CH214958A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von zylindrischen Druckbehältern aus Metall. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von zylindrischen Druckbehältern aus Metall.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von zylindrischen Druckbehältern aus Metall. Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren und eine Einrichtung zur Herstellung von zylindrischen Druckbehältern aus Metall, und zwar für innern sowohl ,als auch äussern Überdruck und bezweckt eine Erhöhung der Materialausnützung. Nach bisher bekannten Herstellungs weisen, wie Schmieden, Tiefziehen usw. her gestellte Behälter aus Metallen beliebiger Art, zum Beispiel aus Leichtmetall und Legierun gen hiervon, weisen ein im wesentlichen in Längsrichtung des Behälterkörpers gerich tetes Gefüge auf. Infolgedessen ist die Quer festigkeit geringer als die Längsfestigkeit. Für die Bemessung der Wandstärke ist aber gerade die Querfestigkeit massgebend, weil die Beanspruchung bei zylindrischen Druck behältern in Querrichtung doppelt so gross ist a.ls in Längsrichtung. Für einen bestimmten Überdruck benötigen deshalb solche Behälter eine verhältnismässig grosse Wandstärke, welche kleiner gehalten werden könnte, wenn das Verhältnis zwischen Längs- und Quer festigkeit ein günstigeres wäre. Dies wird nun nach dem erfindungsgemä- ssen Verfahren dadurch :erreicht, dass der Be hältermantel um seine Längsachse verwunden wird. Das Verwinden des Behältermantels kann zweckmässig entweder in kaltem Zustande oder auch unter Warmbehandlung erfolgen. Wenn ein derart hergestellter, das heisst verwundener Behälterkörper, der vorher aus gesprochenes Längsgefüge besass, sich unter der Wirkung, zum Beispiel eines innern Über druckes, auszuweiten versucht, so wird eine Komponente der entstehenden grossen Ring spannung in das hochwertigere ursprüngliche Längsgefüge der Wandung verlegt. Auf diese Weise wird eine höhere Querbeanspruchung ermöglicht. Infolgedessen kann für eine ge gebene Beanspruchung die Wandstärke schwä cher gehalten werden, woraus sich eine ent sprechende Verringerung des Behältergewich tes und eine Materialersparnis ergibt. Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens weist eine das geschlossene Behälterende unverdrehbar fest- haltende Haltevorrichtung und eine am offe nen Behälterrand angreifende Vorrichtung auf, welche in bezug auf die Haltevorrich tung um die gemeinsame Längsachse ver- drehbar ist. Bei der Ausführung des Verfahrens kann vorteilhaft zugleich mit der Verwindung auch eine Zusammendrückung oder Stauchung des Behälterkörpers in Axialrichtung bewirkt werden, wodurch das Gefüge noch verdichtet wird. Ein Ausführungsbeispiel der erfindungs gemässen Einrichtung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt, an Hand welcher auch Durchführungsbeispiele des erfindungsgemä ssen Verfahrens erläutert sind. Es zeigt: Fig. 1 einen Behälterrohling im Längs schnitt, Fig. 2 eine Ansicht der Einrichtung und Fig. 3 in grösserem Massstab ein Teilstück der Einrichtung im Längsschnitt. Der au.Fig. l .ersichtliche, zu verwindende Rohling R, zum Beispiel aus einer Alu miniumlegierung, hat hohlzylindrische Form mit einem kalottenförmig gewölbten Boden. Zur Erzielung der gewünschten Verwindung muss das Bodenende fest eingespannt und das offene Ende diesem gegenüber in Umfangs richtung verdreht werden. Die aus Fig. 2 und 3 ersichtliche Einrichtung besitzt zu diesem Zweck ein Einspannlager 1 und diesem gegen über ein gleichachsig angeordnetes Spindel lager 2. Das Einspannlager 1 hat einen zy lindrischen Hohlraum, dessen inneres Ende dem gewölbten Boden des Rohlings R genau angepasst ist, während der Rohling R auf seinem zylindrischen Teil seitlich etwas Spiel im Hohlraum hat. Im Spindellager 2 ist eine zum Hohlraum des Einspannlagers 1 gleichachsige Klemm spindel 3 gelagert, welche an ihrem zum Spindellager herausragenden hintern Ende ein Handrad 4 trägt. Am vordern Ende hat die Klemmspindel 3 einen zylindrischen Kol ben 5, dessen Durchmesser so gewählt ist, dass er seitlich etwas Spiel im Hohlraum des Roh lings R hat, während sein gewölbter Kopf genau der Stirnhöhlung des Rohlings R an gepasst ist. Auf der Klemmspindel 3 ist ausserdem mit Laufsitz eine mit Aussengewinde ver sehene Klemmbüchse 6 aufgesetzt, deren vor deres, leicht verjüngtes Ende in den Hohl raum des Rohlings R hineinpasst, und welche zusammen mit einer auf das Gewinde auf geschraubten Aussenbüchse 7, deren leicht kegelförmig ausgedrehtes vorderes Ende auf den Rand des Rohlings R passt, ein Hals klemmfutter bildet. Zum Anziehen des Klemmfutters 6/7 hat die Aussenbüchse 7 Handgriffe 7a. Ebenso besitzt die Innen büchse 6 am hintern Ende herausragende Handgriffe 6a zum Verdrehen des Klemm futters 6/7, wodurch die Verwindung .des Rohlings R ermöglicht wird. Der zu behandelnde Rohling R wird in der aus Fig. 3 ersichtlichen Lage in das Ein spannlager 1 eingeführt und die Klemmspin del 3 mittels des Handrades 4 so angezogen, dass der Boden des Rohlings R zwischen dein Boden des Lagers 1 und der Wölbung des Kolbens 5 unverdrehbar eingespannt ist. Dann wird die Innenbüchse 6 des Klemmfutters in das offene Ende des Rohlings R geschoben und die Aussenbüchse 7 über den Rand des Rohlings fest angezogen, so dass der offene Endrand des Rohlings im Klemmfutter 6/7 fest :eingeklemmt ist. Nun verdreht man mit tels der Griffe 6a das Klemmfutter 6/7 im gewünschten Masse, wodurch der Rohling R entsprechend verwunden wird. Diese Verdre hung kann von Hand oder mechanisch aus geführt werden. Das Mass der Verwindung hängt hierbei von der Länge, dem Durchmes ser und der Wandstärke sowie dem Material des Rohlings ab und wird so gewählt, dass sich eine maximale Materialausnützung er gibt. Es können auch Vorkehrungen getroffen sein, um zugleich mit der Verwindung ein Zusammenstauchen des Rohlings in Längs richtung und hierdurch eine Verdichtung des Gefüges zu erzielen. In besonderen Fällen von Behältern aus selbstaushärtenden Leichtmetallegierungen wird die Verwindung unmittelbar nach dem Abschrecken, das. heisst während einer ge wissen Zeit, in der das Material noch weich bleibt, durchgeführt, kann aber auch in war mem Zustande des Behälters erfolgen. Das erfindungsgemässe Verfahren eignet sich zur Herstellung von Druckbehältern für die Aufbewahrung von Flüssigkeiten und komprimierten Gasen, ferner von Geschoss- hülsen aller Art und ähnlichen, auf Über druck beanspruchten Hohlkörpern bezw. Be hältern. Natürlich könnte das Verfahren auch der art ausgeführt werden, dass der Rohling schon bei seiner Erzeugung einer Behandlung zur Herbeiführung der passend bemessenen Ver- windung unterworfen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von zylin drischen Druckbehältern aus Metall, dadurch gekennzeichnet, dass der Behältermantel um seine Längsachse verwunden wird, zum Zwecke, die Festigkeit in der Querrichtung zu erhöhen. II. Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass dieselbe eine das geschlos sene Behälterende unverdrehbar festhaltende Haltevorrichtung und eine am offenen Be hälterrand angreifende Vorrichtung aufweist, welche in bezug auf die Haltevorrichtung um die gemeinsame Längsachse verdrehbar ge lagert ist. U NTERANSPRüCHE 1.Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das eine, ge schlossene Ende des Rohlings fest eingespannt und das andere, offene Ende in Umfangs richtung verdreht wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter mantel während des Verwindens gleichzeitig in Längsrichtung gestaucht wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass schon bei der Herstellung des Behälterrohlings dieser einer Behandlung zur Herbeiführung der Verwin dung unterworfen wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch I, zur Herstellung von Behältern aus selbst aushärtenden Metallen, dadurch gekennzeich net, dass die Verwindung unmittelbar nach dem Abschrecken, solange das Material noch weich ist, erfolgt.5. Einrichtung gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevor richtung ein Einspannlager mit zylindrischem Hohlraum, dessen Stirnende ohne Spiel der äussern Bodenform des Behälterrohlings an gepasst ist, und in welchem der Rohling seit lich .Spiel hat, sowie :eine gleichachsig mit dem Hohlraum liegende, in einem Spindel lager gelagerte Einspannspindel aufweist, welche am äussern Ende mit einem Handrad versehen ist und am innern Ende einen zylin drischen Einspannkolben trägt, der im Hohl raum des Rohlings seitlich Spiel hat und dessen Kopfende der Innenseite des Rohling bodens angepasst ist, das Ganze derart, dass der Boden des. Rohlings zwischen dem Ein spannlager und dem Einspanukolben durch Anziehen der Spindel so eingeklemmt werden kann, dass der Rohling unverdrehbar gehal ten, aber seitlich nicht eingeklemmt ist. 6.Einrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass auf der Einspannspindel mit Lauf sitz,ein Klemmfutter aufgesetzt ist, das aus einer innern Klemmbüchse und einer äussern, auf erstere aufgeschraubten Klemmbüchse be steht, zwischen deren innern Rändern der offene Rand des Rohlings durch Anziehen der äussern Klemmbüchse eingeklemmt werden kann, wobei an letzterer Handgriffe zum Anziehen und am herausragenden Ende der innern Klemmbüchse Handgriffe zum Ver drehen des Klemmfutters zwecks Verwin dung des Rohlings angebracht sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH214958T | 1940-06-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH214958A true CH214958A (de) | 1941-05-31 |
Family
ID=4448919
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH214958D CH214958A (de) | 1940-06-15 | 1940-06-15 | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von zylindrischen Druckbehältern aus Metall. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH214958A (de) |
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1940
- 1940-06-15 CH CH214958D patent/CH214958A/de unknown
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