Dengelapparat.
Seit längerer Zeit gibt es in der Landwirtschaft Dengelapparate, um die Sensen zu hämmern, und zwar solche, die einen Wälzdruck auf das Sensenmaterial ausüben und solche, welche mi-tels Hammer-bezw.
Stiftschlages arbeiten.
Bei letzteren wird der Stift in eine Füh- rung geleitet, und oben-lastet auf ihm der Druck einer Sbahlfeder. Selbstverständlich kann der Hub bei diesen Apparaten nur gering sein, und es wird nur dann ein fester Schlag erzielt, wenn die Masse des Stiftes und die Spannkraft der Feder gross sind.
Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, da¯ ein Strecken des S'ensenmaterials am besten mit Hammerschlag aus der Hand erfolgb. Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, bei welchem der von der Hand ausgeübte Hammerschlag nachgeahmt wird.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Apparats dargestellt, und zwar zeigen ihn Fig. 1 in Seitenansicht, Fig. 2 in Stirn-und Fig. 3 in Draufsicht, während Fig. 4 und 5 Einzelheiten darstellen.
Es kann, wie hier angenommen, ein gewöhn- licher Hammer von 800-900 Gramm mit Stiel verwendet werden.
In Fig.1 sieht man, dass der Stiel b des Hammerkopfes. a etwas vom rechten Ende entfernt um die Achse x, drehbar ist, während d er sich zwischen den Führungsschienen p gerade passend bewegen kann. Zwischen Hammerkopf a und Drehachse x ist eine Stahlfeder g verstellbar dem Hammerstiel einerseits und dem Gerüst p anderseits verbunden. Mittels der Flügelschraube h kann man die Spannkraft der Feder nach Wunsch und innerhalb praktischer Grenzen ändern.
In Fig. 1 befindet sich rechts vom Ham merstiel der Rahmen z, in welchem eine waagrechte Welle c gelagert ist, und-am-einen Ende dieser Welle befindet sich ein Rad n mit dem Drehgriff o. In der Längsmittellinie des Apparats ist auf Welle c der zweiarmige Nocken f aufgesetzt, und zwar so, dass bei jeder Drehung der Nocken f das linke Ende des Hammerstiels zweimal hinunterdrückt, wie gestrichelt in 1 angedeutet. Der Hammerkopf a geht dann in die Höhe, und hierdurch wird auch die Feder g stark gespannt.
Im gleichen Moment,'wo der Nocken sich vom Stiel last, wird letzterer mit dem Hammerkopf mit relativ grosser Geschwindigkeit, unter Einwirkung der Federkraft, auf Sense t niederprallen. Die Sense f liegb dabei auf dem Amboss q, welcher auf dem Holzklotz r be festigt ist, der wiederum einen Teil des Rahmens der Maschine bildet. Wie aus den Skizzen ersichtlich isst, wird die Sense den beiden Führungsschienen k entlang geführt, welche unten bei l drehbar gelagert sind. Beide Schienen k können mitbels FlügelschrÅauben m verstellt werden.
In den Fig. 4 und 5 ist die untere Befestigung der Feder g in einemgrösserenMass- stab gezeigt. Das Befestigungseisen s der Feder ist an seinem rechten Ende in der Mit tellinie der Maschine in p drehbar gelagert, und zwar um den Stift s'.
Das andere, linke Ende von s wird in einem Schlitz w in der Eisenplatte u geführt, welche auf p befestigt ist, wobei der Schlitz w gegenüber der Breite von s oberhalb und unterhalb verlängert) is. t. Wenn der Hammerstiel horizontal ist, wie in Fig. 1 gezeigt, dann hat die Feder g keine Spannkraft. Erst nachdem der Nocken f den Hammerstiel b um einen kleinen Winkel aus der Horizontale gebracht hat, wie in Fig. 4 gestrichelt dargestellt, und am obern Ende des Schlitzes festgehalten wird, beginnt mit der Vergrösse- rung des Winkels des Hammerstiels zur waagrechten Lage die Feder g sich zu spannen. Nach Lösung zwischen Stiel und Nocken schlägt der Hammer auf die auf dem Amboss liegende Sense (der Hammerstiel ist dann wieder horizontal).
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die vom Schlitze w begrenzte Sehwingbewegung des Befestigung, seisens s um den Stift s' (Fig. 4 und 5) die Arbeit der Machine und ihre Lebensdauer verbessert.
Am andern Ende der Welle c kann noch ein runder Schmirgelstein zum Schleifen angebracht sein.
Ferner kann der. Hammer umgedreht werden, so dass die flache Seite aufschlägt. Auf diese Weise entsteht ein kleiner Schmiedehammer, für verschiedene Arbeiten geeignet.
Mit i ist der Sitz des Arbeiters dargestellt.
Der Apparat kann zweckmässig auf folgende drei Arten angetrieben werden :
1. Durch-Kurbelrad von Hand.
2. Durch Tretvorrichtung.
3. Durch motorischen Antrieb.
In der Zeichnung ist die erste Möglichkeit (Rad n mit Drehgriff o) dargestellt. Durch Auswechseln des Handrades gegen eine Rie menscheibe kann der Apparat auf motori- schen Antrieb umgebaut werden, dadurch, dass unter dem Gestell ein Elektromotor von höchstens 1/2 PS aufgestellt und mittels Treibriemens mit der Riemenscheibe verbunden wird. Der-Tretantrieb kann erreicht werden, indem an Stelle des Drehgriffes o eine entsprechende Achse angebracht wird, an der eine Zugstange befestigt ist, die in Verbin- dung mit einem Trittbrett steht, welch letzteres wiederum am untern Teil des Gestelles des Apparates in halber Fusshöhe mittels einer Achse befestigt ist.