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Rohling für eine Kugelschreiberspitze
Die Erfindung bezweckt einen Rohling zu schaffen, der in einem einzigen Arbeitsgang durch einen dem Schmieden ähnlichen Kaltpressvorgang (mit Schlag) erzeugt werden kann und dabei aber doch in den einzelnen Teilen die für die spätere Funktion als Schreibspitze günstigste Form und Abmessung besitzt.
Die Erfindung betrifft einen Rohling für eine Kugelschreiberspitze aus durch Kaltpressen bearbeitetem duktilem Material, beispielsweise Kupfer, welcher einen konisch zulaufenden mit einer zur Aufnahme der Schreibkugel bestimmten Pfanne ausgestalteten Fassungskörper aufweist, der rückseitig durch eine von der Stirnfläche des Pressstempels geschaffene Schulterfläche begrenzt ist und an welchen sich an dem die Schulterfläche aufweisenden Ende ein glatt zylindrischer, durch das beim Pressen des Fassungskörpers verdrängte Material gebildeter, zur Verbindung mit dem Tintenzuführungsrohr bzw. dem Tintenbehälter dienender Hülsenteil anschliesst, wobei der Aussendurchmesser dieses Hülsenteiles dem grössten Durchmesser des Fassungskörpers gleich ist.
Das Hauptkennzeichen der Erfindung beruht nun darauf, dass der Abstand zwischen der Schulterfläche und der Randebene der Kugelpfanne gleich dem 1 - 3fachen, vorzugsweise dem 1 - 1 1/2fachen Innendurchmesser der Kugelpfanne in deren Randebene ist, und dass zwischen der Schulterfläche und dem Grund der Kugelpfanne ein geschlossener Steg für das nachträgliche Anbringen des zentralen Tintenzuführungskanals der Kugelfassung vorgesehen ist.
Vorzugsweise ist dabei die Wandstärke des Hülsenteiles wenigstens an seinem dem Fassungskörper zugekehrten Ende gleich oder kleiner als die Wandstärke des Pfannenrandes.
Durch diese Abmessungen ergeben sich, wie die Praxis bewiesen hat, die günstigsten Verhältnisse hinsichtlich des Fliessens des Materials während des Kaltpressvorganges, wobei es vor allem darauf ankommt, dass sowohl der an den Fassungskörper anschliessende Hülsenteil in der erforderlichen Länge als auch die Kugelpfanne und insbesondere auch deren Rand einwandfrei geformt werden.
Der Rohling kann auch aus einem andern Metall, z. B. aus reinem Aluminium, Silber und gewissen Zinnlegierungen bestehen.
In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung veranschaulicht dabei ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in einem stark vergrösserten Axialschnitt.
Mit 1 ist der eigentliche Fassungskörper der Kugelschreiberspitze bezeichnet, der an seinem der Schreibkugel 2 zugewendeten (vorderen) Ende eine die Schreibkugel aufnehmende Pfanne 3 aufweist, dessen Rand in üblicher Weise oberhalb des Äquators der Schreibkugel gegen diese gebördelt ist und dadurch die Kugel in der Fassung festhält. Der Fassungskörper l wird an seinem hinteren Ende durch eine Schulterfläche 4 begrenzt. Ungefähr im Bereich dieser Schulterfläche geht der konisch gegen die Schreibkugel hin zulaufende Fassungskörper 1 einstückig in einen dünnwandigen Hülsenteil 5 über, welcher zur Aufnahme des Tintenzuführungsrohres 6 bzw. eines Tintenbehälters dient.
Die durch den Abstand der Schulterfläche 4 von der Randebene 3a derKugelpfanne 3 bestimmte Länge L des Fassungskörpers, ist insbesondere im Hinblick auf die Verformungsverhältnisse bei der Herstellung der Schreibspitze durch Kaltpressen zur einwandfreien Ausformung des dünnen Pfannenrandes gewählt. Es hat
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sich dabei erfindungsgemäss als vorteilhaft erwiesen, wenn die Länge L nicht grösser als der 3fache, vorzugsweisenichtgrösseralsder 1-1 l/2fachelnnendurchmesserder Kugelpfanne in deren Randebene 3a ist.
Ebenfalls aus fertigungstechnischen Gründen ist es vorteilhaft, die Wandstärke des Hülsenteiles 5 wenigstens an seinem dem Fassungskörper 1 zugekehrten Ende gleich oder kleiner als die Wandstärke des Pfannenrandes 3a zu wählen.
Im Bereich der Kugelpfanne 3 können an der Innenfläche über den Umfang gleichmässig verteilte Erhöhungen bzw. Warzen 9 vorgesehen sein, welche als Träger der den Grundsitz für die Schreibkugel bildenden sphärischen Teilsitzfläche 9a dienen.
Der zwischen der Schulterfläche 4 und der Pfanne 3 vorhandene dünne Wandsteg 11 wird nachträglich zur Ausbildung des in der Zeichnung strichpunktiert angedeuteten, zentralen Tintenzuführungskanals 12 durch einen gesonderten Stanzvorgang durchbrochen bzw. entfernt.
PATENTANSPRÜCHE ;
1. Rohling für eine Kugelschreiberspitze aus durch Kaltpressen bearbeitetem duktilem Material, beispielsweise Kupfer, welcher einen konisch zulaufenden, mit einer zur Aufnahme der Schreibkugel bestimmten Pfanne ausgestalteten Fassungskörper aufweist, der rückseitig durch eine von der Stirnfläche des Pressstempels geschaffene Schulterfläche begrenzt ist und an welchen sich an dem die Schulterfläche aufweisenden Ende ein glatt zylindrischer, durch das beim Pressen des Fassungskörpers verdrängte Material gebildeter, zur Verbindung mit dem Tintenzuführungsrohr bzw.
dem Tintenbehälter dienender Hülsenteil anschliesst, wobei der Aussendurchmesser dieses Hülsenteiles dem grössten Durchmesser des Fassungskörpers gleich ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (L) zwischen der Schulterfläche (4) und der Randebene (3a) der Kugelpfanne (3) gleich dem 1 - 3 fachen, vorzugsweise dem 1 - 1 1/2fachen Innendurchmesser (D) der Kugelpfanne in deren Randebene ist, und dass zwischen der Schulterfläche und dem Grund der Kugelpfanne ein geschlossener Steg (11) für das nachträgliche Anbringen des zentralen Tintenzuführungskanals (12) der Kugelfassung vorgesehen ist.
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