DE150140C - - Google Patents

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DE150140C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H54/00Winding, coiling, or depositing filamentary material
    • B65H54/02Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
    • B65H54/10Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers for making packages of specified shapes or on specified types of bobbins, tubes, cores, or formers
    • B65H54/14Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers for making packages of specified shapes or on specified types of bobbins, tubes, cores, or formers on tubes, cores, or formers having generally parallel sides, e.g. cops or packages to be loaded into loom shuttles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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  • Winding Filamentary Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zur Herstellung von Schußspulen, die sich aus einer beliebigen Anzahl von Einzelspulen zusammensetzen, welche alle mit einem fortlaufenden Faden auf eine gemeinsame Hülse aufgewickelt sind. Schußspulen dieser Art sind bekannt.
Gemäß vorliegender Erfindung soll nun die Herstellung der betreffenden Schußspulen in
ίο der Weise bewirkt werden, daß man zunächst am Ende einer leeren Hülse eine Teilspule von bestimmter Größe wickelt, dann den Fadenführer so weit verschiebt, daß die Bahn des sich hin- und herbewegenden Fadenführers vollkommen jenseits des Endes der fertig gewickelten Teilspule zu liegen kommt, hierauf eine zweite Teilspule wickelt und so fort, bis die Hülse mittels des fortlaufenden Fadens mit der gewünschten Anzahl von Teilspulen bewickelt ist, welche zusammen die Schußspule bilden. Bei der in den Zeichnungen dargestellten. Ausführungsform der Spulmaschine ist der Fadenführer auseinanderschiebbar und wird nach Fertigstellung jeder Teilspule mechanisch verlängert. Das "hierbei zur Verwendung gelangende Schaltwerk wird durch das Zurückschwingen des Fadenführer-
- trägers oder Querrahmens in Tätigkeit gesetzt. Indem nämlich der auf der Oberfläche der Spule aufruhende Fadenführer beim Anwachsen des Durchmessers der Spule zurückgeht, kann das auf dem Fadenführerträger sitzende Schaltwerk mit dem Antrieb der Spulmaschine in Eingriff treten. Dies Ineingrifftreten erfolgt in dem Augenblick, in welchem die Spule den vorgeschriebenen Durchmesser erreicht hat, und sofort wird auch der Fadenführer in eine neue Arbeitsstellung gebracht, worauf er in seine vordere Lage zurückkehrt. Hierbei tritt das Schaltwerk wieder außer Eingriff mit dem Antrieb.
Da der Fadenführer notwendigerweise von der Oberfläche der Spule zurückgeschwungen werden muß, um zerrissene Fäden wieder zu knüpfen und neues Garn zuzuführen, und da das Spulen manchmal unterbrochen werden muß, um diese Verrichtungen auszuführen, bevor eine Teilspule vollendet ist, so liegt die Gefahr nahe, daß beim Rückwärtsschwingen des Fadenführers zu genanntem Zwecke das Schaltwerk mit dem Antrieb der Maschine in Eingriff tritt und den Fadenführer weiter schaltet, sobald wieder mit dem Spulen begonnen wird. Die Folge hiervon wird sein, daß eine neue Teilspule begonnen wird, bevor die vorhergehende vollendet ist.
Um dies zu vermeiden, ist das Schaltwerk derart mit Bezug auf den Antrieb angeordnet, daß es nur dann mit dem Antrieb in Eingriff treten kann, wenn letzterer in Tätigkeit ist.
Ein Sperrwerk verhindert eine Einwärtsbewegung des den Fadenführer tragenden Rahmens während des Spulens, wird nach Vollendung einer Teilspule aber mechanisch ausgelöst, so daß der Fadenführer zur Spindel zurückkehren kann.
Ist die ganze Spule fertig, so wird das Spulen durch eine Ausrückvorrichtung unter-
brochen, deren Tätigkeit in derselben Weise durch den Durchmesser der letzten Teilspule beeinflußt wird, wie die Tätigkeit des Schaltwerkes durch den Durchmesser der vorhergehenden Teilspulen beeinflußt wurde. Diese Ausrückvorrichtung ist so ausgebildet, daß das Spulen erst dann selbsttätig unterbrochen wird, wenn die letzte Teilspule den gewünschten Durchmesser erlangt hat.
ίο Beiliegende Zeichnungen stellen die neue Spulmaschine dar, und zwar zeigt Fig. α dieselbe in Endansicht, Fig. 2 dieselbe im Schnitt nach Linie i-i der Fig. i, in der Richtung des Pfeiles α gesehen. Fig. 3 ist eine Vorderansicht desjenigen Endes der Maschine, an welchem das Aufwickeln stattfindet, in der Richtung des. Pfeiles a (Fig. 1) gesehen. Fig. 4 und 5 zeigen eine Spannvorrichtung in der Vorder- und Seitenansicht. Fig. 6 und 7 zeigen eine Kupplungsscheibe im Schnitt und Vorderansicht. Fig. 8 ist ein Schnitt durch den Fadenführer und Halter. Fig. 9 und 10 zeigen den Führer in Seiten- und Vorderansicht. Fig. 11 zeigt eine Schiene der Hemmvorrichtung in Draufsicht. Fig. 12 ist ein Längsschnitt durch den oberen Teil des schwingenden Rahmens, nach Linie 2-2 der Fig. 1, in der Richtung des Pfeiles b gesehen, wobei die Einstellvorrichtungen für den Führer zum Vorschein kommen. Fig. 13 veranschaulicht in Draufsicht die Lage der Schiene nach Fig. 11 bei der Vollendung einer Spule. Fig. 14 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 12 mit weiter auswärts gedrücktem Führerträger..
Fig. 15 veranschaulicht im Schnitt die Konstruktion eines Daumens und seines Beiwerks. Fig. 16 zeigt diesen Daumen in Vorderansicht, Fig. 17 denselben in Seitenansicht. Fig. 18 ist eine \'ergrößerte Seitenansicht der Hemmvorrichtung und ihres Beiwerks zum Verhindern des Einwärtsschwingens des den Führer tragenden Rahmens. Fig. 19 zeigt die in Fig. 18 veranschaulichten Teile von rechts,· in der Richtung des Pfeiles gesehen.
Fig. 20 ist eine Endansicht der Maschine und veranschaulicht die Lage der einzelnen Teile der Maschine beim Beginn des Wickeins einer Teilspule. Fig. 21 ist ein Schnitt durch Fig. 12. Fig. 22 veranschaulicht die Lage der einzelnen Teile der Maschine nach Beendigung" des Wickeins einer Teilspule. Fig. 23 veranschaulicht den die Verschiebung des Fadenführers bewirkenden Hebel. Fig. 24 bis 44 veranschaulichen schematisch die zur Bildung der Einzelspulen nebeneinander zur Verwendung kommenden Arbeitsteile und geben ein Bild über das Zusammenspiel derselben.
Der Spulenspindel ga gegenüber ist der Fadenführer i angeordnet (Fig. 2), welcher λόπ einer Querstange C getragen wird, die in einem drehbaren Rahmen F (Fig. 14) gleiten kann. Der Rahmen F ist bei F1 (Fig. ι und 19) belastet, so daß sich der Führer i beim Aufwickeln der Spule gegen dieselbe legt, jedoch rückwärts schwingt, wenn die Spule an Dicke zunimmt. Eine Sperrvorrichtung R (Fig. 18 und 19) gestattet das Auswärtsschwingen des Rahmens F, verhindert aber ein Zurückschwingen desselben während des Spulens.
Die Querstange C ist mit einer Rolle 40 \^ersehen (Fig. 2 und 12), die in die Nut einer Nutenscheibe D eintritt, und die diese Scheibe tragende Welle 25 wird von der Spindelwelle 9 aus mittels einer Vorrichtung angetrieben, welche gestattet, daß das Verhältnis der Hin- und Herbewegung des Führers zur Drehung der Spindel geändert werden kann.
Die Querstange C ist geteilt, um mechanisch verlängert werden zu können. Die beiden Teile 67 und 68 (Fig. 12) der Querstange C gleiten Ende an Ende und jeder ist mit Führungen 169 versehen (Fig. 20 und 21), die sich in eine rechtwinklig zur Hauptnut 64 angeordnete Nut 170 hineinerstrecken', um eine Vertikalbewegung zu verhindern. Der Teil 68 möge nachstehend der Führertreiber und der Teil 67 der Führerträger genannt werden. Die beiden Teile sind durch eine federnde Klinke 69 miteinander vereinigt, deren eines Ende auf den Führertreiber 68 aufgenietet ist, während das andere Ende einen rechtwinklig abstehenden Ansatz 171 (Fig. 21) besitzt, der in einen Schlitz 66 im Führertreiber 67 hineinpaßt. In geeigneten Zwischenräumen kann der Führerträger mit weiteren Schlitzen versehen werden, deren Anzahl von der Anzahl der Teilspulen und demgemäß von der Anzahl der Schaltungen des Führers abhängig ist. Fig. 12 zeigt den Führerträger 67 und den Führertreiber 68 dicht beieinander, in welcher Lage sie sich befinden, wenn mit dem Wickeln der ersten Teilspule begonnen wird, und Fig. 14 zeigt dieselben Teile auseinander gezogen, in der Lage, welche sie einnehmen, wenn die letzte Teilspule gewickelt werden soll.
Um den Führertreiber 68 mechanisch von dem Führerträger 67 trennen und die Lage no des letzteren gegenüber dem ersteren ändern zu können, ist ein Hebel H (Fig. 2 und 20) angeordnet, der auf einer Muffe 70 schwingen und gleiten kann, die in Lagern 71 und 72 (Fig. 2 und 19) des Rahmens F ruht; an dem Ende seines Armes ιοί (Fig. 21) ist der Hebel mit einem einstellbaren Bolzen oder dergl. 120 versehen, der derart durch einen Schlitz 103 im Rahmen F hindurchgetrieben werden kann, daß er das Ende der federnden
.Klinke·69 aus dem Schlitz 66, in welchem dasselbe sitzt, hinauspreßt. Neben dem schwingenden Hebel H sitzt auf der Muffe 70 eine Schraubenfeder 104, die bestrebt ist, den Hebel H in der Pfeilrichtung (Fig. 2) gegen das Maschinengestell A hin zu pressen. Der untere Arm 105 des Hebels H trägt einen Block 106, der mit einer Kurvenscheibe K auf der Welle 25 in Eingriff treten kann.
Diese Kurvenscheibe K (Fig. 15, 16, 17, 22 und 23) ist auf der Stirnseite mit einem mittleren flachen Teil K1, einem seitlichen ansteigenden Teil 125 und zwei verschieden hohen Vorsprüngen 122, 123 versehen. Da Scheibe K nur dann in Tätigkeit treten soll, wenn der Träger 67 gelöst und verschoben werden muß, gleitet der Block 106 untätig auf dem mittleren Teil K1 so lange, als die Spulen gewickelt werden.
Von dem Hebel H (Fig. 1, 20 und 22) erstreckt sich seitlich ein Arm 107, welcher während der ganzen Zeit des Wickeins einer Teilspule mit dem Ansatz 131 eines Hebels S in Berührung steht. Der Arm 107 ist derart mit Bezug auf den Ansatz 131 angeordnet, daß bei der Rückwärtsbewegung des Rahmens F von der Spindel weg, während des Wickeins, der Hebel H derart geschwungen wird, daß der Block 106 von dem mittleren Teil K1 der Scheibe K weg und in Eingriff mit den Vorsprüngen desselben geschwungen wird. Um zu verhindern, daß der Hebel H bei der Bewegung des Rahmens F von der Spulenspindel weg geschwungen wird, während das Wickeln unterbrochen ist, wodurch eine unzeitgemäße Bewegung der Vorrichtungen zum Ausziehen der Querstange bewirkt werden würde, ist der Hebel S mit der Welle 31 der Anlaß- und Ausrückvorrichtung der Maschine durch einen Arm 133 und eine Stange 132 verbunden. Wird nun die Welle 31 mittels des Anlaß- und Ausrückhebels E' zwecks Unterbrechung des Wickeins in der Pfeilrichtung (Fig. 1) gedreht, so wird der Ansatz 131 außer Berührung mit dem Arm 107 gebracht.
Der Arm 133 sitzt einstellbar auf der Welle 31, so daß die Stellung des Ansatzes 131 mit Bezug auf den Arm 107 verändert werden kann, um den Block 106 mit Scheibe K in Eingriff zu bringen, wenn der Rahmen F die Entfernung von der Spulenspindel erreicht, die dem gewünschten Durchmesser der zu wickelnden Teilspule entspricht.
Die Welle 31 dreht sich in Lagern im oberen Teile des Maschinengestells A und eine Feder 32 (Fig. 2) ist bestrebt, die Welle in der Richtung des Pfeiles j (Fig. 1) zu drehen, um die Ausrückvorrichtungen zu veranlassen, das Spulen zu unterbrechen.
Zum Einstellen der Spannung der Feder 32 ist eine Vorkehrung an den aneinander anstoßenden Ringen 36 und 37 getroffen, deren einander zugekehrte Flächen mit Kupplungszähnen versehen sind, die so geformt sind, daß sich der Ring 37 nur nach einer Richtung hin auf der Welle 31 drehen kann (Fig. 4 und 5). Der Ring 36 ist auf der Welle 31 befestigt, und zwar mit Bezug auf die Feder 32 derart, daß letztere den Ring 37 gegen ihn preßt und die Kupplungszähne miteinander in Eingriff bringt. Die Feder 32 ■ ist mit dem Ring 37 an einem Ende verbunden und wird durch einen Ansatz des Gestells A an einer Drehung verhindert. Der Ring 37 ist mit radialen Löchern versehen, in welche geeignete Werkzeuge eingesetzt werden können, um den Ring zu drehen und somit die Torsionskraft der Feder zu erhöhen.
Nahe dem entgegengesetzten Ende der Welle 31 befindet sich der Hebel E1, mittels dessen der Arbeiter die Maschine anläßt. Befindet sich der Hebel in der vorderen, in Fig. ι durch volle Linien angedeuteten Stellung, so steht ein Backen 46 am Ende eines seitlichen Armes 45 des Hebels Ελ mit einem entsprechenden Backen 43 des Hebels E in Eingriff (Fig. 1 und 20). Soll das Spulen unterbrochen werden, so drückt der Arbeiter den Hebel E nach rechts (Fig. 1), bringt hierdurch die Backen 43 und 46 auseinander und gestattet der Feder 32, die Welle 31 zu drehen, also auf die Ausrückung einzuwirken, d. h. das Spulen zu unterbrechen.
Der Hebel E sitzt auf Lager V der Welle 25 (Fig. 2) dicht neben der Nabe f des schwingenden Rahmens F, der den Fadenführer trägt, und beide werden an einem Endspiel durch einen Ring 26 verhindert.
Der Querrahmen F schwingt frei von der Spulenspindel auswärts, doch wird er an einer Einwärtsbewegung durch einen Bogen Q verhindert (Fig. 18), der an einem Ende drehbar auf einem an dem Hauptrahmen befestigten Stift 73 sitzt, und zwar zwischen einem abgeplatteten Stift 75 und einer Sperrklinke R (Fig. 18 und 19). Die Sperrklinke R des Querrahmens wird durch das Gewicht eines Armes 77 und seines Beiwerks in dichter Berührung mit dem Bogen Q. gehalten. Wird der Rahmen F gegen die Spulenspindel hingepreßt, so veranlaßt die Reibung zwischen dem Bogen Q. und der Sperrklinke R letztere, sich etwas zu drehen, wodurch der Bogen Q. geklemmt und eine Bewegung des Rahmens F verhindert wird.
Ist eine Spule gewickelt und soll der Fadenführer i, nachdem er weitergeschaltet worden ist, zur Spulenspindel zurückgeführt
werden, so muß die Sperrklinke R gelöst werden, damit der Rahmen F unter der Einwirkung von Gewichten 61 (Fig. i) zurückschwingen kann.
Die Auslösung der Sperrklinke R kann durch den Arbeiter mittels eines' Griffes 76 (Fig. i, 18 und 19) bewirkt werden, der sich an einem Ende einer Stange 74 befindet, welche in Lagern des Rahmens F ruht und
ίο an ihrem entgegengesetzten Ende einen Arm jy trägt, der mittels eines Gliedes 78 und eines Stiftes 79 mit der Sperrklinke R verbunden ist.
Der Stift 79, welcher den Arm jy und das Glied 78 verbindet, ist an seinem äußeren Ende mit einem konischen Kopf versehen (Fig. 2 und 19), der mit einer Stellschraube 110 (Fig. 20) in Eingriff treten kann, die in einem Ansatz des Hebels ff geführt ist. Der als Keil wirkende konische Kopf des Stiftes 79 dient dazu, mittels des Gliedes 78 den belasteten Arm der Sperrklinke R zu heben, wodurch der Rahmen F gelöst wird, so daß dieser mit dem Führer i unter der Einwirkung der Gewichte 61 gegen die Spulenspindel hin geschwungen werden kann.
Der Hebel E besitzt eine lange Schraube 7 (Fig. ι und -20), auf welche der Rahmen F, wenn er von der Spulenspindel weggeschwungen wird, derart einwirkt, daß die Backen 43 und 46 ausgelöst werden, um das Spulen zu unterbrechen (Fig. 1). Diese Schraube 7 kann mehr oder weniger weit durch den Hebel E durchgeschoben werden, so daß die Entfernung, bis zu welcher der Rahmen F geschwungen werden kann, und demgemäß auch der Durchmesser der Spule geregelt wird.
Mit der Schraube 7 soll eine Gleitschiene 80 zusammenwirken, die in einer Schwalbenschwanznut des Rahmens F gleitet (Fig. 11 bis 14). An ihrem inneren, der Schraube 7 gegenüberliegenden Ende besitzt die Schiene 80 eine Öffnung, die groß genug ist, um ohne Berührung mit der Schraube über das Ende derselben hinwegzugehen. Während des Wickeins einer Teilspule (mit Ausnahme der letzten) befindet sich diese Öffnung direkt dem Ende der Schraube gegenüber (Fig. 11 und 12), so daß der Rahmen 'F zurückgeschwungen werden kann, ohne daß die Schiene 80 die Schraube 7 berührt.
Auf diese Weise hört die Maschine nicht ganz zu arbeiten auf, wenn die erste Teilspule ihren richtigen Durchmesser erreicht, sondern sie stellt nur ihre Arbeit mit Bezug auf diese Teilspule ein und überträgt mit Hilfe der bereits beschriebenen Vorrichtungen die Spularbeit automatisch auf den noch leeren Teil der Hülse. Wird der Führer weiter geschaltet, um die letzte Teilspule zu wickeln, so wird die Schiene 80 derart bewegt, daß ihr vorderes Ende der Schraube 7 gegenüber zu liegen kommt (Fig. 13 und 14). Erreicht nun die letzte Teilspule ihren vollen Durchmesser, so tritt das Ende der Schiene mit der Schraube 7 in Berührung und bewirkt, ■ indem es gegen dieselbe preßt, ein Unterbrechen des Spulens. Um diese Arbeitsleistung der Schiene 80 zu sichern, trägt letztere an ihrem äußeren Ende ein drehbares Glied 81 (Fig. 11 bis 14), welches mit zwei Armen 8ia und δι* versehen ist. Der Arm 8in ist so angeordnet, daß ein Arm 181 des Führerträgers 67 zwischen ihm und dem Rahmen F hindurchgehen kann, und daß das innere Ende sich in solcher Lage befindet, daß es mit einem Stift 67^ auf dem Arm 181 in Berührung tritt, um die Schiene 80 in solche Lage zur Schraube 7 zu bringen, daß das Spulen unterbrochen wird, wenn der Rahmen F hinreichend weit auswärts geschwungen worden ist. Diese Einstellung der Schiene 80 wird bewirkt, wenn der Führerträger seinen ersten Auswärtshub beim Wickeln der letzten Teilspule ausführt, und wenn die Spule ihre richtige Größe erreicht, wird die Schiene 80 mit der Schraube 7 in Berührung treten und die Maschine stillsetzen.
Der Arm 816, welcher den Zweck hat, nach Entfernen der fertigen Spule aus der Maschine den Führerträger in seine Anfangsstellung zurückzubringen, erstreckt sich abwärts, um mit einem Stift 86 (Fig. 12) in Eingriff treten zu können, der in einer Aus- ;95 .sparung des Rahmens F sitzt. . Dieser Stift wird durch eine Feder 87 auswärts gepreßt und seine Bewegung wird durch einen Stift 88 des Rahmens F begrenzt, der sich in einen Schlitz 89 des Stiftes 86 hinein erstreckt (Fig. 12). Auf die Schiene 80 ist lose eine Platte 83 aufgenietet, die mit einem keilförmigen Ansatz 84 versehen ist (Fig. 11), der dadurch hergestellt ist, daß ein Teil der Platte rechtwinklig umgebogen und in eine Aussparung 85 des Rahmens hineingebogen ist. Das innere Ende dieser Aussparung ist abgeschrägt und geht zur Oberfläche des Rahmens über.
Soll der Führerträger von dem Führertreiber getrennt werden, so drückt man den Arm 81* abwärts, wobei zunächst der Απηδι" zu einer Stellung emporgehoben wird, in welcher er mit dem Stift 67^' nicht in Berührung treten kann. Bei weiterem Druck auf den Arm 81 * wird dieser gegen das Ende der Schiene 80 gepreßt, und drückt diese gegen das Maschinengestell A hin, wobei der sich auf dem schrägen Ende der Aussparung 8.5 verschiebende Ansatz 84 der Plätte 83 die
untere Kante der Platte abwärts gegen den Ansatz 60 der federnden Klinke 69 preßt, infolgedessen der Ansatz 171 derselben aus dem Schlitz 66 gelöst wird. Der Führerträger 67 kann somit zurückbewegt werden, um das Ende 171 (Fig. 21) der federnden Klinke 6g in dem geeigneten Schlitz 66 zum Wickeln der ersten Teilspule aufzunehmen.
Die Auswärtsbewegung des Armes 8ib wird durch einen auf der Schiene 80 sitzenden Stift 82 begrenzt, und der Stift 86, welcher von der Feder 87 (Fig. 12) bewegt wird und sich gegen den unteren Teil des Armes 81* legt, preßt die Schiene 80 aus ihrer Stellung
rückwärts, bis die Öffnung der Schiene der Schraube 7 gegenüber zu liegen .kommt. Nun-' mehr befindet sich die Maschine in der richtigen Lage, um mit dem Wickeln einer neuen Spule zu beginnen.
Soll aus irgend einem Grunde das Spulen unterbrochen werden, so ist es erforderlich, daß die Spulenspindel 9 und die Welle, 25 gleichzeitig angehalten werden. Zu diesem Zwecke sind, was jedoch nicht zur Erfindung gehört, zwei Hebel T und T1 (Fig. 2) angeordnet, mittels deren man die Kupplungen beider Getriebe lösen kann. Jede Kupplung ist mit einem Scheibenteil versehen (Fig. 6), dessen Außenkante 13* einen dreieckigen Querschnitt aufweist. Gegenüber dieser Kante 13* befindet sich das Ende t bezw. tl des Hebels T bezw. T1, welches mit einem winkligen Einschnitt versehen ist, dessen Seiten sich gegen diejenigen der Kante 13* legen können. Die Einschnitte befinden sich nicht direkt den Kanten 13* gegenüber, sondern sind so gegen dieselben verstellt, daß, wenn der Hebel T oder T1 geschwungen wird, um in die Kupplung einzugreifen, das Ende t bezw. i1 die Kupplung außer Verbindung mit ihrem Getriebe setzt, und zwar durch die Keilwirkung der Eingriffsflächen. Die Hebel T und T1 dienen auch als Bremsen, um das Moment der sich drehenden Teile zu '45 überwinden und ihr Anhalten zu sichern. Die Bewegung der Hebel erfolgt von der Welle 31 im oberen Teile der Maschine aus mittels eines Armes 33 und einer-am Ende desselben angeordneten Rolle 34 (Fig. 2).
Die Rolle 34 ist so angeordnet, daß sie sich -zwischen den gegabelten Enden der beiden Hebel T, T1 bewegen kann, um dieselben in oder außer Eingriff mit ihren zugehörigen Kupplungen zu schwingen. Die Rolle 34 sitzt lose auf einem Stift des Armes 33, so daß sie, wenn sie nach einer Richtung gepreßt wird, mit.. ganz gleichem Druck auf beide Hebel einwirkt, um die Kupplungen von ihren Getrieben zu trennen. Wird die Rolle nach der entgegengesetzten Richtung gepreßt, so werden die Hebel von den Kupplungen entfernt, so daß letztere unter dem Einfluß von Federn 15 und 15^ in die Kupplungsgetriebe eingreifen können.
Der in der neuen Maschine zur Verwendung kommende Fadenführer muß sehr schmal gemacht werden, um die aneinander grenzenden Teilspulen dicht zusammen zu wickeln und auch um dicht bis zu der Basis der Spulen zu wickeln, die häufig bei Webschützen gebraucht werden. Ferner muß der Fadenführer so geformt sein, daß, wenn er sich gegen die Hülse der Spule legt, weder die Basis der letzteren noch die nächstliegende Teilspule mit dem Führer in Berührung kommt. Schließlich muß der Führer möglichst leicht sein, da Geschwindigkeit ein Hauptmerkmal bei Maschinen der vorliegenden Art ist. Zu diesem Zweck wird der obere , Teil des Fadenführers dünn und schmal gemacht und in Form eines Bogens aufwärts gekrümmt, und zwar weit genug, um zu gestatten , daß die konvexe Seite des Führers auf der Hülse der Spule aufruhen kann, ohne mit den oben genannten Teilen in Berührung zu treten (Fig. 8 bis 10).
An dem Punkte, wo sich der Fadenführer gegen die Spule legt, ist eine Öse χ (Fig. 10) mit einer seitlichen Öffnung, durch welche der Faden eingeführt wird, angeordnet.
Die Arbeitsweise der neuen Spulmaschine ist folgende:
Angenommen, es solle eine Spule gewickelt werden, die sich aus zwei Teilspülen zusammensetzt. Soll mit dem Wickeln der ersten Teilspule I begonnen werden, so dreht man den Anlaßhebel E1 nach rechts in die in Fig. ι und 20 durch volle Linien veranschaulichte Stellung, in welcher er mit dem Hebel E verriegelt ist. Diese Drehung des Hebels E1 bewirkt, daß der Ansatz 131 des Hebels S mit dem Arm 107 in Berührung tritt.
Die Spulenspindel ga ist lang genug, um eine aus zwei Teilspulen bestehende Spule zu bildend Während sie sich dreht, geht der Fadenführer i zunächst nur dem Teile a (Fig. 24) entlang hin und her, auf welchem die erste Teilspule I gewickelt wird. Während des Wickeins dieser Teilspule, dessen Beginn in Fig. 24 angedeutet ist, wird der Block 106 des Hebels H auf der zentralen Lagerfläche K1 der Scheibe K gehalten. Sobald aber der Fadenführer i sich bei wachsendem Durchmesser der Teilspule von der Achse der Spulenspindel entfernt, wird der Block 106 durch die Einwirkung des Armes 107 des Hebels H auf den Ansatz 131 des Hebels S allmählich zur Kante der Lagerfläche K1 hingeführt,. ;
Hat die Teilspulc den vorher bestimmten Durchmesser erreicht (Fig. 27 bis 29), so verläßt der Block 106 die zentrale Lagerfläche K1 und der Hebel H wird durch federnde Einwirkung derart verschoben, daß der Block 106 auf eine Fläche 126 der Scheibe K gelangt und der Ansatz 102 des Hebels H in eine Linie mit dem Ansatz 60 der federnden Klinke 69 kommt, worauf letztere die Grenze ihrer Auswärtsbewegung erreicht hat.
Der Block 106 tritt nunmehr mit der schrägen Fläche 122 der Scheibe K in Eingriff (Fig. 30 bis 32).
Während sich dann Scheibe K in der Pfeilrichtung dreht, tritt der Block 106 mit der aufsteigenden Fläche 123 in Eingriff, infolgedessen der Hebel H gedreht wird und durch Ineingrifftreten des Ansatzes 102 mit dem Ansatz 60 die federnde Sperrklinke 69 außer Eingriff mit dem Führerträger 67 gebracht wird, indem der Ansatz 171 aus der Kerbe 66 entfernt wird (Fig. 33 bis 35). Hat der Block 106 das obere Ende der aufsteigenden Fläche 123 erreicht, und bewegt er sich von der Achse der Scheibe K radial auswärts, so gelangt er zu einer zweiten aufsteigenden Fläche 125, durch welche er in einer Richtung längs der Scheibenachse befördert wird (Fig. 34).
Während dieser verschiedenen Verrichtungen dreht sich die Spulenspindel ga beständig und auch der Fadenführer i wird beständig hin- und herbewegt, so daß, wenn .
die Maschine in ihrer Arbeit fortfährt, der Teil 68 der Querstange C, der mit der den Fadenführer i hin- und herbewegenden Einrichtung in Eingriff gehalten wird, in der Pfeilrichtung (Fig. 36) bewegt wird und der Teil 67, der mit dem Ansatz 102 -in Eingriff steht und durch die ansteigende Fläche 125 der Scheibe K unter Vermittelung des Blockes 106 verschoben wird, nach der entgegengesetzten Richtung weiter geschaltet wird, während der Fadenführer i zur Spulenspindel zurückkehrt.
Während sich der Fadenführer i infolge seines Ineingrifftretens mit dem Ansatz 102 und unter dem Einfluß der Scheibe K bewegt, bewirkt die Umdrehung der Spindel ga, daß verschiedene Fadenwindungen auf der Spindel niedergelegt werden, und zwar direkt neben dem Ende der Teilspule I, jedoch von geringerer Steigung als die Windungen, welche beim regelrechten Wickeln gebildet werden (Fig. 36 bis 38).
Hat der Teil 67 der Querstange C den ihm durch Scheibe K zuerteilten Weg vollendet, so greift der Ansatz 171 in die zweite Kerbe 66" des Teiles 67 ein, infolgedessen die Querstange verlängert ist und in dieser neuen Stellung festgehalten wird. Der Block kehrt, nachdem er den Gipfel der schrägen Fläche 125 der Scheibe K erreicht hat, selbsttätig zur Zentralfläche K1 zurück und der Arm 107 des Hebels H tritt wieder mit dem Ansatz 131 des Hebel S in Eingriff.
Bei der Bewegung des Hebels H tritt die Schraube 110 mit dem konischen Kopf des Stiftes 78 in Eingriff und löst die Sperrklinke R, infolgedessen der Rahmen frei wird und unter der Einwirkung der Gewichte 61 mit dem Fadenführer i zur Spulenspindel ga zurückschwingt.
Die zweite Teilspule II wird dann in derselben Weise gewickelt, wie die erste Teilspule I (Fig. 39 bis 44).
Erreicht die zweite Teilspule ihren vollen Durchmesser, so stößt die Schiene 80 die Schraube 7 zurück, und das Spulen wird unterbrochen.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Maschine zur Herstellung von 'Schußspulen, deren jede aus Einzelspulen besteht, gekennzeichnet durch einen, der zu bewickelnden Hülse entlang verschiebbaren Fadenführer, der nach Fertigstellung jeder Teilspule um ein der Länge go der Teilspule entsprechendes Stück weiter geschaltet wird, um der Reihe nach sämtliche Teilspulen bei fortlaufendem Faden auf die gemeinsame Hülse aufzuwickeln.
  2. 2. Maschine gemäß Anspruch 1, bei welcher der Fadenführerträger auseinanderschiebbar ist, so daß er nach Fertigstellung jeder Teilspule mechanisch verlängert werden kann.
  3. 3. Maschine gemäß Anspruch 1, bei welcher das zum Weiterschalten des Fadenführers dienende Schaltwerk beim Anwachsen des Spulendurchmessers und dem dadurch bedingten Auswärtsschwingen des Fadenführers mit dem Antrieb der Spulmaschine derartig in Eingriff gebracht wird, daß bei Fertigstellung einer Teilspule der Fadenführer sofort in eine neue Arbeitsstellung gebracht wird.
  4. 4. Maschine gemäß Ansprüchen 1 und 3, bei welcher das Schaltwerk derart angeordnet ist, daß es mit dem Antrieb nur dann in Eingriff treten kann, wenn letzterer in Tätigkeit ist, zum Zwecke, ein Weiterschalten des Fadenführers zu verhindern, wenn zwecks Knüpfens zerrissener Fäden oder dergl. der Fadenführer mit dem Schaltwerk bei stillstehender Antriebsvorrichtung rückwärts geschwungen wird, und somit zu verhindern, daß eine neue
    Tcilspule begonnen wird, bevor die vorhergehende Teilspule vollendet ist.
  5. 5. Maschine gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Ausrückvorrichtung, die bei Fertigstellung der letzten Teilspule in Tätigkeit tritt und den Antrieb ausrückt, so daß das Spulen unterbrochen wird, sobald die letzte Teilspule den gewünschten Durchmesser erlangt hat.
  6. 6. Maschine gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Sperrklinke, welche eine Einwärtsbewegung des den Fadenführer tragenden Rahmens während des Spulens verhindert, nach Vollendung einer Teilspule aber ausgelöst wird, so daß der Fadenführer zur Hülse zurückkehren kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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