DE709130C - Verfahren zum Herstellen von Oxyalkylaethern von Chinaalkaloiden - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Oxyalkylaethern von Chinaalkaloiden

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DE709130C
DE709130C DEM138953D DEM0138953D DE709130C DE 709130 C DE709130 C DE 709130C DE M138953 D DEM138953 D DE M138953D DE M0138953 D DEM0138953 D DE M0138953D DE 709130 C DE709130 C DE 709130C
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DE
Germany
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china
alkaloids
preparation
oxyalkyl
ethers
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Expired
Application number
DEM138953D
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English (en)
Inventor
Courtland Lewingston Butler
Leonard Harrison Cretcher
Alice Gertrude Renfrew
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mellon Institute of Industrial Research
Original Assignee
Mellon Institute of Industrial Research
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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Oxyalkyläthern von Chinaalkaloiden Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Herstellung von Oxyalkyläthern von eine phenolartige Hydroxylgruppe enthaltenden Chinaalkaloiden unter Verwendung von Benzyloxyalkylderivaten der Chinaalkaloide als Zwischenprodukte. Das Verfahren zum Herstellen dieser Zwischenprodukte kann in der Alkylierung von eine phenolartige Hydroxylgruppe enthaltenden Chinaalkaloiden mit Benzyloxyalkylverbindungen einer aromatischen Sulfonsäure bestehen gemäß der Gleichung: In dieser Gleichung bedeutet Ar ein aromatisches Radikal und der Buchstabe R die Gruppen - C H = C H. oder = C H C H3 oder - C H. C H3. Aus derartigen Benzy lolyalky 1-abkömmlingen lassen sich erfindungsgemäß leicht Oxvalkvlätlier von Chinaalkaloiden herstellen, indem man sie in verdünnter Mineralsäure gemäß folgender Gleichung hydrolysiert: Diese Derivate von Chinaalkaloiden besitzen wertvolle medizinische Eigenschaften und finden insbesondere als pneumokokkentötende Arzneimittel Anwendung. Offenbar besitzen sie eine sehr geringe toxische Wirkung, sind von den schädlichen, auf dieAugen wirkenden Eigenschaften mancher Cinchoninablcöminlinge frei und sind gegen Pneumokokken so-«-ohl in vitro als auch in vivo hoch wirksam.
  • Die Herstellung von Oxyallcylätliern von Chinaalkaloiden ist zwar bereits liekamit. Das bekannte Verfahren besteht in der Einwirkung von Chlorhydrinen oder Oxyalkyltoltiolsulfonaten auf @liitiaalkäloide, wie 11vdrocuprein oder .Npocuprein. Bei dieser Arbeitsweise setzen sich die Alkyliertingsmittel in starkem -Maße mit den basischen Gruppen des Cinchoninmolekiils um. Infolgedessen werden hierbei nur Ausbeuten von 6 bis 9 % des gewünschten Erzeugnisses erhalten.
  • Durch die Verwendung der Benzvloxyal1;3-Itoltiolsulfoiiate gemäß der Erfindung wird die Hydroiylgruppe der Oiyalkyltoluolsulfonate während der Alkylierung abgeschirmt, wodurch die rohe Umsetzungsfähigkeit der Ausgangsstoffe vermindert wird. Gleichzeitig wird die Richtung der Unisetzung in dein Sinne beeinflußt, daß sie in der Hauptsache an der phenolischen Hydroxylgruppe stattfindet. Demgemäß erhält man gemäß der Erfindung durch einfache Hydrolyse der Benzylotyalkyläther der Chinaalkaloide Ausbeuten an 0xvallcylätliern, die 50 bis 55 °/o des zur Benzylierung verwendeten Ausgangsstoffes betragen. Das neue Verfahren ist also der bekannten _@rlieitsweise wesentlich überlegen.
  • Herstellung des Zwischenprodukfes durch Alkylierung von 21pocuprein mit Benzyloxyiitliyllienzol sul fonat 3o Teile Apocuprein werden in alkoholischer Lösung in das Kalisalz übergeführt und 2 Stunden auf dem Wasserbad mit 26 Teilen Benzvloxväitlivllienzolsulfonat behandelt. Das Umsetzungsergebnis,. nämlich Benzyloty:itliylaliocttl»-ein, wird abgetrennt und in der üblichen `'eise aufgearbeitet. Der Stoff kann gewünschtenfalls bequem aus Aceton umkristallisiert werden.
  • Es sei darauf hingewiesen, daß die Umwandlung in das Kaliunisalz nur beispielsweise erfolgt. Es kann eine Umwandlung in irgendein anderes Alkalisalz erfolgen, wie dies dem Chemiker bekannt ist.-Ein anderer Weg zur Herstellung des Zwischenproduktes besteht in folgender Arbeitsweise: ß-Cliloriitlivlal)octilirein wird hergestellt durch Alkylieren des Kalisalzes von Apocuprein mit /i-Clilor:itliyl-1)-toluolsulfonat.
  • 9o Teile von ß'-Cliloriitliylal>oculirein werden in benzylalkoholischer Lösung behandelt, in welcher 6,5 Teile Natrium aufgelöst sind. Das Umsetzungsgemisch wird finit Äther verdünnt und die Lösung vom Chlornatrium abfiltriert. Das gewünschte Erzeugnis, nämlich Benzyloxyäthylapocuprein, wird aus der ätherischen Lösung finit verdünnter Schwefelsäure ausgezogen und in der üblichen Weise aufgearbeitet.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung sei an folgenden Beispielen näher erläutert: Beispiel t Herstellung vonOxyäthylapocuprein g Teile Benzyloxyäthylapocuprein werden in 6o Teilen verdünnter Salzsäure aufgelöst, die 16 Teile konzentrierte Säure enthält. Beim Destillieren wird die Benzylgruppe durch Hydrolysieren als Benzylchlorid .abgespalten, welches in das Destillat übergeht. Die letzten Anteile von Benzylchlorid werden durch Wasserdampfdestildation entfernt. Im Umsetzungsgefäß verbleibt Oxyäthylapocuprein in saurer Lösung. Es wird in der üblichen Weise aufgearbeitet.
  • Beispiel 2 Herstellung von Oxyäthylhydrocuprein In ähnlicher Weise wird Benzyloxyäthylhydrocuprein in verdünnter Salzsäure zu Oxyäthylhydrocuprein hydrolysiert. Der Stoff wird abgetrennt und aufgearbeitet.
  • Beispiel 3 Herstellung von y-Oxypropylapocuprein y-Benzyloxypropylapocuprein wird in ähnlicher Weise in verdünnter Lösung hydrolysiert, und das Erzeugnis, nämlich- y-Oxypropylapocuprein, wird abgetrennt und aufgearbeitet.
  • Beispiel Herstellung von i-Oxy-2-propyl.-apocuprein (a-Methyl-ß-oxyäthylapocuprein) r-Benzyloxy-2-propylapocuprein (a-Methylß-benzyloxyäthylapocuprein) wird in ähnlicher Weise in verdünnter Salzsäure hvdrolysiert und das Erzeugnis, nämlich r-Oxy-2-propy lapocuprein, abgetrennt und aufgearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Oxyalkyläthern von Chinaalkaloiden, .dadurch gekennzeichnet, daß man ein eine phenolartige Hydroxylgruppe enthaltendes Chinaalkaloid mit einem Benzyloxyalkylester einer aromatischen. Sulfonsäure umsetzt oder einen Chloralkyläther eines eine phenolartige Hydroxylgruppe enthaltenden Chinaalkaloids mit Natriumbenzylat behandelt, den so gewonnenen Benzyloxyallcy läther mit verdünnter Säure z @.i einem Oxyalkyläther hydrolysiert und das gewünschte Erzeugnis abtrennt.
DEM138953D 1937-04-26 1937-08-15 Verfahren zum Herstellen von Oxyalkylaethern von Chinaalkaloiden Expired DE709130C (de)

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