CH213905A - Verfahren zur Darstellung von p-Acetylamino-benzolsulfothiocarbamid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von p-Acetylamino-benzolsulfothiocarbamid.

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CH213905A
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Chinoin Gyogyszer Es Vegyeszet
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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  Verfahren zur Darstellung von     p-Acetylamino-benzolsulfothiocarbamid.            Arylsulfo-thiocarbamide,    wie z. B. das     p-          Acetylamino-benzolsulfo-thiocarbamid,    waren  bis jetzt nicht bekannt. Es war bisher kein  Verfahren entdeckt worden, welches die Ein  führung einer     Arylsulfo-Gruppe,    d. h.     p-Ace-          tylamino-benzolsulfo-Gruppe    in das     Thiocar-          bamid    ermöglichte.

   Die Herstellung dieser  Verbindungen durch     Einwirkung    von     Sulfo-          halogeniden    auf das     Thiocarbamid    gelingt, in  folge von Reaktionen anderer Richtung, nicht.  



  Wir haben gefunden, dass das     p-Acetyl-          a,müio-benzolsulfo-thiocarbamid    ein wertvoller       Ausgangsstoff    zur Darstellung von     Heilstoffen     ist. Nach vorliegendem Verfahren kann das       p-Acetylamino-benzolsulfo-thiocarbamid    vor  teilhaft so dargestellt werden, dass man     Iso-          thiocarbamid-alkoxy-alkyläther,    z.

   B.     Iso-thio-          carbamid-methoxy-methyl-        oderÄthoxymethyl-          oder        Äthoxy-äthyläther    der     Einwirkung    von       p-Acetylamino-benzolsulfo-halogeniden,    z. B.     p-          Acetylamin-benzolsulfo-chlorid,        unterwirft    und  nachfolgend aus der     acylierten    Iso-thiocar-         bamid-Verbindung    die     cc-Alkoxy-alkyl-Gruppe     abspaltet.

      Es ist zweckmässig die     Acylierung    des     Iso-          thiocarbamid-Äthers    in Gegenwart von säure  bindenden     Mitteln        auszuführen.    Geeignete  säurebindende     Mittel    sind schwache tertiäre  Basen, z. B. das     Pyridin.    Man kann aber auch       Salze    organischer Säuren verwenden, z. B. Na  triumacetat.  



  Die als     Ausgangsstoffe    dienenden     Alkoxy-          alkyl-äther    des     Iso-thiocarbamids    waren bis  her ebenfalls unbekannt. Sie können vorteil  haft aus     Alkoxy-alkyl-Halogeniden,    z. B. aus       Chlormethyläther,        Chlormethyl-äthyläther    und  aus     Thiocarbamid    erhalten werden, in analo  ger Weise wie man gewöhnliche     Iso-thiocar-          bamid-Alkyläther    darzustellen pflegt.

   Weitere  und genauere     Einzelheiten    über die Methoden,  die zur Darstellung der     Ausgangsstoffe    für das  vorliegende Verfahren dienen,     findet    man nach  folgend.      Das     Methoxy    -     methyl    -     iso    -     thiocarbamid        -          äther-chlorhydrat    stellt man z.

   B. wie folgt dar:  22,8 g fein gepulvertes     Thiocarbamid    wer  den in 420     eins    heissem Aceton gelöst, nach  her abgekühlt und unter Rühren mit 22,8 g       Chlormethyläther,    gelöst in 30 cm' trockenem  Aceton,     portionsweise    versetzt. Die entstan  dene Reaktionswärme leitet man mit äusserer  Eiskühlung ab. Man lässt zweckmässig die  innere Temperatur nicht über<B>30'</B> steigen.  Nach Stehen für einige Stunden saugt man  das Chlorhydrat ab. Die Ausbeute entspricht  fast der Theorie.

   Das Chlorhydrat     schmilzt          um        etwa    1200.     Analogerweise    kann man  auch andere     Alkoxy-alkyläther    des     Isothio-          carbamids    darstellen.  



  Man kann für das vorliegende Verfahren  die Chlorhydrate der     Iso-thiocarbamid-alkoxy-          alkyl-äther    wie auch die freien Basen ver  wenden.  



  Die Abspaltung der     Alkoxy-alkyl-Gruppe          vomAcetylamino-beiizolsulfo-iso-thiocarbamid-          äther    wird vorteilhaft in     alkoholischer    Lösung  in Gegenwart von saurem Katalysator aus  geführt.

   Es ist vorteilhaft als sauren Kataly  sator     Salzsäuregas    zu verwenden, von wel  chem man auf den     verwendeten        Alkohol        be-          rechnet,        nur        wenig,        etwa        0,l-0,3        %        verwen-          det.    Es ist auch vorteilhaft, als     Alkohol    wasser  freie Alkohole, wie z. B.     abs.        Methylalkohol,          abs.    Äthylalkohol, zu verwenden.  



  Die weiteren Einzelheiten des Verfahrens  findet man in den nachfolgenden Beispielen.  300 cm'     abs.    Methylalkohol werden auf  -10 o gekühlt und mit 62,4 g     Methoxy-me-          thyl    -     iso    -     thiocarbamid    -     chlorhydrat    versetzt.  Nach Rühren löst sich das Chlorhydrat auf.  Die Lösung wird     jetzt    mit einer abgekühlten       Natriummethylat-Lösung,    erhalten aus 8,5 g  Natrium und 300 cm'     abs.        Methylalkohol,          portionsweise    versetzt. Hierbei wird das Re  aktionsgemisch bei etwa -10 0 erhalten.

   Jetzt  versetzt man das Reaktionsgemisch unter  weiterem Rühren bei etwa -10   mit 42 g  gepulvertem     p-Acetamino-benzolsulfo-chlorid;     man rührt weiter bei<B>-10'</B> und schliesslich  für 1 Stunde bei etwa<B>0".</B> Der     p-Acetamino-          benzolsulfo    -     iso-thio        carbamid-methoxy-    methyl-         äther    scheidet sich als Kristallbrei aus. Es  wird     abgenutscht,    mit Wasser gewaschen und       zweckmässig    unter     vermindertem    Druck ge  trocknet. Das Produkt kann aus Alkohol um  kristallisiert werden. Es     schmilzt    bei etwa  <B>1670.</B>  



  Die Darstellung des     Methoxy-methyl-iso-          thiocarbamids    und dessen     Acylierung    mit der       p-Acetyl-amino-benzolsulfo-Gruppe    kann auch  in einem einzigen     Arbeitsgang        vorgenommen     werden, z.

   B. so, dass man 38 g     Thiocarb-          amid    mit 450 cm' Aceton vermischt, 42 g Chlor  methyläther und     nach        halbstündigem        Rühren     50     cms    Wasser zugibt, bei     -etwa    5 0 C 50 g       Ca(OH)8        in    kleinen Portionen zugibt, für 5  bis 10 Minuten weiter rührt und mit 117 g       p-Acetyl-amino-benzolsulfo-ohlorid        portions-          weise        unter    weiterem Kühlen und Rühren  versetzt.

   Nach     einstündigem    Rühren versetzt       man    mit 500 cm' Wasser und säuert dann       mit        etwa        i0        %iger        Salzsäure        auf        Kongo     schwach an. Das Produkt wird     gesammelt,     gewaschen und     getrocknet.     



  Die     alkoholytische        Abspaltung    der     Me-          thoxy-        methyl    -Gruppe von p-Acetylamino       benzolsulfo-iso-thiocarbamid-methoxy-methyl-          äther    wird z.

   B. wie folgt     vorgenommen:     37 g fein     gepulverter        p-Aoetylamino-ben-          zolsulfo-iso-thiocarbamid-methoxy-methyläther     werden während einer Minute mit 222 cm"       etwa        99        %igem        Methylalkohol        und        1,1        cm'          331/o        Salzsäuregas    enthaltendem     abs.    Äthyl  alkohol     erwärmt,

      wobei der Ausgangsstoff in  Lösung geht und alsbald     Kristallisierung    ein  tritt. Man gewinnt das     p-Aeetylamino-benzol-          sulfo-thiocarbamid    als ein weisses kristallines  Pulver;     Schmelzpunkt    200,50. Es ist löslich  in verdünnter Lauge und     kann    aus der Lö  sung mit Essigsäure wieder     unverändert    aus  gefällt werden.  



  Die     Abspaltung    der     Methoxy    -     methyl      Gruppe kann auf gleicher Weise in     äthy        lalko-          holischem    Medium ausgeführt werden.     Anstatt     p -     Acetylamino    -     benzolsulfo    -     iso    -     thiocarbamid-          methoxy-methyl-äther    kann man auch den       Äthoxy-methyl-    oder den     a-Äthoxy-äthyläther     verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von p-Acetyl- amino-benzolsulfo-thiocarbamid, dadurch ge kennzeichnet, dass man Thiocarbamid-alkoxy- alkyläther mit p-Acetylamino-benzolsulfo-ha- logeniden acyliert und darauffolgend aus dem p-Acetylamino-benzolsulfo-iso-thio-carbamid- alkoxy- alkyläther die Alkoxy - alkyläther Gruppe mittels Alkoholyse abspaltet.
    Das so gewonnene p-Acetylamino-benzolsulfo-thio- carbamid bildet ein weisses kristallines Pul ver, welches bei<B>200,51</B> schmilzt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als p-Acetyla,mino- benzolsulfo -halogenid p-Acetylamino - benzol- sulfo-chlorid verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Acylierung in Gegenwart von säure bindenden Mitteln ausführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass man die Alkoholyse mittels abs. Al koholen in Gegenwart von sauren Katalysa toren ausführt. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeich net, dass man die Alkoholyse mit 0,1-30 % Salzsäuregas enthaltendem abs. Alkohol aus führt.
CH213905D 1939-10-03 1940-05-30 Verfahren zur Darstellung von p-Acetylamino-benzolsulfothiocarbamid. CH213905A (de)

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