Einrichtung zur Verwendung -von Dampf zu Kochzwecken. Es ist eine Erfahrungstatsaehe, dass ge dämpfte Gemüse usw. einen höheren Gehalt an Nährsalzen und Vitaminen aufweisen als solche, die in kochendem Wasser zubereitet worden sind. Die meisten der bisher ge bräuchlichen Kochgeschirre lassen sich nur zu Kochzwecken, nicht aber zum Dämpfen von Gemüsen usw. verwenden, so dass mittels dieser Geschirre eine rationelle Verwertung der Gemüse nicht möglich ist.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Einrichtung zur Verwendung von Dampf zu Kochzwecken. Diese Einrichtung ist gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Entnahme von Dampf aus einem Dampf erzeuger und Überleitung desselben nach mindestens einem durch einen Deckel abge schlossenen Kochgeschirr.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes dargestellt. und zwar zeigt: Fig. 1 eine Draufsicht: auf eine Vorrich tung zur Überleitung von Dampf nach zwei Kochgefässen, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 einen für den Anschluss der Vor richtung geeigneten Kochtopf in einer Sei tenansicht, teilweise im Schnitt,
Fig. 5 eine sehematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels.
Mit 1 ist eine mittels eines Deckels 2 ab geschlossene Dose bezeichnet, die mit .drei Bohrungen zum Einsetzen der einen Enden von Metallschläuchen ausgestattet ist. An einer Achse, deren eines Ende einen Dreh knopf 3 und einen Zeiger 9 trägt, ist eine Scheibe 4 vorgesehen, die ein über die ge nannte Achse geschobenes zylindrisches Glied 4a und zwei Lappen 5 trägt.
Im Innern der Dose sind ferner zwei Anschläge in Form von Stiften 6 vorgesehen. Mit der Dose 1 sind drei Metallschläuche 7 bezw. 7a in Verbindung gebracht, an deren freien Enden je ein konisches Verbindungsstück 8 bezw. 8a angeordnet ist. Als Dampferzeuger kann ein bekanntes. nicht gezeichnetes, mit einem Ausgussrohr versehenes Gefäss verwendet werden.
Bei spielsweise lassen sich die zur Erzeugun- von Warmwasser üblichen, auf Kochgefässe aufsetzba.ren Gefässe gebrauchen, die natur gemäss auch auf eine Feuerstelle eines Koch herdes oder dergl. aufstellbar sind. In das Ausgussrohr dieses Kochgefässes wird dies Verbindungsstück 8a. der Vorrichtung einm-- führt, so dass der im Gefäss entwickelte Dampf durch den Schlauch 7a nach der Dose 1 strömen kann.
Auf dem Deckel 2 ist über der Einführungsstelle des Schlauches 7a, ein Pfeil angebracht, welcher die Einströmstelle des Dampfes in die Dose andeuten soll. In der in Fig. 3 gezeichneten Stellung der bei den Lappen 5 der Scheibe 4, welche der Stel lung des. Pfeils 9 in Fig. 1 entspricht, kann der Dampf durch die beiden Metallschläuche 7 abfliessen.
Durch Drehung des Knopfes 3 nach links bezw. nach rechts wird das Ab strömen des Dampfes nach dem rechten bezw. nach dem linken Schlauch 7 verhin dert, indem sich entweder der rechte Lappen 5 vor die Einmündung in den rechten Schlauch oder der linke Lappen 5 vor die Einmündung in den linken Schlauch schiebt. Die Drehbewegungen des Drehknop fes mit der an seiner Achse montierten Scheibe 4 sind durch die Anschlagstifte<B>6</B> begrenzt, welche derart angeordnet sind, dass auf alle Fälle ein Einströmen von Dampf in die Dose nicht behindert werden kann. ebenso das Abfliessen nach der einen oder andern. Seite.
Zum Dämpfen von Gemüsen usw. können Kochtöpfe beliebiger Ausführung ohne wei teres verwendet werden. 141h 13 ist ein Koch topf bezeichnet, der mittels eines Deckels 10 verschliessbar ist. Dieser Deckel 10 weist ein Griffstück 11 mit einer zentralen Bohrung auf, die im obern Teil konisch zur Auf nahme eines Verbindungsstückes 8 und im untern Teil zylindrisch zur Aufnahme eines Röhrchens 12 ausgebildet ist. Letzteres ist zweckmässig wegnehmbar angeordnet und eist im untern Teil Löcher in der Wan dung auf, die den seitlichen Austritt von Dampf ermöglichen.
An die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung lassen sich zwei Kochtöpfe anschliessen, wie dies vorstehend am Kochtopf beschrieben urde. Die Dose 1 kann aber auch als Ver- teilorgan ausgebildet sein, das den Anschluss von mehr als zwei. Kochtöpfen ermöglicht und derart. ausgebildet sein kann, dass alle oder nach Wahl nur einzelne dieser Töpfe in den Dampfstrom eingeschaltet bezw. von diesem letzteren abgeschaltet 'erden können.
In jedem Falle gestattet. es die beschriebene Vorrichtung den an einer Stelle erzeugte Wasserdampf an mindestens zwei vonein ander unabhängigen Kochstellen zu verwen den und die Einwirkungsdauer des Dampfes <B>,in</B> jeder Kochstelle nach Erfordernis und unabhängig von den andern Kochstellen zu begrenzen.
An den nicht gezeichneten Dampferzeu ger kann an Stelle des Schlauches 7a. auch eine Rohrleitung 14 angeschlossen sein, wie Fig. 5 zeigt. Mit dieser Rohrleitung sind eine den Bedürfnissen der Küche angepasste Anzahl von Verteilorganen 1 bezw. la ange schlossen. welch letztere den Anschluss von je zwei bezw. einer Kochstelle gestatten.
Zu diesem Zwecke sind die Verteilorgane je mit einer passenden Anzahl von Ansehlussorga- nen 15 ausgestattet, an welche mit den Kochstellen verbundene Schläuche oder dergl. ansteck- oder anschliessbax sind. Diese Ver- teilorgane müssen derart ausgebildet sein, dass sich der Durc.hlass von Dampf nach den Kochstelle auch verhindern lässt.
An Stelle der konischen Verbindungs stücke 8 bezw. 8a. können auch andere be kannte Organe vorgesehen sein, die mit pas send ause,\ebildeten Anschlussorganen am Dampferzeuger hezw. an den Kochtopf deckeln in Verbindung bringbar sind, wobei sich zweckmässig Teile verwenden lassen, die durch eine Drehbewegung miteinander in Wirkungsverbindung hringbar sind, wie dies bei einem Ba jonnetverschluss der Fall ist.