CH216705A - Abzugseinrichtung für in einer Lafette verwendbare selbsttätige Schulterwaffen. - Google Patents

Abzugseinrichtung für in einer Lafette verwendbare selbsttätige Schulterwaffen.

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CH216705A
CH216705A CH216705DA CH216705A CH 216705 A CH216705 A CH 216705A CH 216705D A CH216705D A CH 216705DA CH 216705 A CH216705 A CH 216705A
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Aktiengesel Rheinmetall-Borsig
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Rheinmetall Borsig Ag
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Description


      Abzugseinrichtung    für in einer Lafette verwendbare selbsttätige Schalterwaffen.    Bei selbsttätigen als     Aufsehiesser    arbei  tenden Feuerwaffen mit auf den Schlag  bolzen des geschlossenen Verschlusses wir  kender     Abzugseinrichtung    besteht der Nach  teil, dass bei der     Feuerunterbrechung    noch  eine Patrone vom vorlaufenden Verschluss in  den Lauf eingeführt wird und im heissge  schossenen Lauf unbeabsichtigt zur Selbst  entzündung kommen kann.

   Aus diesem  Grunde hat man bei solchen     aufsehiessenden     Waffen schon eine     Fangvorrichtung    vorge  sehen, die den Verschluss in der     hintern        End-          stellung    zu fangen     vermag.    Diese Fangvor  richtung wird während des Schiessens ausge  rückt gehalten und bei der beabsichtigten       Feuereinstellung    zum Einfallen und Sperren  des in     seine    Öffnungslage zurückgehenden  Verschlusses freigegeben.  



  Auf den Schlagbolzen wirkende Abzugs  einrichtungen haben für die Einzelfeuer  abgabe den Vorteil, die ruhige Zielhaltung  der Waffe zu gewährleisten. Bei den zuschie  ssenden Waffen dagegen schnellt der     Ver-          schluss    aus der     hintern    Spannstellung vor.    Mit dem Einlaufen in die     Verriegelungslage     fällt sofort der Schuss und durch das Vor  laufen der     Verschlussmassen    in Verbindung  mit dem Stoss bei ihrem Anhalten wird der       gezielte        Einzelschuss    gestört.  



  Die den auf- und zuschiessenden Waffen  anhaftenden Vor- und Nachteile haben schon  zu dem Vorschlag der Anordnung von Ab  zugseinrichtungen geführt, die die Waffe mit  Einzelfeuer aufschiessend, mit Dauerfeuer zu  schiessend arbeiten lassen. Man hat zu diesem  Zweck eine     Umwandlungseinrichtung    vorge  schlagen, die den Abzugsmechanismus der  Waffe auf Einzel- oder Dauerfeuer umstellt  und im ersten Fall auf den Schlagbolzen, im  zweiten Fall     auf    den Verschluss wirken lässt.  Man hat auch schon je     einen        unabhängigen     Abzug an der Waffe angeordnet, von denen  der eine auf eine Fangklinke für den ge  spannten Schlagbolzen, der andere auf eine  solche für den gespannten Verschluss ein  wirkt.  



  Die     Erfindung        bringt    die verschiedenen  möglichen Schiessweisen solcher Waffen in      Beziehung zu ihrem     Verwendungszweck    und  Gebrauch einmal als selbständige     Schulter-          jvaffe,    zum andern in Lafette. Nach der Er  findung ist an der für die Waffe vorgesehe  nen Lafette ein Steuerglied (z.

   B. ein Vor  sprung) vorgesehen, das die auf     Ausrückung     der     Schlagbolzensperrklinke        jvirkende    Ab  zugsstange verschiebt und dadurch den       Einzelfeuerabzug    abstellt und die     Schuss-          abga.be    auf die zum Zuschiessen der Waffe  im Dauerfeuer vorgesehene, durch einen La  fettenabzugshebel     ausrückbare    Fangklinke  überträgt.

   So ist ein für Gebrauch im     Sehul-          tersehuss    als     Aufschiesser    eingerichteter  Selbstlader durch das     Lafettieren    in einen       Zusehiesser        um-iva.ndelbar.    Damit kann vorteil  haft zusätzlich eine Einrichtung zum Um  stellen von Einzelfeuer auf Dauerfeuer ver  bunden sein. Auf diese Weise ist zum Bei  spiel die     bekannte    grosskalibrige     Tankbüchse,     die unter Schultereinsatz von einer Gabel  stütze aus Einzelfeuer abgibt, zur Flugzeug  abwehr in einer Lafette als Maschinenkanone  verwendbar.  



  Durch die Erfindung wird demnach jenen  Waffen, die zu verschiedenen     Schiessweisen          befähigt    sind, entsprechend ihrem Gebrauch  als     Schulterwaffe    oder in Lafette die jeweils  passende Schiessweise selbsttätig erteilt. Irr  tümer in der Einstellung sind     ausgeschloss:gn,     und der     Schütze    ist von     Erwägungen        darül-Ker          sowie    von der Vornahme des     Umstehens     selbst entlastet. Die Fangorgane für den  Schlagbolzen und Verschluss der Waffe kön  nen beliebig angeordnet und ausgebildet sein.

    Es eignen sich dafür sowohl die bekannten  Arten mit zwei voneinander     unabhängigen     Abzügen als auch solche, die nur einen ein  zigen Abzug mit     Umwandlungseinriehtung     besitzen.  



  In der Zeichnung ist als     Ausführungsbei-          spiel    eine Tankbüchse mit einer Abzugsein  richtung nach der Erfindung     dargestellt,    und  zwar zeigen       Fig.    1 einen Längsschnitt durch die  Waffe mit der zur Verwendung als Schulter  waffe bestimmten Arbeitsstellung der Ab  zugseinrichtung bei geschlossenem     Verschluss.            Fig.    2 einen gleichen Längsschnitt in der  Verwendung als     lafettierte    Waffe bei geöff  netem Verschluss,

         Fig.    3 und     3a    im Längs- und Querschnitt  eine zweckmässige     Sonderausbildung    einer       Teileinrichtung.     



  Im Waffengehäuse 1 ist der Verschluss 2  beim     Abschuss    in bekannter Weise unter     Ent-          riegelung    vom Lauf 3 gegen eine     nicht    ge  zeichnete Schliessfeder     rücklaufbeweglich    ge  führt. Während der     Rücklaufbewegung    wird  der im Verschluss 2 längsbeweglich gelagerte  und unter Wirkung einer Schlagfeder     4"     stehend(" Schlagbolzen 4 gespannt.

   Vor einer  Nase 41, des gespannten Schlagbolzens 4 fällt  eine im Verschluss 2 schwenkbar gelagerte  und von einer Feder     5.,    belastete Abzugs  klinke 5 ein, die zur     Schussabgabe    von einer       Einzelfeuerabzugscinrichtung        ausrückbar    ist.

    Diese Abzugseinrichtung selbst     besteht    aus  einer um den Bolzen 6 im Abzugsbügel gegen  eine     Riickstellfeder    7     v:erschwenkba:reri        Äb-          zugszunge    8, auf der eine als Winkelhebel  ausgebildete     Mitnehmerklinke    9 drehbar be  festigt, die unter dem Druck einer Feder     9,,     mit dem einen Winkelarm in Anlage an  einer von der .Feder     10.,,        heeinflussten    Ab  zugsstange 10 gehalten ist.

   Der genannte  Arm der     Mitnehmerklinke    9 arbeitet mit  einer Druckfläche 101, der Abzugsstange 10  zusammen und schiebt diese beim Zurück  ziehen der     Abzugszunge    8 in die Feuerstel  lung hoch. Dadurch wird die Sperrklinke  aus der Fangstellung des gespannten Schlag  bolzens 4 ausgerückt. Bei Erreichen dieser  Abzugslage kommt der zweite Arm der Mit  nehmerklinke 9 an einer Gehäusefläche 1,, des  Abzugsbügels zur Anlage.

   Dadurch wird im  Verlauf der weiteren     Abzugsbewegung    der  auf die Abzugsstange 10 wirkende Arm der       Mitnehmerklinke    9 zum     Abgleiten    von der       Druckfläche        10,,    der Abzugsstange     ,-ebracht     und diese unter dem Druck ihrer Feder     10.,     in die Ausgangslage     zurückgeführt.    Zur er  neuten     Schussabgabe    muss die Abzugszunge 8  losgelassen werden, damit diese in     die    Ruhe  lage zurückkehren kann und hierauf erneut.  zurückgezogen werden.

   Die Abzugseinrich-           tung    arbeitet also als     Einzelfeuerabzug,    und  zwar für die aufschiessende Arbeitsweise der  Waffe. Ausser der     Einzelfeuerabzugseinrich-          tung    ist im     hintern    Teil des Waffengehäuses  1 noch eine Fangvorrichtung vorgesehen, die  aus einer um den Bolzen 12 des Waffen  gehäuses schwenkbaren und von einer Feder  13     belasteten    Fangklinke 11 für den Ver  schluss 2 besteht.

   Beim Gebrauch der Waffe  als     Schulterwaffe    für die     Einzelschussabgabe     in der aufschiessenden Arbeitsweise ist die  Fangklinke 11 ausgerückt und, wie     Fig.    1  darstellt, durch einen Steckstift 14 in der  ausgerückten Lage festgelegt oder durch eine  sonstige von Hand oder selbsttätig durch  Federwirkung     einrückbare    Sperre in dieser  Lage gehalten. Zu diesem Zweck ist, wie       Fig.    3 und 3a zeigen, die Fangklinke 11 in  einem Lagergehäuse 18 in Querführungen     1b          verschieblich    angeordnet.

   Das Lagergehäuse  18 wird durch Federn 19 in einer Lage ge  halten, in der die Fangklinke 11 gegenüber  der     Durchtrittsöffnung    1, im Waffengehäuse  seitlich versetzt liegt.  



  Wird nun die Waffe, wie     Fig.    2 schema  tisch andeutet, in eine Lafette eingelagert,  so drückt ein an dieser vorgesehener Vor  sprung 15 oder ein ähnliches Glied für die  Ausschaltung der     Einzelfeuerwirkung    die  Abzugsstange 10 aus dem     Eingriff    mit dem       Einzelfeuerabzug    in solche Lage, dass die  Sperrklinke 5 beim     Einlaussen    des Verschlus  ses 2 in seine vordere Endlage ausgerückt  wird, damit der Schlagbolzen 4 freigegeben       wird.    Die Unterbrechung durch den Einzel  feuerabzug ist also ausgeschaltet.

   Die     Schuss-          abgabe    wird dann durch die Fangklinke 11  ;gesteuert, die durch Herausziehen des Steck  stiftes 14 oder bei einer Durchbildung gemäss       Fig.    3 und 3a     selbsttätig    und zwangsläufig  durch einen beim     Aufsetzen    der Waffe auf  die Lafette das Lagergehäuse 18 seitlich ver  schiebenden     Lafettenanschlag    20 mit ihrer  Fangfläche     11"    von der Feder 13 in die Bahn  einer Fangrast     2a    des Verschlusses 2 einge  schwenkt wird     und    diesen in der geöffneten  Lage fängt.

   Die     Steuerung    der Fangklinke  11 zur Feuergabe erfolgt durch einen in der    Lafette gelagerten Abzugshebel 16, der um  einen Bolzen 17 der Lafette drehbar gelagert  ist und beim Niederdrücken seines Griffendes  mit dem Gegenende     16a,    die     Fangklinke    11  entgegen der Wirkung ihrer Feder 13 aus der       Verschlussfanglage    hebt. Solange der Abzugs  hebel 16     ausgerückt    gehalten     wird,    feuert die  Waffe im Dauerfeuer in zuschiessender Ar  beitsweise. Wird der Abzugshebel 16 los  gelassen, so wird der Verschluss von der  Fangklinke 11 in der hintern     Endstellung     festgehalten.  



  Um für Sonderfälle auch Einzelschüsse  mit der     lafettierten    Waffe abgeben zu kön  nen, wird zweckmässig der     Lafettenvorsprung     15 verstellbar und aus der     normalen    Lage der  Einwirkung auf     die    Abzugsstange 10 aus  rückbar gemacht. Die Waffe kann dann mit  tels des     Einzelfeuerabzuges    als     Aufschiesser     im     Einzelsahuss    bedient werden.

   Die Verstel  lung des     Lafettenteils    15 wird dabei vor  nehmlich durch einen     Lafettenabzug    bewirkt,  der     sofort    nach jedem Schuss die Einwirkung  des     Lafettenvorsprunges    15 auf die Abzugs  stange 10 unterbricht.  



  Mit der wahlweisen Verwendung der be  schriebenen Waffe als Selbstlader im Schul  terbeschuss oder als automatische Waffe bei  Lagerung in einer Lafette geht so ein Wech  sel der für     jede    der beiden Verwendungsäxten  günstigen     Abfeuerung    im ersten Fall als       Aufschiesser,    im zweiten Fall als     Zuschiesser     einher.

   Damit wird der Selbstlader, der als  Schulterwaffe bei geschlossenem System ab  gefeuert wird, mit der Einlagerung in der La  fette zu einer     Maschinenwaffe    unter Be  fähigung zur     Dauerfeuerabgabe    bei offenem       System.    Das     bringt    für die verschiedene  taktische     Verwendung    eine     wünschenswerte     Vereinheitlichung des Waffensystems. Eine  grosskalibrige Schulterwaffe zur Tankabwehr  mit aufschiessender Arbeitsweise einer Ein  zelfeuerwaffe kann nach blossem Hinzufügen  einer Fangklinke für den Verschluss als       lafettierte    zuschiessende Maschinenkanone  dienen.

   In Abänderung des     vorbeschriebenen     Ausführungsbeispiels, bei dem sich diese  Fangklinke an der Waffe selbst befindet,      wird sie     unter    Umständen zweckmässig an der       Lafette    angeordnet. Sie tritt dann für das  Zusammenwirken mit dem Verschluss in eine       normalerweise    verschlossene Öffnung der  auf die     Lafette    aufgesetzten Waffe ein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abzugseinrichtung für in einer Lafette verwendbare selbsttätige Schulterwaffen, die mittels auf den Schlagbolzen und den Ver schluss wirkender Fangorgane beim Gebrauch als Schulterwaffe als Aufschiesser und in Verbindung mit der Lafette als Zuschiesser arbeiten können, dadurch gekennzeichnet, dass an der Lafette ein Steuerglied (15) vorge sehen ist., das die auf Ausrückung der Sc.hla.g- bolzensperrklinke (5) wirkende Abzugsstange (10) verschiebt und dadurch den Einzelfeuer- abzug (8, 9)
    abstellt und die Schussabgabe auf die zum Zuschiessen der Waffe im Dauerfeuer vorgesehene, durch einen Lafetten- abzugshebel (16) ausrückbare Fangklinke (11) überträgt UNTERANSPRüCHE:
    1. Abzugseinrichtung für Schulterwaffen nach Patentanspruch, dadurch gekennzeich net, dass die Fangklinke (11) für ein Arbei ten der Waffe als Aufschiesser im Schulter- schuss in einer unwirksamen Lage feststell bar, bei Einlagerung der Waffe in die La fette aber durch den Abzugshebel (16) in Wirklage steuerbar ist.
    2. Abzugseinrichtung für Schulterwaffen nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Fangklinke (11) an dem Waffen gehäuse (1) querverschiebbar und mit Hilfe eines beim Einsetzen der Waffe in die La fette sich seitlich verschiebenden Lafetten- ansehlages (20) in die Bahn einer Fangrast (2") des Verschlusses (2) einschwenkbar ist.
CH216705D 1940-09-19 1940-09-19 Abzugseinrichtung für in einer Lafette verwendbare selbsttätige Schulterwaffen. CH216705A (de)

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NL (1) NL56916C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0257169A1 (de) * 1986-08-12 1988-03-02 Morini Competition Arm S.A. Verbesserte halbautomatische Scharfschützenpistole
US4872391A (en) * 1987-06-02 1989-10-10 Ares, Inc. Gun for firing telescoped ammunition, plus searing means

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0257169A1 (de) * 1986-08-12 1988-03-02 Morini Competition Arm S.A. Verbesserte halbautomatische Scharfschützenpistole
US4872391A (en) * 1987-06-02 1989-10-10 Ares, Inc. Gun for firing telescoped ammunition, plus searing means

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