CH201795A - Verschliessbarer, einen verhältnismässig starren Aufnahmeteil aufweisender, durch mehrfaches Tauchen eines Kernes in filmgebende Massen gewonnener Verpackungsbehälter. - Google Patents
Verschliessbarer, einen verhältnismässig starren Aufnahmeteil aufweisender, durch mehrfaches Tauchen eines Kernes in filmgebende Massen gewonnener Verpackungsbehälter.Info
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Description
Verschliessbarer, einen verhältnismässig starren Aufnahmeteil aufweisender, durch mehrfaches Tauehen eines Kernes in filmgebende Massen gewonnener Verpackungsbehälter. Die Erfindung bezieht sich auf einen verschliessbaren, einen verhältnismässig star ren Aufnahmeteil aufweisenden Behälter für Verpackungszwecke, der in bekannter Weise durch mehrfaches Tauchen eines Kernes in filmgebende Massen gewonnen wurde.
Es gibt bereits starre Behälter aus Blech oder Karton, in welche Beutel aus Papier oder durchsichtiger Cellulosehydrathaut lose eingesetzt sind. "Derartige Verpackungen werden besonders für pulverförmige Stoffe verwendet, haben aber den Mangel, dass der pulverförmige Inhalt auch zwischen den ein gesetzten Beutel und die starre Hülse ge langen kann. Dadurch wird die beabsich tigte Schutzwirkung des Deuteleinsatzes zum Teil wieder aufgehoben.
Es sind auch nahtlose dünnwandige, fest geformte Hohlkörper aus einem durchsich tigen Cellulosematerial für die Verpackung von Arzneistoffen, Nahrungs- und Genuss mitteln oder dergleichen Verbrauchsstoffe verschiedenster Art vorgeschlagen worden. Diese nahtlosen Hohlkörper werden durch mehrfaches Eintauchen von Tauchkernen in eine filmgebende Masse, z. B. Lösung von Acetylcellulose in Aceton, Schicht auf Schicht bis zur gewünschten Stärke gebildet, getrocknet und dann von den Tauchkernen gelöst.
Um solche Hohlkörper verschliessen zu können, ist es notwendig, auf zwei Tauch kernen von verschiedenen, in bezug aufein ander genau abgepassten Durchmessern zwei Hohlkörper herzustellen, von denen der eine den andern übergreift und oben als Verschluss dient.
Der Verpackungsbehälter nach der Erfin dung ist ein durch mehrfaches Tauchen eines Kernes in eine filmbildende Masse gewon nenes Erzeugnis und weist einen. zum Bei- spiel durch Falten, Falzen oder Zusammen drehen zu einem Verschluss verformbaren Verschlussrand oberhalb eines verhältnis mässig starren Wandungsteils auf. Damit dieser obere Randteil verformbar ist, muss er genügend dünn gehalten werden.
Das kann bei der Herstellung des Behälters dadurch erreicht werden, da.ss der Kern in seiner ge samten Höhe so oft getaucht wird, bis sich eine verformbare Haut angesetzt hat, worauf er nur noch bis zu derjenigen Wandungs- höhe getaucht wird, bis zu der sich der ver hältnismässig starre Aufnahmeteil erstrecken soll. Es ergibt sich also auf diese Weise in einem einzigen Arbeitsprozess ein durch Tau chen gewonnener nahtloser Behälter, der bis zu der von der Menge des aufzunehmenden Inhaltes bestimmten Höhe eine verhältnis mässig dicke Wandung aufweist und von da eine hautartige von solcher Stärke, dass sie verformbar ist.
Die Zahl der für die Bildung des verhält nismässig starren Unterteils und des hautför- migen obern Randteils erforderlichen Tau- chungen hängt von den Eigenschaften der filmgebenden Tauchmasse ab.
Es lassen sich auf die beschriebene Weise Verpackungsbehälter von rundem, ellipti schem, vier- und vieleckigem Querschnitt in beliebigen Grössen herstellen, wobei man auch in umgekehrter Reihenfolge zunächst den innern Hauptteil des starren Aufnahme- teils in der erforderlichen Stärke herstellt. dann durch fortgesetztes Tauchen daran eine oben den dünnwandigen, obern Randteil auf weisende Haut ansetzt. Es ist auch möglich, dem dünnwandigen obern Randteil einen grösseren Durchmesser zu geben als dein starkwandigen Behälterteil.
In manchen Fällen kann es vorteilhaft sein, für die Bildung derjenigen Hautschicht, die sich über den verhältnismässig starren Unterteil nach oben fortsetzt, eine Lösung anderer Zusammensetzung zu verwenden als für die Bildung der die starre Behälter wandung ergebenden Schicht, um zum Bei spiel verschiedene Transparenzen der beiden Schichten zii erhalten. Solche aus zwei verschiedenen Schichten zusammengesetzten Hohlkörper sind auch in einem Arbeitspro zess ohne weiteres zu gewinnen. Es ist nur nötig, zwei Tauchbecken vorzusehen.
Dran kann beispielsweise für die Bildung der den obern Rand aufweisenden Schicht eine Lö sung von Acetylcellulose in Aceton mit einem besonders hohen Gehalt an Weichmachungs- initteln verwenden, um den überstehenden dünnwandigen Randteil besonders leicht ver formbar zu machen, und kann dieser Schicht auch wasserabstossende Zusätze einverlei ben, besonders dann, renn man für die Bil deng dieser Schicht ein anderes Cellulose- produkt als das angegebene, z.
B. Benzz-1- cellulose. verwendet. In manchen Fällen kann die Verschiedenheit der beiden ange wendeten Tauchlösungen auch nur in dem Zusatz verschiedener Farbstoffe bestehen, so dass sich die den verformbaren überstellenden Verscblussrand aufweisende Schicht durch andere Färbung gegenüber der andern Schicht kenntlich macht. :11s solche Farb- zusät.ze können zum Beispiel undurchsichti; machende Pigmente, z. B. Titanoxyd, ver wendet werden.
Auch bei Anwendung verschiedener Grundstoffe als schichtgebende )lassen lässt sich eine Verschweissung der beiden Hohl körperteile ohne Schwierigkeit erreichen, wenn man in der -Lasse zur Bildunis der Aussenschicht Lösungsmittel verwendet, wel che die Masse, aus der die Innenschicht ge bildet ist, zu lösen vermögen.
So zum Bei spiel ist es ohne weiteres möglich, für die Herstellung einer in hohem Grade undurch lässigen Innenschicht eine Lösung von Kaut- schuk. Chlorkautschuk, oder einer Poly- vinylverbindung in einem beliebigen geeig neten Lösungsmittel besonders vorteilhaft anzuwenden,
wenn für die Bildung der Aussenschicht zum Beispiel eine Lösung von Acetylcellulose in Methylenchlorid unier Hinzufügung von Methanol oder Phtalsäure- äthy fester oder dergleichen geeigneten Stof fen Anwendung findet.
Eine für die Verpackungszwecke beson- ders vorteilhafte Ausführungsform eines Be hälters nach der Erfindung ergibt sich, wenn man zunächst auf einen Tauchkern eine Schicht eines Polyvinylchlorids in Methylen- chlorid zwecks Bildung einer dünnen, was serfesten Innenhaut ansetzen lässt und dann eine zweite Tauchlösung verwendet, die aus einer Auflösung von Acetylcellulose in Ace ton besteht. Nach Ablösen eines solchen Hohlkörpers von dem Tauchkern erhält man einen transparenten Behälter mit leicht ver formbarem obern Randteil, dessen Innen schicht sich jedoch unter Anwendung von Zug von der starren Aussenhülle stufenweise ablösen lässt.
Diese Ausführungsform des Verpackungsbehälters ist vorteilhaft, weil sich die innere Haut bei fortschreitender Entnahme des Inhaltes immer wieder auf den verbleibenden Inhaltsrest, z. B. pulver förmiges Gut, Tee oder dergleichen, fest an pressen lässt.
Ausführungsbeispiele von Verpackungs behältern nach der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen einen sechsseitigen Behälter, der in Fig. 1 in offenem und in Fig. 2 in verschlossenem Zustande darge stellt ist. Der verhältnismässig starre Unter teil a, dessen Höhe sich nach dem aufzuneh menden Inhalt richtet, setzt sich in einer dünneren Haut b über den obern Rand fort, die verformbar ist und durch Einfalten auf den im Teil a befindlichen Inhalt in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise gelegt werden kann. In den Fig. 3 und 4 ist ein hohlzylindri scher Behälter dargestellt.
Die Fig. 4 zeigt, wie der obere Randteil d über den verhält nismässig starren Behälterteil c zusammen drehbar und vermittelst einer Klammer e verschliessbar ist.
h'ig. 5 zeigt einen zusammengesetzten. aus verschiedenen Tauchmassen gebildeten Behälter, dessen innerer hautförmiger Teil ,g unter Anwendung von Zug sich sukzessive von dem starren Aussenteil f ablösen lässt, so dass der obere Rand g' des undurchlässigen innern Teils g stets auf den verbleibenden Restinhalt verkleinert werden kann und un terhalb dieses Randes ein verhältnismässig starrer Aufnahmeteil f' vorhanden ist.. Einen solchen Behälter f; g wird man in bekannter Weise zweckmässig noch mit einem Deckel h versehen.
Zur Herstellung eines Behälters nach Fig. 1 verfährt man zum Beispiel in der Weise, dass auf einen Tauchkern von sechs eckigem Durchmesser und beispielsweise 60 mm grösstem Durchmesser durch ein- bis zweimaliges Tauchen in einer Tiefe von 90 mm eine Wandstärke von 0,05 mm gebil det wird. Nachdem diese Schicht auf dem Tauchkern genügend getrocknet ist, wird mit dem Tauchen fortgefahren, jedoch die Tauch tiefe auf etwa 60 mm verringert. Das Tau eben erfolgt so oft, bis der untere Behälter teil von einer Höhe von 60 mm mit einer Schicht von 0,3 mm Stärke bedeckt ist. Nach dem die aufgetragenen Schichten auf dem Tauchkern genügend durchgetrocknet sind, erfolgt seine Ablösung.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Durch mehrfaches Tauchen eines Kernes in eine filmgebende Masse gewonnener Ver packungsbehälter, dadurch gekennzeichnet, dass er einen zu einem Verschluss verform baren Verschlussrand (b bezw. d bezw. g') oberhalb eines verhältnismässig starren Auf nahmeteils (a bezw. c bezw. f') aufweist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verpackungsbehälter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der verformbare Verschlussrand an der beim Herstellen des Behälters durch Tauchen zuerst und unmittelbar auf dem Kern entstehenden Filmhaut vorhanden ist.Verpackungsbehälter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den verformbaren Verschlussrand aufwei sende Filmhaut von einem sie umgeben den Aussenteil sukzessive abreissbar ist. 3. Verpackungsbehälter nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die den verformbaren Verschlussrand aufwei sende Filmhaut aus einer andern film gebenden Alasse besteht als die auf die ser Haut aufgebrachte Schicht des ver hältnismässig starren Aufnahmeteils. 4. Verpackungsbehälter nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, da.ss die ge nannte Haut aus einer hasse besteht, die anders gefärbt ist als die Masse der ge nannten Schicht..5 Verpackungsbehälter nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ge nannte Haut aus einer Masse besteht, die andere Transparenz aufweist als die Masse der genannten Schicht.
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