CH245652A - Schnittfräser-Vorrichtung für Schuhbearbeitung. - Google Patents
Schnittfräser-Vorrichtung für Schuhbearbeitung.Info
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Description
Schnittfräser-Vorrichtung für Schuhbearbeitung. Vorliegende Erfindung des Herrn Bruno Reginato betrifft eine Schnittfräser-Vorrieh- tung für Schuhbearbeitung, und zwar zum Fräsen des Sohlenrandes, mit aus einem Ein satzteil und einem gegenüber diesem axial verstellbaren Ablasserteil zusammengesetzten Schnittfräsen Zum Fräsen der Schuhsohlen werden Fräser benützt, deren Schnittbreite der Soh lendicke entspricht,
und es muss dementspre- chend ein grösserer Satz Fräser auf Lager ge halten und der Fräser jedesmal für eine an dere Sohlendicke ausgewechselt werden. Na türlich bedingt die Auswechslung des Fräsers nicht nur ein Abstellen der Maschine, son dern ist auch an und für sich zeitraubend und umständlich.
Bei der Schuhfabrikation, wo grössere Serien mit ein und demselben Fräser bearbeitet werden, fällt dies weniger ins Gewicht, wohl aber für den Schuh macher, der ständig Schuhe verschiedenster Sohlendicke abwechselnd zu bearbeiten hat.
Um insbesondere die Lagerhaltung zu verringern, hat man auch schon verstellbare Schnittfräser hergestellt, welche aus einem Ablasser-Zahnkranz und einem Einsatzfräser bestehen, die axial gegeneinander verschieb bar sind und ineinandergreifen. Indessen muss auch hier jeweils der Fräser zwecks Verstellung gelöst werden,
was ebenfalls eine Abstellung der Maschine bedingt und einen entsprechenden Aufwand an Zeit und Arbeit bedeutet.
Die genannten Nachteile sollen nun bei der Schnittfräser-Vorrichtung gemäss der Er findung dadurch behoben werden, dass der Ablasserteil mit seiner Muffe auf der Fräser- welle drehbar und längsverschiebbar angeord net ist und mittels eines die Fräserwelle frei umgebenden, im Fräserwellenlager einge- schraubten,
von Hand zu drehenden Ein stellorganes entgegen der Wirkung einer die Rückführung bewirkenden Druckfeder in den auf der F'räserwelle befestigten Einsatzteil hineingeschoben werden kann, zum Zweck, die Fräsb.reite der Sohlendicke entsprechend während des Betriebes einstellen zu können. Bei dieser Ausbildung ist also nur der Einsatzteil drehfest mit der Fräserwelle ver bunden und wirkt als Mitnehmer für den längsverschiebbaren Ablasserteil.
Dank dieser Ausbildung kann jede ge- wünschte Verstellung des Schnittfräsers in Übereinstimmung mit der jeweils zu fräsen den Sohlendicke während des Betriebes ohne Abstellung mit einer Hand erfolgen, so dass der Schuhmacher die andere Hand vollstän dig für die Handhabung des Schuhes frei hat und sofort nach erfolgter Einstellung das Fräsen fortsetzen kann,
wobei auch etwa notwendig werdende Korrekturen während des Fräsens vorgenommen werden können. Hierdurch kommt auch jegliches Lösen von Befestigungsschrauben usw. und die Benüt zung von Werkzeugen dazu in Wegfall, es erübrigt sich die Lagerhaltung eines Fräser- satzes, und es ergibt sich eine grosse Zeit ersparnis.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs- gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 die Schnittfräser-Vorrichtung im Aufriss, Fig. 2 in Draufsicht mit teilweisem Längsschnitt, Fig. 3 in grösserem Massstab einen Längs schnitt durch die Verstellvorrichtung und Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie IV-IV in Fig. 3.
In der Zeichnung ist L der mittels zwei Stangen T verstellbar an einer Maschine be festigte Lagerkörper, in welchem die hori zontale Fräserwelle F gegen Axialverschie- bung gesichert gelagert ist. Auf der einen Seite der Fräserwelle ist in üblicher Weise die Stufenscheibe 8 für Keilriemenantrieb be festigt.
Auf .der andern. Seite hat die Fräser- welle F einen Absatz 1, auf welchem der Einsatzteil E des Schnittfräsers aufgesetzt und mittels einer Unterlagscheibe 2 und dem in das Wellenende eingeschraubten Schrau benbolzen 3 gegen die Schulter der Fräser- welle F gedrückt wird, so dass er unverdreh- bar festgehalten ist.
Der Ablasserteil A des Schnittfräsers, welcher mit seinen Zähnen in die Lücken des Einsatzteils eingreift, ist mittels Kopfschrauben<B>10</B> (Fig. 3) in einer Muffe 111 befestigt, deren Nabe längsver schiebbar und drehbar auf der Fräserwelle F gelagert ist. In der durch die Muffe 1V1 und den Ablasserteil A gebildeten Höhlung ruht eine die Frä.serwelle F umgebende Schrau benfeder 7, welche sich am Einsatzteil E abstützt und bestrebt ist, die Muffe M nach einwärts zu drücken.
Auf die Muffe M ist mit Laufsitz ein mit einem gerändelten Kopf versehenes Einstellorgan 4 aufgesetzt, welches mit einem Gewindeschaft 5, der die Fräser- welle F mit Spiel umgibt, in eine Ringmutter 6 eingeschraubt ist;
letztere ist mittels Kopf schrauben an der Stirnseite des Lagerkörpers L befestigt. Zwischen dem Einstellorgan 4 und der Muffe 111 sind in einem Käfig 9 ge haltene Kugeln 8 zwecks Übertragung des Längsschubes gelagert. Das Gewinde des Schaftes 5, welches leicht drehbar in die Mutter 6 eingepasst ist, hat eine Steigung von 2 mm und vier um je 90 gegeneinander ver setzte Längsrillen<I>5r</I> (Fig. 4).
In die Ring mutter 6 ist seitlich eine radiale Hohl schraube 11 eingeschraubt, in deren Bohrung eine Schraubfeder 12 ruht, welche bestrebt ist, eine Kugel 13 in die Längsrillen 5r des Gewindeschaftes 5 zu drücken. Auf diese Weise wird eine Rast gebildet, welche von Viertels- zu Viertelsdrehung des Einstell organes 4 eine Arretierung desselben bewirkt.
Da die Gewindesteigung 2 mm beträgt, er gibt jede Viertelsdrehung des Einstellorganes 4 eine Längsverschiebung des Gewindeschaf tes 5 und mit ihm der Muffe 91 nebst Ab lasserteil A um i/2 mm, so dass der Schuh macher in der Lage ist, ohne irgendeine Ska lenteilung die Grösse der Verstellung zu be messen. Durch Drehen der seitlich heraus ragenden Hohlschraube 11 kann der Druck auf die Kugel 13 geregelt werden.
Der gesamte Verstellungsbereich a ist aus Fig. 3 ersichtlich, in welcher v der vordersten Lage des Ablasserteils A (gemäss Fig. 1 und 2), also der kleinsten Schnittbreite, und h der hintersten Lage des Ablasserteils, also der grössten Schnittbreite entspricht, welch letztere bis zu 18 mm betragen kann.
Die ganze Vorrichtung ist von äusserst einfacher und: robuster Konstruktion, hat wenig Teile, kann in kürzester Zeit leicht demontiert werden, und die Bedienung kann mit einer einzigen Hand während des Be triebes, und ohne den Schuh abzulegen, er folgen, um die Schnittbreite einzustellen.
Die Vorrichtung kann ohne wesentliche Abänderungen auf allen Ausputzmaschinen montiert und im Bedarfsfalle abgenommen werden, um einen gewöhnlichen Fräskopf auf zusetzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Schnittfräser-Vorriahtung für SchuUbear- beitung, mit aus einem Einsatzteil und einem gegenüber diesem axial verstellbaren Ab lasserteil zusammengesetzten Schnittfräser, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablasser- teil mit seiner Muffe auf der Fräserwelle drehbar und längsverschiebbar angeordnet ist und mittels eines die Fräserwelle frei umgebenden,im Fräserwellenlager einge schraubten, von Hand zu drehenden Ein- stellorganes entgegen der Wirkung einer die Rückführung bewirkenden Druckfeder in den auf der Fräserwelle befestigten Einsatz teil hineingeschoben werden kann, zum Zweck, die Fräsbreite der Sohlendicke ent sprechend während des Betriebes einstellen zu können.UNTERAI\TSPRüCHE 1. Sehnittfräser-Vorrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatzteil zwischen einer Unterlagscheibe und einer Schulter der Fräserwelle mittels einer Kopfschraube eingeklemmt und zwi schen der den Ablasserteil haltenden Muffe und dem Einsatzteil die Druckfeder konzen trisch um die Fräserwelle eingesetzt ist.2. Schnittfräser-Vorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindeschaft des mit einem .gerändelten Kopf ausgebildeten Einstellorganes ein Gewinde von 2 mm Steigung aufweist und übers. Kreuz angeord nete Längsrillen besitzt, in welche eine in einem undrehbaren Teil gehaltene, unter Federdruck stehende Kugel zur Arretierung hineingedrückt wird, derart, dass bei jeder Viertelsdrehung des Einstellorganes eine Ver schiebebewegung um 1/? mm erfolgt.3. Schnittfräser-Vorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass der Gewinde schaft der Einstellscheibe in eine am Stirn ende des Lagerkörpers der Fräserwelle be festigten Ringmutter eingeschraubt ist, in welche seitlich eine radiale Hohlschraube ein geschraubt ist, in welcher eine Schrauben feder eingesetzt ist, welche die vor der Hohlschraube liegende Kugel in eine Längs rille drückt.4. Schnittfräser-Vorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertra gung des Axialschubes zwischen Einstell organ und Muffe ein Kugellager eingesetzt ist.
Applications Claiming Priority (1)
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