CH200055A - Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verbindung der Androstanreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verbindung der Androstanreihe.

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CH200055A
CH200055A CH200055DA CH200055A CH 200055 A CH200055 A CH 200055A CH 200055D A CH200055D A CH 200055DA CH 200055 A CH200055 A CH 200055A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • C07J1/0003Androstane derivatives
    • C07J1/0011Androstane derivatives substituted in position 17 by a keto group

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verbindung der     Androstanreihe.       Es wurde gefunden, dass Verbindungen  der     Androstan-    und     Pregnanreihe    mit min  destens vier sauerstoffhaltigen     Substituen-          ten,    wovon mindestens drei     Ilydroxylgrup-          pen    echte Wasserlöslichkeit zeigen. Die Her  stellung solcher Verbindungen lässt sich auf  mannigfache Art durchführen.

   So kann man  an die     Kohlenstoffdoppelbindungen    geeig  neter ein- 'oder mehrfach ungesättigter Ver  bindungen der     Androstan-    und     Pregnan-          reihe,    welche gegebenenfalls noch freie oder  substituierte, z. B.     veresterte    oder     verätherte          Hydroxyl-    und/oder auch     Ketogruppen    ent  halten, nach bekannten Methoden paarweise  je zwei     Hydroxylgruppen    anlagern und gege  benenfalls anwesende Ester- oder Äthergrup  pen verseifen.

   Die Anlagerung der     Hydrogyl-          gruppen    geschieht zum Beispiel durch Ein  wirkung von Wasserstoffsuperoxyd, gegebe  nenfalls in Gegenwart von Katalysatoren,  wie Säuren, Salzen oder     Osmiumtetroxyd,     ferner von     Osmiumoxyd    allein oder in Gegen-    wart von     Oxydationsmitteln    oder auch mit  Hilfe von     Permanganat.    Man kann auch von  Sauerstoff-,

   Halogen- oder     Halogenhydrinan-          lagerungsprodukten    der oben genannten un  gesättigten Verbindungen ausgehen und sie  zwecks Öffnung der Sauerstoffbrücke oder  zum Ersatz des Halogens durch     Ilydroxyl-          gruppen    in     bekannter    Weise zum Beispiel  mit verseifenden Mitteln behandeln. So kön  nen die durch Umsetzung der     ungesättigten     Verbindungen mit Peroxyden, wie     Benzoyl-          peroxyd    hergestellten Oxyde, schon durch  Wasser allein oder in Gegenwart von Säuren  aufgespalten werden.  



  Ferner lassen sich auch die     getogruppen     geeigneter     Polyketone    oder     Oxyketone    der  gesättigten oder     ungesättigten        Androstan-          oder        Pregnanreihe    mit mindestens vier sauer  stoffhaltigen     Substituenten,    wobei anwesende       Hydroxylgruppen    frei oder     substituiert    sein       können,    mit Hilfe von     Reduktionsmitteln,     wie z. B.

   Wasserstoff in Gegenwart     von.        Kar              talysatoren    in saurem, neutralem oder alka  lischem Medium, ganz oder teilweise in       Hydrogylgruppen    überführen. Als Aus  gangsstoffe geeignete     Polyketone    oder     Ozy-          ketone    gewinnt man zum Beispiel durch       Einwirkung    von     Selendioxy    d oder Chrom  säure auf entsprechende Verbindungen mit       Kohlenstoffdoppelbindungen    und/oder     Keto-          gruppen,

      wobei der neu aufgenommene  Sauerstoff in     a-Stellung    zu bestehenden  Doppelbindungen oder     Ketogruppen    eintritt.  



  Die genannten Darstellungsarten lassen  sich natürlich auch kombinieren.  



  Geeignete Ausgangsstoffe bilden zum  Beispiel die     Dehydroandrosterone,        Andro-          stendiole,        Testosterone,        Androstendione,        Pre-          gnenolone,        Pregnendiole,    Progesteron,     17-Vi-          nyl    -     androsten-    oder     -androstan    - 3,

  17 -     diole     (hergestellt zum Beispiel aus den entspre  chenden     Oxyketonen    mit Hilfe von     Viny        1-          bromid    in Gegenwart von Magnesium), Bis  dehydroverbindungen der     Androstan-    und       Pregnanreihe,        7-Ogy-        bezw.        7-Keto-dehydro-          androsterone,        ferner    Sauerstoff-,     Halogen-          oder        Halogenhydrinanlagerungsprodukte    an  entsprechende ungesättigte Verbindungen  usw.,

   sowie auch Ester, gegebenenfalls     Enol-          ester,    oder auch Äther dieser Verbindungen.  



  An Stelle von Verbindungen der     Andro-          stan-    und     Pregnanreihe    können auch ihre       Stereoisomeren    als Ausgangsstoffe dienen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes  bildet ein Verfahren zur Herstellung einer  wasserlöslichen Verbindung der     Androstan-          reihe,    welches dadurch gekennzeichnet ist.,       da.B    man auf einen     05-trans-Dehydroandro-          stereonester    Mittel einwirken lässt, welche  geeignet sind, an eine     Kohlenstoffdoppelbin-          dung    zwei     Hydrozy        lgruppen    anzulagern     und     das so entstandene Produkt verseift.  



  Das so gewonnene     3,5,6-Triogy-andro-          stanon-(1.7)    schmilzt bei etwa 300   unter  starker Zersetzung. Aus Aceton erhält man  es in feinen Nadeln.  



  Die neue Verbindung soll therapeutische  Verwendung finden oder als Zwischenpro  dukt zur Herstellung therapeutisch verwend  barer     Stoffe    dienen,    Beispiel  2 g     A"    -     trans        -Dehydroandrosteron-aeetat     werden in 10 cm' Eisessig gelöst. mit ? cm'  30     %        igem        Wasserstoffsuperoxyd        versetzt    und  während ? Stunden auf dem Wasserbade       erwärmt.    Nach der Behandlung. gibt. die  Lösung mit     Tetranitromethan    keine Färbung  mehr.

   Der Eisessig wird im Vakuum voll  kommen     abdestilliert,    der ölige     Rückstand     mit 50 cm' 5%iger,     methylalkoholischer     Kalilauge während 10 Stunden verseift.  Hierauf verdünnt man mit Wasser und kocht  die Lösung mit Chloroform einige Zeit aus.  Aus der     Chloroformlösung    kristallisiert nach  dem Trocknen über Natriumsulfat und nach  Einengen das in     Wasser    lösliche, in den  meisten organischen Lösungsmitteln aber  schwer lösliche     3,5,6-Triozy-androstanon-          (17).     



  An     Stelle    des     Acetats    kann man als Aus  gangsstoff ebensogut einen andern Ester, wie  z. B. das     Propionat,        Butyrat,        Benzoat    oder  dergleichen     verwenden.     



  Als     Mittel    zur Anlagerung von     Hy        dr-          ogylgruppen    eignet sich auch besonders     Os-          miumtetrogyd    mit oder ohne Wasserstoff  superoxyd, in     Gegenwart    oder Abwesenheit  von Katalysatoren; man kann aber auch       Permanganat        verwenden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer wasser löslichen Verbindung der Androstanreihe, dadurch gekennzeichnet, daB man auf einen As-trans-Dehydroandrosteronester Mittel ein wirken läBt, welche geeignet sind, an eine Kohlenstoffdoppelbindung zwei Hydrogyl- gruppen anzulagern und den so entstandenen Ester verseift.
    Das so gewonnene 3,5,6-Triogy-androsta- non-(17) schmilzt bei etwa 300 unter star ker Zersetzung. Aus Aceton erhält man es in feinen Nadeln. Die neue Verbindung soll therapeutische Verwendung finden oder als Zwischenpro dukt zur Herstellung therapeutisch verwend barer Stoffe dienen. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Mittel zur Anlagerung von Hydrogylgruppen Was serstoffsuperoxyd verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Mittel zur Anlagerung von Hydrogylgruppen Os- miumtetrogyd verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Mittel zur Anlagerung von Hydrogylgruppen Per,- manganat verwendet.
CH200055D 1936-11-21 1936-11-21 Verfahren zur Herstellung einer wasserlöslichen Verbindung der Androstanreihe. CH200055A (de)

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