CH236014A - Verfahren zur Herstellung von Pregnenol-(3)-on-(20). - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pregnenol-(3)-on-(20).

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CH236014A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Pregnenol-(3)-on-(20).            Ketone,    die den Säuren der     a-llbgemeinen     Formel  
EMI0001.0004     
    worin R einen     polycyclischen        hydroarorna-          tischen        Rest    bedeutet, entsprechen,     -sind    be  kannt. Sie waren jedoch bisher nur auf um  ständlichem Wege zugänglich.

   Sie wurden  aus den     ,erwähnten    Säuren über ihre Ester  durch Überführung     vermittelst        Grignards     Reagenz in tertiäre Alkohole gewonnen,       welche    dann nach erfolgter     Wasserabspaltung     einem     Oxydationsprozess        unterworfen    wurden.  



  Es wurde nun gefunden, dass man     -die          Ketone    vorteilhaft     herstellen    kann, wenn man  die oben     erwähnten    Säuren dem Abbau nach       Curtius    unterwirft     und    die hierbei erhaltenen  Amine in die     entsprechenden        Ketone    über  führt.  



  Das Verfahren kann z. B. in der     Weise     ausgeführt werden, dass man eine     dieser       Säuren in das     Säureha@logenid,    insbesondere  in das Säurechlorid, überführt, dass man als  dann das     Halogenid    mit     Alkaliazid,    insbeson  dere     Natriumazid,    und zwar zweckmässiger  weise in wässeriger     Aeetonlflsung,

      zu dem  entsprechenden organischen     Azid    umsetzt  und letzteres Produkt durch Erwärmen in das       Isocyanat        überführt.    Das     Isooyanat        kann     dann nach den üblichen Methoden in das  Amin übergeführt werden.  



  Als     besonders        vortei@lhaft    hat eich dieses  Verfahren bei der Behandlung von solchen  Säuren der obigen allgemeinen     Formel    erwie  sen, in der R für     ein        tetracyelisclhes    Ring  gebilde der     Sterinreihe    steht, beispielsweise  von .Säuren der     folgenden    .allgemeinen Formel  
EMI0001.0044     
    oder    
EMI0002.0001     
    So lässt sich beispielsweise in der     3-Oxy-          bezw.        3-Acyloxy-bisnorcholens,äure    die     Sei-          tenkette    nach dem :

  genannten Verfahren in  das zugehörige     Keton    überführen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung von     Pregnenol-          (3)-on-(20),    welches dadurch gekennzeichnet  ist, dass man eine     Verbindung    der Formel  
EMI0002.0011     
    worin     Hlg    für ein Halogen steht, mit     Na-          triumazid    zur Umsetzung bringt, das so er  haltene     Azid        durdh    Erwärmen in das entspre  chende     Isocyanat,    dieses, durch saure     Ver-          seifung    in das entsprechende Amin überführt,

    das Amin durch     Umsetzung    mit einer     Hypo-          halogensäure    in das entsprechende     Halogenyl-          a.min    überführt, dieses durch Abspaltung von  Halogenwasserstoff     unter    gleichzeitiger     Ver-          seifung    der     Estergruppe    in     3-Stellung    in die  entsprechende     Iminoverbindung        veriv    anfielt  und daraus durch Hydrolyse .das     Pregmenol-          (3)-o:n-(20)        herstellt.     



       Beispiel:     56,6 g     3-Acetoxy-bisno,rcholensäure    wer  den in 450     cn2    trockenem Benzol mit 150 g       Thionylchlarid    zwei     Stunden    erhitzt; die  Reaktionslösung     wird    im Vakuum einge  dampft     und    der Rückstand sofort in 315     em      Aceton aufgenommen.

   Zur     Acetonlösung,    die  auf 0  gekühlt wird,     lä.sst    man unter ständi  gem Rühren eine Lösung von 18,2 g     Natrium-          azid    in 44     am'    Wasser langsam     .einfliessen.     Dabei flockt das gewünschte     Azid        aus.    Die  Reaktionslösung     wird    weiter bei -15  C       1/2    Stunde sich selbst überlassen, danach das         Azid        clinell        abgesagt    und mit kaltem  Aceton     nachgewaschen.     



  Das     Azid    wird nun in 600 cm' trockenem       Tolizol    aufgenommen und mit     Natriumsulfat     bei -5  C geschüttelt. Die Lösung wird an  schliessend     filtriert    und langsam erwärmt. Bei  40  C beginnt die Stickstoffabspaltung, die bei  80  C ihren Höhepunkt erreicht. Die Lösung  wird noch bis zum Sieden erhitzt, wobei die  Abspaltung von Stickstoff beendet wird. Die       Reaktonslösung    wird im Vakuum eingeengt  und der     Rüekstand    aus     Petroläther    umkri  stallisiert. Ausbeute an dem entsprechenden       Isocya.nat:    35,2 g: 4 g werden noch aus der       iJutterla.uge    erhalten.  



  6 g     Isocya-nat    werden in 150     cmg    Äther  und 150     cm-'    Benzol gelöst und die Lösung  mit 200 g     60%i,-:,er    Schwefelsäure, die vorher  auf 0  gekühlt ist, 30 Minuten intensiv ge  rührt. Die     Reaktionslösung        -wird    danach in       Wasser    gegossen. das     Aminsulfat        abgeschleu-          dert    und das Amin mit alkoholischer Lauge  in Freiheit gesetzt.

   Die alkalische Lösung  wird     ausgeäthert    und nach Trocknen der       ätherischen    Lösung das Amin mit einigen  Tropfen Eisessig als Acetat ausgefällt. Aus  beute: 6,4 g     Aminacetat;    aus 39,2 g     Iso,-          eya.nat        werden        49g        Aminacetat    erhalten.  



  134 g des     3-Acetoxy-ternorcholenylamins     werden in 1,5 Liter Äther gelöst und die       Lösung    über     fia.liumhy        droxyd    scharf ge  trocknet. Danach,     -wird    die Lösung filtriert,  etwas     Natriumsulfat        wasserfrei    hinzugefügt  und     dass        Gemisch    auf -15  C gekühlt. Nun       lä.sst    man 270 cm' einer ätherischen Lösung  von     unterchloriger    Säure, die 1,96 g     H0C1     enthält und mich auf     -15     C gekühlt ist,  langsam unter Schütteln einfliessen.

   Die Lö  sung. die anfänglich     stark    basisch reagierte.  ist nun     vollkommen    neutral. Die     Reaktions-          lösung    wird     ,sofort    im Vakuum eingedampft,  der Rückstand, der     gut        kristallisiert    ist, ist  die entsprechende     Chlmylverbindung    des  Amins, die nahezu quantitativ erhalten wird.  



  Sie wird mit 465 cm' absolutem Alkohol  und einer     Alkoholatlösung,    die aus 8,8g Na  trium und 190     em@    absolutem Alkohol berei  tet     ist,    aufgenommen und 45 Minuten auf      dem Wasserbad erwärmt. Danach wird die  Reaktionslösung, aus der sich das Natrium  chlorid bereits     abgeschieden    hat, in Wasser       gegossen,    die     ko:ll'oide    Mischung mit Schwefel  säure angesäuert und sich selbst überlassen.  In dieser Zeit hat     sich    das gewünschte       Pregnenol-(3)-on-(20)    als weisse Verbindung  abgeschieden.

   Die Mischung wird     ausgeäthert,     der Rückstand :der ätherischen Lösung,     der     fest     und        kristallisiert    erhalten wird, im  Hochvakuum zwischen 180-2l0  C und  0,01 mm     destilliert.    Das Destillat, das als rein  weisses Produkt     erstarrt,    kann noch aus  Methanol umgelöst werden.     Ausbeute    8 g;  Schmelzpunkt 187-190  C.  



  Das an sich bereits bekannte Endprodukt  dient zur Herstellung von Heilmitteln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Pregnenol- (3)-o-n-(20), dadurch gekennzeicnhet, dass man .eine Verbindung dem Formel EMI0003.0018 worin Hig für ein Halogen steht, mit Na triumazi.d zur Umsetzung bringt, das ,so er haltene Azi:
    d durch Erwärmen in das entspre- chende Isoeyanat, dieses durch saure Ver- seifung in das entsprechende Amin überführt, das Amin durch Umsetzung mit einer Ilypo- halogensä:
    ure in das entsprechende Halogenyl- amin überführt, dieses durch Abspaltung von Halogenwasserstoff unter gleichzeitiger Ver- seifung der Estergruppe in 8=Stellung in die entsprechende Iminoverbindung verwandelt und daraus durch Hydrolyse das Pregnenol- (3)-on-(20) herstellt.
CH236014D 1934-11-17 1935-11-15 Verfahren zur Herstellung von Pregnenol-(3)-on-(20). CH236014A (de)

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