ursache still, so wird je nach Art der Ursache einer der Stromstossreihensender 145, 146, 147 eingeschaltet. Wird z.
B. der 8ender 145 eingeschaltet, so wird der Schritt- schaltmagnet 165 erregt und zieht den -Klin- kenarm 166 an, welcher mittels der -Klinke 168 däs Schaltrad 169 einen Schritt vorwärts schaltet, so dass der Schaltarm 179 sich auf den Bankkontakt I bewegt.
Ferner ist der Kontakt 171 . eingeschaltet, - welcher den Stromkreis für den Heizdraht 187 des Thermozeitschalters 186 schliesst. Wenn durch die- entstehende Wärme der Kontakt <B>185</B> geschlossen wird, so entsteht über den Impulsgeber 184 ein Stromkreis für die Er regung der Wicklung 183, so dass der Magnet- kern 188 periodisch angezogen wird und die Druckwalze 189 einen Abdruck auf dem Aufzeichnungsstreifen 193 hervorruft,
so lange als der Schalter des Senders 145 ge schlossen bleibt. Bei Beendigung des Still standes wird dieser Schalter geöffnet, worauf der Schrittschaltarm 166 in seine Ruhelage zurückkehrt, so dass über den Verzögerungs schalter 173 der Stromkreis des Arretieraus- l,ösemagneten 174 geschlossen und die Arre- tierklinke 175 angezogen wird. Nun kehrt das Sehrittschaltrad 169 infolge der Wir kung der Rückstellvorrichtung 178 in seine Ruhelage zurück.
Bei einer andern Art der Stillstandsur sache wird z. B. der Stromstossreihensender 147 betätigt, durch den zwei Stromstösse und anschliessend Dauerstrom gesendet wird, wo durch der Kontaktarm 179 auf den Bank kontakt HI .bewegt wird und die Druckwalze gedreht wird, so dass sie einen entsprechenden Abdruck auf dem Streifen 193 erzeugt.
Will man diese Art der Stillstandsursache noch näher spezifizieren; so kann ein Aufsichts beamter vermittels des Stromstossreihensen- ders 148 z. B. noch einen weiteren: Stromstoss senden, welcher das Schaltrad 169 um einen weiteren Schritt fortschaltet, so dass der Kontaktarm<B>179</B> auf den Bankkontakt IIIa zu stehen kommt und die Druckwalze z. B. noch ein besonderes Zeichen bezw. einen Buchstaben druckt.
Fig. 16 veranschaulicht tabellarisch ver schiedene Ausführungsformen von Aufzeieh= nungsdiagrammen, welche mittels der be schriebenen Vorrichtungen aufgenommen werden können.
Die erste waagrechte Reihe Ao zeigt den Arbeitszustand der Arbeitsmaschine an, wenn z. B. in der Schaltung nach Fig. 1 kein Kontrollstrom fliesst. Die waagrechte Reihe Ai zeigt den Arbeitszustand für den Fall an, dass ein schwacher Kontrollstrom i fliesst. Die dritte waagrechte Reihe Aj zeigt den Arbeitszustand an, wenn von der Maschine drehzahlabhängige Stromimpulse gesandt werden.
Die weiteren waagrechten Reihen I, II, IH zeigen Stillstände der Maschinen entsprechend verschiedenen Arten von Still standsursachen an. In den beiden letzten Reihen TIIa, IIIb ist die dritte Stillstands art durch besondere Zeichen näher spezifi ziert. Jedes Diagramm weist nebeneinander mehrere Kolonnen auf. In der ersten Kolonne wird der Arbeitszustand und in der zweiten, dritten und vierten die Stillstandsarten I, II, III aufgezeichnet.
Ferner werden in der fünften Kolonne die Zeichen zur Spezifizie rung der Stillstandsart III angegeben.
Das Diagramm A Bann z. B. dadurch aufgenommen werden, dass an die Punkte 15, 16 des Schaltungsschemas nach Fig. 1 eine schreibende Registriervorrichtung bekannter Bauart angeschlossen wird, bei welcher ein Schreibstift in Abhängigkeit von einem Strommessorgan, z. B. einem Drehspul- instrument, so betätigt wird, dass es sich mit zunehmendem Steuerstrom i von einer Nullinie entfernt.
Wenn im Arbeitszustand der Maschine kein Kontrollstrom fliesst, so entsteht ein senkrechter Strich auf der Null- linie (Zustand Ao). Fliesst jedoch im Arbeits zustand der Maschine ein geringer Kontroll- strom, so entsteht ein senkrechter Strich, der etwas von der Nullinie entfernt ist (Zustand Ai). Ist im Arbeitszustand der Maschine der Impulsgeber 12 eingeschaltet, so werden drehzahlabhängige Stromstösse gesendet,
durch welche waagrechte Striche aufgezeichnet werden, deren Dichte ein Mass für die Grösse der Drehzahl bezw. der Leistung der Arbeitsmaschine darstellt (Zustand Aj). Steht die Arbeitsmaschine aus irgendeiner Ursache still, so wird in Fig. 1 je nach der Art der Stillstandsursache einer der Sehalter 1, 2, 3 selbsttätig einge schaltet. Ist die Arbeitsmaschine z.
B. ein Webstuhl und steht die Maschine wegen ,Schussfadenbruches still, wird der Schalter 1 betätigt und es fliesst ein solcher Strom, dass in der zweiten Kolonne ein senkrechter Strich aufgezeichnet wird (Zustand I). Steht die Maschine z.
B. wegen Kettfadenbruch still, wird der Schalter 2 betätigt, es fliesst ein grösserer Strom und es wird in der dritten Kolonne ein senkrechter Strich aufgezeichnet (Zustand II). Steht die Ma schine wegen einer weiteren Ursache still, so wird der Schalter 3 betätigt, es fliesst ein noch grösserer Strom und es wird in der vierten Kolonne ein senkrechter Strich auf gezeichnet (Zustand III). Soll diese Still standsursache näher spezifiziert werden, so können mittels des Schalters 4 von Hand ein oder zwei Stromstösse erzeugt werden,
durch welche in der fünften Kolonne ein oder zwei waagrechte Striche aufgetragen werden (Zustand IIIa, IIIB).
Das Diagramm B kann mit der gleichen Vorrichtung aufgenommen werden, wenn in Fig. 1 der Schalter 11 geöffnet und der Impulsgeber 10 in Betrieb ist. Statt der senkrechten Striche entstehen dann in den Reihen Ao, Ai, I, II, IH, IIIa und IIIb z. B. waagrechte Striche, deren Länge je nach der Stromstärke variiert.
Das Diagramm C der Fig. 16 kann z. B. mittels der Druckwalze 189 der Fig. 14 aufgezeichnet werden, indem die Druckwalze 189 bei der ersten Stillstands art z. B. wegen Schussfadenbruches, so ge dreht wird, dass die Stempelfläche 190 in der zweiten Kolonne des Diagrammes eine Abdruckfläche erzeugt. Bei der zweiten Stillstandsart (z.
B. Kettfadenbruch) er- zeugt die Stempelfläche 191 eine Abdruck fläche in der zweiten und dritten Kolonne des Diagrammes. Ferner erzeugt die Stem pelfläche 192 bei der dritten Stillstandsart eine Abdruckfläche in der zweiten, dritten und vierten Kolonne des Diagrammes. Falls diese dritte Stillstandsart noch näher spezifi ziert werden soll, so können auf der Walze noch besondere Typen vorhanden sein,
die beim Senden von Stromstössen mittels des Reihensenders 148 in einer fünften Kolonne besondere Zeichen, z. B. einen oder zwei Striche, drucken.
Die Diagrammstellen Ai und Aj des Diagrammes C entstehen gleich wie die beschriebenen Diagrammstellen Ai und Aj des Diagrammes <I>A.</I>
Das Diagramm D der Fig. 16 unter scheidet sich vom Diagramm C dadurch, dass hier als besondere Zeichen statt der Striche Buchstaben, z. B. S (Spulenmangel) oder Z (Zettelmangel) in die fünfte Kolonne gedruckt werden.
Zur Erzeugung des Diagrammes E der Fig. 16 muss die Oberfläche der Walze 189 (Fig. 14) gemäss Fig. 15 ausgebildet sein, wobei die Stempelflächen 196, 197, 198, 199 je eine Abdruckfläche in verschiedenen Kolonnen des Diagrammes erzeugen. Jede Abdruckfläche ist dabei im Unterschied zu den Diagrammen C, D nur so breit wie eine Kolonne. Das Diagramm E kann auch mit der Vorrichtung nach Fig. 4 erhalten werden.
In der vorstehend beschriebenen Weise können auf einem Aufzeichnungsstreifen 'die Diagramme mehrerer Arbeitsmaschinen 'nebeneinander aufgezeichnet werden. Durch Vergleichen der verschiedenen Diagramme kann ein Bild der Produktion der Maschinen und deren Stillstände sowie ihrer Ursachen erhalten werden.
Besonders die Diagramme <I>B, C, D</I> ermöglichen zufolge der wechselnden Breite der Aufdruckflächen eine übersicht liche Betrachtung einer Maschinengruppe.
Einen praktisch grösseren Wert erhält ein solcher- Diagrammstreifen dadurch, dass man ihn z. B. durch Ausmessen oder Zirkel addition auswertet, um die Gesamtdauer der Stillstände für jede Stillstandsart sowie die Anzahl der Stillstände zu ermitteln. Dies ist dann möglich, wenn nur verhältnismässig wenig Stillstände von längerer Dauer vor kommen und das Diagrammpapier durch Vordruck von Zeitkolonnen dazu geeignet ist. Weist die Maschine jedoch zahlreiche Stillstände von kürzerer Dauer auf, wie solche z.
B. bei einem Webstuhl bei Schuss- und Kettfadenbrüchen auftreten, so ist eine derartige Auswertung sehr mühselig und zeitraubend und kommt daher praktisch in grösserem Umfang, z. B. zur Lohnberechnung usw., nicht in Frage.
Um daher das Auswerten der Diagramme zu erleichtern, kann man die Auswertevor richtungen nach Fig. 17 und 18 anwenden.
Gemäss Fig. 17 wird von einer Lichtquelle 200 ein Lichtstrahlenbündel auf einen Aus- schnitt 201 einer verschiebbaren Blende 202 geworfen, unter welcher ein Diagramm- streifen 203 mit gleichförmiger Geschwin digkeit vorbeibewegt wird.
Das reflektierte Lichtstrahlenbündel trifft auf eine Photozelle 204, an die über einen Verstärker 205 ein Relais 206 angeschlossen ist, dessen Kontakt 207- bei abgefallenem Relais geschlossen ist. Dieser Kontakt 207 befindet sich in einem Stromkreis einer Stromquelle 208 und eines Impulszählers 209 sowie eines Unterbrechers 210, der durch den Vorschub des Registrier- streifens in Abhängigkeit von dessen Ge schwindigkeit angetrieben wird, und eines zweiten Impulszählers 211.
Befindet sich unter dem Ausschnitt 201 der Blende 202 auf dem Diagrammstreifen kein Aufdruck, so wird das Lichtstrahlenbündel reflektiert und fällt auf die Photozelle 204, in welcher ein Strom entsteht, der über den Verstärker 205 das Relais 206 erregt. Der Relaiskontakt 207 ist geöffnet. Gelangt nun eine schwarze Aufdruckfläche des Diagrammstreiiens 203 unter den Blendenausschnitt 201, so wird das Lichtstrahlenbündel absorbiert, so dass kein Licht in die Photozelle 204 gelangt und das Relais 206 abfällt.
Dabei wird dessen Kon takt 207 geschlossen und durch den Strom der Stromquelle 208 der Impulszähler 209 einen Schritt fortgeschaltet. Je nach der Länge der Aufdruckfläche wird ferner über den Unterbrecher 210 der Impulszähler 211 um einen oder mehrere Schritte fortgeschal- tet. Er gibt daher die Dauer des Betriebs- zustandes oder eines Stillstandes der Maschine an.
Mittels des Impulszählers 209 können auch die von der Drehzahl der Maschine ab hängigen Arbeitsimpulse unter Aj in der Tabelle nach Fig. 16 gezählt werden.
Da mittels der Auswertevorrichtung nach Fig. 17 jede Kolonne des Diagrammes ge sondert abgetastet werden muss, eignet sich dieselbe besonders zum Auswerten der Dia gramme A und E der Fig. 16.
Mittels der Auswertevorrichtung nach Fig. 18 können auf den Diagrammen B und C alle Stillstandsarten einer Maschine bei nur einmaligem Abtasten des Diagrammes ausgewertet werden. Der Ausschnitt 212 der Blende 213 ist hier so breit wie die drei Kolonnen des Diagrammes, welche die Still stände anzeigen.
Das Lichtstrahlenbündel wird wiederum von einer Lichtquelle 214 erzeugt und auf eine Photozelle 215 reflek tiert, deren Strom über einen Verstärker 216 auf ein Drehspulinstrument 217 einwirkt. Dasselbe ist mit zwei Schaltarmen eines Wahlschalters 218, 219 verbunden, der eine Doppelreihe Bankkontakte 0, I, 1I, HI auf ,veist. Der Schaltarm 218 ist durch eine Lei tung mit dem einen Pol einer Stromquelle 220 verbunden und die diesem Schaltarm zugeordneten Bankkontakte sind über Im pulszähler 221, 222, 223, 224 mit dem andern Pol der Stromquelle verbunden.
Zwischen den Bankzwischenkontakten I, II und den Impulszählern 222, 223 sind Verzögerungs schalter 225, 226 vorgesehen, welche eine Betätigung der Impulszähler 222, 223 ver hindern, wenn der Schaltarm 218 über die Zwischenkontakte I, II hinweggeschaltet wird. Zwischen den andern Schaltarm<B>219</B> und die Stromquelle 220 ist ein Impulsgeber 227 eingeschaltet, und die diesem Schaltarm 219 zugeordneten Bankkontakte 0, I, 1I, III sind über Impulszähler 228, 229, 230, 231 mit der Stromquelle 220 verbunden.
Parallel zum Impulszähler 231 ist ein weiterer Stromkreis vorhanden, der zwei z. B. von Hand betätigbare Schalter 232. 233 und zwei Impulszähler 234, 235 aufweist.
Die auf die Photozelle 215 fallende Licht menge ist von der Breite der Abdruckfläche der Stillstandsarten abhängig. Wenn sich in den drei abgetasteten Stillstandskolonnen kein Aufdruck befindet, so wird die ganze durch den Ausschnitt 212 durchtretende Lichtmenge reflektiert und gelangt auf die Photozelle 215. Ist nur die der ersten Still- standsart entsprechende Kolonne bedruckt, so wird % der Lichtmenge reflektiert und gelangt auf die Photozelle 215.
Sind bei der zweiten Stillstandsart die der ersten und zweiten Art entsprechenden Kolonnen bedruckt, so wird % der Lichtmenge auf die Photozelle 215 reflektiert. Bei der dritten Stillstandsart sind alle den drei Stillstands arten entsprechenden Kolonnen bedruckt, so dass praktisch kein Licht auf die Photozelle 215 reflektiert wird.
Die auf die Photozelle 215 fallende Lichtmenge beeinflusst nun die Stromstärke für den Stromkreis des Dreh spulinstrumentes 217 derart, dass bei der gan zen auf die Photozelle 215 auffallenden Lichtmenge die Schaltarme 218, 219 auf die Bankkontakte 0, bei 2/3 Lichtmenge auf die Kontakte I, bei % Lichtmenge auf die Kon takte II und, wenn kein Licht auf die Photo zelle fällt, auf die Kontakte HI geschaltet werden.
Dabei wird jeweils der der betref fenden Stillstandsart entsprechende Impuls zähler 221-224 um einen Schritt fortge- schaltet. Ferner registriert der der betref fenden Stillstandsart entsprechende Impuls zähler 228-231 die Dauer des Stillstandes. Mit dieser Auswertevorrichtung nach Fig. 18 muss man das Diagramm für eine Maschine zum Auswerten aller Stillstands arten nur einmal abtasten.
Soll bei der dritten Stillstandsart die Dauer der Stillstände noch getrennt nach besonderen Stillstandsursachen registriert werden, so wird einer der Schalter 232, 233 von Hand eingeschaltet, jeweils kurz bevor die besonderen Zeichen in der fünften Ko lonne des Diagrammes die Blende 213 pas sieren. Befindet sich z. B. auf dem Diagramm ein Strich, so wird der Schalter 232 einge schaltet und der Impulszähler 234 gibt dann die Dauer des Stillstandes aus dieser beson deren Ursache an.
Für solche Stillstände, die verhältnismässig selten vorkomme und ver hältnismässig lange dauern, ist eine Betäti gung der Schalter von Hand ohne besondere Umstände möglich.
Die Schalter 232, 233 könnten statt von Hand auch selbsttätig vermittels einer wei- teren'Photozelle betätigt werden, welche die fünfte Kolonne, z. B. des Diagiammes D der Tabelle nach Fig. 16, abtastet. Die Abtas@tung dieser Kolonne würde dann etwas vor der Abtastung mittels der Photozelle 215 er folgen.
Trifft diese weitere Photozelle auf das aus einem oder zwei schwarzen Strichen bestehende Zeichen dieser Kolonne, so ent stehen ein oder zwei Unterbrechungen des durch diese Photozelle beeinflussten elektri schen Stromes, welche Stromunterbrechungen zur Betätigung eines SchrittschaRwerkes be nutzt werden, durch das der Schalter 232 oder 233 selbsttätig geschlossen wird,
der dann den Stromkreis für den Impulszähler 234 oder 235 schliesst. Nach Beendigung des betreffenden Stillstandes wird von der Haupt photozelle 215 aus ein Ausklinkmagnet be- tätigt, worauf das Schrittschaltwerk in seine Ausgangslage zurückkehrt.
An Stelle des mit den festen Bankkon takten 0, I, 1I, III zusammenwirkenden Schaltarmes 70, 71, 72 in Fig. 2 oder 218, 219 in Fig. 18 kann vorteilhaft eine der drei nachfolgend in Fig. l9-21 angegebenen Ausführungsformen von Quecksilberschaltern angewendet werden, welche geringere Rei bungswiderstände besitzen.
In Fig. 19 trägt ein auf einer Achse 236 sitzender Hebelarm 237 ein nach einem greis gebogenes Glasrohr 238, in welches ein Draht 239 eingeschmolzen ist, welcher- der Biegung des Glasrohres folgt und einige Millimeter von den eingeschmolzenen Kon- taktstellen 240, 241, 242, 243 entfernt ver läuft.
Ein Quecksilbertropfen 244 befindet sich an der tiefsten Stelle des Glasrohres 238 und steht in ständigem Kontakt mit dem, Draht 239. In der in Fig. 19 dargestellten Lage- des Glasrohres 238 befindet sich der Quecksilbertropfen 244 auf der Kontaktstelle 242, welche dem: Bankkontakt II , in den Fig. 2 und 18 entspricht. Dreht sich die Achse 236 z.
B. unter dem Einfluss eines Elektromagneten oder Drahtspulinstrumentes im Uhrzeigersinn, so kommt die Kontaktstelle 243 an die tiefste Stelle, wobei der Kontakt 239-242 (II) geöffnet und der Kontakt 239-243 (11I) geschlossen wird, da der Quecksilbertropfen die Kontaktstelle 243 mit dem Draht 239 verbindet. 245 ist ein Gegen gewicht.
Der Quecksilberschalter nach Fig. 20 weist ein ringförmiges Glasrohr 246 auf, das mittels radialer Arme 247 auf einer Achse 248 sitzt. In das Glasrohr 246 sind Kontakt drahtpaare 249, 250 bezw. 251, 252 bezw. 253, 254 bezw. 255, 256 bezw. 257, 258 bezw. 259, 260 in gleichem Abstand am Umfang des Rohres 246 nebeneinander eingeschmol zen.
Die Achse 248 wird durch eine Zahn radübersetzung 261, 262 von einem Dreh- spulinstrument 263 derart verstellt, dass das Glasrohr 246 bei einer Teildrehung des In strumentes 263 eine ganze Drehung ausführt. Die Kontaktdrähte 249, 251, 253 usw. kön nen miteinander verbunden werden. Die je weils an der tiefsten Stelle befindlichen zwei Kontaktdrähte, z.
B. 253, 254, werden durch den im Glasrohr befindlichen Quecksilber tropfen 264 miteinander verbunden, was in Fig. 2 der Lage entsprechen würde, wenn der Schaltarm 21 auf dem Bankkontakt II stehen würde.
An Stelle eines ringförmigen Glasrohres nach Fig. 20 sind beim Beispiel nach Fig. 21 eine Anzahl einzelner Quecksilberkippschal- ter 265, 266, 267, 268 auf radialen Armen 269, 270,<B>271,</B> 272 angeordnet, die auf einer gemeinsamen Achse 273 sitzen. Dabei sind jeweils die beiden Kontakte desjenigen Schal ters geschlossen, der sich gerade senkrecht unter der Achse 273 befindet, in der darge stellten Lage also, wie ersichtlich, diejenigen des Schalters 267.
Durch Drehen der Achse 278 im Uhrzeigersinn werden die Kontakte dieses Schalters unterbrochen und diejenigen des Schalters 268 geschlossen.