Spulmaschine. Vorliegende Erfindung betrifft eine Spul maschine und bezweckt insbesondere das Ab stellen des Spulvorganges, wenn der aufge spulte Wickel eine vorbestimmte Grösse er reicht hat.
Durch die Erfindung wird eine feine Regelung der Wirkung der Abstell- einrichtung bezweckt, wobei die Ausübung eines übermässigen Druckes auf den Wickel verhütet werden soll, wenn die Abstellein- richtung in Wirkung gebracht wird, sobald eine vorbestimmte Phase in der Bewegung eines Organes erreicht ist, welches an der Oberfläche des Wickels anliegt und sich nach Massgabe des Anwachsens des Wickels von dessen Achse hinweg bewegt.
Im nachstehenden ist der Ausdruck "Wickel" in allgemeinem Sinne zur Bezeich nung einer aufgewundenen Masse von belie biger Form gebraucht und mit dem Aus druck "Garn" soll jegliches Strähnenmate- rial, sei es nun Textil- oder anderes Material bezeichnet werden.
Die der Erfindung zugrundeliegende Spulmaschine besitzt eine Spulenspindel, einen beweglichen Fadenführerträger, wel cher so angeordnet ist, dass er sich nach Mass gabe des Anwachsens des Wickels von der Spulenspindel -hinwegbewegt, einen schwenk baren Steuerhebel zur Betätigung des Ab stellmechanismus, einen ständig bewegten Teil, einen am Steuerhebel gelagerten Ab stellhebel, welcher so angeordnet ist,
dass er in einer bestimmten Phase des Ganges der Maschine zum Zusammenwirken mit dem ge nannten ständig bewegten Teil gebracht und durch denselben in solcher Weise betätigt wird, dass er den Steuerhebel betätigt, um die Maschine abzustellen.
Gemäss der Erfindung ist der Abstell hebel so angeordnet, dass der Fadenführer träger unmittelbar an demselben angreift und ihn in Wirkungsverbindung mit dem ständig bewegten Teil bringt.
Auf diese Weise muss der Fadenführer, welcher auf dem Träger angebracht ist und während des Anwachsens des Wickels am Umfang desselben anliegen kann, keine grosse Kraft auf den "l#,bstellmechanismus übertragen, so dass der Abstellmechanisinus mit einem hohen Empfindlichkeitsgrad be tätigt werden kann und ohne dass der Faden- führer so fest an den \@I ickel werden muss, dass er denselben zerquetscht oder deformiert oder das Garn beschädigt,
selbst wenn ein loser Wickel aufgespult oder ein loses oder lockeres Garn verwendet wird. Da. ferner keine Zwischenorgane zwischen dem Fadenführerträger und dem Abstell hebel zum Antrieb des letzteren erforderlich sind, kann die erfindungsgemässe Einrich tung leicht an bestehenden Maschinen ange bracht werden.
Eine besonders empfindliche Konstruk tion ergibt sich dann, wenn der Eingriff des Abstellhebels mit dem Fadenführerträger zwischen einer Nockenfläche und einem Nockeneingriffsvorsprung erfolgt. von wel chen beiden Organen das eine in Wirkungs verbindung mit dem Abstellhebel und das andere mit dem Fadenführerträger steht.
Der Abstellhebel ist zweckmässigerweise längs eines Teils des Steuerhebels verstell bar an diesem angeordnet, wobei der letz tere sich in der Richtung der Bewegung des Fadenführerträgers erstreckt. Auch kann der Abstellhebel in Richtung gegen den ständig bewegten Teil und von diesem hinweg ver stellbar ausgebildet sein.
Am Gelenk des Abstellhebels können zwei Arme angebracht sein, von welchen der eine mit dem genannten ständig bewegten Teil und der andere mit dem Fadenführer träger zusammenarbeitet, wobei Mittel vorge sehen sind, um den Winkel zwischen den bei den Armen in Umfangsrichtung rings um die Schwenkaxe des Abstellhebels einzu stellen.
Eine Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht einer Spulnia- schine gewöhnlicher Bauart mit den Einzel teilen in der Stellung, welche sie. bei teil ,v eise aufgewickelter Spule einnehmen.
Fig. 2 zeigt eine ähnliche Ansicht der Maschine mit den Teilen in jener Stellung, welche sie einnehmen, wenn die Spule eine vorbestimmte Grösse erreicht hat: Fig. 3 zeigt. eine ähnliche Ansicht mit der 1)iinensionieruiigsvorrichtung in der Stellung. welche sie bei der Vollendung der Wirkung des den Aufwickelvorgang unter brechenden Abstellmechanismus einnimmt;
Fig. 4 zeigt: in grösserem Massstab die 1.)imensionierungsvorrichtung in Verbindung mit den wesentlichen zusammenwirkenden Teilen der Spulmaschine; Fig. 5 zeigt in grösserem Massstab einen Schnitt nach Linie 5-5 von Fig. 4: Fig. 6 zeigt eine Einzelheit der Mikro- inetereinstellung der Dimensionierungsvor- riehtung ;
Fig. 7 zeigt in perspektivischer Darstel lung die auseinandergenommenen Einzelteile der Dimensionierungsvorriehtung; Fig. 8 zeigt in verkleinertem 'Massstab eine Kupplungsvorrichtung der Spulmaschine in senkrechtem Schnitt, und Fig. 9 zeigt im Schnitt nach Linie<B>9-1)</B> der Fig. 8, in Pfeilrichtung gesehen, die Ausrüekvorrichtung der Kupplung.
In sämtlichen Figuren sind die überein stimmenden Teile mit gleichen Überwei sungszahlen bezeichnet.
Die in der Zeichnung dargestellte Spul maschine ist von gewöhnlicher Bauart mit. einer zwangsläufig angetriebenen Spindel zum Aufwickeln der Spule. Die Erfindung kann indessen auch bei andern Spulinaschi- nentypen angewendet. werden.
Bei 'Maschinen der dargestellten Bauart sind gewöhnlich Mittel vorgesehen, um den Aufspulvorgang anzuhalten. wenn der Wickel oder die Spule eine vorbestimmt Grösse erreicht. und diese Mittel können ge wöhnlich dadurch betätigt werden, dass sieh der Fadenführer durch die Durchmesserzu nahme der Spule von der Axe der Spulen spindel hinwegbewegt. her Fadenführer ist.
gewöhnlich auf einem Schwenkrahmen an- g 'hraelit, welcher durch ein Gegengewicht e ausgeglichen ist. um den Fadenführer dicht au der Spule anliegend zu halten, und bei den bisherigen Abstellmechanismen waren Keile oder dergleichen Organe vorgesehen, mit welchen der Fadenführertragrahmen in Eingriff kam, sobald die Spule die ge wünschte Grösse erreichte, wobei durch die Keilwirkung die Ausklinkvorrichtung ausge löst wurde, welche normalerweise den Ab stellmechanismus in der Ruhelage hielt, wenn die Maschine im Gang war.
Für gewisse Zwecke, zum Beispiel zur Erzeugung von Spulen zum Färben, ist es nun häufig erwünscht, die Spulen locker zu vickeln, das heisst unter geringer Spannung und Druck, so dass eine poröse Garnmasse entsteht, welche den Farbstoff leicht eindrin gen lässt. Bei einem derartigen Aufspulen ist es von Wichtigkeit, dass der Fadenführer nur mit geringem Druck an der Spule anliegt, und es hat sich herausgestellt, dass bei der üblichen Dimensionierungsvorrichtung die erforderliche Kraft zum Betätigen der Aus lösung des Abstellmechanismus die Aus übung eines beträchtlichen Druckes auf den Fadenführer und durch diesen auf die Spule verlangt.
Infolgedessen besteht die Gefahr, dass die Garnmasse in der Spule zerquetscht und die ganze Spule deformiert wird, wo durch sich häufig ein Anschwellen an den Spulenenden und eine Verlagerung der Garn windungen ergibt, was die freie Abgabe des Materials beim Abspulen beeinträchtigt.
Zur Überwindung dieser Schwierigkeit und Be seitigung der Nachteile der früher benützten Dimensionierungsvorrichtungen ist deshalb die Verwendung eines Abstellhebels vorge sehen, dessen Lage durch eine leichte sanfte Berührung des Fadenführertragrahmens ver ändert wird, so dass es von einem ständig be wegten Teil der Maschine betätigt werden kann, um die Auslösevorrichtung zwangs läufig zu betätigen und die Wirkung des Abstellmechanismus herbeizuführen.
Bei die ser Vorrichtung wird praktisch kein Druck auf den Fadenführer während der Betäti gung des Abstellmechanismus ausgeübt, und es können deshalb auch lockere Wickel ohne Gefahr eines Zerquetschens oder lieformie- rens der Garnmasse aufgespult werden,. Die in der Zeichnung dargestellte Ma schine weist einen geschlossenen Rahmen 2 mit Lagern zur Aufnahme einer Spulen spindel 5 auf, auf welche die Spule aufge wunden wird. Unter der Spulenspindel 5 ist in Lagern eine Nockenwelle 6 gelagert,
wel che einen nicht dargestellten schraubenförmi gen Nocken zum Hin- und Herbewegen des Fadenführers 10 trägt, welcher das Garn auf der Spule hin- und herführt. Auf der Nockenwelle 6 ist ein Fadenführerrahmen 8 gelagert, welcher den Fadenführer 10 so trägt, dass derselbe längs der Spulenspindel 5 hin- und herbewegt und beim Anwachsen der auf der Spindel liegenden Spule von derselben hinwegbewegt werden kann.
Der Fadenführer 10 ist am Ende der Faden führerstange 11 fest, welche in längsweise über den Fadenführerrahmen 8 liegenden Nuten 12 gleitet und auf dem Fadenführer rahmen erhebt sich eine Abschlagplatte 13, längs welcher der Fadenführer bei seiner Hin- und Herbewegung gleitet.
Der Fadenführerrahmen 8 trägt einen Garnleiter 14, über welchen das Garn Y bei seinem Durchgang durch einen Einschnitt oder Schlitz im Fadenführer 10 läuft, von welchem es zwischen den beiden Enden der aufzuwickelnden Spule hin- und hergeführt wird. Gewöhnlich ist eine in Fig. 1 mit 7 bezeichnete Spannvorrichtung vorgesehen, um auf den Fadenablauf auf dem Wege von der Vorratspule zum Fadenführer 10 einen Widerstand auszuüben, so dass derselbe schichtenweise zur Bildung der Spule auf der Spulenspindel 5 abgelegt wird.
Die Ma schine kann in beliebiger Weise, zum Bei spiel mittels Riemens, Zahnradvorgelege usw. angetrieben werden und im dargestell ten Beispiel wird die Spulenspindel 5 mittels einer Riemenscheibe 15 und der in Fig. 8 dargestellten Kupplung angetrieben.
Ein Riemen 17 verbindet die Antriebsscheibe 15 mit einem Antriebsmotor. Die Kupplung 16 ist auf dem rückwärtigen Ende der Spulen spindel 5 fest verkeilt und die Riemen scheibe 15 kann durch Versohiebung ein gerückt werden, um die Maschine anzutrei- ben oder ausgerückt werden, um den Spul <B>,</B> organg anzuhalten. Die Mittel hierzu sind nachstehend beschrieben.
In Lagern am obern Ende des Maschi nenrahmens 2 ist eine horizontale Schwenk stange 20 gelagert, auf deren vordern Ende ein Anlasshebel 21 befestigt ist. Auf dein rückwärtigen Ende der Schwenkwelle 20 ist ein aus Fig. 9 ersichtlicher zweiarmiger Hebel 2? befestigt, welcher mit einem kege- ligen Flansch 23 am Ende der Nabe 24 der Antriebsscheibe 15 zusammenwirkt, um die Scheibe in Längsrichtung zu verschieben.
Der eine Arm 25 des zweiarmigen Hebels 22 bat eine abgeschränkte Flanke, welche auf der einen Schrägseite des Flansches 23 all- liegend dazu dient, die Antriebsscheibe 15 in Eingriff mit der Kupplung 16 zu rücken; der zweite Arm 26 hat eine ähnliche abge schrägte Flanke, welche an der gegenüber liegenden Schrägseite des Flansches 23 anlie gend dazu dient. die Antriebsscheibe 15 ausser Eingriff mit der Kupplung 16 zu riiel.:en. Die Nabe 24 der Scheibe 15 gleitet auf einer Büchse 21, welche frei auf der Welle 5 drehbar ist und die Riemenscheibe ist auf der Büchse mittels eines Bajonettver schlusses befestigt, wie punktiert bei 28 an gegeben.
An der Innenseite des Körpers der Riemenscheibe 15 ist ein Paar radialer Federarme 29 befestigt, welche rechtwinklig geformt sind und abgebogene Ecken haben, welche auf konischen Flächen 30 am Ende der Büchse 2 7 gleiten. Diese Federarme 29 drücken die Scheibe 15 in Eingriff mit der Kupplung 16, so dass ihr Flansch 23 ausser Eingriff mit dein Arm 25 des Hebels 22 ,gebracht wird, und verhindern eine Reibung erzeugende Berührung zwischen diesen Tei len während der Drehung der Antriebs scheibe.
Wenn der Hebel 22 durch die Schwenkwelle 20 im Uhrzeigersinn ver- schwenkt wird, (Fig. 9), wird durch den Arm 25 die Antriebsscheibe 15 in die Kupp lung 16 eingerückt und die Spindel 5 ange trieben; wenn hingegen der Hebel 22 in ent gegengesetztem Sinne verschwenkt wird, be wirkt sein Arm 26 ein Ausrücken der Scheibe aus der Kupplung 16, um die An triebsübertragung aufzuheben und die Ala- schine abzustellen.
Eine Schraubenfeder 31, welche einerends mit dein Arm 26 des Hebels 22 verbunden und andernends bei 32 an einen Teil des Maschinenrahmens 2 verankert ist, hat die Tendenz, den Hebel im Sinne eines Aus rückens der Riemenscheibe von der Kupp lung 16 zu verschwenken; in der andern Richtung bewirkt die Verschwenkung des Hebels 22 mittels des Anlasshebels 21 auf der SehwenkvTelle 20 das Einrücken der Kupplung und somit das Anlassen der Ma schine.
Die Schwenkwelle 20 und der Hebel 22 -erden normalerweise in der Stellung, in welcher die Antriebsscheibe 15 in die Kupplung 16 eingerückt ist, durch ein Paar in Fig. 1, 2, 3 und 8 dargestellter Sperr klinken gehalten. Ein am Anlasshebel 21 an gesetzter sichelförmiger Arm 35 ragt nach unten und ist am untern Ende mit einer schulterförmigen Sperrklinke 36 versehen, welche so ausgebildet ist. dass sie in einen eine Sperrklinke bildenden Schultereinschnitt 37 am untern Arm 38 eines schwenkbaren quadratförmigen Steuerhebels 40 eingreift.
Der Hebel 40 ist bei 41 seitlich am Maschi nengestell 2 verschwenkbar gelagert und sein kreisförmig gebogener Teil 42 liegt nor malerweise konzentrisch zur Nockenwelle 6. An der untern Seite hat der Quadrant 42 des Hebels 40 eine Nut 43 von trapezförmi- gem Querschnitt (siehe Fig. 5), in welche das Ende eines am Fadenführerrahmen 8 an gelenkten Sperrhebels 45 eingreift.
Der Sperrhebel 45 widersetzt sich der Rückbe- ir,-egttng des Fadenführerrahmens 8 gegen die Spulenspindel 5, nachdem der Fadenführer 10 durch die anwachsende Spule nach aussen gedreht worden ist, eine bei Maschinen dieser Bauart allgemein übliche Konstruktion.
Mit dem Sperrhebel 45 kann ein Fingerhebel 46 verbunden sein, um eine Auslösung des erste ren von Hand bewirken zu können, wenn man den Fadenführer an den Spulenkern an legen will, ehe man die Maschine anlässt, Zum raschen Anhalten der Maschine ist gewöhnlich auf der Spulenspindel 5 eine in Fig. 1 bis 3 gestrichelt gezeichnete Brems scheibe 47 vorgesehen, gegen welche sich ein an einem Arm 51 des Anlasshebels 21 ge lagerter Bremsschuh 48 anlegt.
Nach der üblichen Anordnung wird die Nockenwelle 6 von der Spulenspindel 5 aus mittels Zahn radübertragung oder Riemenantrieb ange trieben. Bei einer früheren Bauart bestanden die Mittel zum Anhalten der Maschine, so bald die Spule eine vorbestimmte Grösse er reicht hatte, in einem Keilblock 49, welcher längs des Quadrantes 42 des Hebels 40 ver stellbar war und einen abgeschrägten Teil hatte, an welchem eine Schulter 9 des Faden führerrahmens 8 angriff, um das äussere Ende des Hebels 40 anzuheben und die Sperrklinken 36 und 37 auszulösen.
Wie be reits erwähnt, hat ein solcher Keileingriff zwischen dem Fadenführerrahmen 8 und dem Keilblock 49 die Wirkung, der dauern den Bewegung des Fadenführers von der Spulenaxe hinweg einen Widerstand ent gegenzusetzen, so dass der Fadenführer einen anormalen Druck auf die Spule ausübt.
Bei der vorliegenden Konstruktion wird die Verwendung der oben angegebenen Keil mittel überflüssig durch die Anwendung eines verhältnismässig leichten hängenden Abstellhebels 55, welcher durch den Faden führerrahmen 8 verschwenkt wird, um von einem ständig bewegten Teil der Maschine ergriffen und bewegt: zu. werden,. so dass er den Steuerhebel 40 zwangsläufig anhebt und die Sperrklinken auslöst. Zwecks grösserer Einfachheit und damit diese Vorrichtung bei allen in Gebrauch befindlichen Spulen maschinen ohne Änderung derselben allge mein verwendet werden kann, wird der nor male Keilblock 49 als einstellbarer Träger für den hängenden Abstellhebel 55 verwen det.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich, ist das Organ 49 aus einem Blechstück hergestellt, welches rechtwinklig abgebogen ist, so dass es über die Oberkante des Quadranten 42 ragt und unter dem letzteren herumgebogen, so dass es :mit einem aufwärts ragenden Teil in die Nut 43 des Quadranten eingreift. Eine $tell- schraube 50, welche in den obern Teil des Organes 49: eingeschraubt ist, sitzt auif_ der. Oberkante des Quadranten 43 auf und dient zum Festhalten des Organres 49 in der ein gestellten Lage.
Wie aus Fig. 4 bis 7 ersichtlich, weist der Abstellhebel 55 zwei Teile auf, welche verstellbar aneinander befestigt sind. Sein Hauptteil wird durch einen Hebelarm 56 ge bildet, welcher am obern Ende einen vor ragenden Teil mit einem Loch 5.7 zum Auf setzen auf einen Schwenkzapfen 58 liest. Der Schwenkzapfen 58 sitzt exzentrisch auf einer Scheibe 59 und hat eine axial zur Scheibe liegende Bohrung 60.
Der Schwenkzapfen 58 geht durch das Loch 5 7 im. Hebelarm 56 und wird mit seinem Ende an der Flanke des Organes bezw. Trägers 49 anliegend gehalten mittels einer durch seine Bohrung 6.0 einge führten und in dem genannten Träger ein geschraubten Schraube 6.1, wie aus Fig. 5 er sichtlich.
Durch Lösen, der Schraube 61 kann die Scheibe 59 auf derselben gedreht werden., um die Lage des exzentrischen Schwenk zapfens 58,- auf welchem sich: der Hebelarm; 56 verschwenkt, zu ändern; zur Erleichte rung dieser von Hand:
vorzunehmenden Ein stellung ist der Umfang der Scheibe 59 ge-. rändelt. Der abwärts ragende Teil des Hebel armes 56 ist bei 63 verdreht, so dass. sein unteres Ende rechtwinklig zum $mptteil liegt und dieses untere Ende des Armes hat einen Vorsprung 64, welcher als Gewichts ausgleich für den Abstellhebel 55, in: seiner Aufhängung dient.
Vom Loch 57 im. Arm- 56 ragt ein Arm 65 nach vorn, welcher eijnen rechtwinklig abgebogenen Lappen. 66 liest,. aber an seinem Ende einen querliegenden: Schlitz 67 aufweist, welcher dazu dient,. den Hebel.- arm 56. mit dem andern Teil 70 des Abstell hebels 55 zu verbinden.
Der Teil 70= des Abstellhebels 55 hast die Form eines Querarmes, welcher im Mittel- teil ein Loch 71 hat, welches dem Loch. 57 im Hebelarm. 56- entspricht,. so dass der Quer- arm 70 längs des obern- Teils des Hebelarmes 56 mit diesem verschwenkbar auf d'eiL Schwenkzapfen 58 der Scheibe 59 aufgesetzt werden kann. An der vordern Seite des Loches 71 hat der Querarm 70 einen recht winklig abgebogenen, seitlich herausragen den Lappen 72, welcher so ausgebildet ist.
dass er unterhalb des geschlitzten Lappens 66 des Hebelarmes 56 liegt. Eine Schraube 75 mit einem gerändelteni Kopf 7 6 geht durch den Schlitz 67 im Lappen 66 nach unten und ihr Ende ist in ein Loch 7 3 im Lappen 72 eingeschraubt, aus welchem es herausragt und eine Mutter 77 aufnimmt. Die Schraube 75 ist von einer Schrauben- Feder 78 umgeben, welche zwischen den bei den Lappen 66 und 7 2 zusammengepresst wird und deren oberes Ende gegen eine Unterlagsscheibe "r 9 anliegt.
Wenn die bei den Teile des Abstellhebels 55, das heisst der Hebelarm 56 und der Querarm<B>70</B> auf dem Schwenkzapfen 58 gelagert sind, wie aus Fig. 4 und 5 ersichtlich, kann mittels der Schraube 75 der Abstand zwischen den Lap pen 66 und 7 2 eingestellt werden, um den Winkel zwischen Querarm 70 und Hebelarm 56 einzustellen; nach dieser Einstellung wer den die Teile durch Anziehen der Mutter 7 7 in ihrer Lage zueinander festgelegt. Die Arme 56 und 7 0 bilden auf diese reise zu sammen den Abstellhebel mit. der Schwenk achse 58.
Der Querarm 70 hat an seinem rückwärtigen Ende eine nach unten gerich tete, kreisbogenförmige Nockenfläche 80, an welcher die Schulter 9 des Fadenführerrah- mens 8 aufläuft, wenn der letztere beim An wachsen der Spulenwicklung ausschwingt.
Der Querarm 70 ist bei 81 geschlitzt und der geschlitzte Metallteil auf einer Seite so dass er einen Vorsprung 82 bil det, welcher sich gegen den ihm als An schlag dienenden Träger 49 anlegt, um den Querarm 70 mit seiner Nockenfläche 80 in die Lage zu bringen, in welcher die Schulter 9 des Fadenführerrahmens 8 an demselben aufläuft. Der Arm 56 des Abstellhebels 55 wird auf diese Weise durch seine Schwer kraft in einer abwärts und rückw=ärts gegen die Nockenwelle 6 gerichteten Stellung ge halten.
Auf dem äussern Ende der Nocken- welle 6 ist eine sich mit dieser Welle ständig bewegende Abstellscheibe 83 befestigt, wel che an ihrem Umfang Vorsprünge 84 auf -eist. Diese Scheibe 83 gehört zur normalen Ausrüstung der Spulmaschine, und zwar dient sie zum Ergreifen eines als Faden wächter dienenden Falldrahtes 85, welche am Ende des Quadranten 42 des Hebels 40 aufgehängt ist, und normalerweise auf dem Garnstrang y aufliegt, welcher vom Faden spanner 7 zum Fadenführer 10 läuft.
Bei Fadenbrucb oder Erschöpfung der Vorrats rolle wird der Falldraht 85 durch sein Eigen gewieht versch-,venkt, so dass sein inneres Ende mit dem Umfang der Abstellscheibe 83 in Eingriff kommt. Die Scheibe 83 dreht sich ständig im Sinne des in Fig. 1 ange gebenen Pfeils. und wenn der Falldrabt 85 mit derselben in Eingriff gelangt, ver- schwenkt er den Hebel 40 nach aufwärts, so dass die Sperrklinken 36 und 37, welche die Antriebsscheibe 15 in die Kupplung 16 ein gerückt halten, ausgelöst werden.
Die vor liegende Dimensionierungsvorrichtung wirkt in ungefähr gleicher Weise wie folgt: Zum Anlassen der -Maschine wird der Anlasshebel 21 im Sinne des Uhrzeigers (Fig. 1) verschwenkt, um zu bewirken, da.ss der Hebel 22 (Fig. 8 und 9) die Antriebs scheibe 15 in die Kupplung 16 einrückt, und der Arm 35 des Hebels 21 wird hierdurch abwärts verschwenkt, so dass seine Sperr klinke 36 mit der Sperrklinke 37 auf dem Quadranthebel 40 in Eingriff gelangt, um den Abstellmechanismus in der Ruhelage zu halten.
Während des Betriebes der Maschine geht das Garn y nach aufwärts über den Fadenleiter 14 und durch den Schlitz oder Einschnitt im Fadenführer 10, welcher in Längsrichtung der Spulenspindel 5 hin- und herläuft, um das Garn der Spule entlang hin- und herzuführen.
Die Spule (' wird gewöhnlich auf ein auf der Spindel 5 be festigtes Fiber- oder Papierrohr t aufge wickelt und mit dem Auflegen der Win- duncsschichten auf der Spule wird ein Zu- rück-,veiehen des Fadenführers 10 von der Spindel hinweg bewirkt,, indem der Faden,- führerrahmen 8 sich auf seiner Lagerung auf der Nockenwelle 6 verschwenkt. Der Fadenführerrahmen 8 ist durch ein Gegen gewicht 18 (Fig. 1) ausgeglichen, um einen leichten Druck auf den Fadenführer 10 aus zuüben,
damit derselbe an der Oberfläche der Spule C dauernd anliegt. Während des in folge des Anwachsens der Spule eintretenden Zurückweichens des Fadenführers von der Spindel 5 wird ein Hüpfen oder Fibrieren des Fadenführerrahmens durch die Einwir kung des Sperrhebels 45 in der üblichen be kannten Weise verhindert.
Die Dimensionierungsvorrichtung ist so eingestellt, dass sie betätigt werden kann, un mittelbar nachdem der Fadenführer 10 sich von der Spulenspindel 5 um den der ge wünschten Grösse der Spule entsprechenden Abstand, das heisst einen Abstand gleich der Radialabmessung der Spule, hin-v#regbewegt hat. Für eine anfängliche ungefähre Ein stellung des hängenden Abstellhebels 55 auf dem Hebel 40 wird der Fadenführerrahmen 8 ausgeschwungen, um den Fadenführer 10 in jene Stellung einzustellen, welche er ein nimmt, gerade bevor die Spule die ge wünschte Grösse erreicht.
Der Träger 49 wird dann längs des Quadrantes 42 des Hebels 40 verschoben, um den Abstellhebel 55 in eine solche Stellung zu bringen, dass die Nockenfläche 80 des Armes 70 mit der Schulter 9 des Fadenführerrahmens 8 in Eingriff kommt, so dass durch die Weiter bewegung des Fadenführerrahmens der Querarm 70 aufwärts geschwenkt wird, wor auf der Träger 49 in seiner Stellung durch Anziehen der Stellschraube 50 (Fig. 5) befe stigt wird. Die Schraube 61 wird dann ge lockert und die Scheibe 59 auf derselben ge dreht, um die wirksame Länge des Armes 56 am Abstellhebel 55 einzustellen, um etwaige Ungenauigkeiten der Einzelteile der Vorrich tung auszugleichen.
Diese Einstellung dient zum Einstellen des untern Endes des Hebel armes 56 in der richtigen Lage zum Umfang der Abstellscheibe 83, um mit Sicherheit zu verhindern, dass der Hebel, sobald er in Ein griff mit der Scheibe 83 kommt, nicht auf dem obern Punkt derselben aufliegt und in folgedessen von der Scheibe gestützt wird, anstatt unter der Schwerkraftwirkung in seine Ruhelage zurückzuschwingen.
Diese Einstellung ist wichtig, denn wenn der her abhängende Abstellhebel 55 nicht in seine Ausgangs- bezw. Ruhelage zurückge schwenkt wird, sobald der Aufspulvorgang nach Vollendung der Spule abgestellt wird, kann er nach Vollendung der nächsten Spule, welche auf der Maschine gewunden wird, nicht zur Wirkung gelangen.
Die definitive 3likrometereinstellung der Dimensionierungsvorrichtung erfolgt mittels der Schraube 75. Durch Anziehen oder Lösen dieser Schraube können die Lappen 66 und 72 der beiden Arme 56 und 70 mehr zu sammengezogen oder durch die Feder 78 weiter auseinandergedrückt werden, so dass das untere Ende des Hebelarmes 56 in eine solche Stellung gelangt, dass es vom Umfang der Abstellscheibe 83 rasch ergriffen wird,
wenn der Arm 70 durch den Eingriff der Schulter 9 auf dem Fadenführerrahmen mit der Nockenfläche 80 des Armes aufwärts ge schwenkt wird. Mit andern Worten versetzt diese letztere Einstellung die Vorrichtung in die Lage einer prompten Wirkung unmittel bar nach der Erzielung des vorbestimmten Durchmessers der Spule C, indem der Faden führerrahmen 8 dann soweit ausgeschwenkt worden ist, dass durch den Eingriff seiner Schulter 9 mit der Nockenfläche 80 der Arm 70 um ein geringes gehoben wird. Natürlich wird das Ende des Hebelarmes 56, sobald es sich an den Umfang der Scheibe 83 an legt,
durch einen der Zähne 84 ergriffen und der Arm 56 wird aufwärts gestossen, um den Quadranten 42 des Steuerhebels 40 abzu heben und die Sperrklinken 36 und 37 aus zulösen. Nach Auslösung der Sperrklinken 36 und 3 7 wird durch die Feder 31 (Fig. 9) der Hebel 22 verschvrenkt, so dass sein Ende 26" in Eingriff mit der Schrägflanke des Flan sches 23 kommt und hierdurch die Antriebs scheibe 15 aus der Kupplung 16 ausgerückt wird.
Wenn der Hebel ?2 unter dieser M'ir- kung verschwenkt wird, wird die Welle -20 mit ihm geschwenkt, so da.ss der Bremsschuh 48 sich an die Scheibe 47 auf der Spnleii- spindel 5 anlegt und das Abstellen bewirkt. Falls die Abstellung jedoch zu früh einsel-zt. das heisst bevor die Spule die gewünschte Grösse erreicht hat,
kann die Schraube 7:5 so eingestellt werden, dass das Ende des Hebel armes 56 in einen grösseren Abstand vom Umfang der Abstellscheibe 83 gebracht wird. Auf diese Weise wird der Spulvorgang an gehalten,
unmittelbar nachdem die Spule ihre vorbestimmte Grösse erreicht hat und (lanh der hängenden oder schwebenden Befesti gung des Abstellhebels 55 wird praktisch kein Druck auf den Fadenführer<B>10</B> ans-e- u <B>-</B> bt. ltlit andern Worten wird der Be -egung des Fadenführerrahmens 8, wenn er die Nockenfläche auf dem Arm 70 des Abstell hebels 55 berührt,
praktisch kein Wider stand entgegengesetzt und infolgedessen wird auch kein Druck auf den Fadenführer 10 ausgeübt, welcher bewirken könnte, dass derselbe zu schwer gegen die Oberfläche der Spule anliegt. Kurz gesagt arbeitet die Pi- mensionierungsvorrichtung ohne Erhöhung des Druckes des Fadenführers auf die Spule. so dass selbst eine -eiche oder lockere Spule nicht deformiert oder das Garn in derselben nicht zerquetscht und beschädigt wird.
Aus obigem geht. hervor. dass die vor liegende Erfindung ein neues und wirksames Mittel zum Anhalten des Garnes der Spul maschine bei Erreichung der vorbestimmten Wickelgrösse bietet, ohne eine Deformation des Nickels oder eine Beschädigung des dar in aufgewundenen Materials zu verursachen. Die Vorrichtung ist von einfacher Konstruk- tion, kann praktisch keinerlei Störungen er leiden und bildet in der beschriebenen Aus führungsform eine Ergänzungsvorrichtung, welche bei allen in Gebrauch befindlichen Maschinen normaler Bauart ohne Verände rung der Konstruktion derselben sowie der Anordnung der Hauptteile angebracht wer den kann.